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  1. #1
    Gesperrt Avatar von Ghandy
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    Standard Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    Selbst wenn sich der Unfallgegner verkehrswidrig verhalten hat, trägt ein Fahrradfahrer die Mitschuld, sofern ein vorhandener Fahrradhelm die Verletzungen verhindert oder reduziert hätte. Ein entsprechendes Urteil gab das schleswig-holsteinische OLG am Montag bekannt. Eine Frau stürzte mit ihrem Fahrrad, als sie ohne Helm an einem parkenden Auto vorbeifahren wollte. Als die Autofahrerin die Tür öffnete, konnte die Radlerin nicht mehr ausweichen und stürzte. Aufgrund der erlittenen Schädel-Hirn-Verletzung wollte sie vor Gericht Schadensersatz und Schmerzensgeld erstreiten. Der Anteil der eigenen Schuld wurde für die Fahradfahrerin vom OLG Schleswig-Holstein auf 20 Prozent festgelegt. Es könne grundsätzlich davon ausgegangen werden, dass ein verständiger Mensch auch ohne Helmpflicht zur Vermeidung eigenen Schadens beim Radfahren einen Helm trägt. Das Gericht stellte zudem fest, die Anschaffung sei wirtschaftlich zumutbar und würde effektiv vor Verletzungen schützen.

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  2. #41
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    Zitat Zitat von Sitecom Beitrag anzeigen
    Leider muss ich Annika da zustimmen.
    Obwohl es logisch gesehen dumm und fahrlässig ist keinen Helm zu tragen, kann ich mich nicht dazu bringen einen zu tragen. Man muss sich so schon überzeugen auf das Rad zu steigen und auf das Auto zu verzichten und dann noch einen nervigen und hässlichen Helm dazu zu kaufen und zu tragen.
    Ich weiß, es ist dumm aber es nervt einfach...
    Ich verstehe euer Problem gar nicht. Ihr müsst ja keinen Helm tragen. Ihr müsst nur für die Folgen teilweise selber aufkommen und warum sollte der Unfallgegner oder gar die Allgemeinheit mit diesen kosten belastet werden? seid froh, dass es nur 20% sind, die man selber tragen muss, wobei das wirklich schweren Kopfverletzungen auch keinen Unterschied mehr macht.Ihr tut so als hätte das Gericht gesagt man muss jetzt einen Helm tragen oder darf nicht aufs Rad. Dem ist doch gar nicht so!

  3. #42
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    Zitat Zitat von Cyperfriend Beitrag anzeigen
    Edit: Mein beitrag sprengt irgendwie das Design. Habe ihn bereits selbst gemeldet.
    Das Problem lag an der Liste, die Du zitiert hast bzw. an den einzelnen Listen-Elementen. Diese hast Du auf mehrere Zitate aufgeteilt, ohne jedoch die eigentliche Liste über [/LIST] zu schließen. Dass dadurch das Design regelrecht zerschossen wurde, war allerdings ein vBulletin-Bug, der so nicht auftreten sollte

  4. #43
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    Naja die Schuld sollte halt nicht pauschal schon im Vorhinein entschieden werden.
    Wenn ich mir jetzt den Witz mache und ins Auto steige, um ein paar Radfahrer ohne Helm mal einen schönen Stoß zu verpassen, dann sitzen die nachher noch auf Kosten.

    Du hast schon Recht, es ist (noch) keine Pflicht, aber das wird ja auch diskutiert.

  5. #44
    ex-Moderator Avatar von frogger9
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    nichts anderes war es mit der Einführung der Gurtplicht, es dauert eben alles seine Zeit.

  6. #45
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    @sitecom
    der Fall ist aber derart an den Haaren herbei gezogen, dass man darüber doch eigentlich nicht reden braucht, oder?
    Zudem könnte die Rechtslage auch anders aussehen, wenn jemand vorsätzlich Fahrradfahrer umfährt...

    Was ist daran falsch, dass Leute die sich nicht schützen, obwohl offensichtlich eine Gefahr besteht, auch was selbst an ihrer Krankenhaus oder Arztrechnung bezahlen müssen?
    Warum sollte die Allgemeinheit da runter leiden sollen?
    Leider leidet doch die Allgemeinheit eh schon viel zu oft an der Dummheit, Gewissenlosigkeit, Fahrlässigkeit und Ignoranz einiger Weniger.

  7. #46
    Mitglied Avatar von Psycho Mantis
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    Genau - Schuldfrage und Schadensersatz sind hier zwei völlig verschiedene Themen. Das Sprichwort: wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um - sollte doch bekannt sein. Für seine eigene Sicherheit kann schon jeder selber Sorgen. Aus eigenem Interesse heraus. Wer sich in den Strassenverkehr begibt und nichts ausser Haare hat, die ihn Schützen - dem kann man auch ein wenig Dummheit oder "eagl"-Haltung attestieren. Wie dem auch sei - sich dann hin zu stellen und 100% kassieren wollen is nicht. Und das ist auch richtig so. Jeder Depp weiss wie gefährlich Radfahren ist. Und wenn man sich dazu entschliesst, trägt man auch das Risiko. Ständig lachen hier die Leute über America, weil da alles reglemtiert ist und drauf steht was man darf und was nicht. Dann heisst es immer - die sollen mal ihr Gehirn benutzen. Ach echt? Cool!
    Die Frau ist ne dumme Nuss - man wird doch gelehrt das man an parkenden Fahrzeugen (und generell) mit Sicherheitsabstand vorbei fahren soll. Zur Info - mein Lack ist mir heilig - ich bitte also auch Radfahrer mit genügend Abstand an mir vorbei zu fahren, denn ich lasse auch 1,5m Platz!


    Zum Thema Gesetzgebung - ich fordere folgende Dinge für den gemeinen Radfahrer:

    Helmpflicht
    Fahradführerschein - Verkehrserziehung
    Tüv+Sicherheitskit
    Kennzeichen
    Steuer
    Versicherung


    Warum? Ganz einfach - ich wohne in Berlin und was hier abgeht ist nicht mehr feierlich. Die Gesetzgebung ist in Deutschland im Falle eines Unfalls zu Gunsten des Radfahrers ausgelegt. Bauen die Scheisse, und fahren mir ins Auto - bin ich mit Schuld oder komplett Schuld. Tragen die dann keinen Helm und sitzen den Rest ihres Lebens sabbernd im Rollstuhl, bin ich auch Schuld. Na herzlichen Dank. Es kann einfach nicht sein, dass sich ungelernte und damit unqualifizierte Personen, mit hoher Geschwindigkeit in einem strikt reglementiertem System bewegen. Die Verkehrsregeln sind nicht zum Spass da, und gelten für alle. Nur hält sich so gut wie niemand von den Radfahrern daran. Zumindest hier ist es schlimm. An Kreuzungen wird sich nicht eingeordnet, falsch herum auf der Strasse gefahren, kein Abstand zu Autos gehalten (immer schön wenn Rucksäcke am Blech oder Glas schleifen [da könnt ich die auf der Stelle erschießen]), es wird auf Bürgersteigen gerast - neulich kam ich ausm Laden und so ein Depp kam, nochdazu in falscher Richtung, in einem Tempo angerast, wär ich nicht zurückgesprungen hätte es geknallt. Nachts sieht man keine Sau weil permanente Beleuchtung und reflektierende Kleidung anscheinend als Sinnlos erachtet werden.
    Und da hörts echt auf. Die gefährden nicht nur Sich, sondern auch alle anderen Verkehrsteilnehmer. Jammern sofort rum wenn einem Radfahrer mal was passiert, oder das es keine Radwege gibt. Tja Leute - Autofahrer zahlen jedes Jahr 40MRD Euro ein, und davon werden noch nichtmal alle Strassen saniert/gebaut, sondern das Meißte fließt noch in andere Bereiche ein. Was haben die Radfahrer denn bezahlt. Lass mal sehen - ach nichts? Na dann kriegen die auch nichts. So einfach.
    Es besteht nunmal kein Grundrecht aufs Fahrradfahren, aber es ist doch so - Auf der Straße sind Radfahrer den Autos im Weg, auf dem Bürgersteig den Fussgängern. Wirklich jeder hasst Fahrradfahrer. Und was kommt von denen? Zahlen nichts, wollen alles. Großes Tennis.

    Erst wenn die die gleiche Scheiße (Ausbildung, Kosten, Folgekosten, Sicherheit) mitmachen müssen wie Autofahrer, dürfen sie sich auf der Straße bewegen und irgendwelche Forderungen stellen. Ansonsten schlage ich vor den Ball mal ganz flach zu halten und dankbar zu sein, dass sie überhaupt am Strassenverkehr teilnehmen dürfen.

    Das mit dem Spruch Helmpflicht für Fussgänger kann unmöglich ernst gemeint sein - Fussgänger haben ihre eigene Bereiche in denen sie sich aufhalten MÜSSEN, und sind daher nicht derart gefährdet. Das manche imme rmit den Abstrusesten sachen um die Ecke kommen...

  8. #47
    Mitglied Avatar von DarthVoldemort
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    Zitat Zitat von elgitarre Beitrag anzeigen
    Was ist daran falsch, dass Leute die sich nicht schützen, obwohl offensichtlich eine Gefahr besteht,.
    Hier ist ja wohl der Gesetzgeber gefragt.

    Es ist ja nicht so, als könne man keine Autos mit Schiebetüren bauen.
    Gefahr erkannt - Gefahr gebannt.

  9. #48
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    Es kann einfach nicht sein, dass sich ungelernte und damit unqualifizierte Personen, mit hoher Geschwindigkeit in einem strikt reglementiertem System bewegen.
    Das ist das Problem. Fahrradfahren darf jeder, wie man sich richtig verhält, wissen nicht alle.
    Ich muss ehrlich gestehen, dass ich auch erst mit meinem Autoführerschein anfing "bewusst" Rad zu fahren. Von Vorfahrt o.Ä. haben viele Radfahrer keine Ahnung, da sie auch keinen Autoführerschein besitzen.

    Bei dem Radführerschein würde ich noch mitgehen, alles andere sorgt nur dafür, dass noch weniger Leute Rad fahren. Wenn Omi ihre 3 Milch nach Hause fahren möchte über 500 Meter, dann fängt sie nicht an Prüfungen zu machen oder für das Rad noch Steuern zu zahlen.

    Im Prinzip hast du ja Recht, vor kurzen wurde gerade eine Radfahrerin hier tot gefahren, die über rot die Ampel genommen hat ohne zu schauen. Trotzdem bekam der Rechtsabbieger Schuld. Er war zu schnell, hat nicht hingeschaut, oder, oder, oder...
    Oft behindern sie wirklich den Verkehr, aber so strickte Regeln würden dafür sorgen, dass keiner mehr aufs Rad steigt.
    Geändert von gelöschter Nutzer 8 (19. 06. 2013 um 17:16 Uhr)

  10. #49
    Gesperrt Avatar von musv
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    Zitat Zitat von Cyperfriend Beitrag anzeigen
    Ich rede von Radwegen die extra gebaut oder instand gehalten werden und ein blaues Schild haben. Blaues Schild == Benutzung ist Pflicht.
    Eben nicht in jedem Fall. Die Nutzung des Radweges mit blauem Schild ist dann Pflicht, wenn der Radweg befahrbar ist. Auf meiner täglichen Arbeitsstrecke sind da einige sehr zweifelhafte Abschnitte dabei.

    Zitat Zitat von Cyperfriend Beitrag anzeigen
    Im nächsten Punkt redest du von Gleichwertigkeit der Verkehrsteilnehmer. ...Du scheinst dich eher über die anderen Verkehrsteilnehmer zu stellen
    Nö, aber wenn ich als Fußgänger oder Radfahrer unterwegs bin und keine Gefahr für mich und andere darstelle und niemanden behindere, dann ignorier ich rote Ampeln durchaus. Das hat nichts mit irgendwelchem "Klassen-/Statusdenken" zu tun. Beim Auto reg ich mich auf, dass hier der grüne Pfeil an vielen Kreuzungen fehlt, würde aber nie auf die Idee kommen, bei rot drüberzufahren.

    Zitat Zitat von Cyperfriend Beitrag anzeigen
    Das passiert und deswegen sollte man an Kreuzungen auch immer langsam machen und gucken ob wirklich frei ist oder der andere bremst. Viele rasen aber mit einem Selbstverständlichkeit drüber...
    Rat mal, was ich tagtäglich mach. Würde ich "mit einer Selbstverständlichkeit drüberrasen", wäre ich schon lange unter der Erde.

    Zitat Zitat von Cyperfriend Beitrag anzeigen
    Erstens hast du auf dem Gehweg nichts verloren
    Es gibt Gehwege, die geteilt sind (Zeichen 241). Durch eine Linie in der Mitte ist die eine Hälfte für Radfahrer, die andere für Fußgänger. Dummerweise wissen das die Fußgänger nicht - trotz sichtbarer Linie und oftmals Kennzeichnung mit Symbolen oder andere Gehwegfarbe. Dann gibt's auch noch die Gehwege, die sowohl für Fußgänger als auch für Radfahrer bestimmt sind (Zeichen 240 und Zeichen 245).

    Zitat Zitat von Cyperfriend Beitrag anzeigen
    zweitens blendest du andere Verkehrsteilnehmer nur, wenn dein Licht nicht richtig ein gestellt ist
    Ich stell mein Licht so ein, dass ich was seh. Allerdings hab ich eine durchaus hellere Lampe (mit 60 Lux). Und diese Fahrradlampen können ziemlich blenden.

    Deine Kritik an Radfahrern mag sicherlich berechtigt sein. Wer in dichtbesiedelten Gebieten keinen Helm trägt, handelt grob fahrlässig und dumm sich selbst gegenüber. Soviel ist unstrittig.

    Ich war in meinem bisherigen Leben als Fußgänger, Rad-, Moped-, Motorrad-, PKW- und LKW-Fahrer unterwegs. Und glaub mir, man regt sich immer über die Ignoranz und das Unvermögen der anderen Teilnehmer auf, egal in/auf welchem Verkehrsmittel sie grad sitzen.

    Zitat Zitat von Psycho Mantis Beitrag anzeigen
    Die Gesetzgebung ist in Deutschland im Falle eines Unfalls zu Gunsten des Radfahrers ausgelegt. Bauen die Scheisse, und fahren mir ins Auto - bin ich mit Schuld oder komplett Schuld.
    Das find ich auch gut so. Fahrradfahrer sind das schwächere Glied in der Kette. Bekämen Autofahrer mehr Rechte, würden sie noch rücksichtsloser Radfahrer ignorieren.

  11. #50
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    Zitat Zitat von DarthVoldemort Beitrag anzeigen
    Es ist ja nicht so, als könne man keine Autos mit Schiebetüren bauen.
    Gefahr erkannt - Gefahr gebannt.
    du hast es echt verstanden
    natürlich kannst du dir nur dieses eine Szenario ausdenken.
    Hast du ne Ahnung wie viele Fahrradfahrer auf die Fresse fliegen, einen Hirnschaden davon tragen, und das ganze ohne jegliche Fremdeinwirkung?

    Eigentlich gibt es doch gar keine Diskussionsgrundlage für die Geschichte.
    Wer sich selbst in Gefahr begibt obwohl er sich schützen könnte, muss im Falle eines Unfalls teilweise für seinen eigenen Schaden aufkommen.
    Völlig ok.

  12. #51
    Mitglied Avatar von Trubarde
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    omg gehts hier heiß her...

    Niemand sagt, dass ihr Helme tragen müsst. Ihr müsst nur bereit sein, dann mit den Folgen zu leben.
    Habe irgendwie garkein Mitleid mit Zweiradfahrern auf der Strasse. Tut mir Leid wenn ich das so offen sage. Ich fahre selber gerne Rad, gerne im Wald. Klar muss man, um dorthin zu kommen, auch über Strassen. Aber da bin ich vorsichtig und passe auf. Mein Gott, Autos sind stärker als Zweiräder, das müsste jeder Kartoffel klar sein. Und dann schluckt man halt mal sein Recht runter.
    "Heh ich hatte Vorfahrt" nützt mir nix wenn ich im Krankenhaus liege. Wie gesagt, fahre selber gerne Rad, aber das gehört galt nicht wirklich auf die Strasse.

    Jegliche Zweiradfahrer sind für mich als Autofahrer potentielle Organspender.
    War leider Gottes schon zwei mal bei einem Unfall dabei als Beifahrer. Freie Landstrasse. Warten an der Kreuzung. Rausfahren-Bumm. Motorradfahrer war zu schnell in der Kurve (unübersichtlich), hat nicht reagiert und ist hängen geblieben.
    Hätte er mal statt den 150 die erlaubten 100 gefahren und wäre bremsbereit gewesen (die Kurve ist bekannt als Motorradkiller) hätte er nicht in den Rollstuhl gemusst. Dem Autofahrer kann man keine Schuld geben- 4 mal nachgeschaut und langsam rausgefahren, mehr kann man nicht erwarten. Trotzdem Teilschuld und Schock fürs Leben.
    Selbe in Grün bei nem Radfahrer. Stehendes Auto an der Ampel. Radfahrer drängt sich den Spalt von nem halben Meter durch, es wird Grün, Auto schert mit Heck aus, bumm. da liegt er. Nächstes mal stell ich mich auch auf die andere Strassenseite um Erster an der Ampel zu sein.

    Und das Schlimme ist dass die Autofahrer noch die ganze Schuld bekommen. Aber dann bei Elefantenrennen Teilschuld einführen...

    Man muss höllisch aufpassen beim Autofahren. Aber Radfahrer und junge Mofa/Motorradfahrer provozierens ja schon fast dass man sie knutscht.

    Was fehlt ist keine Helmpflicht. Was fehlt ist eine Nachschulung im Verkehrsrecht beim Fahrrad und Sensibilisierung, aber auch mehr Radwege (welche dann auch mal das Mofa nutzen kann bevor es den Berg runterrollt). Die Sensibilisierung der Autofahrer ist durch das aktuelle Strafrecht gegeben- aber wer sich in Gefahr begibt lässt im Moment die anderen dafür blechen, so schauts doch aus.

    Edit: @ Psycho Mantis-wo ist dein Like-Button?

  13. #52
    Mitglied Avatar von Annika_Kremer
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    Zitat Zitat von elgitarre Beitrag anzeigen
    Was ist daran falsch, dass Leute die sich nicht schützen, obwohl offensichtlich eine Gefahr besteht, auch was selbst an ihrer Krankenhaus oder Arztrechnung bezahlen müssen?
    Warum sollte die Allgemeinheit da runter leiden sollen?
    Leider leidet doch die Allgemeinheit eh schon viel zu oft an der Dummheit, Gewissenlosigkeit, Fahrlässigkeit und Ignoranz einiger Weniger.
    Na und? Dafür kommen auch Leute, die sich gesund ernähren und fit halten (auch wenn der Sport mit Risiken verbunden ist) für die ganzen Fetten, die deswegen alle möglichen Krankheiten bekommen (nein, nicht alle Dicken sind krank und nicht alle können etwas dafür, aber gewisse Korrelationen sind wohl unbestritten), oder die mit den Haltungsschäden vom Dauerzocken auf. Was meinst du, was das im Jahr kostet?

    Ich habe da kein großes Problem mit - Solidarität ist Solidarität und arm werde ich von Steuern und Krankenkasse nicht. Aber dann habe ich auch kein Bock, mir Gejammer wegen vielleicht theoretisch möglicher Unfälle anzuhören, die ich beim Sport oder sonstigen "riskanten" Aktivitäten haben könnte.

  14. #53
    Mitglied Avatar von Psycho Mantis
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    Zitat Zitat von musv Beitrag anzeigen

    Das find ich auch gut so. Fahrradfahrer sind das schwächere Glied in der Kette. Bekämen Autofahrer mehr Rechte, würden sie noch rücksichtsloser Radfahrer ignorieren.
    eben nicht. Erstens haben diese Glieder in der Kette nicht zu suchen, und zweitens - wenn sich der Zustand einstellt, das Autofahrer sich drauf verlassen können, dass Radfahrer regelkonform fahren, gibts auch keine Rücksichtslosen Aktionen.

    Ich erlebe jedes mal wenn ich mit dme Auto fahre das Gegenteil - ich habe Angst um meine Karre, und muss ständig für andere Autos und Radfahrer mitdenken, weil die Radler sich benehmen wie die Axt im Wald. Da ist null Rücksicht.

    FRAGE:

    Können wir bitte die Gründe warum jemand Rad fährt hier raus halten - das hat nichts mit dem Thema zu tun. Ich fahre auch aus Sportgründen Rad - aber nachts, und selbst da regelkonform.

    Hier gehts aber um was Grundsätzliches und keine Kosten/Nutzenrechnung für Krankenkassen. Danke.

  15. #54
    Gesperrt Avatar von musv
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    Zitat Zitat von Psycho Mantis Beitrag anzeigen
    Erstens haben diese Glieder in der Kette nicht zu suchen,
    Ähm, Fahrradfahrer sind genauso Verkehrsteilnehmer wie Autofahrer. Fußgänger sind der Meinung, Fahrradfahrer hätten nichts auf dem Gehweg zu suchen, Autofahrer (siehe Dein Zitat) akzeptieren keine Radfahrer auf der Straße. Dummerweise gibt es nicht immer Radwege. Wo sollte ich dann Deiner Meinung nach fahren?

    Zitat Zitat von Psycho Mantis Beitrag anzeigen
    und zweitens - wenn sich der Zustand einstellt, das Autofahrer sich drauf verlassen können, dass Radfahrer regelkonform fahren, gibts auch keine Rücksichtslosen Aktionen.
    Dummerweise kann ich mich genausowenig darauf verlassen, dass Autofahrer immer regelkonform fahren. Beim Auto entsteht dann maximal 'ne Beule. Als Radfahrer kommst du mit etwas Pech in die Holzkiste.

    Zitat Zitat von Psycho Mantis Beitrag anzeigen
    Ich erlebe jedes mal wenn ich mit dme Auto fahre das Gegenteil - ich habe Angst um meine Karre,
    Besser Angst um die Karre als Angst um sein Leben.

  16. #55
    Mitglied Avatar von Psycho Mantis
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    1. Nirgendwo. Ausser aufm Radweg. Finanzierung über Steuern die Radfahrer zahlen.
    2. Daher ja die Pflicht für einen Fahrradführerschein. Damit sich was ändert. Eben darum, zwei Autozusammenstöße sind Pillepalle in der Stadt. Wenn selbstverschuldet ein Radfahrer unter mein Auto kommt und stirbt - wer hat dann für dne Rest seines Lebens den Zonk?
    3. Dein Leben interessiert mich aber nunmal überhaupt nicht,im Vergleich zu meinem Auto. Warum soll mir ein Radfahrer wichtiger sein als mein Wagen?(Nicht persönlich, sondern einfach verallgemeinert)

  17. #56
    Mitglied Avatar von BonePatrol
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    Zitat Zitat von Cyperfriend Beitrag anzeigen
    Ich verstehe euer Problem gar nicht. Ihr müsst ja keinen Helm tragen. Ihr müsst nur für die Folgen teilweise selber aufkommen und warum sollte der Unfallgegner oder gar die Allgemeinheit mit diesen kosten belastet werden?
    Liest du eigentlich selbst was du schreibst?
    Vielleicht weil er den Unfall verursacht hat?!
    Wenn ich dir nen Backstein an den Kopf schmeiße hab ja wohl ich Schuld daran wenn du verletzt wirst und nicht du weil du keinen Helm auf hattest....
    Da könnte man ja auch sagen daß Jonny K 20% Mitschuld hatte weil er keinen Helm trug...(sorry für den derben Vergleich)

  18. #57
    Mitglied Avatar von Trubarde
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    Zitat Zitat von BonePatrol Beitrag anzeigen
    Liest du eigentlich selbst was du schreibst?
    Vielleicht weil er den Unfall verursacht hat?!
    Wenn ich dir nen Backstein an den Kopf schmeiße hab ja wohl ich Schuld daran wenn du verletzt wirst und nicht du weil du keinen Helm auf hattest....
    Da könnte man ja auch sagen daß Jonny K 20% Mitschuld hatte weil er keinen Helm trug...(sorry für den derben Vergleich)
    Nein, aber bei sonem Namen und soner Schwester grauts mir auch...

  19. #58
    deaktivierter Nutzer
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    Zitat Zitat von musv Beitrag anzeigen
    Ich stell mein Licht so ein, dass ich was seh. Allerdings hab ich eine durchaus hellere Lampe (mit 60 Lux). Und diese Fahrradlampen können ziemlich blenden.
    Da haben wir wieder die Ignoranz. Hauptsache ich ich ich. Du hast deine Lampe gefälligst so einzustellen, dass du damit andere nicht blendest (auf ebener Strecke) und wenn du das machst siehst du bei angepasster Geschwindigkeit immer noch genug, selbst auf nicht beleuchteten Strecken. Ausnahme sind höchstens Waldgebiete, mondlose Nächste oder wenn dieser bewölkt ist. Wenn du andere Verkehrsteilnehmer offensichtlich blendest kannst du übrigens auch dafür haftbar sein. Ist wie beim Auto und dem Fernlicht. Nicht umsonst muss man das bei Gegenverkehr sofort ausmachen.

    Ich habe eben auch was tolles gefunden zum Thema Fahren ohne Licht: http://www.pdeleuw.de/fahrrad/urteile.html#beleuchtung Die Frage ist, ob das die allgemeine Rechtsprechung ist.

  20. #59
    deaktivierter Nutzer
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    Oh weh. Ich fahr gerne Rad, aber mit einem Helm bei 35 Grad im Schatten habe ich keine Lust auch noch einen Helm voll zu schwitzen, mal abgesehen davon, dass Helme meistens ziemlich dämlich aussehen, wenn man nicht gerade ein semi-professioneller Radler auf einen Rennrad ist.

  21. #60
    Mitglied Avatar von DarthVoldemort
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    Zitat Zitat von elgitarre Beitrag anzeigen
    Hast du ne Ahnung wie viele Fahrradfahrer auf die Fresse fliegen, einen Hirnschaden davon tragen, und das ganze ohne jegliche Fremdeinwirkung?
    Nein. Zwei? Oder sieben?

  22.  
     
     
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