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  1. #1
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    Lightbulb Ein kleines Gedankenkonstrukt zum "Abmahnwahnsinn" und "Urheberrechts-Gebaren"

    Moin,

    angenommen ich hätte ein neuartiges (geheimes, proprietäres) Protokoll zur Verteilung von Informationen, ähnlich dem von Bittorrent und Konsorten, entwickelt sowie ein Programm geschrieben, welches dieses Protokoll verwendet. Ich wäre also nun in der Lage zu entscheiden, wer und zu welchen Bedingungen dieses Programm nutzen darf.
    Nehmen wir weiterhin an ich entschiede mich dazu, den Quellcode nicht zu veröffentlichen und eine Lizenmodell zu verwenden, welches
    a) den privaten Gebrauch ohne weitere Bedingungnen an den Konsumenten erlaubt,
    b) den komerziellen Gebrauch (Firmen, staatliche Behörden, etc.) nur in Verbindung mit dem Erwerb der jeweiligen Anzahl an Einzelplatz-Lizensen erlaubt.
    Dabei stelle der Preis für eine solche Lizens eine exorbitant hohe Summe von sagen wir 101000 [Geld] dar. Rein praktisch ist die komerzielle Anwendung meiner Software somit nicht finanzierbar.
    Nun zum eigentlichen Kern dieser Geschichte. Offiziell zielte die Entwicklung meines Programms natürlich nicht auf private Urheberrechtsverletzungen ab sondern nur auf den legitimen Tausch von beispielsweise privaten Photos.
    Praktisch hingegen stelle dieses neue Netzwerk die "Hölle" eines jeden Content-"Industriellen" dar.
    Nun stellt sich mir die Frage, ob die genannte "Industrie" in diesem hypthetischen Modell eine Möglichkeit der Einmischung und Wertschöpfung in Form von Abmahnungen und Klagen hätte. Da es praktisch keinen Zugang für sie, zwecks IP-Logging oder anderen Untaten, in meinem proprietären Netzwerk gäbe.
    Sollte doch einmal ein legitimer User meines Netzwerkes von diesen Herrschaften angezinkt werden, dann könnte ich als Urheber meiner Software im Gegenzug ähnlich übertriebene Schadensersatzforderungen in obiger Höhe wegen Verletzung meiner Lizensbedingungen geltend machen und mit den Einnahmen mögliche "Abmahn-Opfer" entschädigen oder Lobbyismus betreiben...

    Da ich kein Jurist bin, habe ich keine Ahnung in wie weit dieses hypothetische Modell in Teilen der realen Welt (z.B. in Deutschland) rechtlich realisierbar ist. Ich bitte deshalb um eine gnadenlose Zerlegung meines Gedankenkonstrukts.
    Es wäre cool wenn sich jemand konstruktiv dazu äußern würde.

    Gruß
    schmitzlipp

  2. #2
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    Standard Re: Ein kleines Gedankenkonstrukt zum "Abmahnwahnsinn" und "Urheberrechts-Gebaren"

    Ich verschiebe das mal zur Netzwelt mit der Bitte um richtige Platzierung in diesem Bereich

  3.  
     
     

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