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  1. #1
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    Standard Mustervertrag für Belehrung der Kinder über Internetnutzung

    Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs sind Eltern ihren Kindern gegenüber aufklärungspflichtig, was die Nutzung von Tauschbörsen im Internet betrifft. Rechtsanwalt Christian Solmecke hat nun einen Vertrag zum kostenlosen Download ins Internet gestellt, der als Muster für eine derartige Belehrung dienen kann. Seine Unterzeichnung entbindet Eltern von der Haftbarkeit für ihre Kinder im Internet.

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  2. #2
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    Standard Re: Mustervertrag für Belehrung der Kinder über Internetnutzung

    Finde es immer wieder fragwürdig wenn "Tauschbörsen" pauschal illegal erklärt werden.

    Die sind nicht illegal.


    Ansonsten finde ich es einfach fragwürdig das man seinen eigenen Kindern einen "Vertrag" vorlegt das man sie belehrt hat.

    Das klingt einfach falsch und suspekt.

  3. #3
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    Standard Re: Mustervertrag für Belehrung der Kinder über Internetnutzung

    Zitat Zitat von joanZ Beitrag anzeigen
    Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs sind Eltern ihren Kindern gegenüber aufklärungspflichtig, was die Nutzung von Tauschbörsen im Internet betrifft. Rechtsanwalt Christian Solmecke hat nun einen Vertrag zum kostenlosen Download ins Internet gestellt, der als Muster für eine derartige Belehrung dienen kann. Seine Unterzeichnung entbindet Eltern von der Haftbarkeit für ihre Kinder im Internet.

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    Kinder und Eltern müssen jetzt also einen Vertrag schließen. Die nächste Steigerungsform ist dann der notariell beglaubigte Vertrag, oder wie? Schöne neue Welt.

  4. #4
    Mitglied Avatar von baduplink
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    Standard Re: Mustervertrag für Belehrung der Kinder über Internetnutzung

    an lächerlichkeit eigentlich kaum zu überbieten was sich da mal wieder ausgedacht wurde. ich dachte immer kinder sind NICHT geschäftsfähig? so wurde es mir in der bwl stunde jedenfalls beigebracht? wie können sie dann einen rechtsverbindlichen vertrag unterzeichnen? hab ich da irgendwas nicht mitbekommen?!

    am besten verlangen wir demnächst dann auch das der auto oder am besten noch der waffenhersteller dafür einen extra vertrag macht das man mit seinem auto oder seiner pistole ja einen unfall bauen oder jemanden umbringen kann?! tut er das nicht werden eben diese die strafe bekommen is doch richtig oder? schliesslich geht das bei den tauschbörsen ja auch

    also leute wenn ihr demnächst ein auto kauft fragt nach ob der verkäufer auch dafür sorge trägt wenn du einen unfall baust und verlangt einen schriftlichen vertrag fals nicht. man wird euch lauthals auslachen und rauswerfen.

  5. #5
    Mitglied Avatar von gerechtigkeit0
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    Standard Re: Mustervertrag für Belehrung der Kinder über Internetnutzung

    Die Idee an sich ist ja ganz gut [Kinder über das Internet aufklären], aber man sollte die einzelnen Punkte noch mal überarbeiten.

    Wie schon festgestellt wurde, werden Tauschbörsen hier grundsätzlich als illegale Tools definiert, die nur dafür da sind, urheberrechtlich geschützte Daten zu verbreiten.
    Des weiteren gibt es genügend Portale, auf denen ich kostenlos Musik beziehen kann (bspw. von Künstlern, die ihre Musik freiwillig kostenlos anbieten). Dasselbe gilt für Filme, Spiele, usw..

    Hier werden meiner Meinung nach schon leicht manipulierte Werte übermittelt, wie sich die Behörden das Verhalten der Bürger im Internet wünscht.

    btw: Wenn man andere Leute im Internetz nicht runter machen dürfte, gäbe es fast keine Foren mehr und auch nicht die Kommentar-Funktion auf BILD.de
    Geändert von gerechtigkeit0 (22. 11. 2012 um 13:44 Uhr)

  6. #6
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    Standard Re: Mustervertrag für Belehrung der Kinder über Internetnutzung

    1.Ich habe verstanden, dass ich keine Tauschbörsen nutzen darf. Insbesondere darf ich weder auf Tauschbörse
    Tauschbörsen sind, wie schon erwähnt, an und für sich NICHT Illegal. Sie einfach für "böse" zu erklären, würde ich so werten, das KEINE ernsthafte Aufklärung stattgefunden hat (und genau diese Interpretation kann sich auch die Contentindustrie auch zunutze machen).


    noch auf anderen Internetseiten Bilder, Videos, Musik oder Filme hoch - oder herunterladen ohne vorher meine Eltern zu fragen
    Also nach dieser Formulierung darf man nur Webseiten öffnen, die ausschließlich Text haben, sobald ein Icon dabei ist --> Fragen. Das aber auch Texte urheberrechtlich geschützt sein könnten, wird hier ignoriert.
    Auch kann da ein Content Anwalt einfach argumentieren: "haben Sie ihre Kinder am Tag mehrmals gefragt?" - Also ich finde die Formulierung rechtlich sehr Nachteilig für Eltern (ganz unabhängig von der moralischen Fragwürdigkeit).
    Schaut doch alleine mal, wie viele Bilder wir hier auf dieser Seite schon haben .


    2. Ich weiß , dass ich meinen Namen, meine Adresse oder meine Telefonnummer nicht ohne die Zustimmung meiner Eltern auf Internetseiten eingeben darf.
    Armes Facebook :P


    Insbesondere darf ich nicht an Gewinnspielen teilnehmen, Sachen bei Online - Shops bestellen, bei eBay mitbieten oder Geld für Online - Spiele ausgeben.
    Dies sicherzustellen ist eigentlich Aufgabe von online Shops und ebay, da diese ohnehin keine Verträge mit Kindern machen dürfen.


    4. Ich habe verstanden, dass ich in Chats oder in sozialen Netzwerken wie Facebook oder SchülerVZ außer meinem Namen keine persönlichen Informationen wie meine Adresse oder meine Handynummer verraten darf.
    Widerspricht sich eigentlich mit Nummer 2 und sollte gerade für Kinder einfacher zu verstehen sein (entweder oder, aber nicht beides im Widerspruch).....



    Also alles in allem, ist der Wisch viel zu löchrig und an vielen stellen sehr schwammig und dürfte auf Dauer eher nachteilig für die Eltern sein. Auch mit einer ernst gemeinten Aufklärung hat das nichts zu tun, man könnte ja schon fast meinen, das Internet bestehe nur aus Facebook und co - und alles andere ist böse.
    Ich würde das meinen Kindern in der Form NIE vorlegen .... Mal ganz davon abgesehen, das wenn sich so etwas durchsetzt, man das ja auch auf alle anderen Bereiche des Lebens erweitern müsste: erstes Fahrrad, erstes Taschengeld, erstes mal alleine zur Schule gehen, erster PC (für illegale Daten, braucht man ja nicht zwangsweise Internet ....) usw.

  7. #7
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    Standard Re: Mustervertrag für Belehrung der Kinder über Internetnutzung

    Zitat Zitat von baduplink Beitrag anzeigen
    ich dachte immer kinder sind NICHT geschäftsfähig? so wurde es mir in der bwl stunde jedenfalls beigebracht? wie können sie dann einen rechtsverbindlichen vertrag unterzeichnen? hab ich da irgendwas nicht mitbekommen?!
    Nicht geschäfts-, wohl aber rechtsfähig. Du darfst ihnen keinen Handyvertrag andrehen, aber verklagen wenn sie Schaden angerichtet haben. Natürlich verklagst du dann nicht sie, sondern die Erziehungsberechtigten. Nach dem gleichen Muster versuchen die Abmahnkanzleien nun zu agieren, obwohl sie überhaupt nicht wissen wer den vermeintlichen Schaden verursacht hat.

    Es gibt da meiner Meinung aber einen feinen Unterschied:
    Wie kann ich eigentlich von Kindern verlangen zu durchschauen was Recht und Gesetz ist, wenn das nicht einmal viele Erwachsene verstehen?

  8. #8
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    Standard Re: Mustervertrag für Belehrung der Kinder über Internetnutzung


    (Und mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen)

  9. #9
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    Standard Re: Mustervertrag für Belehrung der Kinder über Internetnutzung

    Zitat Zitat von loopzone Beitrag anzeigen
    Nicht geschäfts-, wohl aber rechtsfähig. Du darfst ihnen keinen Handyvertrag andrehen, aber verklagen wenn sie Schaden angerichtet haben. Natürlich verklagst du dann nicht sie, sondern die Erziehungsberechtigten. Nach dem gleichen Muster versuchen die Abmahnkanzleien nun zu agieren, obwohl sie überhaupt nicht wissen wer den vermeintlichen Schaden verursacht hat.

    Es gibt da meiner Meinung aber einen feinen Unterschied:
    Wie kann ich eigentlich von Kindern verlangen zu durchschauen was Recht und Gesetz ist, wenn das nicht einmal viele Erwachsene verstehen?
    Naja man sagt ja auch "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht".

    Du bist also in der Pflicht dich zu Informieren.


    Irgendwo ja richtig, immerhin wird immer mal Propaganda Filmchen gezeigt, sei es im Kino, im Fernsehen oder sonstwo.

    Filesharing is "pauschal" einfach Böse und das Bild will man aufrecht erhalten, so sehr, das Anwälte und auch Richter das tatsächlich schon glauben (wie man immer wieder sieht).


    Eine einfache Aufklärung finde ich gar nicht verkehrt, das ist für mich nunmal medienkompetenz.

    Es ist also durchaus "sinnvoll" einem Kind so einen Vertrag (zumindest den Inhalt) einmal vorzulesen, einfach damit das Kind zumindest mal gehört hat, was es darf und was nicht.

    Momentan läuft es ja einfach so, die Kinder setzen sich selbstständig an den Rechner und machen einfach "irgendetwas" ohne das die Eltern auch nur mal einen blick darauf werfen. Viele haben ihre eigenen Laptop, Smartphone oder kennen sich ohnehin besser damit aus als die Eltern.

    Die Eltern sind also "oft" gar nicht in der Lage ihre Kinder in den Sektion Medienkompetenz zu erziehen, da sie selbst gar keine Ahnung davon haben, oder schlichtweg auf Hören/Sagen angewiesen sind das sie irgendwo aufgeschnappt haben.



    Ein paar der Dinge in dem Vertrag halte ich echt für Sinnvoll, damit sie einfach angesprochen sind.

    im detail kann man kaum mit einem Kind darüber reden, es gibt einfach viel zu viele Ausnahmen und "grauzonen" als das man etwas kurz erklären kann. Für manche Sachen muss man auch schon Anwalt sein damit man kapiert wann etwas legal und wann illegal ist.


    Das beste Beispiel ist ja auch das reine anschauen, also gehe ich auf eine Seite und schaue sie mir an, dann brauch ich für die Bilder die darauf sind keine Rechte, ich schaue sie mir aber einfach an. Wenn ich sie jetzt auf meinem Rechner "speichere" brauche ich die Rechte dafür ? Schaue ich mir jetzt einen Film per Stream an, ist das im Prinzip das gleiche wie eine Seite anzuschauen ohne die Rechte zu haben, das ist aber illegal, ob die Person der Seite die Rechte hat ist sowieso fragwürdig und kann ich nicht beurteilen, bin aber "selbst" Schuld wenn ich darauf gehe.


    Das ist alles so undurchsichtig, im Prinzip ist alles "potenzial" strafbar, muss nur jemand klagen.


    Mache ich von mir ein Bild und im Hintergrund ist ein anderer Laptop der illegale Inhalte hat, ist das Illegal ? Wenn ich mich selbst Filme und im Hintergrund läuft Musik, ist das illegal ? (wahrscheinlich schon)

    Alles sehr schwammig, von daher kann man das in diesem detailgrad nicht abklären.



    Selbst-Sicherheit finde ich macht aber durchaus Sinn das mal angesprochen zu haben.

    Also das Kinder keine bilder von sich selbst hochladen halte ich für absolut angebracht, das sollte dem Kind klargemacht werden (wenn die das dann trotzdem machen hat man zumindest sein Schuldiges getan).

    Genauso die Sachen mit der Angabe von "Addressen" und Telefonnummern. Spricht man es nie an, werden die Kinder das ohne zu fragen immer schön eintippen, wenn klar ist die sollen das nicht tun, lassen sie es vielleicht bleiben, wodurch schonmal was erreicht ist.



    Von daher, ein paar Punkte in Sachen Medienkompetenz sind sinnvoll, die sollte man wohl auch "wirklich" mal mit seinen kindern zumindest anquatschen.

    Hilft nur alles nix wenn die Eltern selbst kein Plan haben.

  10. #10
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    Standard Re: Mustervertrag für Belehrung der Kinder über Internetnutzung

    Ohrfeigen und Verträge zwischen Eltern und Kinder. Das passiert also, wenn man BWLern und Juristen die Geschicke dieser Welt überlässt. Langsam freue ich mich auf den 21.12...

  11. #11
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    Standard Re: Mustervertrag für Belehrung der Kinder über Internetnutzung

    Was für ein Mumpitz!

    Das Gericht hat doch beschlossen, dass eine Belehrung stattfinden muss. Man kann aber, je nach alter des Kindes, wirklich nicht davon ausgehen, dass es den Inhalt des "Vertrages" komplett verstanden hat, nur weil seine Unterschrift(oder 3 Kreuze? oder Herzchen?) darunter ist...

    Zumindest die "rundum-sorglos" Lösung, wie es hier suggeriert wird, ist es nicht. Denn ob sich ein Richter im Zweifel von einer Kinderunterschrift überzeugen lässt, dass wirklich eine Belehrung stattgefunden steht auf einem anderen Blatt.

  12. #12
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    Standard Re: Mustervertrag für Belehrung der Kinder über Internetnutzung

    Ach das ist doch cool. Das ist bestimmt Satire oder so.
    Das ist doch Satire oder. Bitte sagt ja. Sonnst fange ich noch an, an der Menschheit zu zweifeln.

  13. #13
    Mitglied Avatar von baduplink
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    Standard Re: Mustervertrag für Belehrung der Kinder über Internetnutzung

    Naja man sagt ja auch "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht".

    Du bist also in der Pflicht dich zu Informieren.
    das ist ein populärer rechtsirrtum.

    zitat:

    Strafbar ist nur vorsätzliches Handeln, wenn nicht das Gesetz fahrlässiges Handeln ausdrücklich mit Strafe bedroht.

    Weiter heißt es:

    Wer bei Begehung der Tat einen Umstand nicht kennt, der zum gesetzlichen Tatbestand gehört, handelt nicht vorsätzlich. Die Strafbarkeit wegen fahrlässiger Begehung bleibt unberührt.
    ein kind ist nicht in der lage selbst wenn es vorher darüber aufgeklärt wurde zu erkennen WIE rechtswidrig sein verhalten in wirklichkeit ist. das gericht hat eindeutig gesagt das die eltern NICHT dafür haften was die kinder tuen wenn sie die kinder darüber vorher aufgeklärt haben. somit haben sie ihre pflicht erfüllt und dann? was passiert denn wenn die kinder es trotzdem machen und am ende behaupten sie haben es für was anderes gehalten? am ende kann man niemanden dafür bestrafen da die eltern aus der haftung entfallen und man kinder nicht bestrafen kann also eine win-win situation für beide eltern und kind.

    Filesharing is "pauschal" einfach Böse und das Bild will man aufrecht erhalten, so sehr, das Anwälte und auch Richter das tatsächlich schon glauben (wie man immer wieder sieht).
    was passiert wenn man das kind darüber anders aufklärt als es "erwünscht" ist? wie z.b das man ihm/ihr sagt das filesharing GRUNDSÄTZLICH nichts illegales ist und es dann zu einer verhandlung kommen sollte und das kind genau dieses wiedergibt? was wollen sie denn machen? ob es ihnen passt oder nicht tauschbörsen selber sind NICHT illegal und wenn die eltern ihre kinder vernünftig aufklären dann kann da niemand was gegen tun.

    Es ist also durchaus "sinnvoll" einem Kind so einen Vertrag (zumindest den Inhalt) einmal vorzulesen, einfach damit das Kind zumindest mal gehört hat, was es darf und was nicht.

    Momentan läuft es ja einfach so, die Kinder setzen sich selbstständig an den Rechner und machen einfach "irgendetwas" ohne das die Eltern auch nur mal einen blick darauf werfen. Viele haben ihre eigenen Laptop, Smartphone oder kennen sich ohnehin besser damit aus als die Eltern.
    sorry aber das halte ich für absolut verfehlt denn wenn man dem kind genau das vorliest was einem die rechtsverdreher weissmachen wollen glaubt es am ende den selben scheiss wie die richter der urheberrechtsmafia. ich bin der meinung es sollte genau so laufen wie du im zweiten satz erwähnt hast nämlich das die kinder sich SELBST darüber informieren was sie dürfen und was nicht dabei ist der lerneffekt viel grösser und man kann bei genügend wissen bei einer möglichen verhandlung genau das sagen was die leute ungern hören nämlich das die sich gern mal selbst ein in die tasche lügen und die rechte nur so verdrehen wie sie es gern hätten. kinder sind eh schon teilweise schlauer wie so mancher erwachsener was das thema internet und pc angeht somit sollte das wohl kein problem darstellen.

    Von daher, ein paar Punkte in Sachen Medienkompetenz sind sinnvoll, die sollte man wohl auch "wirklich" mal mit seinen kindern zumindest anquatschen.
    darunter würde ich eher verstehen das man ihnen schon im kindesalter begreiflich macht nicht jedenscheiss zu glauben der auf dem papie steht und lieber 2 oder 3 mal nachzufragen bevor man etwas glaubt das einem gesagt wird denn was dabei rauskommt sieht man jedentag bei politikern und angeblichen rechtsanwälten.

  14. #14
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    Standard Re: Mustervertrag für Belehrung der Kinder über Internetnutzung

    Meine Wut auf weltfremde Juristen wächst und wächst mit jedem Beitrag zu unserer großartigen Justiz... Ist ja nett, dass er sich die Mühe macht. Auf der Perversionen solcher Maßnahmen aus juristischer Hand hätte man aber auch vorher 'mal nachdenken können...

  15. #15
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    Standard Re: Mustervertrag für Belehrung der Kinder über Internetnutzung

    Ich bin verwirrt, ob ich weinen oder lachen soll, ob es Ernst oder Satire ist.

  16. #16
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    Standard Re: Mustervertrag für Belehrung der Kinder über Internetnutzung

    Zitat Zitat von baduplink Beitrag anzeigen
    das ist ein populärer rechtsirrtum.
    ein kind ist nicht in der lage selbst wenn es vorher darüber aufgeklärt wurde zu erkennen WIE rechtswidrig sein verhalten in wirklichkeit ist.
    jaja, genau hier kommt die verdrehte Wahrheit unseres Rechtssystems.

    Den:

    Zum Beispiel besagt § 2 des ABGB: „Sobald ein Gesetz gehörig kund gemacht worden ist, kann sich niemand damit entschuldigen, daß ihm dasselbe nicht bekannt geworden sei.“
    Das heißt, sie machen ein paar Werbungen die sagen "Tauschbörsen sind illegal, mit Filesharing kommst du in den Knast."

    Und Zack Bum gilt das mal als "gehörig kund gemacht" und alle "sollten" es eigentlich wissen.

    Demnach muss man ja eigentlich gar nicht davon ausgehen das Eltern ihre Kinder aufklären, die müssten das sowieso schon sein.


    Man setzt auch vor gericht pauschal mal vorraus das "jedem" klar ist das es illegal ist sachen über Tauschbörsen reinzustellen und zu downloaden, aka Filme etc.

    Klar gibts ausnahmen, aber die ignoriert man, den im fall vor gericht gehts ja schon um Kino filme und aktuelle Musik.


    Demnach, wer so etwas macht, der handelt laut dem momentanen recht mal grundsätzlich "bewußt" rechtswidrig, da kann man von Unwissenheit nicht reden.


    Stellt sich letztlich die Frage ab welchem Alter man das ganze "erwarten" kann, das schwankt ja ohnehin extrem.

    Die Aufklärung setzt man im Prinzip auch irgendwo vorraus, genauso wie alle Kinder irgendwie mal gelernt haben das man bei Rot nicht über die Ampel gehen soll, sei es auch nur weil sie es sich selbst irgendwie beigebracht haben.

    Kann ja kein 12 jähriges Kind über die befahrene Kreuzung rennen und dann behaupten es habe nicht gewußt das man das nicht darf.


    Das alles nicht so einfach, genau deshalb ist es auch so ein blödes Thema das man auslegen kann wie man will, was ich meine wenn ich sage, das im Prinzip "jeder" irgendwie verklagt werden kann von wegen "urheberrechtsverletzung" , man muss nur mal genau hinschauen.


    was passiert wenn man das kind darüber anders aufklärt als es "erwünscht" ist? wie z.b das man ihm/ihr sagt das filesharing GRUNDSÄTZLICH nichts illegales ist und es dann zu einer verhandlung kommen sollte und das kind genau dieses wiedergibt? was wollen sie denn machen? ob es ihnen passt oder nicht tauschbörsen selber sind NICHT illegal und wenn die eltern ihre kinder vernünftig aufklären dann kann da niemand was gegen tun.
    Eben, das ding ist halt es den Kindern so zu erklären das die das überhaupt schnallen und letzten Endes nichts runterladen.

    Im "detail" kann man es einem Kind gar nicht erklären (rede von 6-10 ungefähr, die kapieren das gar nicht).


    Einfachste formen könnte man noch zumuten, z.b. das man eben Filme nicht runterladen kann die gerade im Kino laufen (wobei das auch nicht zwangsläufig immer korrekt ist, aber wohl in 99,9%).

    Spiele die das Kind online findet und die aktuel in der Werbung laufen sind wohl auch in aller meisten fällen "illegal".


    Das ist aber eben nicht "immer" so und vor allem wird das ganze schnell zu kompliziert und u.U. weiß man dann auch selbst nicht immer was man darf und was nicht (wo man irgendwo sagen muss, in dem Fall einfach finger davon lassen, bevor man planlos drauf los handelt).


    Gute Beispiele sind aber so sachen wie der Nintendo DS.

    Ohne Witz, die komplette Schule hatte Speicherkarten und darauf die "illegalen" Kopien aus dem netz.

    Da fühlt sich das Kind ja schon verscheißert die Spiele einzeln zu kaufen, das ist ungefähr so als wenn "alle" bei rot über die Ampel laufen, man selbst aber meint das richtige zu tun ; da greift einfach der Gruppenzwang im Parade Beispiel.


    Jetz erklär DEM kind mal das ALLE illegal handeln und ALLE gefälligst ins Gefängnis gehören. Das wird dich ignorieren und für blöd erklären.

    Selbst WENN es auf dich hören sollte, ist das wohl keine angenehme Situation.



    ich bin der meinung es sollte genau so laufen wie du im zweiten satz erwähnt hast nämlich das die kinder sich SELBST darüber informieren was sie dürfen und was nicht dabei ist der lerneffekt viel grösser und man kann bei genügend wissen bei einer möglichen verhandlung genau das sagen was die leute ungern hören nämlich das die sich gern mal selbst ein in die tasche lügen und die rechte nur so verdrehen wie sie es gern hätten. kinder sind eh schon teilweise schlauer wie so mancher erwachsener was das thema internet und pc angeht somit sollte das wohl kein problem darstellen.
    Du kannst von Kindern aber nicht erwarten das sie sich selbst etwas in der Art beibringen.

    Das interessiert die nicht, es interessiert im Prinzip gar keinen, außer es kommt eben zu einer Abmahnung.

    Den wie ich oben sage, das Kind wird in seiner Schule in MASSEN mit Urheberrechtsverstößen konfrontiert, es ist irgendwo der Normalstand, dann zu "akzeptieren" das die doch ALLE böse sind und das man das nicht darf ist einfach eine utopische Vorstellung.


    Genauso kämpft die Content Mafia komplett extrem dagegen, verteufelt alles und will diese Extreme aufheben, mit genauso falschen Extremen gegenansichten.

    Das ganze funktioniert irgendwo kaum, sehe als Lösung eigentlich nur das man wirklich "großflächig" in der Schule ein Medienkompetenz fach einführt und das ganz klar im Unterricht durchnimmt was man darf, was man nicht darf und damit auf einer Sachlichen "korrekten" Ebene das Thema bespricht, unabhängig von Content mafia und unabhängig von der massenhaften "illegalen" Sachen die irgendwo schon Normalzustand darstellen.

    darunter würde ich eher verstehen das man ihnen schon im kindesalter begreiflich macht nicht jedenscheiss zu glauben der auf dem papie steht und lieber 2 oder 3 mal nachzufragen bevor man etwas glaubt das einem gesagt wird denn was dabei rauskommt sieht man jedentag bei politikern und angeblichen rechtsanwälten.
    Das mit dem glauben ist eine kritische Sache.

    Den entweder das Kind wird so erzogen das erwachsene "recht haben" oder es fängt an einfach alles zu hinterfragen und erstmal als Lügen hinzustellen, was meist bei jüngeren Kindern extrem schädlich ist, den dann hören sie auf gar nichts und man hat echte "problemkinder".

    Das Hinterfragen ist keine schlechte Sache, aber gerade bei jungen Kindern (so um die 5-10) ist das nicht hilfreich, den dann gehen sie nicht in die Schule, dann fangen sie an mit drogen und alles ist ihnen scheiß egal, weil "was haben die mir schon zu sagen, sind doch alles lügen".


    Teenager sollen und dürfen das, da kann man anfangen sein Wissen zu hinterfragen, aber gerade da sieht man ja das viele auch abdriften und es wird kontra produktiv.


    Kann man lange diskutieren das Thema, Freies Denken ist schön, aber gerade in jungen Jahren versucht man die Welt doch "einfach" zu halten, da bleiben eben lange Erklärungen von wegen "Wo kommen die Kinder her" und "was ist Leben und Tot" erstmal außen vor, ganz einfach weil die Thematik viel zu komplex ist als sie im Detail zu erklären, verhält sich im Prinzip genauso mit den Rechtsvorschriften, die versteht in der Form kein Kind, man muss sie irgendwie "trivial" erklären in wenigen Worten (was aber durch die tausenden Ausnahmen komplett unmöglich ist).

  17. #17
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    Standard Re: Mustervertrag für Belehrung der Kinder über Internetnutzung

    Wiederspricht sich punkt 1 und punkt 6 nicht in dem Vertrag?

    im 1. Punkt ist es Verboten Fotos hochzuladen und in Punkt 6 soll man darauf achten, das man keine Personen mit hochgeladenen Fotos beleidigt??

  18. #18
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    Standard Re: Mustervertrag für Belehrung der Kinder über Internetnutzung

    Zitat Zitat von Labtecs Beitrag anzeigen
    Wiederspricht sich punkt 1 und punkt 6 nicht in dem Vertrag?

    im 1. Punkt ist es Verboten Fotos hochzuladen und in Punkt 6 soll man darauf achten, das man keine Personen mit hochgeladenen Fotos beleidigt??
    Ne, da steht das du auf "Internetseiten" keine Bilder von dir laden sollst die dann verbreitet werden.

    Punkt 6 bezieht sich "auf andere", die du u.U. gar nicht explizit hochlädst, sondern nur in einen Post "heftest". (was defakto auch hochladen erfordert, wird trotzdem unterschieden hier)

  19. #19
    Mitglied Avatar von IronCandy
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    Standard Re: Mustervertrag für Belehrung der Kinder über Internetnutzung

    ...der Nutzer ist schuld. Dass ist die Kernaussage.

    Warum macht man es nicht wie bei Pornoseiten wo gefragt wird ob man das Mindestalter zum vereinbaren eines Vertrages erreicht hat.

    Dann reicht die Belehrung der Eltern: "Sei ehrlich!"

    ...was macht man statt dessen: Man zwingt unwissende Eltern ihrem in IT-Fragen meist überlegenem Kind einen Text vorzulesen der Großteile des Internets verallgemeinert darstellt und Vermutungen über bestimmte Umstände äußerte welche das Kind bitte beherzigen sollte.

    Ergebnis: Die Kinder machen nen Lippenbekenntnis und die Eltern glauben Sie haben kapiert worum es geht und sind jetzt befreit, aus ihrer imaginären Notsituation(der mysteriösen Klage aus dem Netz).

    Man gibt den Leuten nen Placebo und lässt Sie dafür irgend nen Mist machen.

  20.  
     
     

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