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  1. #1
    gulli:News Redaktion Avatar von gullinews
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    Standard Smart Homes: Intelligente Systeme sind die Zukunft

    Die ersten Sonnenstrahlen kündigen einen neuen Tag an. Automatisch öffnet sich der Rollladen. Über Nacht hat der Kühlschrank Leerstand festgestellt und fehlende Lebensmittel nachbestellt. Die Kaffeemaschine weiß Bescheid, dass es Zeit für die erste Tasse des Tages ist und bereitet alles vor, während die Küchenbeleuchtung Tageslicht-Helligkeit simuliert, um die müden Geister munter zu machen.

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  2. #2
    Mitglied Avatar von doc-mabuse
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    Standard Re: Smart Homes: Intelligente Systeme sind die Zukunft

    Marketing, weil überwiegend sinnfrei.

    Rolläden gehen in einem "Smart Home" automatisch auf? Tun sie sowieso - nennt sich Zeitschaltuhr.

    Kühlschrank bestellt automatisch? Woher soll der denn wissen, worauf ich Appetit habe? Vor allem im Urlaub könnte das Kontraproduktiv und teuer werden...

    Heizungssteuerung? Wird heutzutage eh über Temperaturprogramme und Außentemperatur gesteuert - kein Grund für zusätzliche Elektronik.

    Kaffeemaschine legt automatisch los? Nur begrenzt sinnvoll, weil ich am Abend davor auf jeden Fall Wasser und Kaffeepulver kontrollieren und ggf. nachfüllen muss - dann kann ich auch da eine Zeitschaltuhr einsetzen.

    u.s.w., u.s.w.

    bei Smart Home sind sicherlich ein paar interessante Ideen dabei, aber es ist viel zu teuer und in meinen Augen auch aus Sicherheitssicht abzulehnen, solange alles über die Server der Hersteller läuft.
    Für diesen Beitrag bedankt sich machineH3aD

  3. #3
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    Standard Re: Smart Homes: Intelligente Systeme sind die Zukunft

    Da Stimme ich zu. Noch hält sich der Nutzen in Grenzen. Was ich bereits habe ist eine LED Beleuchtung, deren Farbtemperatur sich der Tageszeit anpasst (Biorhythmus und so). Ansonsten habe ich als Trekkie noch noch "Computer, Licht aus". Was noch fehlt ist den Kaffevollautomaten nachzurüsten.

    Das Zeug ist noch etwas teuer, aber das wird sich ändern, wenn ein Anbieter diese Preis-Lücke erkennt. Aber es gibt Möglichkeiten viel Geld zu Sparen wenn man das Zeug selber macht (und natürlich Zeit und etwas können hat):

    - home-assistant.io, FHEM usw. als Basis ohne Cloud

    - Wifi-Steckdose Sonoff S20 für 11€ (statt dem 'Baumarktpreis' von 50€ für Homematic/Bosch/Philips). Im S20 ist ein ESP8266 drin der sich dank Arduino-IDE-support völlig frei Programmieren lässt. Fertige non-cloud open-source Firmwares für die S20 existieren schon. Vom gleichen Hersteller gibt es noch anderes Zeug

    - Ansonsten: 5V Netzteil + ESP8266 + 2x 5V Relais + etwas Coden -> Steuerung von sonstwas

  4. #4
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    Standard Re: Smart Homes: Intelligente Systeme sind die Zukunft

    Zitat Zitat von doc-mabuse Beitrag anzeigen
    Rolläden gehen in einem "Smart Home" automatisch auf? Tun sie sowieso - nennt sich Zeitschaltuhr.
    Aber nicht, wenn es hell wird. Die Uhrzeit ändert sich ja je nach Jahreszeit.
    Blöd nur, wenn der Lichtsensor, der die Rollläden (3 L, Rechtschreibreform ) steuert, bei schlechtem Wetter (Regen, bedeckter Himmel) wegen Dunkelheit die Rollläden unten lässt.

    Kaffeemaschine legt automatisch los? Nur begrenzt sinnvoll, weil ich am Abend davor auf jeden Fall Wasser und Kaffeepulver kontrollieren und ggf. nachfüllen muss - dann kann ich auch da eine Zeitschaltuhr einsetzen.
    Ist ohnehin nicht zu empfehlen. Theoretisch ginge es auch um die Verkeimung des Wassers. Wenn das die ganze Nacht über steht, vermehren sich die vorhandenen Keime. Unter anderem deshalb soll man ja auch kein Stagnationswasser (was länger als ca. 4 Std. in der Leitung steht) benutzen.
    Kunststoffe können ebenfalls ins Wasser ausschwemmen, deshalb soll man abgestandenes Wasser aus dem Wasserkocher nicht benutzen.

    Da das Wasser beim Aufbrühen erhitzt wird, könnte man zumindest das Thema Verkeimung vielleicht noch vernachlässigen. Dann bleibt aber immer noch der Kaffee, der sein Aroma mit ziemlicher Sicherheit einbüßen wird, wenn man das Kaffeepulver die ganze Nacht über offen im Kaffeefilter lässt.
    Hier müssten dann schon Kapselsysteme zum Einsatz kommen.

    Insofern sind selbst diese relativ einfachen "Innovationen" nicht wirklich praxisgerecht.

  5. #5
    Mitglied Avatar von doc-mabuse
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    Standard Re: Smart Homes: Intelligente Systeme sind die Zukunft

    Zitat Zitat von lukie80 Beitrag anzeigen
    Da Stimme ich zu. Noch hält sich der Nutzen in Grenzen. Was ich bereits habe ist eine LED Beleuchtung, deren Farbtemperatur sich der Tageszeit anpasst (Biorhythmus und so).
    Mal ganz davon abgesehen, das mir da der Sinn für abgeht... Was ist daran Smart? bzw. wieso muss das übers Internet laufen?

    Ansonsten habe ich als Trekkie noch noch "Computer, Licht aus".
    Ist bei mir geplant (wenn ich irgendwann mal mit dem Hausumbau fertig bin...), aber das wird vollständig lokal laufen, nicht übers Internet. Lösungsmöglichkeiten, sowas mit einem Raspberry umzusetzen, gibt's schon zuhauf.

    Und der soll dann auch richtig was können: "Alfred: Licht Stufe zwei, Fernseher an, Programm ZDF, Lautstärke höher, Poolbeleuchtung aus, Gartenbeleuchtung ein, Rolladen Westseite runter".
    Ich würde Alfred ja auch gerne Kaffeekochen beibringen... aber wie markantelli schon sagte: Nicht wirklich praxis gerecht...


    ...Aber es gibt Möglichkeiten viel Geld zu Sparen wenn man das Zeug selber macht (und natürlich Zeit und etwas können hat):
    - Wifi-Steckdose Sonoff S20 für 11€ (statt dem 'Baumarktpreis' von 50€ für Homematic/Bosch/Philips). Im S20 ist ein ESP8266 drin der sich dank Arduino-IDE-support völlig frei Programmieren lässt.
    Da hab ich es noch viel einfacher. Da ich mein Haus eh von Grund auf saniere, bekommt jeder Lichtschalter, jede Steckdose, jede Lampe und jeder Rolladen eine eigene Leitung in einen zentralen Schaltschrank unten im Keller. Dort kann ich dann verkablen, welcher Schalter (bzw. Tako) was schaltet - und da kann man natürlich auch einiges von einen Rechner oder von einer Infrarot-Schaltung oder Zeitschaltuhren oder Dämmerungssensoren oder oder oder steuern lassen.


    Zitat Zitat von markantelli Beitrag anzeigen
    Aber nicht, wenn es hell wird. Die Uhrzeit ändert sich ja je nach Jahreszeit.
    Ist die Frage, wie intelligent die Zeitschaltuhr ist.
    Oder mach es über einen (kleinen) Rechner, es gibt Textdateien, in denen Sonnenauf- und Untergang für jeden Tag (und jeden Breitengrad) stehen. So genau musses ja auch gar nicht sein.

    Ich persönlich seh darin auch gar keinen Sinn. Wenn im Hochsommer Sonntags der Rolladen (2 L, ist mir doch egal ;D ) um sechs in der früh aufgehen würde, ich würd einen Anfall kriegen...

    Blöd nur, wenn der Lichtsensor, der die Rollläden (3 L, Rechtschreibreform ) steuert, bei schlechtem Wetter (Regen, bedeckter Himmel) wegen Dunkelheit die Rollläden unten lässt.
    Na, ich hab so einen Sensor für die Außenbeleuchtung. Selbst einfache sind schon sehr zuverlässig.

    Was den Kaffee angeht, hast du natürlich recht. Es gibt allerdings auch Maschinen mit Anschluß an die Wasserleitung... allerdings würde ich denen nicht trauen, früher oder später gibt's ne Überschwemmung.

    Aus dem gleichen Grund hab ich auch davon Abstand genommen, die Badewanne ferngesteuert vollaufen zu lassen. So was ist immer solange nur toll, bis zum ersten Mal Shice passiert...

    Insofern sind selbst diese relativ einfachen "Innovationen" nicht wirklich praxisgerecht.
    Aber sie sind gut für's Marketing

    SmartHome ist das gleiche wie 3D-Fernseher. Viel Marketing, nach einigen Jahren die Ernüchterung, dann redet kein Mensch mehr davon.
    Geändert von doc-mabuse (16. 10. 2017 um 17:01 Uhr)

  6. #6
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    Standard Re: Smart Homes: Intelligente Systeme sind die Zukunft

    Ihr Kleingeistigen

  7. #7
    Mitglied Avatar von doc-mabuse
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    Standard Re: Smart Homes: Intelligente Systeme sind die Zukunft

    Zitat Zitat von Colaborate Beitrag anzeigen
    Ihr Kleingeistigen
    Eingetragenes Mitglied - und stolz darauf!

  8. #8
    Stiller Mitleser
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    Standard Re: Smart Homes: Intelligente Systeme sind die Zukunft

    Den Rest meines Beitrags will er einfach nicht speichern...

    Edit.. ok Sonderzeichen entdeckt und entfernt.

    Ihr Kleingeistigen
    Das heißt SMART und nicht dumm wie Brot.
    Meinen Rasensprenger kann ich entweder wie bisher dumm lassen und eine Zeitschaltur dranklemmen. Dann geht der von mir aus jeden Dienstag und Freitag an. Bessere Systeme haben noch einen Regensensor damit er nicht angeht wenn es sowieso gerade regnet.
    Oder ich mache es SMART. Dann prüft das Ding jeden Dienstag und Freitag, ob denn Regen angesagt ist und geht nur los wenn das eben nicht das Fall ist.
    Von Feuchtemessungen fürs Blumenbeet ganz zu schweigen.
    Spart Wasser.

    Die Kaffemaschine kann selbst den Wasserzulauf regeln und hält Pulver oder zu mahlende Bohnen luftdicht vor (das gibts ja schon lange).
    Und der SMARTe Rollladen prüft einfach die erwartete Uhrzeit des Sonnenuntergangs bzw. Sonnenaufgangs.

    Es liegt nicht an fehlenden Mlglichkeiten sondern an fehlender Fantasie.

  9. #9
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    Standard Re: Smart Homes: Intelligente Systeme sind die Zukunft

    Zitat Zitat von Colaborate Beitrag anzeigen

    Es liegt nicht an fehlenden Mlglichkeiten sondern an fehlender Fantasie.
    Oder schlicht am fehlenden Geld.

    Aber Spaß bei seite, Strom sparen durch intelligentere Steuerung ist sicher eine gute Idee. Oder dann doch Smart steuern weil zu faul es per Hand zu machen ? Oder alternativ statt smarter Steuerung lieber ein paar Solarzellen aufs Dach ?

    Da gibt es so einige Möglichkeiten. Es ist ja auch eine Frage was die technisierung des Hauses kostet und ob dabei das Preis / Leistungeverhältnis in Ordnung ist, oder ob man vielleicht noch auf bessere Preise wartet.

  10. #10
    Mitglied Avatar von doc-mabuse
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    Standard Re: Smart Homes: Intelligente Systeme sind die Zukunft

    Zitat Zitat von Colaborate Beitrag anzeigen
    Das heißt SMART und nicht dumm wie Brot.
    Grundsätzlich würde ich dir ja zustimmen - aber bisher hab ich noch kein wirklich smartes System gesehen, das auch Sinn macht!

    Meinen Rasensprenger kann ich entweder wie bisher dumm lassen und eine Zeitschaltur dranklemmen. Dann geht der von mir aus jeden Dienstag und Freitag an. Bessere Systeme haben noch einen Regensensor damit er nicht angeht wenn es sowieso gerade regnet.
    Oder ich mache es SMART. Dann prüft das Ding jeden Dienstag und Freitag, ob denn Regen angesagt ist und geht nur los wenn das eben nicht das Fall ist.
    Von Feuchtemessungen fürs Blumenbeet ganz zu schweigen.
    Eben - wenn man einen Feuchtemesser anschließt, wird nur gesprengt, wennn es nötig ist! Wozu also Smart? Und was bedeutet "Wenn Regen angesagt ist"? Das der Rasensprenger sich die Wettervorhersage aus dem Internet holt?

    Ich hab mir im Mai ein eBike gegönnt - und seither jeden Tag den Wetterbericht angesehen, ob ich am nächsten Tag mit dem Bike oder dem Auto in die Arbeit fahre. In diesem Sommer lag die Trefferquote des Wetterberichts unter 25%. Selbst bei "Jetzt gerade" lagen der Wetterbericht häufig falsch. Da stand "es regnet", ich schau aus dem Fenster - strahlender Sonnenschein. Bevor man sich einen "smarten" Rasensprenger zulegt, brauchen wir erst mal einen smarten Wetterdienst...

    Spart Wasser.
    Aber nur bei den - sorry - Deppen, die dafür Trinkwasser benutzen. Ein kleiner Brunnen mit einer Tauchpumpe spart noch mehr Wasser...

    Die Kaffemaschine kann selbst den Wasserzulauf regeln
    siehe meinen Beitrag weiter oben. Das macht nur Spass, bis es ein einmal schiefgeht und die Bude unter Wasser gesetzt wird. Ich würde Computern einiges anvertrauen - aber niemals die Kontrolle über eine Wasserleitung.

    Und der SMARTe Rollladen prüft einfach die erwartete Uhrzeit des Sonnenuntergangs bzw. Sonnenaufgangs.
    Wie schon gesagt - will man das überhaupt?
    Sonntags morgens um sechs? Dann schon eher eine Kopplung Rolladen mit dem Wecker - aber auf die Idee ist anscheindend noch kein Ingenieur gekommen.

    Außerdem: Wenn der "smarte" Rolladen bei Sonnenaufgang aufmacht, dann dürfte er doch auch bei Sonnenuntergang zumachen, oder? Blöd, wenn man gerade dann hinten im Blumenbeet buddelt... ist nem Kumpel von mir passiert (Zeitschaltuhr), der wurde von der Technik ausgesperrt... ich hab mir fast in die Hose gemacht vor Lachen.

    Es liegt nicht an fehlenden Mlglichkeiten sondern an fehlender Fantasie.
    Nein - es fehlt an sinnvollen Möglichkeiten.
    Wozu soll das alles denn gut sein? Es soll mir Arbeit ersparen!

    Nehmen wir mal deine smarte Kaffeemaschine: Ich steh morgends auf, geh in die Küche, schalte die Kaffeemaschine ein, geh mich waschen und Zähne putzen, und dann ist der Kaffee auch schon fertig. Eine smarte Lösung würde mir also was ersparen? 15 m, einen prüfenden Blick auf den Wasserbehälter und einen Knopfdruck? 30 Sekunden?
    Halte ich für einigermaßen witzlos (wenn man die Kosten und Fehlermöglichkeiten berücksichtigt).

    Oder deinen smarten Rasensprenger. Für so ein Ding muss die Wasserleitung samt Sprenger fest (unterirdisch) verlegt sein. Dann kann ich das Teil doch auch über einen Taster und ein Treppenlichtrelais (10 Minuten) steuern. "Smart" spart mir dann den prüfenden Blick aus dem Fenster und einen Tastendruck. Das wird mein Leben natürlich bereichern...

    Nicht alles, was technologisch machbar ist, ist auch wirklich sinnvoll!

    Einen "smarten" Garagentor-Öffner kann man über's Handy steuern - mir ist völlig unklar, wo da der Gewinn gegenüber einer stinknormalen Fernbedienung liegen soll. Die Möglichkeit, mein Garagentor auch während einer Besprechung in einer anderen Stadt öffnen zu können, ist doch bescheuert.


    Mein Problem ist einfach, das die Marketing-Heinis unter "Smart" was anderes verstehen ich du und ich: Für die ist Smart alles, was man über's Internet steuern kann. Abgesehen davon, das ich das in der überwiegenden Mehrzahl der Produkte für sinnfrei halte, habe ich da auch massive Sicherheitsbedenken. Stell dir mal vor, der Zugang zu deiner "smarten" Kaffeemaschine würde gehackt, und irgend ein Spassvogel gibt dem Ding während du auf Arbeit bist, alle drei Minuten den Befehl "koch eine Tasse".

    Smart ist mein Staubsaugerroboter.
    Mein Kumpels lachen sich zwar über den kaputt, aber ich liebe ihn. Denn obwohl er dumm ist wie Brot, spart er mir immerhin 20 Minuten Arbeit pro Woche.
    Analoges gilt für Rasenmäherroboter.

    Smart ist es, sich einen kleinen Taster in die Schlossfalle seiner Haustüre einzubauen, der einen dicken Schütz in der Stromversorgung ansteuert. Wenn ich abschließe, wird das komplette Haus (außer ein paar Sonderleitungen für Kühlschrank, Anrufbeantworter, Server, Wecker, Hebepumpen etc.) vom Stromnetz getrennt. Das spart nicht nur Strom, sondern veringert auch das Risko von Zimmerbränden durch durchbrennende Elektrik.

    Aber für sowas braucht man weder großartig Elektronik noch einen Internetzugang.

    Und der ganze "Smart"-Krempel ist derzeit einfach nur eines: Kacke-Teuer.

  11. #11
    Stiller Mitleser
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    Standard Re: Smart Homes: Intelligente Systeme sind die Zukunft

    Und was bedeutet "Wenn Regen angesagt ist"? Das der Rasensprenger sich die Wettervorhersage aus dem Internet holt?
    Ganz genau. Also nicht unbedingt der Rasensprenger selbst, aber der Heimautomationsserver. Und der stellt es dem Rasensprenger zur Verfügung.
    Da stand "es regnet", ich schau aus dem Fenster - strahlender Sonnenschein. Bevor man sich einen "smarten" Rasensprenger zulegt, brauchen wir erst mal einen smarten Wetterdienst...
    Ob es am selben Tag regnet oder nicht sagt dir openweathermap mit einer an 100% grenzender Genauigkeit vorraus. Ob es nun 10 Uhr oder 18 Uhr regnet ist dem Rasen egal.

    Aber nur bei den - sorry - Deppen, die dafür Trinkwasser benutzen. Ein kleiner Brunnen mit einer Tauchpumpe spart noch mehr Wasser...
    Wenn man einen Brunnen auf dem Grund graben kann/darf...
    Ansonsten sagt ja niemand, dass man das nicht auch TROTZ Smarthome verwenden kann. (Gleiches gilt übrigens für die SOlarzellen von denen ArathornE geschrieben hat).

    Das macht nur Spass, bis es ein einmal schiefgeht und die Bude unter Wasser gesetzt wird. Ich würde Computern einiges anvertrauen - aber niemals die Kontrolle über eine Wasserleitung.
    Das macht ja auch nur jeder Kaffevollautomat so...
    Und in deine Waschmaschine und deine Spülmaschine füllst du also manuell einen Wasserbehälter vor jeder Benutzung? Oder sitzt da drin ein kleines Männlein und kein Computer?

    Sonntags morgens um sechs? Dann schon eher eine Kopplung Rolladen mit dem Wecker - aber auf die Idee ist anscheindend noch kein Ingenieur gekommen.
    Um die Regeln für das Hoch- und Runterfahren deines Rollladens festzulegen braucht man kein Ingenieursstudium. Du kannst sie koppeln mit was du willst und dir Regeln ausdenken wie du willst.

    Blöd, wenn man gerade dann hinten im Blumenbeet buddelt.
    Wie gesagt. Kleingeistig. Anwesenheitserkennung heißt das Zauberwort.

    Nehmen wir mal deine smarte Kaffeemaschine: Ich steh morgends auf, geh in die Küche, schalte die Kaffeemaschine ein, geh mich waschen und Zähne putzen, und dann ist der Kaffee auch schon fertig. Eine smarte Lösung würde mir also was ersparen? 15 m, einen prüfenden Blick auf den Wasserbehälter und einen Knopfdruck? 30 Sekunden?
    Zum einen hast du dann genau das gemacht was weiter oben der Automatisierung per Zeitschaltuhr als "schlecht" angekreidet wurde. Du hast den Kaffee und das Wasser am Tag vorher in die Maschine gekippt.
    Siehe http://board.gulli.com/thread/178912...2#post15030902
    Zum anderen bestreitet niemand, dass es sich bei einer Automatisierung um den reinen Luxus handelt, an bestimmte Dinge nicht mehr denken bzw bestimmte Arbeiten nicht mehr ausführen zu müssen.
    Die smarte Kaffemaschine fängt mit dem Kochen an wenn du aufstehst. Nicht zu einer bestimmten Zeit.
    Nehmen wir die Alternative für wirklich Reiche. Du hast Bedienstete die dir deinen Kaffee kochen, staubsaugen, den Rasen mähen und bewässern...

    Für so ein Ding muss die Wasserleitung samt Sprenger fest (unterirdisch) verlegt sein.
    Erstmal.. nein. Das geht auch mit einem mobilen System. Es muss halt angeschlossen sein.
    Dann.. Das sind die selben Vorraussetzungen wie beim Zeitschaltuhrenbetrieb.
    Und zuletzt... Wer hat das NICHT im Garten installiert sondern stellt sich 2mal die Woche hin, schließt seinen Wasserschlauch an den Rasensprenger und stellt den in den Garten..? Möglicherweise mehrfach, weil der mobile Rasensprenger nicht alles auf einmal erreicht.

    Dann kann ich das Teil doch auch über einen Taster und ein Treppenlichtrelais (10 Minuten) steuern. "Smart" spart mir dann den prüfenden Blick aus dem Fenster und einen Tastendruck. Das wird mein Leben natürlich bereichern...
    1. Luxus nicht mehr daran denken zu müssen..Siehe oben.
    2. Dazu musst du natürlich da sein. Smart geht das problemlos unter der Woche wenn keiner da ist.
    3. Eine Zeitschaltuhr erspart dir auch nur genau das.

    Einen "smarten" Garagentor-Öffner kann man über's Handy steuern - mir ist völlig unklar, wo da der Gewinn gegenüber einer stinknormalen Fernbedienung liegen soll. Die Möglichkeit, mein Garagentor auch während einer Besprechung in einer anderen Stadt öffnen zu können, ist doch bescheuert
    Das ist auch nicht wirklich smart.. auch wenn es so angepriesen wird. Smart wäre es, wenn das Garantor öffnet wenn du die Auffahrt hoch kommst / in die Strasse einbiegst o.ä. Die Vernetzung ist ja kein Selbstzweck sondern dient der Automatisierung bzw. der Kontrolle. Ob ich Knopf a oder b drücke ist nicht smart und bietet auch nicht mehr (sinnvolle) Kontrolle.

    Für die ist Smart alles, was man über's Internet steuern kann.
    Man muss ja nicht alles glauben, was die Marketing Heinis einem erzählen. Für die tatsächlichen Anwendungsmöglichkeiten brauche ich keinen von der Marketinabteilung.
    Und Smart hat mit dem Internetzugang nur soweit zu tun, dass du damit dauerhafte Kontrolle über dein System hast. Egal wo du bist. Und Informationen beschafft werden können, die dir sonst nicht vorliegen (z.B. Wettervorhersage).
    Dass die Hersteller von Smart Home Systemen dir gerne, außer den hohen Kosten für ihre Geräte, noch Geld für einen Zugang über ihre ach so tolle Plattform abknöpfen wollen, ist auch klar.
    Hat nur mit der Technik und den Anwendungsmöglichkeiten nichts zu tun, sondern eben mit Marketing.

    Denn obwohl er dumm ist wie Brot, spart er mir immerhin 20 Minuten Arbeit pro Woche.
    Analoges gilt für Rasenmäherroboter.
    Auf jeden Fall sind sie Teil der Heimautomatisierung.
    Man kann sie auch vernetzen. z.B. mit der Anwesenheitserkennung. Dann würde der Sauger nicht loslegen wenn noch jemand im Haus ist (falls du mal länger schlafen willst) und der Mähroboter nicht, wenn gerade jemand im Garten spielt.

    Smart ist es, sich einen kleinen Taster in die Schlossfalle seiner Haustüre einzubauen, der einen dicken Schütz in der Stromversorgung ansteuert. Wenn ich abschließe, wird das komplette Haus (außer ein paar Sonderleitungen für Kühlschrank, Anrufbeantworter, Server, Wecker, Hebepumpen etc.) vom Stromnetz getrennt. Das spart nicht nur Strom, sondern veringert auch das Risko von Zimmerbränden durch durchbrennende Elektrik.
    Dann schließt du Nachts die Haustüre nicht zu?
    Smart wäre eine Anwesenheitserkennung. Der Letzte verlässt das Haus, 10min später geht der Strom aus.

    Und der ganze "Smart"-Krempel ist derzeit einfach nur eines: Kacke-Teuer.
    Ein Raspberry Pi kostet mit Netzteil und kleinem Gehäuse vielleicht 50€. Ein openhab drauf und schon steht der Heimautomatisierungsserver. Und das ohne an einen bestimmten Hersteller für die Geräte gebunden zu sein.
    Geschaltet wird z.B. per ESP8266 für 5€. Dank riesiger Community muss man dafür auch keine große Ahnung von irgendwas haben. Allerdings natürlich Zeit sich damit zu beschäftigen.
    Wer bei Telekom & Co 40€ für einen "Smarten Schalter" bezahlt ist halt selbst schuld.

    Zum Thema Sicherheit.
    Das große Problem ist nicht, dass sich irgendein Kiddy in dein System hackt und die Kaffemaschine überstrapaziert oder sonst irgendeinen Schabernack treibt (Licht an/aus, Rasensprenger an..), sondern der Missbrauch der Geräte für eigene Zwecke. Die extremen DDoS Angriffe der letzten Zeit z.B. wurden mit Hilfe vieler gehackter IoT Geräte geführt.
    Da auch die Übernahme dieser System keine Handarbeit ist (allein schon wegen der Menge) geht es dabei vor allem um die schlecht abgesicherten All-in-one Lösungen diverser Hersteller. Und die haben inzwischen erkannt, dass da ein Problem besteht und fangen an nachzubessern.
    Heimautomatsierung für alle ist eben noch eine relativ neue Idee.
    Geändert von Colaborate (18. 10. 2017 um 10:05 Uhr)

  12. #12
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    Standard Re: Smart Homes: Intelligente Systeme sind die Zukunft

    Zitat Zitat von ArathornE Beitrag anzeigen
    Aber Spaß bei seite, Strom sparen durch intelligentere Steuerung ist sicher eine gute Idee.
    Aber nur dann, wenn man bspw. Nachttarife nutzen kann.
    Und natürlich darf man dabei nicht vergessen, dass die Steuerung ebenfalls Strom kostet.
    E-Autos sind schließlich auch extrem umweltfreundlich, weil der Strom ja so sauber aus der Steckdose kommt.

    Außerdem frage ich mich, wie man Strom sparen will, wenn man bspw. alle Rollläden per E-Motor aufziehen und schließen lässt. Strom spart man, wenn man Muskelkraft einsetzt, wie früher allgemein üblich war.

    Oder alternativ statt smarter Steuerung lieber ein paar Solarzellen aufs Dach ?
    Wie wäre es mit beidem?

  13. #13
    Mitglied Avatar von doc-mabuse
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    Standard Re: Smart Homes: Intelligente Systeme sind die Zukunft

    Zitat Zitat von Colaborate Beitrag anzeigen
    ...openweathermap mit einer an 100% grenzender Genauigkeit vorraus...
    Echt jetzt?
    Da frag ich mich doch, wieso wetter.de oder daswetter.com nicht auch diesen Dienst nutzen - denn auf diesen beiden Seiten steht zu 60-80% völliger Blödsinn.

    Das macht ja auch nur jeder Kaffevollautomat so...
    Bitte, was?
    Ich kenne niemanden, der einen Kaffeeautomaten mit einer festen Wasserleitung hat!

    Und in deine Waschmaschine und deine Spülmaschine füllst du also manuell einen Wasserbehälter vor jeder Benutzung?
    Nein, die haben einen eigenen Wasserhahn, den ich vor Benutzung öffne und am Ende schließe.

    Zum einen hast du dann genau das gemacht was weiter oben der Automatisierung per Zeitschaltuhr als "schlecht" angekreidet wurde. Du hast den Kaffee und das Wasser am Tag vorher in die Maschine gekippt.
    Und?
    Das mit der Verkeimung des Wassers wird hoffnungslos überbewertet. Über Nacht brennt da nix an. Unabhängig davon: Das Wasser wird ja noch aufgekocht. Kaffee ist in Vollautomaten (/Edit: vieleicht sollten wir diesen Begriff erst mal definieren) ja auch auf Vorrat drin.
    Ich hab einfach nur weggelassen, das ich ein neues Pad einlege. Da ich Single bin, ist die Senseo die Maschine der Wahl für mich.

    Man muss ja nicht alles glauben, was die Marketing Heinis einem erzählen. Für die tatsächlichen Anwendungsmöglichkeiten brauche ich keinen von der Marketinabteilung.
    Ah!
    Ich hab das Gefühl, wir reden aneinander vorbei.

    Ich hab kein grundsätzliches Problem mit SMART - nur mit den derzeit verfügbaren Produkten! Wie schon angedeutet fände ich eine Kopplung der Rolläden an den Wecker eine gute Idee - aber so ein Produkt scheint es bisher nicht zu geben.
    Ein Raspberry Pi kostet mit Netzteil und kleinem Gehäuse vielleicht 50€. Ein openhab drauf und schon steht der Heimautomatisierungsserver. Und das ohne an einen bestimmten Hersteller für die Geräte gebunden zu sein.
    Das ist auch mein Plan - wobei es mehrere Pis werden. Ich will nicht nur automatisieren (z.B. Kopplung Wecker mit Rolladen), sondern auch eine Sprachsteuerung mit breiten Möglichkeiten haben (ohne dazu Amazon in Anspruch zu nehmen).

    Dass die Hersteller von Smart Home Systemen dir gerne, außer den hohen Kosten für ihre Geräte, noch Geld für einen Zugang über ihre ach so tolle Plattform abknöpfen wollen, ist auch klar.
    Hat nur mit der Technik und den Anwendungsmöglichkeiten nichts zu tun, sondern eben mit Marketing.
    Nein, das hast du falsch verstanden.
    Damit du von außerhalb auf deine Geräte zugreifen kannst, brauchst du 1) eine feste IP oder eine DynDNS-Adresse und 2) du musst in deinem Router einen Port auf das Gerät forwarden. Ohne das kann es nicht funktionieren.
    Und da das für 90% aller User böhmische Dörfer sind, gehen die Hersteller den umgekehrten Weg: Die Geräte melden sich alle paar Sekunden beim Hersteller-Server, und die User(-Apps) senden ihre Kommandos an diesen Hersteller-Server.
    Was ich bis hierhin für die Deppen auch erst mal für sinnvoll halte. Das Problem ist, das ich da Bedenken bezgl. Datenschutz habe - die meisten Geräte sehen aber gar keinen dirketen Zugriff ohne Beteiligung des Hersteller-Servers vor. Und sowas kommt mir nicht ins Haus.

    Dann schließt du Nachts die Haustüre nicht zu?
    Nein. Wozu das denn?

    Aber selbst wenn - ich kann meine Haustüre doppelt abschliessen (Will sagen: einmal rumdrehen, dann geht der Riegel nur ein Stück rein, zweimal rumdrehen und er geht noch etwas weiter rein). Erst beim zweiten Veschließen wird der Strom abgestellt - hab ich so eingerichtet, damit auch mal weg kann, wenn die Waschmaschine noch läuft. Wär ja blöd, wenn die abgewürgt werden würde.

    Smart wäre eine Anwesenheitserkennung. Der Letzte verlässt das Haus, 10min später geht der Strom aus.
    Ja, das wäre natürlich eine Möglichkeit.
    Aber bedenke den Aufwand: Wenn ich meine Hobbykeller dazu nehme, komm ich auf neun Räume, die überwacht werden müssten - und ich bin Sngle mit einem kleinen Häuschen! Und dazu kommt noch der Garten, in dem grob drei Sensoren für die verschiedenen Bereiche installiert werden müssten. Dann musst du dir überlegen, wie überwacht wird: Infrarot? Dann könnten Wärmequellen stören. Bewegungsmelder? Der sieht mich womöglich nicht, wenn ich schlafe. Oder gibt im Garten Falschmeldungen, wenn mal eine Katze rumstromert.

    Eine Riesenaufwand, und noch dazu unzuverlässig - vergleichsweise mit meinem Schloßtaster, der 50 ct gekostet hat und absolut zuverlässig ist. Außerdem: siehe oben, Waschmaschine. Da müsste man die Überwachungslogik jedesmal manuell umstellen, und das wär dann nicht wirklich smart

    Das meine ich damit, wenn ich sage, das nicht alles, was machbar ist, auch wirklich sinnvoll ist.



    Zum Thema Sicherheit.
    Das große Problem ist nicht, dass sich irgendein Kiddy in dein System hackt und die Kaffemaschine überstrapaziert oder sonst irgendeinen Schabernack treibt (Licht an/aus, Rasensprenger an..), sondern der Missbrauch der Geräte für eigene Zwecke.
    Ähm... diese Aussage solltest du nochmal überdenken.

    Wenn ein Kiddie deine Kaffeemaschine überstrapaziert, wird spätestens bei der zweiten Tasse das ganze überlaufen, über deine Arbeitsplatte auf den Boden und hinter die Schränke laufen. Wenn der das nicht viermal, sondern vierzigmal macht, dann wird die Schweinerei unbeschreiblich sein...

    Je nachdem, welche Steuerungsmöglichkeiten "smarte" Kühlschränke bieten, kann es dir passieren, das dein Kühlschrank auf einmal auf -4°C steht (wobei einige Flaschen schon platzen) und dein Tiefkühlschrank auf 0°C. Was man mit der automatischen Bestellfunktion alles anrichten kann, überlasse ich mal deiner Fantasie...


    Weshalb ich solchen Geräten i.A. erst gar keinen Internetzugang gewähren würde - siehe unten.

    Die extremen DDoS Angriffe der letzten Zeit z.B. wurden mit Hilfe vieler gehackter IoT Geräte geführt.
    Ja gut, das wird bei mir nicht passieren können.
    Ich hab zwei Netzwerke, ein "normales" und ein inneres ohne Internetmöglichkeit.


    Nochmal:
    Ich sehe druchaus Sinn und einige Möglichkeiten in Hausautomatisierung, und hab auch einiges geplant. Aber das werde ich wohl überweigend selbst basteln (mit Pies, wobei bei mir der Schwerpunkt eher auf Sprachsteuerung liegt), denn:

    Ich sehe derzeit herzhaft wenige, sinnvolle kommerzielle Produkte.

    Vor allem aber lebe und arbeite ich nach dem Motto "Keep it simple". Eine Anwesenheitserkennung über den Schalter im Schloss ist dramatisch billiger als eine elektronische Überwachung aller Räume - und dazu erheblich zuverlässiger. Denn eines hab ich in den letzten 30 Jahren privat und beruflich über Computer gelernt: Sie sind nicht zuverlässig.

    Darum bekommt meine Hausautomation kein Internet und keine Kontrolle über Wasserleitungen.

    Vor allem aber sehe den Sinn von Hausautomation in erster Linie in Arbeitsersparnis. Damit man nicht dran denken muss finde ich ein gefährliches Argument - denn 1) führt das zur allgemeinen Verblödung und 2) man muss immer dran denken - zumindest muss man regelmäßig prüfen das das auch alles korrekt funktioniert. Sich blind auf die Technik zu verlassen war noch nie ein gute Idee.
    Und dann kann ich vieles doch besser manuell auslösen (bzw. auf Zuruf, wie gesagt, Schwerpunkt Sprachsteuerung). Beispiel Rasensprenger: Wenn trocken ja, wenn's demnächst regnet aber nicht - und auf gar keinen Fall, wenn ich gerade auf der Bank sitze und ein Buch lese! Und mit jedem "bedenke dies", "bedenke jenes" wird die Sache komplexer und unzuverlässiger. Wieviel einfacher ist doch "Alfred, mach den Rasensprenger an!".
    Geändert von doc-mabuse (18. 10. 2017 um 15:52 Uhr)

  14. #14
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    Standard Re: Smart Homes: Intelligente Systeme sind die Zukunft

    Da frag ich mich doch, wieso wetter.de oder daswetter.com nicht auch diesen Dienst nutzen - denn auf diesen beiden Seiten steht zu 60-80% völliger Blödsinn.
    Dann mach dich mal schlau was open(!)weathermap anders macht.

    Ich kenne niemanden, der einen Kaffeeautomaten mit einer festen Wasserleitung hat!
    Jetzt gibst du mal Kaffeevollautomat +Wasseranschluß bei google ein.. woooowhoo.
    Ok "jeder" war übertrieben. Aber dieses Problem ist halt ein schon lange gelöstes und entsprechende Geräte sind überall zu kriegen und schon lange im Einsatz.

    Nein, die haben einen eigenen Wasserhahn, den ich vor Benutzung öffne und am Ende schließe.
    Du behauptest also, du würdest vor jeder Benutzung deiner Spülmaschine erstmal den Wasserhahn dazu aufdrehen?
    Ich glaube du hast ein ganz anderes Problem als eine Heimautomatisierung.

    Damit du von außerhalb auf deine Geräte zugreifen kannst, brauchst du 1) eine feste IP oder eine DynDNS-Adresse und 2) du musst in deinem Router einen Port auf das Gerät forwarden. Ohne das kann es nicht funktionieren.
    Heute haben Kunden von Kabelanbietern bereits eine "relativ" feste IP. Spätestens wenn sich IPV6 durchsetzt auch alle anderen. Und eine Portweiterleitung musst du schon lange nicht mehr per Hand setzen. Das kann der Server auch selbst.

    Ansonsten sehe ich hier nur.. will ich nicht - will ich nicht - will ich nicht.
    Du siehst keine oder kaum Anwendungsmöglichkeiten.
    Aber nur, weil dir die Idee und die Fantasie fehlt.
    Was am Beispiel der Rollladensteuerung und der Rasenbewässerung ja gezeigt wurde.

    Was dich sonst stört ist die Kontrolle von außen und die schlechten Systeme für Kunde Dummdumm.
    Warum dich letzteres stört weiß ich nicht. Es gibt auch Leute die kaufen ihren PC bei QVC. Juckt mich überhaupt nicht solange ich es nicht machen muss.
    Und was die Sicherheit angeht bist du doch gar nicht darauf angewiesen irgendwas von außen kontrollieren zu können.

  15. #15
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    Standard Re: Smart Homes: Intelligente Systeme sind die Zukunft

    Zitat Zitat von Colaborate Beitrag anzeigen
    Jetzt gibst du mal Kaffeevollautomat +Wasseranschluß bei google ein.. woooowhoo.
    Jau. woooowhoo.
    Da findet man dann beispielsweise eine schöne Übersicht auf www.kaffeetrinker.net.
    Ja, sowas gibt es.
    Aber wenn man sich dann mal die Mühe macht, die dortigen Empfehlungen auszugoogeln, dann stolpert man über ein paar absolute Spassbremsen:
    Jura Impressa XJ9 - 2.399,--€
    Jura Gastro Impressa XS9 - 1.649,--€
    JURA GASTRO Giga X7 Professional - 5.399,--€

    Für ne Kaffeemaschine? Echt jetzt? Weit über 1000€, nur um sich die Mühe zu sparen, ein- oder zweimal am Tag den Wasserbehälter manuell nachzufüllen? Und für jede Kanne/Tasse Pulver einzufüllen?

    Wenn ich ein fünfstelliges Monatsgehalt hätte, würde ich über sowas vieleicht nachdenken. Aber als normaler Verdiener sind solche Produkte nun wirklich jenseits von gut und böse.

    Es geht nicht nur darum, was machbar ist - Kosten/Nutzen sollte man auch mal im Auge behalten! Ein 500er Daimler ist ohne Zweifel ein besseres Auto als ein Passat - dennoch würde ich mir nie einen kaufen (würde anders aussehen bei Jahresleistungen jenseits der 50 TKM).


    Du behauptest also, du würdest vor jeder Benutzung deiner Spülmaschine erstmal den Wasserhahn dazu aufdrehen?
    Ja, natürlich. Der Hahn für die Spülmaschine ist in der Spültischarmatur integriert. Ist'n Kugelhahn, Viertelumdrehung reicht aus. Steht deine Spülmaschine etwa die ganze Zeit unter Leitungsdruck? Dann hast du aber ganz schön Vertrauen in die Dichtungen...

    Ich glaube du hast ein ganz anderes Problem als eine Heimautomatisierung.
    Wieso?
    Ich muss das Geschirr einräumen, den Tab einlegen, zumindest gelegentlich auch mal das Sieb auf Fremdkörper prüfen... die Sekunde für den Hahn fällt da doch wirklich nicht ins Gewicht.


    Heute haben Kunden von Kabelanbietern bereits eine "relativ" feste IP.
    Die Mehrzahl dürfte immer noch DSL haben.

    Spätestens wenn sich IPV6 durchsetzt auch alle anderen.
    IPv6 hat sich längst durchgesetzt - ab DSLAM. IPv6 bis ins Haus werden wir nicht mehr erleben, weil es viel zu viele Geräte gibt, die dann ausgetauscht werden müssen. Und wozu auch? Einen Umsetzer in jeden DSLAM einzubauen ist doch viel einfacher und verstimmt die Kunden nicht.

    Und eine Portweiterleitung musst du schon lange nicht mehr per Hand setzen. Das kann der Server auch selbst.
    Seit wann das denn? Ohne Admin-Passwort lässt mein Router niemanden rein - also kann kein Server/Gerät der Welt dort ein Forwarding einrichten.
    Und wenn dem so wäre, würde ich diesen Router sofort ersetzen.
    Oder meinst du UPnP? Das ist eine programmierte Sicherheitslücke. Schalte ich immer als erstes aus.

    Ansonsten sehe ich hier nur.. will ich nicht - will ich nicht - will ich nicht.
    Du siehst keine oder kaum Anwendungsmöglichkeiten.
    Aber nur, weil dir die Idee und die Fantasie fehlt.
    Nein, weil ich den Sinn (in Form von Arbeitserleichterung) und vor allem auch die Kosten und Risken sehe.

    Du scheinst entweder extrem begeisterungsfähig zu sein oder viel zu viel Geld zu haben.

    Natürlich sind automatische Rolläden und Bewässerungen zunächst mal faszinierende Ideen - aber der Gewinn an Lebensqualität steht (derzeit und in absehbarer Zeit) bei der Mehrzahl der erhältlichen Produkte in keinerlei Verhältnis zu Aufwand und Kosten.

    Und automatische Systeme bergen nunmal immer auch Risiken - die ich gegen den Nutzen abwäge.

    Was dich sonst stört ist die Kontrolle von außen
    Jaeien - die damit verbunden Mißbrauchsmöglichkeiten.

    und die schlechten Systeme für Kunde Dummdumm.
    Warum dich letzteres stört weiß ich nicht. Es gibt auch Leute die kaufen ihren PC bei QVC. Juckt mich überhaupt nicht solange ich es nicht machen muss.
    Und was die Sicherheit angeht bist du doch gar nicht darauf angewiesen irgendwas von außen kontrollieren zu können.
    Beispiel Garagentor-Öffner: Ohne Zugriffsmöglichkeit von außen ein ausgesprochen sinnloses Produkt.

    Und nicht drauf angewiesen zu sein? Dann prüf bei kommerziell erhälten Produkten doch erst mal, ob man das überhaupt abschalten kann. Oder auf direkten Zugriff ohne Benutzung des Hersteller-Servers umschalten kann. Im Normal wirst du da gar nicht erst gefragt, man will die Deppen ja nicht verunsichern...


    Nehmen wir doch mal deine Gartenbewässerung als Beispiel:
    Da gibt's zum Beispiel den "Gardena smart system Bewässerungsautomat Water Control". Das einzige, was an dem Ding smart ist, ist die Möglichkeit, ihn über eine App einzuschalten. Für satte 150 Euronen...
    Mit ein bischen googeln stolpert man dann über den "viRaCube". Der scheint dank verschiedener Sensoren wirklich voll autonom arbeiten zu können - das beginnt aber bei 355 Euro, nach oben offen. Und bei allen Sensoren, die er hat - ob jemand auf der Wiese liegt und dann mit bewässert wird, kann er nicht sehen. Smart?

    Zum Vergleich: Ich plane mit einem Taster für 10 Euro und einem Treppenlichtrelais für 17 Euro. Keine 30 Euro, nicht smart. Aber billig und funktionabel, minimaler Arbeitsaufwand.
    Und wenn ich später die Sprachsteuerung über einen Pi implementiere, dann kann der natürlich auch das Treppenlichtrelais ansteuern. Ob nun über einen Menüpunkt im Webserver (dann wär das schon so smart wie das Gardena-Ding), über die Sprachsteuerung oder irgendwelche Zeitprogramme oder vieleicht über die Wind/Regensensoren der Markisensteuerung unter Berücksichtigung meines Schlossschalters lassen wir mal dahin gestellt. Aber wie man es auch dreht und wendet: Es wird viel, viel billiger als die kommerziellen Produkte. Und ich hab Funktionalität und Sicherheit selber in der Hand.

    /Edit:
    Ich spiel mal den advocatus diaboli:
    Angeblich (laut Googel) muss man in den Sommermonaten (etwa 20 Wochen) als Faustregel mit durchschnittlich ca. 20 l/m² pro Woche rechnen. Bei einer Gartenfläche von beispielsweise 600m² ergibt sich so ein jährlicher Wasserbedarf von 240m³ (240.000 Liter!). Bezieht man dieses Wasser aus dem öffentlichen Netz, so fallen hierfür teilweise erhebliche Trinkwasser- und Abwassergebühren an. Im Bundesdurchschnitt (Stand 2007) entstehen für 240m³ Kosten in Höhe von € 933,60.
    Da gibt es natürlich ein erhebliches Einsprpotential, keine Frage.
    Aber bei den Summen würde ich wirklich über eine kleine Brunnenlösung mit Tauchpumpe nachdenken - dürfte sich nach spätestens zwei Jahren rentiert haben. Ganz ohne smartes Gedöns. Brunnen heist ja nicht großartig gemauert, da wird heute ein 10-15 cm Loch gebohrt und Rohre reingeschoben, fertig.


    Ich denke, das Kernproblem liegt einfach darin, das es derzeit nur Insellösungen gibt.
    Meine Heizung hat einen Außentemperatur-Sensor. Kein Möglichkeit, diese Information abzugreifen und für andere Geräte zu verwenden. Gleiches gilt für den Lichtsensor meiner Außenbeleuchtung. Und für den Wind/Sonne/Regensensor der Markise. Jeder kocht sein eigens Süppchen, alle Sensoren müssen x-fach bezahlt, installiert und auch mit Strom versorgt werden...

    Sinnvoll/erschwinglich wird das Ganze wohl erst, wenn sich die Hersteller auf einen Standard einigen, wie Informationen ausgetauscht/abgefragt werden können. Aber das wird wohl noch einige Jahre dauern.

    Außerdem fehlt mir ehrlich gesagt eine Definition für den Begriff "smart".
    Ein Bewässerungssystem, das mittels verschiedener Sensoren entscheidet, wann bewässert werden muss, ist nicht smart, sondern einfach nur autonom. Genauso wie die Markise, die sich bei starken Wind und Regen selber einzieht. Das ist Standard seit über 20 Jahren, also auch nicht wirklich smart, sondern einfach nur autonom.
    Das sich Geräte gegenseitig steuern/beeinflussen würde ich auch erst ab einer gewissen Interaktivität als smart bezeichnen, sonst sind sie einfach nur vernetzt.
    Was bleibt, ist die derzeitige Marketing-Definition: Smart ist alles, was man über's Internet steuern kann. Und das halte ich in 95% aller Fälle für ausgesprochen sinnfrei.

    Mal ganz ehrlich: wo ist der Sinn einer smarten Glühbirne?
    Manchmal hab ich das Gefühl, alles, was man früher über einen Taster oder eine Infrarot-Fernbedienung steuern konnte, bekommt jetzt eine IP-Steuerung, nur damit die Marketing-Fuzzis einen Smart-Sticker drauf pappen können.
    Geändert von doc-mabuse (19. 10. 2017 um 11:50 Uhr)

  16. #16
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    Standard Re: Smart Homes: Intelligente Systeme sind die Zukunft

    Aber wenn man sich dann mal die Mühe macht, die dortigen Empfehlungen auszugoogeln, dann stolpert man über ein paar absolute Spassbremsen:
    Findest du eine Jura unter 1000€. Egal ob mit oder ohne Wasseranschluß?
    Und hast du keinen anderen, billigeren Hersteller gefunden, der Automaten mit Wasseranschluß verkauft?
    Cafe Bonitas vielleicht? Die gibts sogar zum Nachrüsten für 50€
    Und wenn man die Empfhelungen der von dir gefundenen Seite OHNE Wasseranschluß mal googelt?
    Siemens EQ9 s300 1400€
    Saeco GranBaristo Avanti 1500€
    Was sehen wir also.
    1. Du schaffst es gerade mal das erste Ergebnis von google anzuklicken, um dir eine Meinung zu bilden und versuchst damit hier ein vollkommen verzerrtes Bild der Realität zuschaffen.
    2. Es macht preislich kaum einen Unterschied, ob mit oder ohne Wasseranschluß (wie gsagt. Nachrüstbar für kleines Geld).
    3. Die empfohlenen Kaffevollautomaten sind teuer.
    4. Das sollte aber klar sein. Ein Kaffeevollautomat ist eben keine einfache Kaffeemaschine für 30€.

    Steht deine Spülmaschine etwa die ganze Zeit unter Leitungsdruck?
    Natürlich. So wie in wahrscheinlich 95% aller Haushalte mit Spülmaschine. Wo die Spülmaschine in die Küchenzeile integriert ist und sich der Kaltwasseranschluß in einem Unterschrank versteckt.
    Dann hast du aber ganz schön Vertrauen in die Dichtungen...
    Wenn du deinen Haupthahn nicht ständig abdrehst sind Dichtungen das einzige, was dich vor einer Überschwemmung bewahrt. Oder stehen die Armaturen von Bad, Dusche, Badewanne, und Spüle bei dir nicht dauerhaft unter Druck? Schau mal in die Anschlussschläuche deiner Spüle. Was findest du da? Dichtungen. Im Bad? Dichtungen, In der Badewanne und der Dusche? Dichtungen. Vom Plastigring bis zum Hanfgeflecht.. Dichtungen, Dichtungen, Dichtungen.

    Es geht nicht nur darum, was machbar ist - Kosten/Nutzen sollte man auch mal im Auge behalten! Ein 500er Daimler ist ohne Zweifel ein besseres Auto als ein Passat - dennoch würde ich mir nie einen kaufen (würde anders aussehen bei Jahresleistungen jenseits der 50 TKM).
    Warum vergleichst du dann nur mit einem 500er Dailmer (Jura Kaffeemaschine) und eben nicht mit einem Passat (Cafe Bonitas)?

    Die Mehrzahl dürfte immer noch DSL haben.
    Da allein 40% der Anschlüße über die Telekom laufen ist das klar.
    Aber schau dir den Breitbandreport Deutschland mal an, dann siehst du wo die Reise hingeht (Ist auch klar. Wer kann nimmt schnellere Leitung zu geringerem Preis. Die Telekom profitiert vom schlechten Netzausbau).
    Und nur so am Rande gibt es inzwischen auch bei den Telekom VoIP Anschlüßen keine 24h Zwangstrennung mehr.

    Seit wann das denn? Ohne Admin-Passwort lässt mein Router niemanden rein - also kann kein Server/Gerät der Welt dort ein Forwarding einrichten.
    Seit 20 Jahren bestimmt
    Oder meinst du UPnP? Das ist eine programmierte Sicherheitslücke. Schalte ich immer als erstes aus.
    Ja wenn du ein Feature ausschaltest ist klar dass es nicht mehr geht

    Natürlich sind automatische Rolläden und Bewässerungen zunächst mal faszinierende Ideen - aber der Gewinn an Lebensqualität steht (derzeit und in absehbarer Zeit) bei der Mehrzahl der erhältlichen Produkte in keinerlei Verhältnis zu Aufwand und Kosten.
    Schon die Heizungssteuerung meiner alten Wohnung hat sich damals gelohnt. Und das obwohl sie keine Bastellösung und damit vergleichsweise teuer war.

    Beispiel Garagentor-Öffner: Ohne Zugriffsmöglichkeit von außen ein ausgesprochen sinnloses Produkt.
    Das ist doch aber das grundsätzliche Problem eines Garantoröffners und hat nichts mit Smart zu tun. Im Gegegenteil. Einen Smarten Öffner könnte man noch ohne direkte Zugriffsmöglichkeit realisieren.
    Wenn du eine Fernbedienung benutzt ist das eine direkte Kontrolle von aussen.
    Wenn das Garantor sich öffnet wenn du die Einfahrt hochfährst ist das KEINE direkte Kontrolle von aussen. Sondern eben smart. Informationen von aussen ausgewertet und automatisiert gehandelt.
    Ob es Sinn macht kommt halt auf den jeweilige Einzelfall an.
    Dann prüf bei kommerziell erhälten Produkten doch erst mal, ob man das überhaupt abschalten kann.
    Und?
    Im Normal wirst du da gar nicht erst gefragt, man will die Deppen ja nicht verunsichern...
    Ich kenne jetzt kein solches Produkt. Selbst Magenta geht ohne Smart Home Dienst. Das was der dir abnimmt musst du dann halt selbst machen. Das Ding kann ja entsprechend angesteuert werden.

    ob jemand auf der Wiese liegt und dann mit bewässert wird, kann er nicht sehen. Smart?
    viRaCube funktioniert angeblich z.B. mit QIVICON und auch OpenHAB.
    Also ja. Entsprechend vernetzt kann er erkennen, ob jemand im Garten sitzt.
    Was ist also die Argumentation? Fertigsysteme sind teuer? Sagte ich schon. Zahl's oder mach's selbst.
    Es macht der Technik und den Möglichkeiten nichts, dass es teure oder auch schlechte Produkte für Verbraucher gibt.

    Ich denke, das Kernproblem liegt einfach darin, das es derzeit nur Insellösungen gibt.
    Meine Heizung hat einen Außentemperatur-Sensor. Kein Möglichkeit, diese Information abzugreifen und für andere Geräte zu verwenden...
    Jeder kocht sein eigens Süppchen, alle Sensoren müssen x-fach bezahlt, installiert und auch mit Strom versorgt werden...
    Du beschwerst dich jetzt, dass nicht-smarte Systeme nicht smart sind?
    Dabei liegt es nicht am System sondern an dir. Du schaust von der falschen Seite auf das System.
    Du installierst EINEN Lichtsensor, EINEN Temperatursensor, EINEN...
    Entweder standalone oder bereits in irgendeinem Gerät, das ihn auch nutzt.
    Und diese Daten gibst du an den Server. Der liefert diese Informationen an alle anderen Geräte die sie interessieren oder schaltet damit die Geräte, die du gerne hättest.

    Sinnvoll/erschwinglich wird das Ganze wohl erst, wenn sich die Hersteller auf einen Standard einigen, wie Informationen ausgetauscht/abgefragt werden können. Aber das wird wohl noch einige Jahre dauern.
    Einen allgemeingültigen Standard wird es nie geben. Aber es gibt für die diversen Standards entsprechende Gateways.

    Außerdem fehlt mir ehrlich gesagt eine Definition für den Begriff "smart".
    Informationstechnisch aufgerüstete Alltagsgegenstände, die einen Mehrwert durch sensorgestützte Informationsverarbeitung und Kommunikation erhalten.
    (Gabler Wirtschaftslexikon)

    Ein Bewässerungssystem, das mittels verschiedener Sensoren entscheidet, wann bewässert werden muss, ist nicht smart, sondern einfach nur autonom.
    Wenn es die eigenen Sensoren nutzt ist es autonom. Nutzt es externe Informationen und sendet vielleicht sogar selbst Daten, ist es Smart.
    Smart ist alles, was man über's Internet steuern kann
    Was soll daran smart sein? Um übers Internet gesteuert werden zu können muss es smart sein. Sorum stimmts.

    Mal ganz ehrlich: wo ist der Sinn einer smarten Glühbirne?
    Licht nur in dem Raum, in dem sich auch jemand befindet z.B.?
    Lichtintensität (oder frabe?) je nach Anwendung angepasst? Sozusagen eine geregelte Dimmbarkeit.
    Wenn ich z.B. nach Sonnenuntergang den Fernseher einschalte, geht das Licht in den Vitrinen an.
    Unabhängig ob das anderen gefällt ist das mein Standardsetting für's abendliche Filmvergnügen.

  17. #17
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    Standard Re: Smart Homes: Intelligente Systeme sind die Zukunft

    Zitat Zitat von Colaborate Beitrag anzeigen
    1. Du schaffst es gerade mal das erste Ergebnis von google anzuklicken, um dir eine Meinung zu bilden und versuchst damit hier ein vollkommen verzerrtes Bild der Realität zuschaffen.
    2. Es macht preislich kaum einen Unterschied, ob mit oder ohne Wasseranschluß (wie gsagt. Nachrüstbar für kleines Geld).
    3. Die empfohlenen Kaffevollautomaten sind teuer.
    Ja, du hast recht.
    Vieleicht bin ich da naiv, aber ich gehe in der Mehrzahl der Fälle davon aus, das es für den Preisunterschied auch einen Grund gibt. Ich bin schon lange davon ab, alle möglichen Dinge nur über den Preis zu kaufen, sondern informier mich vorher über Vor- und Nachteile und vor allem Haltbarkeit/Reparaturen. Und die Erfahrung der letzen Jahrzehnte zeigt: Die Sachen, die wirklich was taugen, liegen meist im oberen Preissegment.

    Ein Nachrüstsatz für 50€ stösst bei mir nicht auf Vertrauen. Nicht in Anbetracht des möglichen Schadens...

    Wenn du deinen Haupthahn nicht ständig abdrehst sind Dichtungen das einzige, was dich vor einer Überschwemmung bewahrt. Oder stehen die Armaturen von Bad, Dusche, Badewanne, und Spüle bei dir nicht dauerhaft unter Druck? Schau mal in die Anschlussschläuche deiner Spüle. Was findest du da? Dichtungen. Im Bad? Dichtungen, In der Badewanne und der Dusche? Dichtungen. Vom Plastigring bis zum Hanfgeflecht.. Dichtungen, Dichtungen, Dichtungen.
    Ja, du hast recht.
    Allerdings hab ich (in meinem Bekanntenkreis) noch nie was von einer Überschwemmung durch eine "gewöhnliche" Dichtung gehört - die Überschwemmung durch die Spülmaschine hingegen live bei meiner Ma.

    btw. Hanf kannst du nicht mit normalen Dichtungen vergleichen, da das Zeug aufqillt, wenn es nass wird und dann erst recht abdichtet. Hanf ist entweder sofort undicht, oder hält 100 Jahre dicht.

    Schon die Heizungssteuerung meiner alten Wohnung hat sich damals gelohnt. Und das obwohl sie keine Bastellösung und damit vergleichsweise teuer war.
    Was hast du da gemacht? (und: ist es smart?) - nur der Neugierde halber.

    Das ist doch aber das grundsätzliche Problem eines Garantoröffners und hat nichts mit Smart zu tun. Im Gegegenteil.
    Ja, genau.
    Das meine ich doch: es wird vom Marketing als "smart" vertrieben, obwohl es überhaupt nichts besonderes ist.
    Nochmal: Ich hab kein Problem mit "smarten" Lösungen! Ich hab ein Problem mit dem Shice, der uns derzeit als "smart" zu völlig übertriebenen Preisen angeboten wird, obwohl dort kaum was smartes zu sehen ist.

    Ich kenne jetzt kein solches Produkt.
    Beispielsweise oben angesprochener Garagentoröffner.

    Selbst Magenta geht ohne Smart Home Dienst. Das was der dir abnimmt musst du dann halt selbst machen. Das Ding kann ja entsprechend angesteuert werden.
    Ich gestehe: damit weiß ich jetzt nichts anzufangen. Hättest du mal einen Link, damit ich mir davon ein Bild machen kann? Google-Suche nach Magenta führt leider nur zur Telekom...

    Was ist also die Argumentation? Fertigsysteme sind teuer? Sagte ich schon. Zahl's oder mach's selbst.
    Oder - wie ich schon sagte:
    Überleg dir, ob die Kosten die Arbeitsersparnis überhaupt wert sind. Ist die Einsparung eines Tasendrucks wirklich mehrere Hundet Euro wert?

    Dabei liegt es nicht am System sondern an dir. Du schaust von der falschen Seite auf das System.
    Du installierst EINEN Lichtsensor, EINEN Temperatursensor, EINEN...
    Entweder standalone oder bereits in irgendeinem Gerät, das ihn auch nutzt.
    Und diese Daten gibst du an den Server. Der liefert diese Informationen an alle anderen Geräte die sie interessieren oder schaltet damit die Geräte, die du gerne hättest..
    Ja, das wäre toll.
    Wo kann man das kaufen?
    Gar nicht. Muss man selber machen. Ist ja mit nem Pi auch nicht wirklich so eine große Sache. Blöd halt nur, das du alles andere dann auch selber machen muss, weil kommerzielle Produkte seltenst auf unsere Bastellösung zugreifen werden.

    Einen allgemeingültigen Standard wird es nie geben..
    Wieso nicht?
    Man hat HTML, RS232, Ethernet, Schrauben, sogar Traktorensitze standardisieren können. Wieso nicht für die Hausautomatisierung?
    Es muss ja noch nicht mal sofort ein All-In-Standard sein. Es würde für den Anfang doch schon riechen, wenn man sagt:

    Es muss ein zentrales Gerät (Server) geben, das alle Sensorendaten verwaltet. Darauf läuft ein Webserver, den alle anderen Geräte per HTTP-Get nach Uhrzeit, Luftdruck, Temperatur, Helligkeit, Windgeschwindigkeit, Anwesenheit in den Räumen 1-x und und und fragen können.

    Das wäre doch mal ein guter Anfang, mehr kann man später immer noch dazu packen. Der Witz: Wenn man die geigneten Sensoren (noch) nicht hat, dann könnte man diesen Server anweisen, passende Informationen aus dem Internet zu holen. Und später durch eigene Sensoren die Genauigkeit verbessern, wo das nötig erscheint.


    Informationstechnisch aufgerüstete Alltagsgegenstände, die einen Mehrwert durch sensorgestützte Informationsverarbeitung und Kommunikation erhalten.
    (Gabler Wirtschaftslexikon)
    'n bischen dünn, oder?
    • Demnach ist meine 12 Jahre alte Heizung smart, weil sie mit einem Außentempertursensor "kommuniziert", über den die Vorlauftemperatur geregelt wird.
    • Meine ebenso alte Solaranlage ist smart, weil sie anhand der "Ausbeute" des Tages der Heizung erlaubt oder verbietet, den Warmwasserkessel auf Temperatur zu halten.
    • Die Markise meiner Nachbarn (20 Jahre alt!) ist demnach smart, weil sie sich bei starkem Wind oder Regen selber einzieht.

    Das alles sind Geräte aus einer Zeit, als es das Wort "smart" noch gar nicht gab.

    Und bei denen es bei Umstellung auf "wirklich smart" (= Erhalt der Sensorendaten übers Netzwerk, ob von einem zentralen Sensor, von einem Server oder aus dem Internet lassen wir mal dahingestellt) keinerlei Mehrwert gäbe. Da wird nur eine etablierte, zuverlässige und billige Technik durch Elektronik mit allen typischen Problemzonen ersetzt.

    Wenn es die eigenen Sensoren nutzt ist es autonom. Nutzt es externe Informationen und sendet vielleicht sogar selbst Daten, ist es Smart.
    Jau, damit kann ich mich anfreunden.
    Was ist dann an einer smarten Glühbirne smart? Die einzige "externe Information" die es hier gibt, wäre ein Ein- oder Ausschaltsignal...

    Was soll daran smart sein?
    Das war nicht meine Definition, sondern ist offensichtlich die der Marketing-Heinis.

    Um übers Internet gesteuert werden zu können muss es smart sein. Sorum stimmts.
    Demnach wären meine Computer zu Hause smart... Ähm... nein.


    Licht nur in dem Raum, in dem sich auch jemand befindet z.B.?
    Sicher. Spart einen ganzen Tastendruck.
    Man sollte Arbeitsersparnis nicht mit Faulheit verwechseln.
    Könnte man übrigends auch realisiseren, wenn man den Lichschalter durch einen Bewegungsmelder ersetzt. Aber auch das halte ich schon für Unfug - wie gesagt, es geht um einen ganzen Tastendruck...

    Lichtintensität (oder frabe?) je nach Anwendung angepasst? Sozusagen eine geregelte Dimmbarkeit.
    Wenn ich z.B. nach Sonnenuntergang den Fernseher einschalte, geht das Licht in den Vitrinen an.
    Unabhängig ob das anderen gefällt ist das mein Standardsetting für's abendliche Filmvergnügen.
    Ja, da rennst du bei mir offene Türen ein.

    Ich will später einfach nur "Alfred, Filmeabend" sagen müssen - dann schaltet Alfred Verstärker, Fernseher und Mediaplayer ein, schaltet die Seitenbeleuchtung ein und alles andere aus, fährt die Rolladen auf der Westseite runter, wartet ein paar Sekunden und schaltet dann Fernseher- und Verstärkereingang auf den Port, an dem der Mediaplayer hängt, schaltet den Verstärker auf 5.1 Betrieb und stellt die Lautstärke auf 30% ein.

    "Alfred, Fernsehabend" macht fast das gleiche, nur mit dem SAT-Receiver statt dem MediaPlayer. "Alfred, Musik, Rock" (oder "Hard Rock/Pop/Charts/Smooth Jazz/Joe Cocker/Meat Loaf/Dire Straits oder oder oder) lässt Licht und Rolläden natürlich unangetastet, wirft halt nur Verstärker (auf Stereo-Betrieb!) und mp3-Player an und startet die entsprechende Playlist; ggf. mit unterschiedlichen Lautstärken je nach Musikstil.

    Das wäre smart!

    Und weisst du, wo der Witz an der Sache ist?
    Abgesehen von Alfred (= Pi mit Spracherkennung) brauch ich dafür keine smarten Geräte! Denn Alfred kann über seine I/O-Pins direkt die altbackenen Takos der Lampen und Rolläden ansteuern, und Alfred bekommt einen Infrarot-Sender, mit dem er alles kann (/lernen kann), was man sonst auch über die Fernbedienung schalten kann.

    Wie ich schon sagte: Ich hab nicht gegen smarte Lösungen, im Gegenteil. Nur der Quatsch, der uns heute im Allgemeinen von der Marketing-Industrie als SMART angepriesen wird, der ist imho in 95% aller Fälle nicht oder sinnloserweise smart.

  18.  
     
     

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