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12. 01. 2013, 11:33 #1
Geplanter Assange-Auftritt sorgt für Proteste in Oxford
Ein geplanter Video-Auftritt von WikiLeaks-Chef Julian Assange beim Debattierclub der Universität in Oxford sorgt für eine Kontroverse. Einige Studenten planen angeblich sogar Demonstrationen, um Assanges Auftritt zu verhindern. Stein des Anstoßes sind die gegen Assange in Schweden erhobenen Vorwürfe sexuellen Fehlverhaltens.
zur News
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12. 01. 2013, 12:08 #2Mitglied
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Re: Geplanter Assange-Auftritt sorgt für Proteste in Oxford
Jaaaa und wieder unsinnige News damit wir ihn nicht vergessen
besonders mag ich das:
Es ist besonders ironisch, dass er gebeten wurde, bei einer Verantwortung zu sprechen, die Integrität und die Suche nach der Wahrheit feiert, wenn er selbst die Suche nach der Wahrheit blockiert.
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12. 01. 2013, 12:43 #3Mitglied
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Re: Geplanter Assange-Auftritt sorgt für Proteste in Oxford
Tom Ruthland ist Labour-Mitglied. Natürlich wird er die Position der Labour-Regierung vertreten - und die belagert Assange aktuell in der ecuadorianischen Botschaft.
Simone Webb, die andere große Kritikerin, bezeichnet sich selbst öffentlich gerne als "queer feminist" - natürlich ist sie bedingungslos auf der Seite von etwaigen Vergewaltigungsopfern - sie ist in etwa so "neutral" wie Alice Schwarzer im Kachelmann-Prozess.
Wir haben also Leute, die aus offensichtlichen Motiven gegen Assange protestieren. Das kann uns doch nicht wirklich überraschen, oder? Der Newswert entspricht in etwa dem von "Die NRA ist gegen eine verschärfung des amerikanischen Waffenrechts!" - ach wirklich?
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12. 01. 2013, 21:05 #4
Re: Geplanter Assange-Auftritt sorgt für Proteste in Oxford
Tom Rutland, fuck you. Jeder mit mehr als einer Hirnzelle weis, dass diese absurden Anschuldigungungen komplett erfunden sind.
N.B.: Ich finde es nicht korrekt dass ein gewisser Tom Rutland hier auf dieser öffentlichen Plattform mit seiner persönlichen Meinung zitiert wird. Was soll das? Was hat das mit objektiver Berichterstattung zu tun?
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12. 01. 2013, 21:26 #5
Re: Geplanter Assange-Auftritt sorgt für Proteste in Oxford
Der tweet von Rutland wurde als Beispiel benutzt, um (völlig wertfrei) ein Argument der Gegner von Assanges Auftritt zu zeigen. Wo ist da das Problem?
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12. 01. 2013, 21:58 #6Mitglied
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Re: Geplanter Assange-Auftritt sorgt für Proteste in Oxford
@Th3b3n:
Leute könnten sich ob seiner Meinung in ihrer eigenen Meinung verletzt fühlen
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12. 01. 2013, 22:11 #7
Re: Geplanter Assange-Auftritt sorgt für Proteste in Oxford
Genau das ist der Punkt: die Meinungen von Einzelpersonen werden immer Gegenreaktionen von Einzelpersonen erzeugen. Die Nennung des Namens (sowie das "Pasten" des "Tweets"!) war völlig überflüssig. Meiner Meinung nach ist das nicht professionell...
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12. 01. 2013, 22:23 #8
Re: Geplanter Assange-Auftritt sorgt für Proteste in Oxford
So lange diese Gegenreaktion sich auf darauf beschränkt in mündlicher oder schriftlicher Form eine Gegenmeinung zu äußern ist doch alles bestens. Meinungsäußerung eben.
Der Tweet ist für jeden einsehbar, der Name steht auch drunter und als Studentensprecher der betroffenen Uni kann man ihn und seine Meinung da ruhig mal hernehmen, zumal sie ja sehr gut zeigt, aus welchen Gründen einige Leute mit dem Assange-Auftritt nicht einverstanden sind.
Du musst diese Meinung von Rutland nicht teilen, tue ich auch nicht, aber du willst ihm oder anderen Leuten doch wohl nicht verbieten ihre Meinung frei zu äußern, oder?
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12. 01. 2013, 22:24 #9
Re: Geplanter Assange-Auftritt sorgt für Proteste in Oxford
Der Typ ist Studentensprecher. Natürlich gehört seine Meinung in so einen Artikel. Bloß weil dir seine Meinung nicht passt, musst du das nicht niedermachen.
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13. 01. 2013, 00:55 #10Mitglied
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Facebook-Seite zum Protest
Mitdiskutieren kann man in der Zwischenzeit auch auf der Facebook-Seite zum Protest (Englisch)
äh und an die ganzen Assange-Verteidiger in diesem Forum - wäre einer der Profis hier iso freundlich, eine Stellungnahme zu den vom offiziellen Wikileaks-Account getweeteten Links zum rechtsextemen Blatt "Fria Tider" ein Kommentar abzugeben? Wäre äußerst interessant zu lesen. Die Rede ist hiervon.
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13. 01. 2013, 05:38 #11
Re: Facebook-Seite zum Protest
Habe den von dir verlinkten Artikel gerade gelesen, aber leider fehlt mir darin jegliche Information darüber, um was es in den verlinkten Artikeln ging.
Ich muss also nach der Devise "Im Zweifel für den Angeklagten" davon ausgehen, dass die verlinkten bzw. zitierten Inhalte lesenswert und frei von rechtem Gedankengut sind, obwohl sie von Nazis verfasst wurden. Ich halte es nämlich für möglich, dass Anhänger dieser Ideologie, die ich persönlich für absolut schwachsinnig halte, prinzipiell in der Lage sind, zu anderen Themen durchaus vernünftige Ansichten zu haben.
Anders gesagt:
Was soll man denn auf eine Kritik, die man mit den Worten "Wikileaks hätte auf nicht näher spezifizierte Inhalte nicht verlinken sollen, weil diese von Nazis erstellt wurden" zusammenfassen kann, antworten?
Für mich ist diese Logik genauso unsinnig wie Rassismus, denn würde man ihr konsequent folgen, müsste man in der hypothetischen Situation, dass ein "Nazi-Wissenschaftler" ein Heilmittel gegen Aids findet und darüber in einer "Nazi-Zeitung" schreibt, dies totschweigen, weil man ja den inhaltlichen Wert einer Aussage der persönlichen Bewertung desjenigen, der sie trifft, unterordnet. (Achtung: Das soll kein Vergleich sein, sondern nur ein extremes Beispiel, in dem die Problematik eines derartigen Bewertungskriteriums besonders eindeutig zu sehen ist.)
@Topic: Selbst wenn ich die Vorwürfe gegen Assange für glaubwürdig halten würde, fände ich es immer noch schockierend, dass selbst Studenten (die eigentlich eine wissenschaftlichere Denkweise beherrschen sollten) der Meinung sind, man müsse eine vielversprechende Diskussion verhindern, weil man einen Gesprächspartner als Person verachtet, unabhängig davon, ob er einen sinnvollen Beitrag zum Thema leisten kann.
Im Prinzip eigentlich genau das Gleiche wie "Lasst den Nazi nicht zu Wort kommen, egal, was er sagen will".
Also wenn schon die sogenannte intellektuelle Elite nicht in der Lage ist, in einer Diskussion Inhalte über persönliche Zu- und Abneigungen zu stellen, kann es eigentlich kaum noch verwundern, dass die Menschheit so selten in der Lage ist, Probleme rational anzugehen, um wirklich sinnvolle Lösungen zu finden...
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13. 01. 2013, 15:25 #12Mitglied
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17. 01. 2013, 12:50 #13Mitglied
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Fact Sheet zum Fact Sheet
es gibt gerade einen spannenden Link, vielleicht interessiert das jemand:
Facts zum aktuell von fanatischen Assange-Supportern verbreiteten "Fact Sheet" (das "Fact Sheet" ist ein Flugblatt, das von Assange-Supportern vorbereitet wurde und am 23.1. dort verbreitet werden soll, zusätzlich zu den aktuell versendeten Links).
Hier also die Antwort der Protest-Unterstützer darauf. Wörtliche Zitate aus dem Fact Sheet mit Gegenargumentation, wobei die Gegenargumentation diejenige ist, die für ihre Argumente Referenzen nennt, der Assange-Fanclub spart sich diese Mühe.
https://leser.piratenpad.de/factfacts
Falls es jemanden interessiert.
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17. 01. 2013, 13:45 #14
Re: Geplanter Assange-Auftritt sorgt für Proteste in Oxford
das traurige an der ganzen geschichte ist wie sich der englische staat und der schwedische (überraschender als die engländer) zum büttel der usa machen lassen, denn einen prozess wg. vergewaltigung kann ja eigentlich auch in absentia geführt werden... bzw. wenn es darum geht zu prüfen in wie weit die vorwürfe der wahrheit entsprechen.
aber in dem moment wo es bei einer möglichen festnahme um die mögliche auslieferung in die usa geht, stehe ich voll und ganz hinter herrn assange. denn ein leben in guantanamo, od. änlichen gefangenenlagern möchte ich keinem zumuten. dies ist ja auch gegen jegliche internationale konventionen...
wenn man sich das überlegt, sind die assange gegner also auch in gewisser weise für die inhaftierung ohne prozess... denn es geht hier um mehr als vergewaltigungsvorwürfe!
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17. 01. 2013, 15:40 #15
Re: Geplanter Assange-Auftritt sorgt für Proteste in Oxford
Die schwedische Justiz hätte auch einfach eines der vielen Angebote Assanges annehmen können, ihn in England zu befragen.
Oder sie hätten ihn befragen können, während er in Schweden darauf gewartet hat, anstatt ihn wochenlang zu ignorieren, bis man ihm mittteilt, dass er das Land verlassen darf, nur um dann plötzlich einen internationalen Haftbefehl gegen ihn auszustellen...
Vermutlich hätte auch eine Garantie, dass Assange nicht an die USA ausgeliefert wird, also Schweden entweder nach dem Prozess oder ggf. nach Absitzen einer Haftstrafe als freier Mann verlassen darf, geholfen, ihn dazu zu motivieren, nach Schweden zu kommen und sich den Vorwürfen zu stellen...
Worauf ich hinaus will: Würde es wirklich nur um die vorgebrachten Vorwürfe gehen, hätte sich bestimmt eine Lösung finden lassen, bei der Assange entweder mitspielt oder zumindest (falls er es nicht tun würde) den Großteil seiner weltweiten Unterstützer verlieren würde.
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17. 01. 2013, 16:18 #16Mitglied
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Re: Geplanter Assange-Auftritt sorgt für Proteste in Oxford
und warum sollte sich die schwedische justiz auf der nase rumtanzen lassen solln? nur weil er julian assange ist tanzt alles nach seiner reihe oder wie...
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17. 01. 2013, 16:34 #17
Re: Geplanter Assange-Auftritt sorgt für Proteste in Oxford
tanzt hier ja keiner irgendwem auf der nase herum. da es bei der geschichte einzig und alleine darum geht nicht für den rest des lebens irgendwo in den staaten hinter schloß und riegel ohne rechtmäßigen prozess zu vergammeln... daher finde ich obrige aussage, wie viele der assange gegner äusserst beunruhigend...
(und das heißt noch lange nicht, dass ich ein befürworter für assange bin. ich habe einfach genug menschenverstand, einem menschen nicht die grundrechte nehmen zu wollen!)
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17. 01. 2013, 17:11 #18Mitglied
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Re: Geplanter Assange-Auftritt sorgt für Proteste in Oxford
jeder ist für sein tun verantwortlich auch herr assange
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17. 01. 2013, 17:50 #19Gesperrt
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Re: Geplanter Assange-Auftritt sorgt für Proteste in Oxford
Und auch die (schwedische) Justiz. DIE hat sich nämlich das Ei selbst ans Schienbein genagelt.jeder ist für sein tun verantwortlich auch herr assange
Ich zitiere mal was du beim Lesen deines Vorposters wohl übersehen hast:
Also kurz:sie hätten ihn befragen können, während er in Schweden darauf gewartet hat, anstatt ihn wochenlang zu ignorieren, bis man ihm mittteilt, dass er das Land verlassen darf, nur um dann plötzlich einen internationalen Haftbefehl gegen ihn auszustellen...
Er war da und hat gewartet.
Man wollte nicht.
Er durfte gehen -> er ist gegangen.
Und jetzt wird geheult weil er weg ist.
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