Mit 'nem Microcontroller wirst Du das Timing, das das Display benötigt, auch kaum erzeugen können. Das musst Du "diskret" aufbauen.
Ein für diesen Zweck ganz praktisches IC ist der uralte Videotimingcontroller 6845 von Motorola, der sich um die Erzeugung von Adressignalen für Bildschirmspeicher und verschiedener Timingsignale kümmert; der ist im Grunde genommen immer noch in jeder PC-Bildschirmkarte enthalten, da er für den Textmodus gebraucht wird.
Nur wird das ganze 'ne recht ordentliche Bastelarie, da Du in etwa folgendes brauchst:
Speicher (SRAM, 64 kByte reichen),
diverse Bustreiber bzw. Latches (74LS245, 74LS374)
eben den 6845
Takterzeugung (der Takt für CP1 dürfte bei etwa 3 MHz liegen (tcwh + tcwl))
Adressmultiplexer (mehrere 74LS157)
Sowohl Dein Microcontroller als auch der 6845 wollen auf den Graphikspeicher zugreifen, der 6845 muss absoluten Vorrang erhalten. Du wirst also dafür sorgen müssen, daß der Microcontroller beim Speicherzugriff solange Waitstates einlegt, bis der 6845 mit seinem momentanen Zugriff fertig ist.
Mit den Adressmultiplexern wird bei einem Speicherzugriff zwischen den vom 6845 und dem Microcontrollern erzeugten Adressen umgeschaltet; mit Hilfe der Bustreiber/Latches werden dann die Datenleitungen des SRAMs entsprechend mit dem Display bzw. dem Datenbus des Microcontrollers verbunden.
Ausserdem musst Du die korrekte Versorgungsspannung für das Display erzeugen; das Display erhält nämlich nicht nur +5V (an VDD), sondern auch eine einstellbare negative Spannung von ca. -16V (an VEE). Mit dieser Spannung wird der Kontrast eingestellt; im Datenblatt steht praktischerweise nicht der gültige Einstellbereich (Tabelle "Electro-optical characteristics" auf der zweiten Seite listet hier frech 'TBD' (to be determined = muss noch bestimmt werden) - auch die "absolute maximum ratings" auf der ersten Seite sind nicht aufschlussreicher).
Fazit: 'ne riesenbastelei, lohnt allenfalls akademisch.