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Cyberdoogg
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Westerwelle --> Kanzlerkandidat?!

Hi,

Hab das hier gerade bei N-tv gesehen: http://n-tv.de/3011180.html

Ich kann mir Herrn Westerwell nur sehr schwer als Kanzler vorstellen und glaube auch nicht, dass er eine Chance bei der Wahl hat! Der sollte mal auf dem Teppich bleiben und nicht gleich wegen dem Wahlergebniss in Sachsen-Anhalt abheben! Den das kann auch schnell nach hinten losgehen!!

Was haltet ihr von der Kandidatur von Westerwelle??

CYberdog
Alt 09. 05. 2002, 20:56 Cyberdoogg is offline Mit Zitat antworten #1
update
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Cool Finde ich gut!

Westerwelle kandidiert ja nicht, weil er sich ernsthaft Chancen ausrechnet, Kanzler zu werden nach der Wahl diesen September.

Aber er will zeigen, dass die FDP eine ernstzunehmende Partei mit Aufwind ist, die unabhängig von anderen Parteien ihr eigenes Programm und Ziele hat.

Ich denke es ist eher eine Frage des Images für die FDP - solange man keinen Kanzlerkandidaten aufstellt, zeigt man ja nach außen, dass man offentsichtlich selbst meint, eine KLEINE Partei zu sein, und sich auch nicht mehr auszurechnen.


Zur Person Westerwelle kann ich nur sagen, dass er sicher noch nicht so weltmännisch und erfahren sein und wirken kann wie Herr Schröder, aber im Bereich der Innenpolitik kann ich ihn mir sehr gut als Kanzler vorstellen, da er mir persönlich das Gefühl gibt, persönlich mit jedem aus dem Volk zu sprechen. Er ist irgendwie natürlicher und menschlicher als andere (meine persönliche Meinung)

Ich wünsche mir nach September eine rot-gelbe Regierung 2/3 zu 1/3 mit Westerwelle als Wirtschaftsminister.
Alt 09. 05. 2002, 21:07 update is offline Mit Zitat antworten #2
DocShark
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Genau genommen ist die K-Frage ein Witz !

In Deutschland werden ja Parteien gewählt und keine Personen.
Und gleich gar nicht selbst, wenn das Volk ihn wählen wollte (Kanzler) muss es die Partei wählen.
Der Kanzler wird vom Bundestag gewählt.

Über die Chancen .... hmm , das Steht auf einen anderen Blatt.
Aber was dem einen Recht ist sollte dem anderen billig sein.

Westerwelle geht es hier aber um die Sache:
Des Fernsehduells Stoiber -Schröder angeblich der Kanzlerkandidaten .
CDU und SPD sagen aus wen sie als Kanzler vorschlagen und polarisieren die Wahl auf 2 Parteien das von den Medien auch noch unterstützt wird.
Die "kleinen Parteien" werden so ausgesperrt.
Formal Rechtlich ist das so nicht Ok.

Insofern ünterstütze ich die Auffassung der "Kanzlerkandidatur" Westerwelles.

DocShark
Alt 10. 05. 2002, 05:50 DocShark is offline Mit Zitat antworten #3
PeterPanter
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Ahoi,

Schröder macht seinen Job als Bürobote der Automobilindustrie ja zur Zufriedenheit seiner Auftraggeber.
Und gegen Stoiber als Nachlaßverwalter bajuwarischer Spezlwirtschaft Straußscher Provenienz gibt es auch kaum Einwände.

Aber Guido Westerwelle?
Welche Referenzen hat denn dieser Dampfplauderer zu bieten?
Der Job als Volontär im Big-Brother-Container?
Nicht, daß ich den beiden Vorgenannten mehr abgewinnen könnte als Westerwelle, der fleischgewordenen Werbeunterbrechung,
aber daß sich ein Konfirmandenkandidat anheischig macht, die ökonomische und militärische Zentralmacht in Europa als Kanzlerdarsteller zieren zu wollen, entbehrt nicht einer gewissen Komik.

Was die Taktik der Besserverdienendenpartei anbetrifft, die Parlamentswahlen "ein Stück weit" (B. Engholm) zum Event zu machen, dürfen wir uns auf einen "putzmunteren" (G. Westerwelle) Wahlkampf gefasst machen:
mit Guido 'Mobil' Westerwelle als Kanzlerkandidat,
Jürgen 'W' Möllemann, dem "intriganten Schwein" (Parteikollegin I. Schwätzer), mutigen Grundschullehrer und Freund von Saddam Hussein als Außenministerkandidat,
Otto 'Graf' Lambsdorff, dem vorbestraften Steuerhinterzieher als graue-Eminenz-im-Wirtschaftsministerium-Kandidat,
Wolfgang '?' Gerhardt als weiß-der-Geier-irgendwas wirds-auch für-ihn-geben-Kandidat,
Walter 'ich-bin-schon-mal-mit'm-Flieger-abgestürzt-und-auf-den-Kopf-gefallen-hat-aber-auch-nix-genützt' Döring als Verkehrsministerkandidat und (mein persönlicher Liebling)
Reiner 'bei-mir-passt-alles-ich-seh-so-aus-wie-das-was-ich-rede' Brüderle als Landwirtschaftsministerkandidat.

Auf "Sternstunden des Parlamentarismus" (U. Wickert) freut sich

PeterPanter
Alt 10. 05. 2002, 07:28 PeterPanter is offline Mit Zitat antworten #4
update
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@PeterPan

...auch wenn ich mit Deinen Ausführungen überhaupt nicht konform gehen kann, hat mich Deine Art zu schreiben sehr amüsiert
Alt 10. 05. 2002, 07:42 update is offline Mit Zitat antworten #5
DocShark
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hallo

PeterPanter gut , gebrüllt.

Viel Lärm um nichts, irgendwie fährst Du voll auf die Medien-Masche ab.
Alle Personen die sich 2002 der Wahl ob als "Kanzler-Kandidat" oder Möchtegern Mitregierer ,
jeder Politiker versucht sich massenwirksam Darzustellen.

Und das haben Sie alle von Schröter gelernt (siehe letzten Wahlkampf )
Jeder so gut er kann. Mit mehr oder wenige Erfolg.
Was können die anderen ?
Wer überhaupt ?

Es geht hier IMHO garnicht um die Wahl zu gewinnen. (Das ist Blauaugigkeit).
Es geht ums Profilieren, was den anderen beiden SuperkanzlerKandidaten recht ist, sollte
jeden anderen billig sein. Egal welcher Partei.
Nun und wenn ich die jetzt bewerten sollte , gehts der Sache nach am Ziel vorbei.

Da könnt man schreiben über Spendenskanale , Korpptionsfilz, ..........
Grundsatzfrage : Hast ne Alternative ?
Welche die Politik in Deutschland grundsätzlich ändern kann, und nicht nur Recht und Links- Aussen zwar Klamauk macht, sondern auch echt das Zeug dazu und den Willen.
Mir haben sie diese Sche*** Demokratie mit dem so perfekten Staatssystem einschliess Verfassung übergebraten(hineingeboren). Wie auch immer.
Ich verstehe Demokratie eigentlich anders.
Ehe in Deutschland sich die Politik ändert, wird eher das Volk ausgetauscht.

Also soll doch der Junge machen, er wird schon sehen was er davon hat.


DocShark
Alt 10. 05. 2002, 08:06 DocShark is offline Mit Zitat antworten #6
Dexter
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Zitat:
Original geschrieben von DocShark
Es geht hier IMHO garnicht um die Wahl zu gewinnen. (Das ist Blauaugigkeit).
Es geht ums Profilieren, was den anderen beiden SuperkanzlerKandidaten recht ist, sollte
jeden anderen billig sein. Egal welcher Partei.
Jein. Zum Profilieren kann ich zustimmen, um nix anderes geht`s, nur die andere Sache ist die: Weil sich irgendwelche Leute wie Idioten benehmen, muss ich das nicht auch tun. Ganz im Gegenteil: Wenn Westerwelle (proforma) als Kanzler kandidiert, dann muss (sollte) er sich auch irgendwie abgrenzen. (Im Prinzip bezieh ich das grad nicht auf ihn persönlich, sondern überhaupt auf irgendeinen ANDEREN Kanzler) Also eben nicht auf den BlablaWischiwaschiKarren aufspringen, den die "Kanzlerkandidaten" vormachen und er nach.
Im Groben: will jemand eine Alternative anbieten, dann muss er auch als Alternative dastehen.
Und zwar nicht in dem Sinne, dass man alternativ einen dritten Scheisshaufen dazulegt, wo man sich für einen entscheiden muss..
Zitat:
Nun und wenn ich die jetzt bewerten sollte , gehts der Sache nach am Ziel vorbei.
Eben nicht, s.o.

Zitat:
Ehe in Deutschland sich die Politik ändert, wird eher das Volk ausgetauscht.
Oder das Volk ändert sich. *optimistischguck* Naja ich werd`s nicht mehr erleben...
Alt 10. 05. 2002, 18:40 Dexter is offline Mit Zitat antworten #7
Sleepwalker
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Ich glaub einfach, dass Westerwelle sich aus dem Schatten der Union loesen will und als unabhaengige Partei darstehen will. Er will sich so mehr Chancen fuer eine Koalition nach der Wahl offenhalten. Es gwht ihm wirklich nicht darum, kanyler zu werden. Doch man muss das mal so sehen: Immer wenn die CDU nicht die absolute Mehrheit erreicht, wird automatisch nach der FDP geguckt. Die beiden Parteien gehoeren ja wohl miylerweile "traditionel" zusammen. Genau das will Westerwelle aendern. Bei ihm geht es naemlich glaube ich, anders als beu den andern, nicht um die Person, sondern wirklich um den Inhalt. Bei den beiden Grossen geht es doch nur um Schroeder vs Stoiber. Der Inhalt, fuer den sie angeblich stehen, ist doch so ziemlich der selbe bzw vorherbestimmt. Man macht einfach das Gegenteil von dem, was die anderen machen.
Westerwelle zeigt durch die K-Kanditatur, dass er die FDP staerker sieht als sie ist. Das laesst ihn jedoch nicht als Idoten darstehn, sondern als mutigen Politiker mit Blick nach vorne. Meiner Meinung nach icst es falsch, Westerwelle einfach zu belaecheln. Die Zeit der FDP ist jetzt gekommen. Diese Partei koennte in Zeiten von Spendensuempfen und Korruptionvorwuerfen auf dem Vormarsch sein.
Alt 13. 05. 2002, 06:46 Sleepwalker is offline Mit Zitat antworten #8
Radi2000
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Meiner Meinung nach ist das ein besonders guter Schachzug der FDP!
Westerwelle wird damit die Jugend an die Wahlurne bringen.
Zusammen mit Protest Wählern und FDP Mitgliedern, gibt das bestimmt ein
gutes Ergebnis.
Den Rest der FDP kann man in der Pfeife rauchen! Wenn ich die Frau Pieper
höre denk ich immer: "Gott, lass Hirn vom Himmel Regnen"
Alternativen gibt es leider nicht! Schröter führt Deutschland in die Pleite,
und Steuber wird wohl die Inquisition wieder einführen!
Fragt sich halt was besser ist?
Alt 13. 05. 2002, 21:27 Radi2000 is offline Mit Zitat antworten #9
Sleepwalker
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Im Grunde genommen kannst du doch alle Politiker in der Pfeife rauchen. Die kommen alle mit grossen Versprechungen an die Macht und merken dann, dass sie sie doch nicht halten koennen. Das Volk wird dann ungeduldig und schreit nach dem naechsten.

Seien wir doch mal ehrlich:es gibt wirklich keine unbestechlichen und ehrlichen Politker mehr. Aber das scheint wohl die Natur des Berufs Politiker geworden zu sein.
Alt 13. 05. 2002, 22:56 Sleepwalker is offline Mit Zitat antworten #10
Turrican
Tequila Dealer
 
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Also reden wir hier vom besseren Übel ?

Turrican
Alt 14. 05. 2002, 08:07 Turrican is offline Mit Zitat antworten #11
Falke
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Beiträge: 274
wer glaubt denn das?

Hi!

Die meisten Wähler gehen davon aus, dass sich Menschen zur Wahl stellen, die dieses oder jenes so oder so verändern wollen und deshalb um Zustimmung beim Wähler kämpfen. Ich denke, daß diese Zeiten lange vorbei sind, wenn es sie je gab. Wer sich heute zur Wahl stellt will zunächst gewählt werden. Warum weiß er meist selbst nicht. Aber eines weiß er, mit Themen, die die meisten Menschen nicht interessieren, auch wenn sie wichtig wären, kann er nicht gewählt werden. Also, sucht er sich Themen, die "Wechselwähler" (Leute die keine klare, festgelegte politische Meinung haben), denn von den Anderen wird er sicher nicht gewählt, beschäftigt. Woher erfährt er das? Natürlich aus den Medien. Die wissen das. Sagen sie. Woher sie das wissen, sagen sie nicht. Also wird er sich das Thema zu eigen machen, das vermeintlich die meisten Stimmen bringt und von dem die größte Medienresonanz zu erwarten ist. Also ist es wichtig, den Menschen (oder die), die das Sagen in den Medien haben als Freund zu haben.
Also: Lasst uns die Medienbesitzter direkt Wählen dann können wir uns den anderen Kram sparen.

Schöne Grüsse
Alt 14. 05. 2002, 23:37 Falke is offline Mit Zitat antworten #12
theloverider
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Original geschrieben von Sleepwalker
Genau das will Westerwelle aendern. Bei ihm geht es naemlich glaube ich, anders als beu den andern, nicht um die Person, sondern wirklich um den Inhalt.
das meinst du nicht ernst oder?
Alt 15. 05. 2002, 11:34 Mit Zitat antworten #13
Turrican
Tequila Dealer
 
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Wollte ich auch schon fragen. Komme mir vor wie in einer Zeitschleife. Als die Grünen die erste Aussicht an einer Regierungsbeteiligung hatten kamen genau die gleichen Sprüche. Dann,als klar war das die SPD evtl. das erste mal die Wahlen gewinnen könnte ...gleicher Spruch, bei denen gehts um "Inhalte". Dann die PDS hier in Berlin. ...hüstel... noch nicht allzu viel an Inhalt passiert oder geplant.
Und jetzt kommt der Erlöser in Form von FDP "weilwirmachenallesbesserweilwiranderssind".

Schon klar ...

Turrican
Mist, schon wieder intolerant !
Alt 15. 05. 2002, 12:33 Turrican is offline Mit Zitat antworten #14
Willi Winzig
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Beiträge: 362
Der Herr Westerwelle war doch schon vor '98 Mitglied der Gelben, oder??? Warum haben es eigentlich er und seine anderen "Schnacker" Gerhardt, Möllemann, Lambsdorff (Steuerhinterzieher) etc. und allen voran der große Genschman (hat viele Verdienste, wenn es um die Einheit geht, keine Frage!) versäumt, all das schon damals einzuläuten, was sie heute (allerdings ohne jegliches Finanzierungskonzept - das finanziert sich nicht selbst) versprechen. Nee, da will sich nur einer profilieren. Letztes Jahr noch ein 1000prozentiges Nein zu einem Kanzlerkandidaten, und jetzt kommt man aufgrund der Kandidatur wenigstens noch öfter ins Fernsehen. Ich schalte dann ab. Christiansen oder Berlin Mitte ohne "scarface" geht ja gar nicht mehr.
Alt 15. 05. 2002, 13:27 Willi Winzig is offline Mit Zitat antworten #15
nastySprite
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Zitat:
Original geschrieben von Willi Winzig
Der Herr Westerwelle war doch schon vor '98 Mitglied der Gelben, oder?

Interessanterweise ist W. der (meines Wissens nach) einzige Spitzenpolitiker, der das auch eingesteht. Irgendwann auf einer Plenumsdiskussion sagte er, auf genau diesen Vorwurf hin, ausdrücklich: "Ein mea culpa können sie haben: Ja, wir haben viele Fehler gemacht, als wir an der Regierung waren" (keine O-Ton Garantie) - ohne das überbewerten zu wollen, es ist immerhin ein anderer Stil, als Luftblasen über das "rot-grüne Reformprojekt" zu verlieren, ohne auch nur einen einzigen Misserfolg zuzugeben, wie Schröder es tut (natürlich, die ausschließliche Schuld für die Arbeitslosen liegt bei der schlechten Weltkonjunktur, nur wenns gut läuft ist es Verdienst der SPD).

Die FDP hat sich seit sie zu Recht in die Opposition geschickt wurde immerhin mit dem "Wiesbadener Programm" programmatisch, mit Westerwelle und Pieper (und leider den unsäglichen Möllemann, dessen Bewertung durch PeterPanter ich völlig zustimme) personell erneuert. Auch das Scheitern der Ampel in Berlin (zur Erinnerung: SPD/Grüne wollten Steuererhöhungen, die die FDP nicht mittragen wollte) spricht nach meinem Dafürhalten eher gegen eine bloße Profilierung und für ein programmatisches Profil, auch wenn man das sicher ander sehen kann.

Zum eigentlichen Thema, der Kanzlerkandidatur, habe ich auf diesen Zeit-Kommentar, dessen Autor ziemlich kritisch darüber denkt wie die meisten hier, Folgendes per email geantwortet:

Zitat:
Auch wenn ich Ihnen recht gebe, dass die FDP nun vorsichtiger werden muss, sich nicht völlig lächerlich zu machen, sollte man doch vor allzu harscher Kritik und Spott zweierlei berücksichtigen:

Die vielgetadelte "Personalisierung des Wahlkampfs", der ganze Wahlkampfstil, der sich immer mehr an den der USA annähert: kann man schwerlich der FDP anlasten. Genausowenig, dass sie aufspringt - sonst hätte sie überhaupt keine Chance, so sind leider die gesellschaftlichen Gegebenheiten; eine Wahlentscheidung über die Programmatik würde ich auch vorziehen. Und nicht nur nach eigener Aussage hat sie dabei immer noch das konkreteste Programm. Jedenfalls ist ihr Hauptprogrammpunkt nicht, dass Guido Westerwelle "gezeigt" hat, "dass er das Leben mag" (SPD-Wahlprogramm über Schröder).

Zweitens: Die Schlussfolgerung "Westerwelle kann nicht Kanzler werden, also ist seine Kandidatur Humbug" kann ich so nicht nachvollziehen. Ich weiß nicht mehr wen ich da zitiere, aber irgendwer sagte kürzlich in diesem Zusammenhang: "Dann dürfte die SPD schon seit fünfzig Jahren keinen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten in Bayern aufstellen".

Schließlich sollten sie die Wirkung der Kandidatur nicht unterschätzen. Ich zweifelte selbst, welchen Effekt außer einer großen FDP-Party die Ausrufung wohl haben solle, bis ich verschiedene Gespräche mit einigen aus meinem Bekanntenkreis führte, die Westerwelle/die FDP genau wegen der Kandidatur als Alternative wahrnehmen und nur deswegen auch wählen wollen - obwohl sie wissen, dass Guido "alles werden kann - nur eben nicht Kanzler".

Um Turrican aufzugreifen, kleinstes Übel denkt wohl jeder, der sich noch zur Wahlurne schleppt - doch in MikeRs halbresignativen Seufzer einzustimmen, so weit bin ich doch noch nicht.

MfG,
nastySprite
Alt 16. 05. 2002, 00:28 nastySprite is offline Mit Zitat antworten #16
Sleepwalker
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@ theloverider
ich habe mich ein bischen mssverstaendlich ausgedrueckt. Ich meine, das er sowieso keine wirklichen Chancen auf den Posten hat ist er eher in der Lage losgeloest vom persoenlichen Bestreben Kanzler zu werden in die Wahl gehen und so mehr seine Partei vertrten, als sich selbst.

Sorry
Alt 16. 05. 2002, 01:54 Sleepwalker is offline Mit Zitat antworten #17
DocShark
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Alles ok

und nun ein Spruch des alten Ur-Kanzlers C. Adenauer


Das Volk kann wählen , wen es will. Regiert, wird es doch.
Alt 16. 05. 2002, 05:35 DocShark is offline Mit Zitat antworten #18
maedhros
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Ein kluger Mensch hat einmal gesagt, dass die Demokratie garantiert, dass das Volk von niemanden besseren regiert wird als es das verdient.

Herr Westerwelle hat sich die Pisa-studie angeschaut, und sich ausgerechnet, dass er eigentlich gute Chancen haben müsste.
Alt 20. 05. 2002, 14:24 maedhros is offline Mit Zitat antworten #19
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