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  1. #1
    gulli:Redaktion
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    Standard Schultrojaner: Schadensersatzforderungen möglich

    Durch den im Oktober 2011 bekannt gewordenen Einsatz eines Schultrojaners können nun offenbar Schadensersatzforderungen auf die Schulen zu kommen. Dies bestätigte die Bundesregierung in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der SPD. Aufgrund von Kritik der Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) soll der Einsatz der Software "zumindest vorerst" ausgesetzt werden.

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  2. #2
    Gesperrt Avatar von P7BB
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    Standard Re: Schultrojaner: Schadensersatzforderungen möglich

    Wer ist für einen Trojaner, der die dämlichen Hirngespinste unserer Politiker überwacht?

  3. #3
    Mitglied Avatar von titus_shg
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    Standard Re: Schultrojaner: Schadensersatzforderungen möglich

    Aha, es können also Schadensersatzforderungen auf "die Schulen" zukommen. Und wer zahlt das dann? Wahrscheinlich derjenige, der auch die Schulen generell finanziert, nämlich der Steuerzahler, also wir ALLE!

    Was müssen wir bloss für kranke Politiker haben, die solche Verträge mit den Verwerter-Schmarotzern überhaupt unterzeichnen, damit die überall drin rumschnüffeln können, um sich noch mehr zu bereichern?



    Je öfter ich inzwischen was von Urheberrechten und ihrem vermeintlichen "Schutz" höre, desto mehr kommt mir die Galle hoch. Zumal die eigentlich Urheber selber wahrscheinlich auch in diesen Fällen von den Schadensersatzgeldern gar nix sehen, sondern das Verwerterpack sich selbst alles in die Taschen stopft.



    MfG Andy

  4. #4
    Mitglied Avatar von Rob_ert
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    Standard Re: Schultrojaner: Schadensersatzforderungen möglich

    Zitat Zitat von docanonymous Beitrag anzeigen
    Der Einsatz der Software ist allerdings heftig umstritten, erstens, weil es sich bei der Software faktisch um einen Trojaner handelt, und zweitens, da viele Lehrer ihre Privatrechner für die Arbeit benutzen müssen.
    Mir fehlen da irgendwie noch ein paar Zwischengedankenschritte.
    Ok nen Trojaner ist ein Schnüffelwerkzeug, wo der betroffene Benutzer nix davon merkt und es moralisch verwerflich ist. Beim zweiten Teil soll da angedeutet werden, dass der Trojaner auch auf den privaten Rechnern aufgespielt wurde? Also wie schaffen die das? Man darf doch bestimmt auch nicht als Lehrer an das Internet der Schule.
    Oder ist es umstritten, gerade WEIL die Lehrer alle ihren privaten Rechner nehmen und man deswegen eh nicht an die interessanten/pikanten Daten rankommt?

    danke

  5. #5
    Mitglied Avatar von bigtuerke1
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    Standard Re: Schultrojaner: Schadensersatzforderungen möglich

    Wow...ich bin baff o.o

  6. #6
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    Standard Re: Schultrojaner: Schadensersatzforderungen möglich

    @titus_shg ... es geht hier um Bildung, das höchste Gut das wir haben, das sollen sich nicht alle leisten dürfen, außerdem, sollen die Leute, die Bildung verkaufen, auch ordentlich dafür bezahlt werden, auch wenn sie nichts mehr entwickeln, sondern lediglich seit 30 Jahren "Neuauflagen" verticken, für jedes Bundesland einzeln!
    Bildung ist teuer geworden, warum eigentlich?

    Ferner ist Bildung ein Schlüssel, um Kriminalität vorzubeugen, aber das möchte man nicht, da in Zukunft unsere, durch mangelnde Bildung wachsende Kriminalität, privatwirtschaftlich bekämpft wird!
    Genau, titus_shg ... das kostet auch wieder Geld, dem Steuerzahler!

    Wieso wird nicht angefangen zu Sparen? Ein paar Wissenschaftler/Pädagogen, die Lehrbücher verfassen, ein paar Rechtswissenschaftler, die sie Prüfen und bei einem Mittelständischen Betrieb werde diese gedruckt und gebunden!
    ... für alle Bundesländer gemeinsam!
    ... aber dafür werden 300 Leute bei den Verlagen entlassen, nee ... das können wir nicht, lieber zahlen wir für überteuerte Bildungsinhalte, die eh' schon 30 Jahre alt sind!
    ... oder wir investieren ca. 200€/Kinderarbeitsplatz und sparen und das Bedrucken des Papiers ... OS=Linux, es gibt da eine Variante >Link<

    ... aber lieber Milliarden in die Rachen von Leuten schmeißen, die mit den Bildungschancen unserer Kiner "Ein Gutes Geschäft" (es geht nur darum) machen und denen die Kinder egal sind!

  7. #7
    Mitglied Avatar von frifri
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    Standard Re: Schultrojaner: Schadensersatzforderungen möglich

    Interessant wäre ja auch wenn Lehrer ihre verfassten Aufsätze in einem Netzwerk zusammen veröffentlichen. Jeder andere Lehrer könnte darauf zurückgreifen und in seinem Unterricht frei verwenden.
    Das wäre eine Flut von Fachliteratur.

  8. #8
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    Standard Re: Schultrojaner: Schadensersatzforderungen möglich

    Es war doch schon immer so: Das Urheberrecht steht der Wissenschaft im Weg.

  9. #9
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    Standard Re: Schultrojaner: Schadensersatzforderungen möglich

    Total Schizo! Apple-Tablet-Rechner in der Schule einsetzen wollen, aber sich über einen Trojaner aufregen.

  10. #10
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    Standard Re: Schultrojaner: Schadensersatzforderungen möglich

    Zitat Zitat von Sempralon Beitrag anzeigen
    Ferner ist Bildung ein Schlüssel, um Kriminalität vorzubeugen, aber das möchte man nicht, da in Zukunft unsere, durch mangelnde Bildung wachsende Kriminalität, privatwirtschaftlich bekämpft wird!
    Genau, titus_shg ... das kostet auch wieder Geld, dem Steuerzahler!
    Ich habe gestern wiedermal Mirror's Edge durchgezockt, und immer wenn ich daran denke wird mir mehr bewusst dass dieses Spiel möglicherweise eine Prophezeiung ist.

    Privatwirtschaftliche Kriminalitätsbekämpfung ("Pirandello Kruger"), totale Überwachung von Internet und Umgebung, Mordverschwörungen gegen Wahlkandidaten mit Chancen die etwas dagegen unternehmen wollen (Bürgermeisterkandidat Robert Pope),...

  11. #11
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    Standard Re: Schultrojaner: Schadensersatzforderungen möglich

    Wie soll das noch enden die totale überwachung? oder wie?

  12. #12
    Mitglied Avatar von Brand666
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    Thumbs down Re: Schultrojaner: Schadensersatzforderungen möglich

    @Rob_ert:
    Beim zweiten Teil soll da angedeutet werden, dass der Trojaner auch auf den privaten Rechnern aufgespielt wurde?
    Nee nee, das ist hier immerhin nicht gemeint. Ich glaub umstritten ist, dass die Lehrer dadurch gezwungen werden ihre Arbeit auf ihrem Privatrechner zu erledigen, weil die Schulrechner kompromittiert sind.

    Fakt ist, die Grundlagen werden bereits geschaffen. Meine Frau musste an ihrer Schule bereits quasi eine Art Unterlassungserklärung unterschreiben, dass sie keine geschützten Materialien auf dem Schulrechner verwendet.

    Das ganze ist echt ein schlechter Witz...
    1. Sind die Schulrechner echt Obergurken, nen modernen Scanner/Kopierer/Drucker gibts auch nicht. Von daher wäre es noch zu verkraften, sie werden im Falle meiner Frau nämlich eh nicht verwendet
    2. Soll hier ja die Grundlage für digitale Unterrichtsmedien der Schulbuchverlage geschaffen werden, die wiederum dann von den Schulen eingekauft werden. Allein, dass es diese bisher praktisch fast nicht gibt. Die Angebote kann man bisher an einer Hand abzählen und die Kohle die da investitiert werden soll, könnte man sich echt sparen, wozu brauch ich Touchscreens und interaktive Lernsoftware an Schulen, man kann auch mit konventionellen Materialien (Video, Folien, Arbeitsblätter) spannenden und interessanten Unterricht machen.
    3. Ist es Schwachsinn Lehrer auf Einhaltung des Copyright zu trimmen und zu kontrollieren. Eine Abschaffung bzw. Reformierung des Urheberrechtes wäre auch in diesem Fall zwingend notwendig. Würde man nämlich streng alles beachten, gäbs nur 0815-Unterricht aus dem jeweiligen Lehrbuch der Schule. Da können einem die Schüler nur leid tun
    Es gäbe dann nämlich keine bunten Folien mit motivierenden Comic-Figuren, keine gerippten Kurzfilme von Youtube (z.B. zur Ringparabel gibts einige echt nette). Die Materialien werden langweilig und fad. Eine Gesellschaft sollte sich wohl überlegen ob sie nicht etwas von ihren "Rechten" abtritt um den eigenen Nachwuchs zu fördern... (abgesehen davon kauft meine Frau privat eh zu jedem Fach jeder Klasse 2-3 Lehrerbücher etc. selbst, damit man nicht auf das einzige Lehrbuch, dass die Schule anschafft angewiesen ist. Da gibts auch ganzschöne Qualitätsunterschiede.
    Ganz abgesehen von den Druckkosten für schicke Farbfolien etc. die alle in Heimarbeit produziert werden. Die GEW sollte die Lehrer dazu aufrufen nurnoch Dienst nach Vorschrift zu machen, dass wäre dann "So schlagt das Buch auf S. XX auf, lest den Text und löst Aufgabe Y, vielleicht gibts noch nen paar Schwarz-Weiss-Kopien aus nem veralteten anderen Lehrbuch, was in der Schulbibliothek noch rumfährt...)

    Alles in allem Schweinerei

  13. #13
    Mitglied Avatar von Brand666
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    Thumbs down Re: Schultrojaner: Schadensersatzforderungen möglich

    @frifri:
    Interessant wäre ja auch wenn Lehrer ihre verfassten Aufsätze in einem Netzwerk zusammen veröffentlichen. Jeder andere Lehrer könnte darauf zurückgreifen und in seinem Unterricht frei verwenden.
    Das wäre eine Flut von Fachliteratur.
    Seiten mit Materialsammlungen gibt es schon ein paar, z.B. 4teachers.de. Manche Sachen sind dort auch ganz brauchbar, in den Materialien wird man sicher auch den einen oder anderen Copyright Verstoß finden ;-)
    Fachliteratur wird dort allerdings nicht getauscht...
    das läuft dann eher direkt im Kollegium.

    z.B. Sprechen sich 2 Lehrer derselben Klassen ab, wer welche Hörverständniss-CDs von welcher Jahrgangsstufe kauft. Die Schule hat diese ja nicht bzw. zumindest nicht in ausreichender Zahl. Und so ne Audio-Begleit-CD zum Buch kostet dann gern mal 25-35€ pro Buch und pro Klasse. Die kann der Lehrer dann selber berappen bzw. halt drauf verzichten... Fremdsprachunterricht ohne Hörbeispiele ist gaaanz toll.
    Da liegts doch nahe, dass einer die kauft und der andere die, dann wird ausgeliehen oder der Einfachheit halber der Brenner angeschmissen.
    Und das find ich vollkommen legitim, der Verlag verdient Geld, das Schulbudget wird ohnehin geschont (bzw. schont sich) und die Lehrer können vernünftigen Unterricht machen. Allein das die Verlage lieber noch mehr Geld machen würden.
    Deswegen gilt es auch unbedingt alle 2-3 Jahre die Lehrpläne umzuschreiben, die eine oder andere Reform einzuführen oder ähnliches, damit dann fix neue Bücher und Medien herausgegeben werden können und an alle Schulen verkauft werden können. Ist ja quasi der staatliche Dukatenesel, die Bürokraten dort werden schon kaufen, sie haben ja feste Budgets für Schulbücher.

  14. #14
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    Standard Re: Schultrojaner: Schadensersatzforderungen möglich

    Mich würde auch dringend interessieren, wer für die Durchsetzung und Gestaltungen dieser Maßnahme verantwortlich war. Ohne mich aus dem Fenster zu lehnen behaupte ich, dass man da sehr viel Korruption finden wird.

  15. #15
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    Standard Re: Schultrojaner: Schadensersatzforderungen möglich

    Oh! Und wie ist das mit den Universitäten? Wenn da schätzungsweise über 120000 Studenten Urheberrechtsverletzungen begehen, wer kommt dann für den Schaden auf?!

    Eine Belehrung über das Urheberrecht selbst und ALLE mit dem Grundgesetz in Verbindung stehende Rechte und Pflichten MUSS mal in den Schulen, FHs, Unis UND Nachhilfeeinrichtungen gemacht werden, da sehe ich den dringenderen Handlungsbedarf drin!

    Wenn man genügend Aufklärung leistet, dann schafft man das, Leute zum Kauf von DVDs, Kinofilmkarten, Theaterkarten, Opern- und Konzertkarten sowie Musik-CDs und Büchern sowie Zeitungen und Tagespresse zu bewegen. Oder eben den LEGALEN Download im Internet anzustreben. Da ist auch Aufklärung gefragt, die zu häufig weit über das Verständnis von Eltern ODER Schülern hinaus geht - Der Gang zum Anwalt zur Rechtsaufklärung muss zur Pflicht werden - oder man Bücher und Zeitungen über sowas zur Modeerscheinung. Alles möglich.

    MfG Nicky343

  16. #16
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    Standard Re: Schultrojaner: Schadensersatzforderungen möglich

    Geistert dieser dämliche Schultrojaner immer noch herum

    Ich frage mich wirklich, was die entsprechenden Stellen geritten hat, den Verlagen dieses "Recht" einzuräumen!
    Den Verantwortlichen hätte von vornherein klar sein müssen:

    - Die Problematik von privaten Dateien (oder gibt es bereits Software, die automatisiert entscheiden kann, ob die PDF/DOC von einem Schulbuch stammt oder private KLassenlisten etc. umfasst?!)

    - Die Problematik von Backdoors, denn die Daten werden ja online an die Verlage geschickt - gefundenes Fressen für alle Hacker (aber nein, die Software wird 100 % sicher sein, wie immer)

    - Die Problematik des Datenschutzes (denn die Software scannt ja alle Dokumente, die auf einem Medium gespeichert sind)

    Ich fand das schon von Anfang an eine großartige Sache, die mindestens am Sachverstand unserer Kultusminister zweifeln lässt...

  17.  
     
     

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