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  1. #161
    Mitglied Avatar von n0b0dy
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    Standard Re: Was haltet Ihr von der AFD ?

    @Karl-Jakob
    Das Problem, das andere Abnehmer zu wenig bekommen würden ist schlicht nicht existent, deine Unterstellung also sinnlos. Auf Luxuskonsum zu setzen ist nicht nur unsozial, sondern auch ineffektiv, weil die Sparquote bei den Reichen am größten ist, aber genau das überschüssige gesparte Vermögen soll ja abgebaut werden.
    WAS Deutschland importiert ist tatsächlich sekundär. Das ist individuelle Entscheidung der Konsumenten.
    Infrastrukturinvestitionen sind sicher richtig, dafür braucht man aber Steuererhöhungen (bei den Kapitalisten logischerweise) um das angesichts der (unsinnigen) Schuldenbremse zu finanzieren.
    Um auf Griechenland zurückzukommen. Von höherem Konsum im Bereich Grundbedarf würden neben der Nahrungsmittelindustrie auch die Textilunternehmen in Griechenland direkt profitieren und von Infrastrukturausgaben der Export von Baumaterial, was dort ebenfalls einen wesentlichen Teil ausmacht.
    Ein Überschuss von 7% (2012) ist jedenfalls völlig unhaltbarer Schwachsinn. Der ist sogar größer als die eh viel viel zu hohe Grenze der EU von 6%. Das Verfahren gegen DE wurde also höchste Zeit. Und nochmal, weil dus offensichtlich immer noch nicht verstanden hast: Niemand will die Exportstärke verringern! Es geht immer noch darum, dass DE nicht weiterhin seine Gläubigerposition gegenüber den Ausland ausbaut, sondern die erbrachte Wirtschaftsleistung gefälligst verfrühstückt. Das Auslandsvermögen wird man ansonsten ohnehin nach und nach abschreiben müssen.

  2. #162
    Gesperrt Avatar von Karl-Jakob
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    Standard Re: Was haltet Ihr von der AFD ?

    n0b0dy

    Deine Ausführungen sind zunächst mal nur Behauptungen. Ich bezweifle, daß sie irgendwie belegbar sind.

    1. Du sagt selber das "Deutschland das wichtigste Abnehmerland für griechische Produkte ist". Das heißt im Umkehrschluß das eine weitere Erhöhung der Ausfuhren gar nicht möglich ist.

    2. Eine mangelhafte Versorgung des Grundbedarfs an Nahrungsmitteln, Textilien und Baubedarf in Deutschland kann ich irgendwie nicht erkennen.

    3. Es ist eben nicht sekundär was nun importiert werden kann. Es ist sogar im Gegenteil denkbar, daß bei einer wie immer gearteten Verbesserung der Masseneinkommen als höherwertig empfundene Waren gegenüber billigeren Importwaren substituiert werden. Das würde das Problem noch verschärfen.

    4. Warum ist Luxuskonsum unsozial?

    5. Das von Dir sog. "überschüssige gesparte Vermögen" von den von Dir sog. "Reichen" ist ja nicht einfach Geld bei der Bank sondern steckt i.A. in Investitionsgütern. Ein wie immer gearteter Abbau würde meist zu mehr Arbeitslosigkeit führen.

    6. Die Steuereinnahmen Deutschlands sprudeln wie noch nie. Wozu dann Steuererhöhungen?

    Das von Dir sog. "verfrühstücken" kann durch Importe oder durch Investitionen in den Problemländern erfolgen. Diese Länder haben aber nichts zu exportieren, weil sie nicht genügende leistungsfähige Volkswirtschaften haben und genau aus diesem Grund gibt es keine zwingende Gründe in diesen Ländern zu investieren. Sogar in Frankreich ist eine Stagnation des wirtschaftlichen Wachstums zu beobachten. Wenn schon französische Unternehmer nicht (ausreichend) investieren - warum sollen dann erst Nichtfranzösische sich dieser Mühe unterziehen?

    Für die anderen Problemländer gilt dies noch schärfer.

    Zusammenfassung: Die von Dir geforderten Maßnahmen (im wesentlichen ja massive Lohnerhöhungen im Niedriglohnsektor) werden das Problem überhaupt nicht angehen und teilweise sogar noch verschärfen

    Zu Abschreibungen kann es natürlich immer kommen. Das wahre Problem ist doch, daß es mit dem Euro das Instrument der Währungsanpassung nicht mehr gibt. Solange das möglich war gab es diese Probleme über die wir hier diskutieren überhaupt nicht.

  3. #163
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    Standard Re: Was haltet Ihr von der AFD ?

    Zitat Zitat von Karl-Jakob Beitrag anzeigen
    Weil es so gut wie keine Arbeitslosigkeit
    Da ist es wieder. Karl-Jakobs tatsachenverdreherei. SAgmal schmeißt du immer irgendwelche pillen ein oder sowas?


    gibt sprudeln die Steuerquellen in ungeahnter


    Die unsägliche Mainstream Medien Propaganda.
    Die angeblich sprudelnden Steuereinahmen. Jaja
    Wenn man sich die kommunale Lage anschaut wird das Ganze schon relativiert.
    Wenn die Steuern so sprudeln warum müssen dann Permanet soziale Leistungen und Errungenschaften zusammengestrichen werden?
    Nein.. es handelt sich schlicht und ergreifend um Propaganda um davon abzulenken das es eine Mehrheit für Steuererhöhungen für vermögende gibt. Geld, das wir für zukünftige Investitionen in Infrastruktur, Bildung, pflege usw. dringend bräuchten.

    Und wenn alle Länder Europas so erfolgreich wie Deutschland wären (ist ja das was Barroso sagt) gäbe es in dieser Hinsicht einen Wettbewerb um den ersten Platz. Das wäre gut für Europa, gut für die Welt und schlecht für niemanden.

    Eine Welt, in der alle Staaten mehr ex- als importieren, kann es nicht geben! PUNKT!
    Somit gibt es auch keinen Wettbewerb um den ersten Platz. Es gibt wenn einen einzigen Platz und lauter Verlierer. Kein Happy End. Keine Trostpreise. Wirtschaft funktioniert so nicht und könnte es auch gar nicht.

    Du folgst ja Nichtmal den Debatten die dort stattfinden sonst würdest du wissen, dass es nicht um dein Quatsch "Wettbewerb um den ersten Platz" geht, sondern darum, dass alle europäischen Länder einen Leistungsüberschuss verzeichnen sollen. Die Welt wird sich das ohnehin nicht gefallen lassen.

    Europa ist außerdem ein relativ geschlossener Wirtschaftsraum. Das alle einen Überschuss verzeichnen ist somit eh nicht möglich.

    Man muß sich ja nur mal in Erinnerung bringen wie es in Deutschland aussah bevor es diese aktive Wirtschaftspolitiken - eben vor den Hartz-Gesetzen

    Verschone mich mit der Spiegelpropaganda.
    Die Notwendigkeit damals wurde von Neoliberalen Spinnerkreisen herbeifantasiert.
    Diese Säcke kontrollieren nun mal leider auch die Leitmedien. Denen ging es nur um die Senkung der Lohnkosten. Dieser ganze Hartz 4 mist war und ist immer noch Interessengetrieben.
    Der stand der Wissenschaften ist, der deutsche Arbeitsmarkt hat sich nicht durch
    Hartz 4 erholt, sondern trotz. Der Grund war in erster Linie, das sich die Weltkonjunktur nach 2002 verbesserte

    Deine völlig rückwärtsgewandten Vorschläge schaden im übrigen allein den Arbeitnehmern für die Du Dich angeblich so einsetzt. Du bist es hier, der abwegige Gesichtspunkte in die Diskussion einbringt.

    Hahahahahah du bist ein hoffnungsloser fall junge. Troll dich.

    Bei diesem "nur" fällt mir nur das Wort alternativlos ein. Immer dann wenn mir einer sagt, daß die Lösung eines Problems nur durch eine bestimnte Art geht, weiß ich, daß

    Du labberst nur noch Bullshit und wirres Zeug. Wenn ich ein Problem habe das durch den Faktor lohn zustande gekommen ist und die niedrige Investitionsquote und das Ausgabeverhalten kann nun mal der Logik nach nur durch löhne hervorgerufen sein. Da sich andere Parameter nicht so fundamental geändert haben, ist es logisch das ich das Problem auch nur über diesen Faktor wieder beheben kann.
    Außerdem wird und wurde jede menge anderer Unsinn bereits ausprobiert. Ich halte jede Wette, dass auch der zukünftige Schwachsinn nicht die richtige Medizin sein wird.

    Das Ganze ist völlig unabhängig von dem "Merkel alternativlos" was hier mal wochenlang durch die Boulevardpresse rumgeisterte, welchem du dich hier nun bedienst in der Überzeugung ein Argument gefunden zu haben.
    Ne Ne Freund. Damit kannst gleich wieder zu deinem Stammtisch zurückkriechen.

    Es ist ja im Gegenteil so, daß wir den Versagern was nachmachen wollen

    Versager sollten nicht über das Versagen fabulieren Karl-Jakob.

    Wenn ich mich in Deutschland in Einkaufspassagen aufhalte, kann ich weder eine Zerstörung des Binnenmarktes noch einen Mangel an importierten Gütern erkennen. Im Gegenteil.

    Man hätte dir auch sonst eine Medaille verleihen müssen, wenn du in der Lage gewesen wärest, aus deinen ideologisch geprägten Einzeleindrücken ein gesamtwirtschaftliches Fazit ziehen zu können.
    So eine Art Superman für arme mit gesamtwirtschaftlichem Rötgenblick. *lach*
    Weist du, für so was haben wir Zahlenerhebungen und nette Kurvendiagramme.


    Man beobachtet eigentlich ein schreckliches Übermaß an fragwürdig gekleideten Leuten mit Unterschichtverhaltensweisen, die wie verrückt Sachen einkaufen.


    Vielmehr beobachte ich ein Übermaß an idiotischen Kommentaren.
    Im Gegensatz zu dem Problem was du siehst handelt es sich hierbei aber um ein reales Problem.

    Es ist doch völlig verrückt anzunehmen, daß die niedrigen Löhne in einigen vergleichsweise unbedeutenden Dienstleistungsbereichen (Friseure) einen Einfluß auf das generell hohe deutsche Lohnniveau haben sollen. Im übrigen sind gerade die industriellen Schwerpunktbranchen (Automobilindustrie), die ja auch für die Exporterfolge zuständig sind, diejenigen mit den international höchsten Löhnen.

    Unbedeutend? Aja. Ist wohl wieder die Rhetorik des Trolls.
    6,8 Millionen Menschen arbeiten für einen Stundenlohn unter 8,50 Euro.
    Naja für den Troll hat es aber keine Relevanz, auch wenn es 17% der gesamten Erwerbsbevölkerung sind.

    Außerdem ist das Lohnniveau im Zusammenhang mit der Produktivität überhaupt nicht hoch. Frankreich hat ungefähr eine gleich hohe Produktivitäts entwicklung wie Deutschland. Es müsste wie in Frankreich heute ca. 15 % höher sein... Mindestens.

    Bleiben wir bei der Logik. Die Exportindustrie stellt lediglich ein drittel der Arbeitsplätze in Deutschland. Die anderen 2/3 der Erwerbsbevölkerung sind binnenwirtschaftlich tätig.
    Nun sehen wir hier das sich bei den Realeinkommen in Deutschland seit 1992 nichts aber auch rein gar nichts tut. Flach wie ein Brett. Immerhin über 20 Jahre keine Steigerung der Massenkaufkraft.
    http://www.bpb.de/cache/images/7/617...20.gif%3FFF212
    Nun offensichtlich sind die Lohnabschlüsse in der Automobilbranche (und vglb.) Nichtmal annähernd ausreichend um der kurve eine bedeutende Delle zu verpassen.
    Somit ist das Argument dieser Einzelwirtschaftlichen sicht vom Tisch.


    Es ist eher zu vermuten, das die Ungleichgewichte in Europa völlig unabhängig von irgendwelchen Lohnniveaus sind.


    Wieder mal ein Fail Karlchen. Fakt ist, Lohnstückosten bestimmen die Preise. Die Überschreitung von 2% ist genauso schädlich wie die Unterschreitung dieser Grenze.
    Handelsungleichgewichte sind per Definition nicht von Löhnen losgekoppelt.


    Im übrigen koordiniert man zuerst Steuern und Sozialverfahren und denkt dann darüber nach eine gemeinsame Währung einzuführen. Hat man dies gemacht, folgt ein Angleichung der Lohnniveaus automatisch.


    Wieder Unsinn!
    Für die Währungsunion ist nur eine Kennziffer von belang.
    Es spielt keine rolle, wie viel Urlaub ein Land hat. Auch ist es, egal wann die Leute in Rente gehen. Das taugt alles nur für Bildzeitungsrhetoriker.
    Der einzige bedeutsame Faktor in der Ökonomie ist, dass sich die Löhne den gesamtwirtschaftlichen Produktivitätsverhältnissen anzupassen haben. Das heißt, im Süden wurde dieser wert oft überschritten in Deutschland deutlich unterschritten.


    Es ist doch offensichtlich, daß von Dir wie von Godwine das Pferd von hinten aufgezäumt werden soll.


    Es ist genau umgekehrt.
    Außerdem will "ICH" persönlich garnichts. Ich bediene mich in erster Linie Informationen wo Wirtschaft verstanden wird (Studien, Referate, Publikationen, Volkswirte, Ökonomen), welche ich seit vielen Jahren so gelesen habe, und gebe sie mit eigenen Worten wieder. Ich erfinde das Rad hier nicht neu. Du kannst mich also nicht auf deine billige Art angreifen, indem du es darstellst, als wenn das "meine alleinigen" Theorien wären.

  4. #164
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    Standard Re: Was haltet Ihr von der AFD ?

    Bisher konnte mir keiner sagen was denn mehr importiert werden soll.
    Der Handel hat ausgeglichen zu sein!
    Man bekommt es nie hin das es immer gleich ist. Es soll daher ja auch im Schnitt ausgeglichen sein. Das heißt das Defizit und Überschuss Jahre sich im Schnitt ausgleichen.
    Entweder man passt die Lohnentwicklung an oder die Währungsunion ist Geschichte.
    Dann bekommt auch Deutschland seine verdiente Arbeitslosigkeit.

    Man kann nicht sagen was importiert werden soll. Kein vernunftbegabt würde diesen Anspruch stellen!
    Denen die es doch versuchen sei gerade sei geraten es bei der Kartenlegerin zu versuchen. Oder bei Astro TV.
    Es geht darum überhaupt einen Zustand erst herzustellen indem mehr importiert werden könnte und das kann nur dadurch erreicht werden, indem die Löhne kräftig steigen.
    Was dann importiert wird, werden wir erst dann sehen. Nicht vorher!

    Außerdem heizt man mit zu geringen Lohnabschlüssen die Deflation an!
    Hätte Deutschland unter der Markt eine ähnliche Lohnpolitik wie heute betrieben hätten wir sofort Deflation bekommen. Das dies im Euro nicht geschah lag daran, dass die Südländer die Differenz mehr oder weniger ausgeglichen haben.
    Aber seit 2011 fallen in ganz Europa die Löhne und somit die Preise.
    Das Ergebnis davon... deflationäre Tendenzen, die wohl eher noch stärker werden als schwächer.
    Die Geschichte lehrt das es mindestens 10 Jahre dauern würde aus dieser deflationären Rezession rauszukommen.

    quelle Nachdenkseiten:

    "Exportüberschüsse zeigen nicht nur, wie wettbewerbsfähig ein Land ist, sondern sind auch ein Zeichen für eine im Verhältnis zum Verbrauch überschüssige Produktion. Überschussländer importieren die Nachfrage, die sie intern nicht erzeugen. Gibt es eine globale Nachfrage, ist das nicht unbedingt ein Problem. Jetzt aber, da die Nachfrage überall auf der Welt zurückgeht, ist der Import der Nachfrage durch die Überschussländer eine Ausbeutung der Nachbarn."

    quelle Gutav Horn

    "Wir haben insbesondere Deutschland und auch China, die seit Jahren außenwirtschaftlich sich nicht stabil verhalten. Das heißt, sie exportieren weitaus mehr, als sie importieren. Und diese Überschüsse, die für diese Länder tatsächlich einen Vermögenszuwachs im Ausland bedeuten, bedeuten für andere Länder einen Schuldenzuwachs im Ausland. Das geht eine ganze Weile gut und dann schafft das Probleme. Und wie diese Probleme eskalieren können, haben wir innerhalb des Euro-Raums erlebt.
    …einfach zu sagen, es müssen nur alle sparen und alles wird gut, das ist genau so sinnvoll zu sagen, wie alle müssen gleichzeitig zu einem Ausgang rennen. Und das geht schief!"


    quelle Heiner Flassbeck

    "Bei uns werden mit den Überschüssen Menschen beschäftigt, in den Defizitländern werden Menschen entsprechend arbeitslos. Siehe dazu auch den heute verlinkten Beitrag von Heiner Flassbeck in der Financial Times Deutschland.
    Außerdem – das ist die reale Seite andauernder Leistungsbilanzüberschüsse – : Deutschland produziert und setzt Ressourcen ein und erwirbt damit Forderungen gegen das Ausland. Real betrachtet ist das auf Dauer von Nachteil.
    Der Export von Arbeitslosigkeit trägt – wie man jetzt beobachten kann – wesentlich zu den Wirtschaftskrisen in den südlichen Ländern des Euroraums bei. Aufmerksame Beobachter wissen, dass dies inzwischen nicht nur verheerende wirtschaftliche Folgen sondern auch soziale, gesellschaftspolitische und außenpolitische Folgen hat. Halbe Generationen verlieren ihre berufliche Perspektive, viele Menschen sehen sich gezwungen, auszuwandern. Wir Deutschen geraten in Verruf und dies mit Recht. So unverantwortlich kann man in einem gemeinsamen Währungsraum nämlich nicht miteinander umgehen."


    http://www.nachdenkseiten.de/?p=14152

  5. #165
    Gesperrt Avatar von Karl-Jakob
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    Standard Re: Was haltet Ihr von der AFD ?

    Zitat Zitat von Godwine Beitrag anzeigen
    Da ist es wieder. Karl-Jakobs tatsachenverdreherei. SAgmal schmeißt du immer irgendwelche pillen ein oder sowas?........
    Hahahahahah du bist ein hoffnungsloser fall junge. Troll dich.
    .....
    Du labberst nur noch Bullshit und wirres Zeug.....
    Ne Ne Freund. Damit kannst gleich wieder zu deinem Stammtisch zurückkriechen.
    ...
    Versager sollten nicht über das Versagen fabulieren Karl-Jakob.
    Vielen Dank für die umfassende Antwort. Sie ist leider leider gespickt mit den üblichen Beleidigungen aber das wird halt ein Charakterfehler von Dir sein. Manche können halt nicht anders.

    Zum Thema.
    Damit sich die Argumente nicht im Kreise drehen zitiere ich mal aus einem Artikel von GEORG BLUME in der ZEIT ((21. NOVEMBER 2013 DIE ZEIT No 48 Seite 8), die sich vordergründig mit den Problemen Hollandes beschäftigt.
    Frankreich weist immer noch eine hohe Geburtenrate auf, niedrige Energiekosten, eine hochwertige Infrastruktur und gute Forschungsleistungen. Auf der Forbes-Liste der 500 größten Unternehmen der Welt befinden sich 32 französische, somit steht Frankreich auf dem vierten Platz, hinter den USA, Japan und China. Allerdings produzieren und verkaufen französische Großunternehmen weit gehend im Ausland, die meisten Kleinunternehmen hingegen sind exportschwach und siechen dahin, ein konkurrenzfähiges Mittelfeld wie in Deutschland fehl fast völlig. Die hohen Arbeitskosten belasten die Konkurrenzfähigkeit, die Industrieproduktion ist in den vergangenen fünf Jahren um 16 Prozent zurückgegangen.Start-upUnternehmen gibt es wenige, weil die Eliten zu unbeweglich sind. Frankreichs Handelsdefizit liegt bei mehr als 60 Milliarden Euro. Und Besserung ist nicht in Sicht. Die Krise hat auch einige der industriellen Leuchttürme erreicht, die Automobilund die Atomindustrie, ja sogar die selbstbewusste französische Waffenindustrie ist in Schwierigkeiten: Verkaufte sich der französische Militärjet Mirage einst überall auf der Welt, findet sein Nachfolger Rafale bislang kaum Kunden.


    Das sind strukturelle Probleme, die sich noch viel schärfer in den anderen Problemländern stellen.

    Und jetzt meine Frage an Dich: Was sollen höhere Löhne in Deutschland an diesen Problemen ändern?

  6. #166
    Gesperrt Avatar von freudenkind
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    Standard Re: Was haltet Ihr von der AFD ?

    Mittlerweile schweigen hier selbst die grössten AfD-Claqueure aus peinlicher Betroffenheit. Fein.

  7. #167
    Mitglied Avatar von n0b0dy
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    Standard Re: Was haltet Ihr von der AFD ?

    Die AfD hat ja gerade Henkel auf Platz 2 der Europaliste gewählt. Dieser hat mit der aktuellen BDI-Position zum Euro aber kaum mehr was zu tun. Politik fürs Kapital macht er zwar immer noch, aber nun gehts zusammen mit der AfD eher Richtung reaktionäres Kleinkapital (Die Familienunternehmer usw.) statt global-expansives Großkapital (BDI, privater Bankenverband usw.).

    Wenn du für irgendwas genauere Belege willst, sags nur.
    Zitat Zitat von Karl-Jakob Beitrag anzeigen
    Und jetzt meine Frage an Dich: Was sollen höhere Löhne in Deutschland an diesen Problemen ändern?
    Niemand behauptet es würde alle Probleme lösen, aber eben einige. Auch für Frankreich ist Deutschland das wichtigste Abnehmerland, mehr Nachfrage in Deutschland führt also in Griechenland wie in Frankreich zu mehr Exporten. Weitere wichtige Abnehmer sind Italien & Spanien. Hier schlägt die Austeritätsrezession zu. Anstatt jetzt wie in Frankreich die Löhne zu kürzen, um wettbewerbsfähig zu werden, müssen sie in Deutschland erhöht werden, um die deutsche Wettbewerbsfähigkeit zu verschlechtern. Frankreich hat schließlich was Lohnstückkosten & Inflation angeht alles richtig gemacht - Im Gegensatz zu DE.
    Zitat Zitat von Karl-Jakob
    1. Du sagt selber das "Deutschland das wichtigste Abnehmerland für griechische Produkte ist". Das heißt im Umkehrschluß das eine weitere Erhöhung der Ausfuhren gar nicht möglich ist.
    WTF? Was isn das für ne Logik? Weil DE das wichtigste Land ist, soll die absolute Zahl der Ausfuhren nicht steigen können?

    "2. Eine mangelhafte Versorgung des Grundbedarfs an Nahrungsmitteln, Textilien und Baubedarf in Deutschland kann ich irgendwie nicht erkennen." (Karl-Jakob)
    Schön für dich. Dann frag mal die 20% im Niedriglohnsektor die grade so ihre nötigsten Ausgaben decken können bzw. sogar Schulden machen müssen. Baubedarf ist bei Wohnungen, Verkehrsinfrastruktur, Schulen etc. genug gegeben. Die Kommunen schätzen ihren Investitionsrückstand bis zum Jahr 2012 auf 128 Milliarden Euro.

    "3. Es ist eben nicht sekundär was nun importiert werden kann. Es ist sogar im Gegenteil denkbar, daß bei einer wie immer gearteten Verbesserung der Masseneinkommen als höherwertig empfundene Waren gegenüber billigeren Importwaren substituiert werden. Das würde das Problem noch verschärfen." (Karl-Jakob)
    Es geht in erster Linie, um den Ausgleich des Exportüberschusses durch mehr Importe. Daher isses sekundär, welche das sind. Es ist jeodch empirisch belegt, dass Ausgaben für Nahrungsmittel & Textilien stark vom Einkommen abhängen. Das sieht man auch grade in Griechenland, dass dort wegen Lohnverlusten stark gespart wird.

    "4. Warum ist Luxuskonsum unsozial?" (Karl-Jakob)
    Weil Reiche dadurch kaum glücklicher werden und andere den es deutlich besser gebrauchen können.

    "5. Das von Dir sog. "überschüssige gesparte Vermögen" von den von Dir sog. "Reichen" ist ja nicht einfach Geld bei der Bank sondern steckt i.A. in Investitionsgütern. Ein wie immer gearteter Abbau würde meist zu mehr Arbeitslosigkeit führen." (Karl-Jakob)

    Schon wieder falsch. Die Unternehmen machen zwar immer mehr Gewinne, investieren aber grade nicht:
    Es gibt ein privates Geldvermögen von 5 Billionen Euro. Wie ungleich das verteilt ist, sollte bekannt sein.

    "6. Die Steuereinnahmen Deutschlands sprudeln wie noch nie. Wozu dann Steuererhöhungen?" (Karl-Jakob)
    Erstens zur Umverteilung nach unten, zweitens zum Ausbau der sozialen Infrastruktur.

    "Zu Abschreibungen kann es natürlich immer kommen. Das wahre Problem ist doch, daß es mit dem Euro das Instrument der Währungsanpassung nicht mehr gibt. Solange das möglich war gab es diese Probleme über die wir hier diskutieren überhaupt nicht." (Karl-Jakob)
    Dafür gab es andere Probleme wie Währungsspekulation (Pfund-Krise usw.)
    Der Euro hätte eben mit einer Lohnkoordination einhergehen sollen. Die LINKE hat das Modell einer Ausgleichsunon entwickelt. Damit würde der Euro wunderbar funktionieren.
    http://www.axel-troost.de/article/52...union-2-0.html

  8. #168
    Gesperrt Avatar von Karl-Jakob
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    Standard Re: Was haltet Ihr von der AFD ?

    Zitat Zitat von n0b0dy Beitrag anzeigen
    Anstatt jetzt wie in Frankreich die Löhne zu kürzen, um wettbewerbsfähig zu werden, müssen sie in Deutschland erhöht werden, um die deutsche Wettbewerbsfähigkeit zu verschlechtern.
    Das heißt ja höhere Preise für deutsche Produkte. Und dies wiederum heißt doch, daß die Abnehmer deutscher Produkte sich entweder noch weniger anderes leisten können oder sich nach anderen Anbietern umsehen müssen, was wiederum zu Arbeitslosigkeit in Deutschland führt. In jedem Fall werden damit die anderen von die genannten Punkte konterkariert.
    So geht es nicht.


    Zitat Zitat von n0b0dy Beitrag anzeigen
    Frankreich hat schließlich was Lohnstückkosten & Inflation angeht alles richtig gemacht
    Das sieht man in Frankreich und mittlerweile sogar der französische Staatspräsident Holland und die sozialistische Regierung völlig anders.

    Frankreich wird jetzt den Schröder-Weg nehmen.

  9. #169
    Mitglied Avatar von n0b0dy
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    Standard Re: Was haltet Ihr von der AFD ?

    Zitat Zitat von Karl-Jakob Beitrag anzeigen
    Das heißt ja höhere Preise für deutsche Produkte. Und dies wiederum heißt doch, daß die Abnehmer deutscher Produkte sich entweder noch weniger anderes leisten können oder sich nach anderen Anbietern umsehen müssen, was wiederum zu Arbeitslosigkeit in Deutschland führt.
    Das führt nicht zu Arbeitslosigkeit in DE, weil die höheren Löhne in DE gleichzeitig mehr Nachfrage erzeugen und damit nicht nur den franz. Export ankurbeln, sondern auch den deutschen Binnenmarkt auf dem die Arbeitsplätze entstehen, die im Export wegfallen. Das Ganze kann natürlich nur schrittweise geschehen, damit die Marktteilnehmer sich darauf einstellen können. Wenn du bessere Ideen hast um den Exportüberschuss abzubauen her damit.
    Zitat Zitat von Karl-Jakob Beitrag anzeigen
    Das sieht man in Frankreich und mittlerweile sogar der französische Staatspräsident Holland und die sozialistische Regierung völlig anders.
    Frankreich wird jetzt den Schröder-Weg nehmen.
    Ja, und das wird Europa noch mehr in Deflation und Rezession treiben. Ein Fehler wird nicht richtiger, weil ihn ein selbsternannter Sozialist macht. Hollande meint jedes Angebot schafft sich seine Nachfrage. Das ist das Say'sche Gesetz in Reinform, das schon Marx auseinandergenommen hat und Keynes sowieso. Wenn die Unternehmen mehr Geld haben investieren sie eben NICHT, wenn keine Nachfrage für ihre Produkte abzusehen ist!

    Nochmal als Grafik, wer das Problem ist:

  10. #170
    Gesperrt Avatar von Karl-Jakob
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    Standard Re: Was haltet Ihr von der AFD ?

    Zitat Zitat von n0b0dy Beitrag anzeigen
    Wenn du bessere Ideen hast um den Exportüberschuss abzubauen her damit.
    Ich muß mir da keine Gedanken machen und tue das auch nicht. Der Exportüberschuß ist ja überhaupt nur deshalb ein (Schein-)Problem, weil man eine gemeinsame Währung über extrem unterschiedliche Volkswirtschaften gestülpt hat.
    Bei unterschiedlichen Währungen wird auf/abgewertet und ----- flutsch ---- gibt es keine Export/Importungleichgewichte mehr.
    Irgendwann wird man auch in Europa auf diese Idee kommen und sich dann hernach wundern, warum man diese blöde Sache mit dem Euro überhaupt angefangen hat.

    Alle Deine sehr komplexen Vorschläge vom Typ "Arbeitsplätze hier vernichten damit sie woanders ----vielleicht ---- wieder entstehen" nämlich so
    höheren Löhne in DE gleichzeitig mehr Nachfrage erzeugen und damit nicht nur den franz. Export ankurbeln, sondern auch den deutschen Binnenmarkt auf dem die Arbeitsplätze entstehen, die im Export wegfallen.
    sind reines Wunschdenken. So funktioniert das nämlich nicht.

    Im übrigen sagst Du ja ganz deutlich, daß es Dir überhaupt nicht um das Euro-Problem geht sondern in allererster Linie um "Umverteilung nach unten, zweitens zum Ausbau der sozialen Infrastruktur". Die von Dir empfohlenen Maßnahmen zeigen ja ganz klar, daß das Dein Hauptziel ist und alles andere - und auch die Lösung der Euro-Ungleichgewichte - allerhöchstens ein Abfallprodukt ist.

    Kurz zusammengefaßt.
    Das Problem ist die Konstruktion des Euro an sich. Und - in Abwandlung eines schönen Spruches - gilt:
    Es kann keine richtige Wirtschaftspolitik in einer falschen Währungsumgebung geben.

  11. #171
    Mitglied Avatar von n0b0dy
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    Standard Re: Was haltet Ihr von der AFD ?

    Zitat Zitat von Karl-Jakob Beitrag anzeigen
    Ich muß mir da keine Gedanken machen und tue das auch nicht. Der Exportüberschuß ist ja überhaupt nur deshalb ein (Schein-)Problem, weil man eine gemeinsame Währung über extrem unterschiedliche Volkswirtschaften gestülpt hat.
    Bei unterschiedlichen Währungen wird auf/abgewertet und ----- flutsch ---- gibt es keine Export/Importungleichgewichte mehr.
    Wie unterschiedlich die Produktivität der Länder ist, ist egal. Es ist auch egal ob die einen mit 60, die anderen mit 65 in Rente gehen o.ä. Es geht allein um die Inflation, die sich nach den Lohnstückkosten bestimmt.
    Eine Währungsunion heißt gemeinsame Geldpolitik und das geht nur mit eine Abstimmung der Inflationsraten. Da das nicht passiert ist hat der einheitliche Leitzins das Wachstum hier abgedrückt und in Südeuropa kreditgetrieben befeuert. Wie gesagt: Würde man die Lohnpolitik koordinieren wäre das kein Problem gewesen. Die Konvergenz der Lohnstückkosten und damit Inflationsraten vor Einführung des Euro war beachtlich. Das hätte man schlicht fortführen müssen. Eine strikte Regulierung des Finanzsektors und Umverteilung gehört natürlich auch zu einem stabilen System. Sonst spekuliert das überflüssige Geld nur auf den Finanzmärkten herum und bastelt immer wieder krisenhafte Blasen.

    Wenn du mit Auf/Abwertungen "flutsch" meinst das Problem zu beheben, liegt du falsch. Dann wären nämlich die deutschen Arbeitsplätze der Exportindustrie auch flutsch von heute auf morgen weg und die Arbeitslosigkeit würde explodieren. Wie Flassbeck so schön meinte, kann man Baden-Württemberg und Bayern dann zumachen. Würde man die Ungleichgewichtehingegen per Lohnanpassungen schrittweise ausgleichen könnte der Markt sich daran anpassen.
    Warum soll das nicht funktionieren?
    Vor allem HAT es ja bereits funktioniert, nur eben in die andere Richtung. Vor dem Euro hatte DE sogar ein leichtes Leistungsbilanzdefizit.
    Auf- & Abwertungen dem Kapitalmarkt zu überlassen führt zu extremen Fehlentwicklungen, weil der Markt immer wieder zu unvorhersehbaren Übertreibungen und Schwankungen führt. Siehe etwa den Kampf Brasiliens gegen die Aufwertung durch Spekulationskapital. Selbst ein festes, aber anpassbares System wie das EWS hilft da nur wenig. Wie gesagt: http://de.wikipedia.org/wiki/Pfundkrise
    Diese Krise war auch ein Grund für die vorzeitige Einführung des Euro. Interessanterweise hatte auch Frankreich auf den Euro gedrängt, um die deutsche monetaristische Dominanz im EWS zu brechen. Hat ja leider nicht geklappt.

    In der Tat halte ich eine Bekämpfung der kapitalistischen Ausbeutung aber für wichtiger als die Währungsproblematik, die nur ein Hilfsmittel sein kann, um etwa von den Kapitalmärkten unabhängiger zu werden. Dazu muss auch endlich die Staatsfinanzierung direkt über die EZB erfolgen. Ich weiß nicht ob dir die Dimensionen der Ausbeutung klar sind: Bezieht man die Superreichen mit ein so kommt man für Deutschland laut DIW bei den reichsten 1% auf 35,8% des Gesamtvermögens. Damit wurde die USA zumindest bei den reichsten 1% sogar überholt! Dort verfügen die reichsten 1% über 34,6%. Die Daten sind von 2007, aber die Verluste der Krise wurden längst wieder reingeholt. Weltweit besitzen die reichsten 1% über 80% des Vermögens.

  12. #172
    Gesperrt Avatar von Karl-Jakob
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    Standard Re: Was haltet Ihr von der AFD ?

    Zitat Zitat von n0b0dy Beitrag anzeigen
    In der Tat halte ich eine Bekämpfung der kapitalistischen Ausbeutung aber für wichtiger als die Währungsproblematik
    Ich mag ehrliche Menschen und so auch Dich. Du bist ein sympathischer Mensch.

    Und an dieser Stelle ist die Diskussion auch schon zu Ende, da ich Deinen Weg - freundlich ausgedrückt - für einen Irrweg halte.




    Noch etwas zu den von dir angesprochenen Dimension der Vermögensunterschiede.
    In der FAZ von gestern (So, 26.1.2014) wird ein noch viel eklatanteres Beispiel gezeigt, gegen das die von Dir vorgestellten Zahlen eine ausgeglichene Vermögenssituation darstellen.



    Der Vermögensanstieg in China ist beachtlich. 2003 gab es hier noch keinen einzigen Dollar-Milliardär, heute sind es mehr als 300. Die Menge ihrer kleinen Brüder, der Millionäre, ist kaum noch überschaubar, es sollen 2,8 Millionen sein. Allein in Peking wird ihre Zahl auf 475 000 geschätzt, das entspricht fast der Gesamtbevölkerung Duisburgs.

    Doch die meisten reichen Geschäftsleute sind eigenständig zu Geld gelangt. Ihr Aufstieg wurde erst mit Beginn der Öffnungspolitik Deng Xiaopings vor 35 Jahren möglich. In dieser kurzen Zeit sind in China so viele Unternehmer begütert geworden wie nie zuvor in der Menschheitsgeschichte. Da es nach dem Bürgerkrieg, den Enteignungen, dem Großen Sprung nach vorn und der Kulturrevolution kein altes Geld mehr gab, sind alle Wohlhabenden in der Privatwirtschaft, wenn man so will, Neureiche, Parvenüs, Emporkömmlinge. Vermutlich gibt es nirgendwo so viele Aufstiege vom Tellerwäscher zum Millionär wie hier. Zong Qinghou auf Platz zwei der Hurun-Liste ist ein typisches Beispiel dafür. Aus armen Verhältnissen stammend, schlug er sich zunächst damit durch, in einer Saline die Salzlake zusammenzukehren. Später verkaufte er an einer Schule seiner Heimatstadt Hangzhou Getränke und Milchprodukte. Daraus erwuchs sein Unternehmen Wahaha (Lachendes Kind), das heute der drittgrößte Erfrischungsgetränkehersteller in China ist. Zongs Vermögen beläuft sich auf fast 19 Milliarden Dollar.
    Du wirst diesen Weg für falsch halten - ich halte ihn für den einzig richtigen um die gesamte Bevölkerung Chinas aus der Armut zu holen.

    Und hättest Du Deine Zusammenstellung zu Ende gelesen, wüßtest Du das etwa 80 Menschen (oder 80 Familien) etwa die Hälfte des Anlagekapitals dieses Planeten gehört. Das ist nicht in Ordnung aber es ist einfach deswegen so, weil den allermeisten Menschen fast nichts gehört.
    Das wird sich noch in diesem Jahrhundert entscheidend ändern

    Allerdings auf dem chinesischen Weg und nicht auf dem von Dir empfohlenen Weg, der ja nur Armut für ALLE verspricht. Die Chinesen werden Deinen Weg keinesfalls mitgehen denn das hatten sie vor wenig mehr als einer Generation schon und sie haben es als Irrweg erkannt.

    In Stefan Austs Spielfilm "Der Baader-Meinhoff Komplex" zitiert die Meinhoff Ingeborg Bachmanns Grabstein: "Die Wahrheit ist dem Menschen zuzumuten".
    Das gilt auch und gerade für ehrliche und sympathische Menschen wie Du einer bist auch wenn Deine Empfehlungen Not, Elend und Unterdrückung über diese Welt gebracht haben, bringen und womöglich noch bringen werden.
    Geändert von Karl-Jakob (27. 01. 2014 um 20:30 Uhr)

  13. #173
    Mitglied Avatar von ROSELLI
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    Standard Re: Was haltet Ihr von der AFD ?

    Zitat Zitat von Karl-Jakob Beitrag anzeigen
    ...

    Du wirst diesen Weg für falsch halten - ich halte ihn für den einzig richtigen um die gesamte Bevölkerung Chinas aus der Armut zu holen.

    ...

    Es wird nun mal langweilig.

    Du willst einfach nicht verstehen.

    Was bringt denn dem durchschnittlichen Wanderarbeiter die Gewissheit dass es nun viel mehr Milliardäre gibt,als früher?Außer das er sie zu denen gemacht hat.

    Was bringst es den USA wenn die oberen 5% stetig unglaublich mehr verdienen,während man sich mit Rumänien um der Armutsrang streitet?

    Natürlich funktionieren in der Armutsbekämpfung nur soziale Modelle,linke Modelle wie wir erst vor kurzem an dem Beispiels Norwegen diskutierten.

    Du versuchst durch solche stumpfen Grafiken..ja was eigentlich zu beweisen?

    Das sich die Zahl der Dollarmilliardäre in China in 8 Jahren um 308 gesteigert hat?

    Und,ist es die Gruppe der Milliardäre die irgendwie relevant ist?

    Schreib doch einfach das du eine asoziale Einstellung vertrittst und gut ist.

  14. #174
    Mitglied Avatar von n0b0dy
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    Standard Re: Was haltet Ihr von der AFD ?

    Zitat Zitat von Karl-Jakob Beitrag anzeigen
    Und hättest Du Deine Zusammenstellung zu Ende gelesen, wüßtest Du das etwa 80 Menschen (oder 80 Familien) etwa die Hälfte des Anlagekapitals dieses Planeten gehört. Das ist nicht in Ordnung aber es ist einfach deswegen so, weil den allermeisten Menschen fast nichts gehört.
    Das wird sich noch in diesem Jahrhundert entscheidend ändern

    Allerdings auf dem chinesischen Weg und nicht auf dem von Dir empfohlenen Weg, der ja nur Armut für ALLE verspricht. Die Chinesen werden Deinen Weg keinesfalls mitgehen denn das hatten sie vor wenig mehr als einer Generation schon und sie haben es als Irrweg erkannt.
    Da hast du was falsch verstanden. Ich bezieh mich weder auf Lenin, Mao noch irgendeinen Staatssozialismus-Modell. Historisch waren die anarchistischen Revolutionen (Spanien & Ukraine) dem Verein freier Menschen am nächsten. Aktuell ist der Aufbau des kommunalen Rätesystems und die Initiativen zur Arbeiterkontrolle in Venezuela sehr interessant.

    Nach einem langen konstanten Anstieg, ging die Ungleichheit zwischen den Ländern in der letzten Dekade etwas zurück.[1] Dafür ist die Ungleichheit innerhalb der Länder weiter deutlich gestiegen. Nur die Linksregierungen in Lateinamerika fallen hier deutlich aus dem Trend.[2]
    Es gibt weder theoretische noch empirische Evidenzen, dass der Kapitalismus die Ungleichheit von alleine löst. Solange es Privateigentum an Produktionsmitteln gibt, wird die Mehrheit durch eine Minderheit ausgebeutet.
    Geändert von n0b0dy (29. 01. 2014 um 14:25 Uhr)

  15. #175
    Gesperrt Avatar von Karl-Jakob
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    Standard Re: Was haltet Ihr von der AFD ?

    Zitat Zitat von n0b0dy Beitrag anzeigen
    Es gibt weder theoretische noch empirische Evidenzen, dass der Kapitalismus die Ungleichheit von alleine löst. Solange es Privateigentum an Produktionsmitteln gibt, wird die Mehrheit durch eine Minderheit ausgebeutet.
    Vor allem und in erster Linie gibt es keine empirische Evidenz, daß im Sozialismus das grundlegend anders ist - im Gegenteil.

    Und China bietet die empirische Evidenz, daß es mit den Mitteln der Marktwirtschaft gelingen kann ein Land innerhalb einer Generation aus tiefster und bitterster Armut herauszuführen. Dieses Beispiel haben wir von einem irgendwie gearteten linken Regime noch nicht und es ist auch theoretisch gar nicht zu zeigen, weil Du richtig darauf hinweist, daß es allein um die Auflösung von Ungleichheit geht. Natürlich war China in den 70er Jahren unter dem Gesichtspunkt der Ungleichheit weit besser dran als heute, weil 99% der Chinesen damit zufrieden sein mußten eine tägliche Schale Reis zu bekommen.
    Heute - eine Generation später - hat sich das chinesische Durchschnittseinkommen versechzehnfacht (x16), China ist der größte Automarkt der Welt, der größte Importeur von Babynahrung und Milchprodukten, der Erbauer des größten Staudammprojektes der Weltgeschichte und ... ja ... eben auch

    Und es gibt keine Hungerkrisen mehr weil China selbst bei schlechten Ernten mit einem Bruchteil seiner Devisenreserven sich auf den internationalen Nahrungsmittelmärkten bedienen kann.
    Dies ganz im Gegensatz zu Venezuela wo es dank einer extremen Devisenbewirtschaftung ständig zu allerlei Knappheiten kommt und bald auch der Hunger wieder da sein wird.
    Dafür gibt es natürlich weniger Ungleichheit in Venezuela.

  16. #176
    Mitglied Avatar von n0b0dy
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    Standard Re: Was haltet Ihr von der AFD ?

    @Karl-Jakob:
    Deine Strohmann-Argumente kannst du behalten. Niemand ist hier Fan des "Realsozialismus". Das Streben nach Gleichheit in Armut kannst du gern den Leninisten vorwerfen.
    Das Modell China war nur den westlichen Kapitaltransfer und durch absolute Entrechtung und Ausbeutung von Mensch & Natur möglich. Ich hoffe nicht, dass du hier für eine Entwicklungsdiktatur werben willst. Stalin hat die Sowjetunion auch sehr weitreichend modernisiert.

    Venezuela hat im wesentlichen geerbte Probleme, die mit der Rentenökonomie zusammenhängen. Die Probleme mit den Kapitalkontrollen verweisen auf die Macht des Kapitals im Kapitalismus. Der Kampf um jene Macht zu brechen ist nicht einfach, aber du willst ihn ja gar nicht führen, weil du das Diktat des Kapitals und Zerstörung von Mensch & Umwelt wohl ganz prima findest. Der Zusammenbruch der Wirtschaft in Venezuela wird seit Jahren vorhergesagt und geschieht aber einfach nicht. Stattdessen sinkt die Armut immer weiter. Von 49% (1998) auf 21.6% (2012) und auch letztes Jahr um 2% auf 19,6%. (INE)
    Der wesentliche Punkt ist aber die Selbstorganisation der Bevölkerung, die Schritte zu wirklicher Demokratie, die es in keinem Land des "Realsozialismus" gab und die im Kapitalismus spätestens am Werkstor aufhört.

  17. #177
    Gesperrt Avatar von Karl-Jakob
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    Standard Re: Was haltet Ihr von der AFD ?

    Zitat Zitat von n0b0dy Beitrag anzeigen
    Stattdessen sinkt die Armut immer weiter. Von 49% (1998) auf 21.6% (2012) und auch letztes Jahr um 2% auf 19,6%. (INE)
    INE steht für dass staatliche Statistikamt und wir können in einem faschistoiden Staat wie Venezuela davon ausgehen, daß die Zahlen frei erfunden sind. Dies umso mehr als keine einzige wirtschaftlich relevante Zahl eine Wohlstandsteigerung anzeigt, über die Hälfte der Bevölkerung gar nicht am Wirtschaftsleben teilnimmt und das Land immer noch von den Öl-und Erzausfuhren abhängt.
    Wohl können Deine Zahlen stimmen wenn wir Armut durch Ungleichheit ersetzen: Wenn man natürlich die Vermögenden und Intelligenten systematisch vertreibt, bekommt man ganz zwangsläufig weniger Ungleichheit.
    Die Macht des Kapitals ist ja schon gebrochen weil die Kapitalisten alle schon umgebracht oder rausgeekelt worden sind.

    Nur noch witzig finde ich unter diesen Umständen, daß Du ein Land anpreist, daß bei Korruption und Gewaltkriminalität internationale (negative!) Spitzenwerte erreicht. Wenn das die Konsequenzen "des kommunalen Rätesystems und der Initiativen zur Kontrolle der Arbeiter" sind....

    In den von Dir offensichtlich bevorzugten Modellen herrschen Verbrecher, die für Armut, Elend, Unterdrückung und Korruption sorgen.
    Und was wirfst Du meinen bevorzugten Modellen vor?

    Ungleichheit
    Geändert von Karl-Jakob (29. 01. 2014 um 17:04 Uhr)

  18. #178
    Mitglied Avatar von n0b0dy
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    Standard Re: Was haltet Ihr von der AFD ?

    @Karl-Jakob:
    Die UNO benutzt ne andere Methodik, aber der Trend ist der selbe. Deine Unterstellung also mal wieder widerlegt. Laut der United Nations Economic Commission for Latin America and the Caribbean (ECLAC) war die Armut in Venezuela 2005 bei 37,1. Die letzten Daten sind für 2012:
    "The largest drop was in the Bolivarian Republic of Venezuela, where poverty fell by 5.6 percentage points (from 29.5% to 23.9%)"
    http://www.cepal.org/publicaciones/x...13Briefing.pdf
    Du hast es offenbar immer noch nicht kapiert. Ich werfe deinem Modell (neoliberaler Kapitalismus) nicht nur irgendwie Ungleichheit, sondern die systematische Ausbeutung der Mehrheit und die Unterordnung von Mensch & Natur unter die Kapitalinteressen vor. Im Kapitalismus herrscht in der Wirtschaft eben die Diktatur des Kapitals. Da wirtschaftliche Macht auch politische bedeutet (u.a. durch Korruption!), wird der Rest der ohnehin prekären repräsentativen Demokratie noch wirkungsloser. Die Auswirkungen täglich zu beobachten: Zig Tausende Hungertote täglich, psychische Probleme durch immer mehr Druck der Unternehmen, zyklische Krisen, immer weiter wachsende Müllberge, Erderwärmung usw. Die Liste ist lang.


    Die Kriminalität ist ein völlig anderes Thema. Der Trend zum Anstieg begann lange vor Chavez, wurde aber tatsächlich lange vernachlässigt, da man dachte mit der Armutsreduktion würde sich das Problem selbst erledigen. Das ist aber nicht der Fall bei einer rechten, korrupten, illoyalen Polizei, die selbst für etwa 20% der Verbrechen verantwortlich ist. Daher läuft seit einigen Jahren eine Polizeireform, die allerdings ihre Zeit dauert. Um die Zeit zu überbrücken setzt Maduro nun das Militär ein und scheint den Trend damit umgekehrt zu haben. Ein wesentlicher Teil der Kriminalität geht außerdem auf einsickernde rechtsradikale Paramilitärs aus Kolumbien zurück, die Destabilisierungsversuche der rechten Opposition und die Auftragsmorde der von dir so geliebten Oligarchie gegen organisierte Arbeiter und Bauern tun ihr übriges.

    Die Korruption ist ein strukturelles Problem der Örentenwirtschaft. Die Räte sind gerade ein Mittel um diese geerbten Probleme zu bekämpfen! Dadurch werden die ineffizenten, korrupten alten Staatsbürokratien entmachtet und die Polizei durch Komitees kontrolliert. Da das Ganze eben nicht verordnet wird, sondern demokratisch abläuft dauert es seine Zeit. Die Räte sind überhaupt erst 2005 entstanden, werden aber stetig ausgebaut und übernehmen zunehmend ökonomische Aufgaben. Sie verfügen bereits über mehr Geld als Bürgermeister oder Landeschefs. Komische "Diktatur", die die kollektive Selbstorganisation der Bevölkerung antreibt, was? Auch ne komische Diktatur, wo die Regierung ständig die Wahlen gewinnt. Bei der Kommunalwahl wurde der Vorsprung grade wieder ausgebaut.

  19. #179
    Gesperrt Avatar von Karl-Jakob
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    Standard Re: Was haltet Ihr von der AFD ?

    Zitat Zitat von n0b0dy Beitrag anzeigen
    Auch ne komische Diktatur, wo die Regierung ständig die Wahlen gewinnt.
    Wir wissen mittlerweile sehr genau wie linke Regimes Wahlen organisieren. Dies umso mehr wenn - wie in Venezuela notorisch - nicht so gemochte Bevölkerungsteile vertrieben, kriminalisiert oder ermordet werden. Dann klappts halt auch mit den Wahlen.

    Und das Du als Ergebnis der staatlichen Repressionsmaßnahmen "Destabilisierungsversuche der rechten Opposition" erkennst ist ja nur noch grotesk. Ich muß mich ernsthaft fragen ob Du im umgekehrten Fall - wie er in Mittelamerika ja häufiger war - auch von "Destabilisierungsversuchen der linken Opposition" gesprochen hättest. Ich vermute mal eher, daß Du von Freiheitskämpfern oder so geschreiben hättest.

    Die UN sortiert Zahlen etwas anders aber die grundlegenden Daten bekommt sie von der jeweiligen Regierung. Die UN macht in den Mitgliedsländern i.a. keine eigenen Erhebungen.

    Was auch immer Du den von mir favorisierten Politikmodellen vorwirfst. Tatsächlich beseitigen sie durch die Bank weg Hunger und führen zu Wohlstand.

    Im übrigen kannst und willst Du Dich nur auf das Modell Venezuela verlassen. Und da zeigen alle Trends den Weg zu einer faschistischen Diktatur mit allem was so dazugehört (inclusive Antisemitismus).

    Tatsache ist nun mal, daß Du für Dein bevorzugtes Politikmodell nur einen einzigen Fall vorweisen kannst. Und mit seinem phantastischem Erdölreichtum, der sogar Norwegen übertrifft sind hier außergewöhnliche gute Vorraussetzungen gegeben. Das unter diesen Bedingungen zu massiven Unterdrückungsmaßnahmen und Vertreibungen gegriffen wird und trotzdem das Land im Chaos versinkt kann doch nur heißen, daß Du einem totalem Versagermodell anhängst.

    Vergleich doch einfach Norwegen mit Venezuela damit Du siehst das da was grundsätzlich gewaltig schliefläuft.

  20. #180
    Mitglied Avatar von ROSELLI
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    Standard Re: Was haltet Ihr von der AFD ?

    Du verwechselst Ungleichheit mit Gerechtigkeit.

    Jedem fällt die zum Himmel stinkende Ungerechtigkeit auf,wenn eine Minderheit Milliarden verdient und die dies erzeugende Mehrheit in Armut lebt.

    Deine Chinafantasien sind nebenbei albern.In einem geburtsregulierendem Staat ist es normal das irgendwann das Lohnniveau steigt,weil sich die Bevölkerung dramatisch reduziert.

    Dein Kapitalismus hat noch nie Armut beseitig,wie lächerlich,es waren immer Einschränkungen des unregulierten Ausbeutens.Es gibt nicht ein Beispiel.

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