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04. 05. 2012, 11:56 #1Mitglied
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Virenschutz-Software in jedem Test anders bewertet - ich bin total verunsichert
Seit Jahren benutze ich Norton Internet Security und war bisher immer zufrieden.
Aber im letzten Testbericht der Stiftung Warentest lag Norton nur auf dem 11. Platz und Avira Internet Security 2012 war an 1. Stelle.
Ich hatte früher schon einmal Avira Free und damals haben mich die laufenden Pop-Ups immer sehr gestört.
In jedem Test über Virenschuitzprogramme kommen andere Ergebnisse heraus und ich weiss nicht, was ich jetzt kaufen soll.
Bei Computerzeitzschriften habe ich zuweilen den Verdacht, dass Werbekunden besser bewertet werden in Tests als andere oder schlechtere Ergebnisse schöngeredet werden. In Computerbild ist mir das bei Kaspersky schon massiv aufgefallen, da reichte der Duden nicht aus, um durch Schönrederei ein Testmanko aufzuwerten.
Stiftung Warentest sollte eigentlich neutral sein. Haben die aber auch Ahnung von Softwaretests oder sind das eher die Staubsauger-Spezialisten?
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04. 05. 2012, 12:33 #2
Re: Virenschutz-Software in jedem Test anders bewertet - ich bin total verunsichert
Avira jedenfalls ist in den letzten Jahren enorm besser geworden.
Generell lässt sich natürlich sagen, dass die umsonstene Version ja in irgendeiner Form eingeschränkt sein muss in der Funktionalität.
Normalerweise sollten da natürlich die grundlegenden Funktionen einwandfrei funktionieren. Aber wer kann schon nachvollziehen, ob die auch eingeschränkt worden sind?
Wichtig ist aber nicht nur ein guter Malware-Scanner.
In aller Regel sollten die Windows-Firewall und AVG Anti-Virus oder Avira Anti-Virus jeweils in der Free Edition ausreichen, wenn der Nutzer nicht einfach wild alles anklickt, was blinkt. Updates für Windows und andere Software (Treiber, Browser, im Prinzip alles, das mit dem Netzwerk kommuniziert) sind natürlich Voraussetzung.
Es kommt eben weniger auf den Scanner an, als auf das Sicherheitsverhalten des Nutzers. Du solltest also zuerst mal überlegen, wo du eventuell vorsichtiger sein könntest (wenn das nötig ist).
Dann solltest du eigentlich mit jedem gängigen Programm ausreichend geschützt sein.
Was Tests von Software oder Hardware oder sonstiges angeht ist es natürlich immer sinnvoll verschiedene Tester zu konsultieren.
Jeder Test ist ja immer auch gefärbt von individuellen Vorlieben und Nutzerverhalten etc., auch wenn natürlich versucht wird weitgehend neutral zu sein.
So oder so muss man sich wohl oder übel ausgiebig mit dem Thema beschäftigen
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05. 05. 2012, 12:56 #3
Re: Virenschutz-Software in jedem Test anders bewertet - ich bin total verunsichert
Bis hier sehe ich noch keinen Widerspruch, du erwähnst subjektive Erfahrungen zu zwei Programmen und erwähnst den Test eines dritten.
Sicherlich ergeben sich je nach Testkriterien durchaus auch unterschiedliche Gesamtbewertungen von dem gleichen Produkt. Allerdings kann man sich ja in einem nachvollziehbaren Test gezielt die Ergebnisse bei den persönlich wichtigen Kriterien ansehen. Mich interessiert z. B. die nicht Fähigkeit, ein kompromittiertes System in einem Testszenario bereinigen zu können, denn ich würde es eh neu aufsetzen. Außerdem halte es für gewagt, aus einigen wenigen Bereinigungstests ein allgemein gültiges Fazit zu ziehen. Die Praxiserfahrung zeigt auch, dass hier alle Produkte regelmäßig versagen. Eine sehr gute Erkennung im On-Access-Scan hingegen ist mir sehr wichtig, denn genau die ist für mich relevant, wenn ich ein möglicherweise kompromittiertes System von einem sauberen Bootmedium aus auf Malware untersuchen möchte. False Positives stören mich dann wiederum nicht sonderlich, zumindest sind sie mir um viele Größenordnungen lieber, als dass eine schädliche Datei nicht erkannt wird.In jedem Test über Virenschuitzprogramme kommen andere Ergebnisse heraus und ich weiss nicht, was ich jetzt kaufen soll.
Kaufen musst du einen Malwarescanner nicht einmal, denn es gibt (zumindest für den Privatgebrauch) durchaus brauchbare kostenlose Produkte, die zudem weniger fragwürdige bis unnötige Zusatzfunktionen (HTTP-Scanner, Personal Firewall, Spam- und Werbefilter...) mitbringen, die gerne mal für Probleme sorgen und sicherlich auch nicht dazu beitragen, dass das System weniger belastet wird.
Als allgemeine Entscheidungshilfe haben wir einen Sammelthread eingeführt, der insbesondere ohne klare Vorstellungen zu den Anforderungen an das Produkt genutzt werden sollte: http://board.gulli.com/thread/386787...-aber-welches/
Den Teil mit dem Duden habe ich zwar nicht verstanden, aber selbstverständlich sollte man Tests immer kritisch hinterfragen. Insbesondere natürlich, wenn eine Springer-Publikation offensichtlich einen langjährigen Vertrag mit einem Anbieter hat, der über Werbung allein hinausgeht: http://www.computerbild.de/artikel/c...n-1182859.htmlBei Computerzeitzschriften habe ich zuweilen den Verdacht, dass Werbekunden besser bewertet werden in Tests als andere oder schlechtere Ergebnisse schöngeredet werden. In Computerbild ist mir das bei Kaspersky schon massiv aufgefallen, da reichte der Duden nicht aus, um durch Schönrederei ein Testmanko aufzuwerten.
Der kürzlich erschienene Test der Stiftung Warentest war in der Branche so umstritten, dass mehrere Hersteller gemeinsam(!) einen offenen Brief verfasst haben, siehe auch http://www.heise.de/security/meldung...e-1517074.html. Ich halte den Test zwar wegen der begrenzten Nachvollziehbarkeit (keine konkreten Ergebnisse, nur Einstufung in fünf Kategorien, keine Erklärung zu bemerkenswerten Ergebnissen wie z. B. bei Kaspersky: On-Access sehr gut, On-Demand aber plötzlich schlecht, bei Avira Free Antivirus aber andersherum) und Unvollständigkeit (keine Bewertung von False Positives) nicht gerade für gut, aber die Vorwürfe bezüglich der Testmethoden sind nach meiner Ansicht zumindest zum Teil sehr konstruiert. Sie waren den Anbietern eben vorher bekannt, nun suchen sie aber wohl nach Gründen, um das offenbar unerwartet schlechte Abschneiden begründen zu können. Wegen der großen Reichweite der Testveröffentlichung (nicht nur in Deutschland) und des guten Abschneidens der kostenlosen Produkte versucht man damit wohl vor allem, die Daseinsberechtigung der eigenen kostenpflichtigen Programme zu rechtfertigen. Einige Vorwürfe sind auch ziemlich fragwürdig, denn das meist bessere Abschneiden der On-Access-Scanner deutet darauf hin, dass die Verhaltensanalyse nicht nur am Rand beachtet wurde, sondern ihr Ergebnis signifikant in die Bewertung der On-Access-Scanner eingeflossen ist. Dass eine Offline-Infektion zunächst unkritisch sei, da der Hauptschaden erst bei einer Internetverbindung eintreten würde und der Verbindungsversuch dann erkannt werden würde, ist so pauschal einfach unseriös, denn diese Erkennung ist keineswegs sichergestellt. Überhaupt ist es unseriös, bei bereits aktiver Malware (die möglicherweise ein Rootkit mitbringt) davon auszugehen, dass noch irgendein Sicherheitsmechanismus greifen kann. Insofern finde ich es sogar gut, dass die daher eben auch fragwürdigen Bereinigungsleistungen nicht getestet wurden.Stiftung Warentest sollte eigentlich neutral sein. Haben die aber auch Ahnung von Softwaretests oder sind das eher die Staubsauger-Spezialisten?
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09. 05. 2012, 17:05 #4DantesInferno1deaktiviertes Benutzerkonto
Re: Virenschutz-Software in jedem Test anders bewertet - ich bin total verunsichert
Scheiß was drauf auf die Bewertung und deren Test, jeder wird anders testen und jedes mal kommt etwas anderes dabei heraus.
Computerbild 11/2012 hat eine Vollversion von Kaspersky für 1 Jahr und mit 3 PC Lizenzen. Alles Kostenlos und uneingeschränkt nutzbar. Wieso? Weil große Kunden und Firmen Kaspersky für uns alle mit bezahlen! Avira hat dies begriffen und wird noch im Sommer auf der gleichen Schiene etwas anbieten! Kaufversion, so bescheuert muss man noch sein.-
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09. 05. 2012, 17:52 #5
Re: Virenschutz-Software in jedem Test anders bewertet - ich bin total verunsichert
Dass verschiedene Tests unterschiedliche Aspekte vergleichen (und damit natürlich auch zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen kommen können), ist an sich nicht schlecht. Schliesslich kann als Nutzer so die Tests aussuchen, welche die für die eigenen Bedürfnisse wichtigen Aspekte abdecken; in dieser Hinsicht kann ich mich aNtiCHrist nur anschliessen.
Problematisch ist lediglich, dass sehr viele Tests - insbesondere vermeintlich `vollständige` Real-World-Tests - unter unkontrollierten oder zumindest nicht klar dokumentierten Bedingungen oder mit einer sehr geringen Anzahl an Samples durchgeführt werden. Deshalb sollte man darauf achten, dass die berücksichtigten Tests ausführlich dokumentiert sind und mit einer statistisch aussagekräftigen Sample-Zahl durchgeführt wurden (mir sind teilweise Tests mit weniger als 100 Samples bekannt - daraus allgemein gültige Schlüsse ziehen zu wollen, ist zumindest sehr gewagt). Im positiven Sinne erwähnenswert sind z.B. die Erkennungstests von http://www.av-comparatives.org/.
Von Avira Antivirus existiert bereits seit jeher eine als Privatanwender kostenlos nutzbare Version, Antivirus Free Antivirus (ehemals AntiVir Personal).
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09. 05. 2012, 17:55 #6DantesInferno1deaktiviertes Benutzerkonto
Re: Virenschutz-Software in jedem Test anders bewertet - ich bin total verunsichert
Das ist richtig. Aber im Sommer kommt die jetzt noch kostenpflichtige Security Suite 2012 mit Firewall u.v.m in den "freeware" Bereich! Und ich finde das dies eine ganz prima Angelegenheit ist!
*** Menschen mit wenig finanzieller Möglichkeit sind damit allen anderen gleichgestellt! Schutz, also der Mindeststandart ist damit weit überschritten. Angreifer haben es zumindest erheblich schwerer als auf einen ungeschützten System, dass kommt allen Nutzern im Netz zu gute!Geändert von DantesInferno1 (09. 05. 2012 um 18:32 Uhr) Grund: ***
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09. 05. 2012, 18:41 #7
Re: Virenschutz-Software in jedem Test anders bewertet - ich bin total verunsichert
Durch das blosse Installieren einer obskuren Internet-`Security`-Suite erhält man kaum einen zuverlässigen Schutz. Selbst wenn die Security-Suite nicht kostenpflichtig ist, würde ich den reinen Malwarescanner vorziehen, schliesslich führen insbesondere diejenigen Komponenten von Security-Suites, welche aktiv in den Netzwerkverkehr einzugreifen versuchen, häufig zu unnötigen Problemen, unter Umständen sogar zu zusätzlichen Schwachstellen (wenn z.B. verschlüsselte Verbindungen aufgebrochen oder unterdrückt werden, um die übertragenen Inhalte überwachen zu können).
Sinnvoller ist, sein System soweit möglich abzusichern und bekannt gewordene Schwachstellen zeitnah zu beheben, bzw. das betroffene Softwareprodukt bis zur Behebung der Schwachstelle nicht mehr einzusetzen. Ein On-Access-Malwarescanner kann Teil eines Sicherheitskonzept zur Erkennung bekannter Malware vor ihrer Ausführung sein, ein On-Demand-Scanner lässt sich gut einsetzen, um ein möglicherweise verdächtiges System von einem separaten Bootmedium aus zu untersuchen. Siehe auch http://board.gulli.com/thread/15222...7#post12551307.
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