Aktivierung a la Windows XP: Symantec sichert seine Antivirensoftware
Symantec hat Raubkopierern den Kampf angesagt und stattet bereits seit Januar die englischsprachige Download-Version von "Norton Antivirus 2003" mit einem DRM-Schutz (Digital Rights Management) aus.
In Kürze sollen auch die englischsprachigen Verkaufsversionen mit diesem Schutz ausgestattet werden, der - ähnlich wie bei den Microsoft-Betriebssystemen - eine Aktivierung des Produkts notwendig macht, bevor dieses langfristig genutzt werden kann. Das berichtet die US-Website Extremetech.com . Das Ganze sei aber laut Del Smith, Senior-Produkt-Manager für Norton-Antivirus, noch ein Testballon.
So soll weiterhin auch die nicht durch DRM geschützte Version der Software verkauft werden. Die DRM-geschützte Version soll dagegen im englischsprachigen Raum in kleinen Mengen in den Handel kommen. "Wir machen das bei einer limitierten Anzahl von Einheiten. Es ist ein Test um zu sehen, wie effektiv der Schutz ist", so Smith. Auf den Verpackungen der DRM-Version soll ein Aufkleber den Anwender darauf aufmerksam machen, dass das Produkt aktiviert werden muss.
Ungenaue Angaben über die Aktivierungsroutine
Symantec will keine Details darüber verraten, auf welche Weise die Software genau geschützt worden ist. "Zu diesem Zeitpunkt werden wir nicht die verwendete (DRM-)Software nennen. Wir möchten weder die Software noch deren Hersteller nennen, weil wir den Softwarepiraten keinen Tipp geben möchte", verteidigt Smith die Symantec-Strategie.
Auf die Frage, ob der Käufer nicht das Recht habe, zu erfahren, was da auf seinem Rechner landet, gab sich Smith zurückhaltend. "Ich weiß nicht, wie ich diese Frage beantworten soll. Der Grund warum wir das alles machen ist, den Konsumenten zu schützen. (.) Die Anwender legen viel Wert darauf, ein authentisches Produkt zu nutzen"
Symantec erklärt auf dieser Website einige Details der neuen Produktaktivierung für "Norton Antivirus 2003". Anwender, die die aktuelle Version herunterladen, erhalten gleichzeitig auch einen Aktivierungscode. Wird die Software nicht innerhalb von 14 Tagen freigeschaltet, verweigert sie einfach anschließend den Dienst. Die Testversion dagegen aktiviert sich automatisch. Laut Symantec ist die Aktivierung anonym und unabhängig von der Registrierung des Produkts.
Erst aktivieren und dann nutzen
Bei den durch DRM geschützten Verkaufsversionen im Handel befindet sich ein Aktivierungscode in der Verpackung. Diesen muss der Anwender eingeben. Der eingegebene Code wird dann von Symantec auf seine Echtheit überprüft und erst dann wird das Programm freigeschaltet. Auf Wunsch kann die Aktivierung des Produkts auch per Telefon erfolgen.
Unklar bleibt dennoch die Funktionsweise des DRM-Schutzes. Auf der einen Seite heißt es, dass die Software auf beliebige vielen Rechnern installiert, de-installiert und neu-installiert werden kann, solange der Anwender nicht die Nutzungsbedingungen verletzt. Bei jeder Installation wird die Neuaktivierung erforderlich.
Andrerseits überprüft der DRM-Schutz auch die Hardware-Komponenten des Rechners und macht eine Neuaktivierung erforderlich, sobald der Anwender größere Änderungen an der Hardware des Rechners vornimmt. Welche Änderungen der Anwender vornehmen darf, bevor eine Neuaktivierung notwendig wird, verschweigt Symantec dagegen.
http://www.pcwelt.de/news/software/30388/3.html