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  1. #1
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    Unhappy Interner Speicher einer Digitalkamera

    Hallo liebe Gullianer.

    Ich besitze eine Digitalkamera mit 20 MB internen Speicher und habe vor einiger Zeit ein Video mit einer Größe von 700 MB aufgezeichnet. Die Digitalkamera hat es zwar direkt aufgenommen auf die Micro-SDkarte (2GB), doch jetzt habe ich Angst, dass bei dem internen Speicher trotzdem Reste sein könnten oder woanders in der Kamera. Grund meiner Sorge ist dieser Bericht von Heise:
    http://www.heise.de/security/meldung...n-1195973.html

    Wenn ich mit Recuva einen Tiefenscann mache, erscheint da nichts, bzw. nur das Testfoto, welches ich ohne die MicroSD geschossen habe und wieder gelöscht habe.
    Trotzdem habe ich bedenken, dass irgendwie praktisch im Arbeitsspeicher der Digitalkamera oder sogar im internen Speicher Reste aus den Speicherelementen gepult werden können.

    Bitte nehmt das Ernst.

  2. #2
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    Avatar von aNtiCHrist
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    Standard Re: Interner Speicher einer Digitalkamera

    Ok, zur Kenntnis genommen. Und nun? Was ist die Absicht hinter deinem Beitrag? Möchtest du vielleicht eine Einschätzung?

    Den beschriebenen Effekt durch Schreibzugriffe in Kombination mit Wear-Leveling kann hier wohl niemand ausschließen. Folglich solltest du dafür sorgen, dass du die Kamera nicht anderen zugänglich machst, bzw. zuvor den Speicherchip darin vernichtest. Alternativ könnte man halt über direkten Zugriff auf den Chip prüfen, ob Daten gespeichert wurden und diese dann ggf. löschen. Das wird aber kaum im Rahmen deiner Möglichkeiten sein.

    Beachte, dass ggf. auch andere Chips in der Kamera sensible Daten speichern können. Irgendwo müssen sich ja die vom CCD gelieferten Rohdaten befinden, damit der Bild-/Video-Encoder daraus die gewünschte Datei erstellen kann. Ich würde jedoch erwarten, dass es sich dort dann aber eher um flüchtigen Speicher handelt, der einige Zeit nach dem Entfernen der Betriebsspannung die Daten verliert.

    Nur so als Hinweis: Bei Druckern und Kopierern gibt es übrigens ganz ähnliche Probleme.

  3. #3
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    Lightbulb Re: Interner Speicher einer Digitalkamera

    Vielen Danke für deine ausführliche Antwort.
    Zitat Zitat von aNtiCHrist Beitrag anzeigen
    Alternativ könnte man halt über direkten Zugriff auf den Chip prüfen, ob Daten gespeichert wurden und diese dann ggf. löschen. Das wird aber kaum im Rahmen deiner Möglichkeiten sein.

    Beachte, dass ggf. auch andere Chips in der Kamera sensible Daten speichern können. Irgendwo müssen sich ja die vom CCD gelieferten Rohdaten befinden, damit der Bild-/Video-Encoder daraus die gewünschte Datei erstellen kann. Ich würde jedoch erwarten, dass es sich dort dann aber eher um flüchtigen Speicher handelt, der einige Zeit nach dem Entfernen der Betriebsspannung die Daten verliert.
    Schließe ich die Kamera mit MicroSD-Karte an meinen Windows 7-Rechner an, erscheint ein "Wechseldatenträger" mit eben den 2GB. Schließe ich hingegen die Kamera ohne MicroSD an, dann seh ich unter den Laufwerken nur ein hinzugefügtes 20MB-Laufwerk. Aber beides gleichzeitig kann er nicht anzeigen. Zugreifen kann ich also. Wenn ich das 20MB-Laufwerk nun mit Recuva (http://www.chip.de/downloads/Recuva_23935261.html) "Deepscane", dann erscheint nichts, außer eben mein gelöschtes Testfoto. Aber beides auf einmal eben nicht. Deshalb schließe ich daraus, dass die Kamera alle Daten nur auf der MicroSD ablegt, sofern eine drin ist.
    Lange Rede kurzer Sinn: Ich möchte die Kamera über Ebay verkaufen und habe Angst um die vom CCD gelieferten Rohdaten. Meintest du mit "flüchtigen Speicher", dass bei RAM in PCs, Druckern und Kopierern nur solange Daten enthalten sind, solange sie eine kontinuierliche Spannung erhalten? Bedeutet dass, dass auch bei einer Kamera praktisch die Rohdaten im Arbeitsspeicher (> RAM) landen und diese Daten restlos verschwinden, sobald die Energie weg ist? Also kein Wear-Leveling möglich ist und somit keine - wie im Heiseartikel beschrieben - Reste rausholbar sind?

    Hoffe, mein Text ist einigermaßen verständlich.
    Danke schonmal.

  4. #4
    Operator

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    Avatar von aNtiCHrist
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    Standard Re: Interner Speicher einer Digitalkamera

    Zitat Zitat von Lenora123 Beitrag anzeigen
    Aber beides auf einmal eben nicht.
    Du meinst, dass du nicht auf das offenbar vorhandene interne Dateisystem zugreifen kannst, solange eine SD-Karte eingelegt ist?
    Deshalb schließe ich daraus, dass die Kamera alle Daten nur auf der MicroSD ablegt, sofern eine drin ist.
    Dieser Schluss erscheint mir vorschnell. Wozu sollte es dann überhaupt diesen Speicher geben? Zumindest bei dem heutigen Megapixel-Überfluss wäre der ja nach wenigen Bildern erschöpft, also kaum praxistauglich. Auch werden die dir zugänglichen 20 MB kaum alles sein, Speicherchips haben üblicherweise eine Kapazität, die sich aus einer Zweierpotenz ergibt. Ob der Rest tatsächlich nur die Firmware enthält, weiß wohl kaum jemand.

    Meintest du mit "flüchtigen Speicher", dass bei RAM in PCs, Druckern und Kopierern nur solange Daten enthalten sind, solange sie eine kontinuierliche Spannung erhalten? Bedeutet dass, dass auch bei einer Kamera praktisch die Rohdaten im Arbeitsspeicher (> RAM) landen und diese Daten restlos verschwinden, sobald die Energie weg ist? Also kein Wear-Leveling möglich ist und somit keine - wie im Heiseartikel beschrieben - Reste rausholbar sind?
    Ja, sofern es sich ausschließlich um flüchtigen Speicher handeln sollte, gehen die darin gespeicherten Daten nach kurzer Zeit verloren. Das es sich um flüchtigen Speicher handeln wird ist aber nur meine Vermutung, da Flash-Speicher mir für die Verarbeitung der Daten ungeeignet erscheint. Desweiteren besteht prinzipiell das Risiko, dass es eine von außen nicht zugängliche Stützbatterie oder einen Stützkondensator gibt, die neben der Uhr auch irgendeinen Speicher versorgt.

    Der Begriff flüchtiger Speicher ist durchaus etabliert, er ist u. A. auch in der deutschen und englischsprachigen Wikipedia (dort unter volatile memory) zu finden. daher sah ich keinen Bedarf, den noch zu definieren. Bei (Laser-/LED-)Druckern und Kopierern ist es übrigens nicht unbedingt der flüchtige Arbeitsspeicher problematisch, sondern vor allem die Trommel, sowie eine ggf. enthaltene nichtflüchtige Speicherfunktion für wiederholte Ausdrucke/Kopien (Festplatte/Flash-Speicher).

    Je nachdem, wie geheim die aufgenommenen Bilder sind, würde ich zwei Optionen in Erwägung ziehen:
    Die Kamera doch nicht zu verkaufen oder aber einfach noch ein paar neue Bilder aufzunehmen und zu hoffen, dass dadurch noch vorhandene Daten möglichst umfassend überschrieben werden. Ein normaler Käufer wird ja kaum direkt auf irgendwelche Speicherchips zugreifen können, insofern sollte das Risiko in den meisten Fällen vertretbar sein.

  5. #5
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    Standard Re: Interner Speicher einer Digitalkamera

    Also ich glaube man muss hier immer zwischen realistischen Gefahren und "Machbarkeitsstudien" unterscheiden.

    Nach dem Artikel die du verlinkt hast ist es also möglich einzelne Speicherchips auszulesen.

    Was muss man dafür jedoch tun?
    -Erstmal muss man sich einen passenden Adapter bauen so wie es die Forscher im Bericht getan haben.
    -Dann muss man die passende Software schreiben und die gelesenen Daten zu interpretieren
    -Dann muss man den Flash Speicherchip bzw. die Speicherchips aus der Kamera entfernen um sie zu analysieren, was garantiert zur Zerstörung der Kamera führt
    -Dann muss man hoffen das man aus den nicht gelöschten Resten noch was sinnvolles rekonstuieren kann

    Also diese Einstiegshürden sind doch schon sher hoch für einen unbedachten Ebay Käufer. Das ist hier keine keine Magnet HDD die einfach nur mit dem Papierkorb unter Windows gelöscht wurde.

    Ich würde an deiner stelle mal folgendes machen, untersuch den internen Speicher der Kamera mal mit Photorec, wird nichts gefunden werden ach 99,999999% der Käufer bei Ebay nichts mehr auf deiner Kamera finden.
    Biste dir immer noch nicht sicher dann lass z.B. mal das Programm Wipedisk über den Speicher laufen.

    Ganz ehrlich, solange du bei den Chinesen keine Militärgeheimnisse geklaut bzw. abfotografiert hast wird sich für deine Kamera kein Mensch interessieren der auch nur halbwegs die Kompetenz hat, aus gelöschten Speicherchips noch was auszulesen.

  6.  
     
     

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