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    Standard Kurzgeschichte - Die Platten der Macht

    Hallo Community,

    vor einiger Zeit habe ich eine Kurzgeschichte für eine Schülerzeitung geschrieben. Trotzdem habe ich eher wenig Kritik erhalten und somit mich überwunden hier diese Geschichte zu veröffentlichen. Somit freue ich mich über jede Kritik von euch und werde mich damit befassen um evtl. diese Geschichte nochmal zu überarbeiten oder bei der nächsten Geschichte anzuwenden. Somit wünsche ich euch auf jeden Fall viel Spaß beim Lesen.

    Die Platten der Macht – Teil Eins
    Eine Fantasy-Kurzgeschichte

    Der zunehmende Halbmond bestrahlte ein kleines Lager am Rande eines Sees. Der Mond hatte schon lange den Zenit erreicht und würde bald untergehen. Dafür sah man weit im Osten schon die Sonne über die Berge scheinen.
    Das Lager am See besaß ein kleines Lagerfeuer… zumindest war es mal eines gewesen. Nur noch rote Glut fraß sich durch das verbrannte Holz. Drum herum lagen drei Gestalten, in dicke Felldecken gehüllt, auf dem Gras der Ebene, die sich vom See bis zu den Bergen erstreckte. Abgesehen noch von drei Beuteln fand man in dem Lager nichts Weiteres vor.
    Nun begann sich eine Gestalt zu regen. Sie wälzte sich hin und her bevor sie die Decke zurückschmiss und aufstand. Die Person entpuppte sich als Mensch von kleiner Statur und vielen Muskeln. Es war unverkennbar ein Werwolf – aber zum Glück in Menschengestalt!
    Der Werwolf sah sich kurz im Lager um und ging dann auf eine der beiden anderen Gestalten zu. Mit der Fußspitze tippte er in dessen Seite. Ein Fuß schnellte aus der Felldecke hervor und traf den Werwolf am Schienbein. Jaulend stolperte dieser einige Schritte nach hinten. Die zweite Person stand mit einer blitzschnellen Bewegung auf und wollte mit einem Kinnhacken den Angriff fortsetzen. Doch sie verschränkte die Arme und setzte ein schelmisches Lächeln auf.
    „Was war denn das?“, schrie der Werwolf die Orkfrau an.
    Die Orkfrau war genauso groß wie der Werwolf, war jedoch nicht so mit Muskelsehnen durchsetzt. Dafür hatte sie dank ihrer Natur mehr kämpferische Fähigkeiten. Orks lebten für den Kampf.
    „Besser Vorsicht als Nachsicht, Carn!“, entgegnete sie immer noch grinsend.
    „Wer soll dich denn hier angreifen? Der Vogel da oben?“ Carn ließ sich auf seine Felle sinken und untersuchte sein Bein.
    Von der lautstarken Auseinandersetzung geweckt, stand die dritte Person auf. Gleichzeitig falteten sich dessen Felle ordentlich in der Luft zusammen. Der menschliche Magier war zwei Köpfe größer als seine beiden anderen Gefährten. Mersadion war von dünnerer Statur und trug dunkelblaue Roben. Er sah die beiden Streithähne an und sagte nur: „ Coilla, Carn! Wir sollten aufbrechen.“
    Der Herbst neigte sich langsam dem Ende zu und schon bald würden die ersten Schneeflocken fallen. Doch die Kälte war nicht ihr einziges Problem: Zwei Armeen, eine aus Menschen und die andere aus Zentauren bestehend, waren ihnen auf den Fersen. Um zu verstehen wieso, blicken wir in die Welt der Legenden.
    Diese besagen, dass vier Einzelteile zusammengefügt, eine große Macht befreien würden. Diese Macht soll die Welt zum Besseren wenden. Viele haben schon versucht die Einzelteile, auch Platten genannt, zu vereinigen… jedoch erfolglos. Doch drei Abtrünnige waren kurz davor es zu schaffen.
    Da war einmal Werwolf Carn, der aus seinem Rudel geworfen worden war. Dann Orkfrau Coilla, die eine Platte aus ihrer Horde gestohlen und damit geflüchtet war. Und der Magier Mersadion, der aus der Magiergilde geflogen war, weil er schwarze Magie praktizierte. Alle drei waren überzeugt die Platten zu vereinigen.
    Sie hatten insgesamt schon drei Platten: Die erste hatte Coilla aus ihrer Orkhorde gestohlen, die zweite hatte die gerade zusammengefundene Gruppe den Zentauren entnommen und die
    dritte Platte wurde in einem religiösen Dorf namens Irand gefunden. Deshalb verfolgten auch zwei Armeen das Trio. Das letzte und vierte Teil vermutete man in den Bergen. Und genau dorthin wollten Carn, Coilla und Mersadion nun.
    Die Feuerstelle war mit Sand verschüttet und die Felle eingepackt worden, als Carn ein Geräusch hörte. „ Habt ihr das auch gehört?“
    Die beiden anderen hielten inne, konnten jedoch nichts hören.
    „ Da ist es wieder. Da schaut!“ Carn zeigte auf eine Stelle im See. Dort begann das Wasser zu blubbern.
    „Weg hier!“, rief Mersadion nur.
    „Wieso? Was ist das?“, fragte Coilla. Doch die Frage beantwortete sich, als eine Wasserfontäne emporschoss und einen großen Kraken ausspuckte. Lange Tentakeln gingen zum Angriff über. Zum Weglaufen war es bereits zu spät!
    Carn zog sein Schwert, Coilla zwei lange Dolche und Mersadion erschuf ein unsichtbares Magieschild. Carn wich einer Tentakel aus und hieb auf sie ein. An Mersadions Schild prallten zwei Tentakeln ab und Coilla rammte ihnen ihre beiden Dolche in die glitschige Haut. Der Krake zog die Tentakeln zurück und mit ihnen die beiden Dolche. Schutzlos versuchte Coilla hinter Mersadions Schild zu gelangen, doch eine Tentakel packte sie und riss sie zu dem Kopf des Kraken. Dieser beäugte sie mit großen Augen und öffnete dann den Mund um sie dort hinein zu stecken. Doch er hielt inne. Carn stand auf dem Kopf des Kraken und hatte sein Schwert in dessen Schädel gestoßen. Nun zog er es wieder heraus und der Krake begann zu taumeln. Mersadion schwebte und sammelte Coilla und Carn ein, bevor sie mit dem Kraken in die Tiefe gezogen worden wären.
    „Schade um die schönen Dolche!“, trauerte Coilla. Doch Mersadion hielt ihr dieselben hin. „Oh… Danke!“

    Am Abend kam die Gruppe am Fuße der Bergkette an. Sie suchten sich einen geeigneten Lagerplatz, weil sie erst am nächsten Tag mit Licht nach der letzten Platte suchen wollten. Sie fanden eine kleine Senke und trockenes Holz. Nach kurzer Zeit schon loderte ein kleines Lagerfeuer. Es begann zu schneien.
    Bevor alle sich schlafen legten, kontrollierte jeder noch, ob seine Platte (jeder besaß eine) noch vorhanden war. Es waren quadratische, graue Platten mit Mustern darauf. Sie wirkten fremdartig und passten nicht in diese Welt. Nachdem alle drei Platten wieder in den Beuteln verstaut worden waren, legten sich alle mit ihren Felldecken um das knisternde Lagerfeuer.

    „Aufwachen! Aufwachen!“ Mersadion rüttelte Coilla wach. Die Sonne ging gerade auf.
    „Was is’?“, fragte Coilla schlaftrunken.
    „ Carn ist weg! Er hat die Platten mitgenommen!“
    „Was?“ Coilla war hellwach und schaute sich im Lager um. Überall waren Spuren im Schnee zu erkennen. Sie gingen von einem Beutel zum anderen und liefen dann in Richtung Berge. „Verräter! Dieses Schwein!“
    Im Eiltempo packten Mersadion und Coilla ihre Sachen zusammen und machten sich an die Verfolgung.

    Fortsetzung folgt…

    Die Platten der Macht – Teil Zwei
    Eine Fantasy-Kurzgeschichte

    Wärme und Feuchtigkeit drangen in Carn's Nase. Es roch nach Erdreich und einem eigenartigen Gestank. Unter sich sah Carn festes Erdreich vorbeifliegen.
    Die Erinnerungen kamen zurück: Im Morgengrauen war er wach geworden und hatte eine kleine Gestalt in Coilla's Beutel rumwühlen gesehen. Gremlin! Er war aufgestanden woraufhin der Gremlin aufsprang und Richtung Berge lief. Carn verfolgte es bis ihn etwas an der Schläfe getroffen hatte und er bewusstlos wurde.
    Jetzt wünschte sich Carn nie aufgewacht zu sein. Als er nämlich den Kopf hob, sah er ein graues, dickes Wesen mit Knüppel und Fackel in der Hand. Troll!
    Dicke Haut, viele Muskeln, die Größe und vor allem ihr Gewicht machten die Höhlenbewohner aus. Auch waren sie nicht immer die Hellsten und die meisten stanken erbärmlich. Manche hielten die Theorie „Wer am meisten stinkt wird König“ für nicht allzu abwegig.
    Aufgrund der luftigen Höhe schlussfolgerte Carn, dass er mit den Füßen an einem Knüppel festgebunden worden war. Ihm taten die Beine schrecklich weh und sein Kopf brummte.
    Als sie um eine Ecke liefen, wurde der Gang viel heller beleuchtet und Carn musste blinzeln. Er wurde durch ein Steintor in eine große Höhle getragen. Und Carn kannte diese Höhle.

    Rückblick
    Unzählige Fackeln an den Wänden erleuchteten den goldenen Thron am Ende der Höhle. Der Trollkönig mit seiner grauen Haut wirkte darauf fehl am Platz. Noch mehr Goldgegenstände und -nuggets waren neben und hinter dem Thron aufgehäuft worden und warfen goldene Streifen auf die Höhlendecke.
    Schon seit einem Jahr arbeitete Carn für die Trolle. Geheim. Trolle und Werwölfe waren nämlich Feinde. Der Trollkönig hatte Carn einmal das Leben verschohnt, als Carn in Gefangenschaft der Trolle gekommen und ihre „Gastfreundschaft“ genießen konnte. Seitdem lieferte er den Trollen Informationen. Wenn dieser Verrat auffliegen würde, wäre Carn raus aus dem Rudel.
    Kurz bevor Carn dem Trollkönig alle Informationen gegeben hatte, kam ein Mensch durch das Steintor gelaufen. Ein muskelbepackter Mensch! Der Anführer von Carn's Rudel. Dahinter versammelten sich weitere Werwölfe in Menschengestalt. Der Trollkönig gröhlte etwas in der Trollsprache und keulenschwingende Trolle in Rüstung kamen von allen Richtungen.
    „Überlasst uns Carn! Er ist ein Verräter und soll seine gerechten Strafe erhalten“, sagte der Anführer der Werwölfe.
    Der Trollkönig verneinte und beide Seiten begannen einen blutigen Kampf. Carn entkam in dem Durcheinander und rannte durch die Tunnel und Gänge bis er nach mehreren Stunden wieder heraus auf eine Lichtung trat. Vor sich sah er die prunkvolle, weiße Stadt Irand.

    Carn erkannte den Trollkönig auf seinem Thron! Dahinter die immer noch große Masse an Gold. Der Trollkönig schien noch fetter geworden zu sein, hatte jedoch einige noch nicht verheilten Narben am Körper.
    Carn wurde auf den Boden geworfen und die Fessel an seinen Füßen abgenommen.
    Der Trollkönig stand auf und maß jetzt gute drei Meter. So stand er vor Carn. „Du hast uns ganz schöne Schwierigkeiten bereitet, Carn!“ Den Namen spuckte der König förmlich aus. „Deine Wuffy-Freunde haben nach ihrer Gefangennahmen geplaudert: Es sei ein Plan von dir gewesen, dich zu verraten um aus meinen Diensten entlassen zu werden!“
    Carn verstand sofort. Dies war eine Lüge gewesen! Sein Rudel musste gewusst haben, dass sie nichts mehr zu verlieren haben. Da nahmen sie Carn einfach mit in den Tod, indem sie ihn beschuldigten. Ein Wiedersehen mit den Trollen würde Carn den Kopf kosten! Carn musste sofort irgendwie hier weg! Er drehte sich um: Im Steintor standen drei Trolle und blockierten dieselbe.
    Einen anderen Ausgang gab es nicht!
    Der Trollkönig bemerkte sein Fluchtverhalten und griff mit seinen großen Pranken nach Carn, hob ihn hoch und drückte langsam zu.

    Die Fußspuren hörten kurz vor einem Höhleneingang auf. Größere nahmen deren Platz ein.
    „Sehen aus wie Trollspuren!“, stellte Coilla fest.
    „In der Tat!“, pflichtete Mersadion ihr bei. „Und sie führen in die Höhle!“
    „Ich hasse Höhlen!“
    „Leben Orks nicht in Höhlen?“
    Coilla ging in die Höhle hinein. „Genau deswegen hasse ich sie!“ Coilla verschwand in der Dunkelheit und Mersadion hörte nur noch: „Hey! Licht bitte!“
    Mersadion erschuf einen Lichtfunken und folgte Coilla in das Trollgemäuer.

    Carn saß in einem hölzernen Käfig, das neben dem großen Haufen Gold aufgebaut worden war. Dicke Baumstümpfe verhinderten den Ausbruch. Fackel warfen etwas Licht durch die Ritzen, ansonsten war es dunkel.
    Carn taten seine Gelenke weh und er fühlte sich wie verformt. Trotzdem stand er auf, als er einige Rufe hörte. Er schaute durch die Ritzen und sah einen Troll schreiend durch die Luft fliegen und gegen das Steintor krachen. Mersadion! Niemand anders konnte so viel Kraft erzeugen um einen Troll in die Luft zu befördern. Selbst ein Troll selber schaffte das nicht, da diese viel zu faul zum Springen waren!
    Kurz darauf bestätigte sich Carn's Vermutung, als Mersadion und Coila durch das Steintor schritten und auf den im Moment schlafenden Trollkönig zugingen. Mit einer knappen Handbewegung von Mersadion fiel einer der Baumstämme langsam um und schlug mit einem dumpfen Ton auf den Steinboden auf, den die Höhle als Echo widerhallen lies. Davon aufgeweckt, schreckte der Trollkönig auf. Er sah auf die beiden Eindringlinge und auf den befreiten Carn hinab und wollte sich auf sie stürzen.
    Mersadion erschuf eine unsichtbare Schnur vor die Füße des Trollkönig und dieser stolperte darüber. Wieder hallte ein dumpfer Ton durch die Höhle. Leicht benommen versuchte der Trollkönig wieder aufzustehen, doch eine unsichtbare Kraft drückte ihn unbarmherzig zu Boden.
    „So!“, begann Mersadion, „nun wollen wir uns mal unterhalten! Und zwar ohne deine Wache!“ Mehrere Troll, angelockt von den dumpfen Tönen, kamen im Steintor schlitternd zum Stehen.
    Coilla legte ihre Dolche an den Hals des Trollkönigs und forderte: „Rufe deine Wache sofort zurück!“
    Der Trollkönig tat nach kurzem Zögern wie geheißen und die Wachen zogen wiederwillig ab. „Was wollt ihr... von mir?“
    Daraufhin fragte Carn: „Wir wollen wissen was mit den Platten geschehen ist! Und was es mit ihnen auf sich hat!“ Eine innere Eingebung sagte ihm, dass der Trollkönig mehr wusste als er zu sein schien.
    „Meine Krone!!!“, sagte der Trollkönig nur. Sie war bei dem Sturz über den Boden gerollt und lag einige Meter entfernt liegen geblieben.
    Carn ging auf sie zu und untersuchte sie. Diamanten waren in das pure Gold eingesetzt und funkelten ihn böse an. Doch Carn hatte nur Augen für die Innenseite der Krone. Dort waren vier graue Platten befestigt. Er nahm sie mit zu den anderen und alle stutzten.
    Coilla fand als erstes ihre Stimme wieder: „Was hat das zu bedeuten?“ Sie sah den Trollkönig fragen an.
    „Wenn ich mich aufrichten dürfte!“ Coilla, Carn und Mersadion nahmen Sicherheitsabstand und der Trollkönig versuchte sich in den Schneidersitz zu setzen. Was mehr oder weniger auch gelang. Dann begann er zu erzählen. „Vor vielen Generation fiel den Trollen diese Platte in die Hände. Und das meine ich wörtlich! Meinem Ururururur... na, ihr wisst schon! Zumindest: Einer meiner Vorfahren fiel eine dieser Platten auf den Kopf. Mehrere Jahrhunderte später wurde gesagt, dass es drei weitere davon geben soll; überall im Land verteilt. Wenn man sie vereint, sollen sie eine große Energiequelle freisetzten. Wir, die Trolle konnten nicht nach den anderen Platten suchen, da wir bei Sonnenlicht zu Stein erstarren!“ Der Trollkönig machte eine Pause um der Feststellung mehr Ausdruck zu verleihen.
    „Gut! Und weiter?“, forderte Mersadion als ihm die Pause zu lange dauerte.
    „Das war’s! Mehr weiß ich auch nicht.“
    „Ok! Dann bin ich dafür die Platten zusammenzusetzen!“, meinte Coilla..
    Carn fing an die Platten ineinander zu fügen – ohne Erfolg!
    „Lass mich!“ Mersadion nahm Carn die Platten ab, legte sie auf den Boden, schloss die Augen und nach wenigen Sekunden begannen die Platten zu schweben. Sie versuchten sich erst langsam zusammen zu setzen, dann wurden die Möglichkeiten schneller ausprobiert. Die Platten wirbelten in der Luft umher bis sie schließlich zusammengesetzt zu Boden fielen. Ein Klappern, dann war es still. Mucksmäuschenstill!
    Nach einiger Zeit meinte Coilla: „Ich sehe nix, und ihr?“
    „Tja, das war’s dann wohl!“, sagte Carn, „Ein Fake!“
    „Ein was???“
    „Eine Verarsche! Ein Trick 17! Da hat sich einer einen schlechten Scherz erlaubt!“ Alle sahen Mersadion an. So ein langer Satz kam von ihm noch nie! Er wollte schon auf die Platten losgehen, als der Trollkönig Einhalt gebot!
    „Nein! Jetzt fällt mir was ein! Unten auf der Ebene gibt es eine Vertiefung die genauso aussieht wie die vier Platten hier.“
    Mersadion hielt in der beschwörenden Bewegung inne. „Worauf warten wir dann noch?“

    Die fast untergegangene Sonne ließ die Grasebene vor den Bergen orange erscheinen. Carn, Coilla und Mersadion hockten hinter einer kleinen Erhöhung und sahen sich das graue Spektakel unter ihnen an.
    Da waren sie! Die beiden Armeen! Zentauren und Menschen gegenüber. Beide hassten sich, wie Trolle und Werwölfe.
    Der Trollkönig konnte aus den Höhlen noch nicht hervorkommen und wartete bis die Sonne ganz untergegangen war. Dann schlich er so leise wie es ihm möglich war zu den anderen, doch trotz aller Bemühung hörten Carn, Coilla und Mersadion ihn schon von Weitem. Sie machten ein „Schhhh!“ und der Trollkönig entschuldigte sich.
    „Was nun?“, fragte Carn. Gleichzeitig schaute er Richtung Mondaufgang... und erstarrte. „Leute! Wann ist der nächste Vollmond?“
    Coilla sah ihn an. „Ich glaube heute Na...!“ Coilla brach ab. Der Mond brachte kurzes Schweigen über die Gruppe. „Egal! Wir rennen, runter setzen die Platten in die Vertiefung und rennen wieder zurück in die Höhle!“
    „Und du meinst, dass schaffen wir?“, warf Carn genervt ein. Noch 5 Minuten bis der Mond vollständig aufgegangen war.
    „Natürlich klappt das!“ Coilla blieb zuversichtlich. „Mersadion soll uns mit einem Schild vor den Pfeilen der Zentauren schützen. Unser Trollkönig soll mit seinem Gebrüll eine leichte Panik unter den Armeen auslösen und Carn und ich versuchen zu der Vertiefung zu gelangen.“
    „Ich mag das Wort ‚Versuchen’ nicht!“ Carn war immer noch misstrauisch.
    „Guter Plan... für ein Ork!“ Mersadion war auf der Seite von Coilla und auch der Trollkönig war einverstanden! Er rannte noch einmal zurück in die Höhlen mit dem Vorhaben noch etwas sehr Wichtiges zu regeln! Derweil suchten die drei Auserwählten nach der Vertiefung und fanden sie genau zwischen den beiden Armeen, die unruhiger geworden waren, aber immer noch in sicherer Entfernung voneinander standen.
    3 Minuten bis Mondaufgang.
    Auf einmal begann die Erde leicht zu beben und Mersadion fand, ihr Aktion nun zu starten. Die anderen beiden stellten keine weiteren Fragen, da ihr magiebegabter Freund oft Vorahnungen hatte. Mersadion erschuf ein großen Schild um Coilla, Carn und sich selber und begann zu laufen. Als die ersten Soldaten und Zentauren die kleine Gruppe sahen, zeigten sie auf sie und machten ihr Bogen bereit. Schon flogen die ersten Pfeile durch die Luft und prallten wie erwartet von der unsichtbaren Wand ab, fielen zu Boden oder gingen in Rauch auf.
    2 Minuten bis Mondaufgang.
    Dann kamen dutzende Trolle hinter den Hügeln hervorgerannt und Schreie wurden laut; die Armeen vor Angst, die Trolle vor Kampfwut. Soldaten rissen sich aus der Masse und flüchteten. Die Pfeile wurden nun Richtung Trolle geschossen, doch die dicke Haut ließ die meisten Pfeile daran abprallen. Viele Trolle rannten einfach in die beiden Armeen hinein und mähten alles weg, was nicht schnell genug entkommen konnte.
    1 Minuten bis Mondaufgang.
    Carn, Coilla und Mersadion liefen Richtung Vertiefung und wichen Soldaten und Zentauren aus, die von den Trollen in die Luft gewirbelt wurden. Dann kamen sie an der Vertiefung an und Carn versuchte sofort die zusammengefügten Platten hinein zu drücken. Doch sie passten nicht! Carn drehte sie um 90° als er auf einmal aufbrüllte.
    30 Sekunden!
    Carn schmiss sich unter Krämpfen auf den Boden und die Platten einige Meter weit weg. Coilla wollte los rennen, doch da kam der Trollkönig aus der Menge, schnappte sich die Platten und schmiss sie zu Coilla.
    15 Sekunden!
    Die wirbelte herum, schmiss sich auf den Boden und versuchte die Platten teils mit Gewalt in die Vertiefung zu drücken.
    6! Carn wuchsen am ganzen Körper Haare und wand sich unter Schmerzen auf dem Boden. 3! Bei Coillas letztem, vierten Versuch schoben sich die Platten vollständig in den Boden.
    2! Nichts passierte!
    1! Gleisendes Licht entsprang den Platten und ergoss sich über die Armeen. Es war alles so hell, dass man die Hände schützend vor die Augen halten musste. Dann war das Licht abrupt weg... und mit ihm drei Armeen aus Trollen, Menschen, und Zentauren, ein Magier, ein Ork und ein Werwolf.
    Wo sind sie hin...?
    Um dies zu verstehen, müssen wir wissen, dass die Platten zusammen einen Teleporter bilden. Alle Rassen in dieser Fantasywelt entstammen ursprünglich von anderen Planeten und wurden von einer fortschrittlichen Rasse dort für ein Experiment zusammengewürfelt.
    Die Zentauren wurden nun automatisch auf einen Zentaurenplaneten teleportiert, die Menschen auf einen Menschenplaneten und die Trolle in ihre Trollwelt. Coilla wurde in eine Orkwelt geschickt und gründete später dort eine Familie. Mersadion kam in eine Welt in der es nur magiebegabte Wesen gibt und findet dort in einem „schwarzen Magierdorf“ sein Zuhause. Carn wurde wie die Menschenarmee in die Welt der Menschen teleportiert. Dabei wurde gleichzeitig der Werwolfvirus aus seinem Körper entfernt und kann nun ein ganz normales Leben führen!
    Nur ich steh hier oben in meinem Raumschiff und darf nun neue Testobjekte finden und die Platten wieder verstecken. Dann natürlich alles genaustens protokolieren und aufzeichnen. Verdammt! Nach 4.836 Jahren macht dieser Job einfach keinen Spaß mehr!!!

    THE END

  2. #2
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    Standard Re: Kurzgeschichte - Die Platten der Macht

    Ich habe es versucht. Ehrlich

    Aber nach einiger Zeit konnte ich die Artenvielfalt und
    die Namen nicht mehr auseinanderhalten.

    Ich habe es zweimal gelesen und weiß immer noch nicht
    wirklich wovon die Geschichte handelt

    Erschwerend fand ich die Tatsache, dass du fast nur in einfachen,
    kurzen Sätzen schreibst. So etwas macht es nicht einfacher zu
    verstehen/zu lesen. Ganz im Gegenteil.

    Die Story ist sicher für Phantasyliebhaber interessant,
    aber erkläre etwas genauer-* wer wer* ist, sonst ist man
    arg verwirrt

    Aber trotzdem noch viel Spaß beim Schreiben. Tolles Hobby

  3. #3
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    Standard Re: Kurzgeschichte - Die Platten der Macht

    Hallo Chegwidden,

    vielen Dank für deine Kritik!

    Zu der komplexen Story: Das war eines der größten Probleme!
    Da die Geschichte für eine Schülerzeitung geschrieben worden ist, sollte sie eigentlich nur 4 Seiten lang werden. Schon da habe ich gemeint, dass würde nicht reichen und somit wurden zwei Teile daraus. Somit sind es nun 6 Word Seiten.
    Ich musste mich leider so kurz wie möglich halten :/

    Zu den "verworrenen" Namen und Personen:
    Finde ich relativ komisch, da es ja nur 3 Personen gibt: Carn (Werwolf), Coila(Orkfrau), Mersadion(Schwarzmagier)
    Daneben halt noch der Trollkönig und Carn's ehemaliges Rudel.
    Vielleicht meinst du, dass die die Namen den Personen schwierig zugeordnet sind. Ja, wo du es sagst sollte ich das nochmal überarbeiten

    Einfache Sätze? Hmm. Manchmal hab ich beim Schreiben das gefühl die Sätze wären zu lange und umständlich um sie gut lesen zu können. Ein, zwei Beispiele wären ganz nett

    Nocheinmal vielen Dank für deine Kritik.

    Freue mich über weitere! UNOBTANIUM

  4.  
     
     

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