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der007
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Exclamation [Schweizer Volksabstimmung]: Die Initiative gegen den Asylrechtsmissbrauch

Hallo zusammen

Am 24. November 2002 gibt es eine Volksabstimmung. Klickt hier, um zu sehen, über welche Angelegenheiten abgestimmt wird. Lasst euch nicht von den Empfehlungen des Bundes beeinflussen.

Die Volksinitiative von der SVP finde ich eine sehr wichtige und interessante Abstimmung! Die Website der SVP zu dieser Abstimmung befindet sich hier. Bevor ich lange Texte schreibe, möchte ich ganz klar darauf hinweisen, dass ich KEIN Nazi, Faschist oder Rassist bin! Kommt mir also nicht mit so einer Behauptung, OK? Also, weiter mit dem Thema. Die Person, die eine Diskussion eröffnet, soll auch gleich ihre Meinung dazuschreiben. Also mache ich das.

a) Warum wählen die Flüchtlinge die Schweiz aus als Ziel?
- Das ist "geografisch" nicht logisch. Es gibt keine oder nur SEHR wenige Flüchtlinge aus den Nachbarländern der Schweiz, d.h. aus Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Italien oder Frankreich. Aber genau diese Länder durchqueren die Flüchtlinge, obwohl sie schon in den Nachbarländern der Schweiz sicher sind! Und genau das soll verhindert werden durch die Initiative. Das ist gemeint mit dem Argument "Drittstaat" der Initiative gegen den Asylrechts<b>missbrauch</b>. Ich finde das gut! Die Flüchtlinge sollen doch auch zufrieden sein, wenn sie in den Nachbarländern sind. Ich find es nicht gut und nachvollziehbar, dass Afrikaner und Osteuropäer (v.a. Leute aus dem Balkan) quer durch Europa direkt in die Schweiz reisen.

b) Ich kann die Flüchtlinge verstehen. Ich kann verstehen, warum die Schweiz beliebt ist als Ziel. Wir sind ZU nett, freundlich, grosszügig, humanitär und hilfsbereit. Ich möchte erwähnen, dass die Asylanten es besser haben in der Schweiz als behinderte Personen. Und das ist gottverdammt nochmal nicht gerecht. Wenn Asylanten in der Schweiz sind, gibt die Schweiz sehr viel Geld aus für die Unterkunft, für das Essen, Medikamente, humanitäre Hilfe (Operationen) und es gibt sogar ein tägliches Sackgeld von einigen Franken! ABER TROTZDEM MACHEN VIELE ASYLANTEN, WAS SIE WOLLEN! Sie verkaufen Drogen, zetteln Schlägereien an, stehlen und werden trotzdem nicht oder nur wenig bestraft. Eine Ausschaffung ist meistens die Folge einer Straftat.

Also:
Asylanten kommen in die Schweiz --> kriegen gratis Essen, Trinken, Medikamente und werden gesund dank den Ärzten, usw.! Und sie bekommen einige Franken pro Tag und üben Verbrechen aus --> Und sie gehen wieder weg von der Schweiz. Ich habe die Schnauze voll davon! Es gibt nur sehr wenig Dankbarkeit. Natürlich soll ECHTEN Flüchtlingen geholfen werden. Und diesen Flüchtlingen WIRD auch geholfen! Aber viele MISSBRAUCHEN die liebe Schweiz und das zu nette Asylgesetz. Seit einiger Zeit sind weniger als 10% der Asylanten ECHTE FLÜCHTLINGE! Es geht um den Asylrechtsmissbrauch bei dieser Abstimmung. Auch wenn die Iniviative angenommen wird, wird den echten Flüchtlingen geholfen! Die Schweiz wird keine Flüchtlinge in den Tod schicken!

Deshalb empfehle ich ein Ja zur Abstimmung. Viele Schweizer stimmen ab, was der Bund empfiehlt. Das finde ich nicht gut. Jeder soll selber entscheiden, ober Ja oder Nein stimmen will zur Asylinitiative. Ich hoffe, dass das Resultat "Ja" lautet.

MfG
Der007
Alt 10. 11. 2002, 13:37 der007 is offline Mit Zitat antworten #1
DMSO-d6
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Hi,

Ich bin mit dir einig, dass etwas passieren muss. Aber die initative geht zu weit.

Ich bin gegen diese Initative, weil sie nämlich auch den Echten Flüchtlingen keine Chance mehr gibt. Und zwar ist meine rMEinung nach hier das Problem:

<I>Art. 121 Abs. 1a (neu)
1aZur Verhinderung des Asylrechtmissbrauch beachtet der Bund unter Vorbehalt der völkerrechtlichen Verpflichtungen insbesondere folgende Grundsätze:

a. Ist der Asylsuchende aus einem sicheren Drittstaat in die Schweiz eingereist, wird auf ein Asylgesuch nicht eingetreten, wenn der Asylsuchende im Drittstaat ein Asylgesuch gestellt hat oder hätte stellen können.
(...)</I>


Welche Flüchtling reist schon nicht aus einem sicheren Drittland ein? Welcher <B>hätte</B> nicht eines stellen können?

Ein Flüchtling MUSS zwangsläufig durch ein sicheres Drittland, weil die Schweiz nur von sicheren Drittländern umgeben ist.
Folge: Auf 98% der Gesuche wird gar nicht eingegangen. Die anderen 2% kommen mit Flugzeugen, da ist die Sache anders.

Ein weiterer Witz ist, dass Asylanten nicht mehr Arbeiten dürfen. Meine Frage: Kostet ein Asylant dann weniger, wenn er Geld saugt vom Staat?
Das Argument der SVP ist lächerlich: "Wenn ein Asylant arbeitet, dann gefällt es ihm in der Schweiz, weil er mehr verdient als in seinem Land". So aber meinen die eigentlich, wenn ein Asylant geld vom schweizer Staat bekommt UND NICHT mal was dafür tun muss, gefällt es ihm in der Schweiz nicht?????? Glaub mir, er wird mehr Geld bekommen, als er in seinem Land mit Arbeit verdienen würde!
Ein Asylant MUSS geld bekommen vom staat, das Existenzminimum muss gesichert sein!

Meiner Meinung nach wird das folgende Folgen haben: Ein Asylant, der wirklich nur mit der Absicht kommt, in der Schweiz zu klauen oder Drogen zu verkaufen, der wird in die Schweiz kommen, obs jetzt der SVP (und Bevölkerung) passt oder nicht. Es wird nur noch mehr Illegale geben.

Zudem werden Deutschland, Italien, Österreich und Frankreich (Sprich: die EU) nicht einfach hinnehmen, dass wir die Flüchtlinge zurückschicken.

Trotzdem - Die Tendenz zeigt, es wird vermutlich angenommen. Wieso? Weil viele nur die schlechten Asylanten sehen. Weil die Asylanten sowieso an allem Schuld sind. Und weils uns ja "so schlecht geht" und weil die Asylanten soviel geld kosten (Die nutzlose Armee ja nicht). Ich gebe zu, ich verstehe die Leute auch ein wenig, die JA stimmen und akzeptiere das.

Und letztlich denke ich mir: Wenn ich selber flüchten müsste und schon an der Grenze als verbrecher abgestempelt würde - wie fühle ich mich dann? Und wenn ich die Wahl habe zwischen ILLEGAL einwandern oder zurückgehen in mein Land und dort zu sterben - Sorry ich würde illegal einwandern. Im knast gehts mit besser als im Krieg!

So meine Meinung zur Sache. Jeder hat seine Stimme. Geht wählen (Von mir gabs Doppel-NEIN auf dem Abstimmungszettel )

Grüsse

Crackzlover

Btwn. halte ich es für Gefährlich, Initativen von AUNS-Mitgliedern ("Aktion für eine Unabhängige und "Neutrale" Schweiz") anzunehmen...

Geändert von DMSO-d6 (10. 11. 2002 um 14:14 Uhr).
Alt 10. 11. 2002, 13:54 DMSO-d6 is offline Mit Zitat antworten #2
der007
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Huhu Crackzlover

Chunnsch du au us de Schwiiz? Wenn ja, us wellem Kanton denn? Uf jede Fall muen ich dir rächt geh: GEHT ABSTIMMEN, LEUTE! Wählen gehen ist der falsche Ausdruck, denn Personen werden gewählt und über Initiativen, Gesetzänderungen, Vorlagen, usw. wird abgestimmt. Aber ich will nun mal nicht pingelig sein. Ach ja, leider bin ich eher vom Gegenteil überzeugt, nämlich dass die Initiative abgelehnt wird. Wir sollten die gleichen Gesetze und Regeln haben wie die Nachbarstaaten. Mir reicht es. Ich habe genug. Ich bin selber behindert, nämlich (hochgradig) hörgeschädigt. Und ich bin viel vor dem PC. Aber dennoch gehe ich ab und zu vor die Haustüre, sehe die Welt und Realität. Mir reichts! Mach doch aus deiner Wohnung ein Asylantenheim, wenn du diese Asylanten so toll findest. Mehr als 20% der Wohnbevölkerung sind Ausländer. Die Schweiz hat bald keine eigene Kultur und "Lebensweise" mehr. Immer heisst es, dass wir uns anpassen und die Ausländer integrieren müssen. Am Schluss kommt es wohl noch soweit, dass wir den Koran lesen müssen, die Frauen Kopftücher tragen sollen, Weihnachten verboten gehört, usw.! Schau, ich erlebe täglich sehr viele negative Sachen mit den Ausländer. Ich werde schief angeschaut, angepöbelt und muss beim einkaufen sehen, wie die Leute aus dem Balkan das Essen (vor allem Gemüse, Früchte und Fleisch) kritisch ansehen, darauf herumdrücken und das Essen wieder zurückwerfen. In der Nähe des Asylantenheimes bei mir wird alles gestohlen und kaputtgemacht, was nicht niet- und nagelfest ist. Und viele Leute sind enorm gewalttätig, vor allem Jugoslawen, Albaner und Türken. Leider sind mir auch Afrikaner mehrmals negativ aufgefallen. Sie verhalten sich enorm rücksichtslos, egoistisch und eingebildet. Und sie sprechen immer sehr laut und besetzen zu zweit zwei 4-er Abteile im Zug. Eine Schlagzeile war auch mal in der Zeitung: Ein Schwarzer hat eine 16-jährige vergewaltigt. Findest du das OK? So kann es nicht weitergehen! Ich habe kein Mitgleid mehr. Die Schweiz muss an sich selber denken. Die Initiative unternimmt nichts gegen die Ausländer die bereits hier sind, sondern will nur verhindern, dass NOCH MEHR FALSCHE ASYLANTEN in die Schweiz kommen zum SPASS (Verbrechen ausüben, sich gesundpflegen lassen und Nahung bekommen). Diese FALSCHEN ASYLANTEN haben NICHTS zu befürchten in ihrer Heimat.

-----

Die Diskussion wegen der Asylinitiative habe ich in einer anderen virtuellen community gefunden. Folgende Texte, kamen dabei zum Vorschein, die ich meistens auch bestätigen kann:

Bei den basler Behörden, Mieterverbänden, Arbeitsämtern, Zahnkliniken, usw. gibt es alle Unterlagen und Formulare in allen möglichen Sprachen speziell in serbokroatisch, albanisch und türkisch zur Verfügung.

In einem Leserbrief in der Zeitung musste ich lesen, dass ein Vater bei einem Elternabend in der Schule sauer wurde, weil "nur" ein Dolmetscher organisiert wurde, der deutsch in serbokroatisch übersetzt hat und kein Dolmetscher, der in die kosovo-albanischer Sprache übersetzt hat.


Mir ist langsam leid hier in der Stadt zu wohnen, wo ich alltäglich mitansehen muss, wie Kopftuchträgerinnen die Einkaufswägeli stur rumkurven und alle Gratismüsterli aus den Händen reissen ohne ein Dankeschön zu sagen. Sie schreien quer durch den Laden nach den (unzähligen) Kindern und motzen lauthals an der Kasse, dass sie ein Franken zuwenig zurückbekommen hätten.


Apropos Schulbildung, liebe Steffi würdest Du eine Schulklasse unterichten, wo 80% Ausländerkinder in tamilischer, türischer und balkanischen Sprachen reden? Ich kenne eine gehörlose Familie mit einem hörenden Sohn, der die Schule in Kleinbasel besuchte, er war oft isoliert und musste oft Prügel einstecken. Als die Familie aus der Stadt ins Land wegzog, blühte der Sohn in der Schulklasse, wo die Schweizer Mehrheit ist, regelrecht auf.


Ich bin Hauswart in einer Siedlung und mehrheitlich dort wo Asylanten und Ausländer (Kopftuchtragende Frauen, serbokratisch sprechende Kinder, etc.) wohnen, sehe ich Abweichungen von Gepflogenheiten.

Beispiele:
1) Sie werfen vieles in den Container, obwohl gebührenpflichtige Kehrichtsäcke vorgeschrieben sind!
2) Sie schicken ihre Kinder von Briefkasten zu Briefkasten mit dem Auftrag, Gratismüsterli
herauszuholen (ist aber eine Tatsache, die ich selber gesehen habe)
3) Die Nachtruhe um 22 Uhr wird mehrmals gebrochen, d.h. sie lärmen auf dem Balkon und draussen, grillieren und trinken noch nach Mitternacht. Insgesamt zwischen Juli und September musste 3x die Polizei herausrücken!
4) In der S-Bahn fahren einige ohne Billet und beim Erwischtwerden tun sie noch Palaver. Und jeder 2. fährt dabei einen Mercedes oder einen BMW.
Bitte schön, ich habe die Nase voll.


Schau mal Zürich, die Langstrassenquartier. Wer beherrscht die Heroinszene? Wer beherrscht die Kokainszene? Wer organisiert die Dealerszene? Und wer kassiert in der Prostitutionszene der illegalen Prostituierten aus Ghana, Nigeria, neuerdings gar aus Polen, Tschechien und Ukraine?
Ich weiss von Asylanten, die abkassieren! Und leider nicht nur in Zürich an der Langstrasse, sondern auch z.B. in Rüti und Uster, gibt es die "versteckte" Milieuszene, a la Langstrasse. Brutale Schlägerbanden sind sehr gut organisiert und bewaffnet.


Von den 20% Ausländer werden mehr als 60% aller Straftaten verübt.


-----

Unter dem Strich dürfte das Asylwesen im laufenden Jahr demnach gegen zwei Milliarden Franken kosten. Lest euch diesen und diesen Text durch!


Bye
Der007
Alt 10. 11. 2002, 14:30 der007 is offline Mit Zitat antworten #3
Dexter
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Re: [Schweizer Volksabstimmung]: Die Initiative gegen den Asylrechtsmissbrauch

Zitat:
Original geschrieben von der007
Bevor ich lange Texte schreibe, möchte ich ganz klar darauf hinweisen, dass ich KEIN Nazi, Faschist oder Rassist bin! Kommt mir also nicht mit so einer Behauptung,
Mehr als LOL (auch in Bezug auf dein 2. Post) fällt mir dazu nun nicht ein.
Verschon mein Haus, zünd Andere an?
Versuch mal all Deine Pauschalisierungen wegzulassen, Deinen unterschwelligen Hass gegen die Ausländer. Versuch mal über die Ursachen nachzudenken. Dann wird´s vielleicht eine konstruktive Diskussion.
Das was Du hier ablässt kann ich mir auch in der BILD holen.
Alt 10. 11. 2002, 14:37 Dexter is offline Mit Zitat antworten #4
DMSO-d6
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Ich denke nicht, dass ich hier noch was hinzufügen muss. Hätte einen etwas konstruktiveren Beitrag erwartet, aber das ist unter der Gürtellinie. Ich hab mir oben Mühe gegeben, nicht zu pauschalisieren und keinen in die Naziecke zu verschieben... Aber jetzt kommt so ein beitrag a la alle Ausländer sind Dreck.



Grüsse

Crackzlover
Alt 10. 11. 2002, 14:47 DMSO-d6 is offline Mit Zitat antworten #5
der007
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@Mike:
Was kann die Schweiz dafür gegen die Armut oder schlechte Lebensumstände anderer Länder? Warum kommen sehr viele Menschen ausgerechnet in die Schweiz? Die Probleme der entsprechenden Länder (v.a. der Türkei, des Jugoslawiens und des Albaniens) müssen VOR ORT angepackt werden. Dafür gibt es grosse, weltweise Organisationen, die dafür zuständig sind, z.B. die UNO und einige Gesundheits- und Menschenrechtsorganisationen. Erwartest du denn, dass die Schweiz jetzt alle Leute einlädt, denen es schlecht geht?
Alt 10. 11. 2002, 14:53 der007 is offline Mit Zitat antworten #6
DMSO-d6
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Wink

Klar, ist es nicht die alleinige Aufgabe der Schweiz. Wir tun ja schon sehr viel (Aber mehr ginge immer noch).

Darum sagte ich ja auch, im Asylrecht muss was gehen, ABER NICHT vom einen Extreme ins andere! Das kann nicht gut sein.

So nun aber Schluss; Die Abstimmung wird die meinung des schweizer Volks repräsentieren.

Grüsse

Crackzlover
Alt 10. 11. 2002, 15:10 DMSO-d6 is offline Mit Zitat antworten #7
Stoertebeker
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Zitat:
Original geschrieben von der007
Was kann die Schweiz dafür gegen die Armut oder schlechte Lebensumstände anderer Länder? Warum kommen sehr viele Menschen ausgerechnet in die Schweiz? Die Probleme der entsprechenden Länder (v.a. der Türkei, des Jugoslawiens und des Albaniens) müssen VOR ORT angepackt werden. Dafür gibt es grosse, weltweise Organisationen, die dafür zuständig sind, z.B. die UNO und einige Gesundheits- und Menschenrechtsorganisationen. Erwartest du denn, dass die Schweiz jetzt alle Leute einlädt, denen es schlecht geht?
Ich wünsche dir, dass du selber mal Asyl suchen musst und dann irgendwelche Laberbacken dir erzählen "ja das Problem muss an der Wurzel angegangen werden", ist zwar vollkommend richtig, aber hilft den Leuten JETZT herzlich wenig.
[Troll]Neutral bleiben und andere drum kümmern lassen hat aber in der Schweiz Tradition[/Troll].

Zitat:
möchte ich ganz klar darauf hinweisen, dass ich KEIN Nazi, Faschist oder Rassist bin! Kommt mir also nicht mit so einer Behauptung, OK?
Wenn du das sagst.
Lustig ist aber, dass nach so einem Hinweiss doch *immer* die gleichen ausländerfeindlichen Vorurteilen, die dann oft, wie hier auch, noch mit irgendwelchen Geschichten was mal im Dorf passiert ist und was die Tante vom Kar Gustav erzählt hat begründet werden.

Zu deinem "da wo die Asylanten wohnen", mal überlegt, dass trotz deines "die fahren alle BMW" (auch typisch), die Asylanten wohl eher in den sozial schwachen Gebieten wohnen? Aber einer ist immer der Sündebock. Zu sagen, dass die armen Leute das Problem sind wäre mal was neues und wenigstens ehrlich.

Und die, die wirklich gross abkassieren sind selten Asylanten (auch nicht bei Drogen oder Prostitution) oder machen sich irgendwie strafbar. Die, die du siehst machen die Drecksarbeit.

Aber viel Spass noch in deiner kleinen überschaubaren Welt.
Alt 10. 11. 2002, 17:52 Stoertebeker is offline Mit Zitat antworten #8
der007
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Meine Meinung bilde ich mir nicht aufgrund von Vorurteilen, sondern aufgrund meiner eigenen Erlebnisse & Erfahrungen. Und wenn ich in einem anderen Land um Asyl bitten müsste, dann würde ich mich anständig benehmen, mich anpassen, die Kultur, die Bräuche und die Lebensweise respektieren! Das ist leider nur bei sehr wenigen Asylanten hier der Fall.
Alt 10. 11. 2002, 18:29 der007 is offline Mit Zitat antworten #9
BösFux
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SVP-Asylinitiative

Lieber der007
Dies vorweg: Ich finde es - erstens - grundsätzlich begrüssenswert, dass in der Öffentlichkeit und so auch in einem Internet-Forum der Diskurs über umstrittene politische Vorlagen geführt wird, und dass jeder - sofern er nicht elementare Grundrechte missachtet - seine Meinung kundtun darf. Zweitens, um hier schon mal keinen Zweifel aufkommen zu lassen: Ich habe die SVP-Initiative als in der Sache untauglich, politisch dumm und menschenverachtend verworfen. Drittens - @ Crackslover: es ist widerlich, dass eine sich sozialistisch nennende Partei sich der Blocher-Semantik nun anschliesst. Die SPS sollte sich lieber darum kümmern, andere politische Felder zu beackern / oder dieses politische Feld anders zu beackern, anstatt den Meinungsführern der nationalkonservativen Front hinterherzuhecheln mit Parolen von der Art "Jaja, es ist wirklich an der Zeit da mal was zu unternehmen..."

Die SVP-Initiative zielt in eine Richtung von Schweizer Interessenpolitik, die angesichts der Erkenntnisse historischer Untersuchungen der letzten 50 Jahre dringendst überwunden werden müsste. Die Rede ist von einer St.Florians-Politik - wie sie weiter oben bereits kritisch hinterfragt worden ist. Es ist dies eine Politik wie sie in Zukunft nicht mehr praktikabel sein wird - die Zukunft (für einmal nicht die Geschichte) wird das Urteil darüber sprechen. Die Schweiz - 007 - ist keine Insel (mehr?), ob es Dir passt oder nicht.

Ebenfalls zum Beitrag von "der007": Du solltest die Anerkennungsquote nicht mit der Quote sogenannter "echter" Flüchtlinge verwechseln. Die kleine Zahl anerkannter Flüchtlinge (es sind übrigens nicht 20%, sondern maximal 5%) ist nicht deckungsgleich mit jenen Menschen, die aufgrund der Flüchtlingskonvention eigentlich Recht auf Asyl haben. Zweitens: Die Ausländerquote hat ebenfalls nichts mit der Asylpolitik zu tun, zumal diejenigen Leute, welche in der Schweiz als "Ausländer" gezählt werden zum allergrössten Teil nicht über den Asylweg in die Schweiz eingewandert sind, sondern als Arbeitskräfte (zum grössten Teil billige Arbeitskräfte), die der Schweizer Wirtschaft (und zu einem grossen Teil SVP-Parteigängern, z.B. im Primären Wirtschaftssektor und im Bereich Gastronomie) gute (und wiederum: kostengünstige!) Dienste geleistet haben und immer noch leisten. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass die ausländische Arbeitsbevölkerung - wie erstmals die Rezession der frühen 70er Jahre gezeigt hat - als Konjunkturpuffer fungierte. Etwas deutlicher: Der Wirtschaft ging es schlecht - die Aufenthaltsgenehmigungen der ausländischen Arbeitskräfte wurden nicht mehr verlängert. Oder noch etwas einfacher: Arbeitslosigkeit wurde exportiert, Ausländer wurden nicht als Menschen, sondern primär als konjunkturpolitische Manövriermasse verstanden.

007: Ich will Zahlen sehen. Nackte, kalte Zahlen - und bedenke: einige verstehen etwas von Zahlen und lassen sich von der gelinde gesagt mediokren - und glaube mir: ich kenne die "Schweizerzeit", den "Grauen Brief" der AUNS und den "Zürcher Boten" nur zu gut - pseudowissenschaftlichen Argumentation der SVP nicht beeindrucken. Natürlich will ich Dir Deine persönlichen Eindrücke und Ängste nicht aberkennen. Ich kann sie bis zu einem gewissen Grade verstehen, sogar nachvollziehen. Die entscheidende Frage ist indes: wie gehst Du mit solchen Eindrücken und Ängsten um? Bzw. lässt Du Deine primordialen Emotionen ungefiltert und unreflektiert politikwirksam werden; dies mittels eines Stimmzettels, mit dem - anders als es die SVP-Propaganda suggeriert - nicht einfach das sogenannte 'Volk' der sogenannten 'Classe politique' einen 'Denkzettel' verpasst, sondern Recht setzt, d.h. Gesetze macht. Gesetze, lieber Junge, und somit zukünftig geltendes Recht, mit dem real existierenden Menschen die Gelegenheit genommen wird, auch in der Schweiz um Schutz nachzusuchen. Davon ausgenommen wären - gesetzt den Fall, dass die infame Vorlage tatsächlich angenommen wird - lediglich jene Asylsuchenden, die sich ein Flugticket in die Schweiz leisten können.
Also nochmals: ich glaube Dir, dass Du manchmal Angst hast, Dich 'befremdet' fühlst etc. pp. Menschen per Stimmzettel (und das geht in der guten warmen Stube ja so leicht!) jedoch a priori die Möglichkeit zu nehmen, ein Asylgesuch prüfen zu lassen, bloss weil Du den Eindruck hast, dass "die" ("die"?? wieviele? alle??!) "Leute aus dem Balkan das Essen (vor allem Gemüse, Früchte und Fleisch) kritisch ansehen, darauf herumdrücken und das Essen wieder zurückwerfen", ist Missbrauch jener Verantwortung, die den abstimmenden Bürgern einer Demokratie - ob sie es nun wollen oder nicht - überbunden ist.

Und zum Schluss nochmals @Crackzlover: Ich halte es für nicht sehr gewiss, dass die Initiative angenommen wird. Wer die Geschichte fremdenfeindlicher Volksinitiativen in der Schweiz seit den späten 60er Jahren etwas kennt, wird eher damit rechnen, dass auch dem diesjährigen Vorstoss, wenn auch knapp, der Erfolg versagt bleiben wird. Dies hat damit zu tun, dass im politischen System der Schweiz Initiativen (wie Du weisst, sind seit der Existenz der Volksinitiative in der Schweiz, also seit etwas mehr als 100 Jahren, noch keine 20 angenommen worden) sich durchaus auf die bundesrätliche Politik auswirken; in der Art nämlich, dass der Bundesrat in einer Art vorauseilender oder aber 'autonom nachvollziehender' Bewegung Gesetze in Richtung der entsprechenden Volksinitiativen modifiziert.

Es gäbe noch viel zu sagen, gewiss, aber ich bin's müde.

Gruss

BösFux (sehr böse)
Alt 10. 11. 2002, 21:31 BösFux is offline Mit Zitat antworten #10
der007
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I enem andere Board bin ich au über die Abstimmig am diskutiere. Da de Text eigentlich numme Schwiizer öppis agaht, han ich de Text in schwiizerdütsch verfasst:

Die wichtigschte Überlegige erwähn ich namal:
- Weniger als 10% vo de jetztige Asylante sind echti Flüchtling. Also chömmet meh als 90% nur zum Spass i d'Schwiiz, zum sich gsund pfläge lah, Medikament übercho, tüüre Operatione "überchömmed", Sackgäld überchömmet und trotzdem machet, was sie wänd. Sie zettlet brutali Schlägereie ah, chlauet, handlet mit Droge und Fraue. Es langet! Die Asylunterkünft sind wahri Luxushotels. Und das zahled alles MIR SCHWIIZER durch die Stüüre. Meh als 2'000'000'000 Stutz wird usgeh.

- Geografisch isch es nöd logisch, wenn sovil Afrikaner und Lüt us em Balkan (Jugoslawe, Albaner und Türke) quer durch Europa i d'Schwiiz reiset. Es würd doch lange, wenn die i es sicheres Nachbarland gönd. Und au all eusi Nachbarländer sind sicher! Gopf, wieso chömmets grad zu eus?

- Mir händ scho vill z'vill Usländer. 1'500'000 Usländer gits da bi enere gsamte Iwohnerzahl vo ca. 7'000'000!

- Eusi Kultur, Lebenswiis, Bräuche und Sicherheit gaht verlore!

- Söllet mir jetzt alli Lüüt, wo Problem händ zu eus i d'Schwiiz ilade? Wämmer us de Schwiiz es rise Asylanteheim mache? A die wo Nei stimmet: Machet doch us euerer Wohnig / Huus es Asylanteheim!

- Die Problem i de Chriegsländer / Krieseländer (Afrika, Balkanstaate) müend vor Ort apackt werde. Dafür gits ja so weltwiiti Organisatione wie d'UNO und Gsundheitsorganisatione! Es bringt nüt, wenn eifach alli abhauet! Und usserdem fräg ich mich scho, wieso i dene Krieseländer immer no e eifrigi Fortpflanzig statt findet. Die wüsset doch selber, dass es ene mies gaht, oder?

Ach, jetzt han ich scho wieder so viel gschribe. Ich mues wohl mal es sorgfältiges PDF-Dokument vorbereite.

GÖND ALLI GO JA STIMME! UND GÄBET WÜRKLI AU EURI STIMM AB UND LÖND DE STIMMZÄTTEL NÖD EIFACH UMELIGGE! ICH WÖTT E SEHR HÖCHI WAHLBETEILIGUNG GSE, DAMIT DIE UMFRAG WÜRKLI DIE MEINIG VOM VOLK WIEDERGIBT!


En Gruess vom
Der007
Alt 11. 11. 2002, 11:46 der007 is offline Mit Zitat antworten #11
Teddy
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Der007: Du bist nicht bloß ein lächerlicher, dummer Ignorant, dem jegliches auch nur ansatzweise intellektuelle Denkvermögen abzusprechen ist, nein - es ist in der Tat evident, dass Du als rechtsnationales Faschoschwein in all Deiner geistigen Beschränktheit (ich bin geneigt, "Umnachtung" zu sagen) eigentlich entmündigt, anschließend in eine Zwangsjacke gesteckt und in ebendieser direkt ins Zuchthaus geschickt gehörtest. Sorry, aber jetzt setzt bei mir echt *alles* aus.
Alt 11. 11. 2002, 14:54 Teddy is offline Mit Zitat antworten #12
bertolt
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Zitat:
Original geschrieben von der007
Da de Text eigentlich numme Schwiizer öppis agaht, han ich de Text in schwiizerdütsch verfasst.
Hör mal zu, lieber der007, wie schon von meinem Vorvorvorredner erwähnt, ist das Politikforum eine begrüßenswerte Einrichtung zur öffentlichen Diskussion. Eine solche setzt zuerst einmal voraus, daß man sich versteht. Die These, daß die Schweizer Zuwanderungspolitik nur Schweizer etwas anginge, ist Teil deiner kleinkarierten, menschenverachtenden Weltanschauung, nicht etwa ein Grundsatz, der hier als diskursbestimmend anerkannt werden könnte.
Kurz: Wir sind ein deutschsprachiges Internetforum, also schreib deutsch oder heb dä Latz!

b
Alt 11. 11. 2002, 15:01 bertolt is offline Mit Zitat antworten #13
pod
Mit Glied
 
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könnte jemand so nett sein, und mir diesbezüglich den Unterschied zwischen Faschismus und Nationalsozialismus erörtern? Ich wäre sehr dankbar.
Alt 11. 11. 2002, 17:28 pod is offline Mit Zitat antworten #14
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Hi erstmal,

@BösFux

Zitat:
- @ Crackslover: es ist widerlich, dass eine sich sozialistisch nennende Partei sich der Blocher-Semantik nun anschliesst. Die SPS sollte sich lieber darum kümmern, andere politische Felder zu beackern / oder dieses politische Feld anders zu beackern, anstatt den Meinungsführern der nationalkonservativen Front hinterherzuhecheln mit Parolen von der Art "Jaja, es ist wirklich an der Zeit da mal was zu unternehmen..."

Kann man den nicht auch im sozialen Sinne etwas ändern?
Daher finde ich nicht unbedingt, dass die SPS den SVP hinterherhecheln (Obwohl die SVP im Aufwind ist ).
Zudem möchte ich erwähnen, dass meiner Meinung nach die Asylpolitk keine Einfache ist und das "Handling" ist auch schwer. Daher möchte ich ehrlich gesagt nicht der sein der Lösungen für die "Probleme" erbringen muss.

Zitat:
@Crackzlover: Ich halte es für nicht sehr gewiss, dass die Initiative angenommen wird. Wer die Geschichte fremdenfeindlicher Volksinitiativen in der Schweiz seit den späten 60er Jahren etwas kennt, wird eher damit rechnen, dass auch dem diesjährigen Vorstoss, wenn auch knapp, der Erfolg versagt bleiben wird. Dies hat damit zu tun, dass im politischen System der Schweiz Initiativen (wie Du weisst, sind seit der Existenz der Volksinitiative in der Schweiz, also seit etwas mehr als 100 Jahren, noch keine 20 angenommen worden) sich durchaus auf die bundesrätliche Politik auswirken; in der Art nämlich, dass der Bundesrat in einer Art vorauseilender oder aber 'autonom nachvollziehender' Bewegung Gesetze in Richtung der entsprechenden Volksinitiativen modifiziert.

Ja, du hast sicher Recht, dass in der Vergangenheit viele ähnliche Initativen abgelehnt wurden. Aber ich habe meine Aussage aufgrund der Gesamtstimmung um mich herum gemacht: Ich kenne viele, die bei dieser Initative JA stimmen werden. Leider. Und auch allgemein ist die Stimmung (in meiner gegend) nicht gerade Ausländerfreundlich, sondern eher "Lonsdale-die-Schweiz-den-Schweizern"-mässig. Daher meine Befürchtung, dass die Initative durchkommt. Aber ich erwarte das Ergebniss mit Spannung - und ich hoffe natürlich auf ein NEIN.

Ansonsten 100% deiner Meinung @ BösFux

Grüsse

Crackzlover
Alt 11. 11. 2002, 17:58 DMSO-d6 is offline Mit Zitat antworten #15
BösFux
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Schliesse mich in der Sprachenfrage voll und ganz Bert an. Nun hat der Kollege 'der007' offensichtlich den Gestus der SVP bereits derart internalisiert, dass er auch deren 'Diskussionskultur' reproduziert: Drauflosschwätzen, möglichst dumm das ganze und immer wieder dasselbe (Litanei nennt man so etwas, über eine Fusion zwischen SVP und radikalen Katholiken wäre zumindest mal nachzudenken...).

Dass Schweizer Asylpolitik für mehr Leute als nur für Schweizer von Relevanz ist, dürfte in der Tat jedem auch nur zu elementaren Denkoperationen Fähigen einleuchten. Angeführt sei, dass vielleicht auch 'Ausländer' an Deinen Postings interessiert sein könnten. Vielleicht schliessen sie ja von Deiner jammervollen Schreibe auf die intellektuelle Potenz der restlichen Population mit dem roten Pass und sehen von einer Immigration in ein Land ab, in dem eine derart garstige Gegenwartsvergessenheit und abgrundtiefe Dummheit grassieren. Ich meinerseits überlege mir mittlerweile die Emigration...

Eine kurze Anmerkung dennoch zum letzten Posting von der007 (welcher es seinerseits ja nicht für nötig hielt, unsere Einwände zu kommentieren). Ich erlaube mir vorerst für alle jene, welche sich in einem übernationalen Formum höflicherweise der Hochsprache befleissigen, übersetzend zu paraphrasieren: "Alle, welche Nein stimmen [d.h. den letzten Rest von Rechtsstaatlichkeit Asylsuchenden gegenüber nicht kampflos preiszugeben gedenken; Anm. BösFux], sollen doch in ihrer Wohnung ein Asylantenheim einrichten." Toll, sehr schön! Es heimelt mich geradezu an und ruft mir die späten 70er Jahre in Erinnerung als man allen, die hier links der FdP standen, nahelegte, sich doch lieber freiwillig nach Sibirien zu begeben. Nun sollen also alle diejenigen, welche es wagen, Asyl- und Menschenrechtspolitik als Aufgabe des Staates zu sehen, ebendiese Asyl- und Menschenrechtspolitik lieber gleich privatisieren. Dies, mein lieber der007 - und damit sind wir wieder mal bei den Fragen des Verfahrens eines anständigen politischen Diskurses, die bei der SVP leider so wenig wahrgenommen werden - wäre aber ein eigenes Thema. Vorerst ist Asylpolitik nun mal noch Aufgabe des Staates, und solange diskutieren wir über die Art und Weise wie der STAAT diese Aufgabe auszuführen hat. Klar?


Sagen wir's, um es kurz zu machen, mal lieb: 'der 007', Du bisch en Totsch!

Geändert von BösFux (11. 11. 2002 um 22:45 Uhr).
Alt 11. 11. 2002, 22:30 BösFux is offline Mit Zitat antworten #16
DMSO-d6
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Haarscharf abgelehnt...

Allerdings könnte noch eine Nachzählung stattfinden, aber ich denke nicht, dass sich etwas ändern wird.

Zitat:
BERN - Die Asylinitiative der SVP ist mit hauchdünnem Volksmehr verworfen worden. Nur 2754 Stimmen gaben den Ausschlag.

Das für Verfassungsänderungen nötige Ständemehr kam bei der Asylinitiative mit zwölfeinhalb zustimmenden gegen zehneinhalb verwerfende Kantone hingegen zu Stande.

Die SVP-Asylinitiative wurde von 1'118'213 (49,9 Prozent) der Stimmenden gutgeheissen; 1'120'967 (50,1 Prozent) lehnten sie ab.

Und man sieht wieder einmal mehr den Röstigraben. Und die Katone mit den wenigsten Ausländer stimmten Ja (Abgesehen von Zürich), während die mit viel Ausländern (Genf, Basel-Stadt) Die Initative ablehnten... Schon paradox eigentlich...

Grüsse

Crackzlover
Alt 24. 11. 2002, 15:35 DMSO-d6 is offline Mit Zitat antworten #17
bertolt
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Zitat:
Original geschrieben von Crackzlover
Und die Katone mit den wenigsten Ausländer stimmten Ja (Abgesehen von Zürich), während die mit viel Ausländern (Genf, Basel-Stadt) Die Initative ablehnten... Schon paradox eigentlich...
Nun ja, das scheint überall ähnlich zu sein. In Deutschland kam die rechtsextreme DVU mit Ausländerhetze ja auch in den Landtag des Bundeslandes mit dem geringsten Ausländeranteil...
Überhaupt scheinen mir die xenophoben Grundmuster überall ziemlich ähnlich - auch in diesem Thread kann man sie nachlesen. Anstelle einer Diskussion findet von der fremdenfeindlichen Seite ja immer nur ein Wiederholen der gleichen dümmlichen Phrasen statt, auf die differenziertere Betrachtungsweise der Gegenseite wird wohlweislich nicht reagiert. Ich weine 007 im Politikforum wahrlich keine Träne nach, aber sein Verhalten ist exemplarisch für das der SVP bzw. der Rechtspopulisten überhaupt. Abgesehen vom Gebetsmühlenleiern der Lügen und Halbwahrheiten, ist das Erheben von privaten Einzelerlebnissen in den Status eines Beweismittels (siehe auch hier der007) ein beliebtes Stilmittel. Ob nun Kosovo-Albaner Gemüse begrabbeln oder Türken im Aufzug rauchen ist dabei einerlei... Der durchschnittliche Stammtischgeiferer wird zum Kronzeugen all der Haiders, Blochers, Gauweilers, Le Pens.
Jede Voraussage (egal in welche Richtung) scheint im Nachhinein ziemlich gewagt. Denn 2754 Stimmen sind verdammt wenig und ich weiß nicht, wieviel Prozent der Abstimmenden sich überhaupt im Klaren waren, worüber sie eigentlich abstimmen.
Nicht nur, daß die Schweiz damit das restriktivste Asylrecht in ganz Europa (oder der ganzen industrialisierten Welt) eingeführt hätte, auch die dahinterstehende Logik hätte doch bestimmt größere Konsequenzen gehabt: Ein Staat, der, wie die EU-umzingelte Schweiz, nur von »sicheren Drittstaaten« umgeben ist, braucht demzufolge überhaupt keine Flüchtlinge mehr aufzunehmen (die lebend aus Flugzeugen steigen, mal vernachlässigt), nein er kann sogar die von dort Eingereisten postwendend zurückschicken.
Feine Sache, tolles Verhalten - den todesbedrohten Flüchtlingen und den Nachbarstaaten gegenüber. Aber vielleicht schickt ja der eine oder andere Drittstaat ein paar Zahngoldbarren zum Einlagern zurück, ist ja auch so ne Art Einwanderung...

Gruß!

[evil] b
Alt 25. 11. 2002, 01:04 bertolt is offline Mit Zitat antworten #18
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