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  1. #1
    Mitglied Avatar von netwatcher24
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    Standard ÖJC-Studie: Onlinejournalismus vs. Print schlechte Entlohnung bei gleicher Leistung

    Der ÖJC (ca. 6000 Mitglieder_innen) erhob, wie es um den eigenen Berufsstand steht. Im Zeitraum September bis November 2012 wurden Umfragen in der Bevölkerung sowie von rund 5000 Journalist_innen erhoben, wie sie eben diese wahrnehmen. Die Rückmeldung von einem Sample von 718 Interviews von Journalist_innen gilt als relativ hohe Beteiligung. Zusammengefasst hat die Bevölkerung kein sehr gutes Bild von Journalisten, knapp vor Politiker_innen. Schaut man sich den Onlinebereich an, so ist der Anteil im Vergleich zu anderen Medien noch die Minderheit, aber im Zunehmen. Früher gab es noch gute Bezahlung in Print und Funk. Überstunden, Nachtdienste und Wochenenddienste sind Teil des Berufes. Waren Onlinejournalisten anfangs belächelt, verdienen sie bis zu 50 % weniger als für die gleiche Leistung im Print. Die Anzahl an Quereinsteigern mit Fachwissen ist ebenfalls stark vertreten ohne ein Publizistikstudium. Alle Daten sind noch nicht ausgewertet. OGM-Studie: http://tinyurl.com/oejcstudie2012

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  2. #2
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    Avatar von netwatcher24
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    Standard Re: ÖJC-Studie: Onlinejournalismus vs. Print schlechte Entlohnung bei gleicher Leistu

    post/scrypt: Fotocredits: Pressefotos: Hannes Hochmuth (ÖJC)

    (nach folgendes hat in den 1000 Zeichen leider nicht mehr Platz gefunden)

    unabhängig von der ÖJC-Studie berichtet auch das Medienmagazin Zapp/NDR vom 16.1.2013 ebenfalls von der Benachteiligung des Onlinejournalismus.

    Zitat:

    Wenig Geld für Hoffnungsträger

    Die Verlage stecken in der Krise. Nichts Neues - wir haben schon oft darüber berichtet. Aber immer wieder dramatisch, wenn es die Mitarbeiter trifft. Mitte Januar waren es wieder 120, diesmal bei der "Westfälischen Rundschau" - gekündigt, wegen Verlusten in Millionenhöhe. Die Zukunft, da sind sich viele Verleger sicher, liegt im Netz. Also investieren sie online - denkt man. Doch die Realität sieht anders aus, zumindest für Online-Journalisten.

    mehr inkl. Video
    http://www.ndr.de/ratgeber/netzwelt/...lismus105.html

  3. #3
    Mitglied Avatar von Theojin
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    Standard Re: ÖJC-Studie: Onlinejournalismus vs. Print schlechte Entlohnung bei gleicher Leistu

    Ich denke, wenn diverse Printmedien ihre Onlineangebote nicht entsprechend qualitativ ausbauen, um "konkurrenzfähig" zu sein beim breit gefächerten Onlineangebot im Bereich Medien/Nachrichten und allem was dazu gehört, dann dürfte auch dort der Zug irgendwann abfahren.

    Schon jetzt lese ich Nachrichten ausschließlich online, nutze dabei aber keine Portale wie stern.de oder spon, etc. ( Krawalljournalismus ala bild.de beziehe ich da erst gar nicht ein, das noch weit unterhalb des Levels von unseriösem Journalismus ).
    In naher Zukunft werden sicherlich viele, auch oder gerade jüngere Menschen ihre festen Portale in vielen Bereichen haben, und wer dann aufgrund notweniger oder nicht notwendiger Sparmaßnahmen den Onlinebereich stiefmütterlich behandelt, der hat ganz einfach das Nachsehen.

    Die Branche ist da nicht viel anders wie ein der Onlineversandhandel, dort sind auch Riesen im Offlinebereich innerhalb weniger Jahre komplett von der Bildfläche verschwunden.

    Nur kann man einiges durch qualitativ hochwertige Artikel und Beiträge als Webausgabe einer Zeitung/ eines Magazins rausholen. Sinnvollerweise natürlich mit angepaßten Gehältern.

    Auch ich denke derzeit über ein mögliches Onlineabo (m)einer Tageszeitung nach, nur gefällt mir die Aufmachung meines Lokalblättchens noch nicht. Artikel, die selten mehr als 4-5 Sätze beinhalten, dafür zahle ich beim besten Willen kein Geld.

    Bezahlt die Onlinesparte und vor allem deren Mitarbeiter anständig, bietet qualitativ Gleichwertiges zu den Offlineausgaben eurer Blätter, und schon hat man eine Basis für die nächsten Jahre, und kann auch entsprechend den Strömungen der Kundschaft reagieren.

    P.S. Meine letzte gekaufte Zeitung ( aus Papier mit schwarzen Buchstaben und so weiter ) stammt noch aus dem letzten Jahrtausend und da wird vermutlich auch keine mehr dazu kommen.

  4. #4
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    Standard Re: ÖJC-Studie: Onlinejournalismus vs. Print schlechte Entlohnung bei gleicher Leistu

    Stimme Dir zu!

    Das traurige ist, daß auch die Absolventinnen von der Publizistik leider auch nicht gut genug vorbereitet werden was sie später erwartet.(ging aus Platzgründen nicht in newspresso) Bin ab und zu auf der Publizistik der Uni Wien und habe mit Studentinnen zu tun. Das Bewusstsein bei unseren Hoffnungsträgerinnen hier in Österreich vielfach nicht vorhanden ist. Aber auch in der Ausbildung nicht vermittelt wird.
    Die hohe Zahl an Quereinsteigerinnen ohne Publistikstudium ist auch sehr hoch. Das hat mich echt überrascht. Als Absolvent IT-HTL bin ich nur durch Zufall in den Journalismus reingerutscht. Betriebsunfall ;-)
    Was oder wie Journalismus funktioniert habe ich mir autodidaktisch begebracht. Aber dafür ist mein Fachwissen speziell auf IT- u. Netzpolitikthemen optimiert. Etwas was in der Publizistik null vermittelt wird.

    Das Sample das hier gerade ausgewertet wird. Ist ja von den Journalistinnen in Österreich selbst. Das nicht viel anders sein dürfte als in Deutschland, wenn man sich den Bericht von Zapp/NDR ansieht.
    Als Online schreibe ich seit kurzem auch auf toten Bäumen. Im Print ist die Entlohnung noch an die historisch gewachsene Entlohnungsstruktur angepasst. Mit Hang auch hier immer mehr den Sparstift anzusetzen.
    Bei der Pressekonferenz des ÖJC waren viele Kolleginnen Vorort. Aus allen Sparten, Bild/Pressefotografen, Print, etc. Vermutlich war ich der einzige Crossmediale Vorort. Aber das Stimmungsbild unter den Anwesenden deckte sich mit der Studie. Vermutlich ist das Zukunftsbild crossmedial. Was immer das in der Zukunft genau ist.

    Wenn ich zu einer Pressekonferenz gehe. Hab ich immer alles mit. Video, Radioequipment u. Onlinewerkzeuge zb. Laptop. Wenn ich mich als Radiojournalist angemeldet habe. Werde ich nicht selten gefragt wozu ich fürs Radio eine Videokamera brauche. Das zeigt, dass auch bei vielen Menschen das Internet noch nicht angekommen sind. Vielfach wir hier einfach der Gesellschaft um vieles voraus sind. Ob das gut oder schlecht ist. Wird man sehen.

    lgm.

  5.  
     
     

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