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29. 12. 2012, 22:00 #1Mitglied
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Digitalcourage: Ihre Kleidung funkt
Wie eine Zuordnung von Personen anhand von in Kleidung eingenähten RFID-Chips möglich ist, zeigte der Verein Digitalcourage live auf dem 29C3 in Hamburg. Außerdem gingen sie genrell auf diese Problematik ein und gaben einen Einblick in die Welt der Unternehmen, die solche Chips benutzen.
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30. 12. 2012, 00:17 #2Mitglied
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Re: Digitalcourage: Ihre Kleidung funkt
RFID "chips" machen überraus Sinn, aber eben nur direkt als Ersatz für den üblichen barcode.
Wenn man etwas gekauft hat schmeißt man das label weg, oder im falle von "umprogrammierbaren" RFID chips, werden sie eben an der kasse entfernt.
In der Hinsicht machen die Teile erheblich sinn, die kosten nur mehr als barcodes und so ziemlich alle Supermärkte etc. sind ja auf barcodes gestellt.
Wobei ein Supermarkt mit RFID anstatt barcode (oder ergänzend) schon einige Vorteile hat.
Man muss die Sachen bei bezahlen nicht alle einzeln abscannen, nur den Einkaufswaagen fragen was in ihm drin ist und das wars schon.
Gab ja mal paar coole Ideen dazu, da konnte man etwas in seinen Einkaufswagen legen, der erkennt was es ist und man sieht direkt wieviel der Einkauf kostet, bevor man bezahlt, u.U. auch noch mehr Informationen, wie z.B. den gesamten Zucker im Einkauf, oder wenn man einen Kuchen backen will, kauft man nach rezept eben diese Sachen ein, das ist alles durchaus praktisch und fast "geschenkt" sobald man diese Informationen sammeln und verwerten kann.
Das zeug steht ja so oder so auf den Verpackungen drauf, aber die reine Schrift ist eben nicht so verwertbar.
Nunja, RFID im Supermarkt gibts eben noch nicht, den selbst die kosten von 1-2 cent pro RFID chip ist einfach deutlich "zu teuer" wenn man Barcodes nehmen kann die effektiv "kostenlos" sind (sind ja nur draufgedruckt).
RFID auf Produkten behalten hätte auch die Anwendungsgebiete das der Kühlschrank selbst erkennt was noch drin ist, bei Abgelaufenen Sachen direkt Bermerkungen abgeben kann (oder sie selbst entfernt) , vielleicht auch nachbestellt wenn keine Milch mehr da ist oder alles in der Art.
Überraus schöne Möglichkeiten.
Bei Kleidung könnte man mit RFID natürlich auch noch einiges extra tun, das mit all dem Guten auch immer eine Gefahr kommt die man böse ausnutzen kann ist irgendwo klar.
Für mich überwiegen die Vorteile ziemlich eindeutig, was nicht heißt man sollte keine weiteren Sicherheitsmethoden einbauen (Verschlüsseln und personalisieren der Chips macht wohl schon Sinn, aber wie Barcodes kann die nunmal jeder lesen, jedes Smartphone kann auch barcodes lesen, von daher ist das irgendwo nicht sonderlich unterschiedlich zu RFID, außer eben die Reichweite, die man wohl doch immer sinnvoll anpassen müsste (1-2 meter dürfte locker reichen).
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30. 12. 2012, 01:08 #3
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30. 12. 2012, 01:09 #4Hobby- Physiker
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Re: Digitalcourage: Ihre Kleidung funkt
Naja das Problem dabei ist halt, dass, wenn alle auf dieses Verfahren umstellen, der Konsument zum "gläsernene Bürger" wird, und zwar für ALLE. Dann kann der Angestellte genau sehen, welche Einkäufe du als letztes getätigt hast, dich mit Namen ansprechen und auf dich zugeschnittene Werbung platzieren. Quasi das gleiche wird ja momentan in den Online-Shops gemacht. Nur wem es da stört, macht die Kiste aus und ruhe. Wenn sich das so weiter verbreitet, dann kannst du nichtmehr davon entfliehen, weil jeder Supermarkt deine Daten hat.
Darüber könnte man ja noch hinwegsehen, wenn damit nicht Handel getrieben werden würde, und zwar richtig lukrativer und solcher, dem die Privatsphäre der Leute am Arsch vorbeigeht. Im Netz kann man das alles noch ein wenig umgehen (zumindest Werbung -> Spamfilter; NOIP) aber auf der Straße gibt es diese Filtermechanismen nicht.
Und da ist dann auch die Contentmafia nicht weit. Wenn man das mal weiterspinnt, dann könnte man per Chip auch z.B. den Datenspeicher von Smartphones mitgeben lassen. Da stellt sich dann irgendein Vertreter der GEMA etc. in eine Einkaufsmeile hin, schaltet seinen Scanner an und wer da irgendwie nicht lizensierte Musik hört, wird direkt identifiziert und bekommt das Mahnschreiben per Post. Wenn wir momentan ja schon soweit sind, dass WIR der GEMA verpflichtet werden, zu beweisen, dass wir auf einer Party KEINE GEMA-lizensierten Lieder abspielen, dann wird es auch nicht lange dauern bis man schon beim eigenen Anhören angeschissen wird.
Und wer meint, ich sehe das alles zu paranoide oder schwarzmalerisch -> wir hatten das alles schon. Geh mal 10 Jahre zurück und erzähl mal irgendjemanden, dass die EU beschließen will, das Internet zu regulieren. Die hätten dich eiskalt ausgelacht weil das Internet damals der freie Raum war (und der sollte es auch nachwievor sein), in dem Man eigene Meinungen vertreten konnte, ohne gleich verfolgt zu werden. Da wussten die Regierungen auch noch nicht soviel damit anzufangen und viele große Firmen waren noch von der DOTCOM-Blase abgeschreckt.
Abe rum mal wieder aufs Thema zu kommen: Ich habe prinzipiell nichts gegen neue Technik, im Gegenteil. Aber wie neue Technik gegen den Menschen bzw. die Bestimmungen eingesetzt wird, haben wir oft genug gesehen. Wenn man dort eine klare Regelung finden kann, dass die Chips nur verschlüsselt senden dürfen oder beim Kauf entfernt werden bzw. unschädlich gemacht werden, dann spricht nichts dagegen. Aber das der Trend nicht da hin will sieht man sehr deutlich. Früher konnte man die nur aus < 2m ansprechen. Mittlerweile sind es bereits über 8m. Wenn die Dinger doch eigentlich nur zum besseren Überblick über das Lager und Logistik gedacht sind (oder Diebstahl), wofür brauchen die dann mehr als 8m Reichweite? Da reichen doch schon 3m aus. Und trotzdem werden die immer leistungsfähiger und die Reichweite wird höher. Es kann mir keiner erzählen, dass die da nur an eigene Logistik denken.
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30. 12. 2012, 12:02 #5Zyniker, Wachkomatiker
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Re: Digitalcourage: Ihre Kleidung funkt
Das mit dem RFID ... nutzt nur etwas, wenn man auf eine eineindeutige Kennzeichnung zurückkoppeln bzw. nach dieser suchen kann!
Zu DDR-Zeiten gab es eine Karteikarte, die wurde bei der Geburt ausgefüllt, darauf enthalten ... die üblichen Daten der Geburtsurkunde uuuuuund die PKZ (Personenkennziffer, im Internet leicht zu finden)!
Diese PKZ tauchte nun fast überall auf, bei medizinischen Untersuchungen, Behördengängen, Verkehrskontrollen (mit Berichten) ... bei allen Aktenkundigen Vorgängen also!
Wenn die STASI (Ministerium für Staatssicherheit, im Internet leicht zu finden) etwas über eine Person erfahren wollte, sah "sie" in die Karteikarte, nahm die PKZ und fragte die Eintragungen bei allen Behörden und medizinischen Einrichtungen ab ...
Das war früher ...
Heute ist das nicht mehr so! ... wir leben in einer Demokratie!
... alles im Namen und zum Wohle des Volkes!
Die eineindeutige Steuernummer ( http://www.mittelstandswiki.de/wissen/Steuernummer ; auch schön http://www.datenschutz-bremen.de/id-management0.php und folgende -> id-management1,2 ... ) ist die PKZ von Damals, nur das sie durch die EDV (elektronische Datenverarbeitung) wesentlich Effizienter geworden ist!
Die STASI, Verzeihung das Bundesinnenministerium ... möchte etwas über einen Journalisten namens XY vom Cicero erfahren?
Nun, sie nehmen die Steuernummer und fragen die Datenbanken ab ... hui, Zahnkrone in Gold, EC-Kartenzahlungen vorwiegend an Billig-Tankstellen, kauft häufig Kleidung von Gerry Weber und Peuterey, die RFID-Nummern sind den jeweiligen Kundennummern und der exklusiven Steuernummer zugeordnet > sehr schöööööön!
Wann wo gekauft? Ah ja ... mutmaßlicher Informant war in unmittelbarer Nähe, ergo? Leck entdeckt, Verknüpfung mit Journalist und Informant muss näher überprüft werden!
In Zukunft?
Zugriff auf die Scanner, die an Zu-/Ausgängen der Läden stehen ... demnächst auch auf Bahnhöfen (RFID an/in Bahncard, Tickets, Telefon [elektronische Fahrkarte mit QR-Code]) -> 8m machen langsam einen Sinn, nicht?
Wenn man jetzt ein Bewegungsprofil eines Terroristen Journalisten vom Cicero haben möchte, macht man eben mal eine Datenbankabfrage ... und wenn dieser Journalist an einem Salafist vorbei gelaufen ist oooder im selben Dönerladen einen längeren Aufenthalt hatte, dann kann man diesen Journalisten erstmal aus dem Verkehr ziehen, bis dieser es geschafft hat seine Unschuld zu beweisen!
Hui, das geht dann genau so leicht wie der GEZ zu vermitteln, das man kein Radio/TV sein eigen nennt!
Ob man sich dann verfolgt fühlen sollte?
Aber nein, das bildet man sich dann nur ein! ... und dann gehe mal zu einem Seelenklempner und versuche dem mal zu verklickern, das du dich verfolgt fühlst!
... dann gehe mal zur Polizei und versuche den "Stalker" ermitteln zu lassen, der dich elektronisch verfolgt!
Ich finde das echt Geil!
@Breakerzeus ... klar wäre schön, wenn die diese Chips deaktivieren würden, aber das werden sie nicht, der Impuls kostet Strom und es geht dann auch (später) um die Nationale Staatssicherheit, denn ein Terrorist muss sich mittels Kleidung an die hiesige Kleiderordnung anpassen und er wird sie ständig wechseln!
Das ständige wechseln der Kleidung behindert aber die Ermittlungen der Staatssicherheitsorgane, nicht?
Also wird der RFID-Chip demnächst nicht mehr zerstört, sondern nur aus der Datenbank des Diebstahlsicherungssystems genommen!
Der Chip antwortet dann stets fleißig auf Anfragen der Sicherheitssysteme, diese vergleichen die Nummern mit denen in ihrem System, ist diese Nummer nicht in ihrem System, werden Datum/Uhrzeit/Eingangs-/Ausgangszeit in einer separaten Datenbank gespeichert, die nicht den Sicherheitsrichtlinien des jeweiligen Unternehmens unterliegt und die Staatssicherheit uneingeschränkten Zugriff hat!
... dieser Zugriff dient nur der Verfolgung von Terroristen, nicht Journalisten!
... es dient der Nationalen Sicherheit!
Hirngespinst? ... technisch machbar?
Wer weiß von solchen Dingen?
Nur das Orakel!
... oder einer von euch?Geändert von Sempralon (30. 12. 2012 um 14:35 Uhr)
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30. 12. 2012, 14:54 #6Hobby- Physiker
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30. 12. 2012, 15:57 #7
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30. 12. 2012, 19:19 #8Zyniker, Wachkomatiker
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Re: Digitalcourage: Ihre Kleidung funkt
... damit beschädigt man die Ware an sich, so definieren es viele Hersteller!
Der KaPiTN hat schon Recht, gibt auch so ein Teil (Suchmaschine fragen), nur wer möchte das Ding immer mit rum schleppen?
... außerdem kann es ja auch sein, das einige Zeitgenossen die RFID nutzen, das nicht Lustig finden, wenn auch ihre Spielzeuge gedämpft werden!
Was bleibt ist ein Gerät, das die Impedanz der Antenne (gleichzeitig Stromversorgung) des RFID-Chips ermittelt und per Impuls zerstört!
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30. 12. 2012, 19:32 #9root
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Re: Digitalcourage: Ihre Kleidung funkt
Falsch, in Amerika sind RFID chips durchaus üblich. Übrigens kann man die Chips recht einfach entwerten/zerstören, wenn man sie magnetischen Wellen (Microwellen) aussetzt.
Das wurde allerdings von Kunden in Geschäften nicht angenommen, weil diese eben keine direkten Auswirkungen beim Zerstören der Chips gemerkt haben, es passiert ja nichts direkt sichtbares dabei.
Und zum Thema Firewall: Du brauchst den Chip lediglich mit etwas Alufolie zu umwickeln, um ihn vorm Auslesen zu schützen.
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30. 12. 2012, 19:42 #10
Re: Digitalcourage: Ihre Kleidung funkt
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30. 12. 2012, 19:54 #11Mitglied
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Re: Digitalcourage: Ihre Kleidung funkt
Das ist nicht falsch was ich sage.
Das Argument das in Deutschland (bei Niedrigst Kostenprodukten) keine RFID verwendet werden ist in der Tat einfach der Kostenfaktor.
Wenn mein produkt 69 cent kostet, da schlägt so ein 1-2 cent teurer Chip einfach rein, da benutz ich einfach Barcodes, die kosten mich effektiv nichts (so wenig das es irrelevant wird).
In teuren produkten, gerade im Technik bereich kann man RFID richtig sinnvoll benutzen.
Genauso in Fabriken und Lagerstätten, aber wie gesagt, als Wegwerf Produkt sind 1-2 cent irgendwie auch zu viel wenn man Barcodes als Alternative hat.
In Korea und Amerika gibts das natürlich schon verbreiteter, Deutschland wartet sehr lange mit solchen "Neuerungen".
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30. 12. 2012, 20:18 #12
Re: Digitalcourage: Ihre Kleidung funkt
Kommt drauf an. Wenn ich durch die 1-2 Cent Investition am Ende mehr Kunden als vorher in meine Laden locke, und durch die Investition schließlich Gewinn erziele, macht das durchaus Sinn.
Such einfach mal nach "Erlebnis Shopping". Dank Amazon könnten sich auch bald Chips rentieren. Kommt drauf an was die BWLer im Vorstand so alles ausrechnen.
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31. 12. 2012, 22:16 #13Mitglied
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Re: Digitalcourage: Ihre Kleidung funkt
Eben. Klar lohnt sich das von den Features die man gewinnt, aber es ist nunmal eine Investition, die macht man lieber nicht wenn man sich nicht absolut sicher ist das es etwas bringt.
Deutschland lässt sich mit so etwas lieber lange lange Zeit, den warum eine große Investition machen die sich vielleicht nicht rechnet, wenn man auch noch die nächsten 10 Jahre mit barcodes weitermachen kann ?!
So denken nunmal die meisten.
RFID hat viele viele Vorteile und man kann extrem viel mit den Daten machen, aber es bleibt erstmal eine nicht zu verachtende Investition wenn man seine Produkte umstellen will (gerade weil jeder Supermarkt das unterstützen muss usw. usw.).
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01. 01. 2013, 09:33 #14Mitglied
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Re: Digitalcourage: Ihre Kleidung funkt
Ich wollte es auch gerade schreiben. Für meinen neuen Perso habe ich mir den in dem Video gezeigten RFID-Blocker gekauft. Der funktioniert so gut, dass der Firmenausweis welcher sich zusammen mit dem Personalausweis in meiner Geldbörse befindet und nicht in diesem Blocker steckt, am Teminal der Firma durch bloßes gegenhalten der Geldbörse nicht mehr erkannt wird.
Das Problem mit diesen RFIDs wird wohl eher sein, dass diese sich irgendwann an fast jedem Artikel befinden werden ohne dass man erkennt wo die dort sind. Solche Techniken werden immer Begehrlichkeiten von verschiedenen Seiten wecken. Alles in die Mikrowelle stecken funktioniert wohl auch nicht immer. Manche Jacke past wohl auch zusammengeknüllt nicht in eine Mikrowelle. Was kann man in so einem Fall tun um solch einen Chip unwirksam werden zu lassen? Wie kann man sich schützen?
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01. 01. 2013, 23:15 #15Mitglied
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Re: Digitalcourage: Ihre Kleidung funkt
Sperrmechanismus der Mikrowellentür mit einem geeigneten Gegenstand umgehen?
Aber im Ernst, so paranoid wie ich sonst gerne bin, im Fall von RFID-Chips in Kleidung sehe ich kein reales Gefahrenpotential. In anderen Gegenständen (vor allem Technik) eventuell schon, aber da machen mir GPS-Chips und Internet-Funktionalität mehr Sorgen.
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02. 01. 2013, 04:53 #16
Re: Digitalcourage: Ihre Kleidung funkt
Der Chip hat minimal eine ID, vorzugsweise eine GUID. Alleine damit hättest Du dann in jede Kleidungsstück einen Cockie.
Einfachstes Beispiel. Du gehst jede Tag an einem Lesegerät vorbei. Die Socke, die einmal gespeichert wurde, wird jedesmal wiedererkannt. Jetzt trägst Du nicht jeden Tag die gleiche Socke. Aber je öfter Du da vorbei gehst, desto mehr sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass Du ein gar kein Kleidungsstück trägst, welches schon einmal von Dir getragen wurde.. Jedes Kleidungsstück ist ein Puzzleteil DEINES Profils.
Es wird also nicht nur registriert, daß die eine Socke alle paar Tage oder Wochen vorbei kommt sondern es lassen sich Personen wiedererkennen.
Diese Informationen lassen sich natürlich theoretisch an andere Lesegeräte weitergeben, so daß sich Bewegungsprofile erstellen ließen.
Wie bei Internetcockie, wären das erstmal nur anonyme Profile, solange keine Verknüpfung mit einem Namen vorhanden ist. Allerdings lassen sich die RFID "Cockies" nicht per Knopfdruck löschen. Und je mehr Daten Anfallen, desto mehr steigt die Gefahr der Verknüpfung.
Und bei dem Beispiel habe ich jetzt nur unterstellt, daß nur eine Nummer auf dem Chip ist, die wiedererkannt werden kann.
1) Da könnten auch noch andere Informationen drauf sein.
2) Es könnten zur Nummer Informationen aus Datenbanken abfragbar sein, die Informationen enthalten.
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02. 01. 2013, 16:46 #17Mitglied
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Re: Digitalcourage: Ihre Kleidung funkt
Ja das kam mir zwar auch direkt in den Sinn, aber letztendlich wäre doch der Aufwand den "Nutzen" nicht wert.
Es fängt ja schon an damit, dass überhaupt einmal der Name mit jedem Kleidungsstück in Zusammenhang gebracht werden müsste, aber wie soll das gehen?
Der überwiegende Teil der Bevölkerung, die Zielgruppe mit wechselnden Interessen, kauft doch nicht mit Kreditkarte ein? Im Falle von normalen Bankkarten wäre das auch nicht so einfach, schon wegen Datenschutz usw. Zumal die Käufer dann richtig schön sensibilisiert werden würden für paranoides Verhalten und die Chips einfach grundsätzlich vernichten oder blocken, die Aktion hat dann backfired. Und soll es eine Pflicht geben, Sachen nur noch mit Angabe von Namen mit Abgleich der Persodaten kaufen zu dürfen? Was ist mit Flohmärkten und Geschenken, Altkleidersammlung, Ausland? Sachentausch wäre der neue Trend?
Dazu kommt der Sinn des Ganzen, es wäre doch nur für personalisierte Werbung wirklich lohnenswert (für den Zweck der Überwachung gibt es sinnvollere, "sicherere" Möglichkeiten). Für reale personalisierte Werbung müssen dann aber auch hohe Summen in weitere Geräte gesteckt werden, z.B. zentrale Datenbank, überall Lesegeräte, Internetanbindungen, Bildschirme mit Computern, usw. Quasi Minority-Style, man geht an so einem Teil vorbei und auf der Scheibe kommt ein Spot in dem du namentlich angesprochen wirst und dir wegen deinem roten T-Shirt noch eine rote Jogginghose empfohlen wird.
Das Ganze lohnt sich doch gar nicht, die Kosten sind zu hoch und das Verfahren zu aufwendig und ungenau.
Eine andere Möglichkeit wäre z.B. bei Bürogebäuden oder öffentlichen Plätzen einen Scanner aufzustellen als so eine Art Überwachungskamera zur Aufklärung von Verbrechen, sozusagen statt Speicheltest wird ein Massen-Kleidungstest später gemacht. Wäre aber auch eher sinnlos.
Unangenehm wäre die Technik wenn sie vom Arbeitgeber eingesetzt wird, um Arbeitswege und -zeiten vom Arbeitnehmer zu überwachen, allerdings ist das schon jetzt sowieso verboten.
Letztendlich gibt es einfach bessere Möglichkeiten um welche Ziele auch immer zu erreichen, als RFID-Chips zu verwenden und man kann sie relativ einfach deaktivieren.
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02. 01. 2013, 20:49 #18
Re: Digitalcourage: Ihre Kleidung funkt
Es muß ja auch gar nicht im großen Stil (Staat) angewendet werden, um eine Gefahr darzustellen. Es reicht ja schon, daß die Information jedem offensteht. Die Reichweite wird vielleicht auch noch gesteigert.
Dann kann man bald die Objekte (und damit Personen) mit dem Smartphone durch die City tracken. Oder richtig unangenehm, man kann feststellen, ob sich Personen in einer Wohnung aufhalten und wieviele. Klasse für Einbrüche.
Das alles sind Dinge, die einem spontan einfallen. Kriminelle werden vielleicht noch gerissenere Mißbrauchsmethoden entdecken
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