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  1. #1
    autodestruktiv Avatar von cOlz.de
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    Standard Moderne DSLRs: Überhitzung des Sensors im Bulb Modus?

    Hallo,

    überhitzen CCD Sensoren wenn man sie im Bulb modus minutenlang belichtet? Ich war immer der Meinung, dass der Chip, um das Bild aufzunehmen mit Strom versorgt wird und dadurch erhitzt. Demnach gibt es immer mehr Bildrauschen umso länger man das Bild aufnimmt und schlussendlich dachte ich immer, die Kamera drückt den Notaus wegen überhitzung.
    Nun finde ich im Internet dazu aber absolut garnichts, deshalb der Thread hier. Was wisst ihr darüber? Könnt ihr mich mit Links versorgen?

    Und wenn dem nicht so ist: Wieso brauch man unbedingt einen Fernauslöser um über 30s zu belichten, wieso kann man nicht einfach die Zahl eingeben? (Bei einer Eos mit 2 Rädern wäre das ja schnell ausgewählt).

    Danke, haut rein.

  2. #2
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    Standard Re: Moderne DSLRs: Überhitzung des Sensors im Bulb Modus?

    Bis der Chip wirklich zu warm wird, ist sicherlich der Akku leer.
    Das Bildrauschen bei Langzeitaufnahmen entsteht zwar durch freie Ladungsträger im Sensor, hat aber nur wenig mit Temperaturen zu tun, die den Sensor ernsthaft gefährden könnten. Aber die Ausleseelektronik in der Kamera kann halt nicht unterscheiden, ob die Ladung einer Bildzelle duch ein Lichtteilchen oder ein freies Elektron hervorgerufen wurde.
    Das Phänomen des "Sensorglühens" bezeichnet auch kein richiges Glühen des Sensors, sondern eine durch mehr oder weniger ausgedehnte Erwärmung des Sensors durch die dahinterliegende Elektronik (und entsprechend mehr freie Ladungsträger) verursachte schemenhafte Abbildung dieser dahinterliegenden Bauteile.

    Warum Zeiten über 30 Sekunden nicht von der Kameraelektronik gebildet werden können? Zum einen ist das ein Relikt aus der analogen Zeit, zum anderen will man damit auch die oben schon angesprochenen Schmutzeffekte langer Belichtungszeiten vor den meisten Anwendern verbergen. Und vor allen Dingen machen sich diese langen Belichtungszeiten auch auf im Stromverbrauch der Kamera bemerkbar.
    Bei den einstelligen analogen EOS-Modellen war das kein Problem: Strom wurde da nur zur Betätigung der Freigabemagnete des ersten und zweiten Verschlussvorhangs benötigt, während der Aufname so gut wie garnicht.
    Einen Fernauslöser brauchst Du während solcher Langzeitaufnahmen ohnehin: Spiegelvorauslösung aktivieren, ein paar Sekunden warten und dann auslösen - ohne Fernauslöser kann man sich da die SVA auch sparen.

  3. #3
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    Standard Re: Moderne DSLRs: Überhitzung des Sensors im Bulb Modus?

    Die Option "Rauschunterdrückung bei Langzeitbelichtung" sollte aktiviert sein, wenn es länger dauern kann. Dann wird unmittelbar nach der eigentlichen Aufnahme noch eine zweite, genauso lange, gemacht, nur mit verschlossenem Verschluss. Die Daten werden dann noch in der Kamera verwertet und du hast am Ende keinen zusätzlichen Aufwand dadurch. Nur dauert jedes Foto doppelt so lange.

    Im Gegensatz zur normalen Rauschreduzierung ist das etwas mehr, als du am Rechner aus dem RAW am Ende noch raus holen kannst.

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