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20. 01. 2012, 18:38 #1
"Red Pad" soll Chinas Führung die Arbeit erleichtern
Hochrangige Personen der chinesischen Staatsführung erhalten für ihre Arbeit ein eigens für diesen Zweck entwickeltes Tablet. Das sehr durchschnittliche Android-Gerät mit dem Namen „Red Pad“ kostet stolze 1.129 Euro und soll die Parteianhänger beispielsweise über aktuelle Regierungsbefehle informieren. Die recht obskure Erfindung führt derweil zu einigem Spott innerhalb der Internet-Community.
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20. 01. 2012, 18:49 #2
Re: "Red Pad" soll Chinas Führung die Arbeit erleichtern
Bin mal gespannt wie lange es dauert, bis Apple die erste Patentklage einreicht
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20. 01. 2012, 18:59 #3
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20. 01. 2012, 23:07 #4
Re: "Red Pad" soll Chinas Führung die Arbeit erleichtern
Ich glaube das lassen die lieber, sonst gibt es dort noch ein offizielles Verbot für Zulieferungen von Teilen an Apple

Obwohl, Apple war ja auch ein guter Käufer von Samsung-Chips, als sie die Schlammschlacht losgetreten haben
Man muss bei diesem "Red Pad" aber auch beachten, dass die Firma nicht viele davon an die Regierung verkaufen wird, wenn nur Hochrangige das erhalten sollen, es ist ja nicht für die breite Öffentlichkeit bestimmt, demnach ist ein hoher Preis nur logisch. Ich für meinen Teil habe nichts dagegen, dass eine chinesische Firma ihre eigene Regierung abzockt
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20. 01. 2012, 23:53 #5Ökonomie- & Technik-Nerd
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Re: "Red Pad" soll Chinas Führung die Arbeit erleichtern
Nun, ein Shanghaier Gericht hat dies tatsächlich eimal gewagt korrekterweise zu tun. (Korrekt im Sinne der Sachlage und betreffenden Gesetze entsprechend)
Sowohl die Richter als auch die verantwortlichen Anwälte werden im Anschluss ihre Lektion gelernt haben, wenn nicht ist das auch egal, da sie so schnell wohl vorerst nur von der Berufsausübung träumen dürfen, wenn überhaupt.
Nicht nötig zu erwähnen, dass das Urteil natürlich in nächster Instanz korrekterweise gekippt wurde. (Korrekt im Sinne der Weisungsgebundenheit der Richter gegenüber ihrem zuständigem Parteisekretär in der Entscheidungsfindung vor irgendwelchen nervigen Gesetzestexten.) (es ging um Wohnungsenteignungen zugunsten eines Immobilieninvestors)
Ein entsprechend ausgestattetes iPad mit 3g und 16 GB kostet 3300 Kuai auf taobao. Ein chinesisches Lenovo 乐pad (LePad) 1500 kuai.
Problem ist, darin ist keine Vergütung inbegriffen.
Es ist ja nicht so, dass die Beamten die das Teil kaufen würden, dies von ihrem im Schweissse des eigenen von Moutai ganz rotem runden Angesicht selbst veruntreuten, zweckentfremdetem, gestohlenem oder sonstwie ergaunertem eigenem Geld für sich selbst beschaffen würden. Vielmehr kannst du deinen Arsch verwetten, dass derjenige in der Entscheidungsposition sich schon selber aus Steuergeldern einen Shoppingtrip nach HK geleistet hat um dort direkt das neuste, Gesicht verleiende iPad zu beschaffen, oder es sich zumindest hat auf Steuerkosten einschmuggeln lassen.
Vielmehr werden die Anschaffungs-Entscheidungsträger das Teil meist für ihre ganzen Abteilungsbelegschaften anschaffen, im Gegenzug für ein rotes Säckchen mit einer üppigen Vergütung für ihre "Weise Entscheidung".
Genauso wird der Auftrag, die Empfehlung, Genehmigung oder was auch immer für die exclusive Vermarktung an Regierungsangehörige auch mit Guanxi zusammenhängen, spätestens nachdem der Entwickler sich der Nutzlosigkeit und Rückständigkeit seines Produkts bewusst geworden ist. Der zuständige Helfer wird heirfür natürlich auch eine Beteiligung erhalten, enthüllungen darüber im Falle dass es welche geben könnte zensiert, und der für die "Gerüchte" verantwortliche strafrechtlich geahndet werden, oder ganz einfach in ein laogai geschickt, zur gesunden patriotischen Rückerziehung - durch Arbeit. Wäre sehr ungewöhnlich wenn es nicht so geschehen wäre. Man denke an die Vergabe des Monopol zur Versorgung chinesischer Flughäfen mit Röntgengeräten an Nuctech unmittlebar folgend darauf, dass Hu's Ältester (hört, hört, der libe Herr MP darf irgendwie mehr als ein Kind haben, ohne dass er aus der Partei ausgeschlossen wurde, wie es allgemein vorgeschrieben ist.) dort Chef wurde. Das hatte ganz bestimmt auch seine rein objektiven Gründe.
Das der Herr Hu Haifeng natürlich nicht zu seinem Gerichtstermin in einem Korruptionsverfahren im Zusammenhang mit besagter Firma in Windhoek erscheinen konnte ist natürlich Ehrensache.
Finanziert wird das ganze natürlich mit Steuergeldern, um diese auch weiterhin mal wieder schön in die Taschen der Beteiligten Personen umzuleiten.
Wo käme man denn dahin, wenn China mit dem Geld sinnvolle Dinge anstellen würde wie Schulbusse für die Kinder der eigenen Bevölkerung anzuschaffen.
Wozu, die eigenen Kinder und Familien sind doch längst zusammen mit dem Geld beimpösen, imperialistischem Klassenfeind untergebracht.
Und die betreffenden "exclusiven" Anwendungen basieren grösstenteils auf im Internet frei zugänglichen Informatione, der Rest könnte genauso gut, wahrscheinlich besser, mit Internet-Shortcuts auf dem Bildschirm eines beliebigem Android oder iPad und VPN-Einrichtung realisiert werden.
Die betreffenden Webapps sind nämlich wahrscheinlich genauso schlecht zusammengeschustert wie die beindruckenden Photoshop Illustrationen.


Wie ich das Leben in diesem wunderbarem Staate doch vermisse.
edit: Die meisten der betreffenden "exclusiven" Apps für die Führung, sind tatsächlich bereits frei und kostenlos für andere Bretter erhältilich. Für Android die genauen spezifischen btreffendenen Applicationen. Na sowas aber auch.Geändert von Freakonomist (21. 01. 2012 um 02:07 Uhr)
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21. 01. 2012, 01:10 #6
Re: "Red Pad" soll Chinas Führung die Arbeit erleichtern
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21. 01. 2012, 02:23 #7Ökonomie- & Technik-Nerd
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Re: "Red Pad" soll Chinas Führung die Arbeit erleichtern
Nur dass das Teil nicht von der chinesischen Regierung kommt,sondern von irgendeinem Unternehmer, der gemerkt hat, wie nutzlos und Rückständig sein Produkt ist, und nun hofft, durch Vermarktung exclusiv an Regierungs- und Parteibeamte und Beihilfe für selbige zur Veruntreuung von Steuermitteln bei total überhöhten nominalen Produktpreisen, durch Vorinstallation von ein paar "exclusiven" freien Androidapps und durch einen überhöhten Preis, wie vom Hersteller bereits erklärt, Geräte an diese Zielgruppe zu verkaufen, ohne einen Wert für die Regierung, gegenüber dem Original zu einem drittel des Preises.
Das Parteiblatt "People's Daily" hat sich schon verärgert darüber gezeigt, dass der Hersteller versucht hat vorzugeben, das Produkt hätte direkt was mit dem Blatt zu tun, während der einzige Zusammenhang ist, das die (freie) Android App von PD vorinstalliert ist. Nochmal, People's Daily ist ein Parteiblatt, während die Firma einfach nur versucht auf dem Trittbrett der Partei zu fahren. Es sind also einige Kader schon direkt verärgert worden, und die Richtung in die das ganze geht, dürfte durch das Öffentliche Missfallen gegenüber solchen Erscheinungen auch so manchen in Zhongnanhai verärgern oder dies shcon getan haben.
Es ist durchaus auch gut möglich, dass man dort nur darauf wartet, dass Apple denen einen Vorwand liefert gegen die Firtma vorzugehen, mit der man sich nach innen hin als durchgreifend gegenüber Insiderrentenmissbrauch, und nach aussen hin als durchgreifend in Sachen Geistiges Eigentum zeigen kann.
Die Kommunikation mit Apple, oder anderen Mitbewerbern wird schön vertraulich bleiben, und das Ergebnis was mit der Firma passiert hängt ganz einfach an der Interessenssituation der Parteiführung im zuständigem Bereich.
Wenn die Sache weiterhin für Unzufriedenheit sorgt, und Apple die Sache in Zhongnanhai unterbringen kann, oder die Kräfte dort evtl. von selbst Apple ein entsprechendes Angebot machen,, ist der Hersteller von dem Teil geliefert.
Und da ist ganz egal wie die rechtliche Situation aussieht.
Und das iPad hat sich im Übrigem in China bereits sehr gut in der Position etabliert, die dieses Teil anziehlt.
Als einziges das an dem Teil originell und exclusiv sein könnte, könnte ich mir eine lokal und Zielgruppengerecht angepasste,"einheimische Re-Innovation" des Spiels angry Birds names Angry Chenguans vorstellen, bei der man (der Beamte) Schlagwütige Chengguan auf normalsterbliche Untertanen schmeisst, um deren Häuser zu zerstören.
Damit könnte sich das Teil vielleicht tatsächlich als Renner entwickeln, na wenn das mal kein hinreichender Kaufgrund ist.
Und im Gegensatz zu einem Prinzipienfestem Konzern wie Google, oder aber auch einem schamlos und offen korruptem und opportunistischem Haufen wie Baidu, können die Leute von der Zentralregierung mit einem Laden wie Apple, der selber ähnliche der Freiheit wiederlaufende Interessen, aber eben halt nur strikt geschäftliche, hat, und ansonsten aber ein bisschen weiter denkt als wie Baidu und andere Dienste,die gegen Bares auch zugunsten privater Interessen zensieren, sehr sehr gut leben, egal wie sehr du Apple nicht leiden magst.
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21. 01. 2012, 08:29 #8
Re: "Red Pad" soll Chinas Führung die Arbeit erleichtern
Ich verstehe nicht, warum sie Hard- und Software bundlen mussten

Die "spezielle entwickelten Apps" sind in wenigen Tagen im Internet und laufen auf jedem Android-Gerät ^^
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21. 01. 2012, 23:23 #9Ökonomie- & Technik-Nerd
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23. 01. 2012, 10:42 #10
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23. 01. 2012, 17:03 #11
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