Ergebnis 1 bis 9 von 9
  1. #1
    Gesperrt Avatar von Ghandy
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    Standard Zoe.Leela: Naiv? Arrogant? Oder doch lieber CC statt GEMA?

    Zoe.Leela ist Sängerin und eine engagierte Kritikerin der GEMA, die sich aus ihrer Position als Kreative heraus in der Urheberrechtsdebatte zu Wort meldet. In ihren "vier Thesen" behandelt sie unter anderem die mangelnde Transparenz, den undemokratischen Aufbau und die ungerechte Verteilung der Einnahmen der GEMA. Künstler, kleine Labels und Käufer seien die Verlierer, kritisiert sie.

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  2. #2
    Mitglied Avatar von StaTiC
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    Standard Re: Zoe.Leela: Naiv? Arrogant? Oder doch lieber CC statt GEMA?

    ist ein kleiner Fehler im letzten Satz vor der ersten Frage "wir haben fragten einmal"

    ansonsten find ich es gut, dass einige sich der diktatur der gema entziehen.

  3. #3
    Mitglied Avatar von AluMiez
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    Standard Re: Zoe.Leela: Naiv? Arrogant? Oder doch lieber CC statt GEMA?

    Sehr schöner Beitrag, interessant aus der Perspektive eines Künstlers zu lesen, danke dafür

  4. #4
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    Standard Re: Zoe.Leela: Naiv? Arrogant? Oder doch lieber CC statt GEMA?

    ich finde den ansatz von der frau gut. tim renner ist auf der gleichen linie. daraus könnte sich ein alternatives verwertungsmodell entwicklen.

  5. #5
    Mitglied Avatar von Theojin
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    Standard Re: Zoe.Leela: Naiv? Arrogant? Oder doch lieber CC statt GEMA?

    Ich hab mir das Interview auch durchgelesen. Anschließen auf Youtube gegangen und 5 Min später das aktuelle Album gekauft und runtergeladen.

    Ich höre zwar meistens ganz andere Musik, habe aber immer Ausreißer in andere musikalische Gefilde. Und Zoe.Leela ist doch weit weg von gängigem 0815 Onehitwonder-Pop.
    Außerdem verdienen Künstler, die bewußt diesen Weg gehen, meine Unterstützung.

    Die GEMA verbaut mit ihrer antiquierten Haltung vielen unbekannteren Künstlern alle Chancen.

    Ich habe vor 2 Jahren in einem Blog, Spreeblick wars glaub ich, mal was über Guitoud ( war unter CC ) gelesen, französischer Dub, absolut nicht meine Richtung, aber klang echt interessant.
    Mittlerweile habe ich 3 Alben, und im Grunde ist das meine Musik, wenn ich abends im Bett noch die eine oder andere Stunde lese.
    Aber auch dort - gelesen, gehört, geladen. Das war ein französisches Netlabel, welches unter CC veröffentlicht, es geht also, wenn man will.

    Aber wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit, um mal wieder diesen ausgelutschten Satz zu bringen.

  6. #6
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    Standard Re: Zoe.Leela: Naiv? Arrogant? Oder doch lieber CC statt GEMA?

    Zitat Zitat von Theojin Beitrag anzeigen
    Aber wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit, um mal wieder diesen ausgelutschten Satz zu bringen.
    Old, but gold.
    Gewisse Sätze können gar nicht oft genug wiederholt werden.

  7. #7
    deaktivierter Nutzer
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    Standard Re: Zoe.Leela: Naiv? Arrogant? Oder doch lieber CC statt GEMA?

    Zitat Zitat von Theojin Beitrag anzeigen
    Ich hab mir das Interview auch durchgelesen. Anschließen auf Youtube gegangen und 5 Min später das aktuelle Album gekauft und runtergeladen.
    ...
    Außerdem verdienen Künstler, die bewußt diesen Weg gehen, meine Unterstützung.
    Ausserdem auf Konzerte gehen und CDs, Platten, Downloadgutscheine, T-Shirts kaufen!

  8. #8
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    Standard Re: Zoe.Leela: Naiv? Arrogant? Oder doch lieber CC statt GEMA?

    Von mir als Tontechniker/Komponist/Musiker mal ein kleiner Exkurs am Rande:

    Bin 1981 Gema-Mitglied geworden - damals für mich ein logischer Schritt, da Veröffenlichungen auf Vinyl anstanden.
    Wir waren mit unserer Band (Verlorene Unschuld - V.U.) damals bei dem kleinen Label Pool untergekommen und hatten jetzt auch nicht die mega Verkäufe.
    Es hat Gema-technisch aber auf der Einnahmeseite über die Jahre für mich immerhin soweit gereicht, dass ich mir über den damaligen Gema Jahresbeitrag von 50.- DM nie Gedanken machen brauchte, sondern mir selbst als klitzekleines Gema-Mitglied immer noch ein klein wenig auf der Plus-Seite übrigblieb.
    In den 90er Jahren (wenn ich mich jetzt nicht irre) hat die Gema ihren Verteilungsschlüssel geändert...ohne ins Detail gehen zu können oder zu wollen, bedeutete das für mich (und wohl die Mehrzahl aller Gema-Mitglieder), dass ab dann meine Gemalizenzeinnahmen extrem gesunken sind und bei mir z.B. den Jahresbeitrag nicht mehr abgedeckt hatten. Ich musste also 'draufzahlen'!
    Wer das Glück hatte, zu diesem Zeitpunkt schon ein erfolgreicher Autor zu sein, der in vielen Länderstationen gespielt wurde und es sich auch leisten konnte in Deutschland rauf und runter zu touren und dadurch auch entsprechend viele Punkte bekam, hatte natürlich keine Einbußen seiner Lizenzeinkünfte zu befürchten.
    Von da an bis zu meinem Ausscheiden aus der Gema, war es dann nicht mehr lange.

    Ich gehe also völlig konform mit dem Standpunkten von Zoe.LeelA.

    Die Gema ist imho ein Selbstbedienungsladen einiger weniger...und die große Masse partizipiert immer weniger an dem System Gema!
    Geändert von bacoo (14. 05. 2012 um 12:35 Uhr)

  9. #9
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    Standard Re: Zoe.Leela: Naiv? Arrogant? Oder doch lieber CC statt GEMA?

    Zitat Zitat von bacoo Beitrag anzeigen
    Von mir als Tontechniker/Komponist/Musiker mal ein kleiner Exkurs am Rande:

    Bin 1981 Gema-Mitglied geworden - damals für mich ein logischer Schritt, da Veröffenlichungen auf Vinyl anstanden.


    Wie alle "Vermittler" sind sie diejenigen, die sich ohne Grenzen sowohl an den Produzenten als auch an den Konsumenten bedienen. Musiker und Personen deinesgleichen, die hinter den Kulissen arbeiten - sie sind besser damit bedient, wenn sie einen eigenen Vermittler haben, statt sich einer "Vermittlungsgesellschaft" anzubiedern. Diese Gesellschaft ist auf die einzelnen Produzenten und Konsumenten nicht angewiesen - und muß nur den Massen auf beiden Seiten vorgaukeln, daß sie deren Rechte "vertritt" (eher: mit Füßen tritt), während sie einen Dxxck auf die einzelnen Konsumenten und Produzenten gibt. Es sieht zunächst immer positive aus, wenn man sich einer großen Gemeinschaft anschliesst - doch je größer diese wird, desto wertloser/austauschbarer werden die Individuen darin. Wie jamendo zeigt, ist es möglich, solchen oktroyistischen Systemen zu entgehen - denn letztendlich ist der Staat dafür verantwortlich, wenn z.B. Musiker Werke erstellen, die nicht zur Betäubung der Massen dienen (wie das z.B. die Heimatfilme während des 2. Weltkrieges taten, um die Bürger ein wenig länger für das System funktionieren zu lassen).

  10.  
     
     

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