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22. 11. 2012, 19:41 #1Chefredakteurin
gulli:Redaktion
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Anonymous-Aktivist wegen "Operation Payback" angeklagt
In Großbritannien steht derzeit ein Aktivist des Internet-Kollektivs Anonymous vor Gericht, dem vorgeworfen wird, eine maßgebliche Rolle bei den massiven DDoS-Angriffen gegen den Finanzdienstleister PayPal gespielt zu haben. Die Angriffe sollen laut Behörden-Angaben einen Schaden von über vier Millionen Euro angerichtet haben.
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22. 11. 2012, 21:14 #2Mitglied
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Re: Anonymous-Aktivist wegen "Operation Payback" angeklagt
Ich hatte diese News nur überflogen und wollte ja erst nichts dazu schreiben. Aber als ich die Aussage vom Staatsanwalt las,
dachte ich sofort an die Gerichtsbarkeit des dritten Reichs hier in Deutschland, wo kleine Vergehen als ultimativen Untergang dargestellt werden und die Betroffenen mit Schimpfworte zu beleidigen, um diese in die Knie zu zwingen.Weatherhead und seine Verbündeten wurden von einem Vertreter der Staatsanwaltschaft beim heutigen Prozessauftakt als "Hacker, die das Internet benutzt haben, um Computer-Systeme anzugreifen und auszuschalten, umgangssprachlich als Cyber-Angreifer oder Vandalen beschrieben" bezeichnet.
Trauriges Europa heute!
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22. 11. 2012, 21:22 #3Mitglied
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Re: Anonymous-Aktivist wegen "Operation Payback" angeklagt
Tja, das englische Rechtssystem muss wohl zwanghaft seine Unfähigkeit beweisen???
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22. 11. 2012, 21:25 #4
Re: Anonymous-Aktivist wegen "Operation Payback" angeklagt
Sowas, wer vermeintlichen Millionenschaden verursacht wird bestraft? Ist ja wie unter Hitler.
Und dann auch noch Staatsanwälte, die die Tat groß machen. Anonymous als Hacker zu bezeichnen ist nun wirklich ein Unfähigkeitsbeweis. Und was kommt als nächstes, ein Verteidiger, der die Tat kleinredet? Sowas...
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22. 11. 2012, 22:00 #5
Re: Anonymous-Aktivist wegen "Operation Payback" angeklagt
Vier der drei Beschuldigten haben ihre Beteiligung an den Angriffen zugegeben.
*hust*
Bin gespannt was daraus wird! Ist ja ein Frechheit DDos Strafbar zu machen. Bald darf man wohl auch nicht mehr auf der Autobahn stehenbleiben um anderen Autos daran zu hindern an ihr Ziel zu kommen! Na dann ist aber was los!
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23. 11. 2012, 10:35 #6Mitglied
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Re: Anonymous-Aktivist wegen "Operation Payback" angeklagt
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23. 11. 2012, 11:07 #7
Re: Anonymous-Aktivist wegen "Operation Payback" angeklagt
Och, wenn man sich anschaut, mit was sich unsere Gerichte beschäftigen.
Vier Millionen € entsprechen demnach 80 Personen, die sich voll ihrer Verletzungen und des nahenden Todes bewusst sind. Da muss ein Autobahnwender lange dran stricken.
Morbide? Natürlich...
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23. 11. 2012, 11:34 #8
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23. 11. 2012, 11:59 #9
Re: Anonymous-Aktivist wegen "Operation Payback" angeklagt
@ the_springer
Was hat das mit "Verstand aussetzen" zu tun? Meiner Meinung nach war das einfach nur überspitzt und sarkastisch bzw. ironisch gemeint.
Denn es ist nun mal so, dass in England aufgrund des Computer Misuse Act DDoS eine Straftat ist. Würde man solche Aktionen dann ignorieren, könnte man dann ja auch andere Straftaten (wie eben die überspitze Blockade der Autobahn) ignorieren.
DDoS ist nun mal kein Klingelstreich, wie manche denken. Auch hier entsteht ein Schaden. Zwar, Gott sei dank, kein Personenschaden aber ein finanzieller, weil z. B. zusätzliches Personal oder Hardware eingesetzt werden muss (die Boardcrew kann dazu bestimmt etwas sagen, da ja vor kurzem Gulli auch unter DDoS stand und Maßnahmen ergriffen werden mussten), um diesen Angriff abzuschwächen oder zu blockieren, damit der Server weiterhin funktioniert. Und somit sollte dies eben auch verfolgt werden.
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23. 11. 2012, 19:00 #10
Re: Anonymous-Aktivist wegen "Operation Payback" angeklagt
ist es in england nicht auch verboten unberechtigter weise und eigentlich auch völlig illegal auf amerikanischen druck ein konto einzufriern um zu verhindern das die schmutzigen abwässer der amerikanischen regierung an die öffentlichkeit geraten?!
das muss man auch unter einem anderen standpunkt sehen. DDoS mag kein klingelstreich sein aber das was paypal sich da geleistet hat war es ebenfalls nicht. und sind dort köpfe gerollt? nein sind es nicht jedenfalls hab ich da nichts gehört. das was paypal sich teilweise erlaubt is echt das letzte. wie oft hab ich von freunden gehört das da irgendwelche konten eingefroren wurden völlig unrechtmässig und ohne grund wenn man nachfragt kriegt man nur patzige antworten oder garkeine. mach das mal als richtige bank da kriegste ne klage an den hals und möglicherweise noch schadensersatz.
das was anon gemacht hat war also lediglich eine reaktion auf paypals illegale aktivitäten die paypal selbst provoziert hat. was bei wikileaks für einen schaden entstanden ist will wohl niemand wissen oder? das mal eben so spendengelder und konten einbehalten werden die die existenz von wikileaks bedroht haben auch nicht oder? man wollte schliesslich mit dieser aktion wikileaks im namen der amerikanischen regierung zum schweigen bringen.
paypal hat sich das selbst zu verschulden wenn sie mit zwielichtigen methoden leute versuchen zu erpressen nur weil einer regierung etwas nicht gefällt. so oft wie sich paypal auf dünnem eis bewegt müssten da schon längst die behörden aufmerksam werden aber getan wird 0 und genau deshalb hat anon andere möglichkeiten in beracht gezogen und das find ich auch völlig richtig so
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23. 11. 2012, 19:05 #11Mitglied
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Re: Anonymous-Aktivist wegen "Operation Payback" angeklagt
Da muss ich doch ein wenig widersprechen. Ein DDoS-Angriff ist so etwas wie ein Klingelstreich. Denn durch die vielen Anfragen auf die Webseite (anklingeln) können andere Leute nicht mehr (klingeln) darauf zugreifen. Der Schaden, so fern dieser überhaupt besteht liegt nur darin das andere Leute nicht mehr darauf einkaufen bzw. über diese Transaktionen durchführen könne.
Die Schadenssumme ergibt sich also imaginär und kann nur geschätzt werden, wobei 4 Millionen etwas hoch gegriffen sind. War die Seite eine Woche offline?
Deshalb werden auch bei Gerichtsverhandlungen extrem hohe Summen angegeben, da es um den Streitwert geht und somit die Strafe höher ausfällt.
Also ich finde eine DDoS-Attacke als gutes Instrument, um den Seitenbetreibern zu zeigen das sie was falsch gemacht haben und darüber nachdenken sollten.
Lieber so als Straßenschlachten, Autos anzünden oder Personen verletzen!
Wolle die Engländer jetzt die Leute ins Gefängnis stecken? Eine Geldstrafe reicht allemal aus.
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24. 11. 2012, 18:42 #12
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24. 11. 2012, 21:14 #13
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25. 11. 2012, 00:38 #14
Re: Anonymous-Aktivist wegen "Operation Payback" angeklagt
Mal davon abgesehen, dass ein DDoS unbestreitbar eine Nötigung darstellt, kann man wohl auch mit Fug und Recht sagen, dass mittelbar Gewalt auf den Protestgegenstand ausgeübt und völlig unbenutzbar gemacht wird. Mit Protest hat das nichts mehr zu tun.Eine Sitzblockade, verbunden mit Anketten, Einhaken oder aktivem Widerstand gegen das Wegtragen, wird auch vom Bundesverfassungsgericht im Regelfalle als Nötigung nach § 240 des Strafgesetzbuches (StGB) angesehen, vor allem wenn das darin enthaltene Tatbestandsmerkmal der Gewalt auf Blockadeaktionen angewandt werden kann, „bei denen die Teilnehmer über die durch ihre körperliche Anwesenheit verursachte psychische Einwirkung hinaus eine physische Barriere errichten“,[2] wenn die Blockade also tatsächlich unüberwindbar ist.
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25. 11. 2012, 09:31 #15Mitglied
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Re: Anonymous-Aktivist wegen "Operation Payback" angeklagt
das gewaltmonopol liegt in england beim staat. geht es nur darum ob jemand gewalt gegen dritte ausgeübt hat um seine interessen durchzusetzen. in jedem westlichen land gibt es da auf die flossen. wenn die jungens das scheisse finden können sie das gleiche ja mal in einem muslimischen land oder bei putin dem schrecklichen machen.
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25. 11. 2012, 10:51 #16Mitglied
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Re: Anonymous-Aktivist wegen "Operation Payback" angeklagt
Für mich sehe ich da 3 Dinge,
1.) Paypal ist und bleibt eine unabgestrafte Betrügerfirma die mittels Geld machen und tun kann was sie will...
2.)Wird das Demonstrationsverbot immer weiter ausgeweitet, meistens mittels Geldforderungen(Castor Demo), oder eben mit Besitzstandswahrung(siehe 99%Demo's)
3.)Ist Politik und Wirtschaft so verflochten das kaum noch Unterschiede bestehen, beide bei angriffen auf diese so abgestraft werden wie früher Hoheitsbeleidigungen.(Naja gehängt werden sie heute nicht mehr ,zugegebenermassen)
Mir geht es dabei nicht um Anon oder Peta oder oder..
Sondern alleine um das von unseren Eltern und Großeltern erstrittene Recht ZU Demonstrieren, das uns genommen werden soll.
Und das gilt für die ganze Welt(sofern Demos überhaupt erlaubt sind, in China usw. gilt das wohl weniger, obwohl es da ja auch eine form von Demo's gibt).
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25. 11. 2012, 11:28 #17
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25. 11. 2012, 11:47 #18
Re: Anonymous-Aktivist wegen "Operation Payback" angeklagt
aber die effektivität. oder glaubst du allen ernstes das es die kratzt?
nein. da muss man massnahmen ergreifen die ihnen auch richtig wehtun damit sie das auch spüren. und genau das hat anon gemacht nämlich ihren geldbeutel mit dem sie immer rumwinken anzugreifen. das einzige was ihnen noch wehtut
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25. 11. 2012, 12:06 #19
Re: Anonymous-Aktivist wegen "Operation Payback" angeklagt
Ja, sehr effektiv. Man merkt richtig wie Paypal zu einer rein guten Firma geworden ist und all ihre vorherigen bösen Prinzipien über Bord geworfen hat.
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25. 11. 2012, 12:15 #20
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