Thema: Droht der Kalte Cyber-Krieg?
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04. 02. 2012, 01:25 #1
Droht der Kalte Cyber-Krieg?
Einige IT-Sicherheits-Experten befürchten offenbar einen "kalten Cyberkrieg" zwischen östlichen und westlichen Ländern. Die unterschiedlichen Einstellungen östlicher und westlicher Länder könnten das Potential für zunehmende Konflikte bergen, so die Befürchtung. Vor allem beim geistigen Eigentum und der Freiheit im Internet seien sich östliche und westliche Nationen uneinig.
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04. 02. 2012, 02:45 #2Mitglied
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Re: Droht der Kalte Cyber-Krieg?
Ich frag mich ja immer wieder wie diese offensive Cyber-Waffen aussehen sollen. Damit damit wirklich Schaden angerichtet werden kann müsste man damit ja gezielt Systeme angreifen die für die Infrastruktur notwendig sind, also Strom-, Wasser- und Gasversorgung, (militärische) Kommunikationssysteme, etc. Das mag gehen, diese Systeme sind möglicherweise auch so speziell, dass man eine Ausbreitung der Schadsoftware (was anderes werden diese Cyber-Waffen wohl nicht sein) auf unbeteiligte andere Systeme vermeiden kann.In der Tat haben mehrere US-Offizielle die Existenz offensiver Cyber-Waffen eingeräumt. Über die Einzelheiten wurde allerdings nie gesprochen.
Was ich jedoch noch immer nicht verstehe: Warum zum Geier sind solch wichtige Systeme überhaupt mit dem Internet verbunden wo jeder Idiot versuchen kann sie anzugreifen? Es wäre viel sicherer und sinnvoller (wenn auch teurer) für diese wichtigen Systeme einfach ein zweites Netz aufzubauen das physikalisch vom Internet getrennt ist (sprich eigene Leitungen).
Damit wäre es für jeden normalen Hacker schonmal unmöglich irgendwas zu erreichen. Wenn man diese Netze dann noch schön an Ländergrenzen beschränkt (oder Staatengemeinschaften wie z.B. die EU) dann muss selbst eine "feindliche" Macht erst mit Spionen etc. in nen Knotenpunkt kommen um überhaupt einen Cyber-Angriff starten zu können.
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04. 02. 2012, 03:13 #3Dangerous Utopian
gulli:Redaktion
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04. 02. 2012, 13:39 #4Mitglied
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04. 02. 2012, 13:52 #5
Re: Droht der Kalte Cyber-Krieg?
Wieso nicht? Ist doch letztendlich auch ein (fast) normaler Computer...
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04. 02. 2012, 15:12 #6Mitglied
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Re: Droht der Kalte Cyber-Krieg?
trotzdem gehört für solch sensiblen Geräten eine "neue USB Technik" entworfen. Und wenn die USB Ports nur ne andere Form haben würde das (denk ich ^^) viel Helfen.
Ich frage mich überhaupt wieso ein Reaktor ein USB Anschluss braucht? ^^
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04. 02. 2012, 16:29 #7
Re: Droht der Kalte Cyber-Krieg?
Ja, die andere form würde enorm helfen, weil die Geheimdienste natürlich daran scheitern werden, diese Form nachzubauen

USB-Anschlüsse werden vielleicht nicht jeden Tag im Atomkraftwerk gebraucht, aber es wird Gründe haben, dass diese dort existieren.
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04. 02. 2012, 18:05 #8
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04. 02. 2012, 19:00 #9
Re: Droht der Kalte Cyber-Krieg?
In der Tat wären Türen mit Schlössern nutzlos, aber glücklicherweise gibt es ja auch die moderne Technik, die kennwortgeschütze Türen und Ähnliches ermöglicht

Edit: In dem Zusammenhang würde mir auch eine sinnvollere Lösung für das Problem einfallen: Man kann doch die Dateien auf dem USB-Stick in einem Zertifikat auflisten und die Dateien können nur dann geöffnet/ausgeführt werden, wenn ein Zertifikat existiert und die Dateien auch tatsächlich darin aufgelistet sind. Sowas ist auch relativ sicher, wenn es richtig gemacht wird.
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04. 02. 2012, 19:46 #10
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04. 02. 2012, 21:21 #11
Re: Droht der Kalte Cyber-Krieg?
Wouldn't you prefer a nice game of chess?
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04. 02. 2012, 21:34 #12Dangerous Utopian
gulli:Redaktion
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Re: Droht der Kalte Cyber-Krieg?
No, let's play world-wide thermonuclear war.
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05. 02. 2012, 15:48 #13Mitglied
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Re: Droht der Kalte Cyber-Krieg?
Steuerungen von Atomreaktoren haben weder USB-Anschlüsse, noch hängen sie am Internet. Zumindest ist das bei uns so, aber ich denke mal, dass der Iran angesichts seiner Feinde sowas auch nicht macht.
Keine Ahnung, wo immer die Horrorszenarien herkommen. Reaktoren werden übers Internet gesprengt, Reaktoren haben Risse und explodieren...also bitte
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05. 02. 2012, 16:01 #14Mitglied
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Re: Droht der Kalte Cyber-Krieg?
a) So einige Kraftwerke in den USA und Japan sind in der Tat mit dem Internet verbunden. Keine Ahnung, wie es in anderen Ländern ausschaut, aber dort ist das der Fall.
b) In neueren Reaktoren findet man in der Tat auch Standard-PC-Hardware - definitiv inklusive USB-Ports, vgl. Stuxnet. Der hat sich nicht umsonst ebenfalls per USB verbreitet.
c) @Annika: Du hast den Reuters-Artikel leider nicht gerade neutral aufgearbeitet. Übrigens sind die an der dortigen Konferenz teilnehmenden Personen keine Experten, sondern Authoritäten. Die faseln immer noch gewaltig viel Quatsch.
Es stimmt zwar, dass in einigen Ländern geringe IT-Sicherheits-Standards herrschen, v.a. bei öffentlicher Infrastruktur. Das schließt leider manchmal sogar Nuklear-Reaktoren mit ein. Trotzdem liegt es im Interesse dieser Konferenz, Panikmache in Sachen Cyberwar zu betreiben. Bezüglich der gesamten Thematik gibt es kaum seriöse Publikationen - und das nicht ohne Grund. Die einzigen größeren Bücher (also nicht mal akademische Veröffentlichungen) stammen von irgendwelchen Ex-US-Generälen, die mittlerweile auf der Gehtalsliste von "Cybersecurity"-Firmen sitzen (Tatsache, lässt sich leicht googeln). Das sollte beachtet werden.
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05. 02. 2012, 22:07 #15Mitglied
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Re: Droht der Kalte Cyber-Krieg?
Natürlich gibt es da neue Hardware, aber sicher keine USB-Ports an der Reaktorsteuerung.
Wieso kommt eigentlich dauernd Stuxnet, was hat das denn mit Kernreaktoren zu tun?
Ansonsten geb ich dir natürlich vollkommen recht. Was für Leute gerade in letzter Zeit in den Bereichen Energiepolitik, Klimawandel und IT-Sicherheit als Experten bezeichnet werden, unglaublich.Geändert von ScytheOfTime (05. 02. 2012 um 22:14 Uhr)
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06. 02. 2012, 00:14 #16Mitglied
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Re: Droht der Kalte Cyber-Krieg?
Die Reaktorsteuerung selbst verfügt nicht über USB-Ports, nein, aber so ziemlich alle Rechner in den Büros und Positionen der Perimeter-Netze, und sogar die Maintenance-Rechner für die Reaktor-Steuerung definitiv ebenfalls. Von da aus ist es dann nur noch ein kleiner Schritt auf die Steuerung selbst.
Stuxnet wird immer genannt, weil das ein gutes Beispiel für gezielte, Malware-basierte Angriffe ist, in einer einem Reaktor nicht unähnlichen Umgebung.
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06. 02. 2012, 01:04 #17Mitglied
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Re: Droht der Kalte Cyber-Krieg?
Naja, Stuxnet konnte die Zentrifugen auch nur zerstören, weil keine mechanischen Notabschaltungen (bei zu hoher Drehzahl in diesem Fall) vorhanden waren. Das dürfte zugegebenermaßen zumindest in den östlichen Kernreaktoren auch der Fall sein, wo Sicherheit unwirtschaftlich und Redundanz praktisch unbekannt ist...
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