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13. 03. 2012, 21:07 #1Redakteur
gulli:Redaktion
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Warnhinweismodell wird wie Geheimsache verhandelt (Kommentar)
Die Umsetzung des geplanten Warnhinweismodells wird nächsten Donnerstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt. Zugelassen zum "Wirtschaftsdialog" des Bundeswirtschaftsministeriums sind lediglich Vertreter der Content-Industrie, Internet-Provider und Politiker. Verbraucherschützer oder Vertreter der Netzgemeinschaft sind dort trotz mehrfacher Anfrage des AK Zensur nicht erwünscht.
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13. 03. 2012, 21:13 #2
Re: Warnhinweismodell wird wie Geheimsache verhandelt (Kommentar)
Das ich nicht lache, wie versucht wird, mit aller kraft die Interessen der Lobbyisten durchzusetzen.
ACTA Demos hin oder her, das Internet wird langsam kastriert.
Mehr kann und will ich dazu auch nicht sagen.
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13. 03. 2012, 22:04 #3
Re: Warnhinweismodell wird wie Geheimsache verhandelt (Kommentar)
Wie ich diese undemokratische Scheiße hasse... Ich würde jeden Politker, der sowas befürwortet, am liebsten persönlich auf die Straße setzen, alle Konten sperren, alle Besitztümer beschlagnahmen und aus dem Land ausweisen.
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13. 03. 2012, 22:11 #4
Re: Warnhinweismodell wird wie Geheimsache verhandelt (Kommentar)
Haha PR Abteilung lässt grüßen.
Ich denke ich bin nicht der einzige, der sich schon aus Prinzip kein Content mehr kauft.
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14. 03. 2012, 00:50 #5
Re: Warnhinweismodell wird wie Geheimsache verhandelt (Kommentar)
Richtige Einstellung. Filme und Musik sind für mich schon lange passé, weil ich keine 10 - 20 Euro für diesen Müll sehe, sondern 1 bis maximal 4 Euro. Arbeit hin oder her - sie steht in keiner Relation zum Nutzen. Mir ist auch absolut scheißegal, ob und weshalb sie jammern - es ist nicht mein Problem und Millionen andere Internetnutzer können genauso nix dafür, wenn der Schrott nicht in Geld verzaubert werden kann. Es ist nunmal Schrott.
Wenn weiterhin schon Dritte Verbraucherrechte wie ihr Eigentum behandeln, hat sicherlich auch kein Urheber was dagegen, wenn man auf seine Rechte scheißt: Das Urheberrecht effizienter brechen, mehr laden, Geld mit mehr Uploads und Werbung verdienen und es in die VPNs, Bandbreite und leistungsstärkere Server investieren - gegebenfalls auch auszahlen, wenn man wie Plattenbosse mit einem Bentley protzen und deren Kriminalität damit zum Ausdruck bringen will.
Apropos Kriminalität: Das parasitäre Geschäftsmodell der Content-Mafia stützt auf Lizenzvergaben an die Öffentlich-Rechtlichen TV-/Radiosender, wo die GEZ mit Zwangsgebühren die Milliarden wieder einspült. Man sollte daher sich nicht wundern, warum es auch wortwörtlich Zwangsabgaben sind und man hier auf Granit stößt, wenn man es abschaffen oder sich dagegen wehren will. Wäre die GEZ nicht da, gäbe es diesen Content-Terrorismus nicht. Da wäre man ja ganz schön naiv, wenn man die Gebühren zahlt, um auch noch nicht die mafiösen Geschäftsbeziehungen zwischen Content-Mafia, GEZ, GEMA und korrupten Staatsorganen zum Wanken zu bringen.Geändert von RightRound (14. 03. 2012 um 01:20 Uhr)
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14. 03. 2012, 02:36 #6Mitglied
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Re: Warnhinweismodell wird wie Geheimsache verhandelt (Kommentar)
Ansonsten sind di aber noch ganz sauber im Kopf oder was? Kann mir auch bald net vorstellen, dass die ISPs da mit machen... Warum auch? Die verscheuchen ihre Kunden, produziern sich selbst damit Arbeit, verursachen Kosten damit und haben auch sonst nichts davon, denn die Conntent-Industrie wird wohl kaum Geld dafür locker machen.Erklärtes Ziel der Veranstaltung ist eine Selbstverpflichtung der Internet-Anbieter, die künftig bei möglichen Urheberrechtsverletzungen ohne gesetzliche Grundlage auf Anfrage der Rechteinhaber Warnhinweise an ihre Kunden verschicken sollen.
Kann mich da dem Kommentar auch nur anschließen... man hat scheinbar nicht begriffen, dass geheime Verhandlungen nicht auf Gegenliebe stoßen. Und das nochnichtmal Gegner dieser Idee zugelassen wurden ist schon ein Armutszeugnis...
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14. 03. 2012, 03:37 #7
Re: Warnhinweismodell wird wie Geheimsache verhandelt (Kommentar)
Ist doch offensichtlich warum: Damit nicht 2 Parteien gegen 1 stimmen, lässt man einfach das Hauptargument, dass die Verbraucher mit Grundrechten liefern, weg. Hat die Content-Mafia es schon etwas leichter ... und muss sich nur noch mit einem Konkurrenten um die Kunden wie im Sandkasten um die Schaufel streiten.
Nachher sollten sie aber nicht jammern, wenn die fehlenden Stimmen wieder in Massen auf den Straßen wiederzufinden sind und die Content'ler dafür verantwortlich gemacht werden.
Hach ... das Spiel gefällt mir.
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14. 03. 2012, 08:18 #8Zyniker, Wachkomatiker
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Re: Warnhinweismodell wird wie Geheimsache verhandelt (Kommentar)
Geheime Verhandlungen haben immer ein Ziel, irgendjemanden zu etwas zu drängen ... ja, zu treiben!
Wie ich das meine?
Nun, alle ISP unterschreiben den Geheimwisch, außer ein paar Alternativen!
Zu wem wird der Raubmordkopierer wechnseln?
... zu den alternativen ISP, die vorgeben nnnnicht zu Protokollieren!
Als recht'schaffender Terrorist, werde ich wohl kaum meine üblichen Gewohnheiten ändern!
... weil, würde ja auffallen und evtl. würde in Folge meine subversive Tarnung auffliegen!
Nööö ... ich lasse alles beim Alten!
Warum?
Nun, müssen die ISP, die den Geheimwisch unterschrieben haben, teure Überwachungstechnik einrichten oder Überwachen?
Nein müssen sie nicht, werden sie auch nicht, da ja die Raubmordkopierer zu den "sicheren" ISP wechseln!
... und was ist für die Abmahner leichter, einen oder zwei definierte Addresräume zu überwachen oder alle in Deutschland verfügbaren?
Geeenau, der IP-Addressbereich des "überwachungsfreien" ISP wird erst recht von der Contentmafia und den Behörden überwacht!
Der ISP braucht nix zu speichern ... das geschieht im Backbone, dort kann man auch hübsch Protokollieren!
Wie an die Klarnamen rankommen?
Haja, da gibbet doch geheimdienstliche Möglichkeiten und die Leaks in die Privatwirtschaft!
... und wird dann festgestellt, das der Raubmordkopierer doch kein Terrorist ist, dann werden die Akten eben der Polizei übergeben ... weil in Deutschland zählen auch "Beifunde"!
Ich mache es mir zu einfach?
Wie man sieht, macht es sich unsere Führungskaste auch ganz einfach!
Sie sperrt einfach die Unliebsamen Parteien (oppositionelle Volksvertreter) von den Verhandlungen aus, damit die Opposition die Rechts'mäßigkeit nicht "torpedieren" kann!
Ich kenne dieses Konstrukt, nannte sich zu DDR-Zeiten Volkskammer!
Frau Merkel hat diese demokratische Form der Staatsführung wieder eingeführt!
... und keiner hat was dagegen, wie es scheint!
Naja, die SPD wird nach der nächsten Wahl ebenfalls Nutznießer dieser demokratischen Regelung sein, evtl. die Grünen auch!
Warum sollten sie diese demokratische Regelungsform angreifen wollen?
Macht doch führungspolitisch keinen Sinn, oder?
Jetzt dürfen wir "Die Linke" erst recht nicht mehr wählen, weil die Unionsparteien + FDP das demokratische Volkskammerprinzip eingeführt haben, nicht auszudenken, würde "Die Linke" jetzt gewählt!
Sie würde sofort aus der EU, NATO und sonstwo aussteigen!
... eine Mauer um Deutschland bauen ... und auf den Einmarsch der Amerikaner hoffen!
Absurd?
Das sagen doch die Unionsparteien immer, wenn das Volk es wagen würde die SED-Nachfolgepartei zu wählen!
Kann es wirklich soviel schlimmer kommen?
Die Wirtschaft?
Klar ziehen alle Konzerne weg, aber der Mittelstand wäre von den Subventionszahlungen für diese entlastet, weil ... sind ja weggezogen, wie Nokia z.B. ...
Können die Konzerne überhaupt auf den Absatzmarkt Deutschland oder die Subventionen, die die Steuerzahler und der Mittelstand aufbringen, überhaupt verzichten?
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14. 03. 2012, 08:32 #9Mitglied
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Re: Warnhinweismodell wird wie Geheimsache verhandelt (Kommentar)
Was soll man dazu noch groß sagen? Ins Kino gehe ich schon lange nicht mehr. Seit ich einmal (nach 8€ für die Karte, 0,80€ ONLINEBUCHUNGSGEBÜHR!!!! und nochmal 6€ für Chips und ne Cola) geschlagene 50 Minuten Werbung im Kinosaal gucken musste. Als ich mich dann beschweren ging wurde mir gesagt, das ist normal. Es war nämlich Winter. Da läuft die Werbung länger, das ist ganz normal. Aha
Inzwischen bin ich ja bereit, Musik die mir gefällt für wenige Cents in iTunes zu kaufen. Denn dort habe ich es schön leicht, es kostet nicht viel und ich will das unterstützen. Aber Filme? Solange das so weitergeht, werde ich dafür keinen müden Cent ausgeben! Außer für die Gebühren für meinen Premium-Account beim Filehoster meines Vertrauens - aber davon werden diese Spackos von der Contentmafia wenig sehen. Sollen sie doch alle pleite gehen (was sowieso nie passieren wird), mir ists egal. Und wenns irgendwann gar keine Möglichkeit mehr gibt, diesen Scheiß kostenlos zu laden, werden sie ja sehen, wie viele ihr Filme noch gucken. Mehr als jetzt werden's wohl kaum.
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14. 03. 2012, 08:54 #10Mitglied
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Re: Warnhinweismodell wird wie Geheimsache verhandelt (Kommentar)
Nope.Ich denke ich bin nicht der einzige, der sich schon aus Prinzip kein Content mehr kauft.
Die Verhandlungen sind ein Witz und zeigt deutlich, welche Feinde das freie Internet hat. Medien in jeglicher Form kaufe ich eigentlich inzwischen garnicht mehr.
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14. 03. 2012, 08:58 #11Gesperrt
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Re: Warnhinweismodell wird wie Geheimsache verhandelt (Kommentar)
Denen geht der Arsch auf Grundeis. Jemand der gemerkt hat, was das für schwerst kriminelle Abzocker sind, konsumiert dessen Produkte nämlich nicht mehr. Da können die Inhalte noch so gut sein. Ich kaufe meinen Kontent direkt beim Urheber wenn möglich, ohne die ganzen Schmarotzer die für gewöhnlich dazwischen sitzen. Das spiegelt sich im übrigen auch in der Qualität wieder. Diese Künster sind weniger einem Verwertungsdruck ausgesetzt.
Geändert von Rsistor (14. 03. 2012 um 09:04 Uhr)
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14. 03. 2012, 09:52 #12Mitglied
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Re: Warnhinweismodell wird wie Geheimsache verhandelt (Kommentar)
@ Ghandy: die vorliegende Form des Abkommens kam nur zu Stande, dadurch dass es im Internet einen Aufschrei gab. Ich rede nicht von dem Aufschrei der letzten paar Monate, sondern über den Aufschrei, den es noch während der Verhandlungen gab (bis +/- Mitte 2010). Des weiteren scheinst du mir einen sehr brisanten Punkt zu verkennen: ja in einigen Ländern (nicht in allen) wird sich die Rechtslage nicht ändern, aber es zwingt uns in eine Situation in der wir nicht in der Lage sein werden, das Urheberrecht zu verbessern (im Sinne der Nutzer).
@ All: habe mir den gesamten Diskurs des EU Parlaments angehört (6Stunden unglaublich), dort wurde auch über so einen Fall berichtet und da kam selbst der Kommissar de Gucht zu dem Schluss, dass nach dem Scarlet Netlog Urteil des Europäischen Gerichtshof, solche "Machenschaften" nicht mit der Menschenrechtscharta der EU zu vereinbaren sind. Also im schlimmsten Fall den Europäischen Gerichtshof "anrufen" um das Ding kippen zu lassen.
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14. 03. 2012, 11:44 #13
Re: Warnhinweismodell wird wie Geheimsache verhandelt (Kommentar)
Es müßte wohl heißen "Der ehemalige SPD-Politiker und ehemalige Pirat Jörg Tauss", da die Piratenpartei kein Interesse an seiner erneuten Mitgliedschaft hatte.
Zitat von NEWS
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14. 03. 2012, 18:01 #14
Re: Warnhinweismodell wird wie Geheimsache verhandelt (Kommentar)
Naja, warum wird da wohl hinter verschlossenen Türen "verhandelt"?
Wie kann es das in einer "Demokratie" geben?
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15. 03. 2012, 08:20 #15Mitglied
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Re: Warnhinweismodell wird wie Geheimsache verhandelt (Kommentar)
Nur, weil sich etwas Demokratie nennt, muss es noch keine sein. Obwohl wir ja noch ganz gut dran sind, kann sich das in Zukunft ganz schnell ändern. Und wir sind auf dem besten Weg dahin.
Wenn die Stasi Schünemann und Kollegen erstmal alle Mails lesen und jeden Forum-Post auf seinen Schreiber zurückführen können...
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15. 03. 2012, 08:29 #16
Re: Warnhinweismodell wird wie Geheimsache verhandelt (Kommentar)
Irgendwie haben Politiker nichts aus ACTA gelernt, denen ist doch scheissegal was das Volk möchte, das geht ins eine Ohr rein und ins andere Ohr wieder raus, hauptsache die Rechteinhaber sitzen alle am Tisch, zum Wohle der deutschen Contentindustrie
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16. 03. 2012, 21:35 #17
Re: Warnhinweismodell wird wie Geheimsache verhandelt (Kommentar)
Ist der Zugang zum Internet nicht inzwischen Bestandteil der international anerkannten Menschenrechte?
Hat das in Deutschland etwa keine Gültigkeit?
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