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08. 06. 2012, 21:33 #1Chefredakteurin
gulli:Redaktion
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Hash-Algorithmus MD5 zu unsicher für professionelle Nutzung
Poul-Henning Kamp, der Entwickler des populären Hash-Algorithmus MD5, erklärte seine Software am gestrigen Donnerstag offiziell für veraltet. MD5 solle nicht mehr im professionellen Umfeld eingesetzt werden, da sie "nicht mehr als sicher zu betrachten" sei, so Kamp.
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08. 06. 2012, 21:44 #2Coder
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Re: Hash-Algorithmus MD5 zu unsicher für professionelle Nutzung
Nett wäre es gewesen, mal Alternativen zu nennen bzw. vorzustellen, anstatt nur eine entsprechende News rauszuhauen.
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08. 06. 2012, 21:55 #3
Re: Hash-Algorithmus MD5 zu unsicher für professionelle Nutzung
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08. 06. 2012, 22:00 #4
Re: Hash-Algorithmus MD5 zu unsicher für professionelle Nutzung
Die Frage lässt sich allgemein nicht beantworten. Zum kryptografisch sicheren Signieren von Nachrichten könnte etwa die SHA-2-Familie, ein SHA-3-Kandidat, Whirlpool, o.ä. verwendet werden. Zur Ableitung von Schlüsseln aus Passwörtern oder zum Erzeugen von Passwort-Hashes sind übliche Hash-Funktionen wenig geeignet, da sie zu effizient sind und daher auch effiziente Wörterbuch- oder gar Brute-Force-Angriffe erlauben. Hierzu könnte z.B. bcrypt eingesetzt werden. Zum Schutz vor zufälligen Bitfehlern in einer Datei ist keine kryptografische Hash-Funktion nötig, dazu reicht MD5 ebenso wie SHA-1, CRC, o.ä.
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08. 06. 2012, 22:18 #5Coder
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Re: Hash-Algorithmus MD5 zu unsicher für professionelle Nutzung
Also aktuell am Besten SHA-512, bis SHA-3 rauskommt?!
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08. 06. 2012, 22:27 #6
Re: Hash-Algorithmus MD5 zu unsicher für professionelle Nutzung
Wofür? Wie erwähnt lässt sich die Frage allgemein nicht beantworten. Zum Signieren von Nachrichten ist die SHA-2-Familie nach dem aktuellen Stand der Forschung keine schlechte Wahl, zumindest ist kein praktikabler Angriff bekannt.
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08. 06. 2012, 22:29 #7Coder
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Re: Hash-Algorithmus MD5 zu unsicher für professionelle Nutzung
Zum Speichern von Passwörtern in der DB für Zugangsdaten zum Beispiel.
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08. 06. 2012, 22:44 #8
Re: Hash-Algorithmus MD5 zu unsicher für professionelle Nutzung
Dann wäre wie erwähnt z.B. bcrypt oder auch crypt() mit einem sicheren Algorithmus und einer ausreichend hohen Iterationszahl eine gute Option, aus in http://codahale.com/how-to-safely-store-a-password/ beschriebenen Gründen.
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09. 06. 2012, 08:56 #9fights for the Users
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Re: Hash-Algorithmus MD5 zu unsicher für professionelle Nutzung
Wer eine Tastatur mit Morseantenne (1,5m Kabel) oder gleich noch Wireless verwendet, braucht sich nicht wirklich Mühe für solche Details zu geben.
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09. 06. 2012, 09:19 #10
Re: Hash-Algorithmus MD5 zu unsicher für professionelle Nutzung
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09. 06. 2012, 10:15 #11Mitglied
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Re: Hash-Algorithmus MD5 zu unsicher für professionelle Nutzung
Das wurde auch im Artikel erwähnt, nur jetzt hat es auch der Entwickler verkündet.
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09. 06. 2012, 12:36 #12Mitglied
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Re: Hash-Algorithmus MD5 zu unsicher für professionelle Nutzung
Das größte Problem ist meiner Meinung nach nicht die Rechenleistung heutiger Computer.
10 Stellige Passwörter wären wohl lang genug gäbe es da nicht die RainbowTables die wohl für jeden Algorithmus irgendwann den Todesstoß bedeuten. Aber mit salts sollte man auch mit md5 immer noch ganz gut leben können
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09. 06. 2012, 12:58 #13fights for the Users
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10. 06. 2012, 14:34 #14
Re: Hash-Algorithmus MD5 zu unsicher für professionelle Nutzung
Darf ich mal fragen wieso MD5 unsicherer sein soll als andere Einweg-Verschlüsselungen?
Meines Wissens kann man jeden Hash sowieso nur Bruteforcen oder ihn in einer Datenbank nachsehen?
=> Alle Hashes sind gleich unsicher dank Multi-GPU-Bruteforcing?
Oder wie läuft das genau? o.O
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10. 06. 2012, 14:40 #15
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10. 06. 2012, 16:48 #16
Re: Hash-Algorithmus MD5 zu unsicher für professionelle Nutzung
In den meisten Fällen Blödsinn, die Lücken wurden schon vor über 8 Jahren gefunden und in der Zwischenzeit gabs noch kein Praxisbeispiel für eine Nutzung.

Selbst im professionellen Bereich, nenn mir einen Praxisrelevanten Angriff. Aöllos einen der auch tatsächlich irgendwo funktioniert ohne das die Schwachstelle im lausigen Passwort liegt. Die Panikmache ist alt, nur vom öfteren wiederholen ist da nicht mehr dran. Dann machen sich noch ein paar wichtig indem sie von "Privat" und "Bastler" reden, wie immer.
Denn selbst zum Nachrichten signieren reicht es noch wenn auch nur die ungefähre Länge bekannt ist, denn die weicht bei diesen Kollisionsberechnungen mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit ab.Geändert von alter_Bekannter (10. 06. 2012 um 16:53 Uhr)
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10. 06. 2012, 17:01 #17Mitglied
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Re: Hash-Algorithmus MD5 zu unsicher für professionelle Nutzung
Es kommt immer drauf an wozu man was benutzen will. Derartige verallgemeinungen sind bullshit.
Ich empfehle diesen Text dazu:
http://webdevrefinery.com/forums/top...e__hl__hashing
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10. 06. 2012, 17:51 #18
Re: Hash-Algorithmus MD5 zu unsicher für professionelle Nutzung
Ausgehend vom ASCII-Zeichensatz gilt für die Anzahl der Zeichen eines Kennworts, bis auf jeden Fall eine Kollision zuvor per Brute Force gefunden wird:
16^32 = 128^x
Nach x umgestellt:
x = 32 * ln(16) / ln(128)
x ist ungefähr 18,29 und aufgerundet dann 19.
Das heißt, dass es für Kennwörter, die 19 Zeichen oder länger sind, sehr wahrscheinlich Kollisionen gibt, die bereits zuvor auftreten. Somit müssen Rainbow-Tables maximal Kennwörter mit bis zu 19 Zeichen beinhalten, um alle Hashes abzudecken. Okay, das sind immer noch 3,4 * 10^38 verschiedene Variationen (beim gesamten ASCII-Zeichensatz; nicht der Extended-ASCII-Zeichensatz!) und dauert entsprechend schon eine Weile, ist aber dank der aktuellen Rechenleistung und der Verbreitung von Botnets kein ernstzunehmendes Problem.
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10. 06. 2012, 18:08 #19Mitglied
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Re: Hash-Algorithmus MD5 zu unsicher für professionelle Nutzung
Da stehen einige Dinge die sinnvoll sind, aber andere Erklärungen sind unlogisch.
Z.B. dass es für die Sicherheit keine Rolle spielt, welchen Hashing Algorithmus man nimmt und Kollisionen erwünscht sind, Bruteforce so gut wie keinen Erfolg hat, kaskadierte Hashes nicht sicherer sind, dass es keine Attacken gegen md5 gibt, usw.
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10. 06. 2012, 18:25 #20
Re: Hash-Algorithmus MD5 zu unsicher für professionelle Nutzung
Nix für ungut, aber das stimmt alles. Widerleg mal eins davon. Bis du das getan hast bist du nur ein Verschwörungstheoretiker unter Milliarden, ich kann mich nicht um jeden davon jedes mal einzeln kümmern.
@P7BB
Dann erklär doch mal in welchem Praxisbeispiel das ein Sicherheitsproblem ist. Ich sag dir dann warum nicht. Blind selbst erratenes widerlegen bringt keinen von uns beiden weiter.
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