Ergebnis 1 bis 9 von 9
  1. #1
    (schein)heilig

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    Avatar von Brother-John
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    Standard Seamless-Branching-Blurays: Wie geht ihr damit um?

    Als Bluray-Späteinsteiger bin ich gerade mitten im Ausprobieren, was alles so geht; und was nicht. ;-) Und da interessiert es mich v.a., wie ihr mit Seamless Branching umgeht. Was ich am Ende haben möchte, ist ein klein(er) codiertes H.264-Video, Originalaudio oder klein codiertes AAC (je nach Film und Lust/Laune) und SUP- oder SRT- Untertitel (auch je nach Film und Lust/Laune), alles schön verpackt in Matroska.

    Prinzipiell bin ich ja von MakeMKV sehr angetan. Funktioniert einfach und stressfrei und das automatische Forced-Subs-Handling ist echt komfortabel. Jetzt ist Seamless Branching bei Blurays ja nichts Ungewöhnliches, wo der Film auf 20 oder so M2TS-Dateien gestückelt ist. Und da Video und Audio in den Einzelstücken praktisch nie exakt gleich lang sind, wird die Synchronität schnell kritisch. Daran bastel ich gerade herum.

    MakeMKV kümmert sich um das Synchronitätsproblem per Matroska-Zeitstempeln. Das ist fein für die MKV selbst, aber beim Demuxing per ffmpeg knallt’s, da der die »schiefen« Zeitstempel nicht beachtet, d.h. der demuxte Ton wird asynchron. Dafür lässt sich das Video per ffms2 sehr nett in AviSynth weiterverarbeiten.

    tsMuxer passt direkt die Audiospuren an und erzeugt eine synchrone TS/M2TS oder einzelne Elementary Streams. Toll fürs Audio, weniger fürs Video. H.264 Elementary kann ffms2 überhaupt nicht. TS/M2TS geht zwar, aber mit Haali als Demuxer dauert Springen im Video Unendlichkeiten; mit lavf ist das Bild reichlich kaputt: beides extrem lästig beim Croppen.

    Die einzige Lösung ohne zusätzlich hin- und herzumuxen scheint mir eac3to zu sein: Video-Matroska plus restliche Einzelspuren. Ja, das klappt, aber ich hab mir einen Workflow in den Kopf gesetzt, der soweit wie möglich aus quelloffener und/oder aktiv entwickelter Software besteht. Dass eac3to vollständig davon abhängt, wie madshi Bock und Zeit hat (und offenbar ist das zweimal »wenig bis garnicht«), passt da nicht so recht rein. Bei tsMuxer ist das eigentlich nicht viel anders.

    Deswegen will ich mich mal umhören, wie ihr das macht. Tatsächlich eac3to? Oder gibt’s nen ffmpeg-Trick für die MakeMKV-Matroskas? DGAVCDecDI (mangels NVidia-Graka)? Oder noch was ganz anderes? eac3to hätte den Vorteil, dass ich darüber problemlos Tutorial schreiben kann, ohne die Abmahnmafia im Nacken sitzen zu haben … bei MakeMKV & Co. wär das schwieriger, weil die alle die Anti-Abspielmaßnahmen aushebeln können.

  2. #2
    Mitglied Avatar von doc-mabuse
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    Standard Re: Seamless-Branching-Blurays: Wie geht ihr damit um?

    Hei!

    Ich hab außerordentlich gute Erfahrungen mit BluRip (http://code.google.com/p/blurip/downloads/list), das ist im Prinzip eine Oberfäche für eine Kombination aus eac3to und BDsup2sub, die dir diese Probleme komplett abnimmt.

    Eigentlich soll das eine Komplett-Lösung sein, die gleich fertige mkvs produziert.
    Ich benutze es aber nur zum demuxxen und vorkonvertieren (soll heissen: ich arbeite mit den temorären Daten manuell weiter und lösche die fertig gemuxxte Datei), weil es weder aac noch trim oder qpfiles unterstützt.

    Ich sammel meine Erfahrungen seit ein paar Monaten in einer Textdatei und wollte daraus zu gegebener Zeit ein Tutorial machen. Das ist zwar noch nicht veröffentlichungsreif, aber für dich würd ich natürlich eine Ausnahme machen . Interesse?
    Geändert von doc-mabuse (07. 12. 2011 um 10:08 Uhr)

  3. #3
    (schein)heilig

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    Avatar von Brother-John
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    Standard Re: Seamless-Branching-Blurays: Wie geht ihr damit um?

    Zitat Zitat von doc-mabuse Beitrag anzeigen
    Ich sammel meine Erfahrungen seit ein paar Monaten in einer Textdatei und wollte daraus zu gegebener Zeit ein Tutorial machen. Das ist zwar noch nicht veröffentlichungsreif, aber für dich würd ich natürlich eine Ausnahme machen . Interesse?
    Kann man dann BluRip tatsächlich als reine eac3to-GUI missbrauchen? Dann auf jeden Fall Interesse, weil die perfekte, tutorialtaugliche GUI hab ich noch nicht gefunden.

    P.S.: Textdateien, hach! Da kommt richtig Nostalgie auf. So hab ich damals auch angefangen – und aktuell liegen auch wieder ein paar von der Sorte rum.

  4. #4
    Mitglied Avatar von doc-mabuse
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    Standard Re: Seamless-Branching-Blurays: Wie geht ihr damit um?

    Zitat Zitat von Brother-John Beitrag anzeigen
    P.S.: Textdateien, hach! Da kommt richtig Nostalgie auf. So hab ich damals auch angefangen – und aktuell liegen auch wieder ein paar von der Sorte rum.
    Naja, soll später schon auf HTML umgesetzt werden
    Ist eh von deinem Tut inspiriert, halt nur universeller (Teil 1 Datenvorbereitung in abhängigkeit der Quelle, Teil 2 Kodierung nach ...)



    Das wird jetzt etwas viel und sieht auch erst mal chaotisch aus, hat sich aber schon bei an die 50 BluRay-Rips bewährt:


    7. BluRay-Rips:
    --------------------------
    Vorab: Beim Rippen von BluRay braucht ihr vor allem zwei Dinge:
    1.) Viel Speicherplatz, da temporär gut 50 bis an die 100 GB Daten pro Film anfallen können.
    2.) Sehr viel Zeit, da die fünfache Datenmenge natürlich auch zu etwa fünffacher Bearbeitungsdauer führt. Alleine das reine Rippen auf die Platte kann schon eine gute Stunde dauern, dann eine Stunde, um die Datenströme zu extrahieren, ggf. nochmal eine Stunde, um das ganze Schnittfähig zu bekommen, und dann kommt natürlich noch die eigentliche Konvertierung, die je nach Rechner in bester Qualität gute 6 bis weit über 30 Stunden dauern kann (und damit meine ich einen halbwegs aktuellen i5, wer das auf einem P4 versucht, der kann nach einer Woche macl schauen, wie weit er denn gekommen ist . . .) - von dem Gedanken, an einem Wochenende "mal eben" einen Stapel BluRays zu rippen und zu konvertieren, solltet ihr euch direkt verabschieden.

    Bevor wir uns dem eigentlichen Rippen zuwenden, wäre es natürlich ganz nett, wenn man vorher mal einen Blick auf die BluRay werfen könnte. Denn wenn wir die Dateien nicht sehen können, kann es der Computer auch nicht - was soll er da also rippen?
    Ab Windows Vista ist das auch kein Problem, aber Windows XP kann noch nicht mal das Dateisystem einer BluRay (UDF 2.5) verstehen - und das offizielle Update dafür seitens M$ heisst "Umstieg auf Windows Vista/7". Dat wüsst' ich aber . . .

    Für Windows XP benötigt man den Toshiba UDF-Treiber (http://codecpack.co/download/Toshiba-UDF-XP-Driver.html) - leider lässt sich der nicht auf Nicht-Toshiba-Computern installieren . . . also, nicht ohne ein wenig zu tricksen .
    Man meldet sich als Administrator an und startet die Installationssoftware. Die Fehlermeldung nicht (!!!) wegklicken. Wenn die Fehlermeldung erscheint, wechselt man in den TEMP-Ordner (normalerweise unter C:\Dokumente und Einstellungen\Administrator\Lokale Einstellungen\Temp), sucht dort den Ordner {1347D5A6-4FE0-476A-B85F-D0FC91F55EB0} (oder so ähnlich), öffnet diesen und klickt die Datei "thdudf.inf" mit rechts an und wählt aus dem Kontext-Menü "installieren" aus. Nach ein paar Sekunden ist der Treiber dann installiert, man kann die Fehlermeldung der Installations-Software wegklicken und nach einem Neustart des Rechners kann man immerhin schon mal die Dateien auf der BluRay sehen - was natürlich die absolute Vorraussetzung für's rippen ist.


    Bedauerlicherweise gibt es für das BluRay-Ripping noch kein so komfortables Tool wie DVDShrink für DVDs, daher ist hier etwas mehr Aufwand nötig.

    1. Mit dem AnyDVD-Ripper (nicht dem Image-Ripper!) die Daten vom Kopierschutz befreit auf die Platte schaufeln.
    AnyDVD legt dabei immer einen Unterordner mit dem Namen der BluRay an, man kann also immer in den gleichen Ordner (Bei mir: D:\Video\Rohdaten\BR-ripps) abspeichern.

    2. BluRip starten, oben den Pfad zur BluRay (zu dem Ordner, den AnyDVD angelegt hat! dadrunter sucht sich BluRip die Daten selber) eintragen und auf "Hole Stream Infos" klicken. BluRip bzw. eac3to analysiert dann die Daten, das kann durchaus ein paar Minuten dauern.

    Jetzt muss man in der oberen Klappbox (Titel Auswahl) erst mal den richtigen Film finden. Auf den meisten BluRays werdet ihr neben dem Film noch jede Menge überflüssige Extras, Werbekram etc. finden. I.A. kann man davon ausgehen, das der Film der Stream mit der längsten Spieldauer ist, außerdem haben die sonstigen Tracks meistens erheblich weniger Audio- und Subtitle Tracks, auch liegt so gut wie immer der Spielfilm in 24p/1.001vor, die Extras haben meist 60i (ist die Bildwiederholrate, 24p entspricht den bei Hollywood-Kameras üblichen 24 Bildern pro Sekunde).

    Aber Vorsicht: Auf einigen BluRays werdet ihr zwei oder mehr Kandidaten finden, nämlich die Kinofassung, evtl. eine erweiterte Kinofassung und ggf. einen Directors Cut. Bevor ihr reflexartig die längste Version (den Directors Cut) auswählt, solltet ihr die BR - sofern ihr sie nicht schon angesehen habt - mal im Player probelaufen lassen und durch die Kapitel zappen. Selbst bei Hollywood-Blockbustern kommt das hin wieder vor (Terminator 2), aber bei Filmen aus dem Randbereich, beispielsweise dem französichen Mystery-Thriller "Pakt der Wölfe" oder dem japanischen "Battle Royal" (sehr gute Filme übrigends!) sind die zusätzlichen Szenen des jeweiligen Directors Cut so gut wie nie synchronisert! D.h. im Film wird hin und wieder mal zwischen deutscher Synchronisation und französischem bzw. japanischem Originalton mit Untertiteln hin- und hergeschaltet. Ich komm darauf überhaupt nicht klar (besonders, wenn Schauspieler und deutsche Synchronsprecher völlig verschiedene Stimmlagen haben) und lass es dann lieber mit der Kinofassung gut sein. Aber sonst wollen wir natürlich immer die lange Fassung haben.

    Wenn ihr euch für einen Stream entschieden habt, sagt euch BluRip in der großen, weissen Box darunter, was da alles drin steckt.
    Dabei gilt grundsätzlich: Alles in grüner Schrift wird verarbeitet, also demuxt bzw. gleich konvertiert. Alles in schwarzer Schrift wird ignoriert. Ändern ganz simpel mit Doppelklick. Mit einem Rechtsklick kann man die erweiterten Einstellungen aufrufen, dazu gleich mehr.

    Üblicherweise steht in der ersten Zeile die Kapitelliste, hier kann man schon mal sehen, wieviele Kapitel es im Film gibt. Sollte standardmäßig eingeschaltet (= grün) sein, und das soll auch so bleiben.
    In der zweiten Zeile kommt dann die Videospur. Und hier kommt dann jetzt die erste Gemeinheit - grundsätzlich können auf einer BluRay drei verschiedene Video-Codecs zum Einsatz kommen: MPEG2 (nur theoretisch, in der Praxis hab ich den nie gesehen), h264/AVC und der entsetzliche VC1-Codec von Microsoft. Wichtig wird das aber erst im zweiten Schritt. Manchmal kommt in der 3. Zeile noch ein weiterer Film, i.A. nur in 480p. Den können wir ignorieren.
    Bei 3D-Filmen gibt hier zwei Filme, jeweils einen für's linke und für's rechte Auge. Wenn ihr nur in 2D rippen wollt, könnt ihr irgendeinen (und nur einen) der beiden nehmen, macht keinen Unterschied. Wenn ihr in 3D rippen wollt, dann seit ihr auch euch gestellt - soweit bin ich noch nicht - und werd ich so schnell auch nicht sein, mich überzeugt das (bisher) nicht.

    Zeile 3 oder 4 bis n in BluRip enthalten die Tonspuren. Jetzt gibt es auch wieder zwei Möglichkeiten, AC3-Tonspuren, die man zunächst mal unverändert lassen kann oder aber DTS (mit oder ohne HD oder TrueHD), die wir zunächst mal in AC3 umrechnen lassen müssen, weil die Software, die wir im weiteren benutzen, nichts mit DTS anfangen kann. Diese Tonspuren also auf AC3 mit 640 kbps umrechnen - also Doppelklick auf die jeweilige Zeile und in den beiden Klappboxen in der Dialogbox .ac3 und 640 auswählen.

    In seltenen Fällen kommt es vor, das diese 640 kbps AC3-Datei von BeLight/dem Nero-Encoder nicht ordentlich verarbeitet wird. Dann müsste man alles von vorne machen und halt 448 kbps für die AC3-Konvertierung benutzen. Also speichert die Einstellungen in BluRip kruz ab, bevor ihr es beendet, dann muss man in so einem Falle nicht alles neu einstellen. Man kann natürlich auch von vornherein mit 448 kbps arbeiten . . .

    Also: die gewünschte(n) Tonspur(en) erst per Doppelklick an- bzw. abschalten, dann einzeln mit rechts anklicken und "Bearbeite erweiterte Einstellungen" wählen. Hier als Audio Dateiendung ac3 einstellen, die Bitrate auf 640 festlegen. Die Option "Füge zusätzliche AC3 Tonspur hinzu" niemals einschalten - dann habt ihr alles doppelt!
    Und das für jede einzelne Tonspur, die ihr haben wollt (i.A. also Deutsch und Englisch)!


    Die weiteren Zeilen enthalten die Untertitel. Hier alles passende (also alle Sprachen, die ihr auch als Ton habt) einschalten - auch wenn's ein ganzer Haufen ist. Welche wir davon später wirklich brauchen und welche Kommentare oder sonstiger Kram sind, werden wir später bei der Weiterverarbeitung schon merken.
    Sollten evtl. Zwangsuntertitel nicht als eigene Untertitelspur, sondern nur speziell ausgezeichnete Untertitel innerhalb der normalen Untertitel vorliegen, so muss man sich darum nicht kümmern, BluRip legt in dem Falle automatisch eine normale und eine forced_only-Untertiteldatei an.


    Nachdem die Auswahl getroffen ist, oben auf die Karteikarte "Ausgabe" wechseln. Hier ein "Arbeitsverzeichnis" für die temporär anfallenden Daten angeben. Ich rate dringend dazu, hier nicht den normalen TEMP-Ordner zu nehmen, sondern sich extra für BR-Rips einen eigenen Temp-Ordner im Video-Verzeichnis anzulegen. Wir werden von diesen temporären Daten später einige brauchen, also legt diesen Ordner an eine Stelle, an der ihr ihn schnell findet und plündern bzw. leeren könnt. Außerdem wird die ganze Sache spürbar schneller, wenn dieser TEMP-Ordner auf einer anderen Platte liegt (eine phsikalisch andere Platte, andere partition auf der gleichen Platte ist witzlos!), weil dann der Schreib-/Lesekopf nicht ständig hin- und her flitzen muss.

    "Datei Präfix" kann leer bleiben - wenn man nicht gerade mehrere BluRay in einem Rutsch bearbeiten will, in diesem Falle kann man hier den Namen oder ein verständliches Kürzel zum Film eintragen, um hinterher sehen zu können, welche Datei zu welchem Film gehört. Ich rate dringend davon ab, das wird sehr schnell sehr unübersichtlich - vom enormen Speicherplatzbedarf gar nicht erst zu reden.

    "Zielverzeichnis" sollte klar sein, ebenso "Zieldateiname". Ich rate dazu, immer das Zielverzeichnis mit dem Namen des Films anzulegen, als Zieldateiname aber immer das gleiche zu benutzen (bei mir immer: film) - das macht später die Anpassung der Scripte und Batchdateien deutlich übersichtlicher.
    "Filmtitel" ist völlig egal, das wird von BluRip nur zum muxen verwendet.

    Als nächstes die Karteikarte "Einstellungen" aufrufen.
    Bei den Video Einstellungen grundsätzlich "Benutze Original Video" einschalten. Wir bearbeiten das Video später manuell, vor allem schneiden wir es noch - schließlich gibt es keinen (sinnvollen) Grund, auch den kompletten Abspann speicherplatzverschwendend mit zu kodieren.
    Bei den Audio Einstellungen beide Optionen abschalten - schließlich konvertieren wir ja eh nach AC3/448 kbps.
    Solltet ihr jemals über eine BluRay mit AC3-Files von "nur" 448 kbps oder weniger stolpern, könnt ihr euch oben die Umrechnerei natürlich schenken und müsst dann hier "Behalte Original Audio" einschalten.
    Bei den Untertiteln immer "Muxe keine Untertitel" und "Kopiere alle Untertitel ins 'Subs' Verzeichnis (sub/idx)" einstellen.


    Wenn ihr alles eingestellt habt, sicherheitshalber nochmal auf die Karteikarte "Eingabe" wechseln und kontrollieren, ob auch wirklich alle gewünschten Tracks grün sind. Dann auf der Karteikarte "Start" auf "Start" klicken. Und jetzt ist eine großzügige Kaffeepause angesagt, das vollständige demuxen einer BluRay ggf. mit DTS nach AC3-Konvertierung kann locker bis zu einer Stunde dauern.
    Von einer Queue-Verarbeitung (also mehrere BluRays gleichzeitig) rate ich ab, selbst wenn ihr den nötigen Speicherplatz dafür habt. Es fallen dermaßen viele Daten an, die man je nach Video-Codec auch noch unterschiedlich weiterverarbeiten muss, das man dann sehr schnell die Übersicht verliert. Vor allem aber, weil dabei die temporären Dateien gelöscht werden - man müsste also den frisch gemuxten Film wieder demuxen, um an die Rohdaten für die eigentliche Konvertierung zu kommen.


    Wenn BluRip sich nach einer Stunde (oder so) wieder bereit meldet, habt ihr im Zielordner eine mkv-Datei (_002_video.mkv), die das Original-Video und der oder die Tonspur(en) als ac3 enthält. Die sollte man auch erstmal per Doppelklick öffnen und sicherheitshalber mal testschauen/-hören, ob alles läuft, ob Bild und Ton synchron sind etc. Wenn nicht, ist irgendwas schiefgelaufen und ihr könnt direkt wieder von vorne anfangen. Außerdem sollte dort ein Ordner subs sein, mit den Untertiteln, die wir später weiterbearbeiten.
    Jetzt sollten wir zuallererst aus dem TEMP-Ordner (also dem Arbeitsordner, wie bei BluRip eingestellt) ein paar wichtige Dateien in den Ausgabe-Ordner ziehen. Das sind die Chapter-Datei und die Tonspur(en). Also beispielsweise die Dateien "_001_chapter.txt", "_003_audio_custom_German.ac3" und "_004_audio_custom_English.ac3".

    Das weitere Vorgehen hängt jetzt vom Codec des Films ab:

    1.) Solltet ihr wirklich mal eine BluRay mit MPEG2-Video haben, könnt ihr im Prinzip die Anleitung der DVD adaptieren. Also eine d2v-ProjekDatei mit DGINndex erstellen und diese mit der DGDecode.dll später in das Avisynth-Script einbinden:
    LoadPlugin("C:\Programme\AviSynth-plugins\undot.dll")
    LoadPlugin("C:\Programme\Video\DGIndex\DGDecode.dll")
    MPEG2Source ("film.d2v")
    . . .
    undot()

    2.) Wenn der Film h264 kodiert ist, sollte man die demuxte Video-Datei (also die _002_video.mkv aus dem Temp-Ordner, nicht die fertig gemuxte aus dem Ziel-Ordner!) mit dem tsmuxxer zu einer ts-datei ummuxen. Von dieser kann man nun mit DGAVCIndex eine Projektdatei erstellen und mit der DGSVCsource.dll in das Script einbinden:
    LoadPlugin("C:\Programme\AviSynth-plugins\undot.dll")
    LoadPlugin("C:\Programme\Video\dgavcdec\DGAVCDecode.dll")
    AVCSource ("film.dga")
    . . .
    undot()

    3.) Wenn der Film aber als VC1 vorliegt, dann können wir das Video direkt mit dem DirectShowFilter in das AVIsynth-Script einbinden, das sieht dann ungefähr so aus:
    LoadPlugin("C:\Programme\AviSynth-plugins\undot.dll")
    DirectShowSource ("_002_video.mkv")
    . . .
    undot()

    Das Script mit AVSpmod öffnen, nach Druck auf F5 sollte unten das Video erscheinen. Den Cursor in die leere Zeile vor dem letzten undot()-Befehl stellen, mit dem Slider ein bischen hin- und her schieben, bis man eine möglichst helle Stelle gefunden hat, dann mit rechts in das Bild klicken und den Crop-Editor aufrufen. Mit den Cursor-Tasten den Schnittbereich verändern, bis oben und unten nichts mehr vom schwarzen Balken zu sehen ist. Nach Click auf "Aply" wird der Crop-Befehl automatisch passend eingefügt:
    LoadPlugin("C:\Programme\AviSynth-plugins\undot.dll")
    DirectShowSource ("_002_video.mkv")
    Crop(0, 140, -0, -140)
    undot()

    Jetzt mit dem Slider und den Cursor-Tasten das Ende des Films bzw. den gewünschten Schnittpunkt suchen. Ich selber schneide nicht unmittelbar am Ende des Films, sondern lass noch die ersten Sekunden des Abspanns, also idealerweise "The End" oder "Directed by..." mit drin. Wenn ihr euer Wunschende gefunden habt, wieder mit rechts ins Bild klicken, den Menüpunkt "Trim selection editor" anwählen, dann "set selection endpoint"und in der Dialogbox einfach auf Apply klicken. Damit wird in das Script ein Trimbefehl, der den zu kodierenden Bereich vorgibt, eingefügt:
    LoadPlugin("C:\Programme\AviSynth-plugins\undot.dll")
    DirectShowSource ("_002_video.mkv")
    Trim(0,168768)
    Crop(0, 140, -0, -140)
    undot()


    Kontrolle: AVS-Datei Doppelklicken. Sie muss jetzt im MediaPlayer(Classic) laufen und entsprechend kürzer als das Original sein. Kurz vor das Ende hüpfen und kontrollieren, ob der Schnitt auch halbwegs sauber ist (sprich: möglichst an einer rein schwarzen Stelle).


    Jetzt müssen wir natürlich noch die Tonspur(en) von Hand schneiden:
    Dazu starten wir HeadAC3he, rufen oben bei Source die Datei auf. Destination File können wir ignorieren, das ergibt sich gleich automatisch. Unter Destination Format stellen wir auf Source um - dann wird nicht recodiert, sondern wirklich nur geschnitten. Jetzt noch Endframe einschalten und den Endframe eintragen. Dummerweise müssen wir jetzt etwas rechnen, denn Audioframes sind etwas anderes als Videoframes:
    Videoframes / Videoframerate * Audioframerate (bei DD: 31,25)
    Bei BluRays also beipielsweise 168768 / 23,976 * 31,25 = 219970
    Zu Kontrolle: HeadAC3he gibt euch dahinter dann die Laufzeit an - die kann man mit der Ausgabe von AVSpmod (ganz unten in der Statuszeile) vergleichen. Auf ein oder zwei hunderstel Sekunden kommt es dabei nicht an - ist ja eh am Ende.

    Auf Start klicken und HeadAC3he legt eine Datei mit einer zusätzlichen .2 am Ende des Dateinamens an und schneidet dann dorthinein. Dauert nur knapp 30 Sekunden pro Audio-Stream. Notiert euch den berechneten Endframe (bzw. kopiert ihn einmal)! Denn wenn ihr die nächste Tonspur ladet, wird dieses Feld wieder auf die Länge der Ausgangstonspur zurückgesetzt!
    Die neuen Dateien kann man anschließend auch mal im MediaPlayer(Classic) öffnen und hören, ob das Ende passt (sieht man aber natürlich auch an der Zeitangabe im MediaPlayer(Classic). Die Original-Tonspuren kann man jetzt schon entsorgen, Weiterverarbeitung wie üblich, also mit BeLight öffnen, Ziel ist aac, 5.1, konstante Qualität mit eurem q-Faktor, PreGain und Dynamic Kompression, wenn gewünscht.



    Jetzt müssen wir uns noch um die Untertitel und die Kapitel kümmern.

    Erst mal die Kapitel: die liegt noch im Arbeitsverzeichnis (_001_chapter.txt) und kann einfach in den Ordner mit dem Film verschoben werden. Dannach unbedingt mit einem Texteditor öffnen und die Zeit des letzten Kapitels überprüfen! In vielen Filmen hat der Abspann ein eigenes Kapitel, d.h. bei uns könnte dieser Eintrag ins Leere zeigen, da wir den Abspann ja entsorgt haben. Also die Zeiten am Ende der Kapitelliste im Texteditor prüfen und ggf. löschen. Weiterhin rate ich dazu, jetzt direkt hinter alle =-Zeichen ein geschütztes Leerzeichen zu setzen (mit <ALT + 0 1 6 0 erzeugen), dann hat man später im Player keine überflüssigen Angaben beim Kapitelsprung.

    Jetzt fehlt uns natürlich das qpfile, mit dem die passenden IDF-Frames an den Kapitelmarken für einen schnellen Einsprung erzeugt werden. Da BluRip hier keine Einstellmöglichkeiten für weitere Dateien wie der ChapterExtractor für DVDs bietet, kommen wir hier um Handarbeit nicht herum - ist aber mit einer schnell zusammgehackten Excel-Tabelle auch keine große Sache.
    Man legt eine Kopie der Chapter-Datei an, benennt diese in qpfile.txt um und öffnet sie mit einem ordentlichen Texteditor (Achtung: der von Windows ist nicht gut genug! Der kann suchen und ersetzen nicht mit Tabulatoren! Wenn ihr noch keinen Ersatz installiert habt, kann ich euch EditPadLight ans Herz legen: http://www.editpadlite.com ist Freeware), und mit Suchen & Ersetzen werden alle Gleich-Zeichen und alle Doppelpunkte durch Tabulatoren ersetzt, außerdem alle Punkte durch ein Komma.

    Jetzt alles markieren, kopieren und in ein leeres Excel-Sheet einfügen. Man sieht, das jetzt Stunden, Minuten und Sekunden jeweils in einzelnen Zellen stehen.

    Jetzt das zweite Sheet in dem Excel-Dokument aufrufen und in A1 folgende Formel eintragen:
    =AUFRUNDEN((Tabelle1!B1*3600+Tabelle1!C1*60+Tabelle1!D1)*$I$4;0)+1
    Diese Formel berechnet einfach die zu jedem Kapitel-Einsprungpunkt passende Framenummer und addiert zur Sicherheit noch ein Frame auf.
    In B1 xxx eintragen und in das Feld I4 die Framerate (23,976).
    Jetzt die Felder A1 und B1 markieren, den dicken Punkt unten rechts am markierten Bereich anfassen und beherzt ein paar Felder nach unten ziehen. Diese Felder werden dann mit den gleichen Daten/Formeln gefüllt, wobei die Quellfelder in der Formel automatisch angepasst werden - außer der Framerate (die ist mit den Dollarzeichen als fest markiert). In den ungeraden Zellen stehen jetzt schon vernünftige Daten, in den graden Zellen dürfte immer 2 stehen - da die Originale kapitel-Datei ja nur in jeder zweiten Zeile Zeiten enhält, die andere Zeile ist für den Kapitelnamen. Jetzt die Felder A2, A4, A6 und B2, B4, B6 löschen. Dann die Felder A1 bis B6 markieren, wieder den dicken Punkt unten rechts des markierten Bereiches anklicken und nach unten ziehen - jetzt ruhig richtig weit, damit wir mit dieser Tabelle auch gleich Filme mit 50, 60 und mehr Kapiteln bearbeiten können. Zuguter letzt die Formel in A1 durch eine 0 ersetzen - und jetzt die Excel-Tabelle abspeichern, die kann man immer wieder benutzen.
    Jetzt solltet ihr untereinander die in Frames umgerechneten Zeiten haben mit einem xxx in der folgenden Zelle. Jetzt alles sinnvolle markieren (also A1 bis Bx, wobei x die letzte Zeile ist, in der eine von 1 verschiedene Zahl steht), kopieren und wieder in die Textdatei einfügen (vorher natürlich den alten Inhalt löschen).
    Jetzt nur noch alle {Tabulator}xxx durch {Leerzeichen}I{Leerzeichen}-1 ersetzen, anschließend alle {Zeilenumbruch}{Tabulator}{Zeilenumbruch} durch {Zeilenumbruch}. Abspeichern, fertig.

    Ich weiss, das klang jetzt furchtbar kompliziert - aber wenn ihr diese Exceltabelle einmal habt und abspeichert, dann müsst ihr nur noch dort einfügen - wenn ihr diesen Vorgang zwei, dreimal geübt habt, dann dauert das ganze keine 10 Sekunden.




    Und nun noch die Untertitel:
    Das geht mit SubtitleEdit zunächst mal recht schnell: Die Sub-Datei im Unterordner Subs im Zielordner von BluRip öffnen. Die Nachfrage "Import this VobSub Subtitle" mit Ja abnicken. In der jetzt erscheindenden Dialogbox gibt es zwei oben links grundsätzliche Möglichkeiten:

    Zum einen "OCR via Tesseract", bei der der Rechner versucht, die Untertitel automatisch zu lesen. Das geht verdammt schnell, allerdings liefert die Schrifterkennung nicht allzugute Ergebnisse - da läuft zwar gleichzeitig ein SpellChecker mit, aber hat besonders bei english und ganz besonders bei Wörtern, die in Großbuchstaben oder krusiv geschrieben sind, so seine Probleme - auf der anderen Seite wird alles, was zweifelhaft war und verbessert wurde, auf der rechten Seite mitgeschrieben, später kann man hier durch simples anklicken diese Stellen aufrufen und ggf. korrigeren. Nachteil: Es wird reiner Text erkannt - evtl. Auszeichnungen wie kursiv gehen dabei verloren.

    Zum anderen "OCR via image compare", bei der jeder Buchstabe anhand des Bitmusters mit einer Datenbank verglichen wird - diese muss aber erst mal von euch gefüllt werden, d.h. er fragt alle Buchstaben, die er nicht kennt, ab - man muss am Anfang also sehr viel tippen. Und da in verschiedenen Filmen verschiedene Zeichensätze benutzt werden, dauert es auch ein verdammt lange Zeit (= viele Filme), bis die Erkennung automatisch erfolgt. Bei BluRays funktioniert das eh nicht wirklich zuverlässig, weil hier bei der Untertitelerstellung mit Kerning (zusammenschieben der Buchstaben) gearbeitet wird, und das erschwert die Erkennung von Leerzeichen enorm - entweder es werden Wörter zusammengeschrieben oder es stehen Buchstaben einzeln herum. Zumindest bei BluRays ist die automatische Texterkennung via OCR die bessere Lösung - auch, wenn man anschließend nacharbeiten muss.

    Man stellt also oben links "OCR via Tesseract" ein, dadrunter wählt man die richtige Sprache aus.
    Auf der rechten Seite schaltet man bei den vier Optionen die zweite "Prompt for unknown Words" ab!
    Jetzt unten auf "Start OCR" klicken, ein paar Sekunden abwarten und auf Stop klicken. Oberhalb der vier Optionen auf der rechten Seite ist jetzt eine Auswahlbox "Dictionary" aufgetaucht, hier kann man ein Wörterbuch für die Rechtschreibkorrektur bzw. Erkennung auswählen. SubtitleEdit wählt hier zwar selbstständig die richtige Sprache (also beispielsweise Deutsch oder English) aus, aber die meisten Spreachen gibt es in mehreren Varianten - und English/England ist nun mal was völlig anderes als English/USA! Bei Hollywood-Filmen hier unbedingt aud USA gehen, sonst dürft ihr anschließend massiv Korrektur lesen (Beispiel Colour (en/GB) <--> Color (en/US)).

    Nach dem Einstellen der korrekten Sprache den Start neben dem Button "Start OCR" wieder auf 1 stellen, Start klicken und laufen lassen. Je nach Film und Rechnerleistung braucht er 5 bis zehn Minuten für eine Sprachspur. Wenn er fertig ist, kann man die erkannten Texte alle sehen - und dabei werden alle "guten" Texte dunkelgrün hinterlegt, alle, an denen er mit dem Wörterbuch Korrekturen durchgeführt hat, in gelb und alle, bei denen die Erkennung nicht eindeutig war, er aber auch nicht alleine korrigieren konnte, in orange.

    Man scrollt jetzt daher hoch zum Anfang und schaut sich alle gelb und orange hinterlegten Untertitel mal genauer an, dabei wird das Original oben rechts eingeblendet, korrigieren kann man unten im weißen Fensterteil. Je nach Erkennungsleistung muss man hier noch mal 5 bis 15 Minuten inverstieren - interessanterweise kommt die Tesseract OCR mit Deutsch erheblich besser zurecht als mit Englisch . . .
    Wenn man durch ist, auf Okay klicken.
    Jetzt erscheint der Text im Hauptfenster und kann abgespeichert werden. Ich rate dringend dazu, mit dem Menü Spell Check nochmal die Rechtschreibkontrolle drüber laufen zu lassen, meist finden sich noch eine Handvoll Fehlerchen, die man vorhjer nicht gesehen hat - und hier wird die Rechtschreibkontrolle dann auch trainiert (mit "Replace always" bzw. durch Aufnahme unbekannter Wörter in das Wörterbuch bzw. die Eigennamen-Liste).

    Dummerweise hat die Tesseract OCR massive Probleme mit Wörterm die komplett in Großbuchstaben geschrieben sind. Speziell bei den Englischen Untertitel tauchen die leider recht häufig auf, wenn Geräusche beschrieben werden, beispielsweise (SKITTERING), (SCREAMING) oder (LAUGHING). Netterweise wird sowas aber immer in Klammern geschrieben, ich lass daher immer den Text nochmal nach geöffneten Klammern absuchen und kontrolliere diese Einträge nochmal (nächste Stelle mit F3)




    Zumindest die Forced Subtitles sollte man aber in jedem Falle von oben bis unten durchlesen und ggf. korrigieren, die werden ja schließlich ständig benutzt (und es sind i.A. ja auch nicht allzuviele) - ob man sich das auch bei den normalen antut, muss jeder für sich selber entscheiden. Ich versuch wenigstens, einmal quer zu lesen und die übelsten Fehler zu verbessern.

    Zu guter Letzt sollte man noch die Länge der Subtitles überprüfen - es kommt in seltenen Fällen schon mal vor, das auch im Abspann noch Untertitel enthalten sind. Wenn ihr also am Ende geschnitten habt, sollte ihr mal kurz überprüfen, bis zu welcher Zeit Untertitel vorhanden sind und mit der Laufzeit des geschnittenen Filmes vergleichen. Und dann gff. die letzten Untertitel löschen.


    Wenn ihr das erledigt habt, könnt ihr die temporären Daten aus dem Arbeitsverzeichnis von BlueRip und die urspünglich von AnyDVD gerippten Daten auch schon wieder löschen - wir haben jetzt alles für die weitere Verarbeitung zusammen.

  5. #5
    Mitglied Avatar von doc-mabuse
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    Standard Re: Seamless-Branching-Blurays: Wie geht ihr damit um?

    h.264/aac Encoding:
    -------------------------------------
    Nachdem alle Vorarbeiten abgeschlossen sind, kommt der einfache Teil (also, einfach für uns - unser Computer muss ab jetzt richtig schuften . . .

    Optional, aber empfehlenswert:
    Wenn man Untertitel hat und Wert auf ein gutes Ergebnis liegt, kann man jetzt noch ein wenig Hand anlegen.

    Zunächst mal musste ich feststellen, das auch auf guten DVDs die Untertitel teilweise viel zu kurz sichtbar sind - Beispiel wäre die letzte Robin-Hood-Adaption mit Russell Crowe in der Hauptrolle, dort sind einige Untertitel für weniger als eine Sekunde eingeblendet! Wohlgemerkt, ich rede hier nicht von den normalen, sondern von den Zwangsuntertiteln, ohne die ein Teil des Filmes unverständlich bleibt! Ein normaler Mensch, also jemand, der nicht ständig Filme mit Untertiteln sieht, hat kaum genug Zeit, zu bemerken, das da was steht - vom erfassen des Inhalts ganz zu schweigen.
    Daher habe ich mir angewöhnt, alle Untertitel-Files mit Subtitle Workshop zu öffnen und die Länge aller Untertitel auf mindestens 1000 ms festzulegen. Keine Sorge: Subtitle Workshop ist so intelligent und verhindert, das sich zwei Untertitel überschneiden, in dem Falle wird der zuerst kommende etwas kürzer angezeigt.

    Auch musste ich feststellen, das mache Untertitel falsch geschrieben sind. Wohlgemerkt, ich rede hier nicht davon, das sich Subrip oder SubtitleEdit mal vertun, ich rede davon, das bereits im Original Wörter falsch geschrieben sind (Turbolenzen haben nichts mit einem Turbo zu tun, es heisst natürlich Turbulenzen). Ob man sich diese Mühe macht, muss jeder selber wissen.
    Wo man aber in jedem Falle drüber schauen sollte, sind die Zwangsuntertitel - sind ja eh meist nicht mehr als 10 bis 20 Einträge. Untertitel wie [Dramatische Musik] oder [Gelächter], die tatsächlich in dem einen oder anderen Film vorkommen, halte ich für dermaßen überflüssig . . .
    Auch Übersetzungen, die sich auf Schilder o.ä. beziehen, halte ich nicht unbedingt für sinnvoll. Unter einem großen roten Knopf mit der Aufschrift "Alert" muss kein Untertitel "ALARM" stehen - das sollte man auch so hinbekommen . . .


    Dann gibt es da eine kleine Macke bei eingen Hardware-Playern - sie "sehen" Untertitel spuren erst, wenn da auch wirklich Daten kommen. Problematisch am Anfang, da die ersten Untertitel ja erst nach dem Vorpsann kommen, sowie nach Kapitelsprüngen. Ein-, Aus- oder Umschalten ist dort meist nicht möglich.

    Daher rate ich <i>dringend</i> zu zwei Überarbeitungsschritten:

    1.) Bei allen "richtigen" Untertitelspuren sollte man ganz vorne einen Leereintrag (ein gesperrtes Leerzeichen - mit ALT + 0160 erzeugen) von etwa 10 Sekunden länge einfügen, damit gleich zu Beginn alle Untertitelspuren frei auswählbar sind.

    2.) Was man unbedingt machen sollte, ist die Forced Subs aufzufüllen. Man erstellt sich dazu SRT-Spuren mit "leeren" Subtitles.
    Soll heissen, Untertitelspuren, in der alle 30 Sekunden drei gesperrte Leerzeichen für 5 Sekunden ausgegeben werden (Diese werden mit <ALT + 0 + 1 + 6 + 0> erzeugt. Kein normales Leerzeichen benutzen, diese werden von intelligenter Hardware ignoriert! Ich selber habe diese Spuren einmal von 10 Minuten bis 7 Stunden angelegt, im 10-Minuten-Raster, und suche je nach Filmlänge die passende raus (halt die nächst kürzere).
    Man öffnet die entsprechende Dummysub-datei, alles markieren, alles kopieren (STRG + a; STRG + c). Dann schließt man diese Datei, öffnet die eigentliche Untertitelspur und fügt ein (STRG + v). Dann ruft man im Menü Edit/Subtitles/Sort auf (STRG + y), damit werden die Untertitel nach Zeit sortiert - die "richtigen" Untertitel aus dem Film werden dann an die entsprechenden Zeiten einsortiert. Dann haut man auf (STRG + i), woraufhin die ganze Sache auf Fehler überprüft wird (Kann ja sein, das sich die Dummyeinträge und die richtigen jetzt zeitlich überschneiden). Alle Überschneidungen werden jetzt rot markiert - man scrollt einfach mal durch und kann die leeren Einträge davor oder dannach löschen.
    Abspeichern, fertig.

    Diesen Schritt ggf. für die zweite Sprache wiederholen. Diesen Schritt nicht schlabbern lassen! Viele Hardware-Player "vergessen" sonst nach einer gewissen Zeit bzw. nach eine Kapitelsprung, das es diese Subtitles gibt, man kann dann u.U. nicht mehr umschalten.
    Das muss man nur für die Forced Subs machen, für die normalen ist das nicht nötig, da kommt genug Text.


    Optional:
    Man kann auch die Chapter-Datei öffnen und richtige Kapitelnamen eintragen. Also beispielsweise
    CHAPTER02=00:10:37.800
    CHAPTER02NAME=Kapitel 2
    ändern in:
    CHAPTER02=00:10:37.800
    CHAPTER02NAME=Über Hobbits
    wird von einigen Playern beim Kapitelwechsel eingeblendet.
    Das ist natürlich schon das Tüpfelchen auf dem I, was für absolute Fans. Beim Herrn der Ringe hab ich mir die Mühe mal gemacht, sonst aber nicht. Ich möchte auch darauf hinweisen, das es hier keine verschiedenen Sprachen gibt! Wenn man also Sprach- und/oder Untertitelausgabe auf Englisch umstellt, würde beim Kapitelsprung dennoch der deutsche Name des Kapitels erscheinen! Das kann man zwar auch hinbekommen (wenn man sich mit dem internen Chapter-Editor der mkvMergeGUI beschäftigt), aber ganz ehrlich: In Anbetracht des Arbeitsaufwandes ist das die Mühe echt nicht wert.




    1.) Ton Encoding:
    In BeLight mit File/open File die erste Tonspur einladen.


    Einschub:
    Bei Sat-Aufnahmen wird jetzt u.U. die Entscheidung für eine der Tonspuren fällig.
    Im weissen Feld oben steht, um was für eine Art es sich handelt, also ob 2.0 oder 5.1-Kanäle und die Bitrate.

    ACHTUNG: Bei DVB-Aufnahmen muss 5.1 nicht unbedingt 5 Kanäle plus LFE bedeuten. Manche Sender bauen da echt Mist und verpacken da ein Stereo-Siganl drin. Da komm ich am Ende dieses Teil nochmal drauf zurück. Umgekehrt muss 2 Kanäle nicht unbedingt Stereo bedeuten - BeLight wertet nur den ersten Frame aus, und wenn ihr bei Schneiden noch den letzen Frame der Werbung erwischt habt, dann "sieht" BeLighht nur den Stereo-Ton der Werbung - es kann aber durchaus eine halbe Sekunde später auf 5.1 umgeschaltet werden. Daher rate ich dazu, ac3 immer erst mal in 5.1 zu kodieren und anschließend das Ergebnis anhand der erzielten Bitrate zu überprüfen.

    Bei Spielfilmen würde ich - soweit ausgestrahlt und wirklich 5-Kanal-Ton - immer den AC3-Ton benutzen. Bei anderen Sendungen - beispielsweise Comedy oder Dokumentationen - halte ich Raumklang eigentlich für überflüssig und bleibe bei den (Stereo-)mp2-Daten - die sich natürlich besser komprimieren lassen. Sollte es zwei mp2-Dateien geben, genau hinsehen: oft wird der Ton - aus welchen Gründen auch immer - in zwei Qualitäten ausgestrahlt, beispielsweise in 192 kbps und in 256 kbps. Teilweise gibt es sogar eine Mono-Tonspur. Kein Ahnung, was sich das ZDF dabei denkt.
    Natürlich verwenden wir unsere Projekte grundsätzlich die bessere der beiden Qualitäten - sofern ProjectX beim Demuxen nicht gerade ausgerechnet in dieser Datei haufweise Errors gefunden hat, versteht sich.


    Karteikarte AAC, als Encoder Engine Nero Digital (CLI) auswählen.
    Je nach Art die Output Channels richtig einstellen (mp2 = Stereo, bei AC3 sollten die Kanäle nach einem ordentlichen Rip im Dateinamen stehen - entweder als 6 Ch oder als 2 Ch. Aber in den allermeisten Fällen dürfte AC3 = 5.1 sein. Ich rate davon ab, 2 Kanal-AC3-Ton zu verwenden, wenn gleichzeitig ein mp2 zur Verfügung steht. Evtl. ProLogic- bzw. Surround-Raumklanginformationen sind nach meinen Erfahrungen in den AC3-Kodierten Tonspuren schlechter - wenn überhaupt vorhanden.)

    Beim Target gehen wir nicht auf Bitrate, sondern auf Qualität. Brauchbar sind Werte von von 0,15 bis 0,3 - höher gleich bessere Qualität, aber natürlich auch größere Dateien. Ich selber nutze immer 0,28 - gibt etwa die halbe Dateigröße von mp2- bzw. ac3-Dateien (in 192 bzw 384 kbps. Wenn das Original eine höhere Bitrate mitbringt, erzielen wir natürlich eine stärkere Kompression). Einen Unterschied kann ich dabei - trotz erstklassiger Soundanlage - nicht hören.

    Ich persönlich setze auf der linken Seite unter den Azid Settings immer die Dynamic Compression auf "Light", da mir der Lautstärkeunterschied zwischen Gesprächen und Action (Explosionen) einfach zu groß ist. Ich will ja nicht die Nachbarn erschrecken. Puristen dürften das eher abschalten, von stärkeren Kompressionen möchte ich abraten. Bei mp2-Quellen kann man sich das sparen - Azid ist nur für ac3 zuständig.

    Unten links bei BeSweet OTA sollte man bei ac3-Files den Mode auf PreGrain setzen, dann wird zuerst die Lautstärke normalisiert. Bei mp2-Quellen rate ich davon dringend ab! Nicht nur, das die sowieso schon viel lauter als ac3 sind, da sind außerdem recht häufig Raumklanginformationen in ProLogic oder ProLogic II-Kodierung drin enthalten - und diese reagieren auf maximale Pegel ausgesprochen unwirsch! Hier ist weniger ausnahmsweise mal mehr . . .

    Und dann gibt es da noch die Box "Delay". Diese sorgfältig im Auge behalten!
    Die DVD-Rips sollte der Delay nach dem demuxen mit DGIndex im Dateinamen stehen und von BeLight automatisch richtig erkannt und hier eingetragen werden. Aber in jeden Falle immer überprüfen! Der Ton von DVB-Aufnahmen hat nach dem demuxen mit ProjectX keinen Delay mehr, der wird schon von ProjectX korrigiert - allerdings sollte man dennoch auf diese Box achten, da man von BeLight natürlich nicht erwarten kann, das es den Sinn eines Dateinamen versteht. Dateinamen wie "Neues aus der Anstalt (Mai 2011)" werden schon mal mißinterpretiert und führen zu einem Delay von 201 ms - was dann natürlich dazu führt, das Bild und Ton später nicht mehr zusammenpassen.
    BluRays haben nach dem Rippen auch keinen Delay mehr!

    Im Gegensatz zu Brother John rate ich dringend dazu, ein evtl. Delay hier zu korrigieren und nicht erst später beim Muxen. Der Grund ist ganz simpel: Sollte man mal in die Verlegenheit kommen, eine fertige MKV demuxen zu müssen, um sie später nach einer Änderung (beispielsweise Korrektur von fehlerhaften Untertiteln) neu zu muxen, kommt man natürlich bei verschobenen Tonspuren schwer in Trudeln, da dabei das Delay nicht konserviert wird. Wenn man sich angewöhnt, den Ton bereit während der Verarbeitung entsprechend zu korrigieren, wird man da nie Probleme bekommen.

    "Start Processing" klicken und 5 bis 15 Minuten warten bis er fertig ist, dann unten rechts den grünen Pfeil, Linksklick in die weisse Box, Clear List und dann die nächste Tonspur etc.


    Bei ac3-Tonspuren aus dem Fernsehen sollte man jetzt mal kurz anspielen und sich die mittlere Bitrate (MediaPlayerClassic, Shift F10, zweite Karteikarte "Details") ansehen. Wenn ihr euch an diese Anleitung gehalten habt, könnt ihr als ganz grobe Faustregel 40 kbps pro Kanal veranschlagen. (Stereo-)-mp2's landen nach der Konvertierung zu AAC so gut wie immer bei um die 80 kbps (plus minus 10-20%), aus 5.1-ac3-Files enstehen so gut wie immer AACs so um die 200 kbps (auch hier plus minus 10-20%).
    Sollte ein ac3 bei um die 80 kbps landen, dann könnt ihr mit absoluter Sicherheit davon ausgehen, das es in Wirklichkeit nur eine Stereo-Datei ist! Wieso manche Sender ein Stereosignal in eine 384 oder gar 448 kbps-6ch-ac3 verpacken, dürft ihr mich auch nicht fragen . . .

    In diesem Falle rate ich dringend dazu, die Tonspur neu zu kodieren, diesmal aber gleich mit 2.0 als Target. Ihr werdet feststellen, das das Ergebnis der zweiten Kodierung nur minimal kleiner ist (weil jetzt die drei leeren Tonspuren fehlen), als der erste Anlauf mit 5.1 Kanälen.
    Der Grund für diesen Extra-Aufwand ist ganz einfach: 1. man sieht die Wahrheit - denn der MediaPlayer wird natürlich bei der ersten Tonspur immer 5.1 angeben - woher soll der auch wissen, das die drei zusätzlichen Kanäle nix enthalten?.
    Aber vor allem weil 2. auch in Stereo-Signalen sehr oft Raumklanginformationen enthalten sind - als Dolby Surround/ProLogic- oder gar ProLogic-II-Signal. Dieses wird ein entsprechender Verstärker aber nur aus einem Stereosignal herausfiltern und zu Raumklang umwandeln - bei 5.1 gibt es dafür ja keinen Anlass.



    2.) Clippen:
    Da kein Grund besteht, schwarze Balken bitratenverschwendend mit zu kodieren (wobei nicht die Balken an sich das Problem sind, sondern die harte Grenze zum Bild), öffnen wir nun AVSpmod und kopieren ein Standard-Script hinein:

    LoadPlugin("C:\Programme\Video\AviSynth 2.5\plugins\undot.dll")
    LoadPlugin("C:\Programme\Video\DGIndex\DGDecode.dll")
    MPEG2Source ("D:\Video\DVD Rohdaten\Harry Potter 7\film.d2v")
    . . .
    undot()


    Bei BluRays mit VC1-Codec muss man mit DirectShowSource arbeiten und kann man an dieser Stelle auch schneiden, da es sonst keine Möglichkeit gibt, den überflüssigen Abspann zu entsorgen. Details dazu stehen unter BluRay.
    LoadPlugin("C:\Programme\AviSynth-plugins\undot.dll")
    DirectShowSource ("film.mkv")
    Trim(0,168768)
    Crop(0, 140, -0, -140)
    undot()

    Bei BluRays mit h264-Codec muss in den Scripten die DLL von DGAVCIndex benutzt werden, der Source-Befehl lautet dann AVCSource.
    LoadPlugin("C:\Programme\Video\AviSynth 2.5\plugins\undot.dll")
    LoadPlugin("C:\Programme\Video\DGAVCIndex\DGAVCDecode.dll")
    AVCSource ("D:\Video\BRclipped\Iron Man\film.dga")
    Crop(0, 140, -0, -140)
    undot()


    Pfade müsst ihr natürlich ggf. anpassen. In der dritten Zeile den Pfad zur film.d2v anpassen, den Cursor in die vierte - oben leere - Zeile stellen und F5 drücken.
    Jetzt taucht in der unteren Hälfte das Bild auf. Mit dem Slider ganz unten ein bischen hin- und herscrollen, bis man ein Bild gefunden hat, das am oberen und unteren Rand möglichst hell ist - wo man halt den Anfang des schwarzen Balkens sehr gut erkennen kann. Rechtsklick auf das Bild, "Crop Editor" auswählen und ihr könnt bequem mit den Cursortasten den oberen und unteren Rand ausblenden. Mit Apply wird die richtige Zeile ins Script eingetragen, das Script kann dann angespeichert werden.

    Von der ebenfalls oft empfohlenen Möglichkeit, ggf. auch schwarze Streifen am linken und rechten Rand zu schneiden, rate ich bei DVD- und DVB-Rips eher ab. Manche Hardware-Player bekommen damit leichte Probleme mit der 16:9-Umschaltung. Ist nicht wirklich dramatisch, da man das auch von Hand machen kann, aber eine handvoll MB (mehr kommt dabei - wenn überhaupt - eh nicht rum) sollte eine solche Unsauberkeit nicht wert sein. Wenn man unbedingt eine DVD bzw. DVB-(S/T/C)-Aufnahme links und/oder rechts schneiden will, sollte man möglichst genau 16 Pixel schneiden - eine horizontale Auflösung von 704 Pixeln ist nämlich ebenfalls DVD-konform und wird von Hardware-Playern i.A. als solche erkannt.
    Aber im Zweifelsfalle einfach mal einen Film auch links und rechts beschneiden, 5 Minuten davon kodieren und auf dem eigenen Hardware-Player testen. Die PopcornHour/Clones hat damit keine Probleme, dennoch bleibe ich so gut wie immer bei 720 oder 704 Pixel Breite (bei SD-Material), um eine möglichst hohe Kompatibilität auch mit anderen Playern zu erreichen.

    Was man nie, nie, niemals machen sollte, ist BluRays am linken und/oder rechten Rand zu clippen! Der Grund ist ganz einfach: So gut wie alle Player werden versuchen, Filme mit geringerer Auflösung auf die Auflösung des Abspielgerätes hochzuskalieren. Schließlich will man, wenn man SD-Material auf einem HD-Fernseher ansieht, nicht nur eine briefmarke in der Mitte betrachten, sondern natürlich den Schirm komplett füllen. Das kann bei links und/oder rechts beschnittenem HD-Material aber dazu führen, das beispielsweise von 1880 * 780 Pixel "Restauflösung" dann auf 1920 * 797 Pixel hochskaliert wird. Das sowas nicht gut für die Schärfe der Bilddetails ist, braucht wohl nicht erläutert zu werden . . .

    Bei 16:9 oder 4:3-Vollbildfilmen fällt das Clipping natürlich weg. Genau hinschauen! Ein einzelner schwarzer Strich am oberen und/oder unetren Rand ist Gift für den Kompressionsalgorythmus, dann lieber zwei Bildzeilen wegschneiden


    Jetzt den Slider am unteren Rand ein wenig hin und her klicken und sich eine handvoll Szenen - bevorzugt solche mit horizontaler Bewegung! - genauer ansehen und an Interlacing-Artefakten Ausschau halten, das sind waagerechte Kämme oder Fransen bei horizontalen Bewegungen:
    Wenn ihr sowas seht . . . nun, dann fangen die Probleme an. Das hab ich mal auf eine extra Seite ausgelagert:



    Bei interlaced Video verweise ich auf meinen "Hack" aus dem Interlaced-Teil.
    Obiges Script ändert sich dan zu:
    LoadPlugin("C:\Programme\Video\AviSynth 2.5\plugins\undot.dll")
    LoadPlugin("C:\Programme\Video\DGIndex\DGDecode.dll")
    MPEG2Source("D:\Video\DVD roh\TV clipped\Mario Barth\film.d2v")
    . . .
    SeparateFields()
    SelectEven()
    AssumeFrameBased()
    undot()
    nicht vergessen, dann in der Befehlszeile für den Encoder das --sar entsprechend zu ändern (auf 8:11 bei 16;9-kodierten Filmen bzw. auf 6:11 bei 4:3-kodierten Filmen. Nochmals: Dies ist vollkommen unabhängig davon, ob und wieviel weggeschnitten wurde!).

    Wie ihr hier seht, lade ich in der ersten Zeile das Undot-PlugIn und wende es in der letzten Zeile auf das Bild an. Diesen Undot-Filter solltet ihr >immer< verwenden. Er sucht einzelne Störpixel, die sich extrem von ihren Nachbarn unterscheiden, und mittelt diese heraus. Keine Sorge: ich hab hunderte von Bildern sorgfältig nach Unterschieden abgesucht (als alter Science-Fiction-Fan hab ich die Befürchtung gehabt, das es die Sterne im Weltraum erwischen könnte, denn größere Unterschiede als weisse Punkte auf schwarzem Hintergrund gibt es schließlich kaum) - hab aber nie auch nur einen einzigen "verschwundenen" Pixel finden können.
    Auf der Habenseite bringen solche Störpixel den MPEG-Algorythmus völlig aus dem Tritt - der Einsatz dieses Filters verkleinert das Endergebnis je nach Film um gut 30 bis 80 MB - das sind immerhin gut 5%! - bei einem Rechenaufwand, der fast nicht messbar ist, und ohne qualitative Einbußen.



    3.) Video Encoding:
    Erstellt euch eine Batchdatei mit (etwa) folgendem Inhalt:

    "C:\Programme\Video\x264\x264.exe" --crf 20 --sar 16:11 --profile high --level 3.1 --preset veryslow --tune film --ref 6 --bframes 5 --log-level warning --qpfile "DVD Rohdaten\Harry Potter 7\qpfile.txt" --output "Harry Potter 07.mkv" "DVD Rohdaten\Harry Potter 7\film.avs"

    pause

    für BluRay etwa:

    "C:\Programme\Video\x264.exe" --crf 19 --sar 1:1 --profile high --level 4.1 --preset veryslow --tune film --bframes 4 --log-level warning --qpfile "BRclipped\Iron Man\qpfile.txt" --output "Iron Man.mkv" "BRclipped\Iron Man\film.avs"

    pause

    Die Pause am Ende ist nur, damit das Fenster am Ende nicht einfach geschlossen wird, wenn er fertig ist. Denn dann würde man evtl. Fehlermeldungen (z.B. weil die Platte voll ist) nicht mitbekommen.
    Und natürlich kann man die Befehlszeile auch mehrfach in die Batch kopieren, um mehrere Filme in einem Rutsch abarbeiten zu lassen (beispielsweise übers Wochenende).
    Wie ihr an dem Beispiel seht, habe ich mir für zügiges Arbeiten eine strenge Struktur angewöhnt: Jeder Film und jede Folge einer Serie bekommt einen eigenen Unterordner im Ordner "DVD Rohdaten". Wenn geschnitten wird, wird immer in einen Temp-Ordner demuxt, von dort wird wieder in den "richtigen" Ordner zurückgeschnitten. Alle Ton-, Untertitel-, Kapitel- und d2v-Dateien kommen ebenfalls in den jeweiligen Ordner, die Daten haben immer die gleichen Namen, also film.d2v, qpfile.txt, chapter.txt, dummysubs.srt etc.
    Dadurch muss ich in den Kommandozeilen i.A. immer nur die Pfade anpassen, alles andere (u.U. mit Ausnahme der ersten beiden Parameter) kann so gut wie immer gleich bleiben.

    Die Kommandos im Einzelnen:

    --crf 20: Das ist der zentrale Qualitätsparameter. Je geringer, desto besser das Bild, desto größer aber auch die Datei hinterher. Allgemein sagt man, das 18 bis 25 benutzbar seien, dadrunter wird's nur größer, aber nicht mehr besser, über 25 wird's schon sehr häßlich. Ich persönlich kann 20 nicht vom Original unterscheiden, kann bei 21 geringfügige Schärfeverluste erkennen und bei 22 spürbare Verluste erkennen - das halte ich für die absolute Obergrenze, wenn man Wert auf Bildqualität legt, ab 23 wird's schon deutlich sichtbar. Für mich liegt bei 21 die Schmerzgrenze. Früher hab ich DVB-S-Mitschnitte in 21 kodiert, mittlerweile geht mir auch der geringfügige Schaäfeverlust so auf die Nerven, das ich auch dafür 20 benutze.

    Man muss sich keineswegs auf eine Qualität festlegen, sondern kann da durchaus je nach Ausgangsmaterial flexibel sein. Ich selber benutze 19 für HD-Rips, 20 für DVD-Rips und Filmmitschnitten von DVB-S und 21 für sonstiges (Kabaret/Comedy-Sendungen).

    --sar 16:11: Beschreibt die Pixel Aspect Ratio - also Pixelverzerrung durch die anamorphe Aufnahmetechnik. 16:9 DVD oder DVB-Aufnahmen haben >immer< ein sar von 16:11, 4:3 DVD oder DVB-Aufnahmen haben immer 12:11. BluRays haben immer 1:1. Bei anderen Quellen seid ihr auf euch gestellt - aber wenn das Original am Monitor gut aussieht, könnt ihr auch hier von 1:1 ausgehen.
    sar ist unabhängig davon, ob und wieviel weggeschnitten wurde!
    Man kann mit sar ein wenig tricksen - siehe das Kapitel über Deinterlacing.
    Der Vollständigkeit halber, wenn ihr mal NTSC-Filme kodieren wollt: 11:11 bei 4:3-Material und 40:33 bei 16:9-Material

    --profile high: kann heute bei Computern und modernen MediaPlayern/NMTs vorausgesetzt werden. Nur für mobile Endgeräte wird man hier vieleicht etwas weniger auffahren (main) - aber da müsst ihr schon in die Dokumentation zu eurem Zielgerät schauen, das ist nicht das Thema dieser Anleitung.

    --level 3.1: Damit werden Obergrenzen je nach Auflösung für verschiedene Encoding-Parameter, Bit- und Frameraten gesetzt. Hardware wertet diesen Level aus bzw. hat je nach Leistungsfähigkeit und Arbeitsspeicher Obergrenzen. DVD- und DVB-Aufnahmen sowie die 720er HD-Auflösung muss >immer< auf Level 3.1 kodiert werden, FullHD in Level 4.1.
    Wer hier einfach mal Level 5.1 angibt, weil es besser klingt, der braucht sich nicht zu wundern, wenn Hardware die Mitarbeit verweigert, da sie weiß, das dieser Level für extreme Auflösungen und Bitraten vorbehalten ist, für die normale Hardware einfach nicht die nötige Leistungsfähigkeit mitbringt.
    Haltet euch daran! Nichts ist ärgerlicher, als wenn die gesammte Video-Sammlung nur wegen eines falsch gesetzten Flags auf einem Player nicht läuft! Die Obergrenzen, die durch Level 3.1 gezogen werden, liegen so hoch, da kommen wir mit der hier beschriebenen Methode bei SD-Material sowieso bei weitem nicht heran.

    --preset veryslow: Die Presets geben an, wieviel Arbeit (= Rechenleistung) der Encoder in die Kodierung steckt. Von ultrafast über veryfast, faster, fast, medium, slow, slower, veryslow bis zu placebo werden immer mehr Optimierungen angewendet, es dauert jedesmal deutlich länger, dafür wird das Ergebnis aber auch jedes mal spürbar kleiner. Medium ist die Standardeinstellung, slow oder slower sollte bei jedem halbwegs modernen Rechner schon benutzt werden. Bis auf den letzten Schritt zu placebo, der kaum noch etwas bringt, bringt jede Stufe bei einem normalen Hollywood-Film in SD-Qualität grob gemittelt rund 50 MB weniger Dateigröße, dafür grob 2 Stunden längere Rechenzeit (C2D @ 2,4 GHz).
    Wohlgemerkt: das bei absolut identischer Qualität!
    Ich selber verwende grundsätzlich veryslow - und kann das auch nur jedem nahelegen. Mit dem MPEG 4 AVC - Codec werden wirklich alle nur denkbaren Optimierungregister gezogen. Ich erwarte in absehbarer Zeit - und damit meine ich ein Jahrzehnt und mehr! - keine nennenswerte Erhöhung der Kompressionsrate mehr. Also sollte man sich jetzt ruhig etwas Mühe geben bzw. ordentlich Rechenzeit investieren, am Ergebnis wird man viele Jahre Freude haben!

    --tune film: Da ist nicht viel zu zu sagen. Optimiert den ganzen Kodierungsprozess auf "normale" Filmvorlagen. Abweichend davon muss man bei echten Zeichentrickfilmen wie Dschungelbuch, Pocahontas, Bambi oder Tom & Jerry --tune animation verwenden. Das gilt ausdrücklich nicht für moderne Animationsfilme wie Monster AG, Toy Story, Shrek u.s.w., die werden wie normaler Film behandelt (keine harten Kanten und große, einfarbige Flächen wie bei Zeichentrick, sondern weiche Übergänge und Farbverläufe). Es gibt noch andere Vorlagen, aber die sind wirklich nur für ausgesprochene Spezialfälle, die werden wir nie brauchen.

    --ref 6 --bframes 5: Beschreibt die "Reichweite" der Makroblockverweise. Damit schränke ich die übertriebenen Reichweiten der höheren Presets etwas ein. Spart enorm Rechenzeit und ändert an der Größe des Endergebnises nicht das geringste. Makroblockverweise über mehr als 5 Frames kommen in der Realität auch mit allen Optimierungen nur sehr, sehr selten vor. Und mehrere Stunden zusätzliche Kodierungsdauer für eine handvoll kByte sind dann auch wieder übertrieben - also kann man das ruhig begrenzen. Selbst --ref 5 --bframes 3 oder 4 spart noch reichlich Zeit und kostet nicht allzuviel viel Platz.
    Auch hier kann man durchaus variieren: Ich benutze --ref 6 --bframes 5 für DVD-Rips, da ich diese mehr oder weniger als endgültig betrachte. Bei TV-Rips dagegen lass ich es mit --ref 5 --bframes 4 gut sein - Irgendwann werden die eh entsorgt, entweder weil ich sie nicht mehr brauche, da ich sie durch einen DVD-Rip ersetzt habe (Spielfilme) oder weil sie einfach nicht mehr aktuell sind (Comedy/Kabaret).

    Ausnahme: bei FullHD (also BluRay-Rips) darf --ref nicht über 4 liegen! sonst könnte es passieren, das Hardware-Player nicht mehr mitarbeiten, da der interne Speicher nicht ausreicht! Deswegen ist auch die korrekte Angabe des Levels so wichtig --level 4.1 überschreibt alle Einstellungen, die ihr evtl. zu groß angesetzt habt. --ref kann man bei BluRays auch weglassen, wird dann automatisch auf 4 gesetzt. Außerdem würde ich bei BluRay-Rips--bframes 4 setzen - das hält die nötige Rechenzeit, die bei der Auflösung sowieso schon enorm ist, wenigstens etwas in Grenzen.

    --log-level warning: Schränkt die Geschwätzigkeit von x264 ein. Ohne diesen Befehl kann es sein, das man vor lauter unnützen Zahlen die Fehlermeldungen nicht sieht . . .

    --qpfile "DVD Rohdaten\Harry Potter 7\qpfile.txt": Link auf das File mit den Zeitpunkten, an denen zwangsweise ein IDR-Frame erzeugt werden soll. Nur diese Frames können als Einsprungpunkt für eine Kapitelmarke genutzt werden, da nur sie komplette Bilder sind, bei denen es in nachfolgenden Bildern keine Referenzen zu Bildern vor dem IDR-Frame geben darf.
    Ausdrücklich: es geht auch ohne. Allerdings kommt dann bei einem Kapitelsprung (bei Hardware-Playern wie der Popcorn Hour) sofort der neue Ton, das Bild setzt aber erst eine bis 20 Sekunden später ein - wenn halt "zufällig" das nächste IDR-Frame kommt. Ich persönlich finde das außerordentlich unschön, daher erzeuge ich dieses qpfile parallel zur Liste mit den Kapitelmarken, um sicherzustellen, das ein Kapitelsprung auch sofort und in perfekter Qualität ausgeführt werden kann. Macht das Endergebnis auch nur ~10 bis 30 kByte größer, was bei Dateigrößen um 1 GB (DVD) bzw. 6-8 GB (BluRay) nicht wirklich ins Gewicht fällt.

    --output "Harry Potter 07.mkv": Zieldatei. Auf keinen Fall das .mkv vergessen - sonst gibt es nur einen Rohdatenstream, dem der Muxer das Pixel Aspect ratio nicht zuverlässig entnehmen kann.

    --"DVD Rohdaten\Harry Potter 7\film.avs" Das Quellvideo bzw. das AVIsynth-Script, das zur Laufzeit das Original-Video decodiert, und je nach Befehlen im Script filtert und/oder schneidet.


    Im Allgemeinen kann man die gleiche Kommandozeile immer wieder verwenden, man muss nur die Pfade zu Quellen und Ziel anpassen. Und ggf. den Qualitätsparameter --crf und das Pixelratio --sar. Und bei Zeichentrickfilmen --tune film in --tune animation ändern.



    Nach dem Encoding die Ausgabe >sorgfältig< (!!!) auf Fehlermeldungen überprüfen.
    Hab gerade noch aus dem Augenwinkel die Zeile
    x264 [error]: can't parse qpfile for frame 0
    gesehen - und tatsächlich hab ich dummerweise einmal die Kapitelliste (mit Zeitangaben statt Framenummern) als qpfile abgespeichert. Ärgerlich, aber kann passieren, wenn man zehn Folgen einer Serie gleichzeitig bearbeitet. Und bevor ich eine Folge mit ruckligen Kapitelsprüngen archiviere, kodier ich die lieber neu.




    4.) Muxing:
    In der mkvmergeGUI mit "add" erst das Video, dann den oder die Audiotracks hinzufügen. In der weissen Box darunter die Tonspuren schon mal vorsortieren (erst Deutsch, dann Englisch) und die Chaptereinträge aus den Tonspuren abschalten. Da liegt auch eine gewisse Kontrolle drin: Wenn gleichzeitig mit der Audio-Datei nicht auch ein Chaptereintrag auftaucht, dann habt ihr die falsche Datei erwischt, also anstelle der komprimierten AAC die originale mp2 oder ac3-datei.
    Wenn Untertitel vorhanden sind, erst die Zwangsuntertitel mit "add" hinzufügen (wenn es solche nicht gibt, dann halt den Dummytrack, die mit dem Chapterextraktor erzeugt wurden - und zwar so oft, wie es Tonspuren gibt!), dann die "richtigen" Untertitel. Auch diese in der Boy darunter sortieren (erst deutsche Zwangsuntertitel, dann englische Zwangsuntertitel, dann Deutsche Komplett-Untertitel, zuletzt die Englischen Komplett-Untertitel).

    Leider geht aus dem Dateinamen der Tonspuren i.A. nicht hervor, um welche Sprache es sich handelt - also jeweils kurz im MediaPlayer oder WinAMP anspielen und eine Stelle mit Gespäch suchen.

    Jetzt der Reihe nach die Einträge in der weissen Box markieren und unten vernünftige Einträge machen. Also einen sinnvollen Namen vergeben (Video, Deutscher 5.1 Ton, English Stereo Audiotrack, Deutsche Zwangsuntertitel, Englisch forced Subtitles, Deutsche Untertitel, English subtitles), die richtige Sprache eintragen (Video ist "undetermined"!) und bei den Zwangsuntertitel das Forced-Flag setzen. Wenn man die Dummytracks benutzt, dann sollte man sie bei der Beschreibung auch so nennen, also beispielsweise "Englisch forced Subtitles (Dummytrack)"

    Dann auf den Karteireiter "Global" umschalten und ganz oben bei "File/segment title" den Namen des Films (den richtigen Namen! Als Dateinamen wird man Harry Potter 1 wählen, damit die Sortierung auf der Platte korrekt ist, aber in diesem Tag innerhalb der Datei sollte schon "Harry Potter und der Stein der Weisen" stehen!) eintragen und unten bei "Chapter file" die Datei mit den Kapitelmarken laden.

    Um die Sache abzurunden kann man nun noch auf dem Karteireiter "Attachments" weitere Daten hinzufügen, die zwar für das Video selber ohne bedeutung sind, aber später nochmal ganz nützlich werden könnten. Ich selber saug mir - soweit greifbar - die DVD-Cover aus dem Web (http://www.darktown.ws/), resample bzw. beschneide diese auf eine Höhe von 1080 Pixel (natürlich nur, wenn sie größer sind - da HD-Fernseher/Display nur diese Auflösung haben, wäre größer derzeit sinnfrei) und hänge diese an. Wenn der Ruf danach laut genug wird, mag es durchaus sein, das es irgendwann mal MediaPlayer gibt, die sowas auswerten und in ihrem Menü dann anstelle der Dateinamen diese Cover anzeigen.
    Weitere Möglichkeit wäre eine Textdatei mit einer kurzen Beschreibung des Inhalts (http://www.imdb.com/), oder sogar nur ein Link darauf . . .

    Zuletzt ganz unten Pfad und Dateiname des fertigen Filmes auswählen und "Start muxing" anwählen. Nach ein bis zwei Minuten ist euer Film (endlich!) fertig. Die mkvmergeGUI aber noch nicht schließen.



    5.) Kontrolle - zur Sicherheit: im MediaPlayer(Classic) anspielen. Bild und Ton synchron? Vorne und Hinten? Stimmt die Sprache? Wird beim Umschalten auf eine andere Sprache eine vernünftige Beschreibung angezeigt? Klappt das Zapping durch die Kapitel? Mit Rechtsklick oder aus dem Menü die Properties aufrufen und unter "Details" kontrollieren, ob alle Ton- und Untertitelspuren auch wirklich eine Sprache und eine ordentliche Beschreibung haben. Habt ihr auch die richtigen Dateien erwischt (nicht, das ihr aus Versehen die originalen ac3-Dateien hineingemuxt habt - passiert schon mal ? Wenn irgendwas nicht hinhaut, kann man jetzt noch in der mergeGUI verbessern und schnell neu muxen.

    Bei DVDs hab ich es nie erlebt, aber bei DVB-(S/T/C)-Rips hab ich es einmal erlebt, das Bild und Ton nicht hundertprozentig synchron laufen. Verzögerungen von einer zehntel oder viertel Sekunde können bei Satelittenaufnahmen ganz selten schon mal vorkommen. Das ist jetzt aber kein großes Problem: sucht euch eine Stelle mit einem kurzen, heftigen Geräusch (zuschlagende Türe ist dafür optimal). Versucht den Versatz so gut wie möglich abzuschätzen und tragt den als Millisekunden in der mkvmergeGUI bei der/den Tonspuren unten unter den "Format spezific options" ein. Negative Werte ziehen den Ton nach vorne, positive verzögern ihn. Neu muxen und wieder testen.
    Das klingt jetzt schlimmer als es ist: Wenn man das drei- oder viermal gemacht hat, dann trifft man den richtigen Versatz fast immer auf Anhieb, spätestens im zweiten Anlauf. Es geht dabei eh nicht um eine handvoll Millisekunden (schließlich ist jedes einzelne Bild schon 40 ms "lang") - die menschliche Aufmerksamkeitsschwelle liegt bei etwa 100 ms.

  6. #6
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    Standard Re: Seamless-Branching-Blurays: Wie geht ihr damit um?

    Es wird auf entweder BluRip oder HdBrStreamExtractor als eac3to-GUI hinauslaufen. Zumindest fürs Encodingwissen. So wie ich mich kenne, bleib ich doch wieder halb gescriptet in der Konsole hängen. eac3to kommt mir auf jeden Fall am sinnvollsten vor. Alles andere macht mehr Stress.

    Da hast du ja schon ganz schön Material zusammengeschrieben! Ich hab ein paar Gedanken dazu gesammelt.

    Mit dem AnyDVD-Ripper (nicht dem Image-Ripper!) die Daten vom Kopierschutz befreit auf die Platte schaufeln.
    Warum eigentlich nicht mit eac3to direkt von der Disc? Wo der seinen BR-Verzeichnisbaum herkriegt, sollte doch egal sein; und spart Zeit und Speicherplatz.

    schließlich gibt es keinen (sinnvollen) Grund, auch den kompletten Abspann speicherplatzverschwendend mit zu kodieren.
    Banause!

    die wir zunächst mal in AC3 umrechnen lassen müssen, weil die Software, die wir im weiteren benutzen, nichts mit DTS anfangen kann.
    Du machst wirklich ein zusätzliches verlustbehaftetes Transcoding, nur um dann BeSweet/BeLight nutzen zu können? Wahrscheinlich ist’s qualitativ keine Katastrophe, aber gruseln tut’s mich rein aus Prinzip schon ein bisschen. Zumal z.B. FFmpeg mit DTS einwandfrei klarkommt. Und direkt an Nero verfüttern kann man’s auch:
    Code:
    ffmpeg -i quelle.dts -acodec pcm_s16le -f wav - | neroaacenc -if - -of ziel.m4a -ignorelength -q 0.35
    Man kann FFmpeg auch angeben, dass er vor dem Dateiende schon aufhören soll. Hab nur die Option gerade nicht im Kopf.

    Von dieser kann man nun mit DGAVCIndex eine Projektdatei erstellen
    Wenn der Film aber als VC1 vorliegt, dann können wir das Video direkt mit dem DirectShowFilter in das AVIsynth-Script einbinden
    Ich lese überall, dass man von DGAVCDec die Finger lassen soll, weil es uralt ist, so einige Probleme hat, und wohl kaum jemals weiterentwickelt wird. Warum nicht standardmäßig FFMpegSource2 für beide Formate? Mit AVC-Video in MKV klappt das hier bestens und ist auf jeden Fall framegenau. Was man ja v.a. von DSS nicht unbedingt behaupten kann. Welche Decoder hast du denn hinter DSS im Einsatz?

    Jetzt müssen wir uns noch um die Untertitel und die Kapitel kümmern.
    Tipp für die Kapitel: ChapterGrabber hat Anbindung an zwei Online-Datenbanken. Meistens kriegt man so sehr einfach die Kapitelnamen – zumindest die englischen. Mit anderen Sprachen hab ichs noch nie probiert.

    Bei Hollywood-Filmen hier unbedingt aud USA gehen, sonst dürft ihr anschließend massiv Korrektur lesen
    Dachte ich auch und U.S. English ist sicher die große Mehrheit, aber Disney hat mich belehrt, dass es nicht ganz so schwarz/weiß ist. Die englischen UT der deutschen »Tangled«-Blu-ray sind tatsächlich British English.

    Sollte man mal in die Verlegenheit kommen, eine fertige MKV demuxen zu müssen, um sie später nach einer Änderung (beispielsweise Korrektur von fehlerhaften Untertiteln) neu zu muxen, kommt man natürlich bei verschobenen Tonspuren schwer in Trudeln, da dabei das Delay nicht konserviert wird.
    Bei negativem Delay schon, da schneidet MKVMerge entsprechend Audioframes ab. Bei positivem Delay hast du recht. Wenn man die Originalspur übernimmt, geht’s halt nicht anders. Aber zum Glück ist positives Delay sehr selten.
    (Muss ich mal auf Herz und Nieren testen. Ich würde erwarten, dass das Delay beim Re-Muxing erhalten bleibt und nur in der GUI nicht auftaucht.)

    dann lieber zwei Bildzeilen wegschneiden
    Das geht ja wegen YV12 eh nicht anders.

    wenn ihr mal NTSC-Filme kodieren wollt: 11:11 bei 4:3-Material
    Da sollte sicher 10:11 stehen.

    Abweichend davon muss man bei echten Zeichentrickfilmen [...] --tune animation verwenden.
    Naja, eher »kann«. Wenn man’s im Halbschlaf vergisst und ganz normal mit film codiert, ist das auch kein Beinbruch. Wahrscheinlich leichter Effizienzverlust, aber mehr passiert nicht.

    die richtige Sprache eintragen (Video ist "undetermined"!)
    An der Stelle kann man auch nochmal Haare spalten. V.a. bei Animationen gibt’s ja gerne tatsächlich unterschiedliche Sprachversionen – Pixar macht das praktisch immer. Das kann auch ein Grund sein, wenn man auf der Disc viele gleichlange Einträge für den Hauptfilm sieht. Eigentlich schade, dass es für Seamless-Branching-Matroska keine Implementierung gibt … Kinofassung und Director’s Cut in einer MKV wär doch genial.

    die menschliche Aufmerksamkeitsschwelle liegt bei etwa 100 ms.
    Ich hab die Erfahrung gemacht, dass es kritisch zu werden beginnt, wenn der Ton nicht während des zugehörigen Videoframes kommt, also in einem ca. 40ms-Fenster. 100ms ist auf jeden Fall deutlich spürbar asynchron. Die Zahl kommt afaik aus der Telefonwelt als Daumenregel, bis wohin die Verzögerungseffekte bei der Kommunikation im nicht-nervigen Rahmen bleiben.

  7. #7
    Mitglied Avatar von doc-mabuse
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    Standard Re: Seamless-Branching-Blurays: Wie geht ihr damit um?

    Zitat Zitat von Brother-John Beitrag anzeigen
    So wie ich mich kenne, bleib ich doch wieder halb gescriptet in der Konsole hängen.
    Wieso hab ich das nur erwartet?

    eac3to kommt mir auf jeden Fall am sinnvollsten vor. Alles andere macht mehr Stress.
    Volle Zustimmung. Stabil, erprobt, wird auf breiter Front benutzt . . .


    Warum eigentlich nicht mit eac3to direkt von der Disc? Wo der seinen BR-Verzeichnisbaum herkriegt, sollte doch egal sein; und spart Zeit und Speicherplatz.
    Probier's aus. Wenn du einmal gehört hast, wie dein Laufwerk dabei gequält wird, dann wirst auch du erst rippen und dann lieber auf der Platte weiterarbeiten. Ich hab den Versuch nach 5 Minuten aus Mitleid mit dem Lesekopf abgebrochen.

    Zumal ein online-Ripping mit AnyDVD im Hintergrund nach meinen Erfahrungen nicht absolut zuverlässig ist, so bei grob jeder 50. DVD hat das bei mir mit abenteuerlichen Fehlermeldungen nicht geklappt (Rip mit DVDShrink). Nach einem komplett-Rip mit dem AnyDVD-Ripper ging's dann auch mit Shrink ohne Probleme.

    Das mag jetzt eine unzulässige Interpolation sein, aber ich geh einfach mal davon aus, das es bei BRs ähnlich aussieht. Das Blöde daran ist, das der Fehler so selten auftritt, das man sich im entscheidenden Moment nicht mehr an die Ursache bzw. Abhilfe erinnert und dann wieder einige Stunden mit Fehler-/Updatesuche verplempert.

    Und zu guter Letzt schimmert da auch meine Sparschwein-Mentalität durch: solbald man Freunde/Verwandte/Arbeitskollegen, ähm, "abgeerntet" hat, dürfte die Mehrzahl der Kopiervorlagen aus der lokalen Videothek stammen.
    Und da ripp ich doch lieber drei Stück mal eben komplett auf die Platte und geb die am gleichen Tag wieder ab, als normal damit zu arbeiten und die erst am nächsten Tag abzugeben - dann ja mit der doppelten Leihgebühr.

    Und mal ganz ehrlich: Die Standard-2-TB-Platte hat einen dermaßen rasanten Preisverfall hinter sich - die 50 Gigs pro BR machen echt nix mehr aus.


    Banause!
    Sir! Yes, Sir!


    Du machst wirklich ein zusätzliches verlustbehaftetes Transcoding, nur um dann BeSweet/BeLight nutzen zu können? Wahrscheinlich ist’s qualitativ keine Katastrophe, aber gruseln tut’s mich rein aus Prinzip schon ein bisschen.
    1.) Ich hab mich an BeLight so gewöhnt . . . Ich sag mal: Ich hab keine Angst vor der Kommdozeile, aber wenn's eine Oberfläche gibt, bei der das auch mit drei Mausklicks geht, dann nehm ich doch die.

    2.) Wenn man nicht gerade in den Grenzbereich vordringt, dann machen zusätzliche Transkodings gar nicht aus. Ich hab das damals, als es mit Musik losging, mal ausgetestet: Musik in mp3 (192 kbps) umgewandelt. Die mp3-Datei dann in vqf bei 96 kbps (ich hab den damals als Codec der Zukunft gesehen, weil wirklich völlig andere andere Technik, ist aber leider untergegangen) umgewandelt, die wieder in mp3 u.s.w. Insgesammt 10 Durchgänge, also 20 Transcodings.
    Vergleich mit der ersten mp3-Datei: kein Unterschied zu hören.

    Warum auch? Die zugrunde liegende Technik der psychoakustischen Kompression ist bei allen Verfahren mehr oder weniger identisch, schließlich lassen andere Verfahren ja nicht andere Töne weg. Unterscheiden tun sich die verschiedenen Codecs im wesentlich durch die Behandlung dessen, was nach der psychoakustischen Kompression übrigbleibt.

    Im Grenzbereich mag das anders aussehen, da können sich u.U. geringfügige Unterschiede in der Implementierung der psychoakustischen Kompression aufschaukeln - aber 640 kbps-AC3 wird wohl niemand ernsthaft als Grenzbereich ansehen.

    3.) Wie schon angedeutet, soll das mal ein Tutorial werden, und zwar ein recht universelles, also nicht nur BR, sondern auch DVD mit und ohne Schnitt, DVB-Rips, Webbeute und ggf. verschiedene Kamera-Formate nach h264/aac/mkv, evtl. auch nach xvid/mp3/avi für einfache MediaPlayer und evtl. nach DVD.

    Dabei möchte ich die einzelnen Schritte so gleich oder ähnlich wie möglich halten, um die Arbeitsabläufe nicht zu verschieden werden zu lassen, und außerdem möglichst selten auf die Kommandozeile zurückgreifen, um "normales" Publikum nicht zu erschrecken.

    Und direkt an Nero verfüttern kann man’s auch:
    Ja, aber nur via Kommandozeile . . .

    Und mit FFmpeg steh ich ehrlich gesagt auf dem Kriegsfuss. Wobei ich aber der Ehrlichkeit halber auch gestehen muss, das ich mir das nur kurz angesehen habe, weil das grundlegende Verfahren ja schon stand und erstklassige Ergebnisse geliefert hat.
    Aber ich bin da durchaus lernfähig, wenn du da was besseres ausknobelst, wäre ich an einer Anleitung sehr interessiert.

    Ich lese überall, dass man von DGAVCDec die Finger lassen soll, weil es uralt ist, so einige Probleme hat, und wohl kaum jemals weiterentwickelt wird.
    Kann ich nicht nachvollziehen. Läuft bei mir absolut stabil mit erstklassigen Ergebnissen (bei bisher ~30 h264-kodierten BluRays). Und was perfekt läuft braucht imho auch keine Weiterentwicklung. Das einzige, was ich mir wünschen würde, wäre, das das Programm auch driekt mkv einlesen kann, damit man sich das ummuxxen in einen ts-Container ersparen kann.
    Hab vorher auch h264-Material mit DirectShowSource eingelesen, ging auch, hat aber einmal ganz irre die Untertitel hard einkodiert.

    Warum nicht standardmäßig FFMpegSource2 für beide Formate? Mit AVC-Video in MKV klappt das hier bestens und ist auf jeden Fall framegenau.
    Ich hab das nicht hinbekommen.
    Auch hier wär ich für eine ausführliche Anleitung schwer dankbar - wie schon angedeutet, ist DirectShowSource nicht wirklich zuverlässig und daher nur der allerletzte Notnagel.

    Was man ja v.a. von DSS nicht unbedingt behaupten kann. Welche Decoder hast du denn hinter DSS im Einsatz?
    ffdshow für alles.
    Wobei DSS nach meinen Erfahrungen schon framegenau ist - solange es kein wmv-kodiertes Material ist, da suche noch noch händeringend nach einer Alternative.
    Aber mit VC1 hat's mit DSS bisher immer prima geklappt (bisher ~20 VC1-kodierte BluRays).



    Dachte ich auch und U.S. English ist sicher die große Mehrheit, aber Disney hat mich belehrt, dass es nicht ganz so schwarz/weiß ist. Die englischen UT der deutschen »Tangled«-Blu-ray sind tatsächlich British English.
    Ja, das hab ich mittlerweile auch festgestellt. Die meisten Filme fahren sogar eine recht wüste Mischung aus britischem und amerkanischem Englisch.
    Letztlich aber egal, einfach immer alles rein ins Wörterbuch, nach zwei oder drei Dutzend Filmen hat sich der Unterschied dann nivelliert.

    (Jetzt darfst du mich nochmal Banause nennen)


    (Muss ich mal auf Herz und Nieren testen. Ich würde erwarten, dass das Delay beim Re-Muxing erhalten bleibt und nur in der GUI nicht auftaucht.)
    Beim Remuxing ja.
    Aber wenn man vollständig demuxt und später neumuxen will, dann isses weg.
    Okay, ist wahrscheinlich übervorsichtig von mir, aber vom Arbeitsaufwand her ist es ja egal, an welcher Stelle man das Dealy korrigiert - warum dann nicht an der Stelle, an der es später garantiert die wenigsten Probleme gibt?

    Da sollte sicher 10:11 stehen.
    Jep, hab ich später auch gesehen.


    Naja, eher »kann«. Wenn man’s im Halbschlaf vergisst und ganz normal mit film codiert, ist das auch kein Beinbruch. Wahrscheinlich leichter Effizienzverlust, aber mehr passiert nicht.
    Das ist richtig. Wobei "leicht" hier aber immerhin 6% der Größe sind - und damit pi*daumen genausoviel ausmacht wie der Undot-Filter oder eine preset-Stufe mehr (Einschränkung: ich hab's nur ein einziges Mal wirklich ausprobiert (Pocahontas), und nur in SD-Qualität, kann bei anderen Filmen oder BR auch mehr oder weniger ausmachen).

    Und Speicherplatz sparen ist ja das Ziel unserer Operation


    Eigentlich schade, dass es für Seamless-Branching-Matroska keine Implementierung gibt … Kinofassung und Director’s Cut in einer MKV wär doch genial.
    Wem du sagen?
    Ich hoffe ja immer noch, das irgendwann auch mal Menüs und mehrere Filme unterstützt werden. Für Serien - lieber eine große mkv pro Staffel mit Menü als 100 bis 200 einzelne Folgen, da klickt man sich im (Hardware)MediaPlayer ja die Finger wund dran.



    Bitte:
    Das alles ist nur die Methode, die ich mir so im Laufe der Zeit aus den verschiedenen Tutorials zusammen gestellt und ausgiebig gestest habe - aber ich behaupte keineswegs, im Besitz des Steines der Weisen zu sein.

    Wenn du irgendwas Anderes/Besseres/Eleganteres/Schnelleres ausknobelst . . . nun, du kannst dir sicher sein, das ich unter den ersten, sehr aufmerksamen Lesern sein werde.
    Geändert von doc-mabuse (09. 12. 2011 um 17:19 Uhr)

  8. #8
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    Avatar von Brother-John
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    Standard Re: Seamless-Branching-Blurays: Wie geht ihr damit um?

    Wenn man nicht gerade in den Grenzbereich vordringt, dann machen zusätzliche Transkodings gar nicht aus.
    Wehret den Anfängen! (Oder wie war das?) An der Stelle bin ich Qualitätsfanatiker, ob nötig oder nicht. In Sachen Tutorial und gleichartiger Arbeitsablauf, kann ich’s nachvollziehen; auch wenn das gegen’s Gruseln nicht hilft.
    Was mir gerade noch einfällt: Es gab auch im BeSweet-Umfeld mal DTS-Experimente, »aziddts« wenn ich das richtig im Kopf habe. Hab ich mich nie drum gekümmert, weil ja sowieso immer eine AC3 auf der DVD ist. Vielleicht wär das ne Option.

    Die zugrunde liegende Technik der psychoakustischen Kompression ist bei allen Verfahren mehr oder weniger identisch
    Die Grundidee ja. Aber bei der technische Umsetzung und den Psychoakustikmodellen gibt’s schon deutliche Unterschiede. Deswegen ist ja z.B. ein MP3->MP3-Transcoding unkritischer als MP3->Vorbis.

    Probier's aus. Wenn du einmal gehört hast, wie dein Laufwerk dabei gequält wird, dann wirst auch du erst rippen und dann lieber auf der Platte weiterarbeiten.
    Ausprobiert. Kein Problem festgestellt. Laufwerk schnurrt ruhig und gleichmäßig vor sich hin. Kommt wahrscheinlich auf die genaue Situation an: Laufwerk + Disclayout + welche Spuren man wie extrahiert etc. Schaden kann’s jedenfalls nicht, erstmal pauschal die Disc komplett zu kopieren.

    [ffmpegsource2] Ich hab das nicht hinbekommen. Auch hier wär ich für eine ausführliche Anleitung schwer dankbar
    Ausführlich wird schwer, soviel ist nicht dran. Jedenfalls bei H.264-Video. Mit VC-1 konnte ich’s noch nicht testen, aber VC-1 in MKV ist doch möglich und ffmpeg kann’s decodieren, also sollte es eigentlich genauso klappen. Ich lasse mir zuerst per eac3to das Video in Matroska kippen, und dann im Skript:
    Code:
    LoadPlugin("ffms2.dll")
    FFVideoSource("quelle.mkv")
    Dauert beim ersten Öffnen ein bisschen, weil er das Video indexieren muss. Evtl. wär’s eine Idee, den Ton gleich per FFAudioSource mit zu verarbeiten. Also im Stil von:
    Code:
    FFAudioSource("tonspur.dts")
    FFVideoSource("video.mkv")
    AudioDub(v,a)
    ###################
    # Für dich Abspanngegener hätte das den Vorteil, du könntest bequem Audio und Video
    # am Schluss ausblenden anstatt einfach abschneiden:
    trim(0, <whatever>)
    FadeOut(72)   # 3 sec Fade klingt ganz sinnvoll
    ###################
    SoundOut(<irgendwelche sinnvollen Parameter>)
    Vorsicht: Komplett ungetestet. Wichtig dürfte synchro-korrigiertes Audio sein, also keine Komplett-MKV direkt aus MakeMKV. Nero-AAC hängt daran, ob SoundOut an stdout Wave ausgeben kann oder nur rohes PCM. Nero besteht leider auf Wave.

    Die meisten Filme fahren sogar eine recht wüste Mischung aus britischem und amerkanischem Englisch.
    Letztlich aber egal, einfach immer alles rein ins Wörterbuch, nach zwei oder drei Dutzend Filmen hat sich der Unterschied dann nivelliert.
    (Jetzt darfst du mich nochmal Banause nennen)
    Nö, das passt schon. So weit übertreibe ich’s bei den Untertiteln dann doch nicht. Ich korrigiere nur die groben typografischen Fehler, also echte Anführungszeichen anstatt dem Schreibmaschinen-Doppelstrich " und ähnliche Geschichten. Ich habe noch keine Disc gesehen, die das nicht komplett versaut. Was zumindest bei Blu-rays echt schade ist, weil genug Auflösung für gute Typo wäre einwandfrei da.

    Zitat Zitat von Brother John
    Kinofassung und Director’s Cut in einer MKV wär doch genial.
    Ich hatte es kaum geschrieben, bin ich hierüber gestolpert. Man braucht zwar Haali zum Abpielen, aber naja, der ist sowieso installiert.

    Bitte:
    Das alles ist nur die Methode, die ich mir so im Laufe der Zeit aus den verschiedenen Tutorials zusammen gestellt und ausgiebig gestest habe - aber ich behaupte keineswegs, im Besitz des Steines der Weisen zu sein.
    Ich glaub, den Stein gibt’s nicht. Mir ist er jedenfalls auch noch nicht über den Weg gelaufen. Wär auch blöd. Ihn zu suchen, ist ein viel zu gutes Hobby.

  9. #9
    Mitglied Avatar von doc-mabuse
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    Standard Re: Seamless-Branching-Blurays: Wie geht ihr damit um?

    Zitat Zitat von Brother-John Beitrag anzeigen
    Evtl. wär’s eine Idee, den Ton gleich per FFAudioSource mit zu verarbeiten.
    Das wäre natürlich eine Idee . . .
    Werd ich mir über Weihnachten mal mit beschäftigen - meinen Dank für die Anregung (hab's bisher immer vermieden, Ton in Avissynth zu verarbeiten).

    Ich hatte es kaum geschrieben, bin ich hierüber gestolpert. Man braucht zwar Haali zum Abpielen, aber naja, der ist sowieso installiert.
    Ne, bei mir (und im erweiterte Freundeskreis, der meine dezentralen Sicherheitskopien lagert ) wird Hardware benutzt - und damit ist dieses Verfahren (derzeit) völlig unbrauchbar ("and no hardware players support them yet either.").

    Der Computer mag okay okay sein, wenn es um Erzeugung/Bearbeitung von Video geht, zum Schauen ist dedizierte und vor allem lautlose Hardware angesagt (überwiegend PopcornHour/Clones).

    Dennoch werd dieses Programm mal ausführlich beaugapfeln - ob man das zum "normalen" Rippen von einzelnen Filmen (also einzelnen Versionen eines Films) mißbrauchen kann. Sieht ja doch etwas übersichtlicher aus als BluRip. Hängt halt daran, ob man irgendwie die DTS an Nero verfüttert bekommt - und ob SubtitleEdit (oder eine brauchbare Alternative) auch mit sup ohne IDX auskommt.

    Dann dürfte Xin1generator einiges schneller sein als BluRip (weil der Muxingschritt gespart wird) und vor allem legt es gleich das qpfile an (darauf leg ich sehr großen Wert, Kapitelsprung mit 10 Sekunden Wartezeit find ich inakzeptabel).


    Wär auch blöd. Ihn zu suchen, ist ein viel zu gutes Hobby.
    Ne, eigentlich nicht. Ich bin da eher ergebnisorientiert - sobald ein ordentliches Verfahren steht arbeite ich nur noch von oben nach unten ab.
    Mein Hobby ist Filme schauen, nicht konvertieren .

  10.  
     
     

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