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  1. #1
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    Avatar von Julian
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    Standard In Werken von Foxconn-Nachfolger noch schlechtere Arbeitbedingungen

    Beim neuen Zulieferer des US-Unternehmens Apple herrschen noch schlimmere Arbeitsumstände als beim vorherigen Partnerunternehmen Foxconn. Dies geht aus einem Report der Nichtregierungsorganisation China Labor Watch (CLW) hervor, deren Untersuchungsergebnisse dem Spiegel vorab übersandt wurden. Selbst Minderjährige und Schwangere seien beispielsweise von verpflichtenden Überstunden betroffen.

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  2. #2
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    Standard Re: In Werken von Foxconn-Nachfolger noch schlechtere Arbeitbedingungen

    Wieso wird hier ausschließlich Apple genannt und mit keiner Silbe ASUS den größten Auftraggeber von Pegatron? Oder die vielen anderen Hersteller wie LG, etc.? Und am Ende sind ASUS & Co. nur Kunden & nicht deren eigene Fabriken, so wie das in den Medien immer dargestellt wird...

    Was macht denn eigentlich die Politik/Regierung gegen diese Arbeitsbedingungen?

    Auf der anderen Seite zeigen wir als Kunden aber kein besonderes Interesse, an einem weitgehend unter fairen Bedingungen hergestellten Smartphone! Vom Fairphone wurden nach 2,5 Monaten & diversen Berichten quer durch alle Medien, gerade mal ganze 11,920 Stück verkauft... Eigentlich hätte es hier einen direkten Ausverkauf aller Geräte innerhalb einer Woche geben müssen, um ein Zeichen zu setzen. Der Kunde muss nunmal zeigen, dass ihm ein weitgehend unter fairen Bedingungen hergestelltes Smartphone wirklich wichtig ist & er auch bereit wäre, dafür ein paar Taler mehr auf den Tisch zu legen...

  3. #3
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    Standard Re: In Werken von Foxconn-Nachfolger noch schlechtere Arbeitbedingungen

    Ich glaube ein paar Taler mehr sollten gar nicht nötig sein. Bei dem Preis vom iPhone sollte es möglich sein auch zu fairen bedingungen zu produzieren. Da Appel damit aber weniger gewinn einfahren würde wird soetwas nie geschehen.

  4. #4
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    Standard Re: In Werken von Foxconn-Nachfolger noch schlechtere Arbeitbedingungen

    Das wäre nicht wirtschaftlich, da falls es denn überhaupt reichen sollte die komplette Gewinnspanne damit verbraten wäre. Beispiel: Das Fairphone ist mit 325 €*bei der Ausstattung im Vergleich schon recht teuer & hat dabei keine Gewinnspanne! Und kosten wie Service, OS Entwicklung etc. sind da ja nichtmal drin!

    Und als Aktienunternehmen, darf Apple das nichtmal tun! Die würden direkt von ihren Aktionären verklagt werden! Der Kunde muss also durchaus bereit sein sogar einige 100 Taler mehr zu zahlen, dafür das die gesamte Produktionskette von der Mine bis in deine Hosentasche über weitgehend faire Arbeitsbedingungen verfügt.

    Aber da gerade mal 0,001% aller Smartphone-Nutzer bereit sind auf ein Fairphone umzusteigen, wird das wohl nichts werden...

  5. #5
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    Standard Re: In Werken von Foxconn-Nachfolger noch schlechtere Arbeitbedingungen

    BioExorzist: Das stimmt so nicht. Selbst wenn 10% des Kaufpreises eines Iphones in die Lohnkosten und Arbeitsbedingungen gesteckt würden, hätten die Fabrikarbeiter dort ein sehr viel besseres Leben.

    Und warum immer über Apple und nicht Asus berichtet wird?

    Ganz einfach: Apple ist besonders populär und verkauft alte Hardware zu besonders unverschämt überteuerten Preisen, die trotz hohem Gewinn nun wirklich nicht knapp kalkuliert sind.

    Apple könnte im Gegensatz zu Anbietern die knapp am Hardwarepreis kalkulieren, am ehesten LOCKER die Arbeitsbedingungen dieser Menschen verbessern, ohne großartig Gewinn zu verlieren.

    Es kommt einfach so richtig gierig und gemein rüber, wenn sie für diese Wucherpreise noch nicht einmal menschenwürdige Arbeitsbedingungen und Bezahlung als Ausrede benutzen können.

  6. #6
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    Standard Re: In Werken von Foxconn-Nachfolger noch schlechtere Arbeitbedingungen

    Zitat Zitat von BioExorzist Beitrag anzeigen

    Und als Aktienunternehmen, darf Apple das nichtmal tun! Die würden direkt von ihren Aktionären verklagt werden!
    Tja, DAS ist sowieso ein unglaublicher Skandal meiner Ansicht nach. Dass man ein Unternehmen verklagen könnte (und würde!) dass zugunsten der Menschenwürde auf Gewinn verzichtet.

    Der Kunde muss also durchaus bereit sein sogar einige 100 Taler mehr zu zahlen, dafür das die gesamte Produktionskette von der Mine bis in deine Hosentasche über weitgehend faire Arbeitsbedingungen verfügt.
    Das wird nicht funktionieren, da es sich immer lohnen würde, abzuweichen, vorausgesetzt der Kunde merkt es nicht. Da müssen Gesetze her, die kontrolliert werden, und bei Verstoß müssen Verkaufslizenzen entzogen werden. Was Anderes hilft da nicht, schon gar nicht "der Markt", der regelt unreguliert nämlich gar nichts, bzw ohne gesetzliche Rahmenbedingungen alles zum Schlechten.

    Edit: Anstatt einfach mehr zu zahlen (der erhöht erstmal nur den Gewinn) müsste man die Produktionsbedingungen menschenwürdig gestaltet und dann schauen, was das Gerät kostet. Und WENN es dann hunderte Euro mehr kostet, dann IST DAS EBEN SO. Ich finde, wenn der Preis unseres billigen Wohlstand Elendslöhne und -Leben für Millionen Chinesen, Inder, Taiwanesen etc. ist, ist dieser Preis zu hoch.

  7. #7
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    Standard Re: In Werken von Foxconn-Nachfolger noch schlechtere Arbeitbedingungen

    Zitat Zitat von blahblah Beitrag anzeigen
    BioExorzist: Das stimmt so nicht. Selbst wenn 10% des Kaufpreises eines Iphones in die Lohnkosten und Arbeitsbedingungen gesteckt würden, hätten die Fabrikarbeiter dort ein sehr viel besseres Leben.
    Nicht ganz, sie werden dann von ihren Kollegen die zwei Fließbänder weiter das selbe für Samsung & Co. machen aus Neid zusammengeschlagen etc. Sieht man ja was bei Foxconn passiert ist, nachdem Apple für höhere Löhne & kürzere Arbeitszeiten bei den Arbeitern gekämpft hat.

    Zitat Zitat von blahblah Beitrag anzeigen
    Und warum immer über Apple und nicht Asus berichtet wird?

    Ganz einfach: Apple ist besonders populär und verkauft alte Hardware zu besonders unverschämt überteuerten Preisen, die trotz hohem Gewinn nun wirklich nicht knapp kalkuliert sind.
    Wieso alte Hardware? Apple ist nicht selten einer der ersten die neue Technologien in ihren Produkten umsetzen! Qualität & Service hat nunmal auch seinen Preis!

    Zitat Zitat von blahblah Beitrag anzeigen
    Apple könnte im Gegensatz zu Anbietern die knapp am Hardwarepreis kalkulieren, am ehesten LOCKER die Arbeitsbedingungen dieser Menschen verbessern, ohne großartig Gewinn zu verlieren.
    Na so knapp kalkulieren die ja nun auch nicht. 700 € für eine Galaxy S4, zum Start ist ja nun alles andere als Knapp kalkuliert! Und die haben nichtmal die Kostet eines eigenen Betriebssystems, eines besonderen Service's etc. Der Preis ist jetzt nur günstiger, da sich das Gerät einfach schlecht verkauft hat. Zumindest weit unter den Erwartungen zurück blieb!

    Und die Asus (Pegatron's größter Kunde & ehemaliger Besitzer) Zenbook's liegen Preislich auf dem selben Niveau wie die MacBook's...

    Aber nein, Apple dürfte es sowieso nicht tun ohne dafür verklagt zu werden! Da müssten sie schon den Preis nach oben anheben, das der Kunde die zusätzlichen kosten trägt (was ja eigentlich auch OK wäre). Aber da wird der Kunde nicht mitspielen! Sonst hätte sich unter Android-Fans ja das Fairphone wie geschnittenes Brot verkaufen müssen, statt nur popelige knapp 12.000 Stück nach 2,5 Monaten...

    Zitat Zitat von blahblah Beitrag anzeigen
    Es kommt einfach so richtig gierig und gemein rüber, wenn sie für diese Wucherpreise noch nicht einmal menschenwürdige Arbeitsbedingungen und Bezahlung als Ausrede benutzen können.
    Na bei 19% Gewinnmarge was auch noch lange kein Reingewinn ist, kann man da jetzt nicht unbedingt von sprechen. Und das iPhone wird dort ja nichtmal produziert, sondern Geräte die eine deutlich niedriger Gewinnmarge haben, wie das iPad mini!

    Zitat Zitat von Abbreviatus Beitrag anzeigen
    Tja, DAS ist sowieso ein unglaublicher Skandal meiner Ansicht nach. Dass man ein Unternehmen verklagen könnte (und würde!) dass zugunsten der Menschenwürde auf Gewinn verzichtet.
    Da gebe ich dir recht!

    Zitat Zitat von Abbreviatus Beitrag anzeigen
    Das wird nicht funktionieren, da es sich immer lohnen würde, abzuweichen, vorausgesetzt der Kunde merkt es nicht. Da müssen Gesetze her, die kontrolliert werden, und bei Verstoß müssen Verkaufslizenzen entzogen werden. Was Anderes hilft da nicht, schon gar nicht "der Markt", der regelt unreguliert nämlich gar nichts, bzw ohne gesetzliche Rahmenbedingungen alles zum Schlechten.
    Eigentlich müssten die chinesischen Behörden da ansetzen! Apple & Co. sind da am Ende ja auch nur Kunden, also sollte man direkt bei den Firmen ansetzen, die dafür verantwortlich sind. Selbst wenn Apple dem Auftragssteller jetzt 10 € mehr pro Gerät bezahlen würde, wäre noch lange nicht sichergestellt, dass davon überhaupt was beim Fließbandarbeiter landet! Und wenn dann auch nur in der Produktionslinie von Apple & die anderen Arbeiter in der Fabrik schauen weiterhin in die Röhre...

    Und es ist ja nicht nur der Fließbandarbeiter, auch alle vorherigen Produktionssschritte müsste man verbessern, bis hin zur Mine wo die ersten Roh-Materialien gewonnen werden... (Deswegen auch mehrere 100 Taler mehr, wenn man das wirklich von A-Z komplett überwachen & durchsetzen würde)

    Zitat Zitat von Abbreviatus Beitrag anzeigen
    Anstatt einfach mehr zu zahlen (der erhöht erstmal nur den Gewinn) müsste man die Produktionsbedingungen menschenwürdig gestaltet und dann schauen, was das Gerät kostet. Und WENN es dann hunderte Euro mehr kostet, dann IST DAS EBEN SO. Ich finde, wenn der Preis unseres billigen Wohlstand Elendslöhne und -Leben für Millionen Chinesen, Inder, Taiwanesen etc. ist, ist dieser Preis zu hoch.
    Das Problem dabei ist, das dann die meisten Kunden zur Konkurrenz gehen, weil's dort ja viel billiger ist...

  8. #8
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    Standard Re: In Werken von Foxconn-Nachfolger noch schlechtere Arbeitbedingungen

    Zitat Zitat von BioExorzist Beitrag anzeigen
    gerade mal ganze 11,920 Stück verkauft... Eigentlich hätte es hier einen direkten Ausverkauf aller Geräte innerhalb einer Woche geben müssen, um ein Zeichen zu setzen. Der Kunde muss nunmal zeigen, dass ihm ein weitgehend unter fairen Bedingungen hergestelltes Smartphone wirklich wichtig ist & er auch bereit wäre, dafür ein paar Taler mehr auf den Tisch zu legen...
    Genau da hast du den Markt. 12.000 Leute interessiert das.
    Und wenn du dich mit allen 12000 unterhälst, hast du bestimmt auch das Gefühl, dass das alles ein riesiger Skandal ist und man etwas tun sollte.

    Die Wirklichkeit sieht anders aus, Millionen ist das einfach egal. Mir auch. Ich weiß, dass ich meinen Wohlstand der Ausbeutung Afrikas und Asiens verdanke. Und als Wohlstand zählt ja wohl schon Hartz 4, nicht arbeiten und dafür gratis Wohnung und genug zu essen. Wenn die ganze Welt denselben lebensstandard hätte, sollte jedem klar sein, dass der weit unter unserem wäre. Luxus wie Hartz 4 gäbs dann nicht mehr, geschweige denn darüber. Von daher schockiert mich weder Foxconn noch Pegatron.

  9. #9
    Mitglied Avatar von Everyauction
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    Red face Re: In Werken von Foxconn-Nachfolger noch schlechtere Arbeitbedingungen

    >>> Wenn die ganze Welt denselben lebensstandard hätte, sollte jedem klar sein, dass der weit unter unserem wäre. Luxus wie Hartz 4 gäbs dann nicht mehr, geschweige denn darüber. <<<

    Absolut korrekt. Ich verstehe sowieso nicht, weshalb man hierzulande darüber überhaupt nachdenkt, was im fernen Osten an Löhnen gezahlt wird und was nicht, solange wir immer das Neueste und immer noch billiger konsumieren wollen, ist doch jede Diskussion gegenstandslos. Wer armen Ostasiaten helfen will, kann jederzeit ein paar Scheine pro Monat irgendwohin nach Asien senden, dem guten Willen steht nichts im Weg, ausgenommen vielleicht die leeren Brieftasche.

    Glaubt denn wirklich jemand ernsthaft, der Rest der Welt interessiere sich für uns? Höchstens solange, wie wir Kohle zu verteilen haben.

  10.  
     
     

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