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  1. #1
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    Standard Richtig Lernen, aber wie? (Lerntechniken)

    Hallo liebe Leute!

    Mich würde es sehr gerne interessieren, wie Ihr für euer Studium, Test oder allgemein für die Schule lernt.

    Nach einer langer Lehrstellensuche ohne Erfolg, habe ich 2 Jahre lang ein Praktikum gemacht und mein Erspartes plus einem Teil meiner Eltern habe ich mir eine Schulische Informatikerlehre als Applikationsentwickler finanziert. Meine Ausbildung sieht so aus: Zuerst 2 Jahre Schule, 1 1/2 Jahre Praktikum und wieder 1/2 Jahr Schule (vorbereitung auf die Abschlussprüfung).

    Bevor ich die Schule angetreten habe, habe ich ein schlechtes Schuelniveau absolviert.

    Die Informatik-Schule an sich ist sehr gut und war zu beginn Recht einfach. Die Tests waren weder schwer noch "stressig". Jetzt ist gut ein halbes Jahr vergangen und langsam komme ich an meine Grenzen. Jeden Tag habe ich Stress und bin in einem engen Terminplan. Ich weiss einfach nicht, wie ich am besten lernen kann. Am Anfang hatten wir wenig Schulstoff zum Lernen und jetzt haben wir viele Prüfungen (manchmal 4, 6+) in der Woche und ich weiss einfach nicht wie ich mich darauf vorbereiten kann. Im Unterricht und in der Schule sitze ich in der vorderstern Reihe, bin stets aktiv, stelle Fragen und mache mir Notizen. Unsere Lehrer müssen uns mind. 1 Woche im Voraus einen Test ankündigen jedoch sagt uns kein Lehrer richtige Lernziele auf. Wir werden aufgefordert, die letzten Kapitel in unseren Büchern nochmals zu lesen und zu repetieren oder eine häufige Antwort, es kommt nur das was im Unterricht vor kam. Es ist schwierig, bei mehr als 10 Fächern sich alles zu merken was wir im letzten Unterricht hatten.

    Es würde mich sehr interessieren, wie Ihr lernt. Wie könnt ihr, die in eine Uni gehen oder hauptsächlich studieren, alles auf eine Reihe kriegen? Was sind eure Lernmethoden, habt ihr Tipps für mich? Die Ausbildung ist nicht gerade leicht, doch ich möchte Sie erfolgreich abschliessen. Meine Lehrer geben mir auf diese Frage meistens die Antwort: "Du musst dein Lernen selber herausfinden". Einige Empfehlen mir auch MindMaps oder repetieren bis es nicht mehr aus dem Kopf geht. Die Noten in der Schweiz sind von 1 (schlechteste) - Note 6 (Beste) und ich erhalte meistens nur eine 4,3 - 4,6 (selten über eine 5).

    Mir fehlt oft der Überblick und ich ordne meine ältern Blätter meistens in den Ordner. Was mir aufgefallen ist, alles was ich gesehen habe kann ich mir gut merken, jedoch habe ich es mit MindMaps probiert aber ich weiss auch nicht wie man ein richtiges MindMap macht.
    Könnt Ihr mir helfen?


    Für das Lernen bin ich sehr motiviert und bin für jeden Tipp sehr dankbar!

    Danke im Voraus!

  2. #2
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    Standard Re: Richtig Lernen, aber wie? (Lerntechniken)

    Ich bin zwar noch in der 11. Klasse an einem allgemeinbildenden Gymnasium, aber ich kann dir sagen, dass sich mein Lernverhalten deutlich von anderen unterscheidet.
    Wenn ich um mich herum immer sehe, wie viele den Stoff stunden- und tagelang auswendig lernen, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Meistens fange ich einen Tag vor meiner Klausur oder Arbeit mit lernen an und spare so sehr viel Zeit.

    Ich merke mir meinen Stoff vor allem durch logisches Verständnis, Mitarbeit und manchmal auch durch Eselsbrücken und muss so viel weniger machen als andere.
    Wenn es nun zum Beispiel um die Maßnahmen des Staates in der Finanzpolitik geht, überlege ich logisch, was er zur Verfügung hat, was er davon einsetzen kann und wie er es am besten tut. Ich lerne seine Instrumente und deren Beschreibung nicht auswendig. Den Rest merke ich mir durch mein Aufpassen im Unterricht. Falls es doch nötig sein sollte, bestimmte Sachen auswendig zu können, baue ich mir Eselsbrücken.
    So lerne ich "Die Grenzen der Finanz- und Fiskalpolitik" über die Eselsbrücke MDTKP, die ich mir wiederum durch Marxistisch-DeuTsch-Kommunistische Partei merken könnte, wenn ich mich nicht automatisch daran erinnere. Je blöder und lustiger die Abkürzungen, desto eher merke ich sie mir. Die Abkürzung MDTKP steht dabei für folgendes:

    M -> Maßnahmen
    D -> Dosis
    T -> Timing
    K -> Koordination
    P -> Politik

    Um diese Begriffe dann zu erläutern denke ich wieder logisch nach. (Timing: zu früh/zu spät). Es kann durchaus mal passieren, dass ich ein paar Kleinigkeiten vergesse, aber ich verstehe das Thema immer im Kern und vergesse es auch so schnell nicht wieder. Natürlich könnte es auch sein, dass ich einer von denen bin, denen alles in den Schoß fällt, aber das bezweifle ich.
    Ich muss noch erwähnen, dass ich manchmal denke, im Ansatz ein fotografisches Gedächtnis zu besitzen. Ich schaue mir Seiten an und versuche, bewusst ein "geistiges Foto" davon zu machen und so merke ich mir den Aufbau. Je nachdem, ob mein Gedächtnis will oder nicht, kann ich mir das dann mehrere Stunden und manchmal sogar auch Tage bewahren; es kann aber auch sein, dass es manchmal gar nicht will. Je häufiger ich das mache, desto weniger kann ich mir die Seiten merken.

    Von Mind Maps und sonstigen Veranschaulichungen halte ich nicht viel, da sie mir oft viel zu chaotisch und nicht aussagekräftig sind.
    Geändert von Und3rt4ker (19. 01. 2013 um 20:46 Uhr)

  3. #3
    Mitglied Avatar von tuttle64
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    Standard Re: Richtig Lernen, aber wie? (Lerntechniken)

    Zitat Zitat von Und3rt4ker Beitrag anzeigen
    Von Mind Maps und sonstigen Veranschaulichungen halte ich nicht viel, da sie mir oft viel zu chaotisch und nicht aussagekräftig sind.
    Es muss jeder selber entscheiden, wie er am einfachsten lernt. Ich bin auch eher der visuelle Lerntyp und so finde ich Mind Maps gar nicht so übel, insbesondere wenn man diese selber erstellt.

    Ich finde man lernt am besten, wenn die Aufmerksamkeit für den Stoff da ist. Und dies war bei mir während des Unterrichts der Fall. So habe ich im Unterricht versucht zu verstehen und wenn man es verstanden hat, hat man es oft auch gleich gelernt.

    Lerntechniken gibt es ja viele. Wichtig ist für sich selbst eine zu finden, die wirklich effizient ist!

  4. #4
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    Standard Re: Richtig Lernen, aber wie? (Lerntechniken)

    Ich habe es schon so ausgedrückt, dass zu erkennen war, dass es meine persönliche Meinung ist. Genauso könnte mein Lernstil ihm (und anderen) nicht passen, aber er hat nun einmal gefragt, wie andere das machen.

  5. #5
    Mitglied Avatar von dapacka
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    Standard Re: Richtig Lernen, aber wie? (Lerntechniken)

    Bei mir kommt es stark darauf an wie ich im Unterricht mitarbeite und wie sehr mich das Thema interessiert. Fächer wie "Rechtskunde" oder "Deutsch + Kommunikation" interessieren mich nicht so stark, wenn es aber um "Anatomie" oder "Krankheitslehre" etc. geht, bin ich überaus motiviert.

    Ich schreibe demnächst eine Arbeit unter anderem über koronare Herzkrankheiten, deren Ursachen, Untersuchungen, Therapie etc. Es würde mir nichts bringen das stur auswendig zu lernen. Ich mach es mir gemütlich in einer ruhigen Atmosphäre, ohne Ablenkung und denke dann intensiv über das Thema nach und hinterfrage WARUM das so und so ist. Um etwas zu wissen, muss ich es erst verstehen. Ich nutze dabei verschiedene Quellen wie z.B. meine eigenen Notizen, Bücher, Internet oder frage zur Not auch einfach einen Arzt der es mir erklärt.
    Nach 2 Stunden lernen mach ich aber erstmal eine kleine Pause um abzuschalten und fange danach wieder an.

    Mind Maps oder ähnliches hab ich erst einmal probiert, fand ich aber nicht so toll.

    greetz...

  6. #6
    Mitglied Avatar von Mihael
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    Standard Re: Richtig Lernen, aber wie? (Lerntechniken)

    Nachdem bei mir 99% der Prüfungen irgendwie mit Mathe oder Programmieren zu tun haben mach ich hauptsächlich learning by doing. Rechnen, kontrollieren, Fehler ausfindig machen und analysieren, repeat forever. Fächer wo man einfach nur Zusammenhänge, Modelle oder Begriffe erklären muss sind aus irgendeinem Grund problemlos, ein bis zwei mal durchlesen und passt. Ich hab auch kaum Mitschriften oder sowas.
    Aber: An der Uni hats mich anfangs extrem umgehaun. Bin durch Klausuren und Prüfungen gerasselt wie nix. Die Gymnasiumnote sagt da meiner Erfahrung nach nicht viel aus (Oberstufe war geschenkt, Matura 1.0 ).

  7. #7
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    Standard Re: Richtig Lernen, aber wie? (Lerntechniken)

    vielleicht hilft dir das etwas weiter
    http://spon.de/adQFP

  8. #8
    Mitglied Avatar von bordercollie
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    Standard Re: Richtig Lernen, aber wie? (Lerntechniken)

    Von den ganzen Posts hier kann ich auch nur ein Lied singen.

    Da ich Medizin studiere, muss ich extrem viel auswendig lernen, was mir eigentlich nie leicht gefallen ist. Man gewöhnt sich aber daran.
    Was mir hilft Sachen besser zu verstehen, ist viele Skizzen zu machen. Klar ist das schwer wenn man Informatik oder Mathematik studiert.
    Wenn man aber die Möglichkeit hat, den Lerninhalt irgendwie visuell darzustellen, sollte man das auf jeden Fall tun

    Ansonsten besorge ich mir immer 100-200 Karteikarten DIN A5 in gelb (auf gelben Papier merke ich mir komischerweise Dinge viel besser, denke das hängt mit dem Kontrast zusammen)

    und versuch jedes Thema auf eine Karte zu packen.
    Danach die Karten durchpauken und gut ist.

    Dazu muss ich aber auch sagen, dass ich ein Spätanfänger bin.
    Erst 3-4 Tage vor der Prüfung fang ich an von morgens bis abends durchzulernen. Wie ich das schaff ist mir manchmal auch ein Rätsel. Hab es mal innerhalb von 3 Tagen geschafft ein 350 Seiten Brocken Physiologie in gute 30 Seiten zusammenzufassen

  9. #9
    Mitglied Avatar von Schlagbohrer
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    Standard Re: Richtig Lernen, aber wie? (Lerntechniken)

    Nach einer langer Lehrstellensuche ohne Erfolg, habe ich 2 Jahre lang ein Praktikum gemacht
    Wahrscheinlich unbezahlt, damit du keine Lücke im Lebenslauf hast, richtig ? Musst du wissen, ich hätte es nicht getan.

    Also deine Situation kommt mir irgendwie bekannt vor.
    In der Schule nur auf Sparflamme gelernt.
    Dann nach der Schule der Totalschock.
    Schließlich die Entscheidung sich weiterzubilden.
    Verdammt woher kenne ich das bloß, tja lange her.

    Also lernen ist etwas was mit der Zeit immer leichter fällt.
    Stell es dir wie einen Muskel vor der erst trainiert werden muss.
    Dazu gibt es verschiedene Arten des Lernens.
    Für eine schriftliche Klausur zu lernen ist etwas ganz anderes wie
    für eine Mathematik oder Physikklausur.
    Eben zwei verschiedene Muskelgruppen.

    Bedauerlicherweise sind dein Lernmuskeln ziemlich untertrainiert.
    Ich sag das einfach mal ganz deutlich, ohne dich näher zu kennen, aber es passt einfach nur zu gut.

    Mein Tipp an dich, lern einfach weiter, dass ist dein Training, du wirst ganz von selber immer effizienter. Dazu gehört beispielsweise das du irgendwann ziemlich präzise Texte nach wichtigen Informationen filtern kannst.

    Ein wichtiger Punkt ist das du dich darauf einstellen musst auch mal eine Ehrenrunde zu drehen. Wenn du dir anfängst zu viel Stress zu machen, wird das Lernen sehr viel schwieriger und eventuell wirfst du dann irgendwann alles hin.

    Motivation ist natürlich auch wichtig.

    Pessimisten neigen dazu sich als Lernmotivation selber Ängste zu machen.
    Da wird sich dann gegenseitig auf dem Pausenhof erzählt, nur noch die besten würden überhaupt eine Arbeit finden blablablablabla usw.

    Optimisten neigen dagegen dazu sich als Lernmotivation selber Hoffnungen zu machen.
    Da werden dann schon die Pläne gemacht was man mit der ersten Million machen wird, im Laufe der Zeit wird dann eine Milliarde draus. Bis die Seifenblase nach dem Studium platzt und sich ein tiefer Schacht für den freien Fall öffnet.

    Ich persönlich bin der Auffassung das die Motivation aus der Sache selber
    kommen sollte. Du musst dich wirklich als Informatiker fühlen, gerne vor deinem PC sitzen. Glücklich sein wenn eine Anwendung ohne irgendwelche Bugs läuft.
    Leute mit so einer Einstellung sind auch erfolgreich.

  10. #10
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    Standard Re: Richtig Lernen, aber wie? (Lerntechniken)

    Wow danke euch vielmals für eure Hilfe. Ich hab mich mal durchgelesen und ich finde es immer wieder spannend, welche Leute man hier im Gulli antrifft! Ein paar studieren Medizin, die anderen wiederum sind an der Uni echt unglaublich.

    Zitat Zitat von bordercollie Beitrag anzeigen
    Von den ganzen Posts hier kann ich auch nur ein Lied singen.

    Da ich Medizin studiere, muss ich extrem viel auswendig lernen, was mir eigentlich nie leicht gefallen ist. Man gewöhnt sich aber daran.
    Was mir hilft Sachen besser zu verstehen, ist viele Skizzen zu machen. Klar ist das schwer wenn man Informatik oder Mathematik studiert.
    Wenn man aber die Möglichkeit hat, den Lerninhalt irgendwie visuell darzustellen, sollte man das auf jeden Fall tun

    Ansonsten besorge ich mir immer 100-200 Karteikarten DIN A5 in gelb (auf gelben Papier merke ich mir komischerweise Dinge viel besser, denke das hängt mit dem Kontrast zusammen)

    und versuch jedes Thema auf eine Karte zu packen.
    Danach die Karten durchpauken und gut ist.

    Dazu muss ich aber auch sagen, dass ich ein Spätanfänger bin.
    Hey danke für den Tipp mit den Karteikarten. Mit diesen habe ich vorallem English Wörter und Fachbegriffe gut gelernt. Aber wie schaffst du es, ein Thema in einer Karteikarte zu schreiben bzw. zusammenfassen? Schreibst du nur Stichworte oder versucht du ein Thema auf mehreren Karten zu verteilen?

    Zitat Zitat von Schlagbohrer Beitrag anzeigen
    Wahrscheinlich unbezahlt, damit du keine Lücke im Lebenslauf hast, richtig ? Musst du wissen, ich hätte es nicht getan.

    Also deine Situation kommt mir irgendwie bekannt vor.
    In der Schule nur auf Sparflamme gelernt.
    Dann nach der Schule der Totalschock.
    Schließlich die Entscheidung sich weiterzubilden.
    Verdammt woher kenne ich das bloß, tja lange her.
    Du hast alles auf den Punkt genau getroffen, bis auf den Punkt mit meinem Praktikum als Koch, damals hatte ich etwas verdient

    Zitat Zitat von Schlagbohrer Beitrag anzeigen
    Also lernen ist etwas was mit der Zeit immer leichter fällt.
    Stell es dir wie einen Muskel vor der erst trainiert werden muss.
    Dazu gibt es verschiedene Arten des Lernens.
    Für eine schriftliche Klausur zu lernen ist etwas ganz anderes wie
    für eine Mathematik oder Physikklausur.
    Eben zwei verschiedene Muskelgruppen.

    Bedauerlicherweise sind dein Lernmuskeln ziemlich untertrainiert.
    Ich sag das einfach mal ganz deutlich, ohne dich näher zu kennen, aber es passt einfach nur zu gut.

    Mein Tipp an dich, lern einfach weiter, dass ist dein Training, du wirst ganz von selber immer effizienter. Dazu gehört beispielsweise das du irgendwann ziemlich präzise Texte nach wichtigen Informationen filtern kannst.

    Ein wichtiger Punkt ist das du dich darauf einstellen musst auch mal eine Ehrenrunde zu drehen. Wenn du dir anfängst zu viel Stress zu machen, wird das Lernen sehr viel schwieriger und eventuell wirfst du dann irgendwann alles hin.

    Motivation ist natürlich auch wichtig.

    Pessimisten neigen dazu sich als Lernmotivation selber Ängste zu machen.
    Da wird sich dann gegenseitig auf dem Pausenhof erzählt, nur noch die besten würden überhaupt eine Arbeit finden blablablablabla usw.

    Optimisten neigen dagegen dazu sich als Lernmotivation selber Hoffnungen zu machen.
    Da werden dann schon die Pläne gemacht was man mit der ersten Million machen wird, im Laufe der Zeit wird dann eine Milliarde draus. Bis die Seifenblase nach dem Studium platzt und sich ein tiefer Schacht für den freien Fall öffnet.

    Ich persönlich bin der Auffassung das die Motivation aus der Sache selber
    kommen sollte. Du musst dich wirklich als Informatiker fühlen, gerne vor deinem PC sitzen. Glücklich sein wenn eine Anwendung ohne irgendwelche Bugs läuft.
    Leute mit so einer Einstellung sind auch erfolgreich.
    Ich finde es interessant, wie du aus meinem Text diese Situationen rauszietieren konntest. In der Oberstufe war ich wahrlich ein Pessimist. Sehr schwer und nur mit Hilfe konnte ich optimistisch denken, und dass mache ich zurzeit bei meiner Lehre.

    Ich fühle mich vor dem PC sehr wohl, wie auch beim Programmieren. Ich werde mich mal in den Ferien gut erholen und einige eurer Tipps umsetzen und meine Lerntechnik herausfinden.

    Danke euch allen!

  11. #11
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    Lightbulb Re: Richtig Lernen, aber wie? (Lerntechniken)

    Aaaalso, ich habe die Handelsschule neben einem 40 Stunden Job nachgeholt, bin jetzt in einer leitenden Tätigkeit 40-50 Wochenstunden und lerne im Moment autodidaktisch auf die Studienberechtigungsprüfung für Bau- und Umweltingenieurswissenschaften um dies nachher auch neben dem Beruf zu studieren. Nur, dass du eine Vorstellung davon hast, dass ich weiß wovon ich spreche.

    Jeder für sich ist ein individueller Lerntyp. Ich bin der visuelle Lerntyp, ich muss Sachen sehen, mir vorstellen können und alles in Grafiken aufarbeiten, da mein Denken so ist.

    Ich würde das Lernprogramm Anki empfehlen, es läuft nach der so genannten Ebbinghausch'en Vergessenskurve.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Vergessenskurve

    Das Programm Anki ist nach dem Lernkartenformat aufgebaut, und fragt dich je nach dem ob du es gewusst hast oder nicht die Fragen nach einem gewissen Zeitraum wieder.

    Ich habe hier beste Ergebnisse erzielt, und ich hatte beim besten Willen wenig Zeit zum Lernen. Es kommt auch darauf an, wie gut du lernst bzw. wie leicht du lernst.
    Das Programm ist Freeware ich würde es ausprobieren, vielleicht hilft es.

    Alleine schon das Eintippen von Frage und Antwort in das Programm ist lernen, da du dich mit dem Stoff beschäftigen musst und die Fragen aus dem Text selbst formulieren kannst.

    http://ankisrs.net/

    Grüße
    rav3nson

  12. #12
    Mitglied Avatar von bordercollie
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    Standard Re: Richtig Lernen, aber wie? (Lerntechniken)

    Aber wie schaffst du es, ein Thema in einer Karteikarte zu schreiben bzw. zusammenfassen? Schreibst du nur Stichworte oder versucht du ein Thema auf mehreren Karten zu verteilen?
    Klar kann das manchmal schwer sein. Sicherlich kommt das auch aufs Fach an und natürlich verwende ich hin und wieder mehr als eine Karteikarte (Vorder und Rückseite)

    Die Idee die dahinter steckt ist recht simpel:
    Wenn man einen Überfluss an Informationen hat, die teils irrelevant für deine Prüfung sind, dann ist es schwer sich die brauchbaren Informationen einfach im Kopf einzuprägen indem man einfach alle Bücher durchwälzt.
    Man filtert die wirklich essentiellen Dinge heraus und schreibt sie auf eine Karteikarte. (Das sind die DIN A5 die ich verwende, die doppelt so groß sind wie normale Karteikarten)

    Ich arbeite teils mit Stichpunkten und teils mit längeren Sätzen. Dabei versuche ich immer, dass die Karteikarte immer schön übersichtlich und leicht einzuprägen bleibt.
    Das kommt oft auf die gelernte Materie an bei mir: Sachen die wunderbar bei Fächern wie Physiologie (wo man gewisse Vorgänge und Mechanismen verstehen muss) funktionieren, gehen bei reinen Auswendiglernfächern wie Anatomie (pures Auswendiglernen von Nerven, Arterien und Venen) eher in die Hose.

  13. #13
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    Standard Re: Richtig Lernen, aber wie? (Lerntechniken)

    Wie könnt ihr, die in eine Uni gehen oder hauptsächlich studieren, alles auf eine Reihe kriegen
    Im Grundstudium (5 Semester lang) musste ich, wie andere auch, jede Woche für jede Vorlesung (etwa 5-6 Vorlesung) ein Übungsblatt bearbeiten. Das war Stress pur, da man an einem Übungsblatt i.d.R. einen Tag seiner Freizeit opfern musste. Bei 5-6 ist nix mehr mit Freizeit. Wir haben dann Lerngruppen gebildet und die Sachen gemeinsam bearbeitet und uns gegenseitig erklärt. Durch das gegenseitige erklären, merkt man ob man es verstanden hat, oder nur glaub verstanden zu haben.

    Also mach viele Übungen jeden Tag und versuch es in einer Gruppe, mir hat beides geholfen, ich musst dann kaum noch für Prüfungen lernen.

  14. #14
    Mitglied Avatar von Schlagbohrer
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    Standard Re: Richtig Lernen, aber wie? (Lerntechniken)

    Ich finde es interessant, wie du aus meinem Text diese Situationen rauszietieren konntest.
    Wahrscheinlich weil ich vor zehn Jahren in etwa dieselbe Frage wie du hier formuliert hätte. Ich kann dir nur noch mitgeben das du dich auf dem richtigen Weg befindest.

  15. #15
    ex-Moderator Avatar von Seeeedy
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    Standard Re: Richtig Lernen, aber wie? (Lerntechniken)

    HÖREN
    SCHREIBEN
    LESEN
    REKAPITULIEREN
    VERSTEHEN
    REDUNDIEREN
    AUFSCHREIBEN
    ANWENDEN
    ERKLÄREN

    Hier die Erklärung
    1.Höre dem Lehrer zu wie er etwas erklärt
    1a.Lass es dir von einer Fachkundigen Person (guter Mitschüler,ArbeitsKolege)erklären.
    2.Schreib dabei mit
    3.Lese es in deinen Unterlagen und Im Buch bzw Netz nach
    4.Denk drüber nach, was das ganze soll
    5.Verstehe was es damit auf sich hat-wenn du es nicht verstehst dann Punkt 1a
    6.Lass es dir nochmal von einer Fachkundigen Person erklären (andere als 1a)
    7.Schreibe es nochmal aus dem Kopf auf
    8.Wende es an z.b Aufgaben Rechnen unzwar VIELE, solange bis du sie in Rekordzeit lösen kannst.
    9.Erkläre es einem unwissenden


    Wenn du etwas anderen erklären kannst, hast du es selbst verstanden.
    Dazu, setz dir feste Lernzeiten: Du lernst meinetwegen jeden Tag von 7-9 und machst in den 2 Stunden Facebook, Handy und Fernseher aus...

    Ich komm damit zurande ganz gut.

    ich habe in 6 Fächern jeweils den Stoff eines halben Jahres im Kopf... und glaub mir, Der tag hat 24 stunden zum Lernen...wenn das nicht reicht nimmst die Nacht dazu....hat mein mathe Lehrer immer gesagt


    P.S.
    Besorg die alte Arbeiten, oder die Unterlagen von höheren Schülern bzw Kollegen die grade ausgelernt haben!





    Und das wichtigste: DU MUSST ES WOLLEN

    Mindmaps sind bei mir Fehl am Platz, ich kann nicht auf Jeden Ast ne Formel Schreiben...
    Aber grade für Laberfächer wie Deutsch/Religion/Politik/Geschichte...haben sie mir damals sehr geholfen...
    Geändert von Seeeedy (30. 01. 2013 um 15:20 Uhr)

  16. #16
    Mitglied Avatar von alex_oO
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    Standard Re: Richtig Lernen, aber wie? (Lerntechniken)

    Also ich bin Informatikstudent im ersten Semester an einer Fachhochschule, hab vorher mein Abitur gemacht und hab mir auch ne Lernstrategie zugelegt.

    • Ein Großteil des Lernens erledige ich durch Aufpassen, Mitschreiben und gedanklichen Mitverfolgen im Unterricht. Das erspart mir das Wiederholen des Stoffes zu Hause oder vor der Prüfung.
    • Da ich viel mit Naturwissenschaften zu tun hatte/habe, ist Üben und Rechnen der zweite Teil meines Systems. Dadurch trainiere ich das Anwenden des Stoffes bzw. der Formeln.
    • Wenn doch mal richtiger Lernstoff anfällt, fasse ich den Stoff auf das Wichtige zusammen und schreib ihn (von Hand) auf Zettel, die ich nahezu überall hin mitnehme. Diese lese ich mir dann z.B. während der Werbung im TV immer mal wieder gründlich durch.
    • Zu guter Letzt kommt die Entspannung. Viele Lernpausen sind bei mir Pflicht, da ich ziemlich schnell die Schnauze von etwas voll habe, und dann geht gar nichts mehr... Auch ein gemütlicher Fernseh-/Spieleabend am Tag vor einer Prüfung hilft, um etwas Abstand zu bekommen, und um sich nicht verrückt zu machen.


    Hoffe, ich konnte helfen

  17. #17
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    Standard Re: Richtig Lernen, aber wie? (Lerntechniken)

    Auch ein gemütlicher Fernseh-/Spieleabend am Tag vor einer Prüfung hilft
    Neue und unbekannte Reize aufzunehmen sollten aber vermieden werden, damit das neue Wissen nicht verdrängt wird.

  18.  
     
     

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