Ergebnis 1 bis 13 von 13
  1. #1
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    Exclamation Verschlüseltes P2P: Wozu Routing?! - Frage/Idee

    Warum wird bei Retroshare und Co Routing verwendet statt im Source Code eine geringe Chance einzubauen das random generierte Daten verschickt werden?
    Der ohnehin durch einen asymmetrischen Schlüssel verschlüsselte Datenstrom könnte ja ohnehin nicht zu einer Abmahnung führen . Und falls Die Abmahngesellschaften selbst copyright Sachen uploaden würde, könnte doch vor Gericht nicht ausgeschlossen werden, dass die im Source Code festgeschriebene Wahrscheinlichkeit von 0,001% eingetreten ist und nicht die individuell verschlüsselten copyright Daten sondern eben zufällig generierte Daten übertragen wurden.

    Ich würde mich sehr freuen, Eure Meinung dazu zu hören!

  2. #2
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    Standard Re: Verschlüseltes P2P: Wozu Routing?! - Frage/Idee

    Zitat Zitat von gebasht Beitrag anzeigen
    Und falls Die Abmahngesellschaften selbst copyright Sachen uploaden würde, könnte doch vor Gericht nicht ausgeschlossen werden, dass die im Source Code festgeschriebene Wahrscheinlichkeit von 0,001% eingetreten ist und nicht die individuell verschlüsselten copyright Daten sondern eben zufällig generierte Daten übertragen wurden.

    Ich würde mich sehr freuen, Eure Meinung dazu zu hören!
    Nur das die Wahrscheinlichkeit, dass z.b. beim Anfordern einer 5 Megabyte großen "Lady Gaga" MP3 "rein zufällig" dann auch "Lady Gaga" zurück kommt nicht 0,001 ist, sondern

    0, ... hier bitte 12,6 Millionen Nullen einfügen ... 1

    Und an einen solchen "Zufall" wird kein Gericht der Welt glauben.

  3. #3
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    Standard Re: Verschlüseltes P2P: Wozu Routing?! - Frage/Idee

    ich weiß nicht, wie Du jetzt auf diese Zahl gekommen bist.
    Wäre nett, wenn Du es erklärst.

    Außerdem spricht das ja noch nicht gegen die grundsätzliche Idee. Dann erhöht man eben die Wahrscheinlichkeit und nimmt mehr "Fake Traffic" in Kauf.
    Spätestens wenn mit 1%Wahrscheinlichkeit Fake Traffic statt Copyright Daten übertragen werden, sollte man vor Gericht sicher sein.
    Nachweisen, dass man vom Uploader nicht Fake Traffic sondern copyright Daten bekam sollte ja nicht möglich sein.

    Und wenn mit 1% Wahrscheinlichkeit ich gerade nur nutzlose Bits und Bytes runter- oder hochlade, dürfte das immer noch deutlich besser und schneller sein als den Traffic durch Freunde (relays) zu leiten, die man ja erstmal finden muss bei Retroshare.

    Spricht etwas gegen die Grundidee?

  4. #4
    von Herzen Avatar von nici_
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    Standard Re: Verschlüseltes P2P: Wozu Routing?! - Frage/Idee

    gegen das Prinzip "Fake Traffic" spricht nichts.

    WASTE hat das schon vor Jahren (2003) implementiert bekommen. Selbst als das Internet noch pro Volumen gekostet hatte....

  5. #5
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    Standard Re: Verschlüseltes P2P: Wozu Routing?! - Frage/Idee

    Jetzt wo es erwähnt wurde erinnere ich mich auch wieder an dieses Programm.

    seltsamerweise finde ich nix mehr zum Punkt Fake Traffic in Bezug zu WASTE.
    Stattdessen steht jetzt überall das Programm sei nur für kleine Arbeitsgruppen bis 50 Personen gemacht!

    Haben die entwickler das Programm dermaßen verändert?

  6. #6
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    Standard Re: Verschlüseltes P2P: Wozu Routing?! - Frage/Idee

    Sicher ist Fake Traffic eine Möglichkeit, jedoch sowohl theoretisch als auch praktisch kein ausreichender Schutz vor Abmahnungen.

    Der Abmahner könnte ja sämtliche einegehenden IPs bis auf deine blockieren. Nun bekommt er nur noch Pakete von dir und kann somit auch einen erheblichen Anteil an nicht Fake Paketen klar deiner IP zuordnen. Davon ab müsste man dazu noch nichteinmal die anderen IPs blocken, denn man kann auch so eine Zuordnung vornehmen welches TCP Paket von welcher Quell IP stammt und somit letzten Endes genug Daten sammeln um dir mind. 1 echtes Paket zuzuordnen.

    Der ohnehin durch einen asymmetrischen Schlüssel verschlüsselte Datenstrom könnte ja ohnehin nicht zu einer Abmahnung führen . Und falls Die Abmahngesellschaften selbst copyright Sachen uploaden würde,...
    Bitte? Solange Abmahner aktiv am Geschehen teilnehmen (und genau das tun sie), also ganz klar direkt von dir Daten beziehen schützt dich die Verschlüsselung absolut garnicht. Der Empfänger muss stets in der Lage sein empfangene Daten zu entschlüsseln, andernfalls würde das ganze Share System nicht funktionieren. Verschlüsselung schützt immer nur vor Man-In-The-Middle Angriffen, also zum Beispiel vor schnüffelnden Providern.

    Desweiteren haben die Abmahner stets ausreichende Vollmachten von den jeweiligen Rechteinhabern die es ihnen gestatten an diversen Filesharingsystemen mitzuwirken um eben solche Verstöße aufzudecken.

    Warum wird bei Retroshare und Co Routing verwendet
    Weil es vermeintlich mehr Schutz bietet und eher schwerer abzumahnen ist. Ein Abmahner kann bei solch einem System nicht nachweisen woher die Pakete ursprünglich kommen, also kann er den eigentlichen Seeder nicht abmahnen. Stattdessen könnte höchstens der Endpunkt, also derjednige der direkt an den Abmahner Daten überträgt abgemahnt werden, hier kann aber nur eine Störerhaftung angebracht werden, weil der Endpunkt keinerlei Kontrolle darüber hat welche Pakete und Files über ihn verschickt werden. Es ist also unmöglich einen Vorsatz nachzuweisen und denjenigen zur Unterlassung zu zwingen, man müsste ihn stattdessen zwingen auf ein P2P System zu verzichten welches er selbst ggf. nur für legale Dinge verwendet.

    Es bleibt aber eben immer das Restrisiko, dass man als Störer haftbar gemacht wird, wie es auch so üblich ist wenn man ein offenes ungeschütztes WLAN betreibt, nichts anderes ist es im prinzip wenn man sich selbst als Proxy Server zur Verfügung stellt.

  7. #7
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    Standard Re: Verschlüseltes P2P: Wozu Routing?! - Frage/Idee

    Viele Leute verstehen scheinbar nicht so richtig die Funktionsweise von RetroShare
    Hier nochmal sehr einfach Erklärt:

    RetroShare ist ein F2F (Freund zu Freund) Netzwerk was Turtle-Rounting benutzt.

    Das heißt, dass man über seine Freunde mit denen man direkt verbunden bist, hoch und Runter landen kann.

    Wenn man z.B. 5 Freunde hat, die RetroShare benutzen, kannst man über deren IP-Adresse auch auf deren ihre Freunde zugreifen und wiederum deren u.s.w.
    Natürlich alles anonym und verschlüsselt.

    Dies bietet zum einen den Vorteil, dass die direkten Freunde nicht wissen was man hoch oder runter lädst, da man auch selber die Dateien an weitere Freunde weiterleiten kann.
    Somit weiß niemand wer der wahre Up. oder Downloader einer Datei ist.

    Auch bietet diese Funktion den Vorteil, dass man somit viel effektiver an eine Menge von Dateien kommt (vorausgesetzt aktive Freunde) und dafür nicht unbedingt viele Freunde benötigt.

    Und was ist wenn man einen Abmahner und Anwalt als Freunde annimmt?
    Für den Abmahner gilt das selbe, er weiß nicht ob man der wahre Down.- oder Uploader ist, weil man die Dateien auch an weitere Freunde zu denen der Abmahner nicht verbunden ist weiterleiten kann. Somit kann der Abmahner oder Anwalt einen nicht anklagen wegen einer Urheberrechtsverletzung sondern nur als Störer.
    Als Störer bezahlt man jedoch bisher nur die Anwaltskosten nicht jedoch die extrem überteuerten Gebühren der zu abmahnenden Datei.

  8. #8
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    Standard Re: Verschlüseltes P2P: Wozu Routing?! - Frage/Idee

    Zitat Zitat von sonny85 Beitrag anzeigen
    Sicher ist Fake Traffic eine Möglichkeit, jedoch sowohl theoretisch als auch praktisch kein ausreichender Schutz vor Abmahnungen.

    Der Abmahner könnte ja sämtliche einegehenden IPs bis auf deine blockieren. Nun bekommt er nur noch Pakete von dir und kann somit auch einen erheblichen Anteil an nicht Fake Paketen klar deiner IP zuordnen. Davon ab müsste man dazu noch nichteinmal die anderen IPs blocken, denn man kann auch so eine Zuordnung vornehmen welches TCP Paket von welcher Quell IP stammt und somit letzten Endes genug Daten sammeln um dir mind. 1 echtes Paket zuzuordnen.
    Mir kam meine alte Idee bzw Frage eben erneut und ich möchte meine fiktive P2P Software wie folgt abändern: Nun ist sie so programmiert, dass mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,01 ein Nutzer zum Routing eines Downloads gewählt wird.
    In der Regel würden sich also Seeder und Leecher direkt verbinden und die damit verbundenen Geschwindigkeitsvorteile haben. Man kann als Seeder aber jederzeit behaupten das einen der Zufall des Codes getroffen hat und man nur Traffic des eigentlichen Seeders weitergeleitet hat und man somit wenn nur der Störerhaftung schuldig ist.
    Desweiteren wäre es doch vorteilhaft, wenn das P2P Programm Nutzer mit gutem Upload als Seeder von Dateien nutzen könnte, die der Nutzer selber gar nicht unbedingt selbst laden und haben will. Z.B. Otto stellt mit seinem Upload von 5kb/s movie.mkv bereit, Paul lädt selber gerade nichts runter oder hoch und so beschließt das Programm movie.mkv von Paul zu laden, damit zukünftige Leecher es von Paul mit 5mb/s laden können. Das ist jetzt ne andere Idee zu einem anderem Aspekt als der Schutz vor Abmahnungen und vermutlich wurde er schon umgesetzt, aber ich wollte es mit Euch gerne teilen.

    Zudem frage ich mich: Ist ein 1 Paket einer urheberrechtlich geschützten Datei ausreichend ist um abmahnbar zu sein.

  9. #9
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    Standard Re: Verschlüseltes P2P: Wozu Routing?! - Frage/Idee

    Warum sollte das nicht ausreichend für eine Abmahnung sein? Es muss schließlich nur sichergestellt sein, dass es sich um die uhrgeschütze Datei handelt.

  10. #10
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    Standard Re: Verschlüseltes P2P: Wozu Routing?! - Frage/Idee

    Zitat Zitat von markantelli Beitrag anzeigen
    Warum sollte das nicht ausreichend für eine Abmahnung sein? Es muss schließlich nur sichergestellt sein, dass es sich um die uhrgeschütze Datei handelt.
    Wie ich den Posts zuvor entnommen habe trifft einen für das weiterleiten aber nur eine Störerhaftung, was weniger schlimm ist als wenn man der Seeder ist.

  11. #11
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    Standard Re: Verschlüseltes P2P: Wozu Routing?! - Frage/Idee

    Was aber nichts daran ändert, dass es abmahnfähig ist.
    Ein Abmahner wird eh darauf setzen, dass du (einer) der Seeder bist.

  12. #12
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    Standard Re: Verschlüseltes P2P: Wozu Routing?! - Frage/Idee

    Zitat Zitat von markantelli Beitrag anzeigen
    Was aber nichts daran ändert, dass es abmahnfähig ist.
    Ein Abmahner wird eh darauf setzen, dass du (einer) der Seeder bist.
    Abmahnfähig mit weniger schlimmen möglichen Folgen klingt für mich nach einer Verbesserung. Zumal die Idee ja darin besteht, dass der Abmahner nicht nachweisen kann, dass man ein Seeder ist statt nur jemand, der unwissend Traffic weitergeleitet hat.

  13. #13
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    Standard Re: Verschlüseltes P2P: Wozu Routing?! - Frage/Idee

    Zitat Zitat von gebasht Beitrag anzeigen
    Mir kam meine alte Idee bzw Frage eben erneut und ich möchte meine fiktive P2P Software wie folgt abändern: Nun ist sie so programmiert, dass mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,01 ein Nutzer zum Routing eines Downloads gewählt wird.

    Nun was wird dir ein Richter sagen, wenn "nur" eine 0,01 % Wahrscheinlichkeit besteht, dass du lediglich der unwissende Fluchtfahrer des Bankräubers statt Mitwisser und Täter warst? Vermutlich wird er dich lachend verurteilen. Auch Vaterschaftstests werden vor Gericht anerkannt, obwohl diese nie 100% genau sind.

    Davon ab muss für eine Abmahnung ja noch garkein Beweis erbracht werden der vor Gericht bestehen würde. Das wird höchstens dann interessant wenn man das finanzielle Risiko eines Prozesses tragen möchte. Bei einer Abmahnung von 300-800 € lohnt sich das aber meist nicht und kann böse in die Hose gehn. Alleine dein Anwalt kostet schon das was der Abmahner haben möchte.


    Die Kompetenz in Bezug auf IT ist bei deutschen Gerichten ohnehin eher nicht vorhanden. Ich würde da lieber Lotto spielen, als auf eine 0,01% Wahrscheinlichkeit zu setzen, welche vor Gericht dann zu einer 0,0000000000000000000000000000000000000001% Wahrscheinlichkeit wird. :P

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