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Mitglied
Registrierungsdatum: May 2000
Beiträge: 3.778
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Trennung der siamesischen Zwillinge
Soeben kommt die Meldung, daß einer der beiden Zwillinge die Trennung nicht überlebt hat.
Bei aller Hochachtung vor den Möglichkeiten der heutigen Medizin frage ich mich, ob es nicht vorhersehbar war, daß diese OP schief gehen mußte.
Es muß geforscht werden, keine Frage. Aber warum nimmt man das Leben der beiden Mädchen in kauf, nur um zu beweisen, daß eine solche OP auch gut gehen kann.
Wir alle haben die Filmaufnahmen der beiden gesehen und ich hatte den Eindruck, daß sie ihr Leben, so wie sie es bisher gelebt haben, angenommen haben und damit zurecht kamen.
Warum gehen wir eigentlich davon aus, daß ihr Leben nicht lebenswert wäre?
Die beiden sind so zur Welt gekommen und kennen es nicht anders.
Wie hätte es in ihrer Seele ausgesehen, wenn die Trennung geklappt hätte ?
Sollte das andere Mädchen überleben, werden die psychischen Belastungen für sie ungeahnte Ausmaße annehmen denke ich.
Denn es ist ein Teil von ihr, der da nun nicht mehr da ist.
Oder kann man sich als "normaler Mensch" eigentlich in eine solche Situation versetzen ?
Ich denke kaum.
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08. 07. 2003, 08:58
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#1
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Re: Trennung der siamesischen Zwillinge
Zitat:
Original geschrieben von Ogino
Aber warum nimmt man das Leben der beiden Mädchen in kauf, nur um zu beweisen, daß eine solche OP auch gut gehen kann.
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Afaik war es ihr eigener Wunsch die OP durchführen zu lassen.
Zitat:
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Wir alle haben die Filmaufnahmen der beiden gesehen und ich hatte den Eindruck, daß sie ihr Leben, so wie sie es bisher gelebt haben, angenommen haben und damit zurecht kamen.
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Nach den paar Aufnahmen die ich gesehen habe, kann man sich als Unbeteiligter so ein Urteil imo nicht erlauben.
Zitat:
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Sollte das andere Mädchen überleben, werden die psychischen Belastungen für sie ungeahnte Ausmaße annehmen denke ich.
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Das denke ich auch. Aber sicher waren sie sich auch dieses Risikos bewusst.
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08. 07. 2003, 09:15
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#2
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Mitglied
(Threadstarter)
Registrierungsdatum: May 2000
Beiträge: 3.778
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theloverider
Zitat:
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Afaik war es ihr eigener Wunsch die OP durchführen zu lassen.
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Ich denke die Überredungskunst operationsgeiler Ärzte wird schon ihre Wirkung getan haben.
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08. 07. 2003, 09:48
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#3
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Gesperrt
Registrierungsdatum: Oct 2002
Beiträge: 4.236
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mann ,habs grad im radio gehört das eine starb.ich hätte den beiden so ein besseres leben gegönnt.
falls die andere jetzt überlebt(was ich fast nicht glaube)wird sich die ewig vorwürfe machen.
nur bei der heutigen medizin konnte man davon ausgehen das es beide überleben werden.
laut radio schwebt die zweite auch gerade in lebensgefahr.
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08. 07. 2003, 09:55
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#4
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Lichtwicht
Registrierungsdatum: Oct 2002
Ort: FrontOfHouse
Beiträge: 471
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Hy,
also ich habe ein Interview mit den beiden gesehen,wo sie sagten das sie sich
überhaupt nicht verstehen,und das wenn sie nicht zusammengewachsen wären,warscheinlich nicht mal befreundet wären.
Die eine mußte z.B. in der Stadt leben und irgentwas studieren,obwohl ihr Lebensziel ein ganz anderes war.
Ich denke das viel was an "optimistischer" Austrahlung der beiden vorhanden war mit der Hoffnung auf eine OP zusammenhing.
Sicher ist es sehr traurig wenn eine der beiden die OP nicht überlebt hätte,aber ich denke das sie wußten worauf sie sich einlassen(deutsche Ärzte hatten die OP vor einigen Jahren aus Sicherheitsgründen abgelehnt),und wenn sie bereit waren dieses Risiko einzugehen,dann kann man sich vorstellen wie die beiden gelitten haben.Ich wünsche beiden das es ihnen besser geht als vorher.
Viele Grüße,
Ciao
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08. 07. 2003, 10:00
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#5
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Optimistische Melancholie
Registrierungsdatum: Jun 2000
Ort: Europa
Beiträge: 1.989
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Schuldgefühle? Glaub ich nicht. Wie oben bereits gesagt, wussten beide, trotz "operationsgeiler Ärtzte" (  ) welches Risiko sie eingehen.
Diesbezüglich würde ich warten ob die andere auch wirklich überlebt, dann kann man sie ja fragen...
Bzgl. Notwendigkeit der Operation:
Ich und imho alle anderen hier auf dem Board kannten diese Zwillinge nicht persönlich. Was man weiss, weiss man aus dem Medien.
Auf mich haben die beiden Schwestern den Eindruck gemacht, dass sie diese Operation wirklich wollen. Es sind zwei grundverschiedene Persönlichkeiten, die jedoch Tag für Tag dasselbe machen müssen.
Wäre ich in deren Lage gewesen, ich wäre das Risiko dieser Operation auch eingegangen.
so weit
caleb
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08. 07. 2003, 10:31
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#6
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Gesperrt
Registrierungsdatum: Oct 2002
Beiträge: 4.236
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es sind leider beide gestorben 
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08. 07. 2003, 10:56
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#7
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Optimistische Melancholie
Registrierungsdatum: Jun 2000
Ort: Europa
Beiträge: 1.989
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Zitat:
Original geschrieben von apanatschi
es sind leider beide gestorben
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Damit hätte sich also die Sache erledigt.
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08. 07. 2003, 13:13
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#8
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NeoPunk
Registrierungsdatum: Apr 2001
Ort: .eu
Beiträge: 2.591
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hmm...
Moin!
Ein Lob auf unsere Wissenschaft!
Naja sie wollten beide die Operation beide wussten das es schief gehen kann... und es ist schief gegangen.
Bis denne
SerialKiller
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08. 07. 2003, 14:44
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#9
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********
Registrierungsdatum: Jun 2000
Ort: Aachen
Beiträge: 12.275
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Re: hmm...
Zitat:
Naja sie wollten beide die Operation beide wussten das es schief gehen kann... und es ist schief gegangen.
Bis denne
SerialKiller
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Ich stell den Teil mal vorne an, denn gerade deswegen verstehe ich nicht wie du den zweiten Teil gemeint hast... ich denke das vom OP-Team und den im Vorfeld beteiligten Ärzten alles getan wurde was ihnen möglich war. Auch das die Zwillinge die OP wohl wirklich wollten ist wohl anzunehmen... und bei Kleinkindern ist die OP sogar schon oft genug erfolgreich gewesen.
Zitat:
Original geschrieben von SerialKiller
Moin!
Ein Lob auf unsere Wissenschaft!
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Was kann denn die Wissenschaft dafür?
Meinst du sie haben während der OP versagt und hätten es schaffen "müssen"?
Oder meinst du sie hätten nicht so grössenwahnsinnig sein sollen und die OP ablehnen sollen?
so long
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08. 07. 2003, 14:53
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#10
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Mitglied
Registrierungsdatum: May 2003
Beiträge: 91
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das war eine Ironie bezogen auf die Wissenschafft .
Das sie doch nicht so weit entwickelt und fortschrittlich ist wie so viele denken , und das sie sich vlt aus manchen berreichen raushalten solle .
So hat er das glaub ich gemeint
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08. 07. 2003, 18:02
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#11
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NeoPunk
Registrierungsdatum: Apr 2001
Ort: .eu
Beiträge: 2.591
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danke godman!
Komischerweise haben es alle in den Europäischen Ländern befragten Ärzte abgelehnt sowas zu machen (sagte ein Neurochirurg im Interview!). Und das aus gutem grund. Es war irgendwie nur 1 "Aorta" im Gehirn drin. Und die kjonnte logischerweise auch nur eine behalten. Deshalb war es eigentlich schon eingeplant das eine stirbt. Das jetzt beide gestorben sind... ist selbstverständlich traurig, aber sie wussten ja worauf sie sich einlassen!
Bis denne
SerialKiller
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08. 07. 2003, 18:21
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#12
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Kritiker
Registrierungsdatum: Jun 2000
Ort: Hamburg
Beiträge: 4.719
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Zitat:
Original geschrieben von SerialKiller
Deshalb war es eigentlich schon eingeplant das eine stirbt.
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Nein, war es nicht.
Die fehlende Aorta sollte durch eine Vene aus dem Bein ersetzt werden (so glaube ich jedenfalls war der Plan).
Es gab ein Risiko, aber es gab eben auch die realistische Chance, dass es klappt.
Die "operationsgeilen" Ärzte, die einige hier wieder unterstellen, begründen sich doch eher auf einer Unkenntniss der Sachlage.
Wie SerialKiller richtig sagte, haben die beiden bei diversen Ärzteteams angefragt, denen allen das Risiko zu hoch war und die diese Operation anlehnten.
Dass sie OP jetzt stattfand zeigt mir eher, dass sie um jeden Preis getrennt werden wollten, denn nach so vielen Ablehnungen sollte ihnen ja wohl bewusst geworden sein, dass es sich wirklich um ein grosses Risiko handelt.
so long
Sevenger
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09. 07. 2003, 15:49
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#13
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Misanthrop
Registrierungsdatum: Apr 2003
Ort: Hamburg
Beiträge: 177
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09. 07. 2003, 15:57
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#14
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Das war mehr oder weniger Sensations-TV mit einem Hauch von Ekel und Arroganz!
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11. 07. 2003, 00:15
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#15
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Alle Zeitangaben in UTC +1. Es ist jetzt 06:41 Uhr.
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