Thema: Bundestagswahl 2013
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14. 06. 2013, 09:03 #501Mitglied
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Re: Bundestagswahl 2013
Ich kann da nur für mich sprechen und ich begebe mich nie in spekulative Meinungsäußerungen.
Die AFDler leben wie alle neoliberalen in ihrem ökonomischen Mikrokosmus.
Gesamtwirtschaftlich verstoßen viele Argumente der AFD gegen die Logik.
Klar kann man über einen Rückbau zu Nationalwährungen Diskutieren aber eine Ursachenbekämpfung ist das ganze nicht und käme auch einem europaweitem Schuldenschnitt gleich. Deutsche Ersparnisse ade! Sowas sagt der Lucke natürlich nicht.
Sich auf das Währungsthema zu versteifen reicht einfach nicht. Wird man mehr von denen erwarten können? Wohl eher nicht da in der afd ansonsten die Standard Couleur des Neoliberlimus vertreten ist.
Beispiel: Auf die frage... Wie stehen Sie zur Rentenprivatisierung – Stichwort: Ersparnisse im Ausland?
Antwort:
Die AfD ist nicht für eine Abkehr von der privaten Rente. Private Renten profitieren von einer starken Wirtschaft, für die Exportüberschüsse zwar wichtig sind, diese sind aber nicht abhängig von festen Wechselkursen. In den letzten JAhren erzeilte die deutsche Wirtschaft auch deshalb hohe Exportüberschüsse, weil zuvor über Target-2-Salden Kredite an europäische Länder vergeben wurden, damit diese dann wiederum unsere Produkte kaufen können. Das halten wir nicht für ein nachhaltiges Konzept. Wichtig für die Rente ist vor allem, dass das Zinsniveau wieder steigt.
Und das kann geschehen, wenn Deutschland eine unabhängige Zentralbank wiederbekommt.
Zu den Auswirkung durch die Rückkehr zu nationalen Währungen auf private Renten, die die Versicherer zu einem erheblichen Teil im verschuldeten Ausland investiert haben, sagt die AFD nichts!
Warum?!
Frage:Haben die Lohnstückkosten für Sie etwas mit der Eurokrise zu tun?
Antwort:die Lohnstückkosten in Deutschland sind wesentlich von den Lohnkosten und damit den unabhängigen Tarifverhandlungen bestimmt. Hierauf hat die Politik keinen Einfluss. Ausserdem sehen wir die Ursache der Schuldenkrise nicht als Folge eines Auseinanderlaufens der Lohnstückkosten. Im Gegenteil, die Lohnstückkosten haben sich seit Einführung des Euros angenähert, die Produktivität abert nicht. In Folge dessen sind die griechischen Lohnstückkosten ca 30% zu hoch, deswegen sie international nicht konkurrenzfähig sind und die Wirtschaft eingebrochen ist. Die Deutschen trifft nur in soweit eine Schuld, als dass sie die Verletzung der Maastricht-Kriterien (mehr als 3% Neuverschuldung) zugelassen haben.
Die AFD macht die Target 2 Salden für die Krise verantwortlich.
Für die AFD ist das Auseinanderdriften der Lohnstückkosten wie es für Neoliberale üblich ist nicht von belang.
Sie nehmen Verarmung für gewisse teile der Bevölkerung wie es sich gehört hin.
Übrigens haben sich die Lohnstückosten auch nicht angenähert. Diese Behauptung ist komplett falsch.
Aber wer weiß, ob die Sprecherin überhaupt weiß, was Lohnstückosten und Produktivität sind.
Frage:Hängen Geldmenge und Inflation für Sie direkt zusammen?
Antwort:Nein, Inflation und Geldmenge hängen eng zusammen und auch eine reale Abwertung führt nicht zu Deflation. Deflation entstünde, wenn es eine nominale Abwertung gäbe. Die gibt es aber nur wenn das Geld mehr wert wird (Geldmenge sinkt), nicht wenn die Lohnstückkosten sich verändern.
Offenbar wissen die bei der AFD nichts über Inflationsmechanismen.
Sie bedienen the German Angst. DIE INFLATION!
*grusel* *grusel* *grusel*
Frage: Welches Steuermodell stellen Sie sich vor?
Antwort:
Die AfD will eine Steuerkonzept nach Vorbild Kirchhoffs einführen. Dadurch würde der Spitzensteuersatz sinken, gleichzeitig aber die Absetzmöglichkeiten (“Steuerschlupflöcher”) gestrichen werden. Die Steuersumme bliebe zunächst gleich. Die Schulden sollen über Kostenkürzungen abgebaut werden.
Die Schulden sollen über Kostenkürzungen abgebaut werden. Wir alle wissen wo gekürzt werden würde oder?
Ganz klassisch, was sie da vertreten. Das Kirchhoff model ist ein reines Steuersenkungspaket für Besser und Gutverdienende.Geändert von Godwine (14. 06. 2013 um 09:19 Uhr)
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14. 06. 2013, 09:09 #502
Re: Bundestagswahl 2013
Hallo,
manchmal muss man die Farbe eben etwas dicker auftragen, damit sie deutlich erkennbar wird.
Du machst es in deinem Schlusssatz doch auch.
Von der Diktion her mag die Quelle nicht unbedingt objektiv erscheinen, doch hältst du die Fakten für erlogen?
Bin übrigens nicht links positioniert, keine Angst.
@ Shade667:
Natürlich hast du recht.
Godwine hat (als Antwort auf braunerroterbulle) einen interessanten und m. E. voll zutreffenden Beitrag zur AfD geliefert.
Wollte ihn lediglich durch ein kleines Mosaiksteinchen ergänzen.
___
edit:
Habe beim tippen Godwines letzten Beitrag verpasst.
Exakt das was er sagt.
MfG
NoName1954
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14. 06. 2013, 18:41 #503
Re: Bundestagswahl 2013
Nun beim Enteignen und entziehen der Souveränität ist die Bundesregierung wenigstens mal wieder gut dabei.
Etwas verwunderlich aber, dass jetzt auch das Mobbing und Diffamieren derjenigen Abgeordneten ,welche die Probleme beim Namen nennen und mit ihren Ausführungen recht haben, öffentlich im Bundestag Praxis findet.
Wie viel Lobby verträgt unsere Demokratie?
http://deutsche-wirtschafts-nachrich...ouveraenitaet/



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