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  1. #1
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    Standard "Gesunder" Fisch: EU hebt Pestizid-Grenzwerte an

    Endosulfan ist eines der giftigsten Pestizide, die noch auf dem Markt sind und ist in 80 Ländern der Welt bereits verboten. Trotzdem wurde die erlaubte Menge bei Zuchtlachsen nun von der EU auf das 10-fache des bisherigen Wertes erhöht. Norwegen als größter Lachsproduzent und größter Profiteur hat damit sein Ziel erreicht. Experten warnen nun vor möglichen Folgen auf das Hormonsystem des Menschen, wobei im schlimmsten Fall die Fortpflanzungsfähigkeit sowie die Entwicklung von Föten betroffen sein könnten. Auch in Norwegen selbst werden kritische Stimmen laut und ein Biologe der Universität Bergen riet Schwangeren und Kindern von einem Verzehr von Endosulfan-haltigen Lebensmitteln ab.

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  2. #2
    Mitglied Avatar von Schlagbohrer
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    Standard Re: "Gesunder" Fisch: EU hebt Pestizid-Grenzwerte an

    Norwegen als größter Lachsproduzent und größter Profiteur hat damit sein Ziel erreicht.
    Eine umso reifere Leistung, wenn man bedenkt das Norwegen gar nicht Mitglied in der EU ist.

    Ich denke aber das die Binnenfischerrei davon eher betroffen sein wird.
    Viele Ackerlandflächen sind ja heute mit Drainageleitungen versehen.
    Das pestizidhaltige Wasser strömt so in kleinen Bäche, dann in große Flüsse und vermischt sich schließlich in den Meeren.
    Die Dosierung dürfte in den kleinen Bächen aber am höchsten sein.

    Ich tippe daher jetzt auch mal darauf das die Agrarwirtschaft für die Änderung dieser Grenzwerte verantwortlich ist.

    Experten warnen nun vor möglichen Folgen auf das Hormonsystem des Menschen
    Tja, die Allgemeinheit wird es wohl letztlich wieder durch höhere Krankenkassenbeiträge bezahlen müssen. Gibt es eigentlich im BWL-Studium auch das Fach ,,Kostenumlagerung" oder hat das einen hübscheren Namen ?

  3. #3
    Mitglied Avatar von Ozil
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    Standard Re: "Gesunder" Fisch: EU hebt Pestizid-Grenzwerte an

    Die EU ist so ein haufen scheiße, als erste sollen diejenigen die das in die wege geleitet haben so einen Fisch vorgesetzt bekommen und danach auch schön den teller ablecken.

    erst sind mehr giftstoffe in weichmachern erlaubt, jetzt sowas! sind die alle nicht mehr ganz dicht? nichts kannst mehr fressen ohne das irgendwelche giftstoffe in der nahrung sind, über die stromgewinnung und deren folgen wird sich um 100 jahre vorher schon n kopf gemacht das wir bis dahin aber schon alle an vergifteten lebensmitteln verreckt sind ist ja egal, hauptsache wir haben "grünen" strom für den ich bezahlen muss obwohl ich den scheiß nicht will.

  4. #4
    Mitglied Avatar von kamatschka
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    Standard Re: "Gesunder" Fisch: EU hebt Pestizid-Grenzwerte an

    Tja, wieder ein Schritt weiter zur Selbstausrottung der menschlichen Rasse! ...

    Es ist echt traurig was da passiert! Der einzige Grund warum die Erhöhung angestrebt wird ist ja das finanzielle Interesse der Pestizidhersteller und der Fischzüchter! Und natürlich auch der finanziell "unterstützten" Politiker! Was auf längere Frist mit der Menschheit selbst passiert, das juckt keinen.

    Wie Ozil schon schreibt muss man denen solche Gift durchtränkten Fische und Nahrungsmittel denjenigen servieren die dafür verantwortlich sind.

  5. #5
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    Standard Re: "Gesunder" Fisch: EU hebt Pestizid-Grenzwerte an

    Biologe der Universität Bergen riet Schwangeren und Kindern von einem Verzehr von Endosulfan-haltigen Lebensmitteln ab.
    Ähhm, ja...steht das drauf?
    Mittlerweile muss man ja als Verbraucher schon Lebensmittelchemiker mit kompletter Laborausrüstung im Keller sein.
    Aber keine Sorge, wenn mehr kritische Stimmen laut werden kommt die Ilse bestimmt mit einer freiwilligen Selbstkontrolle daher.
    Na zum Glück gibts noch das Reinheitsgebot

  6. #6
    Mitglied Avatar von Naturgesetz
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    Standard Re: "Gesunder" Fisch: EU hebt Pestizid-Grenzwerte an

    Durch diese Freigabe mehr Nahrung aus angst vor der Überbevölkerung in Europa, trotz demographischen Wandel produzieren?. Ein Widerspruch? Nicht unbedingt.

  7. #7
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    Standard Re: "Gesunder" Fisch: EU hebt Pestizid-Grenzwerte an

    Zitat Zitat von Schlagbohrer
    ...Ich denke aber das die Binnenfischerrei davon eher betroffen sein wird...
    Die Binnenfischer sind aus den von Dir genannten Gründen sicher auch betroffen, aber der eigentliche Grund für diese Maßnahme der EU-Kommission ist darin zu suchen, dass Fischzucht-Betriebe aus Kostengründen (no na) in immer stärkerem Ausmaß pflanzliches Futter verwenden, das v.a. aus USA und Südamerika kommt und dank Monsanto und Konsorten mit diesen Giften belastet ist. Hier noch ein interesanter Link.

  8. #8
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    Standard Re: "Gesunder" Fisch: EU hebt Pestizid-Grenzwerte an

    Zitat Zitat von HellerBarde Beitrag anzeigen
    Hier noch ein interesanter Link.
    Hmm ein, weltweites Herstellungs- und Anwendungsverbot...
    Also da kann ich eine Erhöhung des Grenzwertes noch weniger nachvollziehen als ohnehin schon.

  9. #9
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    Standard Re: "Gesunder" Fisch: EU hebt Pestizid-Grenzwerte an

    Norwegen als größter Lachsproduzent und größter Profiteur hat damit sein Ziel erreicht.
    Eine umso reifere Leistung, wenn man bedenkt das Norwegen gar nicht Mitglied in der EU ist.
    Wir werden gezwungen in einer globalisierten (Finanz-Banken) Welt zu leben, und da ist es Wurscht, ob Norwegen Mitglied in der EU ist.

    Schaut euch die EU Machenschaften mit Monsanto und seinen Patenten an.
    Monsanto ist ein Konzern aus Ammiland und die EU Falschspieler wollen uns schon lange gentechnisch veränderte Lebensmittel ohne Kennzeichnungspflicht unterjubeln.

    Mit den Trinkwasserresourcen der EU Länder sieht`s ebenso aus.
    Da versuchen die EU Bürokraten verzweifelt, aus den örtlichen Trinkwasser ein Roulett für das globalisierte Finanzkapital zu machen.

  10. #10
    Mitglied Avatar von bigtuerke1
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    Standard Re: "Gesunder" Fisch: EU hebt Pestizid-Grenzwerte an


  11. #11
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    Standard Re: "Gesunder" Fisch: EU hebt Pestizid-Grenzwerte an

    Zitat Zitat von tophirsch Beitrag anzeigen
    Hmm ein, weltweites Herstellungs- und Anwendungsverbot...
    Also da kann ich eine Erhöhung des Grenzwertes noch weniger nachvollziehen als ohnehin schon.
    Dann richte deine Aufmerksamkeit auf die Karte der Mitgliedsstaaten (grün) bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:M...Pollutants.svg
    Siehst du da den dicken weissen Fleck zwischen Kanada und Mexiko? Wenn man sich dazu noch anschaut das bei der FDA, zuständig für Sicherheit der Nahrungsmittel in den USA, viele ex-Monsanto Leute arbeiten ergibt das auch Sinn. Die wurden übrigens von Obama ernannt. Die sind also kein Übel aus früheren Tagen sondern das ist von ihm so gewollt.

    edit: vielleicht sollte ich noch hinzufügen das das Handelsabkommen zwischen EU und USA unter anderem vorsieht das Unternehmen wie Monsanto ihre Produkte auch in der EU verkaufen dürfen. Hoffe das macht das Ganze ein wenig verständlicher.
    Geändert von Jaukin (29. 07. 2013 um 18:19 Uhr)

  12. #12
    Gesperrt Avatar von Metal_Warrior
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    Standard Re: "Gesunder" Fisch: EU hebt Pestizid-Grenzwerte an

    Zitat Zitat von HellerBarde Beitrag anzeigen
    ...dank Monsanto und Konsorten mit diesen Giften belastet ist.
    Haaaalt, halt. Endosulfan wird nicht von Monsanto hergestellt. Endosulfan ist ein Bayer CropScience-Produkt und wird derzeit von Makhteshim Agan (Israel), Excel Crop Care, Hindustan Insecticides Ltd, Coromandal Fertilizers (alle Indien) und China produziert. Monsanto ist nicht dabei. Monsanto produziert RoundUp, was als Ersatz eingesetzt wird (obwohl es hauptsächlich ein Herbizid ist, aber keine Bioakkumulation besitzt). Die Einzigen, die wirklich dagegen Lobby betreiben, ist Makhteshim Agan und Indien (Letztere haben das weltweite Verbot blockiert).

    Monsanto VERDIENT also am Endosulfan-Verbot; sie wären saudumm, wenn sie das blockieren würden.

    Nun mal zur Giftigkeit und den Grenzwerten:
    Die LD50 liegt bei 30-80 mg/kg Körpergewicht. Es ist ein Nervengift, welches bestimmte Enzyme im Nervenstrang blockiert (Mg-/Ca-ATPasen) und wirkt als GABA-Antagonist. Mit solchen Substanzen hat der Körper täglich zu tun, völlig unabhängig von Endosulfan. Eine Cancerogenität ist nicht gegeben, auch wenn Studien eine positive Wirkung auf das Wachstum von Brustkrebszellen nahelegen (was ja negativ für den Menschen mit genanntem Krebs ist). Die Grenzwerte der EU (neu) liegen bei 0,05 mg/kg Nahrungsmittel. Um also die minimale LD50 (das bedeutet übrigens Lethale Dosis für 50% der Versuchstiere) zu erreichen, müsste ein erwachsener Mensch mit 80 kg Körpergewicht 48 Tonnen grenzwertiges Lebensmittel verdrücken. Jetzt esse ich ja schon viel, aber dafür brauch ich doch mehr als eine Mahlzeit. Zumal es unser Körper auch wieder ausscheidet, wie jeder andere Organismus auch, wenn es signifikante Mengen werden.

    An alle, die jetzt also Panik schieben: Esst erstmal 48 Tonnen irgendwas, und wenn ihr damit fertig seid, dann überlegt mal, wie lange ihr dafür gebraucht habt.

    Spoiler: 

    Beim Verzehr von etwa 1 kg Lebensmittel täglich sind das schlappe 130 Jahre.

  13. #13
    Gesperrt Avatar von RedlightX
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    Standard Re: "Gesunder" Fisch: EU hebt Pestizid-Grenzwerte an

    Noch ein Grund mehr, auf tierische Produkte zu verzichten

  14. #14
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    Standard Re: "Gesunder" Fisch: EU hebt Pestizid-Grenzwerte an

    Zitat Zitat von Metal_Warrior Beitrag anzeigen
    Haaaalt, halt...Eine Cancerogenität ist nicht gegeben...Zumal es unser Körper auch wieder ausscheidet...
    Wollte nur mal wieder die Gelegenheit nützen, Monsanto schlecht zu machen weil die für mich Verbrecher sind; dachte es merkt keiner ;-)
    Aber dein Vergleich mit 48 Tonnen geht am Problem vorbei. Es ist nicht bekannt, wieviel von diesem Gift etwas bewirkt und ob und wie stark es krebserregend ist. Ausserdem lagern sich Gifte im Körper ab und werden bei weitem nicht einfach wieder ausgeschieden.
    Ich finde, dass jedes einzelne Molekül dieser giftigen Scheisse in unserem Körper zuviel ist. Und es ist ja nicht das einzige Gift, dem wir ausgesetzt sind, sondern nur eines unter unzähligen Umweltgiften, die uns die Chemie- und Pharmaindustrie zu fressen gibt und die sich im Laufe der Jahre im Körper akkumulieren.
    Panik ist nicht angebracht und jeder muß selber wissen, was er tut, aber norwegischer Lachs ist von meinem Einkaufszettel gestrichen.

  15. #15
    Gesperrt Avatar von Metal_Warrior
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    Standard Re: "Gesunder" Fisch: EU hebt Pestizid-Grenzwerte an

    Zitat Zitat von HellerBarde Beitrag anzeigen
    Es ist nicht bekannt, wieviel von diesem Gift etwas bewirkt und ob und wie stark es krebserregend ist.
    Doch, es ist bekannt. Jedes aufgenommene Molekül, welches im Verdauungstrakt resorbiert wird, wird entweder genau eine ATPase zerstören oder genau EIN GABA-Molekül unnütz machen. Das ist Nichts, und zwar so nichts, dass sich das Kapitälchen des ersten "nichts" eigentlich verloren fühlen müsste.
    Ausserdem lagern sich Gifte im Körper ab und werden bei weitem nicht einfach wieder ausgeschieden.
    Woher nimmst du bitte diesen Blödsinn? Wäre dem so, würden wir keine 3 Jahre alt werden. Ganze Zellkompartimente sind genau dazu da - um Gifte aufzunehmen, abzubauen, an andere Moleküle anzulagern und dann aus der Zelle in den extrazellulären Raum zu überführen, wo sie dann von Lymphe und Blut an Nieren und Leber weiter gereicht werden um dort wieder aufgenommen und mit viel Wasser ausgeschieden zu werden. Nur ein Bruchteil aller Gifte lagert sich irgendwo ab, meist in den Knochen (wo sie der Körper dann auch erst wieder sieht, wenn sie eine Osteopathie wieder freisetzt), oder in irgendwelchen lustigen Gallen-/Nieren-/Blasensteinen, die dann zumeist auch problemlos den Körper verlassen. Der Teil der Gifte, die sich in die Fettzellen einlagern, müssen zwingend erstmal fettlöslich sein, was für die meisten Herbizide (aufgrund der damit einhergehenden fortschreitenden Wasserunlöslichkeit) eher kontraproduktiv ist.
    Und ehe du jetzt eine gelöste Anreicherung im Blutstrom postulierst: Für jedes Molekül in Lösung existiert ein osmotisches Gleichgewicht, was von Zellwänden nur bedingt aufrecht erhalten werden kann - oder, einfacher ausgedrückt: Konzentrationsunterschiede versuchen IMMER, sich auszugleichen. Das bedeutet, dass wenn du zu viel A im Blut hast, aber im Primärharn verdammt wenig A vorhanden ist, wird ein Teil von A zwingend versuchen, den Primärharn zu erreichen - und was dort ist, wird nur rückresorbiert, wenn es für den Körper Sinn macht.
    Ich finde, dass jedes einzelne Molekül dieser giftigen Scheisse in unserem Körper zuviel ist.
    Um Gottes Willen, dann erzähle ich dir mal nicht, dass das krebserregende und giftige Cobalt-Ion zentraler Bestandteil des Vitamin B12 ist, und dass das, was du so nett als Niacin in dich reinschlingst, eigentlich Nikotinsäure ist. Es gibt viele nette Gifte da draußen, die du ganz freiwillig in dich reinstopfst. Brätst du etwas Stärkehaltiges in Fett an, bekommst du Acrylamid (krebserregend, toxisch), isst du Mandeln, sind wir mit Blausäure ("Zyklon B") dabei, beim Grillen hast du sofort eine Myriade unterschiedlicher toxischer Substanzen, die sowohl krebserregend als auch fruchtschädigend sind, Selen ist in höheren Dosen - 4 mg/Tag - bereits mit Vergiftungserscheinungen belegt, und was du täglich so an Schimmelpilzen isst, willst du gar nicht wissen. Atmen reicht schon.

    Andererseits sind es genau die Leute, die denken wie du, welche später mal irgendwelche lustigen Autoimmunerkrankungen und Allergien bekommen - weil wer keine Feinde hat, schafft sich welche. Das gilt auch für unseren Körper und sein Immunsystem.

    Und es ist ja nicht das einzige Gift, dem wir ausgesetzt sind, sondern nur eines unter unzähligen Umweltgiften, die uns die Chemie- und Pharmaindustrie zu fressen gibt...
    Und jetzt, ganz zum Schluss, sag ich dir mal, wovor du wirklich Angst haben solltest: Vor Leuten, die ständig überall Sagrotan verwenden oder andere desinfizierende Scheiße. Nicht, weil sie giftig wäre, nicht, weil sie sich irgendwie akkumulieren würde (was, wie gesagt, nur für eine winzige Anzahl an Giften überhaupt zutrifft), sondern weil sie das tun, was sie sollen. Sie sollen Bakterien und Viren schädigen. Dumm nur, dass die genauso wenig erpicht darauf sind zu sterben wie wir. Und jetzt stell dir vor, eine Kolonie mit Abermilliarden von unterschiedlichen Zellen, die miteinander reden, auch über Artgrenzen hinweg, und sich tolle Tricks beibringen, wird von so einem saudummen Hund mit einem Spritzer Sagrotan im Eimer Wischwasser beglückt. Die drei, die dabei umkommen, waren eh schon am Abnibbeln, und der Rest spielt lustige Evolutions-Würfelspiele mit den verbleibenden Molekülen, welche in der Menge niemandem wirklich schaden, aber eben wunderbar als Testobjekte herhalten können. Bis einer ne Möglichkeit findet, das Zeug unschädlich zu machen, und zwar in hohen Dosen, und das prompt allen seinen Freunden und Nachbarn weitersagt (Stichwort: Horizontaler Gentransfer). Sagt dir MRSA was?
    Was einen nicht umbringt, macht einen härter. Das gilt nicht nur für Bakterien und Viren, sondern auch für Menschen. Guck dir doch mal einen Alkoholiker an - mit den Pegeln der meisten wäre ich längst tot. Alkohol ist ein Zellgift - und ich trinke halt keinen...

  16. #16
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    Standard Re: "Gesunder" Fisch: EU hebt Pestizid-Grenzwerte an

    Zitat Zitat von Metal_Warrior Beitrag anzeigen
    Haaaalt, halt. Endosulfan wird nicht von Monsanto hergestellt. Endosulfan ist ein Bayer CropScience-Produkt und wird derzeit von Makhteshim Agan (Israel), Excel Crop Care, Hindustan Insecticides Ltd, Coromandal Fertilizers (alle Indien) und China produziert. Monsanto ist nicht dabei. Monsanto produziert RoundUp, was als Ersatz eingesetzt wird (obwohl es hauptsächlich ein Herbizid ist, aber keine Bioakkumulation besitzt). Die Einzigen, die wirklich dagegen Lobby betreiben, ist Makhteshim Agan und Indien (Letztere haben das weltweite Verbot blockiert).
    Stockholm Konvention:
    Israel unterzeichnet am 30.07.2001
    Indien unterzeichnet am 14.05.2002, ratifiziert am 13.01.2006
    China unterzeichnet am 23.05.2001, ratifizuert am 13.08.2004

    Sollte die Staaten das wirklich produzieren würden sie damit gegen das Abkommen verstossen. Ob das jetzt jemanden kümmert oder nicht ist die andere Frage.

    Also meinst du man sollte den Wert noch weiter erhöhen? Würde den Fisch Produzenten sicherlich helfen und von gefährlich ist man weit entfernt.

  17. #17
    Gesperrt Avatar von Metal_Warrior
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    Standard Re: "Gesunder" Fisch: EU hebt Pestizid-Grenzwerte an

    Zitat Zitat von Jaukin Beitrag anzeigen
    Stockholm Konvention:
    Israel unterzeichnet am 30.07.2001
    Indien unterzeichnet am 14.05.2002, ratifiziert am 13.01.2006
    China unterzeichnet am 23.05.2001, ratifizuert am 13.08.2004
    http://www.cseindia.org/content/cent...ure-endosulfan
    http://www.thehindu.com/news/nationa...cle3688642.ece

    Kann natürlich durchaus sein, dass sie jetzt, nen Jahr später, das Zeug komplett weg haben... unabhängig davon mögen sie das Abkommen zwar unterzeichnet haben, aber es gibt für jedes Abkommen Umsetzungsfristen - und denkt man an die Weltklimagipfel, wissen wir ja, wie Fristen so ablaufen (auch wenn ich das konkrete Beispiel sowieso für Humbug halte).

    Also meinst du man sollte den Wert noch weiter erhöhen?
    Ist dir bewusst, dass Menschen Fakten nennen können, ohne damit weitere Forderungen zu stellen?

    Im konkreten Fall habe ich lediglich herausgestellt, wie hoch die Grenzwerte derzeit sind und was das heißt. Natürlich ist das jetzt eine etwas andere Form der Information, wie du sie normalerweise gewohnt bist, aber das ist sicher nicht zu deinem Schaden. Zugegebenermaßen klingt "BILD Newsticker: EU erhöht Grenzwerte auf das Zehnfache!" auch viel besser als Lethale Dosen, Grenzwertdiskussionen und Mengeneinschätzung, aber ich studiere Chemie - es ist mein Job. Und wenn ich mir ansehe, wie viele Experten da um mich rumschwanzeln, die mir alle ohne Fachwissen erklären wollen, wie giftig bestimmte Dinge sind und wie hochgradig krebserregend alles ist, dann hätte ich wohl lieber Maurer gelernt, oder Straßenbauer. Zu den Themen gibts wenigstens nicht 84 Millionen Experten in Deutschland...

  18. #18
    Mitglied Avatar von Necromonger
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    Standard Re: "Gesunder" Fisch: EU hebt Pestizid-Grenzwerte an

    @ Metal Warrior
    Du bist doch bestimmt ein Bio-Lehrer, der momentan Sommerferien hat?


    Ich stimme jedenfalls dem, was Metal Warrior geschrieben hat zu. Es hat wissenschaftlich Hand und Fuß.

    Jedoch sollte man es mMn unterbinden, dass die Grenzwerte immer höher gesetzt werden, da gegenwärtig NIEMAND WEIß, welche WECHSELWIRKUNGEN bei den aufgenommenen Giftstoffen entstehen können.
    Wenn jemand argumentiert, dass man ja alltäglich Gift aufnimmt und, dass ein weiteres Gift die Kuh nicht fett machte, dann ist dies nur Resignation in Reinform. (z.b. Viele Raucher um einen herum, man muss passiv mitrauchen und aus diesem Grund fängt man ebenfalls an zu rauchen. Welch eine verkehrte Logik! Haltet euch fern von Giftstoffen und Giftmenschen, nur so ein Tipp ) Man sollte das Problem bei der Wurzel packen somit, wenn man um gewisse Gefahren weiß, auszuschließen sei, sich bewusst zu schädigen!

    In diesem Sinne: Haltet euren Zellkern frisch!

  19. #19
    Mitglied Avatar von Everyauction
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    Talking Re: "Gesunder" Fisch: EU hebt Pestizid-Grenzwerte an

    Ich mach es ganz einfach, ich fress einfach keinen Fisch mehr aus Nordeuropa, ausser Lachs ass ich sowieso prektisch keinen, und jetzt halt auch keinen Lachs mehr. Zwingen kann mich schliesslich niemand dazu.

  20. #20
    Gesperrt Avatar von Metal_Warrior
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    Standard Re: "Gesunder" Fisch: EU hebt Pestizid-Grenzwerte an

    Zitat Zitat von Necromonger Beitrag anzeigen
    Jedoch sollte man es mMn unterbinden, dass die Grenzwerte immer höher gesetzt werden, da gegenwärtig NIEMAND WEIß, welche WECHSELWIRKUNGEN bei den aufgenommenen Giftstoffen entstehen können.
    Dazu mal bedingte Zustimmung. Man muss auch sehen, wann und wie solche Grenzwerte erstmal entstehen - da stecken nämlich selten wissenschaftliche Erkenntnisse dahinter, sondern vielmehr eine Panikreaktion der Bevölkerung, und die kommt, wenn sie denn kommt, immer zu spät, wie eben auch der Grenzwert. Abgesehen davon sind sie Overkills - hier wird nicht bis zur Grenze gefahren, an der möglicherweise eventuell erste Schäden zu erwarten wären, sondern man fliegt so tief unter dem Radar, dass man die Maulwürfe buddeln hören kann, meist so Faktor 1000 und mehr.
    Zum Thema allgemeinem Irrsinn: Wie war das mit den Terror-Sprossen letztes Jahr, wo alle wie verrückt von einem Lebensmittel zum anderen gesprungen sind, ohne dafür auch nur einen winzigen Anhaltspunkt (außer der völlig unsinnigen allgemeinen Panik) zu haben? Zugegeben, die Behörden haben auch alles gemacht, um ja nicht wissenschaftlich haltbare Thesen zu produzieren. Grade im chemischen/strahlentechnischen Bereich gibts wunderbare Fallbeispiele, wo man zig Leute mit einer einzigen Aktion dazu bringen konnte, Wasser verbieten zu wollen - weil es ist ja in Krebszellen, Atomkraftwerken und giftigen Industrieabwässern vorhanden, jeder Mensch ist süchtig danach, Entzug führt zum grausamen Tod, längerer Kontakt mit fester oder gasförmiger Phase hat Zellschäden zur Folge, akuter mit der festen Phase kann sogar Knochenbrüche auslösen etc.

    Es lohnt sich IMMER, von der allgemeinen Empörung und Panik nen Schritt zurück zu treten und sich das Ganze mal völlig ruhig in Zahlen anzuschauen. Denn eines stimmt immer: Bis zum Aufschlagen der Nachricht hast du auch überlebt, trotz eventueller Kontamination. Ein Tag mehr oder weniger entscheidet nichts, und den Tod hat bislang auch noch niemand beschissen.

    Natürlich sollte man sein Leben möglichst abseits der größten Giftmülldeponien verbringen, aber völlige Enthaltsamkeit war nie möglich und wird es nie sein, völlig unabhängig von chemischer Industrie, Erdteil oder Zeitalter. Gerade Krebs kann von so vielen Dingen verursacht werden, dass eine Korrelation zu einer Ursache in den seltensten Fällen wirklich Aussagekraft besitzt (selbst Labortests mit Ratten haben nur bedingte Aussagekraft - ginge es nach denen, wäre Methanol (der Fusel, der blind macht) ungefährlicher als Trinkalkohol).
    Würde man jedem verbieten, sich zu solchen Grenzwertanhebungen zu äußern, der regelmäßig Alkohol trinkt, wäre es ganz schnell ganz still in Deutschland. Weil Alkohol gehört zu den wenigen Substanzen, die zweifelsfrei Ursache für leberzirrhosebedingtes vorzeitiges Ableben von hunderttausend Menschen im Jahr in Deutschland gilt. Wie wärs, Grenzwerte nach dem Vorbild anderer Gifte in Spirituosen einführen? 12 mg/l Ethanol im Wiskey machen die Sache sicher gesünder (mal abgesehen von den ganzen krebserregenden Substanzen im Smoked Wiskey). Sind ja dann auch nur schlappe 12 ppm (0,0012 Vol.-%).

    Spoiler: 

    Und - wie es der Zufall will - auch ungefähr die Größenordnung, die ihr bei Endosulfan für absolut bedenklich haltet. Ethanol hat eine LD50 (Ratte) von 7060 mg/kg Körpergewicht, also genau Faktor 240 gegenüber dem geringsten angegebenen Wert für (weibliche) Ratten bei Endosulfan.

    Na, wer ist jetzt noch mit von der Partie?

    Spoiler: 

    Sich selbst ständig literweise vergiften, aber wettern, wenn ein Anderer womöglich einen Tropfen auf dem Tisch zurücklässt, nennt man übrigens Scheinheiligkeit bzw. Messen mit zweierlei Maß, in jedem Fall aber Inkonsequenz der eigenen Handlung.
    Geändert von Metal_Warrior (31. 07. 2013 um 22:36 Uhr) Grund: Falsch geschrieben

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