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  1. #1
    gulli:Redaktion
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    Standard Interview mit Christoph Keese über das Leistungsschutzrecht

    "Die Verlage haben auch weiterhin ein Interesse, ein großes Stück von einem möglichst großen Kuchen abzubekommen. Es geht darum, faire Marktbedingungen herzustellen." Das sagt Christoph Keese, Pressesprecher von Axel Springer. Im gulli-Interview erklärt er, warum seiner Meinung nach ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger notwendig ist.

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  2. #2
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    Standard Re: Interview mit Christoph Keese über das Leistungsschutzrecht

    Ich werde Leute wie Keese erst dann ernst nehmen, wenn sie aufhören derart penetrant zu lügen. Ständig wird bzgl. Google darüber gefaselt, es würde Geld mit Google-News verdienen. Es gibt durchaus Werbung bei der Google-Suche. Der "Schaden" hier wird aber nie ins Feld geführt. Bei Google-News gibt es 0 Werbung und 0 Einnahmen für Google. Keese und Co. behaupten aber nicht zuletzt auch gegenüber der Politik, dass Google mit dem Dienst Google-News Werbeeinnahmen in hoher Millionenhöhe erreichen würde.
    Also. Auch hier die Aufforderung: Stellt das richtig. Dann werdet ihr vielleicht Ernst genommen.

    Es bleiben nur Dienste übrig, die beispielsweise ganze Artikel übernehmen (was Google definitiv nicht tut) und die beispielsweise auf dem IPad anbieten ohne auf die Webseite der Verlage zu leiten. Solche Dienste kann man gewiss technisch aussperren, beispielsweise den Server des Aggregators aussperren, gleichzeitig eine Unterlassungsverfügung aussprechen. Man hat immer noch seitens der Verlage ein gewisses Hausrecht auf seinem eigenen Webserver.
    Dass man solche Lösungen nicht im Sinn hat, hat einen einfachen grund: Man will keine sachliche Diskussion um Alternativen, da man einfach nur eine Zwangssteuer erheben will, es geht um nichts anderes.

  3. #3
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    Standard Re: Interview mit Christoph Keese über das Leistungsschutzrecht

    Zitat Zitat von mepeisen Beitrag anzeigen
    Ich werde Leute wie Keese erst dann ernst nehmen, wenn sie aufhören derart penetrant zu lügen.
    Hallo, der Typ kommt von Springer, wie kannst du da was anderes erwarten? Ansonsten kommen halt so halbgare Lichtschalter-Analogien, zu denen trotz wiederholter Nachfrage keine Antwort mehr kommt. Schliesslich war ja die Datenbank voll!

  4. #4
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    Standard Re: Interview mit Christoph Keese über das Leistungsschutzrecht

    Springer kann doch jederzeit die "Plagiatoren" abmahnen und Verträge mit Google oder anderen Aggregatoren aushandeln. Das ist alles mit den gegebenen Gesetzen möglich. Dies tut Springer nicht, weil die Rechtekette bei Verlagen unglaublich kompliziert ist und Unmengen an Kosten auf die Verlage zukommen würden, wenn man jedes Delikt verfolgen würde. Das behauptet jedenfalls Keese.

  5. #5
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    Standard Re: Interview mit Christoph Keese über das Leistungsschutzrecht

    Also statt die bestehende Kette aufzuräumen versuchen die Verlage lieber mal zusätzliche Einnahmequellen zu schaffen? Kann man ja mal versuchen ...

  6. #6
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    Exclamation Re: Interview mit Christoph Keese über das Leistungsschutzrecht

    Wie ich es hasse, wenn Keese sein verbales Geschwulst auspackt, wenn es auf robot.txt zu sprechen kommt. Erst kritisiert er Snippets, dann kritisiert er die "Lichtschalter-Methodik", wenn keine Snippets angezeigt werden – und Verlage nichts verdienen. Sorry, aber diese Witzfigur kann ich wirklich nicht ernst nehmen.

    Für alle, die es noch nicht kennen:

    Sehr gern würden die Verlage auf eine Möglichkeit zurückgreifen, von Suchmaschinen und Aggregatoren nur indexiert und vielleicht mit einer Überschrift zitiert zu werden. Doch genau diese Differenzierungsmöglichkeit bietet Google wie die allermeisten anderen Aggregatoren nicht an. Ganz bewusst unterscheiden sie nicht zwischen dem Recht auf Indexierung und dem Recht der Nutzung von Inhalten. Sie interpretieren die Erlaubnis zum Indexieren als Erlaubnis zum Kopieren.
    Ja, diese Worte stammen von Keese.

    Siehe auch: http://www.stefan-niggemeier.de/blog...schutzrecht-1/

  7. #7
    Mitglied Avatar von Shodan_v2-3
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    Standard Re: Interview mit Christoph Keese über das Leistungsschutzrecht

    Zitat Zitat von Christoph Keese Beitrag anzeigen
    Wir kennen Gesetzesentwurf natürlich noch nicht, in der Diskussion ist aber eine Pflicht zur Verwertungsgesellschaft, das heißt, man macht nur Profit, wenn man einer VG beitritt.
    Abgeordnete Tabea Rößner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
    Geht die Bundesregierung davon aus, dass die Verlage ihre Wahrnehmungsrechte bezüglich des Leistungsschutzrechtes an eine Verwertungsgesellschaft übertragen, oder ist die Einrichtung anderer Institutionen angestrebt, die für die Lizenzierung der Nutzung zuständig sind?
    Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Dr. Max Stadler vom 2. Juli 2012
    Nach dem gegenwärtigen Stand der Überlegungen soll keine Regelung dahingehend getroffen werden, dass das Leistungsschutzrecht nur durch eine Verwertungsgesellschaft geltend gemacht werden kann; es ist also keine Verwertungsgesellschaftspflichtigkeit beabsichtigt. Presseverlegern stünde es damit frei, die Rechtewahrnehmung einer Verwertungsgesellschaft oder einer anderen Institution zu übertragen oder das Leistungsschutzrecht selbst zu lizenzieren und durchzusetzen.
    Quelle: Drucksache 17/10270
    "in der Diskussion" -> "der Verlag wünscht sich"

    Zitat Zitat von Christoph Keese Beitrag anzeigen
    Bitte beachten Sie aber, dass auch im neuen Entwurf Blogger ausgenommen sind, es sind also gar keine Fälle mehr konstruierbar, in denen ein Privatmann betroffen wäre.
    Der neue Entwurf zielt überhaupt nur auf Suchmaschinen und es würde mich doch sehr wundern, wenn das bis zur Abstimmung so bleibt, denn gerade die Verlage wollen ja eigentlich eine Formulierung ala "gewerbliche Zwecke".

    Die Argumentation es ginge um Aggregatoren ist für mich absolut nicht nachvollziehbar: Die Hoffnung von Google Lizenzgebühren für die Findbarkeit des Artikels über Google-News zu bekommen ist absurd und führt hoffentlich dazu, dass die Artikel jener Verlage nicht mehr gelistet werden. Von wem spricht Käse eigentlich, wenn er Aggregatoren, die ganze Artikel kopieren und damit hohe Gewinne einfahren, anführt?

    Ich denke was die Verlage eigentlich wollen ist Artikel ala "laut einem Bericht der Bild [umformulierter Bild-Artikel]" los zu werden. Lieber wäre ihnen, wenn die Konkurrenz [Überschrift, zwei Sätze, Link] anzeigen würde, wie es zB Google-News macht, und so die Leser auf das eigene Portal bringt, statt den Inhalt zu übernehmen.

    Genau das erreicht das Leistungsschutzrecht jedoch nicht.


    PS: Alle reden sie von der Lizensur, statt von der Lizenz

  8. #8
    Mitglied Avatar von MrDraco
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    Standard Re: Interview mit Christoph Keese über das Leistungsschutzrecht

    Man kann für all diese Fragen vernünftige Regelungen finden, wenn das LSR einmal da ist.
    Hauptsache mal ein Gesetz raus gehauen, was dann wirklich raus kommt sehen wir dann ja.

    Ja wie jetzt? Snippets kostenpflichtig oder doch nicht?

  9. #9
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    Standard Re: Interview mit Christoph Keese über das Leistungsschutzrecht

    Hoffentlich machts sich google so einfach wie in Belgien und kickt alle diese Leistungsschutzrechtsforderer aus dem Index... In Belgien kamen diese nach endlicher Zeit angekrochen, doch bitte wieder gelistet zu werden. Schön, dass es hierzulande auf ein Gesetz hinausläuft, es ist dann keine Vereinbarung sondern ein richtiges Gesetz und Änderungen brauchen lange - da können die Verlage dann noch betteln wie sie wollen Hoffe, google ist hierzulande ebenso konsequent und kickt aus dem Index.

  10. #10
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    Standard Re: Interview mit Christoph Keese über das Leistungsschutzrecht

    Was fürn Keese, öhm Käse.

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