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  1. #1
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    Exclamation Verschlüseltes P2P: Wozu Routing?! - Frage/Idee

    Warum wird bei Retroshare und Co Routing verwendet statt im Source Code eine geringe Chance einzubauen das random generierte Daten verschickt werden?
    Der ohnehin durch einen asymmetrischen Schlüssel verschlüsselte Datenstrom könnte ja ohnehin nicht zu einer Abmahnung führen . Und falls Die Abmahngesellschaften selbst copyright Sachen uploaden würde, könnte doch vor Gericht nicht ausgeschlossen werden, dass die im Source Code festgeschriebene Wahrscheinlichkeit von 0,001% eingetreten ist und nicht die individuell verschlüsselten copyright Daten sondern eben zufällig generierte Daten übertragen wurden.

    Ich würde mich sehr freuen, Eure Meinung dazu zu hören!

  2. #2
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    Standard Re: Verschlüseltes P2P: Wozu Routing?! - Frage/Idee

    Zitat Zitat von gebasht Beitrag anzeigen
    Und falls Die Abmahngesellschaften selbst copyright Sachen uploaden würde, könnte doch vor Gericht nicht ausgeschlossen werden, dass die im Source Code festgeschriebene Wahrscheinlichkeit von 0,001% eingetreten ist und nicht die individuell verschlüsselten copyright Daten sondern eben zufällig generierte Daten übertragen wurden.

    Ich würde mich sehr freuen, Eure Meinung dazu zu hören!
    Nur das die Wahrscheinlichkeit, dass z.b. beim Anfordern einer 5 Megabyte großen "Lady Gaga" MP3 "rein zufällig" dann auch "Lady Gaga" zurück kommt nicht 0,001 ist, sondern

    0, ... hier bitte 12,6 Millionen Nullen einfügen ... 1

    Und an einen solchen "Zufall" wird kein Gericht der Welt glauben.

  3. #3
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    Standard Re: Verschlüseltes P2P: Wozu Routing?! - Frage/Idee

    ich weiß nicht, wie Du jetzt auf diese Zahl gekommen bist.
    Wäre nett, wenn Du es erklärst.

    Außerdem spricht das ja noch nicht gegen die grundsätzliche Idee. Dann erhöht man eben die Wahrscheinlichkeit und nimmt mehr "Fake Traffic" in Kauf.
    Spätestens wenn mit 1%Wahrscheinlichkeit Fake Traffic statt Copyright Daten übertragen werden, sollte man vor Gericht sicher sein.
    Nachweisen, dass man vom Uploader nicht Fake Traffic sondern copyright Daten bekam sollte ja nicht möglich sein.

    Und wenn mit 1% Wahrscheinlichkeit ich gerade nur nutzlose Bits und Bytes runter- oder hochlade, dürfte das immer noch deutlich besser und schneller sein als den Traffic durch Freunde (relays) zu leiten, die man ja erstmal finden muss bei Retroshare.

    Spricht etwas gegen die Grundidee?

  4. #4
    von Herzen Avatar von nici_
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    Standard Re: Verschlüseltes P2P: Wozu Routing?! - Frage/Idee

    gegen das Prinzip "Fake Traffic" spricht nichts.

    WASTE hat das schon vor Jahren (2003) implementiert bekommen. Selbst als das Internet noch pro Volumen gekostet hatte....

  5. #5
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    Standard Re: Verschlüseltes P2P: Wozu Routing?! - Frage/Idee

    Jetzt wo es erwähnt wurde erinnere ich mich auch wieder an dieses Programm.

    seltsamerweise finde ich nix mehr zum Punkt Fake Traffic in Bezug zu WASTE.
    Stattdessen steht jetzt überall das Programm sei nur für kleine Arbeitsgruppen bis 50 Personen gemacht!

    Haben die entwickler das Programm dermaßen verändert?

  6. #6
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    Standard Re: Verschlüseltes P2P: Wozu Routing?! - Frage/Idee

    Sicher ist Fake Traffic eine Möglichkeit, jedoch sowohl theoretisch als auch praktisch kein ausreichender Schutz vor Abmahnungen.

    Der Abmahner könnte ja sämtliche einegehenden IPs bis auf deine blockieren. Nun bekommt er nur noch Pakete von dir und kann somit auch einen erheblichen Anteil an nicht Fake Paketen klar deiner IP zuordnen. Davon ab müsste man dazu noch nichteinmal die anderen IPs blocken, denn man kann auch so eine Zuordnung vornehmen welches TCP Paket von welcher Quell IP stammt und somit letzten Endes genug Daten sammeln um dir mind. 1 echtes Paket zuzuordnen.

    Der ohnehin durch einen asymmetrischen Schlüssel verschlüsselte Datenstrom könnte ja ohnehin nicht zu einer Abmahnung führen . Und falls Die Abmahngesellschaften selbst copyright Sachen uploaden würde,...
    Bitte? Solange Abmahner aktiv am Geschehen teilnehmen (und genau das tun sie), also ganz klar direkt von dir Daten beziehen schützt dich die Verschlüsselung absolut garnicht. Der Empfänger muss stets in der Lage sein empfangene Daten zu entschlüsseln, andernfalls würde das ganze Share System nicht funktionieren. Verschlüsselung schützt immer nur vor Man-In-The-Middle Angriffen, also zum Beispiel vor schnüffelnden Providern.

    Desweiteren haben die Abmahner stets ausreichende Vollmachten von den jeweiligen Rechteinhabern die es ihnen gestatten an diversen Filesharingsystemen mitzuwirken um eben solche Verstöße aufzudecken.

    Warum wird bei Retroshare und Co Routing verwendet
    Weil es vermeintlich mehr Schutz bietet und eher schwerer abzumahnen ist. Ein Abmahner kann bei solch einem System nicht nachweisen woher die Pakete ursprünglich kommen, also kann er den eigentlichen Seeder nicht abmahnen. Stattdessen könnte höchstens der Endpunkt, also derjednige der direkt an den Abmahner Daten überträgt abgemahnt werden, hier kann aber nur eine Störerhaftung angebracht werden, weil der Endpunkt keinerlei Kontrolle darüber hat welche Pakete und Files über ihn verschickt werden. Es ist also unmöglich einen Vorsatz nachzuweisen und denjenigen zur Unterlassung zu zwingen, man müsste ihn stattdessen zwingen auf ein P2P System zu verzichten welches er selbst ggf. nur für legale Dinge verwendet.

    Es bleibt aber eben immer das Restrisiko, dass man als Störer haftbar gemacht wird, wie es auch so üblich ist wenn man ein offenes ungeschütztes WLAN betreibt, nichts anderes ist es im prinzip wenn man sich selbst als Proxy Server zur Verfügung stellt.

  7. #7
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    Standard Re: Verschlüseltes P2P: Wozu Routing?! - Frage/Idee

    Viele Leute verstehen scheinbar nicht so richtig die Funktionsweise von RetroShare
    Hier nochmal sehr einfach Erklärt:

    RetroShare ist ein F2F (Freund zu Freund) Netzwerk was Turtle-Rounting benutzt.

    Das heißt, dass man über seine Freunde mit denen man direkt verbunden bist, hoch und Runter landen kann.

    Wenn man z.B. 5 Freunde hat, die RetroShare benutzen, kannst man über deren IP-Adresse auch auf deren ihre Freunde zugreifen und wiederum deren u.s.w.
    Natürlich alles anonym und verschlüsselt.

    Dies bietet zum einen den Vorteil, dass die direkten Freunde nicht wissen was man hoch oder runter lädst, da man auch selber die Dateien an weitere Freunde weiterleiten kann.
    Somit weiß niemand wer der wahre Up. oder Downloader einer Datei ist.

    Auch bietet diese Funktion den Vorteil, dass man somit viel effektiver an eine Menge von Dateien kommt (vorausgesetzt aktive Freunde) und dafür nicht unbedingt viele Freunde benötigt.

    Und was ist wenn man einen Abmahner und Anwalt als Freunde annimmt?
    Für den Abmahner gilt das selbe, er weiß nicht ob man der wahre Down.- oder Uploader ist, weil man die Dateien auch an weitere Freunde zu denen der Abmahner nicht verbunden ist weiterleiten kann. Somit kann der Abmahner oder Anwalt einen nicht anklagen wegen einer Urheberrechtsverletzung sondern nur als Störer.
    Als Störer bezahlt man jedoch bisher nur die Anwaltskosten nicht jedoch die extrem überteuerten Gebühren der zu abmahnenden Datei.

  8.  
     
     

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