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Registrierungsdatum: Jun 2000
Beiträge: 663
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Hartzer Roller
Ahoi,
zur Zeit sind die Vorschläge der Hartz-Kommission von den Fluten weggespült worden,
dennoch dürfen wir spätestens nach den Wahlen (egal wie sie ausgehen!) mit ihrer Umsetzung rechnen. Was das bedeutet, hat die fau mal kurz und prägnant aufgelistet, so daß ich mir hier die Freiheit nehme und das per c&p mal als Diskussionsgrundlage vorstelle.
[q] Original von FAU- Erwerbslose werden durch die Abschaffung der Arbeitslosenhilfe in die Armut gedrängt.
- Erwerbslose werden per angeblicher Zumutbarkeit und Umkehrung der Beweislast in Billigjobs gezwungen, von denen sie nicht existieren können. Da sie diese Jobs überall aufnehmen müssen, werden ihre sozialen Bindungen zerstört.
- Die massive Einführung von Leiharbeit, Billigjobs und Scheinselbstständigkeit wird reguläre Arbeitsplätze im großem Maße vernichten und das allgemeine Lohnniveau dramatisch senken. Die Einnahmen der öffentlichen Hand werden rigoros sinken und die Aufrechterhaltung der sozialen Sicherungssysteme schließlich unmöglich sein. In den Betrieben werden die Lohnabhängigen weder ihre Arbeitnehmerrechte einfordern können noch irgendein Mitspracherecht haben, schließlich sind die Leiharbeitsfirmen - die Sklavenhändler - ihre Arbeitgeber.
[/q]
Rosige Aussichten, die uns der VW-Manager da beschert...
greetz
PeterPanter
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16. 08. 2002, 12:45
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#1
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Registrierungsdatum: Jun 2000
Ort: Aachen
Beiträge: 12.256
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Tja, die FAU beschreibt den Sachverhalt gewohnt umsichtig und beleuchtet das Thema von allen Seiten.
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16. 08. 2002, 13:34
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#2
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"Einzigst"-sager
Registrierungsdatum: Apr 2001
Ort: Kalaalit Nunaat
Beiträge: 991
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hrhr,
naja eigentlich gibt es da nichts zu lachen. man kann alles positiv oder negativ darstellen. ich ergänze mal was:
Zitat:
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Erwerbslose werden durch die Abschaffung der Arbeitslosenhilfe in die Armut gedrängt
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Sie können ja gerne einen "zumutbaren" Arbeitsplatz annehmen. Was ist denn mit der Spargelernte? Die Deutschen sind nur zu faul. es grenzt an Betrug was sich einige da erlauben.
Zitat:
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Erwerbslose werden per angeblicher Zumutbarkeit und Umkehrung der Beweislast in Billigjobs gezwungen, von denen sie nicht existieren können. Da sie diese Jobs überall aufnehmen müssen, werden ihre sozialen Bindungen zerstört
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oh, *heul*, ihr sozialen bindungen werden zerstört.... ich frage mich was für bindungen? sie müssen ihren stammtisch verlassen? schrecklich. aber wozu haben sie ein handy, dann können sie ihr kollegen ja doch ncoh anrufen *glück gehabt*
Zitat:
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Die massive Einführung von Leiharbeit, Billigjobs und Scheinselbstständigkeit wird reguläre Arbeitsplätze im großem Maße vernichten und das allgemeine Lohnniveau dramatisch senken. Die Einnahmen der öffentlichen Hand werden rigoros sinken und die Aufrechterhaltung der sozialen Sicherungssysteme schließlich unmöglich sein. In den Betrieben werden die Lohnabhängigen weder ihre Arbeitnehmerrechte einfordern können noch irgendein Mitspracherecht haben, schließlich sind die Leiharbeitsfirmen - die Sklavenhändler - ihre Arbeitgeber.
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es geht darum einem arbeitslosen einen verbindliches angebot zu machen, und nicht ihn als sklaven zu verkaufen. er kann ja gerne ablehnen.... aber eventl. muss er dann mal auf das handy verzichten (sry, vorurteile)
ich persönlich begrüße die vorschläge!
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16. 08. 2002, 15:04
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#3
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Mamas Liebling
Registrierungsdatum: Apr 2001
Beiträge: 2.095
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was PeterPanter in die eine richtung meiner meinung zu weit treibt (zu linkslastig und schwarzmalerisch) machst du(cor!ax) in die andere richtung und beides wird im endeffekt der sache nicht gerecht da es übertrieben ist.
bei der umsetzung wird sich schon der goldene mittelweg finden und nichts wird so heiss gegessen wie es gekocht wird.
privy
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16. 08. 2002, 16:40
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#4
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Zitat:
Original geschrieben von PeterPanter
Was das bedeutet, hat die fau mal kurz und prägnant aufgelistet
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Was die aufgezählten sozialen Aspekte betrifft, auf jeden Fall. So ein Programm aus der Kiste der Bonzendiktatur kann auch wirklich nur in Deutschland so einfach umgesetzt werden.
In Frankreich oder Spanien hätte es auf jeden Fall Widerstand und Generalstreik gehagelt. Da streiten die Gewerkschaften jahrelang um einen etwas gerechteren Anteil für die Arbeiter und ein paar Prozent, und dann kommt so ne von den Bonzen geleaste Politikerbande und drückt mal eben Zwangsarbeit mit bis zu fünfzigprozentigen Lohnabschlägen durch. Die Seuche mit den Zeitarbeits- und Sklavenfirmen hab ich ja schon kommen gesehen, hätte aber nie für möglich gehalten, das die auch noch so einfach von bestochen Politbonzen mit Zwangsarbeitern bestückt werden können.
Was ich ein wenig vermisse bei der Aufzählung sind die wirtschaftlichen Aspekte der Käsestudie. Also alles was jenseits dem Bonzen- und Politikerjubel wegen der billigen Lohnsklaven passiert. Also das, was der Handel so smart mit Kaufzurückhaltung und mangelndem Konsumentenvertrauen und mangelndem Auftragsvolumen beschreibt.
Aber wie das Fußvolk, so die Herren:
Zitat:
Original geschrieben von cor!ax
oh, *heul*, ihr sozialen bindungen werden zerstört.... ich frage mich was für bindungen? sie müssen ihren stammtisch verlassen? schrecklich. aber wozu haben sie ein handy, dann können sie ihr kollegen ja doch ncoh anrufen *glück gehabt*
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Klar, dass die Politiker in der Rechten Szene das leichteste Spiel haben. Erstens sind sie eh hohl, also die ersten beim Spargelstechen. Und wo bei „sozialen Kontakten“, typisch Rechts, der Stammtisch und das Handy zuerst genannt wird, braucht kein Reformer mit Widerstand zu rechnen. Die Grütze, über die nächste von einem Wegstehende Bierkiste zu glotzen ist scheinbar eh nicht vorhanden.
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17. 08. 2002, 04:36
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#5
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Mitglied
Registrierungsdatum: Jul 2000
Beiträge: 293
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In der Hartz Kommission war ja auch nie die Rede von der Schaffung 2 Millionen neuer Arbeitssplätze. Es soll ja nur die Arbeitslosenzahl halbiert werden. Das hat PeterPanter richtig erkannt. Es werden nur die Statistiken verbogen. Alle über 55 fallen aus der Statistik raus. Arbeitslose,die den Umzug in eine andere Stadt verweigern oder den Billigjob nicht annehmen,wird die ALh gestrichen. Der Rest nimmt einen Sklavenjob an.
Und da erzählt Hartz "Heute ist ein glücklicher Tag für alle Arbeitslosen".
Das wird er wohl zynisch gemeint haben.
MfG
Helmut
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17. 08. 2002, 08:03
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#6
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Bananenrepublikbewohner
Registrierungsdatum: Sep 2000
Ort: Bananenrepublik
Beiträge: 524
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Meine Meinung zu dem "großen Wurf" des Hartzer Handkäses:
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Bundeskanzler Gerhard Schröder sagte dazu: „Wir werden, was die Frage der Zumutbarkeit angeht, das sozial aber auch regional neu definieren.“
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D.h.
Jeder Single-Arbeitslose muss jeden Job annehmen, egal ob in MÜnchen o. in Hamburg
-> Der Osten blutet noch mehr aus. Wanderungen von Nord nach Süd und Ost nach West werden wohl normal!
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Der sogenannte Job-Floater
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= Geldwäsche staatlich verordnet!
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Die Arbeitsämter sollen zu Personal-Service-Agenturen werden.
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= Umbenennung der Arbeitsämter oder was machen die Arbeitsämter den heutzutage bitte?
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"Fördern, aber auch fordern”: Es wird keine kollektiven Leistungskürzungen geben. . Damit soll dafür gesorgt werden, dass Arbeitslose, die alle Anstrengungen unternehmen, um vermittelt zu werden, nicht bestraft werden. Dafür drohen Arbeitsunwilligen aber individuelle Sanktionen.
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Hört sich toll an und ist im Grunde genommen auch ganz sinnvoll.
Problem ist jedoch hauptsächlich, dass es keine Neugründungen von Firmen gibt, die Leute einstellen.
Keine Firmen, keine Jobs. Dort enthält der Hartzbericht nichts! Es fehlt hier an jeden Vorschlägen. Ich vermisse Punkte wie:
Gründerzentren einrichten
Steuerfreiheit für neugegründete Unternehmen von 2 Jahren
Vereinfachung des Steuersystems
Aufheben von IHK und sonstigen Zwangsbeiträgen
Aufhebung von Steuerschlupflöchern
Quittungen bei allen Bargeschäften des täglichen Lebens(siehe Italien)
Politischer Druck auf "Steuerhinterziehländer" wie Schweiz.
Generelle Förderung von Kleinunternehmen (Günstige Kredite, Beratung... usw.)
Naja ist auch egal....hoffe der Bericht löst sich im Hochwasser auf.
Hans Killrt
p.S. /edit: http://www.spiegel.de/politik/deutsc...209951,00.html
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Ökonomen prophezeien maximal 200.000 neue Jobs
Halbieren wollte die Hartz-Kommission mit ihrem Vorschlag die Arbeitslosigkeit in Deutschland. Unsinn, sagen jetzt Schweizer Experten, maximal 200.000 Arbeitsplätze könne man schaffen, wenn man die Pläne umsetze.
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Geändert von Killrt0012 (17. 08. 2002 um 15:42 Uhr).
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17. 08. 2002, 14:57
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#7
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"Einzigst"-sager
Registrierungsdatum: Apr 2001
Ort: Kalaalit Nunaat
Beiträge: 991
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hm... rechts? ich? fassen wir zusammen:
ich finde es bemerkenswert, dass gerade bei der spargelernter (exemplarisches beispiel) zB. polnische gastarbeiter eingesetzt werden. warum? nicht weil der deutsche für sowas zu "gut" ist, sondern weil der deutsche zu faul ist und es schlichtweg nicht macht. somit bewundere ich die polnischen gastarbeiter mehr als die deutschen arbeitslosen, die sich denken: "ach ne, für die paar mark streng ich mich nicht an"
ist das jetzt rechts? ich denk mal nicht....
so, dann die sozialen kontakte:
das leben ist nunmal nicht einfach. der staat muss einem nicht alles in mundgerechte häppchen schneiden, nur weil einige zu bequem sind. dann müssen sie eben umziehen? na und? man kann auch mal prioritäten setzen.
so far
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17. 08. 2002, 16:59
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#8
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Mitglied
(Threadstarter)
Registrierungsdatum: Jun 2000
Beiträge: 663
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Ahoi,
ein gutes Gedächtnis ist gelegentlich von Nutzen...
Ich schrieb im thread 'Politikbarometer' in Bezug auf die Steuerpläne der FDP:
"(...)
Und weil es dann immer noch nicht reicht, kürzt die FDP pauschal 10 % der staatlichen Finanzhilfen. Das betrifft uA auch die Eigenkapitalhilfen für Existenzgründer.
Wie das mit dem angeblichen Eintreten für den Mittelstand zusammen passen soll, muss mir auch noch mal erklärt werden.
(...)"
Daraufhin entgegnete mir Killrt0012:
"(...)
------------------------------------------------------------------------
Kürzung der staatlichen Finanzhilfen um 10%
-----------------------------------------------------------------------
Richtig so. Auch wenn es eine einschneidende Maßnahme ist. Es kann nicht sein, dass der Staat für jeden Mist einspringt. Wenn ein Existenzgründer ein gutes Konzept hat, bekommt er auch sein Geld von privater Hand, Bank...usw.. Da muß kein Staat einspringen.
(...)"
Nun beliebt Killrt0012 folgende Meinung zu den Plänen der Hartz-Kommission zu vertreten:
"(...)
Ich vermisse Punkte wie:
Gründerzentren einrichten
Steuerfreiheit für neugegründete Unternehmen von 2 Jahren
(...)"
Mir scheint, hier argumentiert jemand nach der Adenauerschen Devise 'was kümmert mich mein dummes Geschwätz von gestern'.
Das ist das zentrale Problem der bürgerlichen Oppositionsparteien:
Im Grunde verfolgen sie eine ähnlich restriktive unternehmerfreundliche Politik wie die derzeitige Regierung, müssen aber aus wahltaktischen Gründen dagegen wettern, wohlwissend, daß sie nach einem möglichen Regierungswechsel nichts wesentlich anderes machen werden als das, was SPD und Grüne durchsetzen wollen, mit dem kleinen Unterschied, daß bei einer Stoiber/Westerwelle-Regierung die weitere Umverteilung von unten nach oben noch drastischer vollzogen werden wird...
Für die 'Nicht-Besserverdienenden' unter den Wählern also alles andere als eine Alternative zu den Regierungsparteien.
greetz
PeterPanter
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17. 08. 2002, 19:04
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#9
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@ cor!ax : Ich finde, es wird lächerlich auf der Ebene weiterzudiskutieren. Du kannst nicht im Ernst erwarten, den Unterschied zwischen einem polnischen und deutschen Arbeiter erklärt zu bekommen. Ich finde, du solltest noch mal grundsätzlich über den Sinn von Arbeit und Gesellschaft nachdenken. Das wird ja langsam pervers, wenn sich die arbeitende Bevölkerung schon selber in der Rolle des faulen, schmarotzenden Taugenichtses und ans Leben anspruchslosen Wanderarbeiters den Herren Bonzen anbiedert.
Man kann ja den Standpunkt vertreten, dass die Herren Schröder, Stoiber, Westerwelle schon alles richtig machen. Aber welches grundsätzliche Problem ist damit gelöst? Wo sind wir in zwei Jahren?
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17. 08. 2002, 22:02
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#10
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Bananenrepublikbewohner
Registrierungsdatum: Sep 2000
Ort: Bananenrepublik
Beiträge: 524
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@Peter Panter
Reading and understanding is fundamental!
Staatlichen Finanzhilfen um 10 % kürzen
und Gründerzentren einrichten sowie
Steuerfreiheit für neugegründete Unternehmen von 2 Jahren sind nunmal nicht das Gleiche!
Ob ich Subventionen um 10% senke oder Kleinunternehmen erst einmal 2 Jahre von Steuern befreie sind 2 komplett verschiedene Schuhe. Ist doch verständlich oder?
Zitat Peter Panter
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.....wahltaktischen Gründen dagegen wettern, wohlwissend, daß sie nach einem möglichen Regierungswechsel nichts wesentlich anderes machen .....
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Der große Unterschied besteht darin, dass die SPD/Grüne den Großen Konzernen mit Ihren Gewerkschaften(=potentielle SPD-Anhänger) Geschenke wie z.B. Körperschaftssteuer gemacht haben. Jetzt versucht die SPD mit ihrem Hartzer Handkäs nichts dagegen zu unternehmen, sondern setzt lediglich auf eine verbesserte Vermittlung der Arbeitslosen, die Tatsache verachtend, dass es im Moment kaum freie Stellen gibt.
Tatsache ist jedoch auch (zum1000mal), dass die SPD die Kleinunternehmen völlig außer acht lässt, da Selbständige und Angestellte kleiner Unternehmer potentielle CDU/CSU/FDP Wähler sind.
Was ist daran so schlimm, wenn jemand in Selbstständigkeit, verbunden mit vielen Risiken und Arbeit es zu einem "Besserverdienenden" geschafft hat.(Unwort des Jahres).
Dieses typisch deutsche Neidargument(speziell auch von Dir Peter Panter) kann ich wirklich nicht mehr hören.
Jeder "Besserverdiener" ist doch in Deinen Augen ein böser, schlimmer Mensch, der auf Kosten seiner Sklaven lebt und diese nur ausbeutet.
Der Normalfall ist doch so, dass jemand eine kleine Firma mit viel Arbeit aufbaut, ein paar Mitarbeiter einstellt, das komplette Risiko, die gesamte Verantwortung trägt und trotzdem nicht am Reichtum stirbt.
Edit: Witzig ist dass sich meine Neidtheorie mit Distels posting überschnitten hat "Herren Bonzen ")]
Hans Killrt
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17. 08. 2002, 22:09
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#11
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Zitat:
Original geschrieben von Killrt0012
Der große Unterschied besteht darin, dass die SPD/Grüne den Großen Konzernen mit Ihren Gewerkschaften(=potentielle SPD-Anhänger) Geschenke wie z.B. Körperschaftssteuer gemacht haben.
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Und auch zum hundertsten Mal. Die SPD-Steuerreform war das Ergebnis der Wünsche sämtlicher Banker- und Industrielleninteressenvertreter.
Zitat:
Original geschrieben von Killrt0012
Was ist daran so schlimm, wenn jemand in Selbstständigkeit, verbunden mit vielen Risiken und Arbeit es zu einem "Besserverdienenden" geschafft hat.(Unwort des Jahres).
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Schlimm wird das erst durch bestechliche Politiker und industrielle Propagandisten, bei deren Worten jedem Unternehmer das Herz höher hüpft, hat er doch heute praktisch die Möglichkeit, die Mittel seiner Wertschöpfung quasi umsonst kommen zu lassen, und langsam aber sicher die Gesellschaft wegen seiner Gier abzuwürgen. Über besser verdienende hat sich in Zeiten nahe der Vollbeschäftigung, also der Zeit vor Kohl, keiner aufgeregt. Nach dem dieser korrupte Arsch mit seiner Politik die Massenarbeitslosigkeit eingeleitet hatte, fangen die Ärsche auch noch an, die Bevölkerung als faul zu diffamieren.
Zitat:
Original geschrieben von Killrt0012
Der Normalfall ist doch so, dass jemand eine kleine Firma mit viel Arbeit aufbaut, ein paar Mitarbeiter einstellt, das komplette Risiko, die gesamte Verantwortung trägt und trotzdem nicht am Reichtum stirbt.
Edit: Witzig ist dass sich meine Neidtheorie mit Distels posting überschnitten hat "Herren Bonzen ")]
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Da kommen einem ja glatt die Tränen. Ich hab auch noch keinen gesehen, der an Reichtum gestorben ist, die Unternehmer müssen ihre Geldscheine ja nicht mehr mit sich rumschleppen.
Aber an Armut sterben täglich Menschen. Da ist Neid, wie du das nennst, ein sehr konstruktives gesellschaftliches Regulativ. In einer funktionierenden Gesellschaft gehen nämlich die Vermögensverhältnisse im Schnitt unabhängig der unterschiedlichen Alimentierung von Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen nach oben oder unten.
Was du Neid nennst nenne ich Gerechtigkeit, und überhaupt die Grundlage dafür, dass der Staat noch funktioniert. Weil die Bonzen dass aber anders sehen hoffe ich nur, dass die Leute hier nicht so blöd sind, und sich irgendwann wie in Argentinien vor die verschlossenen Banken stellen und betteln, sondern sich die Profiteure krallen.
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17. 08. 2002, 23:08
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#12
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PC- Terminator
Registrierungsdatum: Aug 2000
Ort: ASAP New Zeeland
Beiträge: 322
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Die Pläne der Hartz Kommission sind meiner Meinung nach ein verzweifelter Versuch noch irgend etwas zu retten, was nicht zu retten ist, und das auf Kosten der schwächsten im Land, den Arbeitslosen!
In Deutschland fehlen definitiv gesunde Arbeitsplätze!
Die "offenen Stellen" (besonders in Ostdeutschland) sind Ausbeuterstellen für 3 - 5 € die Stunde. Diese "offenen Stellen" schalten die Tarif-Zahlende Konkurenz aus und werden damit noch von der Regierung unterstützt.
Es gibt Arbeitnehmer in Ostdeutschland, die arbeiten für 6 € die Stunde in München, ohne Auslöse, und bekommen nicht mal pünktlich ihren zustehenden Lohn!
Statt Arbeitsplätze zu schaffen, werden immer mehr Altunternehmen in den Ruin getrieben.
Es gibt viele arbeitslose Ingenieure, statt diese Bedarfsgerecht umzuschulen, führen wir lieber eine Greencard ein!
Was Deutschland/Europa braucht, wäre eine Einfuhrsteuer/Begrenzung auf alle Waren, welche selbst im Land produziert werden können. Desweiteren eine Luxussteuer auf Waren, welche nicht zum Leben notwendig sind. Und nicht zuletzt, ein Tariftreue-Gesetz an das sich jedes Unternehmen halten muß. Damit könnte man Renten und Gesundheitswesen locker finanzieren! Lohnnebenkosten würden gesenkt, Investitionen (auch für ausländische Unternehmen) wären wieder lukrativ!
Deutschland braucht Arbeitsplätze und keine Umverteilung der Arbeitslosen!
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17. 08. 2002, 23:59
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#13
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Mitglied
Registrierungsdatum: Sep 2000
Ort: Sachsen
Beiträge: 183
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@Radi2000
Endlich mal einer mit Durchblick.
Was Radi2000 da schreibt trifft den Nagel auf den Kopf.
Seit dem Untergang der DDR (und des Sozialismus weltweit) gibt es in Deutschland und natürlich auch global keine "Konkurenz" mehr.
Die "Ausbeutung" der Arbeitnehmer nimmt immer dramatischere Größenordnungen an - auch global gesehen. Da gibt es auch bald keinen Unterschied mehr zwischen Ost und West.
Denkt mal darüber nach welche Arbeitnehmerrechte in den letzten 12 Jahren den Bach runtergegangen sind, da reihen sich doch die "Harzvorschläge" passgenau ein.
Unter dem Gefasel, die Arbeit in Deutschland sei zu teuer, werden die Reallöhne ständig gedrosselt, obwohl die großen Unternehmen die höchsten Gewinne aller Zeiten einstreichen.
Die Gewerkschaften, die die Rechte der Arbeitnehmer schützen wollen , werden als Bremsklötze der Wirschaftlichen Entwicklung bezeichent.
Konzerne frisieren die Bilanzen und machen Pleite - aber nicht ohne horrende Abfindungen für Vorstandsetagen. Die Gehälter der Vorstände in der Wirtschaft stehen in keinem Verhältnis zu den beschissenen Leistungen die sie erbringen - ein ostdeutscher Arbeiter schuftet 10 -12 Std. täglich für 5-7 €/h damit das Geld wenigstens zum Leben reicht.
Und die Hochwasseropfer in den Katastrophengebieten werden für den Wahlkampf mißbraucht.
armes Deutschland
Florianx
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18. 08. 2002, 21:30
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#14
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Zitat:
Original geschrieben von Florianx
Die "Ausbeutung" der Arbeitnehmer nimmt immer dramatischere Größenordnungen an - auch global gesehen. Da gibt es auch bald keinen Unterschied mehr zwischen Ost und West.
Denkt mal darüber nach welche Arbeitnehmerrechte in den letzten 12 Jahren den Bach runtergegangen sind, da reihen sich doch die "Harzvorschläge" passgenau ein.
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Das Tempo der Entrechtung nimmt erheblich zu, während die Großverdiener nahezu Narrenfreiheit kriegen.
Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel über einen radikalen Tabu-Bruch und neuen Gesellschaftsvertrag
Zitat:
Das neue Modell: Billiger Arbeitsnomade
RUDOLF HICKEL: Für mich steht und fällt die gesamte Arbeitsmarktreform, wie sie Hartz jetzt vorgestellt hat, mit Antworten auf folgende Fragen. Gibt es mehr Wachstum? Entsteht zusätzliche Nachfrage? Ergeben sich daraus neue, rentable Arbeitsplätze? Nehme ich diese Kriterien, bleibt als Fazit: Bei Hartz steht die Stärkung des Wirtschaftswachstums nicht im Vordergrund. Im Kern geht es nicht um die Schaffung rentabler Arbeitsplätze. Ich sage es zugespitzt - angestrebt wird ein radikaler Tabubruch im Umgang mit Arbeitslosen.
(…)
Künftig sollen Auszubildende 25.000 Euro in den Rucksack bekommen, die ein Unternehmer, wenn er sie ausbildet, als Kredit erhält. Das ist endgültig der Ausstieg aus dem dualen Bildungssystem. Die Unternehmenswirtschaft wird aus der Verantwortung für die Auszubildenden, die später ihre Fachkräfte sind, entlassen.
(…)
Aber der Kanzler, der seinen Finanzminister zurückgepfiffen hat, will das kriminell, mit hohen Renditen veranlagte Kapital aus Lichtenstein nach Leipzig, Cottbus und wohin auch immer holen. Anstatt die Steuerkriminalität zu bekämpfen, bekommt sie jetzt im neuen Gesellschaftsvertrag ihre höhere Weihe.
(…)
Dass darüber in den Mainstream-Medien und der Mainstream-Ökonomie kaum geredet wird, hat schlichtweg den Grund, dass die große Mehrheit diesen Konsensbruch gegenüber dem Sozialstaat will.
(…)
Aber wenn man sich den Typ des billigen, flexiblen Arbeitsnomaden vor Augen hält, sind wir auch von amerikanischen Verhältnissen nicht mehr weit entfernt - Heuern und Feuern, wie es gerade passt.
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Die Politiker sollen sich mal in den Musterländern der Kapitalisten umschauen. Das Musterland USA erlebt ja nicht gerade seine Blütezeit unter der Wirtschaftspolitik von Bush, obwohl da traumhafte Zustände für Arbeitgeber herrschen. Aber wenn egoistische Kapitalisten mit entsprechend bestochener Macht ausgestattet sind, gibt’s bis zum bitteren Ende kein halten mehr. Die Vorschläge der Hartzkommision sind noch gar nicht umgesetzt, da klagen alle Unternehmerverbände schon wieder, die Reformen gingen noch lange nicht weit genug.
Mittelstand gehen Hartz-Pläne nicht weit genug
Zitat:
Zitat „DIE WELT“
Mittelstand gehen Hartz-Pläne nicht weit genug:
Die vorgeschlagene Deregulierung der Zeitarbeit, eine erleichterte Befristung von Arbeitsverhältnissen bei Älteren und die Umkehr der Beweislast bei der Zumutbarkeit eines neuen Jobs gingen zwar in die richtige Richtung. Notwendig sei aber eine Senkung der Steuer- und Abgabenlast. Pahl forderte zudem einen flexibleren Kündigungsschutz und eine geringere Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.
(...)
Auch Arbeitgeber-Präsident Dieter Hundt wiederholte seine Kritik am Hartz-Konzept. Um die Arbeitslosigkeit spürbar zu senken, seien kräftig sinkende Abgaben in den Sozialsystemen, weniger Steuern und Bürokratie, eine beschäftigungsfreundliche Tarifpolitik und ein günstiges weltwirtschaftliches Umfeld erforderlich, sagte Hundt dem Magazin "Focus-Money".
(…)
Aus der FDP-Bundestagsfraktion wurde erneut die Forderung nach einer Anhebung für alle geringfügigen Beschäftigungen auf 630 Euro laut.
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18. 08. 2002, 22:28
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#15
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Mitglied
Registrierungsdatum: Mar 2001
Beiträge: 910
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Ach ja, unser Visionär - Herr Distel!
Die Seuche mit den Zeitarbeits- und Sklavenfirmen hab ich ja schon kommen gesehen
Freue dich doch! So haben wenigstens die lohnabhängig Beschäftigten der lederverarbeitende Industrie und der Hersteller von Stacheldraht wieder Arbeit.
Ochsenziemer, neunschwänzige Katzen und Stacheldrahtverhaue für die Disziplinierung und die Unterbringung der Arbeitssklaven müssen ja hergestellt werden.
Herr Distel schreiben:
Du kannst nicht im Ernst erwarten, den Unterschied zwischen einem polnischen und deutschen Arbeiter erklärt zu bekommen.
Herr Cor!ax kann solche Erklärung vielleicht nicht erwarten. Aber mir, als unwissendem, dummen Ausländer kannt du das doch verraten. Sind es grundsätzlich Unterschiede , u.U. genetisch bedingte, haben sie ihre Wurzeln in einer anderen Schul- und Berufsausbildung, oder liegt der Unterschied einfach in der andern Auffassung von Zumutbarkeit bei einer Arbeitsaufnahme?
Fragen über Fragen!
Herr Distel merken an:
Was ich ein wenig vermisse bei der Aufzählung sind die wirtschaftlichen Aspekte der Käsestudie.......
Also das, was der Handel so smart mit Kaufzurückhaltung und mangelndem Konsumentenvertrauen und mangelndem Auftragsvolumen beschreibt.
Habe ich etwas verpasst? Sollte die Bevölkerung in Deutschland über das zweite Gesicht verfügen und schon im Vorgriff auf eine, zu diesem Zeitpunkt, noch nicht einmal angedachte Studie seit Beginn des Jahres das oben beschriebene Verhalten an den Tag gelegt haben?
und:
Die SPD-Steuerreform war das Ergebnis der Wünsche sämtlicher Banker- und Industrielleninteressenvertreter.
Würdest du uns bitte an der Quelle deiner Erkenntnisse teilhaben lassen?
Auf die Aussage von Killrt0012:
Was ist daran so schlimm, wenn jemand in Selbstständigkeit, verbunden mit vielen Risiken und Arbeit es zu einem "Besserverdienenden" geschafft hat?
Der Normalfall ist doch so, dass jemand eine kleine Firma mit viel Arbeit aufbaut, ein paar Mitarbeiter einstellt, das komplette Risiko, die gesamte Verantwortung trägt und trotzdem nicht am Reichtum stirbt.
kommt von dir folgender Beitrag:
Schlimm wird das erst durch bestechliche Politiker und industrielle Propagandisten, bei deren Worten jedem Unternehmer das Herz höher hüpft, hat er doch heute praktisch die Möglichkeit, die Mittel seiner Wertschöpfung quasi umsonst kommen zu lassen, und langsam aber sicher die Gesellschaft wegen seiner Gier abzuwürgen.
Also - jemand baut ein kleines Geschäft auf und lebt von dessen Erträgen. Das ist solange in Ordnung wie es keine bestechlichen Politiker und Lobbyisten gibt und wird erst dann zu einem Übel, das du zu bekämpfen dich bemühst, wenn diese Sorte Mensch auftritt ?
Da ich keine Möglichkeit habe "Mittel seiner (meiner) Wertschöpfung quasi umsonst kommen zu lassen, und langsam aber sicher die Gesellschaft wegen seiner (meiner) Gier abzuwürgen", wäre ich dir für nähere Ausführungern dankbar. Solche Erfolgsrezepte kann man immer brauchen.
Oh, noch etwas aus der Erkenntniss-Schatzkiste von Herrn Distel:
Über besser verdienende hat sich in Zeiten nahe der Vollbeschäftigung, also der Zeit vor Kohl, keiner aufgeregt.
Neidgefühle sind also erst angebracht und legitim in schlechteren Zeiten?
Denn:
Da ist Neid, wie du das nennst, ein sehr konstruktives gesellschaftliches Regulativ.
In einer funktionierenden Gesellschaft gehen nämlich die Vermögensverhältnisse im Schnitt unabhängig der unterschiedlichen Alimentierung von Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen nach oben oder unten.
So,so - wie funktioniert das denn?
Zum Schluß, und bevor der Verdacht aufkommt ich würde nur auf Distel rumhacken, noch eine Frage @Florianx:
Welche Arbeitnehmerrechte sind in den letzten 12 Jahren in Deutschland den Bach runter gegangen?
@Radi2000, =>Wohnort: ASAP New Zeeland!
Viel Glück!! Das soziale Klima in Neuseeland läßt den deutschen Sozialstaat wie ein Schlaraffenland erscheinen!
hilsen
Lüdegast
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19. 08. 2002, 12:47
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#16
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Bananenrepublikbewohner
Registrierungsdatum: Sep 2000
Ort: Bananenrepublik
Beiträge: 524
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Zitat Distel
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Und auch zum hundertsten Mal. Die SPD-Steuerreform war das Ergebnis der Wünsche sämtlicher Banker- und Industrielleninteressenvertreter.
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Und dies war offensichtlich falsch. Hätte man doch besser die kleinen Firmen unterstützt., anstatt Geschenke an Bankern; Versicherungen u. Konzerne zu machen, anstatt zu Kuschen mit Zigarre und Seidenanzug.
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Da kommen einem ja glatt die Tränen. Ich hab auch noch keinen gesehen, der an Reichtum gestorben ist, die Unternehmer müssen ihre Geldscheine ja nicht mehr mit sich rumschleppen.
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Mir kommen Tränen, wenn ich sehe, dass es 40.000 Pleiten von sog. Bonzen und Halsabschneidern gibt und Sie teilweise mit Ihrem Privatvermögen haften. Nicht zu vergessen die Angestellten die mit dem Untergang der Unternehmen arbeitslos geworden sind.
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Hartzpläne für Mittelstand nicht weit genug
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Problem ist doch, dass sich Hartz nur mit den Arbeitslosenproblem beschäftigt hat und nichts zur Förderung der Wirtschaft vorschlägt(Stichwort: innovativer Mittelstand)
Nicht umsonst kam sofort Kritik aus der Schweiz. Die SPD hat offensichtlich null Interesse den Mittelstand zu fördern, da diese sowieso mehr auf CDU/CSU und FDP gerichtet sind.
Hans Killrt
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19. 08. 2002, 15:01
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#17
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Mitglied
Registrierungsdatum: Sep 2000
Ort: Sachsen
Beiträge: 183
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@Lüdegast
Zu den Arbeitnehmerrechten:
Die Arbeitgeber kündigten den 1991 abgeschlossen Tarifvertrag zur stufenweisen Abgleichung der Tarifentgelte und nur durch einen Streik gelang es, die Angleichung doch noch durchzusetzen. Der Preis bestand in einer zeitlichen Streckung des Anpassungszeitraumes bis zum Jahr 1996 und der Verabredung einer „Härtefallklausel“, die erstmalig in der neueren Tarifgeschichte eine Unterschreitung der Tarifnormen zuläßt.
1991 konnte noch ein tarifvertraglicher Kündigungsschutz durchgesetzt werden, der Entlassungen untersagte. Nachdem dieser Vertrag jedoch ausgelaufen war, brachen die Dämme und die Deindustrialisierung weiter Landstriche setzte ein.
Es gibt ständig Angriffe auf Arbeitnehmerrechte, Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen Über Jahre hinweg wurden Schutzgesetze und Vorschriften von Regierungen aufgehoben, wurde Stück für Stück dereguliert.
Viele Unternehmen nutzen die Globalisierungschancen rigoros zum Absenken der Tarifstandards.
Der Preis, den die verbleibenden Beschäftigten für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze zahlen, ist teilweise sehr hoch: Die Unternehmen nutzen die Situation um über Jahre hinweg erkämpfte Arbeitnehmerrechte zurückzuschrauben.
In vielen Betrieben leisten Beschäftigte "freiwillig" unbezahlte Mehrarbeit, verzichten auf Weihnachtsgeld, Urlaubstage, Erholzeiten, arbeiten erheblich unter "Tarif"usw.
Wer nicht mitmacht riskiert seinen Arbeitsplatz, schließlich warten genügend andere darauf, ihre Haut zu Markte zu tragen.
Die sozialen Sicherungssysteme verkommen zu Almosen.
- das reale Renteniveau sinkt unaufhörlich - Zusatzversorgung für ostdeutsche Arbeitnehmer ein unerfüllbarer Traum (zumindest für den überwiegenden Teil)
- die Reformen im Gesundheitswesen lassen den Schluß zu: "weil Du arm bist mußt du eher sterben"! - das 2-Klassensysten ist schon Realität.
-jetzt soll auch noch das Arbeitslosengeld zeitlich gekürzt werden - aber Arbeitsplätze gibt es nicht.
- vorgezogener Ruhestand, ja aber nur mit erheblichen Abstrichen an der ohnehin schmalen Rente
- Arbeit bis zur Rente? - ein unlösbares Problem.
Reicht das erst mal?
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19. 08. 2002, 19:52
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#18
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PC- Terminator
Registrierungsdatum: Aug 2000
Ort: ASAP New Zeeland
Beiträge: 322
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Lüdegast,
ich habe eine kleine Firma und kämpfe täglich ums überleben! Ich bezahle Tausende DM in den von Dir geliebten Sozialstaat!
Wenn ich meine Firma nicht halten kann, tritt mir der Sozialstaat in den Ar... und ich sitze mit einen Sack Schulden da und keiner wird mir helfen, ich bin halt nunmal nicht Holzmann!
Ich glaube nicht, dass es mir in New Zeeland schlechter gehen kann, 14 stunden am Tag arbeiten für nen Apfel und ein Ei kenn ich ja schon aus Deutschland!
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19. 08. 2002, 20:49
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#19
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@Lüdegast: Da du ja deine Meinung zu dem Thema verschweigst, und stattdessen dich aufs Blödeln beschränkst, gibt’s nicht allzu viel zu sagen.
Zitat:
Original geschrieben von Lüdegast
Aber mir, als unwissendem, dummen Ausländer kannt du das doch verraten. Sind es grundsätzlich Unterschiede , u.U. genetisch bedingte, haben sie ihre Wurzeln in einer anderen Schul- und Berufsausbildung, oder liegt der Unterschied einfach in der andern Auffassung von Zumutbarkeit bei einer Arbeitsaufnahme?
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Wenn du ne alte Oma die Treppen runtergeschmissen hast, fragst du dann auch warum sie so schnell läuft?
Zitat:
Original geschrieben von Lüdegast
Habe ich etwas verpasst? Sollte die Bevölkerung in Deutschland über das zweite Gesicht verfügen und schon im Vorgriff auf eine, zu diesem Zeitpunkt, noch nicht einmal angedachte Studie seit Beginn des Jahres das oben beschriebene Verhalten an den Tag gelegt haben?
und:
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Dafür braucht die Bevölkerung nur ein fettes Gesicht (Kohl) vor dem geistigen Auge. Die Ideen von Hartz und Stoibers Konsorten sind so alt, wie der Sklavenhandel alt ist. Kein Vorgriff und kein zweites Gesicht, sondern die mit verschärftem Tempo fortgesetzte Bonzen- und Kohlpolitik.
Zitat:
Original geschrieben von Lüdegast
Würdest du uns bitte an der Quelle deiner Erkenntnisse teilhaben lassen?
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Hab ich schon ein paar Mal und lass ich an der Stelle deshalb aus, ist eh nicht ernst gemeint deine Frage, oder?
Zitat:
Original geschrieben von Lüdegast
Also - jemand baut ein kleines Geschäft auf und lebt von dessen Erträgen. Das ist solange in Ordnung wie es keine bestechlichen Politiker und Lobbyisten gibt und wird erst dann zu einem Übel, das du zu bekämpfen dich bemühst, wenn diese Sorte Mensch auftritt ?
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Lassen wir mal das niedliche kleine Geschäft weg. Wenn Bonzen über die Macht ihrer Mittel, also Bestechung von Politikern, Presse, Banken, geschaffene Arbeitslosigkeit e.t.c. anfangen den größeren Teil der Bevölkerung zu erpressen ,zu unterdrücken und in’s Massenelend zu treiben, wird’s übel. Und genau das passiert. Und die Triebfeder ist individuelle kapitalistische Raffgier.
Zitat:
Original geschrieben von Lüdegast
Neidgefühle sind also erst angebracht und legitim in schlechteren Zeiten?
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Was Bonzen halt als Neid bezeichnen. Die glauben auch, die Polizei verfolgt Bankräuber nur aus Neid.
Zitat:
Original geschrieben von Lüdegast
Zum Schluß, und bevor der Verdacht aufkommt ich würde nur auf Distel rumhacken, noch eine Frage @Florianx:
Welche Arbeitnehmerrechte sind in den letzten 12 Jahren in Deutschland den Bach runter gegangen?
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Frohes hacken. Und ansonsten: Kündigungsschutz, Anteil an der erwirtschafteten Gesamtleistung, Verschärfung der Zumutbarkeitsregeln, um nur mal ein wichtige zu nennen.
Zitat:
Original geschrieben von Killrt0012
Und dies war offensichtlich falsch. Hätte man doch besser die kleinen Firmen unterstützt., anstatt Geschenke an Bankern; Versicherungen u. Konzerne zu machen, anstatt zu Kuschen mit Zigarre und Seidenanzug.
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Die Steuerreform und das Bündnis für Arbeit ist sicher eine Meßlatte gewesen, inwieweit die Industrie, die ja ständig über Hemmnisse beklagt hat, ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht wird, wenn der Staat weniger Regeln aufstellt und an die an sich selbstverständlichen Verpflichtungen der Wirtschaft appelliert. Seh ich als gescheitert an.
Das die Unternehmer jetzt Hartz und Initiative 2002 vordern, ist die Vorsetzung. Und das auch das nicht wirken wird, liegt dann natürlich auch wieder nicht an der Richtung der eingeschlagenen Politik, sondern, so die CDU/FDP/CSU, weil die Arbeitnehmerrechte und die Löhne noch nicht umfassend genug abgebaut worden sind.
Zitat:
Original geschrieben von Killrt0012
Mir kommen Tränen, wenn ich sehe, dass es 40.000 Pleiten von sog. Bonzen und Halsabschneidern gibt und Sie teilweise mit Ihrem Privatvermögen haften. Nicht zu vergessen die Angestellten die mit dem Untergang der Unternehmen arbeitslos geworden sind.
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Logischer Weise jedem, verbessert ja auch bei Normalschaffenden nicht grade die Position, einen gerechten Lohn zu vordern.
Zitat:
Original geschrieben von Killrt0012
Problem ist doch, dass sich Hartz nur mit den Arbeitslosenproblem beschäftigt hat und nichts zur Förderung der Wirtschaft vorschlägt(Stichwort: innovativer Mittelstand)
Nicht umsonst kam sofort Kritik aus der Schweiz. Die SPD hat offensichtlich null Interesse den Mittelstand zu fördern, da diese sowieso mehr auf CDU/CSU und FDP gerichtet sind.
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Das Problem seh ich darin, das keine Partei die Wirtschafts- und Geldpolitik im Grundsatz hinterfragt. Keine Partei kann mit den genannten Ideen Vollbeschäftigung( bei Löhnen, die ein Auskommen garantieren!) erreichen. So weiterzumachen, funktioniert nur noch über Umverteilung von unten nach oben noch eine Zeit lang.
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19. 08. 2002, 21:10
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#20
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Bananenrepublikbewohner
Registrierungsdatum: Sep 2000
Ort: Bananenrepublik
Beiträge: 524
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kann mir jemand bitte die SPD Wirtschaftspolitik und deren Sinn erklären?
Jedes Forschungsinstitut, jeder Wirtschaftswissenschaftler, die Geschichte, die Praxis, alles zeigt und deutet darauf hin, dass man für eine gesunde Wirtschaftspolitik die Kleinbetriebe und den Mittelstand fördern muss.
Und genau das vermisse ich bei der SPD. Von dort kommt überhaupt nichts, gar nichts!
Weder durch Hartz noch durch Müller.
Durch die Hochwasserkatastrophe zieht man jetzt noch die steuerreform vor und die Leittragenden sind die Kleinunternehmer und die Arbeitnehmer.
Ich sehe das Soziale in der SPD überhaupt nicht mehr. Sie schadet dem Land im Moment genau so wie es Kohl am Ende getan hat. An die Auswirkungen will ich gar nicht denken.
Auch wenn es etwas oberflächlich ist: Bei der Vorstellung des Hartzerberichtes in Form einer CD spricht Kanzler Schröder von einer "Diskette". Dies zeigt meiner Meinung nach schon in welcher Welt er lebt.
Es erinnert mich an Herrn Kohl, der die Datenautobahn nicht kannte und verwechselte. Vielleicht war es auch nur ein Versehen....
Hans Killrt
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19. 08. 2002, 21:31
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#21
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Selbst wenn alle Wirtschaftsinstitute meinen, die Klein- und Mittelbetriebe müssten gefördert werden. Gegen die Konzerne wird auch keine CDU Politik machen können. Wenn zwei größere Autokonzerne die Produktion ins Ausland verlagern, ist doch schon quasi Feierabend. Das Hartzpapier ist ja letztendlich auch nichts anderes, als ein Diktat der Industrie. Mit Wirtschaftswissenschaften hat der Käse jedenfalls nichts zu | |