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    Standard Unser täglich Nazi... oder wozu braucht man eine NPD?

    Die NPD, eine Partei die zur Hälfte aus VS-Beamten besteht, ist für viele das Synonym für Hitler-Faschismus, Gewalt gegen Migranten, unheilige Nostalgie für die Hitler-Diktatur, das Intolerante, Ewiggestrige, um nicht zu sagen, alles was schlecht und böse ist.

    Warum sie nicht verboten wurde, oder verboten werden kann, ist vielen ein Rätsel.
    Selten auf der Welt wird um eine Partei mit so wenig Einfluss so viel Aufhebens gemacht wie um die NPD.

    So wurde gerade wieder im Rahmen der NSU-Mörder, deren Jahrzehntelang andauerndes und mithilfe der BRD-Behörden bewerkstelligtes Morden nachträglich zum Terrorismus erklärt wurde, die Gefahr "von Rechts" im allgemeinen und der von der NPD im besonderen medial heraufbeschworen, als dass man meinen könnte, dass der Anbruch des Vierten Reichs wegen ein paar gesellschaftlich geächteten Rechtschaoten ohne Geld, Einfluss, Rückhalt und ohne Konzepte unmittelbar bevorstünde, deren militanter Arm, die „freien Kameradschaften“ und die rechten „Autonomen“ von ihren linken Pendants schon rein zahlenmäßig um ein Vielfaches übertroffen werden.

    Doch wie gefährlich die NPD wirklich ist kann man in der letzten Aussage des Spiegels nachlesen. Darin folgt einer seitenlanger Panikmache vor der Partei das folgende ernüchternd-entwarnende Passage über den Zustand der "Volkspartei":

    „Eigentlich schafft sich die NPD gerade mal wieder selbst ab. Vor vier Jahren hatte die Partei noch 7200 Mitglieder, jetzt sind es 5900, aber glaubt man Apfel, dem Chef, dann sind auch noch 200 bis 300 Karteileichen dabei; Volksgenossen, die ihre zwölf Euro Monatsbeitrag für die nationale Sache schuldig geblieben sind. Jeder zehnte Parteigänger ist arbeitslos, das sind mehr als bei jeder anderen Partei. „Ihr Milieu scheint ausgeschöpft“, heißt es in einer neuen Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung. Den harten Kern, die Aktivisten, schätzt auch Apfel auf höchstens 3000 Kameraden, die für die NPD auf die Straße gehen, Wahlkampf machen, sich auf die Listen setzen lassen für Stadträte, Kreistage, Landtage. (…) Eigentlich erscheint die Partei wie ein schlechter Witz, und es würde reichen, wenn man ihn nicht weitererzählen würde.“


    Warum, so muss man sich als fragen, erzählt man diesen Witz, der diese Partei unzweifelhaft darstellt, dann ständig und immer weiter?

    Warum wird der Witz immer dann besonders laut und häufig erzählt, wenn dieser Staat in eine Krise gerät, oder besser gesagt, in einen noch krisenhafteren und miserableren Zustand, der sich von der "normalen" gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen und demographischen katastrophalen Normalzustand abhebt, in dem sich dieser Staat ohnehin immer befindet.


    Cui bono NPD-Phobia?

    Die Wichtigkeit für den etablierten Parteien der BRD wie dem gesamten BRD-Establishment in Medien und Politik hebt auch Martin Lichtmess hervor:
    Daß nicht nur die NPD, sondern der „Nazi“ an sich einen wichtigen, ja konstitutionellen Faktor im psychohygienischen Haushalt der Bundesrepublik stellt, kann man tagtäglich beobachten. Kaum ein Tag vergeht ohne eine Meldung mit „Nazi“-Bezug. Die Frequenz, mit der der „tägliche Nazi“ in den (Schein-)Debatten, den kleinen und großen Skandälchen und der politischen Rhetorik auftaucht, scheint sich umso mehr zu steigern, je geistig hohler, spirituell armseliger, kulturell bankrotter, moralisch abgehalfterter und praktisch ineffizienter sich das bestehende System darstellt. Dabei werden die Rituale, in denen der braune Flaschengeist beschworen wird, in dem Maße gespenstischer, je weiter der Weltkrieg und die Hitlerzeit zurückliegen und je weniger echtes historisches Wissen darüber (und über die deutsche Geschichte überhaupt) besteht.
    http://www.sezession.de/30074/die-me...tml#more-30074
    Auch ich selbst hatte in diesem Forum, bereits Wochen bevor das oben zitierte Essay publiziert wurde, diese für den Organismus der BRD wichtige Funktion der NPD und der "Nazis" umrissen:

    „[W]enn man die letzten Jahrzehnte so eine miserable Politik betrieben hat, und das in so ziemlich allen Bereichen wie die etablierten Parteien, ist es manchmal ganz hilfreich aus einer Mörderbande, deren Opfer, solange man doch die Mafia für die Täter hielt, kein Schwein interessierten, wie auch sonst die Opfer politisch inkorrekter Verbrechen wie Ehrenmord und Migrantengewalt nicht interessieren, eine Terrorbande zu machen, und damit sowie mit einer einflusslosen Kleinstpartei vom eigenen Totalversagen abzulenken.“

    Lichtmeß merkt weiter an:

    Der „Nazi“ ist Speed, Prozac und Opium der altersdementen Bundesrepublik zugleich. Der Deutsche, der ansonsten völlig lethargisch und ratlos bei der „Abschaffung“ seiner eigenen Zukunft zuguckt, wird plötzlich wieder fiebrig und hektisch, wenn er seine Dosis Hitlerin gespritzt bekommt. (…)

    Jeder korrupte und landesverräterische Dreck, jeder Beschiß und Betrug, der quer durch die Parteien emsig betrieben wird, jede Art von Selbsthaß- und Selbstabschaffungsorgie, jede Unwürdigkeit und Peinlichkeit, jedes Ausmaß an sowjetartiger Indoktrinierung und Lüge wird augenblinzelnd und schulterzuckend geduldet, aber „unerträglich“ ist natürlich nur die NPD... http://www.sezession.de/30074/die-me...iegel-1.html/2
    Dass es diese "Abschaffung der Zukunft", die auch eine demographische ist, gibt, ist offensichtlich, ein kleiner Trip durch die Innenstadt einer westdeutschen Großstadt mit offenen Augen oder ein Blick auf die Babygalerie eines städtischen Frauenklinik beweist es. Selbst das BRD-Establishment leugnet dies nicht mehr wirklich, was Islamkonferenzen, diskriminierende Integrationsgesetze, das Gerede von der "multireligiösen" Gesellschaft, von "Partizipation" und Quoten und sonstige diskriminierende Maßnahmen zur Genüge beweisen, sie leugnet nur die negativen Folgen dieses demographischen Verdrängungsprozesses sowie dessen Ungerechtigkeit gegenüber den verdrängten und zunehmend diskriminierten Gruppen, und hetzt gegen alle, die das nicht tun.


    Funktionale Parallelen: Der Jude Goldstein

    Die Funktion und mediale Instrumentalisierung in der BRD dieser dubiosen Partei erinnert stark an die Figur des Juden Goldsteins in George Orwells Totalitarismus Parabel 1984.
    Der Jude Emanuel Goldstein ist die Personifikation des Widerstandes gegen den „Engsoz“, die aus der Linken entstandene totalitäre Ideologie des Systems. Er ist das pure Böse, der Sündenbock und ewige Schuldige im totalitären Staat und der kollektive Hass, der gegen ihn und das was er repräsentiert, eingeübt wird, ist ein massenpsychologisches Mittel zur Kontrolle der Bevölkerung.

    Es wird nicht klar, ob er wirklich existiert, genau sowenig wie bei der NPD klar ist, welche Aussagen von zur Provokation beauftragten VS'lern und welche von "echten" NPDlern, stammen.

    Auch in der Art und Weise, wie dieser Hass "praktiziert" wird, stellen sich Ähnlichkeiten heraus.

    So gibt es in der Welt von 1984 regelmäßige Hasswochen ("Hate weeks"), die dem kollektiven Hass auf politische und militärische Gegner gewidmet ist.
    Wer fühlt sich da nicht sofort an die diversen "Demos gegen Nazis" erinnert, die immer mehr auch zu Demos gegen rechts, also alles politisch inkorrekte, werden und sich nicht nur gegen offen gewaltbefürwortende Hitlerfaschisten und 3-Reich-Verehrer sondern mehr und mehr auch gegen Rechtskonservative, Rechtsliberale, Islamkritiker und -gegner (auch linke Islamkritiker) und Konservative richten.

    Wer diese Massendemonstrationen nicht billigt oder kritisiert, an denen sich regelmäßig gewaltbereite Berufsdemonstranten aus dem linksextremen Lager beteiligen, die nicht minder intolerant, antidemokratisch und gewalttätig sind als die "Nazis", als die sie alle Andersdenkenden diffamieren, riskiert gesellschaftliche Ächtung.

    Die kleine Schwester der Hasswoche in Orwells Welt von 1984 ist der tägliche Zwei-Minuten-Hass, an dem jeder verpflichtet ist teilzunehmen.

    Angesichts der Masse an Berichte der letzten Zeit über die NPD, Rechtsextreme, und den braunen Terror in den etablierten Zeitungen und Rundfunksendern wird deutlich, dass der tägliche Hass, der in der dystopischen BRD über die Teleschirme flimmert, das zwei Minuten-Limit weit übersteigt.

    Conclusio

    Es ist unwahrscheinlich, dass die NPD in naher Zukunft verboten wird, denn so sehr unsere etablierten Volksvertreter und Berufsjournalisten auch versuchen sich durch Hasstiraden und Abscheu-bekunden über die ebenso macht- wie mittellose Kleinpartei zu überbieten, so brauchen sie sie doch, genauso wie sie die anderen echten und vermeintlichen Nazis und die sehr vage-definierte, beliebig erweiterbare Hassgruppe der "Rechten" brauchen: Aus dem gleichen Grund, aus dem jedes autoritäre System seine Sündenböcke und Feindbilder braucht.

  2. #2
    deaktivierter Nutzer
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    Standard Re: Unser täglich Nazi... oder wozu braucht man eine NPD?

    Hast Du Dich hierher verlaufen?
    Dann bist Du nicht am Sticky vorbeigekommen

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