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Sapere aude!
Registrierungsdatum: Aug 2000
Ort: Frankfurt
Beiträge: 406
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Hi Leutz!
Wie gesagt, ich suche Ursachen, wieso der Euro so schwach ist, und auch die Folgen, die diese Schwäche haben kann. Zum einen würde mich einmal eure eigene Meinung zu diesem Thema interessieren, aber auch Studien aus der Wirtschaft, in denen das alles fachlich belegt wird.
(Ich muss bald in GM ein kurzes Referat über das Thema halten, deshalb sind Fakten sehr wichtig)
Bin jetzt schon gespannt auf eure Antworten!!!
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23. 09. 2000, 12:26
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#1
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Mitglied
Registrierungsdatum: Apr 2000
Beiträge: 119
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salut!
tja, ich glaube mit wissenschaftlich fundierten artikeln (mit quellverzeichnis) kann ich grad nicht dienen, da ich aus wien.at bin, und du das ganze sicher auf die nationalökonomische situation in deutschland bezogen haben willst (gut ich lese zwar auch ab und zu die FAZ, aber das wars dann auch schon :]).
aber im allgemeinen darüber zu reden kann ja auch ganz interessant sein.
naja, wie soll ich anfangen?
die euroschwäche war ja vorhanden, seit es den euro zum erstenmal als buchungswährung gab.
anfänglich war sicher die skepsis der europäer selbst teilweise schuld, daß der euro im vergleich zu anderen leitwährungen leicht abglitt.
dann hat sich der euro ja wieder kurzzeitig leicht erholt, und falls du auf die kürzlichen kurseinbrüche anspielst, die haben auch recht viele gründe (ich glaube alle kann dir kein schwein aufzählen.....).
zum einen ist der euro gar nicht sooooo unglaublich in die knie gegangen, sondern der dollar is zur zeit einfach zu stark (das widerum hängt mit den [erst kürzlich wieder nach oben revidierten] US-amerikanischen prognosen punkto wirtschaftswachstum zusammen).
das kann man daran ablesen, daß der euro zum jen weniger verloren hat als zum dollar.
dann darf man natürlich die wahlen in amerika nicht außer acht lassen, da der dollar bei wahlen immer sehr hoch steht und auch von der an der regierung befindlichen partei (jeweils demokraten oder eben republikaner....) künstlich hochgehalten wird (das gibt einfach bessere wahlergebnisse und dem politgegner weniger angriffsfläche :-})
andererseits ist diese europäische "EINHEITswährung" einfach ein sehr junges und fragiles gebilde, welches schon auf kleinste dinge sehr heftig reagiert (zb. hat euer bundeskanzler schröder den euro vor ca. 6 wochen künstlich "nach unten geredet", indem er in einem interview betonte, daß der schwache euro deutschland nichts ausmache bzw. sich sogar sehr günstig auf die exporte auswirkt....., wonach eine relativ deutliche euro-kursänderung nach unten am folgetag zu bemerken war).
weiters mitschuld ist sicher der apparat der EZB an sich, denn eine zentralisierung bringt meisten erheblich weniger flexibilität mit sich, bzw. kann eine große zentrale mit vielen "gleichberechtigten" entscheidungsträgern (die nationalbankspräsidenten der einzelnen mitgliedsstaaten) einfach nicht so schnell reagieren wie die nationalen notenbanken früher (und natürlich auch nicht so länderspezifisch.....).
die folgen die die kursschwäche hat, sind ja eh altbekannt:
gut für den export und den tourismus, blöd für den import, da die importsachen dann natürlich teurer sind; (wobei normalerweise die schädigung bei den importen größer ist als der gewinn bei den exporten und beim tourismus).
dann hat die schwäche des euro noch gravierende auswirkungen auf den finanzmarkt an sich (devisen - handel, aktienkurse, stocks wie zb. den "neuen markt" in frankfurt, indizes, rohstoffe........).
das wird mir jetz aber doch zu lang - will ja keinen roman schreiben :-)).
falls es dich interessiert, poste ichs noch.
mfg
thane
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05. 10. 2000, 06:32
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#2
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Mitglied
Registrierungsdatum: Aug 2000
Beiträge: 3
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hi!
warum ist der euro so schwach? eigentlich gibt es keine
rationale erklärung dafür, hört sich zwar etwas blöd an,aber leider ist es so. die wirtschaftszahlen der euroregion sind wirklich optimal,was einen starken euro rechtfertigen würde.
der euro hat ja nicht nicht zum dollar viel verloren sondern z.b. noch mehr zur japanischen währung, obwohl die japaner ein sehr grossen fiskaldefizit haben und sonstige kennzahlen sehr "schlimm" sind. für den dollar gilt das gleiche, würde sich der dollarkurs an den kennzahlen der usa orientieren müßte er viel schwächer sein, siehe leistungsbilanz der usa!!
ergo: rationelle gründe gibt es nicht, dafür aber emotionale ! die menschen im euroland haben sich immer nocht nicht mit dem euro abgefunden, und auch sowas schlägt sich im kurs nieder. weiter war z.b. die dm jahrelang spekulationsobjekt : aber jetzt ist sie nicht mehr da,und mit dem euro zu handeln ist nicht sehr lukrativ. ein führender analyst vom bankhaus: "opps namen vergessen" sagte mal: es ist unsere währung, aber euer problem. finde ich passend den satz.
ciao arne
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07. 10. 2000, 15:49
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#3
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