Thema: Chemie- oder Medizinstudium
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23. 09. 2012, 19:43 #21
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24. 09. 2012, 12:59 #22
Re: Chemie- oder Medizinstudium
Ich hatte Medizin auch in Betracht gezogen, habe mich schließlich aber für Health Care Management entschieden.
Warum?
Nun ja zum einem empfinde ich Ärzte im Verhältnis als unterbezahlt und überarbeitet. Das ist nichts für mich. Das gebe ich offen zu.
Dazu noch das episch lange Studium mit wirklich viel Inhalt, den man einfach nur auswendig lernen muss. Keinesfall alles, aber doch recht vieles. Das macht mir keinen Spaß, selbst wenn die Thematik an sich interessant sein mag.
Der Arztberuf kann sicherlich teilweise mit das Spannendste sein, was man machen kann, aber am Ende des Tages werden 97% aller Sachen doch bloß Routine sein.
Idealismus ist da einfach fehl am Platz. Man muss das realistisch sehen. "Menschen helfen zu wollen" kann nicht schaden, aber das als alleinige Motivation zu sehen wird nicht reichen sich durch dieses Studium zu quälen und danach unterbezahlt und überarbeitet zu sein.
Auch wenn es, wie hier schon erwähnt, natürlich noch einige andere Arbeitsstellen gibt als Arzt denen man nachgehen kann.
Mit Health Care Management bin ich an sich jetzt zufrieden. Eine interessante Mischung aus Medizin, Pflege, BWL und Technik/Naturwissenschaften.
Und: Exzellente Aussichten am Arbeitsmarkt. Die Leute werden bei uns teilweise instant von der Industrie am Campus angeworben...
Man muss allerdings damit Leben können später im Beruf eventuell der Arsch zu sein, denn wir sind die, die im Gesundheitssystem das Geld im Auge behalten (müssen).
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18. 01. 2013, 23:29 #23
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19. 01. 2013, 02:39 #24
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21. 01. 2013, 01:22 #25
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21. 01. 2013, 20:20 #26
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26. 01. 2013, 11:14 #27Der Rebell.
Moderator
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Re: Chemie- oder Medizinstudium
Wieso stattest du der Uni Erlangen nicht einfach mal einen Besuch ab, suchst dort die Studienberatung auf und besuchst in Absprache mit den Dozenten ein paar Vorlesungen?
Wir können dir hier nicht sagen was du studieren sollst/kannst, das kannst du nur selbst. Wirf ne Münze, du wirst dir im Moment bevor das Ergebnis feststeht eine Seite wünschen, das ist mit hoher Wahrscheinlichkeit deine Wahl.
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21. 02. 2013, 16:02 #28Mitglied
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24. 02. 2013, 23:50 #29
Re: Chemie- oder Medizinstudium
ach, und wieso?

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, was daran falsch sein soll, wenn ich behaupte, dass der menschliche Körper Dehydratation ausgesetzt sein kann, aber bitte belehre mich.
Edit:
Du meinst http://de.wikipedia.org/wiki/Dehydratisierung_(Chemie)
Ich meine http://de.wikipedia.org/wiki/Dehydratation_(Medizin)
Nächstes mal bitte informieren bevor du große Sprüche klopfst und andere diffamierst.Geändert von bordercollie (25. 02. 2013 um 00:04 Uhr)
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25. 02. 2013, 10:20 #30
Re: Chemie- oder Medizinstudium
Stimmt so nicht ganz.
Ich habe 1 Semester MedTec in BaWü studiert und der angestrebte Abschluss war der Bachelor of Science.
In Bremerhaven ist es dasselbe. Wie es sich in anderen Bundesländern verhält weiß ich allerdings nicht.
Ist aber ein knallharter, verdammt trockener Studiengang. Es wird schon im ersten Semester ordentlich ausgesiebt und man muss sich schon auch mal auf seinen Arsch hocken.
Wenn man aber nicht stinkfaul ist und das Gehalt danach im Auge hat, kann man da gut durch kommen
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25. 02. 2013, 14:01 #31Mitglied
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Re: Chemie- oder Medizinstudium
Ich kann auch noch aus der Richtung Medizin ertwas dazu sagen.
Wie die anderen schon meinten muss man nicht Mutter Theresa werden wollen um Medizin zu studieren, Menschen helfen zu wollen schadet natürlich auch nicht (und ist bei den meisten meiner Mitstudenten mit einer der Beweggründe). Viel wichtiger ist nach meiner Meinung aber einfach das Interesse an dem Fach. Es ist ein langes Studium (obwohl Chemie mit Promotion so weit ich weiß sogar länger dauert) und da sollte man sich entweder für den Beruf des Arztes oder das Wissen begeistern können. Wie auch schon vorher bemerkt muss man viel (nicht alles) auswendig lernen, aber da findet man erschreckend schnell rein. Wie stressig das Studium ist kann man teilweise selbst steuern (wer das Semester über nichts tut hat halt am Ende Stress
). Meist hat man aber relativ viel Anwesenheitspflicht (das ist aber sehr abhängig von der Uni).
Was mich etwas gestört hat, ist dass die grundlegenden Naturwissenschaften (zumindest hier in München) etwas kurz kommen. Chemie werden wirklich nur die
Grundlagen vermittelt, Biologie sogar noch weniger, Physik wird etwas ernster genommen und Biochemie ist dann doch sehr ausführlich. Aus Regensburg habe ich aber gehört, dass dort Chemie sehr wichtig ist. Auch da kommt es dann wohl auf die Uni an.
Zum Thema unterbezahlt: Je nach Tarif steigen Assistenzärzte mit 40.000 bis 45.000 Euro brutto ein, zusätzlich dazu noch eventuelle Zuschläge für Bereitschaftsdienste, Notarztfahrten etc. Das ist nicht das höchste Einstiegsgehalt für Akademiker, aber doch ganz ordentlich. Dafür arbeitet man natürlich sehr viel und das Studium dauert. Und die Jobchancen sind mehr als gut und werden in den nächsten Jahren noch besser werden, da das Durschnittsalter unter den derit arbeitenden Medizinern erschreckend hoch ist.
Man kann natürlich auch nicht als Arzt arbeiten. Sowohl Pharma-Unternehmen als auch Unternehmensberatungen beschäftigen zum Beispiel oft Mediziner (dann ist man zwar approbierter Mediziner, aber als Arzt würde ich mich dann nicht bezeichnen, da das, finde ich, ein Berufsbild ist
).
Im Ausland arbeiten ist natürlich auch möglich. Viele deutsche Mediziner gehen in die Schweiz oder in die nordischen Länder. Auch USA ist möglich, dort muss jedoch wie schon gesagt die USMLE ablegen und danach auch noch einen Papierkrieg führen. Und während des Studiums ist es sehr einfach Praktika (von denen man einige hat) im Ausland zu absolvieren.
Im Endeffekt würde ich dir einfach raten, das zu studieren, das dich am meisten begeistert. Ich bin jetzt nach 7 Semstern sehr zufrieden (es hat auch Vorteile lange zu studieren
) und würde es auch nochmal machen. Und das sagen auch die meisten Ärzte (egal ob in der Klinik oder niedergelassen), auch wenn sie oft und gerne über die Arbeitsbedingungen/Politik/Gesundheitsystem/Bezahlung meckern.
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