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  1. #1
    gulli:News Redaktion Avatar von gullinews
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    Standard Netzpolitik.org steht unter Verdacht des Landesverrats

    Man könnte meinen, es wäre ein schlechter Scherz. Doch die Website netzpolitik.org steht unter dem Verdacht des Landesverrats. Die Generalbundesanwaltschaft stellt nun Untersuchungen gegen die Betreiber des Blogs an, da auf deren Seite interne Dokumente des Verfassungsschutzes veröffentlicht wurden. Journalisten aus Deutschland sind empört und sehen dies als Angriff auf die Pressefreiheit an.

    zur News

  2. #2
    Gesperrt Avatar von Deadp00l
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    Standard Re: Netzpolitik.org steht unter Verdacht des Landesverrats

    So kann man den Journalismus natürlich auch in die Schranken weisen. Statt still und heimlich einfach mit einem lauten Knall.

    Bei Ermittlungen gegen die Blogger soll zunächst ein Gutachter prüfen, ob es sich bei dem Budgetplan und anderen veröffentlichten Dokumenten wirklich um ein Staatsgeheimnis handelt. Quelle: SZ

    Damit ich dies richtig verstehe:

    Hier nimmt man Ermittlungen auf, obwohl ein Gutachter erst noch klären muss, ob es sich wirklich um Staatsgeheimnisse handelt?
    Zur NSA wurde uns doch erklärt, dass es handfeste Belege benötigt, bevor man überhaupt ermitteln kann.

  3. #3
    Mitglied Avatar von EarthRocker
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    Standard Re: Netzpolitik.org steht unter Verdacht des Landesverrats

    ist doch nichts neues das den rechten & extremisten *oft das gleiche anmerkung der red. (und es weht ein gewaltig rechter wind mit gollum schäuble) die pressefreiheit als 4. legislative ein dorn im auge ist........

    man schaue sich doch nur mal um wie z.b. kritiker (online aber nicht nur...) und viele viele mehr zunehmend diskriminiert werden bzw. gleich "ausgeschlossen".........

    .....das "neue" gesicht des Faschismus!!! .....*EKELHAFT!!!

    mit angst geschürt und mit stärke und disziplin geFÜHRT!!!!!!!!!!!
    "Arbeit macht Frei" -Sein Krampf
    "Gesunder Geist in Gesundem Körper" evtl noch dann hätten wir die eugenik-monster auch gleich mit dabei....

    ..wem kommt das bekannt vor ???? kleiner denkanstoss
    Geändert von EarthRocker (31. 07. 2015 um 17:15 Uhr)

  4. #4
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    Standard Re: Netzpolitik.org steht unter Verdacht des Landesverrats

    Hier nimmt man Ermittlungen auf, obwohl ein Gutachter erst noch klären muss, ob es sich wirklich um Staatsgeheimnisse handelt?
    Sind Behörden - ggf. darf ein Gutachter nicht beauftragt werden dies zu klären, ohne dass es Ermittlungen gibt? Wäre so mein erster Gedanke.

    Aber es war ja klar, dass sofort davon gesprochen wird, die Pressefreiheit wird eingeschränkt. Es ist nur eine Anzeige wegen Verdachts auf Landesverrat. Keine Anklage.
    Egal ob es im Sinne der Öffentlichkeit ist - die Pressefreiheit erlaubt es nicht, geheime oder auch einfach interne Dokumente zu veröffentlichen.
    Wenn diese Dokumente nicht offiziell zugänglich gemacht oder weitergegeben wurden, ist die Verbreitung illegal. Wenn es um möglicherweise geheime Dokumente des Verfassungsschutzes geht, ist so eine Verdachtsanzeige absolut gerechtfertigt.


    P.S.:
    Wer hat denn gesagt für Ermittlungen brauch es handfeste Belege? (Quelle?)
    Das für Ermittlungen ein hinreichender Verdacht ausreicht, ist doch eigentlich unumstritten oder?!
    Für diesen Beitrag bedanken sich Deadp00l, Chankya, Katapultator

  5. #5
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    Standard Re: Netzpolitik.org steht unter Verdacht des Landesverrats

    Zitat Zitat von Crizztl Beitrag anzeigen
    Egal ob es im Sinne der Öffentlichkeit ist - die Pressefreiheit erlaubt es nicht, geheime oder auch einfach interne Dokumente zu veröffentlichen.
    Tja, manchmal bleibt einem nichts anderes übrig, als Feuer mit Feuer zu bekämpfen. Was wäre deine Alternative? Es brennen lassen?

    Ich finde, dass es irrelevant ist, ob es den beiden Bloggern erlaubt ist oder nicht.
    Entscheidend ist, ob bei den Leaks kriminelles Verhalten der Behörden zum Vorschein kommt. Wenn ja, dann können die meinetwegen straffrei jedes erdenkliche Recht verletzen, solange sie dabei ein noch größeres Unrecht aufdecken. Ein Verfassungsschutz auf Abwegen kann weit größeren Schaden am Volke anrichten, als die beiden. Es ist für mich eine Frage der Verhältnismäßigkeit.
    Für diesen Beitrag bedankt sich Deadp00l

  6. #6
    Gesperrt Avatar von Deadp00l
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    Standard Re: Netzpolitik.org steht unter Verdacht des Landesverrats

    Zitat Zitat von Crizztl Beitrag anzeigen
    Sind Behörden - ggf. darf ein Gutachter nicht beauftragt werden dies zu klären, ohne dass es Ermittlungen gibt? Wäre so mein erster Gedanke.
    Hmm...offensichtlich beißt sich die Ratte hier in den eigenen Schwanz wenn das stimmen sollte. Aber wir haben ja alle gelernt, dass unsere Regierung gerne mal unliebsame Gesetze ausser Acht lässt wenn es hilft das zu bekommen was sie will.

    Ich sag nur Steuer CD

  7. #7
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    Standard Re: Netzpolitik.org steht unter Verdacht des Landesverrats

    Zitat Zitat von Lassmal Beitrag anzeigen
    meinetwegen straffrei jedes erdenkliche Recht verletzen, solange sie dabei ein noch größeres Unrecht aufdecken.
    Vergewaltigung ist okay, um einen Mord aufzudecken?
    Massenmord, um Völkermord aufzudecken?

    Nein. Niemand (sollte ) über dem Gesetz stehen, wer eine Straftat begeht soll sich der Justiz stellen. Das bedeutet ja nicht, dass er eine Strafe auferlegt bekommt. Der Richter kann ja im Sinne der Verhältnismäßigkeit oder eben als "dank" für die Aufdeckung der anderen Straftat die Strafe gering ausfallen lassen. Aber Straffreiheit per se - auf keinen Fall.

  8. #8
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    Standard Re: Netzpolitik.org steht unter Verdacht des Landesverrats

    Wenn das Recht ungerecht wird, dann haben "wir" die moralische Pflicht zum zivilen Ungehorsam.

    Schützt natürlich nicht vor Strafe aber es muss sie geben, ansonsten gehts zurück ins Mittelalter.

    Folterer, Kriegsverbrecher usw. laufen frei herum und diejenigen die es Anklagen und öffentlich machen, landen im Knast? Irgendwas läuft doch schief.
    Für diesen Beitrag bedankt sich Neinsager

  9. #9
    Gesperrt Avatar von Ungenau
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    Standard Re: Netzpolitik.org steht unter Verdacht des Landesverrats

    Der Generalbundesanwalt konnte ohne Ermittlungsverfahren kein Gutachten anfordern. Hat er gesagt. Er konnte auch nicht selbst entscheiden, ob es sich um Landesverrat handelt. Dazu war er nicht qualifiziert. War für einen richtigen Fachmann nicht genug Geld in der Staatskasse? Als nächstes wird er behaupten, er wolle durch die Ermittlungen die Blogger entlasten.

    Vorsicht Aluhut: Der ist so dämlich, der wurde von Merkel zum Bauernopfer erkoren.
    http://www.der-postillon.com/2015/07...eln-gegen.html

  10. #10
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    Standard Re: Netzpolitik.org steht unter Verdacht des Landesverrats

    @Crizztl
    Deine Beispiele sind nicht weit genug auseinander. Ich würde sogar sagen, sie sind gleichberechtigt, da Begriffe wie Völkermord und Massenmord keine bestimmte Opferzahl voraussetzen. Mein Gewissen würde solche fragwürdigen Sachen lieber dem Richter überlassen.
    oder eben als "dank" für die Aufdeckung der anderen Straftat die Strafe gering ausfallen lassen
    Das Mindeststrafmaß können die ja nicht aushebeln. Außerdem hat man ja gesehen, wie "dankbar" der Richter war, der Manning richtete.

  11. #11
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    Standard Re: Netzpolitik.org steht unter Verdacht des Landesverrats

    Mit Billigung des Innenministeriums hat der Pfeifenverein (Verfassungsschutz) die Klage gegen netzpolitik.org angestrengt. Gerade der Verein, der dafür gesorgt hat das eine rechte Terrorwelle mit etlichen Banküberfällen lange Zeit unaufgeklärt blieb und kräftig mitgewirkt hat, der will jetzt jene Anklagen die sich um Aufklärung bemühen. Einfach Lächerlich.

    Bananenrepublik Deutschland.

    Diese Penner sollte man alle einzeln an den Pranger stellen und auspeitschen lassen.

  12. #12
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    Standard Re: Netzpolitik.org steht unter Verdacht des Landesverrats

    Das Mindeststrafmaß können die ja nicht aushebeln. Außerdem hat man ja gesehen, wie "dankbar" der Richter war, der Manning richtete.
    Das ist natürlich richtig. Bei den Amis ja nochmal was anderes ...


    Die Beispiele waren natürlich bewusst extrem, da die Aussage war "straffreiheit bei aufdecken einer schwerwiegenderen Straftat". Zumindest lt. Gesetz wiegt Mord schwerer als Vergewaltigung (siehe Verjährung / Strafmaß).

    Mir geht es mehr darum, dass es sofort losgeht, man greife die Pressefreiheit an. Das ist hier einfach nicht der Fall. Die Pressefreiheit schützt eine Straftat nicht und soll es auch nicht.
    Genauso die Aufrufe, umgehend die Ermittlungen einzustellen. Bitte was? Landesverrat ist eine schwerwiegende Anschuldigung und man soll das einfach einstellen ... weil?
    Weil man Angst hat, dass Leaks solcher Dokumente dann häufiger geahndet werden. Wohin kämen wir bloß, wenn Straftaten der Presse verfolgt werden...

    Es wäre völlig anders und dann auch von der Pressefreiheit geschützt, wenn man einen Artikel über diese Dokumente und deren Inhalt verfasst hätte anstatt die Dokumente selbst zu veröffentlichen.

    Sich hinstellen und auf die Regierung zeigen können sie alle.
    Aber wenn dann mal jemand zurück zeigt, ist das was ganz anderes. Und natürlich immer Pressefreiheit.

  13. #13
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    Standard Re: Netzpolitik.org steht unter Verdacht des Landesverrats

    Zitat Zitat von Lassmal Beitrag anzeigen
    @Crizztl
    Deine Beispiele sind nicht weit genug auseinander.
    Die Beispiele sind einfach nur dämlich, wenn vielleicht auch bewusst dämlich.
    Das Strafrecht kennt nur ganz wenige Beispiele, in denen man nach einer Straftat straffrei ausgeht, weil ein höherwertiges Rechtsgut geschützt werden soll.

    Beispielsweise können geringfügige Vergehen nicht geahndet werden, wenn man bspw. als Erpresster sein Vergehen aktenkundig macht (zwangsläufig), wenn man die Nötigung/Erpressungstat anzeigt (§ 154c StPO).
    Oder eben der rechtfertigende Notstand, der Notwehr bzw. Nothilfe gestattet, so lange die Verhältnismäßigkeit der Mittel nicht überschritten wird.

    Ansonsten lassen sich Straftaten nicht miteinander oder gegeneinander aufrechnen - und das ist auch ganz gut so.
    Im konkreten Fall müsste ein Richter dann eben entscheiden, ob eine Verurteilung tatsächlich im Sinne des Volkes wäre oder nicht, schließlich urteilt er ja im Namen des Volkes.
    Die Aufnahme der Ermittlungsarbeiten ist aber vollkommen legitim, weil eben mutmaßlich eine Straftat begangen worden ist.
    Wie man das ganz vielleicht hätte regeln können, ohne sich dabei strafbar zu machen, ist ja bereits erklärt worden.

    Das Mindeststrafmaß können die ja nicht aushebeln.
    Und? Das Mindeststrafmaß kann hier auch keiner von "die" aushebeln. Also schnell den mahnenden Zeigefinger wieder eingepackt.

  14. #14
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    Standard Re: Netzpolitik.org steht unter Verdacht des Landesverrats

    Immerhin sollte ein Generalbundesanwalt Manns genug sein, einen Landesverrat auch ohne Gutachten zu erkennen, wenn er ihn sieht.

  15. #15
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    Standard Re: Netzpolitik.org steht unter Verdacht des Landesverrats

    Politiker sind Vasallen

    Verfassungsschutz: "Alles was wir machen ist Dienen, wir dienen unseren Herren, den Politikern! Im Gegensatz zur Polizei, sind wir ein politisches Instrument! Wir dienen nicht dem Volk, wir dienen den Politikern, die gerade an den Rudern der Macht sind und sehr gern dienen wir Politikern, die uns Dienern mit Macht und Mittel ausstatten!"

    Schauen wir doch mal auf die Realitäten, wir sehen, das es weniger schlimm ist einen Politiker zu verwanzen, als eine Budgetplanung des Verfassungsschutzes zu veröffentlichen!
    Warum eigentlich?
    Naja, die vereinigten Staaten sind ein Absatzmarkt, auch für unsere Produkte, das bedeutet, er (Absatzmarkt) sichert viele unserer Arbeitsplätze, egal ob direkt oder indirekt!
    Um ein Brötchen zu kaufen, benötigt man Geld!
    Tja, unsere Politiker ... wenn die US-Politiker anweisen "Springt!" und sie nicht Fragen "Wie hoch?", dann verschlechtern sie den Zugang zum US-Markt und dann bekommen sie Feuer von den Heuschrecken und Aktionären!
    Wer bedroht denn unsere Politiker wirklich?
    Die NSA oder der investigative Journalist?
    Genau, der Journalist, denn würde einer von diesen Gedanken-Terroristen, dem Bürger wirklich verklickern können, wie der Hase läuft bzw. geführt wird ... jouh, sieht das bei den nächsten Wahlen mal janz anders aus, 'ne woar!
    Zum Glück für unsere polit-Vasallen, geht es uns sozialtechnisch noch so gut, das wir ihre Allüren dulden, oder?

  16. #16
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    Standard Re: Netzpolitik.org steht unter Verdacht des Landesverrats

    Recht hast du Sempralon!

    Nur so lässt sich dieser ganze Zirkus erklären.
    Gedeckt wird die ganze Scheiße auch noch durch Dual-Use und schon brodelt es stimmungsmäßig woanders aber nicht da wo der Bürger genauer hinschauen sollte.

    Man beachte nur diesen elendigen Schauprozess um die alte Nazitante in München. Das ist ein weiterer Schlag ins Gesicht für die Hinterbliebenen.

  17. #17
    Gesperrt Avatar von Ungenau
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    Standard Re: Netzpolitik.org steht unter Verdacht des Landesverrats

    Eigentlich brauchen wir keine Dienste. Die NSA hat uns das gezeigt. Also weg damit.

  18. #18
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    Standard Re: Netzpolitik.org steht unter Verdacht des Landesverrats

    Zitat Zitat von Crizztl Beitrag anzeigen
    Es wäre völlig anders und dann auch von der Pressefreiheit geschützt, wenn man einen Artikel über diese Dokumente und deren Inhalt verfasst hätte anstatt die Dokumente selbst zu veröffentlichen.
    Ja vielleicht, aber es gibt ja auch Leute, die auch das für übertrieben halten. Diese Leute würden sagen, das der Informant von Netzpolitik.org sich trotzdem des Landesverrats schuldig gemacht hat und sie würden sagen, dass so brisante Informationen in den Händen der Presse ein Pulverfass sind. Diese Leute würden genau das sagen, was sie schon über Snowden gesagt haben, nämlich, dass er sich nicht an die Presse hätte wenden sollen, sondern den internen Beschwerdeweg innerhalb der NSA nehmen müssen. Klingt doch auch ganz vernunftig, oder nicht?

  19. #19
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    Standard Re: Netzpolitik.org steht unter Verdacht des Landesverrats

    Zitat Zitat von Crizztl Beitrag anzeigen
    Aber es war ja klar, dass sofort davon gesprochen wird, die Pressefreiheit wird eingeschränkt. Es ist nur eine Anzeige wegen Verdachts auf Landesverrat. Keine Anklage.
    Es ist eben nicht einfach nur eine Anzeige: http://www.heise.de/tp/news/A-Most-W...t-2766909.html

  20. #20
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    Standard Re: Netzpolitik.org steht unter Verdacht des Landesverrats

    Klar, Gesogener, in München läuft eine Art "Schauprozess"!
    Das [ironie]"schöne"[/ironie] an diesem Prozess ist, das die Richter, Staatsanwälte und Verteidiger tief in die Abgründe inniger Dreisamkeit blicken lassen!
    Die Welt behauptet in diesem Artikel http://www.welt.de/kultur/article115...und-Stahl.html , das sich die Angeklagte selbst die Pflichtverteidiger ausgesucht hätte!
    Naja, such dir mal deine Pflichtverteidiger selbst aus, da beißt du auf Granit, du wirst sie nicht los, wenn das Gericht/Staatsanwaltschaft das nicht möchte, selbst wenn du nachweisen kannst, das dich dein Pflichtverteidiger nicht richtig verteidigt und der Staatsanwaltschaft in die Hände zu spielen scheint! http://m.swp.de/ulm/nachrichten/poli...157828,3343114
    Wer hat sich also diese Pflichtverteidiger ausgedacht bzw. ausgesucht?
    Ein abgekartetes Spiel, um jemanden mit eher dürftigen Anschuldigungen für immer in den Knast zu befördern? (Nicht falsch verstehen, die Dame hat einiges auf'm Kerbholz, aber indirekter Mord gehört wohl eher nicht dazu ...)
    Öhm ... "Ihre Ketten wurden mit Stahl geschmiedet, mit einem Heer an Beweisen wurde sie überführt und mit dem Sturm der Entrüstung empfing sie ihr Urteil!"
    Zu philosophisch? Mag sein, aber ich erdreiste mich zu schreiben, das ich mindestens so durchgeknallt und zynisch Denken kann, wie es derjenige getan haben musste, der die drei Pflichtverteidiger ausgesucht hatte!
    Evtl. hielt er es für einen passenden politisch motivierten Gag?
    Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich hier um einen Schauprozess, der die politisch motivierten Hintergründe (Absurdes Beispiel:"Der NSU wurde mittels VDS/Massenüberwachung gefunden und überführt ..." blabla) seitens des VS verschleiern soll ... wie z.B. die Antwort auf die Frage, wieso der VS diese Leute hat an der langen Leine laufen lassen?
    Zschäpe weiß/dämmerte es evtl., wie der Hase gelaufen ist, konnte es aber bei Prozessbeginn nicht nachweisen, aber im Laufe der Verhandlungen ist es ihr in den Sinn gekommen, wie es doch mit den im Prozess aufgeführten Fakten doch gelingen könnte, ihren Kopf aus der Schlinge ziehen zu können, nur ihre Verteidiger machten da nicht mit, weil sie evtl. jemanden auf die Füße getreten hätten, der ihre Karrieren empfindlich hätte stören können?
    Wer weiß? Alles nur Spekulationen, aber sie passen irgendwie zu den Fakten ...

    edit: Kleiner Irrtum von mir, Zschäpe ist doch selbst an die Verteidiger gekommen ... http://blog.zeit.de/nsu-prozess-blog...apes-anwalten/ ... Mea Culpa!
    Allerdings bleibe ich dabei, das die Namenskombination doch sehr sehr Strange ist!
    Ferner kann man hier auch nicht ausschließen, das der erste Pflichtverteidiger beeinflusst und ebenfalls seine Empfehlung manipuliert wurde ... auch eine Spekulation, klar!
    Allerdings ... warum entließ dann das Gericht die Verteidiger nicht, als Absehbar wurde, das sich Zschäpe nicht mehr richtig vertreten fühlte und auch die Verteidiger das Mandat nicht mehr wollten?
    Eine solche Konstellation würde zu einer 100%igen Verurteilung im Sinne der Staatsanwaltschaft führen, möchte man meinen!

    @Ungenau ... klingt jetzt schizo ( https://de.wikipedia.org/wiki/Schizophrenie ), aber "wir" brauchen an sich solche Dienste, nur eben muss festgelegt werden, das Kooperation ( https://de.wikipedia.org/wiki/Kooperation ) mit anderen Diensten zum eigenen (also unser) Vorteil geschehen darf, aber Kollaboration ( https://de.wikipedia.org/wiki/Kollaboration ) mit anderen Diensten zum Eigennutz des Dienstes bzw. zu "unserem" Nachteil (siehe ungeprüfte Selektoren -> Wirtschaftsspionage) aber per drakonischer Strafe untersagt werden muss!
    Da es einen nur schmalen Grad gibt, der positive Kooperation und negative Kollaboration trennt, sind hier Kontrollmechanismen einzusetzen, die diese Gradwanderung bei den Diensten überwachen, gemäß einer Form einer "Kosten/Nutzen" Rechnung und wenn die Kosten auf unserer Seite überwiegen, also rechtlich (z.B. Gesetzesbruch/Straftatbestand, ausspionieren von Privatpersonen) oder wirtschaftlich (z.B.: Wirtschaftsspionage), so sind die Konsequenzen zu ziehen, um weiteren Schaden in der Zukunft abzuwenden!
    Soviel zur Theorie, in der Praxis ... naja, wage ich nichteinmal darüber nachzudenken, wer solche Entscheidungen treffen könnte!
    Ein Team aus "Superpolitikern" oder echten Fachleuten, das den Legislaturen nicht unterliegt?
    Denn eines gilt es hier immer zu bedenken, jede Partei hat ihre Ziele und sie Nutzen die Mittel und Wege, die ihnen zur Verfügung gestellt werden, rigoros, skrupellos und absolut gnadenlos aus!
    Folglich müssen auch die entsprechenden parteilichen Begehrlichkeiten geprüft werden ... usw. usf.!
    Geändert von Sempralon (02. 08. 2015 um 09:57 Uhr)

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