Jean-Christophe Grangé
"Die purpurnen Flüsse"
ISBN 3-404-14403-1
€ 8,64 als Paperback
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Original "Les Rivières Pourpres"
Der Roman spielt im Frankreich unserer Zeit. Ein Pariser Kommissar untersucht eine böse zugerichtete Leiche in Guernon (liegt in der Nähe von Grenoble), während zeitgleich ein afrikanischer KOllege in einem noch kleineren französischen Provinznest das Verschwinden eines zehnjährigen Jungen erforscht.
Es entwickeln sich Parallelen zwischen diesen beiden Fällen, die schlußendlich zu einem unerwarteten "Showdown" führen.
Der Plot (=Handlungsablauf) scheint sich dann und wann allzusehr zu verstricken, findet aber glücklicherweise immer wieder zum Hauptthema zurück.
Grangé (und hier ist sicherlich auch seine Übersetzerin Barbara Schaden positiv zu nennen) versteht es, die absolut unterschiedlichen Sozialisationen seiner Protagonisten sauber herauszuarbeiten. Die Thematik von Inzucht und genetischer Reinigung wird, ohne ins Triviale abzugleiten, sehr interessant aufgearbeitet.
Alles umrahmt von der grandiosen Kulisse der französischen Alpen, ist dies ein Kriminalroman, der lange in Erinnerung bleibt.
Es bleibt anzumerken, daß diverse in die Details gehenden Erläuterungen nichts für schwache Nerven sind.
Auf einer Skala von 1-6 würde ich diesem Roman die Note 2+ geben.
Vom gleichen Autor:
- Flug der Störche
- Der steinerne Kreis
P.S. Werde das Buch jetzt im Urlaub auf Französisch lesen, um einige Feinheiten besser mitzukriegen.
P.P.S. Das war mein 200. ;-)