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02. 11. 2011, 18:39 #1
Cyberwar: China stellt keine Gefahr dar
In der Debatte um den Krieg im Cyberspace fällt immer wieder der Name eines Landes: China. Oft wird das Reich der Mitte von staatlichen Stellen als größte digitale Gefahrenquelle aufgeführt. Ein australischer Wissenschaftler widerspricht dieser Einschätzung nun vehement.
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02. 11. 2011, 19:46 #2Mitglied
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Re: Cyberwar: China stellt keine Gefahr dar
was ist wahrscheinlicher:
1. china führt quasi sinnlose hackerattacken über das internet aus. (die meisten ziele sind ehh sicher und daher unangreifbar)
2. china schleust menschen in die ziele ein damit ein direkter zugang besteht.
das gute alte spy vs. spy spiel wird nie aussterben
Geändert von gILLbATES (02. 11. 2011 um 19:53 Uhr)
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02. 11. 2011, 20:54 #3
Re: Cyberwar: China stellt keine Gefahr dar
Idiot.
Solange Weltkonzerne zu blöde sind ihre Software aktuell zu halten,
BRAUCHT China schlicht und einfach keine raffinierteren Angriffsmöglichkeiten.
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02. 11. 2011, 22:01 #4
Re: Cyberwar: China stellt keine Gefahr dar
Ich fürchte China braucht ohnehin keine extrem guten Methoden für sowas. Die haben weit mehr Hacker als ganz Europa. Selbst wenn nur ein Teil der Angriffe gelingt, könnte die Masse einen Staat empfindlich stören. Nicht nur die Hochsicherheitsnetzwerke des Staates sind wichtig, auch all die Firmen, die Teil des ganzen Wirtschaftskreislaufes sind.
Man stelle sich mal vor, in den großen Supermarktketten spielen alle Kassensysteme verrückt, oder bei den Tankstellenketten zicken die Systeme rum.
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02. 11. 2011, 22:06 #5
Re: Cyberwar: China stellt keine Gefahr dar
China zu unterschätzen ist, meiner Meinung nach, ein Fehler. Das trifft wohl auch auf den Cyberbereich zu.
Ich denke die Cyberattacken werden in naher Zukunft uninteressant gegen Geheimdienste und militärische Kommandozentralen sein. Aber gerade, was Wirtschaftsspionage betrifft, gibt es wohl noch viele Möglichkeiten.
Weshalb außerdem die Einschätzung eines australischen Wissenschaftlers passender sein soll als die der meisten Geheimdienste verstehe ich nicht. Fakten und Belegen fehlen allerdings wohl auf beiden Seiten.
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02. 11. 2011, 22:18 #6
Re: Cyberwar: China stellt keine Gefahr dar
Um unserer Wirtschaft zu schaden, sind keine Cyberattacken nötig. Dafür muss China nur den Export stoppen und die Welt hätte viel zu wenig Produkte, die Preise würden unglaublich steigen und es gäbe eine sehr gewaltige Finanzkrise. Problematischer wird es eher im Forschungs- und Entwicklungsbereich sein, denn dort ist Industriespionage natürlich besonders schlecht.
Aber ich bin auch der Meinung, dass man China so nicht unterschätzen sollte. Zwar haben Länder wie die USA auch viele Hacker, die man im Notfall verpflichten kann, da diese Vorbestraft sind und dies als Kompromiss gemacht haben, um nicht ins Gefängnis zu müssen, aber trotzdem wird es immer Leute geben, die so dumm sind und einfach wild Emailanhänge zu öffnen, ohne zu wissen, was man da eigentlich gerade macht und so selbst bei sehr sicheren Einrichtungen unter Umständen für kurze Zeit Trojaner eingeschleust werden können.
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03. 11. 2011, 00:07 #7Zyniker, Wachkomatiker
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Re: Cyberwar: China stellt keine Gefahr dar
Im großen und Ganzen kann ich P7BB zustimmen!
Lustig wird die Sache, wenn man eine Menge N "frische" chinesische Programmierer (kommen gerade aus China) beobachtet ... diese Leute haben viel Wissen, aber eben wie aus'm Lexikon ... Copy 'n paste in den Kopf, wenig eigenes ... dogmatisch alle gleich!
... nach ein paar Wochen Deutschland, sind sie schon so individuell, das sie nicht mehr nach China, sondern in die USA möchten ... nach ein paar Monaten sind sie schon nicht mehr "aus einer Masse" ... die Perlen sind sogar echt Kreativ geworden!
... und das sind die gefährlichen, für Chinas Einheitsbrei in Chinas Köpfen!
China ist eine Copy 'n Paste Gesellschaft ... Hightech ja, aber wenig eigenes ...
... aber, viele Routinen werden in China erstellt, die Software für die Router erstellt, auf die Speicherkarten gespielt ... Computer vorinstalliert/-konfiguriert ...
Wer sagt uns, das nicht einige Infrastrukturrouter von Hause mit einer ensprechenden "Hilfssoftware" versehen wurde?
Geeeeenau, nicht verzagen, die Chinesen fragen!
Wer garantiert uns denn, das nicht einige Chinesen vor der Glotze sitzen und uns beim Hampeln vor der Kinnect grinsend dabei zuschauen?
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03. 11. 2011, 10:16 #8Mitglied
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Re: Cyberwar: China stellt keine Gefahr dar
Es ist letztlich egal, ob Chinas Hacker lediglich mittelmäßig sind. Denn im Zweifel kaufen die sich die Exploits dort, wo die Amis oder die Israelis ihre für stuxnet auch gekauft haben: bei irgendwelchen Blackhats, denen es wurst ist, in welchem oder für welches Land sie hacken. So lang die Kohle stimmt, ist der eigene Skill egal.
Und eins ist sicher: bei China stimmt die Kohle.
Das größere Problem sehe ich wie Sempralon aber ebenfalls in den kleinen Blackboxen, die man gemeinhin Microchips nennt. die werden größtenteils in Asien (allerdings meist außerhalb Chinas) gefertigt. Und obwohl der CCC bereits Schicht für Schicht Logik in Chips unterm Mikroskop analysiert hat und Geheimdienste soetwas höchstwahrscheinlich standarmäßig tun (ich hoffe es zumindest, Resourcen genug hätten sie jedenfalls), ist das alles andere als trivial. Schließlich ist es schon mit Sourcecode nicht einfach, absichtlich von Profis eingebaute Backdoors zu finden.
Vieleicht erscheint vor diesem Hintergrund auch eine Chipfertigung in der EU nicht mehr so defizitär, wie es eine rein ökonomische Betrachtungsweise nahelegen könnte...
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