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19. 06. 2012, 11:31 #1Redakteur
gulli:Redaktion
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Megaupload: Wer seine Daten haben will, muss zahlen oder klagen
In einer aktuellen Stellungnahme erklärte die US-Regierung, dass man für forensische Gutachten zahlen, Megaupload oder Carpathia Hosting verklagen müsse, will man seine privaten Daten von den beschlagnahmten Servern zurückerhalten. Die Regierung glaubt, sie sei nicht für die Beschaffung legaler Daten verantwortlich und lehnt die Übernahme der Kosten dementsprechend ab.
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19. 06. 2012, 11:58 #2
Re: Megaupload: Wer seine Daten haben will, muss zahlen oder klagen
Accipe, cape, rape sunt tria verba re publicae...
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19. 06. 2012, 13:07 #3Mitglied
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Re: Megaupload: Wer seine Daten haben will, muss zahlen oder klagen
Na hoffentlich klagt der denen die Scheiße aus dem Leib.
Die drehen sich die Gesetze auch wie es ihnen grad passt oder missachten sie einfach mal völlig, tollen "Rechtsstaat" haben die da.
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19. 06. 2012, 13:26 #4Mitglied
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Re: Megaupload: Wer seine Daten haben will, muss zahlen oder klagen
Das ist leider nicht untypisch für die USA.
Die Rechtstaatlichkeit wird da auch nicht wirklich universell gesehen - für potentielle Terroristen ("Guantanamo"), Regimegegner ("Wikileaks-Blacklists für Inlandsflüge") oder gar politische Gegner im Ausland (illegale Benutzung der Militärbasis auf kubanischem Staatsgebiet, weil man sich auf Verträge mit dem faschistischen Batista-Regime beruft...) gilt die Rechtsstaatlichkeit wohl einfach nicht.
Nun kommt noch der Fall "wenn's für uns zu kompliziert wird" als Ausschlussgrund für Rechtstaatlichkeit hinzu.
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19. 06. 2012, 13:40 #5
Re: Megaupload: Wer seine Daten haben will, muss zahlen oder klagen
Achso, also soll man jetzt Megaupload verklagen? Auf welcher Grundlage? Dass die die Daten nicht während eines Busts verfügbar gemacht haben?

Absolut lächerlich, dieses Land der unbegrenzten Idioten...
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19. 06. 2012, 14:54 #6
Re: Megaupload: Wer seine Daten haben will, muss zahlen oder klagen
rechtstaatlichkeit? hahaha

aber wer will überhaupt seine "daten" zurück? gibt es ernsthaft idioten, die "echte" daten ohne backup (und natürlich unverschlüsselt) auf nen "service" wie megaupload laden? was ist wenn der service pleite geht oder das datacenter abbrennt? selber schuld, kein verständnis..
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19. 06. 2012, 14:59 #7
Re: Megaupload: Wer seine Daten haben will, muss zahlen oder klagen
Diese "Idioten" sind beispielsweise mittelständische Unternehmen, für die es sich besser rentiert, wenn sie ihre Daten einem schnellen Hoster anvertrauen. Um die Verschlüsselung geht es ja primär gar nicht; nur sind diese Daten eben erst einmal nicht mehr verfügbar.
Ein Backup? Sehr gute Idee
Dir ist klar, dass, wenn du die Kapazitäten für ein Backup hast, du auch direkt die Daten selbst bei dir lagern kannst, oder?
Und dass solche Anbieter pleite gehen, passiert in der Regel auch nicht von jetzt auf gleich. Zudem existieren für "Katastrophen" wie einem Brand im Rechenzentrum intern Backups und es gibt ausreichende Sicherheitsmaßnahmen, um einen umfangreichen Datenverlust zu vermeiden.
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19. 06. 2012, 16:12 #8
Re: Megaupload: Wer seine Daten haben will, muss zahlen oder klagen
ja eben, darum selber schuld! würde BMW ihre firmendaten ungebackupt irgendwo auslagern? außerdem glaube ich kaum, dass irgendein "seriöses" unternehmen bei einem primär auf raubmordkopien ausgerichteten crap-anbieter etwas lagert, zumal man one-click-hoster wohl kaum transparent als firmennetzwerk-backup implementieren kann - für sowas mietet man sich z.b. nen server im rechenzentrum und hat lokale backups.. wenn man datensicherheit will, lagert man niemals etwas nur an einem ort..
naja, viel shitstorm um nix..
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19. 06. 2012, 18:08 #9Mitglied
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Re: Megaupload: Wer seine Daten haben will, muss zahlen oder klagen
Jo, ich muss dazu mal was sagen.
1. JEDER hat das Recht, seine Daten zurück zu erlangen. Wer für seinen Zugang nichts bezahlt hat, muss nicht zwingend illegal gehandelt haben. Gleiches gilt für die Leute, die für Premium-Accounts dort ihr Geld gelassen haben. Abos bei Filehostern sind damit nicht automatisch illegal, wie Ghandy bereits am 12.3.2012 schrieb.
2. JEDER hat das Recht einer freien Anbieterwahl. Da sogar einige Cloud-Speicherdienste im Verdacht stehen, Verbindungen dorthin nicht zu verschlüsseln, wählen einige User Filehoster, um dort ihre Daten zu lagern.
3. JEDER hat das Recht, zu entscheiden, unter welche Lizenz er sein Material stellt. Insbesondere OpenSource etc. kann man ja rechtlich gesehen sogar problemlos kostenfrei tauschen - auch auf Filehostern. Oder was meint ihr, wenn den OpenSource-Produzenten der Speicher ausgeht, wo sie dann ihre Daten verbreiten?!
4. JEDEM sollte klar sein, dass er ein RECHT darauf hat, die Daten einzufordern, die über ihn bei einem Dienst gespeichert worden sind. Nach deutschem Recht ist es sogar so, dass man das einmal pro Jahr sogar KOSTENLOS machen darf. Jede andere Klausel ist dann zumindest nach deutschem Recht rechtswidrig bzw. unwirksam, wenn sie dieses Recht nicht mit einbezieht. Bei der SCHUFA bekommt man ja auch einmal pro Jahr kostenlos eine Auskunft.
5. Welcher Uploaddienst hätte euch denn auch bei der kostenfreien Variante solche traumhaften Downloadwerte beim Runterladen von OpenContent geliefert wie Megaupload? Wohl kaum einer. Gerade größere Linuxdistributionen kursieren in größeren Datenpaketen im Netz und P2P ist wegen der Gefahr der fast vollständigen Offenlegung des Inhalts des eigenen Rechners auch nicht jedermanns Sache. Auf Megaupload und Rapidshare wurden übrigens auch (meiner Meinung nach) die meiste OpenSource verteilt, direkt gefolgt von den P2P-Tauschbörsen-Diensten.
6. Ich bin der Überzeugung, dass durchaus das Bestreben existiert, Material frei zugänglich zu machen, wie man an Anonpaste, Pastebin, PasteHTML, Twitter, Youtube, Facebook, Google+ und Co. deutlich sieht. Zensur ist für Anonymous quasi der Hauptgrund für deren Existenz als Kollektiv.
7. Filehoster sind an sich nix Illegales. Eher ist das, was User damit anstellen, mehr oder minder illegal.
MfG Nicky343
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19. 06. 2012, 19:30 #10
Re: Megaupload: Wer seine Daten haben will, muss zahlen oder klagen
ich würde gern wissen wo das steht

es geht nicht einmal darum, ob filehoster grundsätzlich illegal sind (das sind sie natürlich nicht), aber grundsätzlich hast du keine ansprüche auf daten, die du beliebig ins internet rausschickst (außer du hast einen expliziten vertrag, der z.b. ersatz bei verlust abdeckt).. wenn du mir "einfach so" eine datei zur aufbewahrung schickst, bin ich nicht verpflichtet sie dir rauszugeben
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19. 06. 2012, 19:43 #11Mitglied
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Re: Megaupload: Wer seine Daten haben will, muss zahlen oder klagen
Du bist ja auch eine Privatperson und keine Firma mit der ein Vertrag zur Aufbewahrung geschlossen wurde.

Wenn Daten Eigentum sein können, dann ist die US-Regierung zur Herausgabe der beschlagnahmten legalen Daten Dritter verpflichtet, sowie zu deren Informierung über die Beschlagnahmung.
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19. 06. 2012, 19:59 #12
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19. 06. 2012, 20:25 #13
Re: Megaupload: Wer seine Daten haben will, muss zahlen oder klagen
LOL! Darf man dich nach so einer Antwort eigentlich Vollidiot nennen? BMW ein mittelständisches Unternehmen, alles klar!
Klar, weil JEDE Firma, auch Startups, immer genug Kohle haben, um sich einfach mal ein paar Server zu mieten.für sowas mietet man sich z.b. nen server im rechenzentrum und hat lokale backups.. wenn man datensicherheit will, lagert man niemals etwas nur an einem ort..
Als Premium-User? Ich will mich ja nicht aus dem Fenster lehnen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass auch Premium-User bei Megaupload sowas wie Terms & Conditions vor die Nase gesetzt bekommen haben...
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19. 06. 2012, 22:18 #14
Re: Megaupload: Wer seine Daten haben will, muss zahlen oder klagen
gibst du dir eigentlich extra mühe mich misszuverstehen?

egal wie groß oder klein die firma ist - daten von existenzieller bedeutung (ausschließlich) irgendwo ins internet zu schaffen ist aufs gröbste fahrlässig!
in der regel ja.. wenn sie sich eine komplette EDV-ausstattung und einen web-auftritt leisten können, dann sollte es nicht an den serverkosten scheitern - selbst für privatpersonen sind server mit bescheidenen kapazitäten durchaus erschwinglich.. ansonsten empfiehlt es sich für wirklich kleine unternehmen (frisör, bratwurstbude), ihre backups beim chef und/oder mitarbeitern daheim zu lagern...Klar, weil JEDE Firma, auch Startups, immer genug Kohle haben, um sich einfach mal ein paar Server zu mieten.
- dafür sind irgendwelche OCH sicher nicht das richtige.. und wie man mit OCH-downloadlinks eine vernünftige backup-pflege realisieren will, ist mir auch schleierhaft..
ich will mich auch nicht zu weit aus irgendwas rauslehnen, aber ich glaube kaum, dass ein schmieriger "dienst" wie megaupload für die paar-€-accounts absolute datensicherheit und ggf. schadenersatz garantiert, besonders für uploader..Als Premium-User? Ich will mich ja nicht aus dem Fenster lehnen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass auch Premium-User bei Megaupload sowas wie Terms & Conditions vor die Nase gesetzt bekommen haben...
der springende punkt ist: für seriöse/professionelle unternehmens-IT sind OCH nicht mehr als ein schlechter witz - völlig unzureichend und uninteressant.. und wer da sonst nur seine "urlaubsfotos" hochlädt, sollte sich eigentlich im klaren darüber sein, dass sie da nicht "sicherer" sind als z.b. bei facebook..
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