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  1. #1
    Redakteur

    gulli:Redaktion

    Avatar von Julian
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    Standard Kim Dotcoms "Mega" durch Nutzerlast offline

    Kim Dotcoms neuer Internetservice Mega ist bereits kurz nach seiner Eröffnung nicht mehr zu erreichen. Offenbar konnten die Server des Filesharing-Dienstes dem Nutzeransturm nicht standhalten. Am Morgen hatte der deutsche Unternehmer die Webseite auf seinem Anwesen noch in einer extravagant angelegten Präsentation eröffnet.

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  2. #21
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    Standard Re: Kim Dotcoms "Mega" durch Nutzerlast offline

    Zitat Zitat von harvi Beitrag anzeigen
    Der hat so eine riesige Villa...das ist doch nicht etwa alles durch MegaUpload finanziert oder?
    Indem man Talent hat und Marktlücken schließt. Das haben die Neider natürlich niemals verstanden und werden weiterhin jammern, weil sie ihre Bonbons nehmen lassen.

  3. #22
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    Standard Re: Kim Dotcoms "Mega" durch Nutzerlast offline

    Wie kommt man eigentlich auf die Idee, zu so unchristlicher Zeit eine einen Server freizuschalten?
    Das war doch die Uhrzeit wo sein anwesen letztes Jahr gestürmt wurde.

  4. #23
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    Standard Re: Kim Dotcoms "Mega" durch Nutzerlast offline

    Zitat Zitat von RightRound Beitrag anzeigen
    Indem man Talent hat und Marktlücken schließt. Das haben die Neider natürlich niemals verstanden und werden weiterhin jammern, weil sie ihre Bonbons nehmen lassen.
    Das haben schweizer Banker auch getan und das Jammern in Deutschland war gross. Auch die Abomafia folgt dieser Maxime. Will heissen, nicht jeder soll Anerkennung bekommen, wenn er Lücken ausnutzt.

  5. #24
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    Standard Re: Kim Dotcoms "Mega" durch Nutzerlast offline

    Es geht nicht um die Ausnutzung von Gesetzeslücken, sondern von Marktlücken. Deshalb war Megaupload auch gleichermaßen erfolgreich wie legitim. accC hat es wunderbar aufgeführt - Respekt.

    Würde jeder mit Respekt differenzieren können, wäre selbst den letzten Schlusslichtern bewusst, dass die Raubkopie-Keule nicht rechtfertigt, ein legitimes Geschäftsmodell abzuschaffen.

  6. #25
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    Standard Re: Kim Dotcoms "Mega" durch Nutzerlast offline

    Mir gefällt die konsequente Nutzung von HTML5 und der völlige Verzicht auf Flash und anderen (in meinen Augen) inzwischen unnötigen Mist.
    Das hat Zukunft.
    Das erklärt wohl auch die Empfehlung für Google Chrome (neben einer durchaus möglichen Vergütung).

    Das ist hier eigentlich ganz aufschlussreich erklärt.

  7. #26
    Mitglied Avatar von thegreenvirus
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    Standard Re: Kim Dotcoms "Mega" durch Nutzerlast offline

    Die scheinen ja Uploader nicht mehr zu bezahlen, dann wird das sicherlich auch niemand mehr nutzen. Das ist doch für die meisten der einzige Grunde da mit zu machen.

    Ich finde es auch schade das hoch geladenen Videos nicht automatisch auf megavideo geladen werden, das hatte mir gefallen.

  8. #27
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    Standard Re: Kim Dotcoms "Mega" durch Nutzerlast offline

    Ein Drogensupermarkt ist auch eine riesige Marktlücke ....
    Oder wie wäre es mit einer "sicheren" Webseite, wo man Diebesdienste "bestellen" kann??? Wäre auch eine Marktlücke, gerade bei diesem Beispiel, würde ich ja auch nur einen Dienst anbieten, und was kann ich dann dafür, wenn die Leute das für echte Diebstähle nutzen würden - gerade wenn ich pro geglücktem Diebstahl auch noch einen Bonus auszahle - Neeee da würde ja keiner auch nur den Gedanken haben, das die Leute das anders nutzen könnten, als nur um ihre eigene Sicherheit zu testen .......

    Schon traurig was sich so manch ein Kim-Ist-Der-Super-Mega-Heiland abhängiger da an Absonderlichkeiten zusammen schustern muss, um das auch noch zu rechtfertigen.
    Auf der einen Seite wollt ihr dann auch noch den Dialog mit den Contenproduzenten (das betrifft auch viele kleine) und auf der anderen Seite erfindet ihr allerhand Schrott ausreden.
    Schon einmal daran gedacht, das man euch zB schon gar nicht mehr als Kunden will??? In meinem Bekanntenkreis verwenden ein paar mittlerweile DRMs, damit die solche unlogischen, nervigen und kostspieligen (Support kostet - gerade wenn es massig nonsens Forderungen sind) Kunden loszuwerden.
    Wie wäre es also mal zur Abwechslung mit einer Runde Ehrlichkeit, damit da mal wieder ein echter Dialog entstehen kann, und es für BEIDE Seiten besser werden kann?

    Das was Kim gemacht hat, ist wie als ob ich auf das Feld eines Bauern gehe, seinen Meis klaue, und dann neben seinem Stand, sehr viel billiger verkaufe. Zu allem überfluss lache ich den Bauern dann auch noch aus, und erkläre ihm, das man auf diese Weise die Ernte doch sehr viel besser verkaufen kann. Als Beweis führe ich dann an: Ich hab ja viel mehr Kunden als der Bauer.
    Und wer glaubt nun, das der Bauer sich auf einen Dialog einlässt, mit Leuten, die dann den Dieb verteidigen und von ihm dann zu den viel billigeren (für den Bauern selber nicht machbaren) Preisen auch noch eine Lieferung frei Haus + Zubereitung fordern??? Genau, er wird sauer und stellt erst recht auf Stur - Und genau das macht ihr kleinen Kim-Fanatiker gerade mit der Content-Industrie.

    Es ist noch sehr viel schlimmer, da es sehr viele Entwickler gibt, die eigentlich sogar VERSTÄNDNIS für "legitimes" "Piratentum" haben (zB Harz4, oder sonst kein Geld). Wenn man dann aber Tag ein, Tag aus, diese "neumodischen" "Rechtfertigungen" lesen muss, geht das Verständnis natürlich auch flöten mit der Zeit.
    Und wenn schon immer alles sooooooooo schlecht ist, dann frag ich mich schon, warum ihr euch nicht hinsetzt (in eurer Freizeit) und selber etwas entwickelt - Ihr habt alle einen PC und eine Tastatur ....

    Auch bei dem Thema Cloudspeicherdienste und Filehoster: Man kann die nicht so ohne weiteres alle in die gleiche Schublade stecken. Wer das macht, kann auch Drogenhandel und Großhandel als das 100% selbe ansehen (ja das ist sogar sehr sehr ähnlich, trotzdem ist das eine illegal und verwerflich).
    Und man sollte sich auch im klaren darüber sein, das wenn man eine Mafiöse Struktur (wie zB bei Megaupload) so penetrant verteidigt, man sich damit auch automatisch gegen sämtliche Contentproduzenten stellt. Und gerade hier sollte man sich dann auch mal fragen, was man eigentlich will (und das dann bitte auch umsetzen, wer keine Closed Software will, der sollte diese dann auch nicht illegal nutzen - sondern eine alternative oder einfach mal selber etwas produzieren).
    Ich will im übrigen auch nicht abstreiten, das es Megaupload sogar zu etwas gebracht hätte, wenn sie wie andere rigoros gegen illegale Daten vorgegangen wären - Sie hätten aber deutlich weniger Gewinn gemacht. Das andere Dienste wie Rapidshare auch mal davon stark provfitiert haben, weiß hier wohl jeder. Der springende Unterschied ist aber: Rapidshare hat die Kurve bekomme (mehr oder weniger), während ein Kim Dotcom weiter Kartoffeln klauen will, von den Feldern.
    Man sollte das ganze wirklich auch mal von ALLEN Contentproduzenten aus sehen (und nicht nur die verteufelten großen).
    Und nochmals: Viele kleine Contentproduzenten haben Verständnis wenn jemand kein Geld hat, wenn man dann aber mit so tollen Ausreden daherkommt, hört das auch irgendwann einmal auf. Oder anders gesagt: Weiß ich das ein "Kunde" kein Geld hat, so ist er / sie für mich auch kein "verlorener Gewinn" - Kommen aber solche Ausreden, kann man das sehr wohl als "gestohlenen Gewinn" verbuchen (und gerade bei Megaupload usw. sogar noch mit jemanden, der damit auch noch Geld gemacht hatte).

  9. #28
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    Standard Re: Kim Dotcoms "Mega" durch Nutzerlast offline

    Man kann sagen was man möchte. Aber Fakt ist das wohl ein (potenziel) guter filehoster für freeuser viele User anspricht.

    Da greift dann Angebot und Nachfrage. Das Angebot in letzter Zeit an guten Filehostern für Freeuser wurde immer magerer / schlechter, dementsprechend ist die Nachfrage wohl auch gestiegen.

    Warten wir halt mal ab wie sich Mega entwickelt.

    Und ehrlich gesagt ob Kim da am ende unsummen durch Werbung einnimmt stört die User eher weniger solange sie mit der Werbung nicht überschüttet werden.

  10. #29
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    Standard Re: Kim Dotcoms "Mega" durch Nutzerlast offline

    Zitat Zitat von RightRound Beitrag anzeigen
    Indem man Talent hat und Marktlücken schließt. Das haben die Neider natürlich niemals verstanden und werden weiterhin jammern, weil sie ihre Bonbons nehmen lassen.
    Schmitz hat keine Marktlücke geschlossen. Er war damals wahrscheinlich selber Neider, als er gesehen hat, wie gut das OCH Modell ankommt und dass er es nicht erfunden hat.
    Danach musste er es doch nur kopieren und so ausbauen, dass möglichst viele Warez darüber verteilt werden.

    Sowas hat nicht wirklich was mit Talent zu tun...
    Was man ihm wohl anrechnen kann, sind seine PR Fähigkeiten.
    Die würden in unserer Politiklandschaft bestimmt für einige "interessante" Wahlkämpfe sorgen

  11. #30
    Mitglied Avatar von greedoch
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    Talking Re: Kim Dotcoms "Mega" durch Nutzerlast offline

    Zitat Zitat von Wendeltreppe Beitrag anzeigen
    Gestern um 22:00 Uhr habe ich versucht eine 79 Byte Textdatei hoch zu laden. Heute früh um 5:31 Uhr war sie oben. Jetzt versuch ich sie wieder zu bekommen. Schon ein paar Stunden, mehr als 10.

    Ich will meine 79 Byte große Textdatei wieder haben. Ich benutze Google Chrome.
    HAHA..bei mir genauso. hab auch eine 84 byte grosse datei raufladen wollen. habs aufgegeben

  12. #31
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    Standard Re: Kim Dotcoms "Mega" durch Nutzerlast offline

    Na toll und ich falle da komplett durch das Raster, bei über 27 MB (!) Upload-Menge.

  13. #32
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    Standard Re: Kim Dotcoms "Mega" durch Nutzerlast offline

    Ich versuche eine 45 KB-Datei hochzuladen... klappt auch nicht. Auf meine E-Mail für die Registrierung habe ich 8 Stunden gewartet. Scheint echt mehr als überlaufen zu sein. Too much PR ist eben auch nicht gut: MEGA-DDOS

  14. #33
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    Standard Re: Kim Dotcoms "Mega" durch Nutzerlast offline

    Zitat Zitat von feng Beitrag anzeigen
    Schmitz hat keine Marktlücke geschlossen.
    Er hat die Marktlücke indirekt geschlossen, weil die Nutzer (nicht das Unternehmen selbst) das Filehosting zum Erfolg getrieben haben. Ich versuche, dass Problem möglichst sachlich darzustellen.

    Die Nachfrage nach einem Flatrate-Modell für Content ist nachwievor recht hoch, was es bis heute legal nicht gibt. Das Problem ist, dass man gegen den Willen der Nutzer kein für die Content-Industrie passables Flatrate-System einführen kann. Die Nutzer sind zwar bereitwillig, Geld auszugeben (sie kaufen ja auch Premium Accounts und hochpreisige Speichermedien), scheuen sich aber vor zusätzlichen Kosten.

    Anderseits wird auch viel rechtswidrig geladen, ohne alles konsumieren und letztendlich auch nicht für jedes einzelne Werk bezahlen zu wollen. Die Befürchtung ist auch vorhanden, dass man recht schnell finanziell an sein Limit kommt, wenn man besonders bei Software abhängig ist, uptodate sein will und dafür jedes Upgrade teuer bezahlen müsste. Das ist auch keine Rechtfertigung, sondern ein transparenter Grund, was die Nutzer unvermeidbar und rigide zu Filesharing (allgemein) treibt.

    Die "Kostenloskultur" zu beseitigen, wird auch schwer bis nicht mehr möglich sein. Filehoster für das rechtswidrige Sharen zu nutzen, ist zu bequem geworden und aus finanzieller Hinsicht natürlich auch nicht mehr zu überbieten. Chancen sehe ich nur darin, dass entweder die Content-Industrie statt zu klagen (was aufgrund von Angst vor einem Bust verstärkt zu Offshore-Hosting bzw. Anonymisierung führt und die Sache nur verkompliziert) mit Filehostern faire Lizenzverträge abzuschließen versucht oder die Pauschalabgaben erhöht bzw. speziell für Filesharing eingeführt werden. Aber gerade auch das ist nicht für jedermann gerecht, weil der ein oder andere auch für das nicht zahlen will, was er überhaupt nicht haben will.

    Das riesige Angebot an rechtswidrigen Kopien haben die Nutzer zusammengestellt und dementsprechend fiel auch die angesprochene Nutzerzahl unüberraschend hoch aus. Nutzer wissen, was international bzw. regional oder im Freundeskreis besonders gefragt ist und sich anzubieten lohnt. Daraus resultiert folglich auch ein erheblicher wirtschaftlicher Erfolg, der bei Megaupload letzten Endes sich auszahlen ließ - nun mal im Endeffekt damit, dass die Inhalte von Nutzern illegal eingestellt worden sind. Es wurde nicht behauptet, dass das Rauf- und Runterladen legitim ist.

    Es geht weiter mit dem Aspekt, dass ein Hosting-Unternehmen grundsätzlich berechtigt ist, unabhängig vom Verhalten der Nutzer eine Gebühr für die beworbenen Dienstleistungen zu erheben. Das ist eben ein vollkommen anerkanntes und legitimes Geschäftsmodell wie jedes andere, eine Dienstleistung bezahlt zu bekommen, um eigene Kosten decken zu können.

    Was Käufer mit Produkten anstellen, die sich für Straftaten eignen, liegt nicht in der Verantwortung der Hersteller. So verhält es sich auch mit Hosting-Unternehmen. In dem Sinne ist es der bessere Weg, zu differenzieren und die Täter bzw. Urheberrechtsverletzer (die Nutzer), für ihre Taten direkt verantwortlich zu machen und moderne Technologie oder gebräuchliche Werkzeug- und Küchenutensilien nicht pauschal für rechtswidrig zu erklären, sowie kontraproduktiv diese zu verbieten.

    Strittig ist auch, dass Hosting-Unternehmen - wie bereits erwähnt - nicht als Content-Provider für Inhalte haften, die von Nutzern eingestellt wurden (gleiches gilt i. Ü. auch für Youtube). Das Produkt, dass ein Hersteller bereitgestellt war erfolgreich - aber zugleich größtenteils von Nutzern missbraucht worden. Eine Täterschaft aus Sicht des Filehosters ist prinzipiell nur dann möglich, wenn die Hosting-Betreiber nachweislich selbst Inhalte rechtswidrig einstellen. Man kann daher nur mutmaßen, dass vorhandene Prämien- und Vergütungsmodelle als Beihilfe bzw. Anstiftung dienen könnten. Diese werden jedoch unabhängig vom angebotenen Inhalt der Nutzer praktiziert, was stärkere Beweise fordert. Desweiteren bietet nicht jeder Filehoster ein solches oder ähnliches Belohnungssystem an, weshalb sich nicht erschließen lässt, ob ein Filehoster überhaupt rechtswidrige Nutzeraktivitäten fordert und für diese haftbar gemacht werden kann.

    Die Störerhaftung kann auch sehr gering oder komplett ausfallen, weil man von Hosting-Betreibern nur eine zumutbare Bearbeitung von Löschanfragen verlangen kann. Man kann einen Hoster daher nicht mit Löschanfragen ähnlich einer großangelegten Informationsflut bombardieren (das kann man i. Ü. auch als vorsätzliche Störung sehen -> Rechtsmissbrauch). Man muss außerdem sicher davon ausgehen können, dass die Rechte beim vermeintlichen Urheber liegen (um durch das Löschen selbst keine Rechtsverletzung zu begehen). Eine Haftung ist nur dann möglich, wenn nachweislich den Löschanfragen angemessene Kapazitäten nicht entsprechend eingesetzt worden sind - eine Umschreibung dafür, ob die Menge an Löschanfragen überhaupt dem vorhandenen Personal und den eingesetzten Filtern zumutbar ist

    Bei einer stark begrenzten Mitarbeiterzahl (was bei Filehostern oft der Fall ist) ist es üblich, Prioritäten zu setzen. D. h. nicht, dass Rechtsverletzungen eines Einzelnen ignoriert werden, sondern erhebliche gravierende Angelegenheiten, wie sicherheitsrelevante Probleme (Datenverlust, Server-Ausfälle, Malware, Hacking-Tools, usw.), die die breite Öffentlichkeit gefährden oder benachteiligen, vorgezogen werden. Dass rechtliche Aspekte dabei vernachlässigt werden, um zum Vorteil eigenen Interessen nachgehen zu können, lässt sich auch nicht selten ablesen.

    Dass Urheberrechtsverstöße massenweise gemeldet werden und ein erheblicher Großteil nicht bearbeitet kann, liegt in der Natur, dass es keine effiziente Möglichkeit gibt, geschütztes Material zu filtern und Inhalte aus verschlüsselten Dateien zu extrahieren. Die Schwierigkeit liegt auch am Faktor Mensch, die anfallende Unmenge an Arbeit bewältigen zu können. Es sind keine Maschinerien, sondern alles Menschen, die nach eigenem Ermessen handeln müssen, wenn sie zwischen mehreren Entscheidungen zu wählen haben. Besonders wenn es sich um wirtschaftliche Interessen handelt, neigt man aber auch dazu, seinen eigenen Vorteilen nachzugehen. Allgemein gibt es in jeder Branche entsprechende Beispiele.

    Ich ziehe nur den Schluss daraus, dass das Geschäftsmodell aller Filehoster grundsätzlich legitim ist. Überwiegend kann jedoch nur höchstens von einer Störerhaftung gesprochen werden. Das lässt sich aber bei fast allen Filehostern nur schwierig nachweisen, da Löschanfragen bearbeitet werden und dies bereits als Unterbindung bzw. Bekämpfung von Rechtsverletzungen gilt, was die Störerhaftung erheblich mindert.

  15. #34
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    Standard Re: Kim Dotcoms "Mega" durch Nutzerlast offline

    Da hast du dir ja richtig Mühe gegeben. Stimme dir da auch voll und ganz zu.

    Aber die Legalität des OCHs habe ich in meinem Posting nun mal nicht in Frage gestellt
    Ich wollte nur damit sagen, dass Schmitz nicht das OCH Modell erfunden hat. Es gab ja schon vor ihm andere OCHs. Er hats halt einfach nur kopiert und in die "Grauzone" der Legalität aufs Extremste ausgebaut.

    Er hat sich also einfach etwas vom Kuchen abgeschnitten. Er ist eben kein Erfinder, sondern einfach nur ein Vermarkter. So wie der nette Schuhverkäufer bei Deichmann

  16. #35
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    Standard Re: Kim Dotcoms "Mega" durch Nutzerlast offline

    Zitat Zitat von traceroute Beitrag anzeigen
    Ich versuche eine 45 KB-Datei hochzuladen... klappt auch nicht. Auf meine E-Mail für die Registrierung habe ich 8 Stunden gewartet. Scheint echt mehr als überlaufen zu sein. Too much PR ist eben auch nicht gut: MEGA-DDOS
    Scheint immer noch so zu sein wie beschrieben. Habe versucht, probehalber mal 8MB hochzuladen. Die uploadgeschwindigkeit sank in kürzester zeit auf 2,5 kB/s. Ergo: Viel lärm um nichts. Derzeit praktisch weder legal noch illegal nutzbar. Offensichtlich schmalstmögliche hardware ausstattung, da war wohl nur der eröffnungstag wichtig. Schau'mer mal, ob das nun zügig ausgebaut wird, oder nur bellen ohne zu beißen...

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