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04. 04. 2012, 22:16 #1
Spanien: Netzsperren-Anträge für 79 Websites
Vor etwa einem Monat wurde in Spanien das "Sinde"-Gesetz verabschiedet. "Sinde" ist die spanische Version von SOPA, dem vieldiskutierten geplanten Gesetz zur Netz-Zensur. Seit dem inkrafttreten des Sinde-Gesetzes vor einem Monat gingen im spanischen Ministerium für Kultur insgesamt 300 Anfragen ein, welche die Abschaltung von 79 Websites fordern. Die für Copyright-Fragen zuständige Abteilung prüft diese Anträge aktuell, hat jedoch noch keine Seite abgeschaltet.
Wie schon beim SOPA-Gesetz in den USA befürchten Kritiker umfangreiche Netzsperren aus fadenscheinigen Gründen unter dem Deckmantel des Copyrights. Sowohl das spanische Volk als auch viele Politiker waren bis zuletzt gegen das Sinde-Gesetz, konnten sich schlussendlich jedoch nicht durchsetzen.
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04. 04. 2012, 22:40 #2Mitglied
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Re: Spanien: Netzsperren-Anträge für 79 Websites
@HerrMaulwurf
Sowohl das spanische Volk als auch viele Politiker waren bis zuletzt gegen das Sinde-Gesetz, konnten sich schlussendlich jedoch nicht durchsetzen.
wie du treffend feststellst hat die mehrheit entschieden und niemand sonst. weder finstere mächte noch irgendeine mafia. wenn die spanier jetzt am jammern sind was sie sich da eingehandelt haben müssen sie sich selber jeden tag in die fresse hauen.
sie haben genau das bekommen was sie gewählt haben.
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05. 04. 2012, 15:43 #3Mitglied
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Re: Spanien: Netzsperren-Anträge für 79 Websites
Einer kommentierte den Originalartikel so:
Ich habe keine Ahnung von spanischer Politik und habe somit keinen Anhaltspunkt ob die Aussage des Nutzers stimmt. Aber sollte sie Stimmen so gehört dieses Gesetzt zu den zahlreichen Beispiele die den Unterschied zwischen "was ich wähle" und "was ich bekomme" hervorheben.the law was introduced and basically forced through by a politician that is also a member of the entertainment industries. BIG MISTAKE! the US threatened trade sanctions against Spain and inclusion on the 301 list. disgraceful! the people were ignored, as usual. despicable! the new government were against the law until they were elected. less than three months later, i believe, they not only reintroduced the law but passed it as well, ie, deceived the people until they were in power. disgusting!
nothing different to any other country, really!
lg
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05. 04. 2012, 22:56 #4
Re: Spanien: Netzsperren-Anträge für 79 Websites
Dem kann ich leider nicht zustimmen. Man wählt seine Volksvertreter - ob hier oder auch in Spanien - und ist am Ende darauf angewiesen das diese im Sinne des Volkes handeln. Aber wie so oft ist das eben nicht der Fall. Die Politik wird vorwiegend gelenkt durch wirtschaftliche Interessen. Quasi die Hure der Wirtschaft, wie ich immer zu sagen pflege. Um mal auf Deutschland zurück zu kommen, kann ich nur als Beispiel Frau Merkel nennen. Es ist zwar schon eine Weile her, aber es trifft wohl den Nagel auf den Kopf. Vor ihrer Wahl als Bundeskanzlerin hatte sie versprochen die Mehrwertsteuer nicht anzuheben. Aber was tat sie als erstes nach ihren Amtsantritt? Dreimal darfst du raten. Die Mehrwertsteuer auf 19% anzuheben. Und was das Thema Sinde-Gesetz angeht, gibt es einen schönen Spiegel Artikel der deutlich zeigt, wie viel Druck auf die spanische Regierung von Seiten der USA ausgeübt wurde. Der Wille des Volkes wurde dabei wohl eher nicht berücksichtigt.
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...809603,00.html
Wenn du diese Passage richtig verstanden hättest, wärst du wohl von selber drauf gekommen, dass sich das Nichtdurchsetzen auf den Druck der USA bezog. Finstere Mächte oder igrendeine Mafia wurde hier auch mit keinem Wort erwähnt. Mich wundert es fast schon, das du die all zu gerne benutzte Vokabel des Verschwöhrungstheoretikers nicht noch dazu gepackt hast. LOLWie schon beim SOPA-Gesetz in den USA befürchten Kritiker umfangreiche Netzsperren aus fadenscheinigen Gründen unter dem Deckmantel des Copyrights. Sowohl das spanische Volk als auch viele Politiker waren bis zuletzt gegen das Sinde-Gesetz, konnten sich schlussendlich jedoch nicht durchsetzen.
Somit pflichte ich lappenlapper bei mit seiner Aussage:
Zitat von lappenlapper
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06. 04. 2012, 04:58 #5Mitglied
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Re: Spanien: Netzsperren-Anträge für 79 Websites
@EinsteinXXL
man kann den urheberrrechtsvertretern nicht vorwerfen ihr interessen zu vertreten. den wichtigsten hinweis aus dem spiegelartikel hast du leider unter den tisch fallen lassen.
"Dort gibt es keine gesetzlich vorgeschriebene Vorratsdatenspeicherung - auch für die haben die Branchenverbände stets lobbyiert -, keine Sperrgesetze und keine "three strikes"-Regelungen für Tauschbörsennutzer. An der wütenden Reaktion der US-Internetszene auf Sopa und Pipa kann man sehen, warum: Nicht nur die Urheberrechtslobby, auch die Netz-Lobby ist in den USA besonders stark."
Die Bürgerrechtsszene und die Internetszene sind hier einfach garnicht oder provinziell stümperhaft organisiert. statt im vorfeld auf die gesetzgebung einfluss zu nehmen werden die massen immer erst mobilisert wenn die anderen schon fakten geschaffen haben.
die urheberrechtsvertreter sind weder besonders clever noch besonders mächtig.
sorry aber das eigene versagen ist für die Situation vernatwortlich.
Gegen eine breite Bewegung und entsprechenden Druck auf den Eugh kann auch keine Urheberrechtsvertretung was ausrichten. Ein einzelnes Land mit ein paar romatischen wirrköpfen wie in spanien hat da keinen leichten stand.
"....Wenn du diese Passage richtig verstanden hättest"....
heißt richtig verstehen etwas in deinem sinne verstehen ?
Du hasst wohl zulange in das schwarze loch gestarrt ?
solche aussagen treffen eigentlich nur die kettenhunde der urheberseite.
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07. 04. 2012, 17:30 #6
Re: Spanien: Netzsperren-Anträge für 79 Websites
Falsch. Die Union hat damals bereits vor der Wahl gesagt, dass sie die MwSt auf 19% anheben wird, und dieses auch getan. Die SPD, die ich auch gerne als Mehrwertssteuerlügner bezeichne, haben uns vor der Wahl hoch und heilig versprochen, dass unter ihrer Regierung die MwSt. nicht angeboben wird ("Merkelsteuer das wird teuer"). So wie sie dann an der Macht waren, haben sie ihr Versprechen gebrochen und die Anhebung der MwSt mitgemacht. Die SPD - ein Pack von Lügnern in einer so wichtigen Angelegenheit, und somit für mich vollkommen unwählbar.
Versteh mich nicht falsch, ich war von Anfang an gegen die Erhöhung der MwSt und befürworte eine sofortige Abschaffung der MwSt oder zumindest eine Rückkehr zum Niveau von 1964 (also 4%).


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