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22. 11. 2012, 15:05 #1
Financial Times Deutschland – nicht zeitgemäß genug?
Die Financial Times Deutschland hat einen Insolvenzantrag gestellt. Wer ist schuld am Niedergang der Zeitung, die sich wirtschaftlichen Themen gewidmet hat? Sind es die anderen Medien, welche einen zeitnäheren Einblick in die Vorgänge auf dem Markt bieten? Ist es die Jugend, die sich nicht mehr für Zeitungen interessiert? Oder einfach das Internet?
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22. 11. 2012, 17:40 #2Mitglied
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Re: Financial Times Deutschland – nicht zeitgemäß genug?
Für die Jugend nicht interessantes Menium?
Das bezweifle ich, ich habe die FTD sehr gerne gelesen.
Was mich aber echt aufgeregt hat war die Paywall auf deren Webseite.
GAnz dummer Schachzug, so musste ich mich nach alternativen umsehen.
Was die Aktienkurse auf der Zeitung sollten habe ich auch nicht wirklich verstanden, da wurden immer n paar Seiten nur für die Kurse verschwendet.
Naja schade drum, war immer sehr interessant die FTD zu lesen.
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22. 11. 2012, 18:04 #3
Re: Financial Times Deutschland – nicht zeitgemäß genug?
Es ist ja auch ein bißchen grotesk eine Wirtschaftszeitung zu lesen, die von Anfang an (~2000) und bis heute nur Verluste in dreistelliger Millionenhöhe gebracht hat.
Wer eine wirklich solide Wirtschaftsszeitung lesen wollte las das Handelsblatt, die Wirtschaftswoche oder die FAZ (der Wirtschaftsteil der FAZ war immer besser als die FT, wenn man von den vielen bunten Bildchen absieht).
Die Einstellung der FT und der FR wird ein guter Tag für die Bäume und das Klima sein.
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22. 11. 2012, 18:07 #4Mitglied
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Re: Financial Times Deutschland – nicht zeitgemäß genug?
Die Nachricht habt ihr aber ganz exklusiv. Das belegt mal bitte, dass die FTD einen Insolvenzantrag gestellt hat. Die Einstellung einer Zeitung bedeutet nicht automatisch die Insolvenz, auch wenn man Verluste fährt, solange einer genug Kapital zuschießt. Und das waren immerhin lt. bisherigen Meldungen insges. 250 Mio Euro an Verlusten, die von den Gesellschaftern getragen wurden.
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22. 11. 2012, 18:18 #5
Re: Financial Times Deutschland – nicht zeitgemäß genug?
...es interessiert den normalen Bürger schlicht nicht worüber die sich ereifern.
Woha Apple Aktie -5$... wird der IT-Markt zusammenbrechen??
Niemand interessiert sich auch nur im geringsten darum ob ein paar zerfressene Aktionäre weniger kassieren. Nichtmal 5% der Deutschen haben Aktien. FTD, Handelsblatt und all diese Börsensendungen im staatlichen/privaten Fernsehen kopieren lediglich das anglo-amerikanische Model der neoliberalen Propaganda die permanent vor den immer gleichen großen Marken auf die Knie fällt und jedem Bürger einhämmern will dass er sich mit SAP, MAN, VW oder wem auch immer zu identifizieren hat weil dass "deutsche" Konzerne sind und er auf irgendwelchen metaphysischen Wegen von deren Erfolg mitprofitiert.
Die FT ist nichts weiter als ein Sprachrohr der Reichen und deshalb wird in Notsituationen auch mal Geld gespritzt aber wenn man über Jahre nur spritzen muss lässt man es halt.
Die Zeit der Globalisierung ist sowieso vorbei. Die Monopolisten auf den Weltmärkten stehen mehr oder weniger fest.
Allein diese Themen... wer soll sich für sowas interessieren:
Siemens' Zug-Probleme
Auch Heidelberg Cement kündigt Standard & Poor's
"Lego ist das Apple der Spiel-Branche"
Welche Anlagestrategie passt in welchem Alter?
Insolvenzverwalter winkt Rekordhonorar
Grüne klauen der Union die Wähler
cmon sowas soll der Mist. Dass Lego viel Kohle macht da muss man kein Genie sein und dass Sie an ihren Prinzipien nicht hängen sieht auch jeder der Kinder hat bzw. als Kind mit Lego gespielt hat.
Dass im Artikel des Spiegels nicht wirklich von Insolvenz gesprochen wird ändert am Umstand allerdings nicht viel den man weist ebenfalls daraufhin das die Zeitung offensichtlich subentioniert wurde von Herausgebern.
Man wer weis wie viele Holzköpfe jetzt Lego kaufen...
Edit:
http://www.handelsblatt.com/politik/...n/7418728.html
Super Beispiel für das Gesäbber dass diese Zeitungen ablassen.Geändert von IronCandy (22. 11. 2012 um 19:01 Uhr)
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22. 11. 2012, 18:37 #6Mitglied
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Re: Financial Times Deutschland – nicht zeitgemäß genug?
Ich find sone zeitungen auch sehr unnötig. ich bin 24 und als ich 8 war war der tond er wirschaftsnachhrichten genau der selbe wie jetzt: alles doof bald sind wir alle pleite und renter werden sollte man ohnehi nicht. wozu soll ich mir ständig dieses depressive zeug geben, wenns dann im endeffekt vermutlich eh alles nich so schlimm is wie gepredigt wird? und selbst wenn alles vor die hunde geht, kann ich meine zeit sinnvoller verschwenden als täglich drüber zu lesen.
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22. 11. 2012, 22:35 #7Mitglied
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Re: Financial Times Deutschland – nicht zeitgemäß genug?
Ist der Post jetzt gerade als Witz gemeint?
Ich hoffe mal irgendwie ja.
Zum Thema:
Es wird definitiv eine Konsolidierungswelle im Print-Bereich geben. Dass es jetzt in einer Woche gleich zwei Blätter erwischt hat ist natürlich eher verwunderlich aber auch nicht so wichtig.
Gestärkt daraus werden natürlich die Zeitungen die übrig bleiben.
Hier wohl vor allem wirklich Handelsblatt und FAZ.
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22. 11. 2012, 23:05 #8Mitglied
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Re: Financial Times Deutschland – nicht zeitgemäß genug?
Hab sowieso das Gefühl, dass Print über kurz oder lang einfach aufhören muss.
In Zeiten von mobiler Informationsversorgung glaube ich fest an ePay Inhalte, die mir die Informationen geben, welche ich auch haben möchte. Möcht gar nicht wissen, wieviele sich so ne komplette Zeitung kaufen, nur um einen bestimmten Wirtschafts- oder Lokalteil zu lesen - und der Rest kommt in den Müll...
Vielleicht werden bald Archivierungsstandarts geschaffen wie bei Geschäftspapieren, die mindestens X Jahre unter einer bestimmten URL verfügbar sein müssen. Z.B. zur Quellenangabe aus dem Internet. Vielleicht eBook Bibliotheken?! Wer weiß, möglich wäre das ja heute schon.
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23. 11. 2012, 00:34 #9Mitglied
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Re: Financial Times Deutschland – nicht zeitgemäß genug?
Hast du jemals die FTD oder ne ähnliche Zeitung gelesen?

Dort wurden immer wieder neue Firmen/Ideen/Innovationen vorgestellt.
Was sonst so in der Wirtschaft abgeht, die "normalen" Nachrichten...
Was gerade so "in" ist und Aufsteigerfirmen.
Intervies von Startupunternehmern....
Das wovon du hier erzählst kam so gut wie garnicht vor.
Ich bin 23 und als ich 8 war, waren die Nachrichten nicht so wie du sie hier darstellst.
Kommt ein Reisender vor eine Stadt und fragt einen weisen Mann, "Wie sind die Leute in dieser Stadt?"
Der Mann antwortet: "WIe waren die Leute in der aus der du kommst?"
Da sagt der Reisende:"Kaltherzig, Missgünstig, böse."
Daraufhin antwortet der weise Mann: "Genauso sind die Menschen auch hier."
Ein paar Tage später kommt ein anderer Reisender vor die selbe Stadt und stellt die selbe Frage:
"Wie sind die Leute in dieser Stadt?"
Der weise Mann antwortet: "WIe waren die Leute in der aus der du kommst?"
Da sagt der Reisende:"Warmherzig, gütig, hilfsbereit."
Daraufhin antwortet der Mann: "Genauso sind die Menschen auch hier."
Denk mal drüber nach.Geändert von Dxxf (23. 11. 2012 um 00:41 Uhr)
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23. 11. 2012, 01:14 #10Mitglied
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Re: Financial Times Deutschland – nicht zeitgemäß genug?
Es ist interessant wie alle Menschen immer über das Großkapital schimpfen, wo doch genau dieses ihnen den derzeitigen Wohlstand erbracht hat und zudem auch nur Spiegel der Gesellschaft ist.
Ohne die Menschen würde das wuchernde Bankensystem nicht existieren. Es wird vor allem in Deutschland immer so getan als ob jenes ein von Oben aufgezwungenes Übel sei, dabei repräsentiert das System doch nur den Durchschnittsbürger.
On another note, wen hat dieser unnötige Abklatsch einer großen amerikanischen Zeitung je interessiert? Wer ernsthaft derartige Finanznachrichten konsumiert braucht doch diesen Wisch nicht.
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23. 11. 2012, 10:27 #11
Re: Financial Times Deutschland – nicht zeitgemäß genug?
Das ist mal witzig, Lego stand vor einigen Jahren kurz vor der Pleite. Besonders weil sie ihre Prinzipien veränderten.
http://www.ftd.de/unternehmen/indust...de/554875.html
Aber was interessiert Dich als normalen Bürger, was die so schreiben.
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23. 11. 2012, 22:42 #12
Re: Financial Times Deutschland – nicht zeitgemäß genug?
Dass ist mir durchaus bekannt. Man hat versucht in andere Sparten zu expandieren weil man so viel Kohle gemacht hat und man neue Monopole mit der Marke an sich aufbauen wollte und genau dass ist an den Monopolen der anderen gescheitert(teure Uhren, MarkenT-Shirts und usw gabts bereits und Lego wird nicht mit diesen Dingen assoziert/ Wer Lego-Uhr hört der denkt nicht an ne qualitative Uhr sondern an nen Spielzeug). Ergo man ist in sein Kerngeschäft zurückgekrochen und hat Deals mit LucasFilm und anderen gemacht und produziert jetzt teilweise nurnoch Merchandise. Dass man diese Deals macht hängt auch damit zusammen weil man Angst hat dass eines Tages jemand kompatible Legosteine billiger aufn Markt schmeißt so wie die Chinesen es schon lange tun.
Trotzdem braucht man kein FTD um zu begreifen dass dieses Unternehmen mit seinem Monopol auf diese Plasteklötze viel Kohle macht.
Was eigentlich interessant ist ist dass LucasFilm jetzt zu Disney gehört und somit Lego über Deals direkt mit Disney zusammenhängt einem der größten Monopolisten und Meinungmacher überhaupt, derartige Akkumulationen von Kapital sind in einer echten freien Marktwirtschaft definitiv nicht gesund.
Die FT ist eine britische Zeitung.
Ich weis nicht was du glaubst dir durch das Großkapital leisten zu können und nochweniger verstehe ich woher du glaubst dieses Kapital denn komme. Es ist nicht Gott gegeben, all das Geld muss irgendwo herkommen zB. vom Staat und wenn repräsentiert dieser? genau dich!Geändert von IronCandy (23. 11. 2012 um 22:56 Uhr)
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24. 11. 2012, 01:37 #13
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