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Registrierungsdatum: Jun 2000
Beiträge: 6.445
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Werte weitergeben in der Familie
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22. 07. 2002, 19:22
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#1
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Nachdem ich jetzt auch schon etwas in die Jahre gekommen bin, stelle ich fest, dass ich meinen Kinder (4 und 6) im Wesentlichen, genau die Werte vermittle die mir schon meine Eltern vermittelt haben.
Natürlich genieße meine Kinder mehr Freiheiten und "Liberalismus", als ich (oder wir) in den sechsiger bekommen haben.
Aber einige Grundwerte sind doch über die Jahre erhalten geblieben.
Ehrlichkeit und Höflichkeit gehören in jedem Falle dazu. Ich versuche ihnen auch den Wert von Freunden zu vermitteln, und das man auch manchmal für seine Freunde zurückstecken muss.
Was ich auch nicht unerheblich finde sind Manieren (auch Tischmanieren), mich hat das früher als Kind auch immer genervt (das man Damen(!) in den Mantel hilft, oder Ältern die Tür aufhält, oder wie man richtig(!) ißt), heute hingeben bin ich froh, dass ich das von meinen Eltern vermittelt bekommen habe.
Und noch eines vermittle ich ihnen, was aber mehr ein persönlicher Splin von mir ist, der Respekt Büchern gegenüber. Das wurde mir auch schon von einem Großvater beigebracht (war er Linguist und Germanist) und ich versuche diese Tradition etwas hochzuhalten.
Unsere Gesellschaft stellt sich, was das persönliche Lebensgusto betrifft sehr offen dar, sodass der Begriff 'Konservativ', für mich durchaus postiv besetzt ist (Werte erhaltend !), es gibt Regeln und Verhaltenskodexe die ändern sich eben nie (hoffentlich).......
Alla
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24. 07. 2002, 12:20
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#2
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aussie
Registrierungsdatum: Aug 2000
Beiträge: 1.095
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hi
bin zwar noch nicht in der Situation, dass ich meinen Kindern Werte vermitteln soll(da ich noch keine Habe) aber Gedanken in dieser Hinsicht finde ich gut, da sie ja auch das repräsentieren, was wir gerade für "gut und richtig" halten.
Aus meiner Sicht sind Werte wie Ehrlichkeit, Höflichkeit, Freundschaft sehr wichtig und ich kann und möchte mir ehrlich gesagt keine Gesellschaft ohne vorstellen. 2 Punte gibt es aber über die ich viel nachdenke und bei einem bin ich mir über den richtigen Schluss nicht im klaren.
Zum 1:
Bei uns in der Famailie ist es schon ein liebgewonnes "Ritual", dass wir jeden Freitag abend Pizza oder Lasagne essen. Es geht dabei einfach darum, dass sich die ganze Familie am Ende der Woche trifft und beisammen ist und jeder von seinen Problemen und Erfolgen etc erzählt. Ich muss ehrlich sagen, dass ich und mein Bruder auch, diese Abende sehr liebgewonnen haben und dafür lass ich auch mal den Anfang einer Fete sausen btw meine Clique ist des schon gewohnt. Da ich selber jetzt 18 bin ist das ganze vllt umso verwunderlicher, aber ich würde mir für meine Familie wünschen, dass es ein ähnliches Besammensein gibt. Vllt sollte man diesen Punkt unter dem Wert Familie setzen, aber ich wollte dafür auch ein bespiel geben.
Zum 2:
Der Punkt der Religion. Ich für mich selbst bin aus dem katholischen Glauben(war auch Minsitrant etc pp) herausgekommen, weil ich zum einen sehr naturwissenschaftlich und zum anderen mit den Wiedersprüchen innerhalb der Kirche(helft eurem nächsten der vor den Toren der riesigen unsummen teuren Kathedrale verhungert, haha)nicht zurechtgekommen bin. Auch die Schriften Lessings und Kants(Erziehung des Menschengeschlechts etc) finde ich sehr einleuchtend. zb die Theorie der Offenbarung. Damit stellt sich aber die Frage ob ich meine Kinder christlich erziehen soll und darauf warten bis sie selbst Fragen stellen und so aus der Kirche herausfinden oder sie von vorneherein athesitisch erziehen. Das ergebe wieder einige Gesellschaftliche Probleme.
Zur Diskussion:
Gehört die christliche Religion zum Wertegut des Deutschen Volkes oder ist es in der heutigen zeit nicht mehr nötig ein Kind taufen zu lassen
MfG
Hirsel
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24. 07. 2002, 15:34
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#3
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@ PSR8000
Meine Kinder sind nicht getauft, obwohl ich noch kathloisch bin ( das 'noch' bezieht sich auf meine Faulheit und Vergesslichkeit, den Kirchenaustritt zu machen). Selbstverständlich steht es ihnen frei sich dafür zu entscheiden, wenn sie es selbst erkennen können (so mit 10 schätze ich mal), die Mutter ist übrigens ohne Konfession.
Ich fühle mich nicht sehr katholisch oder abendländisch christlich. Allerdings bin ich der Meinung, dass das Christliche Weltbild, das Fundament unserer Kultur darstellt. Seit 2000 Jahren, haben wir nach christlichen Idealen gelebt. Unsere ganze europäische Zivisilation geht Hand in Hand mit dem Christentum. Die Säkularisierung ist ja auch noch nicht allzu lange her.
Die Kinder bekommen im Kindergarten eh bereits entsprechendes Gedankengut vermittelt (O-Ton die kleine (4): "Jesus, der war lieb und ist jetzt tot"), das fängt mit einfachen Liedern an und hört mit Gottesdiensten vor den Ferien auf.
Ich kann tendenziell auch nicht schlechtes am Christentum und dessen Werte finden. Die Ideen und Visionen von Jesus sind doch toll, auch wenn niemals zu realisieren und etwas naiv.
Unsere Kinder werden in einem freien Geist erzogen, ohne ideologische Konzepte unserer seits. Ich hoffe und erwarte, dass sie sich bald eine eigene Meinung bilden werden und dann entsprechend handeln. Zumal wir versuchen diese Dinge auch immer recht neutral zu vermitteln, wenn mal eine Frage dannach kommt (und die kommen jetzt.......).
BTW: Ich bin der Meinung, dass es sowas wie Atheismus gar nicht gibt. Jeder hat seinen Glauben, den Punkt aus dem er Stärke und Inspiration, aber auch Trost und Hoffnung bezieht. Ob man das nun an klassichen definierten Religionen festmacht ist eine ganz andere Sache.
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24. 07. 2002, 17:07
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#4
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