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Registrierungsdatum: Jun 2000
Ort: Aachen
Beiträge: 12.256
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Moment, da kannst du den Hebel nicht ansetzen:
Der Rettungsschuss ist nicht diese Form der "Bankrotterklärung" wie du sagtst.
(ich versuch mal es zu erklären, ich weiss nicht wie ich es sagen soll)
Du sagst, der Rettungsschuss währe (k)eine Lösung, um gesellschaftliche Probleme zu lösen. Der Rettungschuss soll ja auch nicht die Arbeitslosigkeit bekämpfen, das Rentenloch stopfen oder die Kriminalität abschaffen.
Der Schuss soll als Möglichkeit in Betracht gezogen werden, Geiseln zu befreien, deren Leben glaubhaft von einer Person bedroht wird.
Ich glaube jetzt habe ich einen Ansatz:
Nehmen wir an, wir würden ab jetzt linear auf eine bessere Welt zusteuern, und man könnte annehmen, das in 30-50 oder knapp 100 Jahren alles "schön" sei. Geiselnahmen aus finanziellen Gründen würden dann nicht mehr stattfinden.
Was machst du wenn es bis dahin noch Geiselnahmen gibt?
Wir haben immo eben manchmal keine andere Möglichkeit sicher aus einer Geiselnahme rauszukommen und alle Geiseln zu befreien.
Ich glaube nicht, das die "Exekution des finalen Rettungsschusses" uns vom Zusteuern auf eine bessere Welt abbringen würde, es bremsen würde oder überhaupt damit zu tun hat.
Meinst du das man genügend gewinnen würde, wenn man Geiselnahmen mit toten Geiseln in Kauf nimmt um sich nachher um den Geiselnehmer zu kümmern? Ist es das?
Leicht ist das nicht, ich weiss. Aber ich würde mich immo auf jeden Fall erstmal 100%ig für irgendeine Lösung ohne tote Geiseln entscheiden. Ich hoffe inständig, das, wenn ich die Geisel bin, die Einsatzkräfte eher mich schützen als an gesellschaftliche Probleme denken.
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31. 05. 2002, 10:07
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#76
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Mitglied
Registrierungsdatum: Apr 2000
Ort: D 59000
Beiträge: 274
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Hi!
Da ich mich leider in einem anderen Thread streiten mußte, komme ich erst jetzt dazu auch hier mal was zu dem Thema zu sagen. Ich finde es ja sehr Ehrenwert, wenn man sich um die Tötung eines Menschen Gedanken macht und das aus grundsätzlichen Erwägungen ablehnt. Man stelle sich nur vor, man könne sich auch in .de zum Präsidenten wählen lassen, nur weil man reichlich getötete (hingerichtete) Verbrecher vorweisen kann.
Trotzdem sollten wir, nicht nur in diesem Falle, peinlichst darauf achten, dass wir unsere "Verbrecherschutzgesetze" nicht noch weiter ausbauen. Wenn also Gesetze dazu führen, dass Täter letztlich den "Längeren" haben (in welcher Beziehung auch immer) so kann das nicht richtig sein. Die berechtigte Überlegung, dass niemand zu unrecht Bestraft werden darf, kann nicht dazu führen, dass die wirklich Geschädigten das Nachsehen haben. Wer sich also ein Schild auf die Stirn klebt, "ich bin ein Verbrecher und Bereit zu töten"(in dem er mit einer Waffe Geiseln bedroht), darf (muss) fest damit rechnen, dass ihm zwischen die Augen geschossen (oder sonst wo hin) wird.
Wie soll es denn anders Gehen? Es währe wünschenswert, wenn mit dem Geld, das für die Entwicklung immer mieserer Waffen ausgegeben wird, (wenn es denn möglich wäre) eine Waffe zu entwickeln, die einen Gewalttäter blitzartig ausser gefecht setzt ohne ihn zu töten.
Bis es soweit ist, müssen wir es wohl ertragen, dass es schon mal hi und da einen getöteten Geiselgägster gibt.
Grüsse an Alle
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31. 05. 2002, 18:14
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#77
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