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  1. #1
    Gesperrt Avatar von Ghandy
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    Standard Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    Selbst wenn sich der Unfallgegner verkehrswidrig verhalten hat, trägt ein Fahrradfahrer die Mitschuld, sofern ein vorhandener Fahrradhelm die Verletzungen verhindert oder reduziert hätte. Ein entsprechendes Urteil gab das schleswig-holsteinische OLG am Montag bekannt. Eine Frau stürzte mit ihrem Fahrrad, als sie ohne Helm an einem parkenden Auto vorbeifahren wollte. Als die Autofahrerin die Tür öffnete, konnte die Radlerin nicht mehr ausweichen und stürzte. Aufgrund der erlittenen Schädel-Hirn-Verletzung wollte sie vor Gericht Schadensersatz und Schmerzensgeld erstreiten. Der Anteil der eigenen Schuld wurde für die Fahradfahrerin vom OLG Schleswig-Holstein auf 20 Prozent festgelegt. Es könne grundsätzlich davon ausgegangen werden, dass ein verständiger Mensch auch ohne Helmpflicht zur Vermeidung eigenen Schadens beim Radfahren einen Helm trägt. Das Gericht stellte zudem fest, die Anschaffung sei wirtschaftlich zumutbar und würde effektiv vor Verletzungen schützen.

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  2. #161
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    Warum sollte es da nennenswerte Unterschiede geben?

  3. #162
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    Der Fahrradfahrer hat aber den Vorteil, dass er im Fall noch die Richtung wechseln kann. Im Auto bist du faktisch fixiert
    Das mag bei einem Sturz vielleicht noch möglich sein, bei einem Unfall in der Regel jedoch nicht.
    Wie sonst erklärst Du Dir, das laut DVR bei jedem 2. getöteten Radfahrer die Kopfverletzung letal war?
    Waren die alle nur reaktionsträge?

    Warum sollte es da nennenswerte Unterschiede geben?
    Ich war mehrere Jahre im Rettungsdienst tätig. Und die Anzahl der durch Kopfverletzungen getöteten PKW Fahrer war, im Vergleich zu der durch Verletzungen der inneren Organe getöteten, doch sehr gering.
    Allerdings ist das nur meine eigene Erfahrung, und in keiner Weise statistisch belegt.
    Geändert von braegler (21. 06. 2013 um 12:41 Uhr)

  4. #163
    Mitglied Avatar von Psycho Mantis
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    Einfach mal Fahrrad-Crashtests anschauen. Die Wucht eines Aufpralls ist so hoch, dass kein Muskel der Welt es schafft, den Kopf am Aufprall zu hindern, durch wegbeugen etc.... Der körper wird ja in eine komplett andere Richtung bewegt, verliert zudem noch die Orientierung - und es geht so schnell das man aktiv gar keine Ausweichstrategie entwickeln kann. Man schlägt einfach im Sekundenbruchteil auf - oder ein.

  5. #164
    Gesperrt Avatar von bullyh
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    Bevor das weiter geht...

    War Spaß. Sorry.

  6. #165
    Gesperrt Avatar von NoName1954
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    Hallo,

    Zitat Zitat von bullyh Beitrag anzeigen
    Der Fahrradfahrer hat aber den Vorteil, dass er im Fall noch die Richtung wechseln kann.
    frei nach dem Motto:
    Fällt er nach links, ist alles in Ordnung. Fällt er nach rechts, ist's auch nicht schlimm. Nur wenn er ganz ruhig liegen bleibt...



    MfG
    NoName1954

  7. #166
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    Zitat Zitat von elgitarre Beitrag anzeigen
    und leider meinst du diesen Vergleich ernst.

    Zudem reden wir hier von Vorsatz.
    Wie bereits erwähnt dürfte bei einem vorsätzlich herbei geführten Unfall mit einem Fahrrad die Sache auch wieder anders aussehen.
    Warum sollte er das auch nicht ernst meinen. Auch der Vergleich ist absolut treffend.
    Ob wir hier von Vorsatz reden oder nicht, spielt für die Schuldfrage keine Rolle. Ein Radfahrer ist nicht an seinen Verletzungen schuld. Und zwar weder wenn er versehentlich oder absichtlich platt gefahren wird.

    Zitat Zitat von bluppz0r Beitrag anzeigen
    Dummheit darf nicht belohnt werden.
    Es geht hier nicht um Belohnungen.

    Zitat Zitat von braegler Beitrag anzeigen
    Das ist, mit Verlaub, Schwachsinn. Einfach viel zu kurz gedacht. Es ist ganz egal wie "stark" ein Verkehrsteilnehmer ist, das hat mit der Verantwortung nicht das geringste zu tun.
    Die angebliche Mitschuld bei einem unverschuldeten, unbehelmten Unfall aber auch nicht. Wenn ein Radfahrer einen Helm nutzt oder auch nicht, hat das schließlich keinerlei Auswirkungen auf andere Verkehrsteilnehmer.

    Zitat Zitat von bluppz0r Beitrag anzeigen
    Kleiner Nachtrag: Gerade wenn man der schwache Verkehrsteilnehmer ist sollte man besonders verantwortungsbewusst handeln. Motorradfahrer pochen auch nicht auf Ihr Recht im Straßenverkehr weil das häufig tragische Konsequenzen für sie haben könnte.
    Das Gefährdungspotential ist bei Auto/LKW deutlich höher. Also sind die es, die sich gegenüber anderen in erster Linie verantwortungsbewusst zu verhalten haben.

    Zitat Zitat von Psycho Mantis Beitrag anzeigen
    Erster Fall: Ich komme an einer Kreuzung bei Rot zum stehen. Hinter mir kommt eine Radfahrerin an - und fährt bei Rot drüber, um dann nach rechts abzubiegen - allerdings tut sie dies auf dem linken Bürgersteig. Also gleich mal zwei Vergehen..
    <Klugscheißmodus>
    Drei Vergehen, eigentlich wohl eher Ordnungswidrigkeiten.
    1. Rotlichtverstoß
    2. Bürgersteig benutzt
    3. Falsche Fahrtrichtung
    </Klugscheißmodus>

    In der Tat grinse ich aber beim 2. Fall leicht süffisant. Wenn man zu doof zum Radeln ist, sollte man es vielleicht besser lassen. Und was die jüngere Frau angeht, würde ich der am liebsten noch für ihr mieses Verhalten eine reinhauen. Aber davon hält mich dann glücklicherweise meine gute Erziehung ab.
    Das Beispiel zeigt aber nur, dass es eben nicht nur asoziale Autofahrer gibt, sondern auch asoziale Radfahrer.

    Und bevor ich es jetzt ganz vergesse.
    Zitat Zitat von Psycho Mantis Beitrag anzeigen
    Aber wie kann denn die Autofahrerin die alleinige Schuld haben - wenn die Radfahrerin ihrerseits eine strikte Regel missachtet hat, die sie genau vor solchen Situationen schützen soll?
    Hat sie im konkret geurteilten Fall offensichtlich nicht. Laut Newspresso und Originalartikel geht das Gericht aber scheinbar grundsätzlich von einer Mitschuld aus, selbst wenn ein Fahrradfahrer absolut unverschuldet in einen Unfall verwickelt wird.
    Und da kann eine Mitschuld nicht gegeben sein.

  8. #167
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    Belohnungen. Die Radfahrerin hätte die Verletzungen vermeiden können wenn sie einen Helm getragen hätte. Der gesunde Menschenverstand gebietet es einen Helm zu tragen wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist. Tut man dies nicht sinkt der zugesprochene Betrag an Schmerzensgeld was logisch ist.
    Es geht nicht um die Frage der Schuld am Unfalld die trug hier der PKWfahrer. Daher kriegt der Betroffene überhaupt Schmerzensgeld doch das wird deutlich reduziert weil Sie keinen Helm trug. Sie trägt an den Verletzungen eine Mitschuld. Diese 20% wären eine Belohnung für die Dummheit keinen Helm zu tragen.

    Beim Geschlechtsverkehr mit einer x-beliebigen Person gibt es auch kein Gesetz dass Dir vorschreibt ein Kondom zu benutzen die meisten tun es aber doch weil man sonst unschöne Dinge erleben könnte.

    Habt ihr irgendeinen Malwarescanner auf dem Rechner? Irgendeine Firewall aktiv? Da gibt es auch kein Gesetz das man diese haben muss und doch werden Sie meistens installiert damit man sich schützt. Natürlich werden auch noch andere Maßnahmen ergriffen..

    Stimmt das Gefährdungspotenzial ist bei LKW/PKW höher als beim Radfahrer dennoch hat braegler mit seinem fiktiven Beispiel eindeutig aufgezeigt dass man sich im Punkto Verantwortung nichts schenkt. Denn der Auslöser für den tödlichen Unfall war der Radfahrer oder hätte der LKWfahrer den Radfahrer einfach überrollen sollen?

    @henpara
    Ich denke Psycho Mantis hat das einwandfrei erklärt.

  9. #168
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    Zitat Zitat von AlfonsDerVierte Beitrag anzeigen
    [...] mal abgesehen davon, dass Helme meistens ziemlich dämlich aussehen, wenn man nicht gerade ein semi-professioneller Radler auf einen Rennrad ist.
    Hauptsache mit gespaltenem Schädel noch gut aussehen, was?

  10. #169
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    Hat sie im konkret geurteilten Fall offensichtlich nicht. Laut Newspresso und Originalartikel geht das Gericht aber scheinbar grundsätzlich von einer Mitschuld aus, selbst wenn ein Fahrradfahrer absolut unverschuldet in einen Unfall verwickelt wird.
    Und da kann eine Mitschuld nicht gegeben sein.
    Welch Glanzleistung einer Fehlinterpretation.
    Die Radfahrerin hat eine Mitschuld an der Schwere ihren Verletzungen, nicht am Unfall selbst. Die Unfallschuld war nicht Thema des Verfahrens.

    IMO war ein solches Urteil längst überfällig.
    Analog dazu gab es ja auch das Urteil bzgl. Motorradfahrens ohne Schutzkleidung.
    Quelle:http://www.haufe.de/recht/weitere-re...12_113274.html
    Dass es noch keine Norm gibt, die vorschreibt, Motorradkleidung zu tragen, ändere nichts an der Tatsache, dass ein ordentlicher und verständiger Mensch zur Vermeidung eigenen Schadens eine Schutzkleidung trägt. Verzichtet er darauf, gehe er im Falle eines Unfalls bewusst ein erhebliches Verletzungsrisiko ein, so das Gericht. Deshalb sei es sachgerecht, bei der Bemessung des Schmerzensgeldes ein Verschulden gegen sich selbst zu berücksichtigen.
    Und ganz ehrlich: Ich kenne sicher mehr als 100 Motorradfahrer, und nicht ein einziger davon kann dieses Urteil (Brandenburgisches OLG, Urteil v. 23.07.2009, 12 U 29/09) nicht verstehen (war damals auch Thema an einem Motorrad-Stammtisch). Wieso nun etliche Radfahrer und auch Verbände wie der ADFC gegen das aktuelle Urteil aufbegehren erschliesst sich mir einfach nicht.

    Auch ich setze nur in den seltensten Fällen einen Fahrradhelm auf, bin kein Freund davon. Aber diese Nachlässigkeit darf mir im Falle eines Unfalls auch angelastet werden, und das ist für mich nur allzu gut nachvollziehbar.

  11. #170
    Mitglied Avatar von Psycho Mantis
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    schade das man sich hie rnoch nicht bedanken kann. Danke @breagler.

    Ich meine es ist doch wie im richtigen Leben - wie öft hört man den Satz: Hättste ma besser uffjepasst! und das Floskelpendant dazu ist: Vorbeugen is besser.. als auf die Schuhe zu kotzen.


    Es ist dach echt nicht so schwer.



    Oder mal andersrum gefragt - ein Radfahrer stürzt auf dem Radweg und verletzt sich schwer am Kopf. Würde der auf die Idee kommen die Stadt zu verklagen, weil der Radweg keine Tartanbahn ist? Nein. Und da kommt ihm die einsicht - ja ich hätte ja Helm Tragen können. Ne?!

  12. #171
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    Zitat Zitat von braegler Beitrag anzeigen
    Und wenn ich, wie heut morgen, 2 Aushilf-Ulrichs vor mir auf der Bundesstrasse, 3m neben einem erstklassig ausgebauten Radweg den Verkehr behindern seh
    Vermutlich sind die beiden auch noch nebeneinander gefahren damit ja niemand überholen kann, oder?

    Gibt es eigentlich einen maximal-Schalldruck der Hupe im PKW?
    In solchen Fällen hätte ich stehts gerne das Signalhorn eines Containerschiffes am Auto
    Geändert von ATMega8 (21. 06. 2013 um 22:08 Uhr)

  13. #172
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    Safety first.

    Wenn natürlich irgendwelche Leute meinen, ein Fahrradhelm würde uncool sein, müssen sie halt damit leben, wenn sie in einen Unfall geraten, ob jetzt unverschuldet oder verschuldet.

    Ja, auch Fahrradfahrer können an einem Unfall schuld sein, das sind sie sogar sehr oft. Dass dann immer noch der betreffende PKW eine Mitschuld kriegt, auch wenn der Fahrradfahrer Schuld ist, ist eine Sauerei. Kein Autofahrer kann vorhersehen, wenn z.B. ein Fahrradfahrer auf einmal vom Fahrradweg/Bürgersteig auf die Straße runterbrettert.

    Viele Fahrradfahrer benehmen sich echt wie die letzte Sau im Straßenverkehr. Fahrradwege = uncool, also lieber Bürgersteig... Rücksicht auf Fußgänger? Nee, man kann einer gehbehinderten Oma ja einen schönen Schrecken einjagen, indem man möglichst nah an ihr vorbei brettert. Mich hat übrigens letztens ein Fahrradfahrer auf dem Bürgersteig (wo er nichts zu suchen hatte, da Straße und Fahrradweg daneben) gestreift - mit voller Absicht, weil ich nicht schnell genug zur Seite springen konnte. Platz genug war, aber er meinte, ja unbedingt an mir ganz dicht vorbeiziehen zu müssen trotz freier Straße und freiem Fahrradweg.

  14. #173
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    Heute gesehen:

    Fahrradfahrerin auf der Strasse, anstatt auf dem erhöhten Fahrradweg neben dem Bürgersteig. Schade das bei uns zur Zeit der Fensterheber am Auto auf der Beifahrerseite defekt ist, hätte am liebsten raus geschrien runter von der Strasse.

    Falls von Interesse, die hatte natürlich kein Helm auf.

  15. #174
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    Heute gesehen:

    dutzende Fahrradfahrer die recht schnell im Kreis gefahren sind auf einer Art "Rennbahn"

    Falls von Interesse, die hatten alle ganz hässliche Helme auf.

  16. #175
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    Zitat Zitat von Destiny666 Beitrag anzeigen
    Safety first.

    Wenn natürlich irgendwelche Leute meinen, ein Fahrradhelm würde uncool sein, müssen sie halt damit leben, wenn sie in einen Unfall geraten, ob jetzt unverschuldet oder verschuldet.
    Du schreibst zwar nicht womit, aber meinst wahrscheinlich mit einer Mitschuld. Da werden sich die Fußgänger, also wir alle freuen, daß wir damit zu leben haben, wenn wir keine Fahrradhelme tragen mögen. Weil die Anfangszeiten sind vorbei wo vor einem Automobil noch jemand mit einer Glocke herlaufe mußte, um die Menschen zu Warnen.

    Der moderne Mensch (in Deutschland) hat sich seine Umwelt so gestaltet, daß er von ausgewiesenen Reservaten ausgenommen, und auch dort nicht garantiert,
    sich selber zum Fluchttier degradiert hat.

    Der Autofahrer hat freie Fahrt bis zur nächsten Ampel oder dem nächsten Schild, welches ihm zum Halten zwingt. Der Mensch, also jeder, bevor er sich in einen Wagen setzt, kann seinen Nachbarn auf der anderen Straßenseite nur unter mehr oder weniger schwierigen Bedingungen erreichen.

    Freie Fahrt für freie Bürger.

    Auch der Fahrradfahrer ärgert sich über Fußgänger auf dem Radweg (ich auch).

    Aber je nach Gebäude steht man ja beim Verlassen des Hauses unmittelbar auf de Radweg.

    Schon das Verlassen des eigenen Hauses bedeutet Gefahr.

    Es soll ja Gemeinden geben, die das Leben sicherer und entschleunigter gemacht haben, in dem sie die Verkehrsschilder möglichst abgeschafft haben.

    Statt überall festzulegen, wer wann wieviel Schuld hat, wird mehr Rücksicht verlangt.

  17. #176
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    Zitat Zitat von braegler Beitrag anzeigen
    Welch Glanzleistung einer Fehlinterpretation.
    Die Radfahrerin hat eine Mitschuld an der Schwere ihren Verletzungen, nicht am Unfall selbst. Die Unfallschuld war nicht Thema des Verfahrens.
    Dito... Ich sprach bzw. schrieb nicht im Entferntesten von einer Mitschuld am Unfall.
    Die Mitschuld an der Schwere der Verletzungen ist aber nicht gegeben, wenn jemand unverschuldet einen Unfall erleidet. Denn wäre das Unfallereignis nicht passiert, gäbe es überhaupt keine Verletzung.
    Genau hier kontakariert das Gericht mit seinem Urteil die Faktenlage.

    Zitat Zitat von Psycho Mantis Beitrag anzeigen
    Oder mal andersrum gefragt - ein Radfahrer stürzt auf dem Radweg und verletzt sich schwer am Kopf. Würde der auf die Idee kommen die Stadt zu verklagen, weil der Radweg keine Tartanbahn ist?
    Doch, das sollte man und das würde ich durchaus in Erwägung ziehen. Die Verkehrssicherungspflicht hört schließlich nicht an der Boardsteinkante auf. Staat bzw. Kommunen haben auch auf Bürgersteigen und Radwegen für eine sichere Benutzbarkeit zu sorgen. Beides gehört nämlich mit zum Verkehrsraum, für den ich Steuern zahle.

    Zitat Zitat von Destiny666 Beitrag anzeigen
    Wenn natürlich irgendwelche Leute meinen, ein Fahrradhelm würde uncool sein, müssen sie halt damit leben, wenn sie in einen Unfall geraten, ob jetzt unverschuldet oder verschuldet.

    Ja, auch Fahrradfahrer können an einem Unfall schuld sein, das sind sie sogar sehr oft.
    Darum geht es hier aber nicht. Hier geht es darum, Radfahrern grundsätzlich ein Mitverschulden aufzubürden (für Schlauberger braegler: an den gesundheitlichen Schäden ), selbst wenn sie sich vollkommen einwandfrei verhalten haben. Da kann man einfach nur noch mal auf Vergleiche mit Bankraub und ähnlichem hinweisen.

    Nur mal so aus Interesse...
    Zitat Zitat von 3D Gamer Beitrag anzeigen
    Fahrradfahrerin auf der Strasse, anstatt auf dem erhöhten Fahrradweg neben dem Bürgersteig.
    War es denn überhaupt ein benutzungspflichtiger Radweg? Falls ja, erklär mal.
    Oder macht es dir nur deshalb nichts aus, wenn Radfahrer Fußgänger auf dem Gehweg belästigen/gefährden, weil du dann im Auto freie Fahrt hast?

  18. #177
    Mitglied Avatar von LemonDrops
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    Zitat Zitat von bevoller Beitrag anzeigen
    Die Mitschuld an der Schwere der Verletzungen ist aber nicht gegeben, wenn jemand unverschuldet einen Unfall erleidet. Denn wäre das Unfallereignis nicht passiert, gäbe es überhaupt keine Verletzung.
    Wäre der Fahrradfahrer nicht aufs Fahrrad gestiegen, sondern in einen Panzer, hätte er die Verletzung komplett verhindern können.

    Deine Logik ist falsch. Sie geht davon aus, dass Unfälle im Straßenverkehr in der Regel vorsätzlich geschehen. Die meisten Unfälle passieren aber fahrlässig, einige vermutlich auch grob fahrlässig. Mit Unfällen ist zu rechnen, sie sind unvermeidbar. Man muss sich dementsprechend darauf einstellen z. B. mit einem Helm. Bereitet man sich nicht darauf vor, nimmt man die Folgen in kauf.

  19. #178
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    Das ist falsch. Unfälle sind durchaus vermeidbar. Es werden vor Gericht nicht ohne Grund Gutachter befragt, wenn es um eine Vermeidbarkeit eines Verkehrsunfalls geht.

    Sie geht davon aus, dass Unfälle im Straßenverkehr in der Regel vorsätzlich geschehen.
    Auch hier liegst du falsch. Das liegt aber vielleicht daran, dass du nicht vermagst, zwischen Unfall und Vorsatz zu unterschieden. Ich bin mir des Unterschieds aber bewusst. Wäre ein "Unfall" vorsätzlich passiert, wäre es kein Unfall.

  20. #179
    deaktivierter Nutzer
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    Zitat Zitat von bevoller Beitrag anzeigen
    Nur mal so aus Interesse...

    War es denn überhaupt ein benutzungspflichtiger Radweg? Falls ja, erklär mal.
    Oder macht es dir nur deshalb nichts aus, wenn Radfahrer Fußgänger auf dem Gehweg belästigen/gefährden, weil du dann im Auto freie Fahrt hast?
    Sind hier vielleicht Schlaumeier unterwegs, wenn ich schreibe Radweg war es auch ein Radweg, ich bin selbst Radfahrer bzw mehr Fussgänger, habe nicht mal Führerschein.

    Hättest Du mal richtig hier gelesen, hättest Du festgestellt das ich selbst Radfahrer ab einem gewissen Alter, nicht auf dem Gehweg sehen möchte.

    Und des Rätsels Lösung ich war Beifahrer, also war wohl nichts mit "ich wollte freie Fahrt". Übrigens war es ausnahmsweise mal eine breite Strasse, dennoch war Bordsteinkante aufwärts ein Radweg neben dem Fußgängerweg vorhanden.

    Was mich daran am meisten stört, das die Städte extra Geld investiert haben für Radwege und diese dann nicht genutzt werden. Bei einem Unfall mit oder ohne Helm wäre ich dann für 100% schuld am Unfall für den oder die Radler/in.

    @elgitarre

    Findest Du Dich mit Deinen Anspielungen auch noch lustig?
    Geändert von 3D Gamer (24. 06. 2013 um 06:04 Uhr)

  21. #180
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    Standard Re: Urteil: Wer sein Fahrrad ohne Helm benutzt, trägt eine Mitschuld

    selbst wenn sie sich vollkommen einwandfrei verhalten haben. Da kann man einfach nur noch mal auf Vergleiche mit Bankraub und ähnlichem hinweisen.
    Sonst noch was hinkendes vorrätig?

    Doch, das sollte man und das würde ich durchaus in Erwägung ziehen. Die Verkehrssicherungspflicht hört schließlich nicht an der Boardsteinkante auf.
    Geniale Idee
    StVO § 3 Geschwindigkeit
    (1) Wer ein Fahrzeug führt, darf nur so schnell fahren, dass das Fahrzeug ständig beherrscht wird. Die Geschwindigkeit ist insbesondere den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen sowie den persönlichen Fähigkeiten und den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung anzupassen.
    Auch Radfahrer haben ihre Geschwindigkeit den Strassenverhältnissen anzupassen.

    Die Mitschuld an der Schwere der Verletzungen ist aber nicht gegeben, wenn jemand unverschuldet einen Unfall erleidet
    Gott sei Dank urteilen die Gerichte mit deutlich mehr Augenmass als Du.

    In Bezug auf Motorrad-Schutzkleidung hat das Gericht schon vor etlichen Jahren den Nagel auf den Kopf getroffen
    ...ändere nichts an der Tatsache, dass ein ordentlicher und verständiger Mensch zur Vermeidung eigenen Schadens eine Schutzkleidung trägt.
    oder aber wie im aktuellen Urteil
    Es sei unzweifelhaft, dass ein Helm vor Kopfverletzungen schütze, auch sei die Anschaffung wirtschaftlich zumutbar. "Daher kann nach dem heutigen Erkenntnisstand grundsätzlich davon ausgegangen werden, dass ein verständiger Mensch zur Vermeidung eigenen Schadens beim Radfahren einen Helm tragen wird"

  22.  
     
     
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