Thema: Den Kampf verloren
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04. 02. 2012, 23:13 #1Mitglied
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Den Kampf verloren
Ich bin 21 und habe Depressionen. Schon lange und sehr qualvolle. Gründe dafür gibt es viele, Untergewicht, keine Freunde, Schmerzen, Krankheiten (Skoliose, Knie), psychische Probleme (und wahrscheinlich auch weitere Krankheiten) etc.
Aktuell sieht meine Situation so aus, dass ich eine Ausbildung mache. Wegen chronischer Knieschmerzen (die wahrscheinlich mit meiner schweren Skoliose zusammenhängen) bin ich zum Arzt, wurde letzte Woche operiert wg. leichtem Meniskusschaden, doch das war es wohl nicht. Krankengymnastik heißt die "Lösung". Da auch mein Rücken nur noch Beschwerden macht, wollte ich meine Ausbildung für ein halbes Jahr aussetzen, um eine Skoliose OP in Angriff zu nehmen. Aber ich glaub ich schaff das nicht mehr. Ich trage so lange schon so viele Leiden mit mir rum, in den vergangenen Jahren ist nichts davon besser geworden. Und wenn ich mich dann doch noch einmal mit letzter Kraft aufraffe und aktiv dagegen etwas unternehmen möchte, reicht es einfach nicht (wie bei der Knie OP). So würde es bestimmt auch dieses Mal wieder sein. Wahrscheinlich würde man mich wieder mit Krankengymnastik, für die ich ohnehin kaum Zeit habe, nach Hause schicken oder eine inoperable Skoliose feststellen oder was weiß ich. Ich hab jetzt echt keine Lust mehr. Dass das auch keine Affektentscheidung ist, erklärt sich schon durch die Situation selbst: Langsam eingeschlichen haben sich diese ganzen Probleme, ich fürchte jetzt kriege ich sie nicht mehr bewältigt.
Wenigstens habe ich die letzten Wochen und Monate wie meine letzten gelebt, da ich schon geahnt habe, dass das Ende nah ist. Wenn man so auf die Welt gebracht wird, bleibt einem irgendwann einfach nichts anderes mehr übrig. Und ich hoffe auch sehr, dass mir das keiner Übel nimmt. Auch wenn es für recht gesunde Menschen schwer nachzuvollziehen ist, aber mir ist der endgültige Tod lieber, wenn ich dafür den ganzen Qualen entgehe, die ich jetzt schon durchleide und die noch auf mich zukommen würden. Sich in den Schlaf weinen und hoffen, dass es besser wird, reicht einfach nicht. Es kann trotzdem gut sein, dass dir keiner hilft und sich die Situation nicht bessert, völlig egal wie aussichtslos die Situation aussieht. Und spätestens wenn man morgens wieder aufwacht, und dachte es wäre nicht so schlimm, zeigt mir der Tag wieder, dass es das doch ist.
Ich hätte gern noch so viel erlebt, meine Leidenschaften und Talente genutzt und irgendwas daraus gemacht. Aber es sollte einfach nicht sein. Eine Missgeburt zu sein, kann man nicht leugnen. Ein Elternhaus, das man mit einem Irrenhaus vergleichen kann, keinen Vater und einen Stiefvater der schlimmer ist, als überhaupt keinen Vater zu haben. Keine Ahnung wo ich weitermachen soll. Macht jetzt auch keinen wirklich großen Unterschied mehr.
Wann darf ich endlich gehen? Warum fällt es mir nur so schwer.
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04. 02. 2012, 23:25 #2
Re: Den Kampf verloren
Warum schreibst du sowas?
Das du es noch so öffentlich mitteilst,
zeigt doch, dass du es nicht möchtest.
Also gib nicht auf.
Geh erstmal zum Arzt und erkundige dich wegen
dieser OP.
"Missgeburt".. Ich mag das Wort nicht.
Das bist du sicher auch nicht.
Warum übst du deine Talente nicht aus?
Nimm dir den hier zum Vorbild:
LINK
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04. 02. 2012, 23:26 #3minaddeaktiviertes Benutzerkonto
Re: Den Kampf verloren
Etwas Käse zum Whine?
Hör auf rumzulabern und dich selbst zu bemitleiden! Mach was aus dir.
Btw. erinnert mich an den sehr "erfahrenen" Rechtsanwalt bei einer Delogierung.
Mieterin: "Ich bring mich jetzt um!"
Anwalt: "Losst's sie afoch. De tuat eh nix, de wü nur Mitleid."
Sorry für Mundart - aber das kommt nur in Mundart so sarkastisch rüber. Finde ich.
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04. 02. 2012, 23:39 #4
Re: Den Kampf verloren
Du gibst wohl professionelle Motivationsseminare?
Ich musste erst mal deine Beschwerden bei Wikipedia nachschauen, armer Kerl
aber Missgeburt? Da gibt es schlimmeres.
Deine "Defekte" liegen wohl schwer auf seelischer Ebene und da brauchst du Hilfe. Ab zum Hausarzt und um psychologische Betreuung bitten!
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04. 02. 2012, 23:43 #5minaddeaktiviertes Benutzerkonto
Re: Den Kampf verloren
Das ist einfach nur lächerlich. Wenn man wirklich etwas ändern will geht man nicht in ein Forum rumheulen sondern packt die Sache an.
Aber der TS scheint nur Mitleid zu wollen.
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05. 02. 2012, 15:16 #6
Moderator
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Re: Den Kampf verloren
Ich denke Du solltest an Dich glauben, es ist noch nicht lange her da hast Du es doch noch geschafft, zur Zeit der Schule hattest Du doch tolle Ideen. Glaube dran und verwirkliche diese, dafür gibt es genug Communitys für Projekte Filme zu erstellen...
Natürlich hast Du es evtl. schwerer als andere, so denkst Du, aber auch nur weil Du die Geschichten der anderen nicht kennst. ein jeder kann eine Geschichte seines Lebens erzählen, einige bei den Du denkst wie gut es ihnen geht, können Dich erschrecken.
Den Kampf hast Du nur verloren wenn Du dich selbst aufgibst und dazu liegt Dir zu viel an Dir, deshalb auch der Thread hier. Du bist noch so jung, nutze die Zeit, es werden noch viele tolle Momente auf Dich zukommen, genau so wie Schmerz und Leid - alles, was jeder andere auch hat. Man nennt es Leben, mit allen Seiten muss man es nehmen und nicht nur mit den Rosinen!
Wire
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05. 02. 2012, 15:57 #7
Re: Den Kampf verloren
Hallo Hackman1,
Psyche und Körper hängen zusammen. Als erstes würde ich die letzte Kraft reinstecken um die Depressionen in den Griff zu bekommen, dies geht leider am besten nur mit entsprechenden Medikamenten, aber auf lange Sicht zeigen diese Besserung, Linderung bis hin zum abklingen der Erkrankung. Und schon hat man eine ganz andere Lebenseinstellung. Sich in eine Behandlung zu begeben und mit ähnlich betroffenen zu reden, ermutigt, da man merkt man steht nicht alleine da. Das ist wichtig um genug Kraft zu haben um deine körperlichen Krankheiten in Angriff zu nehmen.
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07. 02. 2012, 08:46 #8
Re: Den Kampf verloren
Bevor du nochmal so nen Stuss schreibst, es ist gerade wundervolles Wetter draussen.
Denke mal ein ein zwei Stuendchen auf ner schwer einsehbaren Parbbank ueber dein Leben nach, im T-Shirt!
Falls du es ernst meinen solltest, rufe lieber den Sozialdienst an, als in einem Forum einen auf Mitleid zu machen.
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07. 02. 2012, 12:08 #9
Re: Den Kampf verloren
Und genau das gehört u den Sachen, die man einem Depressiven NICHT sagen sollte
Habe ich an anderer Stelle schon mal was zu geschrieben und erklärt - kann man aber auch locker ergooglen
Gut, dass z.B. Leute wie Hawking sich nicht als Missgeburt Ihrem Schicksal ergeben haben
Gut, dass Leute wie Jason Becker sich nicht aufgegeben haben
http://www.jasonbecker.com/
Lies dem seine Geschichte mal - das macht demütig
Gruss
Tim
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07. 02. 2012, 12:16 #10
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07. 02. 2012, 12:55 #11
Re: Den Kampf verloren
Kein Wunder wenn hier ihm alle "Mitleid wollen" vorwerfen wollen

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07. 02. 2012, 17:56 #12
Re: Den Kampf verloren
Wuerde ich auch nicht tun, vorher lese ich schon nach, was derjenige so bisher schrieb.
Solltest du aber eigentlich wissen Tim.
Und wenn jemand doch den Rat befolgt, mache ich einfach nen Thread im guten Rat auf, falls mich die Geister plagen. Ist der Beste Anlaufpunkt bei Depressionen.
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10. 02. 2012, 18:00 #13Mitglied
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Re: Den Kampf verloren
Ich deute deinen Post als eine Art Hilferuf. Das bedeutet, dass du noch Hoffnung besitzt und wenn dem der Fall ist, dann fang endlich an Enttscheidungen zu treffen. Lass dich nicht von deinen Ängsten leiten. Wenn du nicht mit deinem Stiefvater klarkommst und er wirklich so schlimm ist, dann sorge dafür, dass du von ihm wegkommst und wenn dadurch ins Heim kommst, dann ist es sicherlich immer noch besser, als mit ihm unter einem Dach zu leben. Wenn du Depressionen hast, dann lass dich gefälligst psychologisch betreuen. Wenn du keine Freunde hast, dann geh raus, zeig der Welt dein Lächeln und sei kontaktfreudig, indem du einfach Menschen ansprichst, in der Bar, auf der Straße, ganz egal wo. Und wenn dein Körper schmerzt, dann tu alles, was in deiner Macht steht, um dich aus dieser Scheisse rauszuziehen. Im Grunde stehst du dir selbst im Weg. Du hast zwar ne fette Arschkarte gezogen, aber es gibt Menschen auf dieser Welt, die haben es noch vieeeel schlimmer und stehen dennoch alles durch. Schau dir von mir aus Videos von hungernden Kindern in Afrika an, vielleicht fühlst du dich dann besser oder triff dich mit deinesgleichen, mit Leuten, die ähnliche Probleme haben und zieht euch gemeinsam aus der Scheisse raus. Du hast nur 2 Möglichkeiten: Leben oder Sterben. Sterben ist nicht die richtige Lösung. Es gibt so viele Menschen, die Tag für Tag dem Tod ins Gesicht blicken, doch ihr Lebenswille wird nur umso stärker. Und wenn das Leben nicht so läuft, wie du es gerne hättest, dann erfordert es nur Willenskraft und Einsatzbereitschaft und einen starken Geist, der sich allen Widrigkeiten widersetzt. Les dir Bücher von "Anthony Robbins" durch. Das ist Motivation pur. Vielleicht kann er dich in die richtigen Bahnen lenken.
Ich wünsch dir viel Glück,
wenn die Scheiße dir bis zum Hals steht, dann lass den Kopf nicht hängen
Gruß,
jayz0n
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10. 02. 2012, 18:14 #14
Re: Den Kampf verloren
Hattest du schonmal ein Gespräch mit einem Therapeuten? Wenn nicht, solltest du es unbedingt mal machen. Psychische Krankheiten sind mindestens genauso schlimm wie physische und oft sind dann viele Dinge nur Symptome einer Krankheit bei der man helfen kann.
Ein wichtigen Schritt hast du ja schonmal gemacht und dich jemanden mitgeteilt, da du ja anscheinend öfter mit Ärzten zu tun hast, sollte es ja kein Problem sein einen Termin bzw. eine entsprechende Überweisung zu bekommen.
Und irgendwie geht es immer weiter, was dich nicht umbringt macht dich stärker und wenn du es schaffen solltest aus so einem Loch rauszukommen, kannst du mit Recht behaupten eine der größten Herausforderungen des Lebens gemeistert zu haben.
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