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10. 02. 2013, 14:14 #1.: GoD Mode :.
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Was habt ihr studiert - Was seid ihr geworden?
Wer von euch hat sein Traumstudium absolviert und arbeitet quasi im Traumjob?
Wer hat seine Interessen studiert, aber übt jetzt einen ganz anderen Beruf aus?
Wer hat die Ausbildung trotz "Hass" durchgezogen, um später viel Geld zu verdienen?
Würdet ihr es heute anders machen, eine andere Ausbildung oder Studium aussuchen?
ein Bsp aus meinem Bekanntenkreis:
5 jahre lang Psychologiestudium, 3 Semester vor Abschluss Abbruch, da Unzufriedenheit mit langer Studiendauer und keine Motivation mehr weitere Zeit ins theorethische Lernen zu investieren. Nun Kindergartenpädagogin (Ausbildung), ca 1200€ im Monat, vollkommen zufrieden.
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10. 02. 2013, 14:23 #2
Re: Was habt ihr studiert - Was seid ihr geworden?
Auf den Trichter komme ich solangsam auch. Was bringt es mir einen Haufen Kohle nach Hause zu schleppen, dafür aber von morgens 7 Uhr bis abends 20 Uhr zu arbeiten?! Irgendwann wacht man auf und sein ganzes Leben ist vorbei und außer Kohle ist nichts geblieben.
Wenn ich das früher gewusst hätte, hätte ich mich auch anders entschieden... wobei bei mir sogar noch hinzu kommt, dass das mit dem "Haufen Kohle" noch nicht so recht klappen will. Aber das ist ein anderes Thema
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10. 02. 2013, 15:01 #3
Re: Was habt ihr studiert - Was seid ihr geworden?
Habe eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich abgeschlossen, hat mir keinen Spaß gemacht aber damals war ich noch jung und naiv und hab es einfach durchgezogen. Wusste noch nicht so recht was ich mal beruflich werden will.
Anschließend hab ich ein Praktikum im Krankenhaus absolviert und mache seitdem eine Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger. Reich wird man in diesem Beruf definitiv nicht, aber es reicht zum Leben und es macht mir jeden Tag aufs neue Spaß. Es ist ein gutes Gefühl morgens um 5 Uhr aufzustehen und motiviert und gut gelaunt zur Arbeit zu fahren
greetz...
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10. 02. 2013, 16:10 #4Gesperrt
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Re: Was habt ihr studiert - Was seid ihr geworden?
ich will irgendwann mal bodybuilding studiern wenn man das irgendwo machen kann Z.b mit Universität des ist ja wie hochschule deshalb muss aber dann erstmal abi schaffen wird schon übel schwer
oder general bei der armee von deutschland aber eig lieber bei meiner echten armee von meinem Heimatland (Bosna) und krieg gegen serbien..
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10. 02. 2013, 17:03 #5
Re: Was habt ihr studiert - Was seid ihr geworden?
IT in den USA studiert (Traumstudium), 3 Monate lang bei einem grossen Unternehmen gearbeitet (ca. 6000-7000 Euro Brutto pro Monat umgerechnet von USD), volkommen unzufrieden, jeden Tag Kopfschmerzen, nach 3 Monaten gekuendigt. Eigene Firma in den USA gegruendet, ca. 6 Monate dran gearbeitet, nichts draus geworden und aufgeloest. Aber hat Spass gemacht. Dann 1 Jahr in Asien rumgereist, als Freiberufler/Consultant gearbeitet, nicht viel verdient, aber genug zum leben/reisen. Danach an einer Universitaet in der Forschung gearbeitet, aber auch nach ca. 4 Monaten gekuendigt, aus gleichem Grund wie in dem ersten Job. Daran endlich gemerkt, dass ich nicht Vollzeit fuer andere Leute arbeiten kann, habe einfach keine Motivation dazu. Nun wieder an einem eigenen Unternehmen mit Kollegen am arbeiten, nur einigrmassen zufrieden (70%?), weil ich dss Gefuehl nicht loswerde, dass ich alt werde und nichts wirkliches erreicht habe...
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10. 02. 2013, 17:17 #6
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10. 02. 2013, 17:35 #7
Re: Was habt ihr studiert - Was seid ihr geworden?
Empfehle dir das hier: http://www.youtube.com/watch?v=61PL3KJFPss
Trotzdem muss es natürlich jeder für sich selbst entscheiden.
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10. 02. 2013, 17:51 #8
Re: Was habt ihr studiert - Was seid ihr geworden?
Kurz vorm Abschluss zum Master der Medieninformatik. Derzeit halbe Stelle als Anwendungsentwickler, Spezialgebiet Android-/iOS-Appentwickler, ca. 1200€ Netto. Nicht mein Traumjob, aber es macht Spaß.
Will irgendwann eher in Richtung Consulting.
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10. 02. 2013, 18:53 #9
Re: Was habt ihr studiert - Was seid ihr geworden?
Jeder kennt bestimmt den Spruch "Geld ist nicht alles".
Mit dem Alter habe ich selber gemerkt, das da viel wahres dran ist. Momentan in meiner Position
verdiene ich nicht schlecht. Aber um ehrlich zu sein, habe ich null Lust.
Was bringt das ganze Geld, wenn man morgens Magenkrämpfe hat, weil man zur Arbeit muss.
Natürlich muss man aber herausfinden was einen Spass macht.
Ich gehöre nicht zu den Glücklichen, die sich die Freiheit rausnehmen können mal eben zu kündigen.
Beneidenswert finde ich die Gruppe von Menschen, die morgens mit einem Lächeln im Gesicht zur Arbeit
fahren können.
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10. 02. 2013, 19:21 #10
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10. 02. 2013, 19:52 #11Mitglied
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10. 02. 2013, 20:27 #12Mitglied
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Re: Was habt ihr studiert - Was seid ihr geworden?
Hab ich auch gehört und da ihm seine 'echte[..] armee' viel lieber ist, frag ich mich sowieso, was er hier bei den Kartoffeln will und nicht gleich im Heimatland Karriere macht.
Topic: Realschule -> Ausbildung -> keine Spaß mit der Arbeit -> Abi -> Studium -> Traumjob.
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11. 02. 2013, 12:59 #13
Re: Was habt ihr studiert - Was seid ihr geworden?
Ich bin noch nicht ganz fertig mit studieren, habe aber auch schon Erfahrungen in der Industrie sammlen können.
Ich habe mit 17 eine Ausbildung als Elektroniker in einer kleinen Firma begonnen, durchgezogen und noch ein halbes Jahr gearbeitet. 40 Std.-Woche, war harte Arbeit. Dann Berufskolleg.
Jetzt studiere ich an einer Hochschule Verfahrenstechnik. Die Lehre der Wissenschaft, wie sie dort betrieben wird, gefällt mir gar nicht. Hier geht es nicht mehr um das Verständnis sondern nur noch um das Ausweniglernen und das Abschreiben alter Prüfungsaufgaben zum Bestehen einer Klausur. Danach ist grundsätzlich Vergessen angesagt.
Wir werden da eher für organisatorische Dinge ausgebildet, nicht um wissenschaftlich oder sogar nachhaltig zu arbeiten.
Dann Praxissemester. Ich hatte das Glück, in die Entwicklung zu kommen. Aber Entwicklung ist das heute auch nicht mehr, vll. 30%, der Rest ist Zeitverschwendung und Organisation, die oftmals völlig unnötig ist. Allein schon die englischen Begriffe (die nur zum gut klingen da sind) für irgendwelche Posten und die ständigen, völlig unnötigen Teambesprechungen sind mehr dort sehr misfallen.
Nach glücklich werden hört sich das ganze nicht an, Geld brauche ich auch nicht so viel zu verdienen. Familie ist nicht in Planung, ich habe kein Auto oder TV und werde mit sowas auch nicht anschaffen.
Bin momentan deswegen auch ein wenig deprimiert, die Zukunft kann nur schlecht werden.
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11. 02. 2013, 13:48 #14Mitglied
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Re: Was habt ihr studiert - Was seid ihr geworden?
Studieren ist nun mal keine Schulung. Dir werden nur Brocken hingeworfen um dir den roten Faden zu geben. Schulung deines Wissens ist deine Aufgabe. Und es geht um das Verständnis, aber das musst du schon selber machen. Wenn du im Berufsleben neues lernen musst, weil sich nach 10 Jahren die Technik geändert hat, kannst du auch nicht sagen, "das hab ich nie gelernt bekommen", nein, viel mehr hast du dir selbst beigebracht, wie du dir "wissenschaftlich" neue Dinge beibringst, das ist meiner Meinung nach die größte Errungenschaft nach einem Studium und macht den Unterschied zwischen Akademiker und nicht Akademiker aus.
Wenn dir plötzlich auffällt, dass in einem Fachbuch, von Prof. Dr. Dr. Sowieso, ein Fehler ist, weil du seine Ausführungen nachvollzogen und hinterfragt hast, statt alles zu schlucken und nur auswendig zu lernen, dann wird dir hoffentlich genauso ein Licht aufgehen, wie mir.
Und um das zu können, muss man die Grundlagen im Kopf haben und nicht jeden Begriff ect. wieder nachschlagen müssen, weil man die Grundlagen nur auswendig gelernt hat und wieder vergessen hat. Was du Verstanden hast, vergisst du nicht so schnell wieder, aber das weißt du sicherlich.
Wissenschaftliches Arbeiten lernst du auch viel besser an einer Uni als an einer Hochschule. Das bedeutet aber nicht, dass die an der Hochschule nicht wissenschaftlich arbeiten.Wir werden da eher für organisatorische Dinge ausgebildet, nicht um wissenschaftlich oder sogar nachhaltig zu arbeiten.
Geändert von HelloWorld (11. 02. 2013 um 14:00 Uhr)
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11. 02. 2013, 21:17 #15Mitglied
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Re: Was habt ihr studiert - Was seid ihr geworden?
IT-Ausbildung -> Informatik studiert -> arbeite nun in fachlichen Konzeption / IT-Projektleitung.
Kurzes Resümee: Mir gefällt es eigentlich ganz gut. Gute Bezahlung, gute Arbeitsbedingung. Allerdings auch große Arbeitsbelastung.
Entwicklung/Programmierung ist in nicht IT-Unternehmen "leider" häufig von Extern. Ich arbeite daher eher wie oben erwähnt konzeptionell.
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12. 02. 2013, 00:00 #16Mitglied
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Re: Was habt ihr studiert - Was seid ihr geworden?
Heutzutage hat sich eh alles geändert, wer in den letzten monaten Zeitung gelesen hat wird bestimmt herausgefunden haben, dass unsere Generation (glaube Generation Y heißt die) garnicht mehr so das Bedürfnis hat, Chef zu werden, bzw. viel Geld zu verdienen und viel dafür zu arbeiten.
Ich persönlich sehe das ähnlich. Ich studiere gerade noch Maschinenbau, bin aber bald fertig. Ob ich einen Chefposten übernehmen will, sei mal dahingestellt, mir wird es wohl reichen eine 35h Woche abzusitzen und dabei ausreichend Geld zu verdienen. Einen Ferrari muss ich mir nicht leisten können, mir reicht es eine Familie ernähren zu können (wenn es soweit ist).
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12. 02. 2013, 00:47 #17
Re: Was habt ihr studiert - Was seid ihr geworden?
Sowas findet sich aber leider nicht. Welche Firma bietet soetwas schon an? Das gleiche mit Halbtagsjobs, die gibt es auch nicht für Ingenieure.
@HelloWorld
Teile deine Meinung. Natürlich werfen die uns nur Bruchstücke hin, aber wie diese vermittelt werden finde ich nicht so gut. Viele Profs würden die Dinge persönlich auch anderst machen, sind aber aufgrund des Modulplanes gezwungen anderst zu unterrichten.
Naja, ich habe nicht mehr lange, dann habe ich es geschafft. Aber wir schon erwähnt freue ich mich auf das "Danach" auch nicht wirklich. Vll. liegt es auch einfach an meiner Arbeitsmoral
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12. 02. 2013, 00:56 #18
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12. 02. 2013, 16:02 #19Mitglied
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Re: Was habt ihr studiert - Was seid ihr geworden?
Eine Universität ist grundsätzlich auch eine Hochschule. Umgekehrt ist nicht jede Hochschule eine Uni.
Das kann ich so nicht vollständig bestätigen. Soweit ich das mitbekomme, spalten sich die Meinungen in zwei Lager.
Einmal gibt es die, die eine durchschnittliche Qualifikation wie eine Ausbildung anstreben und danach mehr Wert auf das soziale Leben legen wollen.
Und dann gibt es die, die hoch-qualifiziert sind und in 90% der Fälle auch Führungspositionen besetzen wollen. Demnach verdienen sie natürlich deutlich mehr.
Man muss eben für sich selbst abwägen, was einem wichtig ist. Lieber ein ausgeprägtes soziales Leben oder lieber viel Geld?
Bei manchen Berufen lässt sich auch beides vereinen. Beispielsweise Fluglotsen haben sehr humane Arbeitsbedingung - von der sehr anstrengenden Arbeit selbst mal abgesehen - und verdienen viel, aber dank Vorschriften arbeiten sie vergleichsweise wenig.
Auch Berater haben oft geregelte Arbeitszeiten und verdienen problemlos mehr als 60k im Jahr.
Ich persönlich würde das so sehen: Das Geld selbst sollte keine Rolle bei der Berufswahl spielen. Dass man aber angemessen für sein Talent belohnt werden möchte, ist allerdings ebenfalls nicht verwerflich. Man muss dann nur gucken, ob der Wunsch, viel Geld zu verdienen, nicht mit dem Spaß am Job im Konflikt steht. Beispielsweise ist es in der IT-Branche oft so, dass Spitzenverdiener jederzeit `einsatzbereit` sein müssen und auch ohne zu zögern auch mal ein paar Wochen ins Ausland reisen müssen. Wer damit ein Problem hat, sollte sich nicht aufgrund des Geldes doch zu diesem Beruf verleiten lassen, sondern wirklich seine sozialen Interessen im Auge behalten.
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12. 02. 2013, 17:40 #20
Re: Was habt ihr studiert - Was seid ihr geworden?
Bitte? Gerade Consulting war jahrelang das Synonym für Anti-Work-Life-Balance. 70, 80 und teilweise noch mehr Stunden in der Woche waren keine Seltenheit. Im Moment findet in dieser Branche ein großer Umbruch statt, eben wegen jener Generation Y. Vollzogen ist er aber (leider) längst noch nicht.
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