-
01. 11. 2011, 17:14 #1Chefredakteurin
gulli:Redaktion
- Registriert seit
- Aug 2008
- Beiträge
- 4.700
- NewsPresso
- 163 (Virtuose)
- Danksagungen
- 0
Neuer Trojaner nutzt infizierte Macs für Bitcoin-Mining
Sicherheitsforscher haben einen neuen Malware-Typ entdeckt, der die Ressourcen infizierter Macs nutzt, um die digitale Währung "Bitcoin" zu generieren. Der als "DevilRobber.A" bezeichnete Trojaner wird vor allem über Tauschbörsen verbreitet. Bislang ist die Verbreitung des Trojaners allerdings eher gering.
zur News
-
01. 11. 2011, 17:30 #2
Re: Neuer Trojaner nutzt infizierte Macs für Bitcoin-Mining
Vor allem ist es ein Zeichen dafür, das die Sicherheit von Bitcoining in der Basis gefährdet ist.
Die gesammte Sicherheit von Bitcoin basiert darauf, dass es NIEMALS einem einzigen Client (oder Netzwerk) möglich sein darf, 6 gültige Hashes in Folge zu finden. Die größeren Miningpools sind allerdings immer wieder knapp davor diese Regel zu verletzen (da sie einen Großteil der Rechenleistung des Netzwerks unter einem virtuellen Nutzer zusammenfassen). Wenn da jetzt ein Trojaner mit 100-200k Zombies ebenfalls so wie die Miningpools agiert, ist er in der Lage jede x-beliebige Transaktion zu fälschen UND anschließend selbst im Alleingang zu validieren wodurch sie vom gesamten Netzwerk automatisch als echt akzeptiert wird (Transaktionen die mehr als 6 Hashes zurück liegen werden als bestätigt und unwiderruflich betrachtet).
Der Diebstahl der Bitcoins an sich ist nicht kritisch, das Gefährliche ist, dass der Entwickler des Trojaners das Bitcoin-Netzwerk nach belieben manipulieren kann.
-
01. 11. 2011, 17:34 #3Mitglied
- Registriert seit
- Jul 2011
- Beiträge
- 213
- Danksagungen
- 0
Re: Neuer Trojaner nutzt infizierte Macs für Bitcoin-Mining
Um das ganze erstmal mit einem Späßchen aufzulockern:
Macs haben Leistung?
Ich finde, das ist ne ziemliche geniale Idee.
Leider nicht schön, aber zugegebenermaßen doch schlau.
PS:
Das dürfte hier für einige auch wieder ne Bestätigung sein, dass eure Gottheit Apple (bzw Mac) genauso anfällig für Viren ist wie die anderen Systeme
-
01. 11. 2011, 17:55 #4Lolkoholik Trollonist
- Registriert seit
- Jul 2011
- Ort
- Thüringen
- Beiträge
- 105
- Danksagungen
- 0
Re: Neuer Trojaner nutzt infizierte Macs für Bitcoin-Mining
Den Trojaner gibt es sicher auch für Windows.
Die Frage, die ich mir stelle, ist, wie einfach der Trojaner auf das jeweilige System kommt? Womöglich ist ein Mac anfälliger als Windows, aber ich würde lieber genau wissen, was die Hauptschwachstellen sind. Es könnte sein, dass social engineering der beste Weg zum Ziel ist.
-
01. 11. 2011, 18:04 #5Chefredakteurin
gulli:Redaktion
(Threadstarter)
- Registriert seit
- Aug 2008
- Beiträge
- 4.700
- NewsPresso
- 163 (Virtuose)
- Danksagungen
- 0
Re: Neuer Trojaner nutzt infizierte Macs für Bitcoin-Mining
Das steht ja schon im Artikel: Trojaner, die Bitcoin-Mining können, gibt es auch schon für Windows. Nicht genau die gleiche Malware, aber das gleiche Prinzip.
Steht auch im Artikel: der Nutzer lädt etwas auf der Tauschbörse herunter, das mit dem Trojaner verseucht ist. Da er glaubt, etwas heruntergeladen zu haben, was er nutzen will, klickt er die Sicherheitsabfragen weg. Das kann unter Mac und Windows gleichermaßen passieren; große Unterschiede zwischen den Systemen sehe ich da jetzt nicht. Letztendlich würden nur zwei Dinge helfen: mehr Sicherheitsbewusstsein bei den Nutzern und/oder eine Aufnahme der Malware in die Signaturlisten der Schutz-Software. Unfehlbar ist beides nicht. Aber auch hier besteht m.E. kein großer Unterschied zwischen den Plattformen. Linux könnte besser geschützt sein, da dort weniger Software aus Tauschbörsen benutzt wird, sondern das meiste über die jeweiligen Repos kommt. Rein technisch wäre es aber auch da möglich, dem User ein verseuchtes Binary unterzujubeln, sofern dieser den Hash nicht abgleicht und keinen Virenscanner nutzt bzw. dieser die Malware nicht erkennt. Aber ich denke, ein Linux-Botnet wäre einfach für dieses Szenario nicht attraktiv, da es einfach zu wenige Desktop-Linux-Systeme gibt und somit die Gesamt-Rechenleistung sehr gering wäre. Auf Servern, wo es weitaus mehr Linux-Systeme mit großer Rechenleistung gibt, installiert halt nur der wirklich allerdümmste Admin irgendwelche fragwürdige Software.
EDIT: Okay, Laptops nutzen würde helfen
wenn die rechenintensives Zeug machen, merkt man das meist ziemlich deutlich.
-
01. 11. 2011, 18:37 #6Mitglied
- Registriert seit
- Oct 2006
- Beiträge
- 44
- Danksagungen
- 0
-
01. 11. 2011, 18:46 #7Mitglied
- Registriert seit
- Oct 2009
- Ort
- Berlin
- Beiträge
- 77
- Danksagungen
- 0
Re: Neuer Trojaner nutzt infizierte Macs für Bitcoin-Mining
Bzw. umgekehrt sind genau Mac Betriebssysteme interessant, da die Nutzer derjenigen meistens keinerlei Antiviren-Software irgendeiner Art installiert haben (und diese als normales Ottonormalverbraucher-OS in nicht unbeträchtlicher Menge eingesetzt werden, im Gegensatz zu irgendwelchen speziellen Linux/Unix-Builds).
-
02. 11. 2011, 00:50 #8Chefredakteurin
gulli:Redaktion
(Threadstarter)
- Registriert seit
- Aug 2008
- Beiträge
- 4.700
- NewsPresso
- 163 (Virtuose)
- Danksagungen
- 0
Re: Neuer Trojaner nutzt infizierte Macs für Bitcoin-Mining
Diese Aussage stimmt so nicht. Snow Leopard und in größerem Maße Lion haben eine eingebaute Anti-Malware-Funktion, die in etwa mit Security Essentials zu vergleichen ist und für viele Zwecke durchaus ausreicht.
-
02. 11. 2011, 03:00 #9Mitglied
- Registriert seit
- Jun 2011
- Beiträge
- 661
- Danksagungen
- 0
Re: Neuer Trojaner nutzt infizierte Macs für Bitcoin-Mining
Unabhängig vom Betriebssystem dürfte die Trojanermethode langfristig so wie so die einzige Möglichkeit sein, Bitcoins kostendeckend zu produzieren. Der Stromverbrauch ist schließlich egal, wenn er nicht auf der eigenen Rechnung erscheint...
Bitcoin ist tatsächlich nichts anderes, als eine effiziente Möglichkeit, Strom zu verbrauchen, ohne dafür wirklich irgendwas zu bekommen. Es scheint eine perverse Gegenbewegung zum Energiespartrend zu sein.
Ist Bitcoin das IT-Äquivalent zum spritschluckenden SUV? Etwas, was man sich leistet, weil man sich dann kewl vorkommt und wovon jeder weiß, dass es eigendlich eine ökologische Sauerei ist?
-
02. 11. 2011, 05:45 #10
-
02. 11. 2011, 18:18 #11Mitglied
- Registriert seit
- Jun 2011
- Beiträge
- 661
- Danksagungen
- 0
Re: Neuer Trojaner nutzt infizierte Macs für Bitcoin-Mining
Ich würde soweit gehen, dass ein UFO-Fund zumindest die Möglichkeit eines Nutzen böte - Bitcoin aber vom Design her nichts anderes, als eine Perversion der modernen Konsumgesellschaft ist. Wobei ich Seti trotzdem heute dämlich finde, obwohl ich es früher kewl fand. Ich habe damals einfach zu viel Akte-X geschaut...
-
03. 11. 2011, 19:38 #12Mitglied
- Registriert seit
- Mar 2011
- Beiträge
- 1.147
- Danksagungen
- 0
Re: Neuer Trojaner nutzt infizierte Macs für Bitcoin-Mining
Soweit man das dem Orginalartikel entnehmen kann durch pure Dummheit des Systembenutzers, da man die Sachen selbst installieren muss. Ob Mac-Nutzer für solche Dummheiten anfälliger sind muss jeder selbst entscheiden.

Darüber hinaus würde ich Bitcoins oder virtuelle Währungen allgemein auch nicht als völlig nutzlos ansehen. Man sollte festhalten dass sich diese System noch entwickeln und in Zukunft sicher auch für den Handel interessanter werden dürften. Darüber hinaus ist es übrigens auch so dass man nicht beliebig viele Bitcoins produzieren kann, es gibt eine feste Obergrenze.
MfG
Mr. J
-
03. 11. 2011, 21:07 #13Mitglied
- Registriert seit
- Jun 2011
- Beiträge
- 661
- Danksagungen
- 0


Zitieren

mehr lesen...







Klage für mehr Transparenz im...
Heute, 14:19 in gulli:news