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Echelon
The brain
 
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Registrierungsdatum: Jul 2000
Ort: In your head....
Beiträge: 449
Kritik erwünscht...

Wie dlfa überkam es mich einfach und ich hab dieses Sonett geschrieben:

So schmerzhaft man beweint den Tod,
da er doch kommt so schnell,
uns bedeckt mit seinem dunklen Fell,
uns raubt das kostbar’ rot.

So kalt uns ist im Herze,
heraus ging sie die Wärm’,
erstickt er ist der Lärm,
durch Ängste und durch Schmerze.

Die Einsamkeit erwacht,
leise Tränen in der Nacht,
des langen Lebens’ Sinn,

Man sich stellt die Frage,
„Warum ich dir nicht sage,
dass hinfortgegangen ich nun bin“


Kritik ausdrücklich erwünscht.

gruß

echelon
Alt 13. 09. 2003, 14:41 Echelon is offline Mit Zitat antworten #1
mera
 
Beiträge: n/a
Hm, ein bisschen holperig vom Reim her finde ich, und der Inhalt ist so aussagekräftig auch nicht. Für Themen wie Tod oder Melancholie brauchts eine Stimmung, die mitschwingt, und die finde ich da nicht. Nun mag ich allgemein nicht unbedingt gern Lyrik, so dass mich nur wirklich gute Gedichte u.ä. vom Hocker reißen.. dieses hats aber nicht getan.

Gruß,
mera
Alt 14. 09. 2003, 11:47 Mit Zitat antworten #2
Echelon
The brain
(Threadstarter)
 
Benutzerbild von Echelon
 
Registrierungsdatum: Jul 2000
Ort: In your head....
Beiträge: 449
hehe, danke für die kritik. wurde auch nicht ganz freiwillig geschrieben (war mal ne hausaufgabe).

gruß

echelon
Alt 14. 09. 2003, 12:13 Echelon is offline Mit Zitat antworten #3
bertolt
kapituliert
 
Benutzerbild von bertolt
 
Registrierungsdatum: Jan 2001
Ort: SDF
Beiträge: 1.684
Wenn es eine Hausaufgabe war, gehe ich mal davon aus, daß ihr Sonette behandelt hab. War da nicht vielleicht mal von Versmaß die Rede? Ich will jetzt nich anfangen zu dozieren, denn erstens hat das sicher euer Lehrer (wenn auch vergeblich) getan und zweitens gibt es bestimmt 1001 Hausaufgabenseite im Netz, wo man das (Interesse vorausgesetzt) nachlesen kann. Nur soviel: Nicht nur das Reimschema macht ein Sonett zum Sonett.
Hier mal ein echtes (von Gryphius), das zumindest thematisch in deine Todesecke paßt. Vielleicht merkst du ja den Unterschied...


Menschliches Elende

Was sind wir Menschen doch! ein Wohnhaus grimmer Schmerzen?
Ein Ball des falschen Glücks, ein Irrlicht dieser Zeit,
Ein Schauplatz aller Angst, und Widerwärtigkeit,
Ein bald verschmelzter Schnee, und abgebrannte Kerzen,

Dies Leben fleucht davon wie ein Geschwätz und Scherzen.
Die vor uns abgelegt des schwachen Leibes Kleid,
Und in das Toten Buch der großen Sterblichkeit
Längst eingeschrieben sind; find uns aus Sinn' und Herzen:

Gleich wie ein eitel Traum leicht aus der acht hinfällt,
Und wie ein Strom verfleust, den keine Macht auffhällt;
So muß auch unser Nam’, Lob, Ehr und Ruhm verschwinden.

Was itzund Atem holt; fällt unverseh’ns dahin;
Was nach uns kommt, wird auch der Tod ins Grab hinziehn,
So werden wir verjagt gleich wie ein Rauch von Winden.



Gruß!

b
Alt 15. 09. 2003, 00:28 bertolt is offline Mit Zitat antworten #4
Korrupt
Boeses junges Fleisch
 
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Registrierungsdatum: Mar 2000
Ort: BO-FH
Beiträge: 13.442
Was ich da noch anmerken mag - grade wenns thematisch ueber "Gebrauchslyrik" hinausgehen soll: ein wenig ueber die extrem abgegriffenen reimpaare rausgehen. Beim Gryphius faellts auf - da werden dann doch etwas originellere Worte miteinander verknuepft - aber Herz/Schmerz, Tod/rot sind doch, nun, ein wenig abgegriffen, Wacht/nacht ist nur wenig besser...

whoa. Vanitas!
Alt 15. 09. 2003, 10:28 Korrupt is offline Mit Zitat antworten #5
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